Duke of York hat geschrieben:Beide Seiten haben im Grunde reichlich Offensivpotential verpulvert ohne nennenswerten Erfolg. Für niemanden wäre es ratsam, nochmal anzugreifen.
Für Japan wird vermutlich der Verlust an erfahrenen Piloten am tragischsten sein.
Wir bewerten den Ausgang als strategischen Sieg für Euch, denn soo schnell wird sich die KB nicht wieder einem Kampf stellen. Falls sie dies überhaupt je nochmals tun sollte....
Wir sehen es so wie ihr, ein neuerlicher Angriff (von wem auch immer) würde nichts bringen außer verheizter Flugzeuge und Piloten.
Die "alte Garde" der japanischen Marineflieger dürfte auch schon längst bei den vorangegangenen Trägerschlachten in die ewigen Jagdgründe eingegangen sein, aber trotzdem waren das jetzt auch sicher alles gute bis sehr gute Piloten, da schmerzen Verluste in diesen Dimensionen immer.
Den Vorteil für uns sehen wir ebenfalls, unser Gegner musste einsehen, das selbst unter Aufbietung aller Kräfte keine Vorentscheidung zu seinen Gunsten möglich war. Dabei hatten wir auch "nur" unsere halbe Trägerflotte involviert, bei einer größeren Präsenz unsererseits wäre Japan vielleicht nicht so glimpflich davongekommen.
Aber ob Japan dann überhaupt angegriffen hätte, ist eine andere Frage und sehr spekulativ.
George Pickett hat geschrieben:Ein für Uns unerwartetes Ergebnis dieser Trägerschlacht. Verfügt Japan im Bereich der Molukken denn über keine größeren Luftwaffenstützpunkte? Eine Kombination aus Angriffen land- und seegestützter Verbände, die auch noch aus verschiedenen Richtungen angreifen, hätten wie Waagschale zu Gunsten Japans neigen können. Dahingehend teilen Wir die Meinung des werten Duke und Unserer Vorredner/Schreiber. Die Verbände haben sich gegenseitig neutralisiert, wobei Wir den taktischen Vorteil bei den Alliierten sehen. Deren Präsenz in diesem Gebiet ist ungefährdet und Sorong sicher. Je stärker diese Basis wird, desto geringer werden die japanischen Möglichkeiten in diesem Sektor.
Die Molukken direkt haben keinen geeigneten Stützpunkt, die beiden Sorong am nächsten befindlichen Flugplätze liegen auf Celebes - Manado (11 Hex entfernt) und Kendari (13 Hex).
Von Kendari aus hatten ja kurz zuvor japanische Jäger den Sweep gegen Ambon ausgeführt, es wäre also auch für Sorong denkbar. Die Entfernungen sind aber schon anspruchsvoll und können auch nicht von allen Modellen bewältigt werden.
Aber ja, ein Versuch hätte durchaus etwas bewirken können, manchmal können nur zehn Bomber mehr, die dann zusätzlich durchkommen, den entscheidenden Punch setzen.
Das wir Sorong für eine Schlüsselposition halten, hatten wir ja schon erwähnt. Um so erstaunlicher, das dort keine nennenswerten Truppen stationiert waren, aber vielleicht geht unser Gegner mit dieser Situation auch gelassener um. Entsprechend ausgebaut ist nun sogar Manila für uns in Reichweite, es gibt dann nicht mehr viele Gebiete, die für unsere Augen unsichtbar sind.
Hohenlohe hat geschrieben:Der Ausbau der alliierten Basis Sorong ermöglicht einen guten Handlungsspielraum der Alliierten und kann dazu führen, dass japanische Versorgungskonvois nach Truk massiv behindert werden, wenn sie eine westliche Route nehmen. Jetzt gilt es erst einmal die Träger TFs
aufzufrischen, vor allem was das Flugzeugpotential und die Piloten betrifft. Hoffentlich gibt's auch genügend vorhandenen Ersatz für die Gefallenen. Wir sind schon sehr gespannt, wie es nun weitergeht nach der Operation gegen Sorong…
herzlichste grüsse
Hohenlohe...

*SEMPER FIDELIS*
Eine Trägergruppe befindet sich ja gerade im Upgrade-Modus, die können gewissermaßen die reparaturbedürftigen Einheiten nach und nach ersetzen. Trotzdem wird es nahtlos weitergehen, die Ausfälle beeinträchtigen die weiteren Offensivpläne nicht.
Was die Piloten (Navy + Marines) angeht, sind wir nicht gerade mit massenhaftem Ersatz gesegnet. Die Reserven sind zwar vorhanden, aber mehrere solcher Verlusteinsätze in wenigen Monaten könnten ein Problem werden. Einzig sorgenfrei sind wir bei den Army-Piloten, die haben wir auch in guter Qualität zur Genüge.
Bigfish hat geschrieben:Arg dünne Bilanz! Aber tatsächlich wird es nur gelingen die KB zu versenken, wenn ihr kombinierte Land- und Seeluftstreitkräfte zusammen einsetzen könnt und als erstes mit zwei drei drei Fighter-Sweeps die gegnerische CAP durcheinanderbringt bevor überhaupt der erste Eurer Bomber über dem Ziel auftaucht. Ein paar mittlere Bomber als "Fliegenfänger" wären auch nicht schlecht - die können bissel was einstecken bevor sie abgeschossen werden.
An sich keine schlechte Idee, aber Fightersweeps funktionieren nicht gegen Ziele auf hoher See, da kann man höchstens eine Long Range-CAP hinbeordern. Nur wenn ein Schiffsverband auf einem Hafenhex steht, ist ein Sweep durchführbar.
Und auch die Reihenfolge der Einsätze ist oft nicht vorhersehbar, das hängt an so vielen Faktoren, das es immer ein Pokerspiel ist. Wir haben genügend Szenen erlebt, wo die Sweeps nicht als erste über dem Ziel waren, sondern die Bomber, denen sie den Weg freiräumen sollten. Entsprechend erfreut ist man dann immer, wenn die Bomber reihenweise vom Himmel fallen, nur weil sie auf eine intakte CAP treffen.
Wenn man "Kugelfänger" vorschickt, dann lieber die schweren Bomber. Da können sich einige Feindmodelle lange mit beschäftigen, bevor mal was abgeschossen wird.
TheBlackSwan hat geschrieben:Warum ist die Angriffswelle auf beiden Seiten in mehrere Gruppen geteilt? Ist es nicht besser, nur eine große Gruppe zu formen? Gibt es da Limitierungen seitens der Engine?
Sind eigentlich Seeangriffe mit B-29 möglich und sinnvoll?
(ja, wir haben wenig Ahnung vom Pazifikkrieg)
Man hat keinen
direkten Einfluß auf die tatsächliche Angriffsformation, man kann nur bestimmte Voraussetzungen schaffen, um es so gut wie möglich hinzubekommen.
Was die Trägereinsätze angeht, gibt es erstmal ein gewisses Gesamtlimit, ab dem auf einer Träger-Task Force das Risiko des Koordinationsverlust verdoppelt wird. Gestaffelt nach Jahren steigt die Schwelle für den Alliierten immerhin leicht an; das sind für 1942 >100 Maschinen, für 1943 >150 Maschinen und ab 1944 >200 Maschinen.
Für den Japaner ist diese Schwelle den ganzen Krieg über gleich und liegt auch bei >200.
Salopp gesagt, die Chance auf Koordinationsverlust gibt es also immer, aber je mehr Maschinen von einer Task Force aufs gleiche Ziel gestartet werden, um so höher wird die Wahrscheinlichkeit, das der Gesamtpulk auseinandergerissen wird.
Es kann viele Faktoren im Hintergrund geben, die das zusätzlich beeinflussen, z.B. der "Chef" des Verbandes (Admiral X) ist aufgrund seiner Qualitäten nur einer davon.
Auf den aktuellen Fall bezogen war das bei uns also eine sehr gute Koordination, nur der relativ kleine Nachzüglerverband spaltete sich ab und der große Rest schlug gemeinsam zu. Die anderen, die durch Wetter oder Navigationsprobleme nicht angegriffen haben, sind nicht dazu zu rechnen.
Man kann auch mit schweren Bombern grundsätzlich Schiffsziele auf offener See angreifen, nur ist die Erfolgschance naturgemäß geringer als bei kleineren Maschinen. Mit hinein spielen auch die Fähigkeiten der Besatzungen und die Angriffshöhe, schwierig ist es aber in jedem Fall. Aber versuchen kann man es immer, auch ein blindes Huhn findet mal so ein Korn.