CW II: I'll place my knapsack on my back, my rifle on my shoulder - ein CSA AAR

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter LO, wir haben Verständnis für eure Nöten, lasst euch aber vom RL nicht völlig auffressen...!! Obwohl das Rentnerdasein ist manchmal auch recht einsam und langweilig...*seufz* Wir wünschen euch von herzen das Beste...!! :top:

herzliche grüsse

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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »



I’ll place my knapsack on my back, my rifle on my shoulder



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Anfang Februar 1862

Der Osten

Nordvirginia, Anfang Februar 1862

In Virginia blieb es auch in der zweiten Januarhälfte weiterhin ruhig. Es besteht auf unserer Seite auch keine Intention daran aktuell etwas zu ändern, da das virginische Staatsgebiet komplett zurückerobert wurde und unsere Truppen aktuell erneut von Epidemien geplagt werden.
Die wichtigste Neuigkeit ist eine im höheren Kommando. In ehrenvoller Honoration seiner bisherigen Leistungen wurde General Edward Johnson in den Rang eines Major-General erhoben.

Aufgrund der kritischen Situation im Westen, die einen erfahrenen Armeeführer verlangt, ist entschieden worden General Joseph E. Johnston nach Westen zu beordern und sein Kommando im Shenandoahtal an General Edward Johnson zu übergeben unter dem Oberbefehl der Armee von Nordvirginia mit Hauptquartier bei Alexandria.
Damit ist nun auch eine einheitliche und klare Befehlsstruktur für die Truppen in Virginia geschaffen.


Der tiefe Süden

Lousiana, Anfang Februar 1862

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Im tiefen Süden ist der Feind zum Entsetzen vieler Männer aus Missisippi, die ihre Farmen und Wohnstätten sicher im Inland der Konföderation wähnten, weiter vorgerückt und hat die mit Jackson die Hauptstadt des Staates erobert.
Das Depot mit großen Vorräten und zahlreicher Munition fiel ebenfalls in Feindeshand. Der Feind hat seine Angriffsmacht dabei noch einmal verstärkt. Fast 30000 Unionssoldaten fielen über die wenigen tapferen Milizionäre her, die sich zum Kampf stellten.

Meine und Polks Fehleinschätzung der Absichten der Union haben hier zu einer schwierigen Situation geführt. Doch ich sehe nun die Stunde gekommen der Union zu zeigen, dass noch Mut in den Männern des Südens steckt und sie die erlittenen Verluste nicht einfach hinnehmen werden.

Während General Polk die Invasoren weiterhin verfolgt, werden herkulische Anstrengungen unternommen um die bei Meridian versammelten Truppen nach Carthage,MS zu bringen, wo auch weitere Verstärkungen aus Tennessee erwartet werden. Das Kommando über diese kombinierte Streitkraft, die über fast 45000 Mann verfügen wird, soll der bisher im Norden eingesetzte und bisher einzige Full General im Westen Albert Sidney Johnston übernehmen, der ebenfalls nach Süden reist.

Während seiner Abwesenheit wird General Forney das Kommando in Tennessee übernehmen bis General J.E. Johnston eintrifft.


Der Westen

Tennessee, Anfang Februar 1862

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In Tennessee werden die gerade bei Memphis und Humboldt neu zusammengezogenen Truppen unter Taliaferro und Churchill nun ebenfalls in den Süden an den Krisenherd geworfen, sodass die Verteidigung des Staates weiterhin ein Flickenteppich bleibt.

Lichtblicke sind das Eintreffen von Thompson’s Division bei Nashville, sowie des neu ernannten General Nathan Bedford Forrest, der ein eigenes Kavallerieregiment angemustert hat und das Kommando über die gesamte Westkavallerie übernimmt. Er reist mit seinen Männern von Dover nach Nashville um sich dort mit Thompson zu vereinen. Bei Dover und Fort Donelson kann vorerst nur eine schwache Garnison zurückbleiben.

Immerhin werden bald die Kräfte von General Smith wieder für die Verteidigung an der Hauptlinie zur Verfügung stehen, nachdem dieser seinen Marsch nach Jackson’s Port in wenigen Tagen geschafft haben sollte.


Trans-Missisippi

Arkansas/Indian Territory, Anfang Februar 1862

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In Arkansas sitzen die Haupttruppen weiter in ihren Winterquartieren.
Die Texas Ranger konnten sich vom Feind lösen und sind auf dem beschwerlichen Rückmarsch nach Fort Gibson.
Westlich von Fort Smith versammelt General Stand Watie weitere Indianerstämme zum Kampf für die Konföderation.


Missouri, Anfang Februar 1862

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Dem kalten Wetter und Schneefällen zum Trotz ist jedoch weiter der Held der jungen Konföderation J.O. Shelby weiter mit seinen tapferen Kavalleristen unterwegs um der Union das Fürchten zu lehren.

Bei St. Joseph,MO wurde eine kleine Unionsgarnison von 450 Mann vollkommen überrascht und ging nach nur kurzem Kampf beinahe geschlossen in die Gefangenschaft. Shelby hatte nicht einen Toten, nur einige Leichtverwundete zu beklagen.

Ich verfolge genauso ohnmächtig wie gespannt, was Shelby’s nächster Schritt sein wird. Er wird sicher nach dem fehlgeschlagenen Versuch gegen Jefferson City die starken Garnisonen am Missouri vorerst meiden. Hölle, bei diesem Teufelskerl ist es nichtmal unrealistisch, dass er trotz des Schneefalls seinen Raid noch weiter nach Norden und Westen ausdehnt…


Sonstiges


Nach der Bereitstellung gewaltiger Mittel durch den Kongress, beginnt in vielen Städten endlich der Bau der Fabriken, die unsere junge Konföderation mit Kanonen, Musketen und Ausrüstung versorgen sollen.

Aus mehreren Kentuckiern die trotz der offiziellen Neutralität des Staates loyal zum Süden stehen und für die Konföderation kämpfen wollen, wird die Orphan Brigade formiert.

Zur Organisation der neu aufgestellten Truppen hat der Kongress auf Empfehlung des Kriegsministeriums erneut einige geeignete, teilweise bereits im Kampf verdiente Männer in den Rang eines Brigadier-General erhoben.
General Richard Stoddert „Baldy“ Ewell kämpfte bereits erfolgreich unter Jackson und soll so bald wie möglich eine Division in Virginia bekommen.

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General John Clifford Pemberton, in Pennsylvania geboren, jedoch mit einer Virginierin verheiratet und dem Süden als zweiter Heimat verbunden, wird das Kommando über die aktuell kleine Garnison von Mobile anvertraut, die jedoch so bald wie möglich wieder verstärkt werden soll.

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General Nathan Bedford Forrest, ein Pflanzer und einer der reichsten Männer der Konföderation wurde an anderer Stelle als neuer Kavallerieführer im Westen bereits erwähnt.

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gez. Lewis Armistead, Oberkommandierender :smoke:

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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter LO, nun gilt es alle Kräfte darauf zu konzentrieren, den Vormarsch der Union bei Jackson endgültig zu stoppen. Wir hoffen, dass dies euch gelingt. Jetzt hängt alles von der weiteren Neutralität des Staates Kentucky ab. Wenn die Union da nichts dagegen unternimmt, dann habt ihr noch eine Schonfrist.
Wir wünschen euch jedenfalls schon mal das Beste und viel Glück...!! :top:

herzliche grüsse

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Cfant
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Beitrag von Cfant »

Die Lage in Lousiana ist unglaublich spannend! :) Ich hoffe auf südliche Erfolge des Südens :D
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HYZ
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Beitrag von HYZ »

... auch wir fiebern mit und drücken Euch die Daumen !

Grüße
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Private_S
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Beitrag von Private_S »

Da wähnt man sich im fernen Omaha in sicherer Entfernung von allen Troublemakern, und da kommt doch dieser Stenz von einem Shelby hochgeritten :D

Was hat eigentlich Milroy am Westufer des Mississippi vor? Besteht die Gefahr, dass er Hooker´s Invasionskorps entgegenkommt? Wir wissen nicht, wie stark Milroy´s Truppen sind, aber wenn Hooker schon 30.000 Mann gegen Eure angezeigten 45.000 aufbringt, könnte es rein rechnerisch knapp werden.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Wir sind schon sehr gespannt, wie es nun weitergeht...!! :ph:

herzliche grüsse

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Osulf
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Beitrag von Osulf »

Freut ihr euch eigentlich auf ein Ende des Winters, werter Armistead, oder hofft ihr auf ein spätes Einsetzen des Frühlings?
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Im Süden gibt es höchstens Schlamm während des Winters, daher ist dort die Lage nach wie vor prekär. Wir hoffen aber weiterhin das Beste...!! :top:

herzliche grüsse

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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »

Als Süden (und das gilt eigl für jedes Spieljahr) kann der Winter eigl garnicht lang genug dauern, so kontrovers das klingt :D
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Admiral Hipper
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Beitrag von Admiral Hipper »

Aus den Anekdoten des Capitaine Hippaire

Mobile, Anfang 1862

Endlich war es soweit. Eines Nachts bei dichtem Nebel lichteten wir die Anker. Die "Pride of New Orleans" bewegte sich beinahe unsichtbar über den Lake Pontchartrain, als meine Männer wieder eines dieser verdammten Seashantys anstimmen wollten. Merde! Diese Tölpel werden uns verraten, die Yankees in New Orleans haben trotz der ausgelassenen Stimmung in der Stadt spitze Ohren. Endlich zur Ruhe gebracht, passierten wir in gebührenden Abstand, soweit es die dortige Meerenge zulässt, Fort Pike. Das Fort ist zwar noch in der Hand der Konförderation, doch die abgeschnittenen Männer sollen neuerdings auf alles schießen, was von oder nach New Orleans fährt, egal welche Flagge am Großmast im Winde flattert.
Das Fort ist passiert, die Anspannung an Bord weicht allmählich aus den Männern und auch ihrem Capitaine. Da der alte Baltimoreklipper auf offener See mehr Wasser macht als angenommen, beschließe ich die Fahrt, über deren Ziel ich mir bis dahin gar nicht im klaren war, so kurz wie möglich zu halten. Als Ziel wird Mobile auserkoren, welches wir auch mit viel Wasser im Rumpf in der Lage sind zu erreichen.
Dort melde ich mich beim Stadtkommandanten zurück um kurzerhand um ein Kommando auf diesem prächtigen, aber äußerst hässlichen, stählernen Koloss draußen auf Reede zu erbitten. Sollte mein etwas unglücklich verlaufenes Anlegen am Pier von New Orleans im Süden noch keine weite Verbreitung gefunden haben, male ich mir gute Chancen aus. Jetzt wird die Ankunft aber erst einmal ausgiebig in den besten Saloons der Stadt gefeiert.
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Werter Hippaire, es ist uns zu Ohren gekommen, dass in Bälde in der Nähe von Mobile eine sogenannte Convention der ehrenwerten "Knights of the South" (nicht der KKK) stattfinden soll. Wir hoffen, dass wir eines Tages wieder dabei sein können. Unsere "Knights" sind für einen unabhängigen Süden, der sich aber mittels eigener Industrie zum Erfolg bringt. Dafür muss leider noch eine Zeitlang der Zustand der Sklaverei aufrechterhalten werden, aber mit erheblich weniger Strafen für die Afrikaner und mehr Rechte für die Freigelassenen. Wir hoffen weiterhin auf einen grossartigen Erfolg gegen den Norden und seine Yankees...!!


gez. Hohenlohe, Major der Kavallerie( 1st Virginia)
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Beitrag von Jörg von Frundsberg »

Ist der Krieg aus werter Lo ?? dann geh ich nach Hause?? das Wetter hier ist beschissen und meine Stiefel sind schon am Ar .... Die Union steht in meinem Heimatland ...
Merde perdu encore ! letzte Worte des Marquis Montcalm bei der Schlacht bei Quebec 1759
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Stupor Mundi
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Beitrag von Stupor Mundi »

Jetzt reiten wir hier seit Wochen mit den Rothäuten durch Schnee und Matsch, und nirgendwo haben die verseuchten Yankees ein Whiskey-Depot, das man plündern könnte! Langsam könnde ma was passieorn!
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Admiral Hipper
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Beitrag von Admiral Hipper »

Da wir uns hier ja im Thread eines Augenarztes befinden, möge Uns eine medizinische Frage gestattet sein.

Irgendwas stimmt mit unseren Augen nicht. Ist es jetzt Kurz- oder Langsichtigkeit, weil Wir einfach das AAR-Update nicht sehen können? :D ;)
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Hohenlohe
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Beitrag von Hohenlohe »

Admiral Hipper hat geschrieben:Da wir uns hier ja im Thread eines Augenarztes befinden, möge Uns eine medizinische Frage gestattet sein.

Irgendwas stimmt mit unseren Augen nicht. Ist es jetzt Kurz- oder Langsichtigkeit, weil Wir einfach das AAR-Update nicht sehen können? :D ;)
:lach: :lach: :lach: :D

herzlichste grüsse an den werten LO...

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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »

Werte Regenten,

Der Krieg ist natürlich nicht aus. Die Konföderation steht stolz und aufrecht, wenn auch an allen Fronten schwer ringend.

Kuriere wurden bereits zu den Kommandeuren geschickt. Einige Offiziere mit scharfen Augen meinen bereits durch den Feldstecher feine Staubwolken zu beobachten, die ihr Näherkommen ankündigen, während die Kurzsichtigen :D sich auf die Mitteilsamkeit ihrer Kameraden verlassen müssen und ungeduldig dem Kommenden harren.


Update ist in Arbeit, Bilder sind schon gemacht und bearbeitet. Wir hoffen die Helden des Südens bald mit wohlverdienten Informationen von der Front belohnen zu können.

Beste Grüße
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Beitrag von 123 »

Admiral Hipper hat geschrieben:Ist es jetzt Kurz- oder Langsichtigkeit, weil Wir einfach das AAR-Update nicht sehen können? :D ;)
Als Laie vom Fach diagnostizieren wir bei euch eher akute Langeweile ;)
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Kämpft weiter für eine bessere Welt: :D
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

(Phlipp K.Dick: "Der Dunkle Schirm")
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Lewis Armistead
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Beitrag von Lewis Armistead »


I’ll place my knapsack on my back, my rifle on my shoulder



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Ende Februar 1862

Der Osten

Nordvirginia, Ende Februar 1862

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Der Februar neigt sich bereits dem Ende zu und weiterhin gibt es aus Virginia nicht viel Neues zu berichten.
Der Süden ist zufrieden die Yankees aus Virginia vertrieben zu haben und auch der Norden scheint sich mit seiner Verteidigungslinie hinter dem Potomac angefreundet zu haben. Die ersten Grashalme und Sträucher beginnen bereits wieder an einzelnen Orten aus dem Schnee zu schauen.
Der Frühling naht und mit ihm neben Ungewissheit auch neue Hoffnung.


Der Westen

Tennessee, Ende Februar 1862

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Während sich die Kommandeure der Union im Osten vom tiefen Winter von allen größeren Manövern und feindlichen Absichten abhalten lassen, kann man dasselbe im Westen nicht behaupten. Ulysses S. Grant ist ein anderes Format von Kommandeur als McDowell oder Butler am Potomac. Trotz dichtem Schneetreiben, Frost und im Ungewissen über unsere Stärke, hat der Feind einen forschen Angriff mitten ins Herz von Tennessee gestartet und damit einen meiner schlimmeren Alpträume recht genau erfüllt.

General Grant ist mit 4 seiner besten Divisionen von Cairo,IL den Tennessee River hinauf gefahren und hat unter heftigem Beschuss das Fort Donelson passiert, um letztendlich westlich von Nashville an Land zu gehen. Just in dem Augenblick als wir alle neu versammelten Kräfte in den Süden geworfen haben! Es ist zum Verzweifeln.

Nashville ist zwar nicht komplett schutzlos, doch die Verteidigung besteht nur aus etwa 12000 Kavalleristen unter General Forrest, der zwar meine höchste Wertschätzung genießt, jedoch trotz aller seiner Fähigkeiten Nashville dermaßen unterlegen nicht halten können wird.

Schweren Herzens fasse ich daher den Entschluss den Befehl zur Evakuierung der Staatshauptstadt zu erteilen. Das wird den guten Bürgern von Tennessee sicher gar nicht gefallen und die Regierung nicht populärer machen. Oh ich sehe es förmlich vor mir wie Frundsberg wüten wird. Vielleicht verabreicht dieser merkwürdige Dottore Rantanplanius ihm ein Anästhetikum, falls es überhaupt jemals bei Forrest’s Kavallerie angekommen ist und sich nicht schonwieder davongestohlen hat…
Doch aufgebrachte Bürger hin oder her. Bei der drückenden Überlegenheit der Union an Anzahl und Material, können wir es uns einfach nicht leisten gute Männer in aussichtslosen Kämpfen zu opfern. Es wird ein anderer Tag kommen. Forrest wird alles zerstören was den Kriegsanstrengungen der Union dienen könnte und sich anschließend mit der gesamten Kavallerie, darunter auch die 1st Virginia Cavalry mit Major von Hohenlohe nach Süden hinter den Duck River absetzen.

Wenigstens sollte Gustavus Smith mit seinen Truppen innerhalb der nächsten 2 Wochen endlich seine Odyssee durch die missourische Wildnis beendet haben und zur Verfügung stehen. Sicher wird sich auch Lieutenant Osulfsson auf die Aussicht eines vernünftigen Lagers freuen, doch der nächste Einsatz im Feld steht bereits am Horizont geschrieben…

Auch wenn Unionsschiffe den Tennessee River um Dover blockieren und keine schnelle Unterstützung per Bahntransport möglich wäre, der nicht von den Schiffen unterbunden werden würde, so zeigt sich jedoch, dass die Stellung bei Island No.10, obwohl praktisch uneinnehmbar, wegen der fehlenden Bahnanbindung zu unflexibel ist um Truppen schnell zu verlegen. Sobald das Wetter auch in Tennessee wieder besser wird, sollte auch hier eine neue Verteilung unserer begrenzten Kräfte angestrebt werden. Wir werden sehen wohin es die Divisionen von Hardee und Ruggles und mit ihnen auch Captain Dinkelmann und seine Kompanie Scharfschützen verschlagen wird.


Trans-Missisippi


Westlich des Missisippi schlummert das Land weiterhin unter einer tiefen Schneedecke und man könnte meinen, es herrsche tiefster Frieden.
Sogar die Indianer und mit ihnen der Scout Stupefey Mundi wärmen sich am Feuer, statt sich Schießereien mit Vorposten zu liefern und auf die Jagd nach einigen Skalpen zu gehen. Denn die Stellungen liegen viele Meilen auseinander und bei dem teils stürmischen Winterwetter ist jede größere Bewegung eine derart höhere Belastung für Mensch und Tier, dass der Kommandeur des Detachements General McCulloch seine Männer dem nicht aussetzen will.

Worauf er jedoch genau wie ich nur begrenzt Einfluss hat, ist der unverwüstliche General Shelby und seine Kavalleristen, die von ihrer glühenden Liebe zum Süden noch durch den tiefsten Schnee getrieben werden.

Nur gerüchteweise erfahren wir hier von seinen neuesten Husarenstücken, die bereits jetzt auf beiden Seiten Legendenstatus genießen.
In den ersten Februarwochen hat Shelby seine Männer bis in den Süden Iowas geführt und erneut eine Unionsgarnison überrascht.
Am Nachmittag des 9. Februar brachen die Reiter mit ihrem fürchterlichen Rebelyell aus einem nahen Waldstück heraus und überrannten die wenigen Verteidiger der Stadt Council Bluffs im ersten Anlauf komplett.

Die Schlacht von Council Bluffs,IO am 9. Februar 1862

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Böse zusammengeschossen wurde der Großteil der Yankees gefangen genommen, während Shelby nur wenige Männer mit mehr als ein paar Kratzern als Verwundete zu beklagen hat. Ich bin sicher auch der junge John Worth wird sich wieder hervorragend geschlagen haben.

Missouri/ Kansas, Ende Februar 1862

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Weitab stärkerer Unionsgarnisonen, aller Eisenbahnenlinien und durch das eroberte Depot gut versorgt hat Shelby nun wohl endlich einmal Gelegenheit seine Jungs in Ruhe etwas ausruhen zu lassen.


Der tiefe Süden


Aus dem tiefen Süden erreichen mich dieser Tage weitere schlechte Nachrichten.
Der Feind hat nach der beinahe kampflosen Eroberung der Landeshauptstadt Jackson,MS keine Ruhepause eingelegt sondern ist mit 2 Divisionen unter Hooker weiter gegen Vicksburg vorgerückt.

Auch dort trafen die Yankees nur auf schnell zusammengeraffte Milizen, die jedoch mutig mit einigen Geschützen die Verteidigungsanlagen bemannten.

Die Schlacht von Vicksburg,MS am 15. Februar 1862

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Ganze 2 Stunden stemmten sich 1000 tapfere Männer unter schwerem Beschuss gegen eine 20-fache Übermacht der Union bevor sie völlig erschöpft die Waffen strecken mussten.
Trotz ihrer Niederlage gebührt diesen Helden der Respekt der ganzen Konföderation für ihre unerschütterliche Hingabe an unsere Sache. Vielleicht wird ihr Opfer nun die Wende ermöglichen…

Lousiana, Ende Februar 1862

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Über die letzten Wochen haben nicht nur Soldaten sondern auch Eisenbahner, Trossleute, Köche, Proviantmeister und viele weitere unermüdliche gearbeitet um unsere Verbände im Süden zum Gegenangriff in Position zu bringen.

3 Divisionen unter General Albert Sidney Johnston haben sich nördlich von Jackson,MS versammelt, darunter auch die neu aufgestellte Orphan Brigade mit einer Batterie 12-Pfünder unter dem texanischen Captain Allenthalben, während General Polk von Süden mit 2 weiteren Divisionen unter Hindman und Zollicover heranmarschiert.
Der Feind hat zur Eroberung von Vicksburg seine Truppen geteilt und bei Jackson nur eine Division unter Nelson zurückgelassen. General Johnston plant nun sich mit seinen eigenen und Polk’s Divisionen zwischen beide Unionsverbände zu setzen um diese dann getrennt schlagen zu können. Eine Konzentration der Unionsverbände bevor unsere Truppen diese trennen können ist zwar möglich, doch dafür müsste die Union auch zumindest eine ihrer neuen Eroberungen wieder aufgeben.
Eine Aussicht auf zumindest einen kleinen Sieg in jedem Fall also, den unsere braven Bürger dringend herbeisehnen, werden sie doch zusätzlich von Partisanen der Union geplant die wir in der Stunde der Entscheidung zunächst gewähren lassen müssen. Doch die Stunde der Abrechnung wird auch für sie kommen…


Sonstiges


In den Stunden der Not und der militärischen Rückschläge ist es umso wichtiger die Moral der Menschen zu stärken. Ein hervorragender Anlass ist die erste Versammlung des Kongresses der offiziell in der Konföderation gewählten Vertreter.

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Als eine der ersten Amtshandlungen wird Präsident Jefferson Davis für eine Amtsperiode von 6 Jahren im Amt bestätigt. Außerdem wird der 22. Februar, der Geburtstag George Washington’s, als Nationalfeiertag der Konföderierten Staaten von Amerika festgelegt.

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Unser Staat nimmt immer mehr und offiziellere Formen an und es ist eine Ehre und Freude gleichermaßen an diesem Prozess mitzuwirken und teilzuhaben.

Ein weiteres Ereignis macht unseren Bürgern berechtigte Hoffnung auf eine Wende im Kriegsverlauf. Die Franzosen haben Truppen bei Vera Cruz in Mexico angelandet um das Land zu übernehmen.

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Da die Union die Mexikaner unterstützt, erhoffe ich mir bald auch eine Unterstützung der Franzosen gegen die Yankees.

Um ehrlich zu sein, bin ich dankbar für jede positive Nachricht, denn es gilt den Bürgern der Konföderation noch eine bittere Pille schmackhaft zu machen. Trotz der Bereitschaft vieler tapferer Männer mit der Waffe in der Hand für den Süden zu kämpfen, fehlen uns noch immer viele Männer um unsere Truppen auf allen Schauplätzen zu verstärken.
Deshalb hat der Kongress einen Erlass zu einer teilweisen Mobilisierung bewilligt und damit erstmals eine Wehrpflicht eingeführt.

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Ich hoffe, dass die Moral darunter nicht zu sehr leiden wird und die Männer ihre Liebe zum Süden über den Ärger über diese Maßnahme stellen und sich mit ganzer Kraft in den Dienst der Konföderation stellen. Weiß Gott, wir können die Jungs an der Front gut gebrauchen…

In der ganzen Konföderation wird endlich der Bau an vielen Fabriken aufgenommen um die erwarteten Neuaufstellungen mit Musketen und Ausrüstung zu beliefern.

Ein neu formierter Verband soll besonders erwähnt werden. Der neu ernannte General William Loring übernimmt bei Richmond zunächst das Kommando über die Texas Brigade, die aus Rangern, harten Grenzern und Veteranen des Mexico-Krieges gebildet wurde. Ich erwarte hervorragende Leistungen dieser starken Brigade, die den Kern einer neuen Division unter dem lebenslangen Soldaten und Kämpfer aus Leib und Seele aus North Carolina William Loring bilden soll.

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