Sodele, nachdem das Abitur mit 2,0 durchaus passabel abgeschlossen wurde, soll hier der Untergang der Sowjetunion weiter beleuchtet werden. Eine gute Beleuchtung ist auch notwendig, schließlich kann es auf den ersten Blick fast so aussehen, als verlören wir.
Ostfront
Heeresgruppe Süd
Eine Niederlage im tschechischen Taus veranlasst einen großangelegten Rückzug, der vom Norden des Protekorats Böhmen und Mähren bis hinunter in die Alpen reicht. Westlich von Wien muss schweren Herzens eine weitere Ausdünnung der Frontlinien angeordnet werden, um das Loch in der tschechichen Front zu stopfen, welches sich dort auftut. Auch wenn der Befehlshaber vor Ort dann naturgemäß grummelt, gelingt es uns nichtsdestotrotz, zumindest vorläufig, die Gefechtsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Ein Zustand, von dem man nur wenige Kilometer weiter westlich nur träumen kann. Im schönen Innsbruck hat eine spanische Infanteriedivision im Verbund mit mehreren italienischen Verbänden sehr unschönen Verrat an der gemeinsamen Sache geübt und ist vor einem angeblichen Panzerangriff auf ihre Stellungen zurückgewichen. Eine Ausrede, die angesichts des bergigen und somit sehr panzerunfreundlichen Geländes nur als lächerlich abgetan werden kann!
Heeresgruppe Nord
Während sich die HG Süd ob einer eher ruhigen Gefechtslage recht gücklich schätzen kann, geht es weiter nördlich um einiges turbulenter zu. So hat das inzwischen mehrtägige Hickhack um Potsdam zum Leidwesen der noch nicht geflohenen Anwohner noch immer kein Ende gefunden. Zwar ist es der wackeren 14.PzDiv unter ihrem Generalmajor Haccius nach langem Ringen endlich gelungen, die eingedrungenen Feindkräfte zu werfen und wieder feste Stellungen in der Stadt zu beziehen, aber kaum angekommen sieht sie sich direkt wieder schweren Feindangriffen ausgesetzt, die auf Dauer ohne Verstärkung wohl kaum auszuhalten sein werden.
Doch während bereits erwähnter Haccius zusammen mit seinen Mannen die alte deutsche Tugend der Standhaftigkeit aufs Vortreffslichste aufblitzen lässt, baut der verdammenswürdige Generalmajor Vietinghoff-Scheel der Feigheit ein Denkmal und verlässt ohne triftigen Grund (wir hatten uns verklickt) seine Stellungen in Neustrelitz, womit er nicht nur dem deutschen Soldatentum sondern der ganzen Front nördlich von Berlin schwersten Schaden zufügt. Hier ist nur eine standrechtliche Erschießung angebracht!
Ähnliches ist auch dem Kommandanten der 9.SS.PzDiv "Hohenstaufen" zu wünschen, welcher, obwohl gerade erst in der Stadt angekommen, direkt wieder den Rückzug aus dem sächsischen Meißen befiehlt. Hier hat er sich wohl von den Fluchtgedanken der 2.PzArtDiv anstecken lassen, wobei diese schon tagelangem Anrennen der Russen widerstanden, den Rückzug also durchaus mit Berechtigung antraten. Ganz anders die 9.SS, welche noch ganz frisch war. Mit solchen Generälen ist kein Krieg zu gewinnen! Jetzt gilt es, schnellstmöglich treues Führungspersonal einzusetzen und mit einem behrzten Stoß über die Elbe die alten Stellungen wieder zu gewinnen.
Das mit dem beherzten Stoß über die Elbe hat der Russe leider schon durchgeführt und mit einem Angriff von drei Seiten südlich des schönen Dresdens bei Pirna den Übergang über den mächtigen Strom erzwungen. Das ist aber natürlich kein Grund zur Panik, denn seit wann bedarf ein deutscher Landser der Hilfe eines Flusses, um sich seiner Haut zu erwehren?
Westfront
Recht turbulente Wochen durchlebten auch die Soldaten an der Westfront, wo der Angelsachse, wohl langsam Panik bekommt, nicht genug vom deutschen Kuchen abzukriegen. Dass es hier keinen Kuchen, sondern nur Widerstand zu verteilen gibt, ist eine Erkenntnis, die sich bislang weder bei Kapitalisten noch Kommunisten durchgesetzt hat und diesen wohl blutig beigebracht werden muss.
Aber auch hier wird diese Lektion durch die Feigheit mancher bedroht, diesmal sind es wieder Italien. Anstatt Tuttlingen bis zur letzten Patrone und zum Eintreffen der Wunderwaffen zu halten, haben sich die feinen Herren einfach aufgelöst, wohl um ihr Kaffeekränzchen nicht zu verpassen!

Verstäkung, um dieses Loch zu stopfen ist nicht in Sicht.
Da sich aber zum Glück noch kein Kapitalist gefunden hat, der einem Deutschen an Schläue auch nur ebenbürtig wäre, wird auch für diese Problemlage eine Lösung gefunden. Diese gestaltet sich insofern, dass die Division in Konstanz einfach halbiert und eine Hälfte in das bedrohte Städtchen entsandt wird. Infamerweise greift der Ami unsere Truppen während des Marschs an und bindet diese nahe des Bodensees. Diesen simplen Zug bereits für ein adequates Vorgehen gegen unseren Plan zu halten, zeugt nur ein weiteres Mal von der Erbärmlichkeit des amerikanischen Führungskorps. Denn während die Yankees sich blutige Nasen vor Konstanz holen, spalten wir einfach auch noch die Division in Stuttgart auf! Zeitgleiche Angriffe unsererseits auf amerikanische Stellungen verhindern eine Reaktion dieser. Tuttlingen bleibt deutsch!
