Neues aus den Medien - The Next Generation

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Beitrag von spiegelfechter »

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spiegelfechter
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Was die SPD bräuchte wäre wohl ein Person von ähnlichem Format wie Kurt Schumacher, aber woher soll die kommen? Unseren Politiker schaffen es ja nicht mal ansatzweise ihre Standpunkte klar zu vertreten, sondern zirkeln und rudern wild bei jedem kleinsten Gegenwind.

Der SPD kann man nur sagen:"Wenn man nicht weiß wo man hinwill, ist jeder Hafen der falsche."
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Beitrag von Performer »

Performer
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Eins ist aber schon komisch: Dass die CDU unter Krampy eher nach rechts tendiert und wieder konservativer wird (bzw. werden will), wird bejubelt und herbeigesehnt. Dass die SPD sich wieder nach links wenden könnte, sorgt für Panik. Vor allem in der SPD selbst.
Na, Hauptsache die AfD rechtsaußen hat was zu lachen.
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Beitrag von Koenigsmoerder »

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Duke of York hat geschrieben: Wie schon mehrfach dargelegt (und von Euch konsequent ignoriert), ist keiner dieser Despoten von Uns "heißgeliebt". Ihr unterstellt dies nur, weil Wir Uns Eurer Form der heiligen Inquisition gegen andere Ansichten systematisch und prinzipiell verweigern.


Nazis behaupten heutzutage auch am liebsten gar keine Nazis zu sein.
Ob das nun Tarnung, Selbstverleugnung oder schlichtweg Borniertheit ist...nun, das ist nicht Unser Problem. Ebensowenig, warum Ihr permanent Partei für Trump und Putin ergreift, obgleich Ihr ja angeblich nichts für Sie übrig habt...

Das müssen Wir garnicht, denn das haben Wir Euch nie unterstellt.
Aber nur so funktioren Strohmann-Argumente. DoY sagt X. Ihr überhöht auf Y und zieht dagegen zu Felde. Mittlerweile leicht durchschaubar ... ;)
Ja, nee, is klar, ne.
Wir verweisen auf AKK und Ihren geheimen Wunsch missliebige Meinungsäußerungen auf Youtube am liebsten zu verbieten, Ihr zitiert das und wollt es gegen Uns umdrehen - als hätten Wir, siehe das Posting des werten dimovski, irgendwelche Verpflichtungen hier - aber gemeint haben wollt Ihr es natürlich nicht, als das Konstrukt schneller den Bach runter geht als Kevin Kühnert "Sozialismus" sagen kann. :ditsch:
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Beitrag von Performer »

Performer
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Noch wilder: Nazis behaupten heute, dass DIE Nazis ja eigentlich Linke gewesen wären. Also National-Sozialisten. So malt man sich die Welt schön (braun).

Beitrag von Duke of York »

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Duke of York
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Performer hat geschrieben:... So malt man sich die Welt schön (braun).
Man kann die Welt auch schön braun malen, indem man einfach inflationär überall das Label "Nazi" dranpappt. Und echte Nazis, z.B. die da gerade in der Ukraine die Ruder in der Hand halten, werden einfach als demokratische Protestbewegung weißgetüncht.
Ist schon manchmal irre, diese moderne Welt...
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Beitrag von Performer »

Performer
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Noch zur SPD: Wen haben sie überhaupt noch, um den Laden zu übernehmen? Scholz? Das wird bei den nächsten Wahlen ein Fiasko. Heil? Keine Strahlkraft, Null. Oppermann? Eine Worthülsenmaschine. Barley? Nett, sonst aber ohne Position und Leidenschaft. Dreyer und Schwesig haben schon abgewunken. TSG will auch nicht ...
Oder sie machen à la Dänemark einen flotten Rechtsschwenk und nehmen Tilo Sarrazin. Damit würde zumindest keiner rechnen.

Ich weiß nicht, ob sie den Ernst der Lage so richtig überblicken.

Beitrag von Private_S »

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Duke of York hat geschrieben:Man kann die Welt auch schön braun malen, indem man einfach inflationär überall das Label "Nazi" dranpappt. Und echte Nazis, z.B. die da gerade in der Ukraine die Ruder in der Hand halten, werden einfach als demokratische Protestbewegung weißgetüncht.
Ist schon manchmal irre, diese moderne Welt...
Man, Duke, redet nicht so einen Unsinn.
Wer unterstützt denn Europaweit die neuen Nazis. Putin (und Trump), sonst niemand.
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Beitrag von spiegelfechter »

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Private_S hat geschrieben:Man, Duke, redet nicht so einen Unsinn.
Wer unterstützt denn Europaweit die neuen Nazis. Putin (und Trump), sonst niemand.
Wahrscheinlich war das ein Wink an die Frühphase des Konfliktes, als unsere Medien und Politiker nicht wirklich mit Sachlichkeit geglänzt haben sondern mit Gusto.
Hatte seinerzeit ja für ein Folge der Anstalt und eine Rüge des Presserats gereicht.
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Beitrag von Duke of York »

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Wieso Frühphase? Bis heute hat sich niemand von dem Pack distanziert und die EU ist noch immer größter Kreditgeber der Ukraine. Und die NATO ist noch immer scharf auf neue Basen dort.
Aber klar. Deutschland hat ein Nazi Problem. Die Ukraine nicht.
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Beitrag von Gebannter User »

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Beitrag von deleted User »

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Still und heimlich wird Germania umgesetzt...ich spüre förmlich den neuen Geist in der Hauptstadt. Ich glaube ich werde heute mal die Hecke gerade schneiden und schauen ob alle Blumen in Reih und Glied wachsen.

https://www.spiegel.de/plus/berlin-habe ... 0164302384

"Alles entwickelt sich so, wie ich es vorausgesehen habe." Imperator Palpatine

Beitrag von Witold Pilecki »

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Performer hat geschrieben:Eins ist aber schon komisch: Dass die CDU unter Krampy eher nach rechts tendiert und wieder konservativer wird (bzw. werden will), wird bejubelt und herbeigesehnt. Dass die SPD sich wieder nach links wenden könnte, sorgt für Panik. Vor allem in der SPD selbst.
Was führt euch denn zu diesem Eindruck? Die SPD siecht in einer tiefen inhaltlichen und personellen Krise dahin, dass es schon beim Hingucken weh tut. Die CDU dagegen hält sich vergleichsweise unbeschadet nach immerhin 14 Jahren in der Regierung. Der Generationenwechsel läuft im Vergleich zur SPD geordnet ab. Merz hat es nicht geschafft, sich gegen AKK durchzusetzen. Die große konservative Wende bleibt erst einmal aus. Das AKK bejubelt und herbeigeseht wird, sehen wir aber nicht. Sie kommt bei uns verdammt schlecht weg. Dafür haben schon ihr Aktivitäten bezüglich Kopftuchverbot, Eingriff in die Meinungsfreiheit und Anonymität im Internet gesorgt. Wir wünschten, sie würde lieber heute als morgen alles hinschmeißen. Vermutlich entsteht dieser Wahrnehmungsunterschied dadurch, dass sie hier im Forum keine Fürsprecher hat. Außer dem werten Der Stratege haben wir keinen im Politikbereich aktiven konservativen Foristen.
In der FAZ steht Armin Laschet gerade im Fokus. Zum Ende liest man:
Allerdings achtet Laschet als Ministerpräsident sehr darauf, Recht und Ordnung durchzusetzen. „Wir sind ein liberales Land, aber wir tolerieren keinen Rechtsbruch“, das ist sein Mantra.
An dieser Stelle hat man hoffentlich den ersten Absatz vergessen:
Und so richten sich manche Hoffnungen auf den Mann, der gerade im ledergepolsterten Fond seiner Dienstlimousine nach Dortmund braust, ohne Sicherheitsgurt, einen Fuß lässig übers Knie gelegt.
Klar, eine Kleinigkeit für einen Mann von solchem Format. Aber doch symptomatisch für die ganze Partei - so meinen wir. Als hiesiger Landesvater hat er es schon geschafft, eine Schweinefolterin zur Umweltministerin zu machen und setzt sich konsequent für den fortlaufenden Rechtsbruch im Bereich der Luftreinhaltung ein. An Seehofer hat man sich inzwischen auch gewöhnt, der ist ja wie Trump. Um John Oliver aufzugreifen: Für jeden anderen Politiker wären seine Eskapaden wie ein Tritt auf einen rostigen Nagel; aber Seehofer ist wie ein Fakir und sitzt auf einem ganzen Nagelbrett. Wir würden sagen, in der Union läuft alles rund, sie ist "regierungsfähig". :ritter:

Beitrag von Der Stratege »

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Koenigsmoerder hat geschrieben:Wir finden es immer wieder komisch, wie man in der eigenen Fraktion Leute haben kann, die einräumen, dass man potentiell kontroverse Gesetze am Besten möglichst kompliziert abfasst, damit man sie einfacher durchbringt (Seehofer), die völlig ungeniert mit Lebensmittelgroßkonzernen flirten (Klöckner), ungenehme Meinungen im Internet eigentlich lieber verbieten, statt sich mit ihnen auseinandersetzen zu wollen (AKK) oder sich ganz ungeniert völkerrechtsbrechenden Autokraten andienen (Kretschmer) - aber auch Wochen später ist noch der größte Aufreger, ob irgendein Juso womöglich einer stalinistischen Sekte nahesteht. Obwohl man selbst das Interview ganz offensichtlich nie gelesen hat.
Läuft...
Wie ich sehe hängt auch Ihr einem sehr einfachen Weltbild an werter Königsmörder.
1. Unterstellt ihr einfach mal so, ich würde jedes Mitglied meiner Partei dufte finden und generell alles unterstützen und als wunderbar erachten, was einige da so von sich geben. Ich denke das Konzept einer Partei bzw. einer Volkspartei die viele verschiedene Gruppen und Ansichten vereint, habt ihr nicht so ganz verstanden.
2. Sehe ich immer nur, ähnlich wie das andere User in der Vergangenheit taten, euch über andere erheben. Andere preisen angeblich Despoten, wenn sie nicht sofort als Nazis bezeichnet werden. (Btw: Niemand hat diesen Begriff so entkräftet wie die Linken, die ihn mittlerweile gefühlt jedem entgegenschreien, der es wagt etwas gegen die eigene Linie zu sagen).
3. Nochmals zu Kühnert: Er forderte öffentlich, dass niemand mehr Wohnraum besitzen dürfte, als er zum Leben braucht. Mein Großvater war selbstständig und hat neben der harten, langen Arbeit mit eigener Hände Arbeit und unter enormen, finanziellen Risiko zwei kleine Mietshäuser gebaut, die heute seinen und meiner Oma Lebensabend finanzieren. Das ist oft knapp, aber es reicht. Jetzt kommt ein nicht mal 30 jähriger Student daher und proklamiert öffentlich, dass er die Lebensleistung meiner Großeltern gerne zerstören und sie in Armut stürzen würde. So einen Menschen werde ich bis auf Gedeih und Verderb bekämpfen. Ich denke das sollte meine Position klären.

PS: Ich würde mir wünschen, dass ihr mal eure Karten offen legt und uns sagt, welche Partei ihr denn unterstützt. Grüne? Hofreiter zahlte jahrelang keine Zweitwohnsitzsteuer in Berlin, seid ihr also für Steuerhinterzieher? Seht ihr wie wenig Sinn eure Argumentationsweise macht?

Beitrag von Koenigsmoerder »

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Wir haben gar nichts unterstellt, sondern verschiedene Beispiele gebracht, wo Konservative wie Ihr womöglich mal vor der eigenen Haustüre kehren könntet. Und Euren ersten Punkt interpretieren Wir so, dass Ihr ja durchaus auch nicht mit jedem der vorgebrachten Beispiele d'accord geht.
Nichtsdestotrotz lesen Wir dazu hier praktisch gar nichts. Nicht von Euch und sehr wenig von anderen. Stattdessen wird sich auch Wochen später noch über ein Interview echauffiert, dass offensichtlich überhaupt keiner gelesen hat. Denn:
3. Nochmals zu Kühnert: Er forderte öffentlich, dass niemand mehr Wohnraum besitzen dürfte, als er zum Leben braucht.


Nein, das hat er nicht gefordert.
Er wird im Interview darauf angesprochen, dass er mal beim Juso-Kongress die Frage aufgeworfen hat, warum denn jemand mehr als 20 Wohnungen besitzen müsse. Das ist zunächst mal eine absolut berechtigte Frage, denn müssen tut das natürlich in der Tat erstmal überhaupt niemand.
Natürlich wirft das die hier ja ebenfalls schon breit diskutierte Anschlussfrage auf, welche Alternativen es denn dazu gäbe, um ohne Immobilienkonzerne genug bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Er formuliert hierzu sein Idealbild der Gesellschaft (und bezeichnet es auch bewusst als Utopie). Eine Gesellschaft, in der die Grundbedürfnisse des Menschen (z.B. Wohnen) nicht in einen Gegensatz zum Profitstreben Einzelner gebracht werden. Was natürlich am Ende des Tages darauf hinaus läuft, dass niemand mehr zur Miete wohnen muss, weil der Staat (in Form von Genossenschaften) genug bezahlbaren Wohnraum bereit stellt.
Das kann man jetzt realistisch finden oder auch nicht. Wichtig ist, dass er ebenfalls ausgeführt hat: "Bei der Transformation von einer kapitalistischen hin zu einer wie auch immer gearteten sozialistischen Gesellschaft sollte es klugerweise keinen Schnitt geben, nach dem Motto: Die Monopoly-Runde ist beendet, alle starten jetzt noch mal bei Null. Was tatsächlich selbst erarbeitet wurde, sollte geschützt sein."
Hervorhebung durch Uns. Ihr könnt also ganz beruhigt sein, was das Wohneigentum Eurer Großeltern angeht, selbst im unwahrscheinlichen Falle eines Bundeskanzlers namens Kevin Kühnert.

Lest doch einfach mal das Interview.
Die Interviewer sind zwischendurch übrigens selbst enttäuscht: "Wir sind immer noch nicht überzeugt, dass Sie ein richtiger Sozialist sind." Kühnert dazu: "Ich kann ja nichts dafür, wenn die Leute bei Sozialismus immer an brennende Barrikaden denken. [...] Sollten Sie auf den Aufruf zum bewaffneten Umsturz gehofft haben, muss ich Sie enttäuschen. Ich versuche hingegen klarzumachen, dass sich alles in Schritten vollzieht. Fortschritte aus dem bisherigen System werden mitgenommen und das, was uns hindert, ein gutes Leben zu führen, wird überwunden. Ich verstehe unter Sozialismus kein Modell, das sich alle vorab im Detail anschauen und entscheiden können, ob sie darin leben wollen oder nicht. Sozialismus ist das Ergebnis von demokratischen Prozessen, orientiert an unumstößlichen Grundwerten. Das heißt: Ich kann das Ergebnis nicht vorwegnehmen."

Diese Sätze (Hervorhebung wiederum durch Uns) haben es natürlich nicht in die Berichterstattung geschafft. Von daher können Wir nur einmal mehr wiederholen, was Wir seit dem ersten Tag an gebetsmühlenartig wiederholen: lest das Interview und bringt die zwei, drei auflagenwirksam herausgegriffenen Sätze in den Gesamtkontext. Ihr werdet dann zwar womöglich immer noch kein SPD-Wähler oder gar Kühnert-Fan, aber müsst auch nicht mehr alle zwei Tage hier an die Decke gehen, wenn irgendwo in der Presse mal wieder in einem SPD-bezogenen Artikel die Kühnert'sche Sozialismus-Sau durchs Dorf getrieben wird.

PS: Ich würde mir wünschen, dass ihr mal eure Karten offen legt und uns sagt, welche Partei ihr denn unterstützt. Grüne? Hofreiter zahlte jahrelang keine Zweitwohnsitzsteuer in Berlin, seid ihr also für Steuerhinterzieher? Seht ihr wie wenig Sinn eure Argumentationsweise macht?


Wir unterstützen keine einzelne Partei.
Jede Partei hat Programmteile, die Uns teilweise deutlich gegen den Strich gehen. Von daher sind Wir Uns durchaus bewusst, dass es in jeder Partei unterschiedliche Strömungen gibt, hinunter bis zur individuellen Meinung von Einzelpersonen, danke.
Entsprechend wählen Wir immer das, was Uns in der augenblicklichen Lage am sinnvollsten erscheint. Somit haben Wir in Unserem Leben auch bereits fünf Parteien Unsere Stimme gegeben - allesamt beim Bundesamt für Verfassungsschutz gänzlich unverdächtig - selbst auch mal der CSU. Wobei hier sollte das Bundesamt für Verfassungsschutz vielleicht doch mal genauer hinschauen, wenn deren Innenminister ganz unverblümt zugibt, dass er den gesellschaftlichen Diskurs zu einzelnen Gesetzen gerne vermeidet, indem er sie bewusst komplizierter abfassen lässt... ;)
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Beitrag von Witold Pilecki »

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Koenigsmoerder hat geschrieben:Er wird im Interview darauf angesprochen, dass er mal beim Juso-Kongress die Frage aufgeworfen hat, warum denn jemand mehr als 20 Wohnungen besitzen müsse. Das ist zunächst mal eine absolut berechtigte Frage, denn müssen tut das natürlich in der Tat erstmal überhaupt niemand.
Das ist keine berechtigte, sondern eine einfältige Frage. Natürlich muss niemand 20 Wohnungen besitzen. Sinnvolle Fragen sind, ob jemand das (finanziell) kann, will und darf. Letzteres ist vermutlich, was Herr Kühnert meint. Unserer Meinung nach handelt es sich bei ihm um einen sozialistischen Unterhosenwichtel, wie wir gleich erläutern werden. Dazu ist aber ein genauer Blick in das Interview erforderlich und dieses ist leider hinter einer Bezahlschranke. Wer seine Suchmaschine quält, findet aber noch zumindest Teile davon. Die uns vorliegende Version ist nicht vollständig, der BMW-Teil fehlt völlig (vielleicht hat ja jemand das Original). Wir haben das Original aber gelesen. Trotzdem ist der fehlende Einblick in die Originalquelle ein großes Problem, da Koenigsmoerder der festen Überzeugung ist, alle anderen würden das Interview nicht richtig lesen.
In der uns vorliegenden Version zitiert ZEIT Herrn Kühnert außerdem so:
ZEIT: Beim Sozialismuskongress der Jusos in Berlin vor einigen Wochen haben Sie gesagt: »Warum sollte jemand mehr als 20 Wohnungen in seinem Besitz haben?«
Hervorhebung durch uns. Kühnerts sozialistischer Unterhosenwichtel geht so:
  1. Status Quo
  2. Übergangsphase
  3. Kühnerts utopisches Idealbild der Gesellschaft: „Eine Gesellschaft, in der […] niemand mehr zur Miete wohnen muss, weil der Staat (in Form von Genossenschaften) genug bezahlbaren Wohnraum bereit stellt.“ (Koenigsmoerder)
Interessant ist die Übergangsphase, die Kühnert nicht erwähnte, nach der die Zeit nicht fragte oder der Teil schließlich nicht abgedruckt wurde. Wir selbst haben schon verschiedene Interviews in Presse und Rundfunk gegeben und es ist manchmal abenteuerlich, was am Ende hinten raus kommt. Man sollte also nicht unbedingt Wortklauberei betreiben, sondern den Gesamtzusammenhang betrachten. Diesen sieht Kühnert selbst richtig wiedergegeben.
Den Status Quo schätzt Kühnert so ein:
Jeder muss wohnen. Besonders in Städten steigen durch Marktmechanismen die Mieten stark an. Damit ist das Recht auf Wohnen für immer mehr Menschen infrage gestellt. Da ist doch die sehr moderate Frage berechtigt, warum Leute Rendite erwirtschaften sollen mit etwas, das andere zum Leben brauchen?
Was er genau damit meint, das Recht auf Wohnen sei für immer mehr Menschen infrage gestellt, erläutert er nicht. Wir lasten ihm das nicht an, das geht in so einem Format nicht. Man muss es aber wohl im Zusammenhang mit dem seiner Meinung nach illegitimen Geschäftsmodell des Vermietens sehen. Wo er hin will ist klar:
Ich finde nicht, dass es ein legitimes Geschäftsmodell ist, mit dem Wohnraum anderer Menschen seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Konsequent zu Ende gedacht, sollte jeder maximal den Wohnraum besitzen, in dem er selbst wohnt.
Der edle Der Stratege hat nun völlig zu Recht aufgeworfen, das mit der Kollektivierung massiv in die vier Grundfreiheiten (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Eigentum) eingegriffen wird und Lebensleistungen zerstört werden. Das Sprechen die Journalisten auch an:
ZEIT: Wenn ich für meine Arbeit Lohn bekomme und damit etwas erworben habe, zum Beispiel eine Wohnung: Gehört es dann nicht zu meinen individuellen Freiheiten, dass ich das nutzen kann?
Kühnert: Bei der Transformation von einer kapitalistischen hin zu einer wie auch immer gearteten sozialistischen Gesellschaft sollte es klugerweise keinen Schnitt geben, nach dem Motto: Die Monopoly-Runde ist beendet, alle starten jetzt noch mal bei null. Was tatsächlich selbst erarbeitet wurde, sollte geschützt sein. Alles andere würde gesellschaftliche Verwerfungen produzieren, die ich für destruktiv halte.
Was das genau bedeutet ist unklar. Will Kühnert nur Kapitalgesellschaften enteignen oder früher oder später alle? Denn darauf muss es für das Erreichen seiner Utopie hinauslaufen. Wir interpretieren seine Worte so, dass er das grundsätzlich für richtig hält, aber diesen Schritt wegen der zu erwartenden gesellschaftlichen Verwerfungen scheut – man ist hier aber im Bereich der Wortklauberei. Kühnert ist gegen das Vermieten durch Private, der Staat soll den (bezahlbaren) Wohnraum bereitstellen. Dafür müssen die Wohnungen aber irgendwann den Besitzer wechseln, auch ohne Enteignung. Das könnte unserer Ansicht nach nur durch ein Moratorium auf den privaten Erwerb von Wohnungen und ein Verbot, privates Wohneigentum zu vererben, geschehen. Das ist natürlich letztlich ebenfalls eine Enteignung - ohne geht es ja nicht. Dass Kühnert gegen alle Formen der Vermietung ist, entnehmen wir - unter dem Vorbehalt, dass man solche Interviews nicht inhaltlich überstrapazieren darf - dieser Passage:
ZEIT: Und mieten wollen Sie auch nicht, weil Sie damit das Eigentum eines anderen finanzieren?
Kühnert: Wenn Sie nach dem Wollen fragen, dann ja. [Kühnert wohnt in einer WG zur Miete]
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Beitrag von 123 »

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Und was ist nun genau eure Argumentation?

Beitrag von Witold Pilecki »

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Der Stratege sagt: Nochmals zu Kühnert: Er forderte öffentlich, dass niemand mehr Wohnraum besitzen dürfte, als er zum Leben braucht.
Koenigsmoerder sagt: Nein, das hat er nicht gefordert.
Witold Pilecki sagt: Doch, nichts anderes hat er gefordert.

Danke der Nachfrage übrigens :) .
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Beitrag von Der Stratege »

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Witold Pilecki hat geschrieben:
Hervorhebung durch uns. Kühnerts sozialistischer Unterhosenwichtel geht so:
  1. Status Quo
  2. Übergangsphase
  3. Kühnerts utopisches Idealbild der Gesellschaft: „Eine Gesellschaft, in der […] niemand mehr zur Miete wohnen muss, weil der Staat (in Form von Genossenschaften) genug bezahlbaren Wohnraum bereit stellt.“ (Koenigsmoerder)
Vollkommen richtig werter Witold!
Nun die Idee der Sozialismus ist ja oft die eine Übergangssystems hin zum Kommunismus, also zur klassenlosen Gesellschaft. Allerdings gehöre ich nicht zu den Menschen die eine perfekte, utopische Gesellschaft versprechen. Gerade dann nicht, wenn meine Ideen, wie man zu dieser gelangt damit enden, dass ich sage: Alles Eigentum, abgesehen von dem Nötigen, gehört jetzt der "Gemeinschaft" bzw. dem Staat. Wo das hinführt sollten wir alle nur zu gut kennen.
Ich persönlich würde ungern in einem Land leben, in dem Lebensleistungen einfach so zerstört und emsiges Sparen und kluges investieren bestraft werden.
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Beitrag von Koenigsmoerder »

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Da habt Ihr Euch ja richtig eingehend mit Unserer Replik befasst. Nunja, spart Uns immerhin die Zeit mehr als das hier zu tippen:

Der Stratege: "Jetzt kommt ein nicht mal 30 jähriger Student daher und proklamiert öffentlich, dass er die Lebensleistung meiner Großeltern gerne zerstören und sie in Armut stürzen würde."

Zitat Kühnert: "Was tatsächlich selbst erarbeitet wurde, sollte geschützt sein."

Der Stratege: "Ich persönlich würde ungern in einem Land leben, in dem Lebensleistungen einfach so zerstört und emsiges Sparen und kluges investieren bestraft werden."

Schönen Tag noch. :top:
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Beitrag von Witold Pilecki »

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Koenigsmoerder hat geschrieben:Da habt Ihr Euch ja richtig eingehend mit Unserer Replik befasst.
Ach was, das schütteln wir einfach aus dem linken Ärmel. Aber wir verstehen nicht, ob ihr uns mit eurer Zitatesammlung etwas sagen wollt oder nur zu verstehen gebt, dass ihr unsere Antwort gelesen habt? Vielleicht solltet ihr euch die Zeit für eine ausführlichere Antwort nehmen, wenn ihr etwas zu sagen habt. Und nicht vergessen: Ihr müsst unsere Antwort nur richtig lesen ;) .
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