Vor 2 Jahren begannen Wir diese Partie und diesen AAR, fanden aber selten die nötige Inspiration um weiter an ihm zu werkeln. Bis Wir mit diesem Semester fertig sind werden Wir wöchentlich ein Update posten. Hoffentlich zwingt Uns
dann die Trägheit auch ein paar neue Updates zu schreiben - denn diesmal soll alles anders werden!
Dieses Jahr werden Wir endlich einen AAR zu Ende bringen!
Unserer Schwäche bewusst, reden Wir nicht lange um den heißen Brei herum.
Vorhang auf, es geht los!

Wir schreiben das Jahr 1836.
Obwohl die Befürwörter des Ancien Régimes Napoleon geschlagen haben, gelang es ihnen nicht die Uhr vollständig zurückzudrehen.
Großbritannien, womöglich der einzige "echte" Sieger der Entwicklungen der letzten 40 Jahre, genießt noch immer die Früchte seiner Thalassokratie. Treu seiner Doktrin der "Splendid Isolation", beschränkte sich das Empire nur auf das
Nötigste, um das Mächtegleichgewicht zu erhalten (z.B. durch die Unterstützung Griechenlands) und seine Seeherrschaft auszuweiten. So beugten sich Malakka und Burma der Krone, während die Kappkolonie ihren Besitzer wechselte. Durch
ihre Duldung, ja in manchen Fällen so gar Unterstützung der Aufstände in den spanischen Kolonien fanden Briten und Amerikaner wieder zueinander. Doch wo die eine Tür sich öffnet, schließt sich die andere - mit dem Südkaukasus fest
in russischer Hand nach dem Frieden von Turkmantschai verschlechterten sich allmählich die Beziehungen zwischen dem Empire und dem Zarenreich. Dies sollten Wir auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
Ein weiterer wichtiger Spieler auf der Karte Europas ist Frankreich. Mit der Absetzung von Karl X. Philipp zeigte Frankreich erneut Ambitionen die Weltpolitik zu beinflussen - so begann schon 1830 die Eroberung Algeriens. Gleichzeitig
bleibt das Land innenpolitisch genauso instabil wie in den letzten 40 Jahren, weswegen das zukünftige vorgehen des Coqs au Vin Europas ein Rätsel bleibt. Das einzige was mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass die Geschehnisse im
Osten aus Paris mit großem Argwohn betrachtet werden.
Die alte Feindschaft zwischen dem aufstrebenden Königreich Preußen und dem Kaisertum Österreich wurde durch die Entstehung des Deutschen Zollvereins erneut entfacht. Dies ist aber nur eins von vielen Problemen des Kaiserreichs - die
Carbonari im Süden waren vorerst geschlagen, doch die Idee eines geeinten Italiens lebt im Volk weiter. Auch der Rest Europas blieb vom Nationalismus nicht verschont - Griechen und Serben haben sich von der osmanischen Herrschaft befreit,
Belgien erlangte die Unabhängigkeit von den Niederlanden. Dies diente sicherlich nicht nur den Rumänen im Osmanenreich, sondern auch den Polen, Ungarn, Tschechen und Kroaten im Vielvölkerstaat Österreich als Ermutigung im Kampf für ihre
Autonomie oder so gar die Gründung von Nationalstaaten.
Die Habsburger müssen auf einem hauchdünnen Faden schreiten, ohne je die Balance zu verlieren, um ihre Macht zu erhalten, geschweige denn die ruinöse Lage des Osmanenreichs auszunutzen!
Stattdessen nehmen Wir, Petar II. Petrović, Herrscher Montenegros von Gottes Gnaden, diese schwere und ehrenwerte Aufgabe auf Uns. Wer würde es überhaupt wagen uns und den Russen - zusammen fast 100 Millionen Mann - in die Quere zu kommen?



































