von [B@W] Abominus » Mo 28.07.2014, 16:26
III. Sturm und Drang (1936):
Der Deutsche Reichskanzler und Führer hat entschieden, dass das entmilitarisierte Rheinland wieder mit Garnisonen zu besetzen ist. Am 7. März fahren Zug um Zug an den Rhein und besetzen die alten Kasernen. Da weder Frankreich, noch Großbritannien diese außenpolitische Finte des Reichs schlucken wollen, aber auch nicht tatenlos zusehen wollen, wie dieses zutiefst korrupte und aggressive Regime vor ihrer Haustür wütet, wird ein Sondergesandter in die neutrale Schweiz geschickt, um mit dem für die liberalen Werte, zumindest der Briten, bekannten Otto von Habsburg zu sprechen. Die ehemaligen Ententemächte haben nicht vergessen, dass es Ottos Vater, Karl, war, der von Deutschland losgelöst einen Separatfrieden mit der Entente schließen wollte. Außerdem hat man Tendenzen erkennen können, dass sich Österreich womöglich selbst dem Deutschen Reich anschließen könnte. Dies galt es um jeden Preis zu verhindern.
Wenige Tage danach wird auch dem Geheimdienst in Deutschland klar, was sich in der Schweiz abspielt. Spitzel, die mit unrechtmäßig erworbenem Geld bezahlt werden, melden mehrfach nach Berlin, dass ein Umsturz bevorsteht. Man kann aber noch nicht melden, von wo dieser kommt, und wer eigentlich Urheber ist. Nur soviel ist klar: Der Führer kriegt es mit der Angst zu tun.
Am 13. März schlägt der erste Putsch fehl: Erwin von Witzleben versucht mit einer kleinen Truppe von ergebenen Gefolgsleuten den Reichtstag zu stürmen. Sie werden festgenommen und arretiert.
Außerhalb des germanischen Wirkungskreises gibt es Unruhen im Süden der USA. Die Dänen und Norweger bilden ab April eine Allianz auf dem militärischen Sektor. In Kopenhagen fühlt man sich durch die Annektierung des Rheinlandes bedroht und versucht so, das Reich von seinen Grenzen abzuhalten (nach dem Frieden von Versailles wurden die Grenzen zwischen Dänemark und Deutschland neu gezogen).
Wenige Tage danach setzt sich der abgedankte Kaiser Wilhelm II. in einen Sonderzug und fährt schnurstracks nach Berlin. Der Führer, durch den Witzlebenputsch verunsichert, hat sich nach Ostpreussen zurückgezogen. Dort wird extra für ihn eine Bunkeranlage errichtet. Nachdem Wilhelm in Berlin eintrifft, reißt er die Gefühle der Menge an sich. Zu tausenden stürmen sie die lokalen Abteilungen der SS und anderer nationalsozialistischer Gebäude. Wie ein Lauffeuer verteilt sich die Nachricht im Reich und überall übernimmt das Volk - unterstützt von der Armee - die Macht. Wilhelm von Hohenzollern wird die Kaiserwürde angetragen, die er dankend annimmt.
In ordentlichen Gerichtsverfahren der Wehrmacht wird jeder Minister, jeder Kommandant, der diese Gesinnung vertreten hat und sie nicht nur billigend in Kauf genommen hat, aus dem Amt entfernt. Der Führer und seine engsten Berater, allen voran Göbbels, werden standrechtlich erschossen. Göring ist weiter auf der Flucht, kann aber nach wenigen Tagen gefasst werden. Er ist in der Dortmunder Unionsbrauerei in einen Braukessel gefallen und qualvoll ersoffen - oder verkocht, das Ergebnis ist nicht minder unappetitlich.
Es ist April, eine leichte Schneedecke liegt auf dem Exerzierplatz. Die Türen öffnen sich und mehrere Männer werden herausgeführt, an eine Mauer positioniert und erschossen. Ihre Köpfe sind in Säcken unkenntlich gemacht, so dass die Soldaten nicht erkennen können, auf wen sie nun schießen. Nach der Exekution werden die Leichname verbrannt und die Asche im nächsten Fluss versenkt. Niemand soll sich mehr an diese Brut aus der Hölle erinnern.
Am 11. April ist Österreichs Faschismus Geschichte. Acht Divisionen, die über das Land verteilt sind, strömen Richtung Wien, angeführt von kaisertreuen Kommandanten. Nur die 1. Kavallerie-Armee ist noch in Wien stationiert und weigert sich, dem Zug aus Aargau in den Hauptstadtbahnhof einzufahren. Der Generalmajor Kubena, ein verkanntes Genie und ein Stratege, hält am aufgehobenen § 1 und § 2 des Habsburgergesetzes fest. Ein Unterhändler aus den herbeieilenden Divisionen kann Kubena jedoch davon überzeugen, dass Otto von Habsburg keinesfalls vorhat, eine Diktatur zu errichten, sondern sich vielmehr dem Wille des Volkes beugen will. Kubena, einerseits davon überzeugt, dass ein Habsburger nichts in Wien zu suchen hat, andererseits aber zustimmen muss, dass das Volk am Ende entscheiden muss, welche Krone es sich aufsetzt, zieht seine Truppe in die Kaserne zurück und hält still.
Der 20. April ist in den letzten Jahren ein Tag der Schande gewesen. Fremdenhass, Intoleranz und Ignoranz haben das Selbstbild der Deutschen in der Welt zerstört. Als Zeichen des guten Willens - und weil man den Reichtum der Nazis beschlagnahmen konnte - wurde ein Fond eingerichtet, um im Ausland aktive Unterstützung zu gewinnen. Der erste Fall ist die Türkei. Atatürk erhält vom Reich große Wirtschaftshilfen, auch als Zeichen der Versöhnung für den verlorenen Krieg.
Zum Tag der Arbeit, am 1. Mai, brechen in den USA alle Dämme! Die CSA erklären die Unabhängigkeit. Ein Bündnis aus sozialkonservativen Politikern aus dem Süden erkennt in der Situation der Schwarzen und Lateinamerikaner das Problem als solches: Immer noch werden alle, die nicht weiß, protestantisch und männlich sind, diskriminiert. Das Großkapital in New York und anderen Finanzplätzen ist ihnen ebenso ein Dorn im Auge wie die Bevormundung durch den Norden als solchen. Der Kampf bricht los und niemand kann voraussagen, wer als Sieger hervorgeht. Bereits Ende Mai ist Washington gefallen und die Truppen stehen vor New York. Die US-Regierung hatte es nach dem großen Krieg unterlassen, eine schlagkräftige, stehende Armee aufzubauen. 30.000 Mann sollten auf Landebene die Nation verteidigen. Beim Ausbruch des Krieges fanden sich schnell Freischärlertrupps, die auf Seiten der Konföderierten gegen das Großkapital und alles andere, was schlecht an den Vereinigten Staaten ist. Hätte man nur von den Deutschen gelernt und eine Sozialversicherung eingeführt...
Als im Juni alle werthaltigen Gegenstände der Habsburger wieder in Wien eingetroffen sind, wird das Schloss wieder an die Schweiz zurückgegeben, auf dem Otto mit seiner Familie wohnen durfte. Wien erstrahlt in neuem Glanz, aus dem ganzen Land und auch aus dem Ausland kommen Investoren, um die nun wieder florierende Stadt zu besuchen.
Kurze Zeit später übernehmen Stalinisten die Macht in Bukarest. Es ist bereits der 4. Putsch in diesem Jahr. Während die Konföderierten nur ein wenig mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit verlangen, wollen die Kommunisten in Bukarest absoluten Gleichheit. Otto scheint nicht beunruhigt, gilt die Sowjetunion gemeinhin als Hort des Bösen. Seine Laissez-faire Haltung färbt weiter auf die Wiener ab. Man trinkt weiter Kaffee.
Am 2. Juli ist es endlich soweit: Otto wird Kaiser der Herzen! Das ganze Land hat Vertreter geschickt, um ihn zum Kaiser zu krönen: Otto I. von Habsburg, Kaiser von Österreich. Er erlässt mehrere Verordnungen, die die Freiheit und Menschenwürde eines jeden gewährleistet. Außerdem überlässt er seinen gesamten Privatbesitz und den der Habsburger dem Staate Österreich. Von nun an sollen Milch und Honig in Strömen fließen! Er hätte auch wie ein abgehalfterter Diktator das Land zu seinen persönlichen Vorteil ausnutzen können (hätte keine Spielauswirkung gehabt, außer mehr MP), aber er tat es nicht. Angestiftet vom Hochmut der letzten Tage beginnen die Industrieellen und Auslandsösterreicher, im Kernland zu investieren. Bald wird die Produktion von Konsumgüter für alle Österreicher ausreichen und zum Export führen, der noch mehr Wohlstand für alle bringen wird.
Am 12. Juli stürmen mexikanische Truppen auf US-Gebiet vor. Das Bündnis von Konföderierten Weißen auf der einen Seite und spanischsprechenden bzw. Schwarzafrikanern auf der anderen Seite ist brüchig, aber gegen einen gemeinsamen Feind hält es jeden Widerstand aus. Im Verlauf des Julis verlaufen die Auslandsmitteilungen stürmisch: Jordanien wird unter eigene Verwaltung gestellt und Schweden trifft sich mit Deutschland zu einem Marine- und Industriegipfel. Weiter davon angestachelt wird weiter in Österreich investiert. Jeder Privatmann zeichnet nun in erhöhtem Maße Aktien und hat so am Aufbau der Nation teil. Daimler bekommt nun den Forschungsauftrag, Armenküchen zu produzieren, allerdings werden diese grün angestrichen. Als in Amerika die Sommersonne anfängt, das nicht bestellte Korn zu verbrennen und auch quasi die US-Armee nicht mehr existent ist, wird sie von der CSA annektiert. Im August wird auch Palästina eine freie Nation unter dem Schutzmantel der Engländer. Die von Frankreich gehaltenen Mandatsgebiete an der Levante fordern nun vehement ihrerseits Freiheiten.
Zur Festigung der nun guten Beziehungen zu den Engländern sendet Otto einen Diplomaten nach London, der, die Taschen voller Devisen, mit den Engländern über Forschungsberichte verhandeln soll. Das Kunststück funktioniert! Diverse Blaupausen wechseln den Besitzer. Später wird es noch wiederholt.
Die Tinte unter dem Friedensvertrag ist noch nicht ganz trocken, da formiert sich Widerstand in Mexiko. Die Regierung möchte bei den Wahlen den CSA gegenüber positiv auftreten und verhandelt über die Rückgabe von Kalifornien. Das ist insoweit interessant, als dass die USA im Vorfeld der Unruhen aus dem Westen (wobei hier mehrheitlich aus dem Nordwesten) Industriebetriebe nach Kalifornien hat verlagern lassen. Bei den Wahlen entscheidet sich das Volk für den radikalen Habsburger Karl. Er verspricht, dass niemals wieder ein Mexikaner vor den nördlich gelegenen Staaten (CSA/USA/CANADA/Whatever) Angst haben muss. Mexiko wird das sein, was es immer war, eine starke Nation. Die USA hatte vor dem Krieg über drei Nationen die "Hand gehalten", also ausgebeutet: Kuba, Liberia und die Philippinen. Kuba wird weiterhin beschützt, Liberia ist frei (welch eine Metapher) und die Philippinen erhalten ab sofort den Schutz der Briten.
Im August ist der Industrialisierungsbedarf der Bevölkerung gedeckt. Auch aus dem Ausland kommen nun keine Investitionen mehr die erwähnenswert sind. Die Levante wird weiter freigelegt: Angedrohte Revolten im Libanon bedrohen die sowieso schon dürftige finanzielle Ausstattung der Franzosen wodurch das Volk unter beaufsichtigte Selbstverwaltung gestellt wird. Da Österreich nun wächst und gedeiht, wird die spanische Hofreitschule in Wien angewiesen, mehr Pferde für die Armee auszubilden.
Diese Entscheidung kam nicht zu spät, den kurz darauf bricht der Jugoslawische Bürgerkrieg aus! Es ist Oktober, der 27. An diesem Tag wird immer etwas gutes oder etwas schlechtes passieren, je nachdem, auf welcher Seite man steht. Kurze Zeit später ist auch in Syrien die direkte französische Herrschaft vorbei. Die Industrialisierung in Schweden führt natürlich auch zu Fortschritten in Deutschland. Die Buna-Werke in Hüls nehmen die Produktion von Kautschuk auf. Bei der Gelegenheit erteilt der Kaiser höchstpersönlich der Gemeine Marl die Stadtrechte. Sie wird dereinst die schillerndste und liebreizendste Person hervorbringen, die jemals Gottes Erde betreten hat.
Die Forschung läuft, allerdings nur auf dem industriellen Sektor. Wenn man jetzt nur die Fähigkeiten für Dick- und Dünnbleich aus Tschechien hätte... Zumindest an der Industriekapazität kann man noch drehen. Der Kaiser erlässt einen Befehl, noch mehr Industrie zu errichten. Jede Region soll mindestens über 5 IC verfügen.
Am 2. Dezember entscheidet das Ungarische Parlament, dass man auch ein Stück vom Kuchen abhaben möchte. Der Reichsverweser Horty bittet daher Otto darum, die Personalunion mit Ungarn zu erneuern. Er würde sich auch als Marineminister und Nachfolger anbieten. Letzteres schlägt Otto aus, er will weiterhin, dass nach 4 Jahren gewählt wird, außer es herrsche Krieg. Mit dem Vollzug ist allerdings auch die Allianz mit den Engländern Geschichte. Ungarns Armee ist, um es freundlichen auszudrücken, Ramschniveau. Die Truppe verfügt immer noch nur über Material aus dem 1. Weltkrieg. Immerhin Magyar Királyi Államvasutak Gépgyára kann als neues Forscherteam akquiriert werden um Flugzeuge zu entwickeln.
In Übersee kann der Geheimdienst am 2. Weihnachtstag feststellen, dass Japan offenbar gezielt in Indonesien Unruhe stiftet. Der Zusammenhang mit Kriegsvorbereitungen in Korea ist aber nicht nachvollziehbar.
[b][u]III. Sturm und Drang (1936):[/u][/b]
[size=100][i][font=Garamond]Der Deutsche Reichskanzler und Führer hat entschieden, dass [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/006_Rheinland.jpg]das entmilitarisierte Rheinland[/url][/u][/b] wieder mit Garnisonen zu besetzen ist. Am 7. März fahren Zug um Zug an den Rhein und besetzen die alten Kasernen. Da weder Frankreich, noch Großbritannien diese außenpolitische Finte des Reichs schlucken wollen, aber auch nicht tatenlos zusehen wollen, wie dieses zutiefst korrupte und aggressive Regime vor ihrer Haustür wütet, wird ein [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/007_Allianz.jpg]Sondergesandter[/url][/u][/b] in die neutrale Schweiz geschickt, um mit dem für die liberalen Werte, zumindest der Briten, bekannten [u][b][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/003_Ideen.jpg]Otto von Habsburg[/url][/b][/u] zu sprechen. Die ehemaligen Ententemächte haben nicht vergessen, dass es Ottos Vater, Karl, war, der von Deutschland losgelöst einen Separatfrieden mit der Entente schließen wollte. Außerdem hat man Tendenzen erkennen können, dass sich Österreich womöglich selbst dem Deutschen Reich anschließen könnte. Dies galt es um jeden Preis zu verhindern.
Wenige Tage danach wird auch dem Geheimdienst in Deutschland klar, was sich [u][b][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/004_Forschung.jpg]in der Schweiz[/url][/b][/u] abspielt. Spitzel, die mit unrechtmäßig erworbenem [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/005_Produktion.jpg]Geld[/url][/u][/b] bezahlt werden, melden mehrfach nach Berlin, dass ein Umsturz bevorsteht. Man kann aber noch nicht melden, von wo dieser kommt, und wer eigentlich Urheber ist. Nur soviel ist klar: Der Führer kriegt es mit der Angst zu tun.
Am 13. März schlägt der erste Putsch fehl: [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/008_Ausland.jpg]Erwin von Witzleben[/url][/u][/b] versucht mit einer kleinen Truppe von ergebenen Gefolgsleuten den Reichtstag zu stürmen. [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/009_Witzleben.jpg]Sie werden festgenommen und arretiert.[/url][/u][/b]
Außerhalb des germanischen Wirkungskreises gibt es [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/010_Unruhen.jpg]Unruhen im Süden der USA[/url][/u][/b]. Die Dänen und Norweger bilden ab April eine Allianz auf dem militärischen Sektor. In Kopenhagen fühlt man sich durch die Annektierung des Rheinlandes bedroht und versucht so, das Reich von seinen Grenzen abzuhalten (nach dem Frieden von Versailles wurden die Grenzen zwischen Dänemark und Deutschland neu gezogen).
Wenige Tage danach setzt sich der abgedankte [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/011_Putsch.jpg]Kaiser Wilhelm II.[/url][/u][/b] in einen Sonderzug und fährt schnurstracks nach Berlin. Der Führer, durch den Witzlebenputsch verunsichert, hat sich nach Ostpreussen zurückgezogen. Dort wird extra für ihn eine Bunkeranlage errichtet. Nachdem Wilhelm in Berlin eintrifft, reißt er die Gefühle der Menge an sich. Zu tausenden stürmen sie die lokalen Abteilungen der SS und anderer nationalsozialistischer Gebäude. Wie ein Lauffeuer verteilt sich die Nachricht im Reich und überall übernimmt das Volk - unterstützt von der Armee - die Macht. Wilhelm von Hohenzollern wird die Kaiserwürde angetragen, die er dankend annimmt.
In ordentlichen Gerichtsverfahren der Wehrmacht wird jeder Minister, jeder Kommandant, der diese Gesinnung vertreten hat und sie nicht nur billigend in Kauf genommen hat, aus dem Amt entfernt. Der Führer und seine engsten Berater, allen voran Göbbels, werden standrechtlich erschossen. Göring ist weiter auf der Flucht, kann aber nach wenigen Tagen gefasst werden. Er ist in der Dortmunder Unionsbrauerei in einen Braukessel gefallen und qualvoll ersoffen - oder verkocht, das Ergebnis ist nicht minder unappetitlich.
Es ist April, eine leichte Schneedecke liegt auf dem Exerzierplatz. Die Türen öffnen sich und mehrere Männer werden herausgeführt, an eine Mauer positioniert und erschossen. Ihre Köpfe sind in Säcken unkenntlich gemacht, so dass die Soldaten nicht erkennen können, auf wen sie nun schießen. Nach der Exekution werden die Leichname verbrannt und die Asche im nächsten Fluss versenkt. Niemand soll sich mehr an diese Brut aus der Hölle erinnern.
[b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/012_Putsch.jpg]Am 11. April ist Österreichs Faschismus Geschichte[/url][/u][/b]. Acht Divisionen, die über das Land verteilt sind, strömen [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/013_Putsch.jpg]Richtung Wien[/url][/u][/b], angeführt von kaisertreuen Kommandanten. Nur die 1. Kavallerie-Armee ist noch in Wien stationiert und weigert sich, dem Zug aus Aargau in den Hauptstadtbahnhof einzufahren. Der Generalmajor Kubena, ein verkanntes Genie und ein Stratege, hält am aufgehobenen § 1 und § 2 des Habsburgergesetzes fest. Ein Unterhändler aus den herbeieilenden Divisionen kann Kubena jedoch davon überzeugen, dass Otto von Habsburg keinesfalls vorhat, eine Diktatur zu errichten, sondern sich vielmehr dem Wille des Volkes beugen will. Kubena, einerseits davon überzeugt, dass ein [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/014_Putsch.jpg]Habsburger[/url][/u][/b] nichts in Wien zu suchen hat, andererseits aber zustimmen muss, dass das Volk am Ende entscheiden muss, welche Krone es sich aufsetzt, zieht seine Truppe in die Kaserne zurück und hält still.
Der 20. April ist in den letzten Jahren ein Tag der Schande gewesen. Fremdenhass, Intoleranz und Ignoranz haben das Selbstbild der Deutschen in der Welt zerstört. Als Zeichen des guten Willens - und weil man den Reichtum der Nazis beschlagnahmen konnte - wurde ein Fond eingerichtet, um im Ausland aktive Unterstützung zu gewinnen. Der erste Fall ist die Türkei. Atatürk erhält vom Reich große Wirtschaftshilfen, auch als Zeichen der Versöhnung für den verlorenen Krieg.
Zum Tag der Arbeit, am 1. Mai, brechen in den USA alle Dämme! [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/015_CSA.jpg]Die CSA erklären die Unabhängigkeit.[/url][/u][/b] Ein Bündnis aus sozialkonservativen Politikern aus dem Süden erkennt in der Situation der Schwarzen und Lateinamerikaner das Problem als solches: Immer noch werden alle, die nicht weiß, protestantisch und männlich sind, diskriminiert. Das Großkapital in New York und anderen Finanzplätzen ist ihnen ebenso ein Dorn im Auge wie die Bevormundung durch den Norden als solchen. Der Kampf bricht los und niemand kann voraussagen, wer als Sieger hervorgeht. Bereits Ende Mai ist Washington gefallen und die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/016_NewYork.jpg]Truppen stehen vor New York[/url][/u][/b]. Die US-Regierung hatte es nach dem großen Krieg unterlassen, eine schlagkräftige, stehende Armee aufzubauen. 30.000 Mann sollten auf Landebene die Nation verteidigen. Beim Ausbruch des Krieges fanden sich schnell Freischärlertrupps, die auf Seiten der Konföderierten gegen das Großkapital und alles andere, was schlecht an den Vereinigten Staaten ist. Hätte man nur von den Deutschen gelernt und eine Sozialversicherung eingeführt...
Als im Juni alle werthaltigen Gegenstände der Habsburger wieder in Wien eingetroffen sind, wird das Schloss wieder an die [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/017_Wien.jpg]Schweiz[/url][/u][/b] zurückgegeben, auf dem Otto mit seiner Familie wohnen durfte. Wien erstrahlt in neuem Glanz, aus dem ganzen Land und auch aus dem Ausland kommen Investoren, um die nun wieder florierende Stadt zu besuchen.
Kurze Zeit später übernehmen Stalinisten die Macht in Bukarest. Es ist bereits der 4. Putsch in diesem Jahr. Während die Konföderierten nur ein wenig mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit verlangen, wollen die Kommunisten in Bukarest absoluten Gleichheit. Otto scheint nicht beunruhigt, gilt die Sowjetunion gemeinhin als Hort des Bösen. Seine Laissez-faire Haltung färbt weiter auf die Wiener ab. Man trinkt weiter Kaffee.
Am 2. Juli ist es endlich soweit: [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/018_Otto.jpg]Otto wird Kaiser der Herzen![/url][/u][/b] Das ganze Land hat Vertreter geschickt, um ihn zum Kaiser zu krönen: Otto I. von Habsburg, Kaiser von Österreich. Er erlässt mehrere Verordnungen, die die Freiheit und Menschenwürde eines jeden gewährleistet. Außerdem überlässt er seinen gesamten Privatbesitz und den der Habsburger dem Staate Österreich. Von nun an sollen Milch und Honig in Strömen fließen! Er hätte auch wie ein abgehalfterter Diktator das Land zu seinen persönlichen Vorteil ausnutzen können (hätte keine Spielauswirkung gehabt, außer mehr MP), aber er tat es nicht. Angestiftet vom Hochmut der letzten Tage beginnen die Industrieellen und Auslandsösterreicher, im Kernland zu investieren. Bald wird die Produktion von Konsumgüter für alle Österreicher ausreichen und zum Export führen, der noch mehr Wohlstand für alle bringen wird.
Am 12. Juli stürmen [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/019_Mexiko.jpg]mexikanische Truppen[/url][/u][/b] auf US-Gebiet vor. Das Bündnis von Konföderierten Weißen auf der einen Seite und spanischsprechenden bzw. Schwarzafrikanern auf der anderen Seite ist brüchig, aber gegen einen gemeinsamen Feind hält es jeden Widerstand aus. Im Verlauf des Julis verlaufen die [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/020_Schweden.jpg]Auslandsmitteilungen[/url][/u][/b] stürmisch: Jordanien wird unter eigene Verwaltung gestellt und Schweden trifft sich mit Deutschland zu einem Marine- und Industriegipfel. Weiter davon angestachelt wird weiter in Österreich investiert. Jeder Privatmann zeichnet nun in erhöhtem Maße Aktien und hat so am Aufbau der Nation teil. Daimler bekommt nun den [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/021_Forschung.jpg]Forschungsauftrag[/url][/u][/b], Armenküchen zu produzieren, allerdings werden diese grün angestrichen. Als in Amerika die Sommersonne anfängt, das nicht bestellte Korn zu verbrennen und auch quasi die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/022_CSA.jpg]US-Armee[/url][/u][/b] nicht mehr existent ist, wird sie von der CSA annektiert. Im August wird auch [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/023_Levante.jpg]Palästina[/url][/u][/b] eine freie Nation unter dem Schutzmantel der Engländer. Die von Frankreich gehaltenen Mandatsgebiete an der Levante fordern nun vehement ihrerseits Freiheiten.
Zur Festigung der nun guten Beziehungen zu den Engländern sendet Otto einen Diplomaten nach London, der, die Taschen voller Devisen, mit den Engländern über [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/024_Handel.jpg]Forschungsberichte[/url][/u][/b] verhandeln soll. Das Kunststück funktioniert! Diverse Blaupausen wechseln den Besitzer. Später wird es noch wiederholt.
Die Tinte unter dem Friedensvertrag ist noch nicht ganz trocken, da formiert sich Widerstand in Mexiko. Die Regierung möchte bei den Wahlen den CSA gegenüber positiv auftreten und verhandelt über die Rückgabe von Kalifornien. Das ist insoweit interessant, als dass die USA im Vorfeld der Unruhen aus dem Westen (wobei hier mehrheitlich aus dem Nordwesten) Industriebetriebe nach Kalifornien hat verlagern lassen. Bei den Wahlen entscheidet sich das Volk für den [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/025_Mexiko.jpg]radikalen Habsburger Karl[/url][/u][/b]. Er verspricht, dass niemals wieder ein Mexikaner vor den nördlich gelegenen Staaten (CSA/USA/CANADA/Whatever) Angst haben muss. Mexiko wird das sein, was es immer war, eine starke Nation. Die USA hatte vor dem Krieg über drei Nationen die "Hand gehalten", also ausgebeutet: Kuba, Liberia und die Philippinen. Kuba wird weiterhin beschützt, Liberia ist frei (welch eine Metapher) und die [u][b][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/026_CSA.jpg]Philippinen[/url][/b][/u] erhalten ab sofort den Schutz der Briten.
Im August ist der Industrialisierungsbedarf der Bevölkerung gedeckt. Auch aus dem Ausland kommen nun keine Investitionen mehr die erwähnenswert sind. Die Levante wird weiter freigelegt: Angedrohte [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/027_Levante.jpg]Revolten im Libanon[/url][/u][/b] bedrohen die sowieso schon dürftige finanzielle Ausstattung der Franzosen wodurch das Volk unter beaufsichtigte Selbstverwaltung gestellt wird. Da Österreich nun wächst und gedeiht, wird die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/028_Pferde.jpg]spanische Hofreitschule in Wien[/url][/u][/b] angewiesen, mehr Pferde für die Armee auszubilden.
Diese Entscheidung kam nicht zu spät, den kurz darauf bricht der [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/029_Serbien.jpg]Jugoslawische Bürgerkrieg[/url][/u][/b] aus! Es ist Oktober, der 27. [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/030_Serbien.jpg]An diesem Tag[/url][/u][/b] wird immer etwas gutes oder etwas schlechtes passieren, je nachdem, auf welcher Seite man steht. Kurze Zeit später ist auch in [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/031_Levante.jpg]Syrien[/url][/u][/b] die direkte französische Herrschaft vorbei. Die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/032_Schweden.jpg]Industrialisierung in Schweden[/url][/u][/b] führt natürlich auch zu Fortschritten in Deutschland. Die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/033_Marl.jpg]Buna-Werke in Hüls[/url][/u][/b] nehmen die Produktion von Kautschuk auf. Bei der Gelegenheit erteilt der Kaiser höchstpersönlich der Gemeine Marl die Stadtrechte. Sie wird dereinst die schillerndste und liebreizendste Person hervorbringen, die jemals Gottes Erde betreten hat.
[b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/034_Produktion.jpg]Die Forschung läuft[/url][/u][/b], allerdings nur auf dem industriellen Sektor. Wenn man jetzt nur die Fähigkeiten für Dick- und Dünnbleich aus Tschechien hätte... Zumindest an der Industriekapazität kann man noch drehen. Der Kaiser erlässt einen Befehl, noch mehr Industrie zu errichten. Jede Region soll mindestens über 5 IC verfügen.
Am 2. Dezember entscheidet das [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/035_Ungarn]Ungarische Parlament[/url][/u][/b], dass man auch ein Stück vom Kuchen abhaben möchte. Der Reichsverweser Horty bittet daher Otto darum, die Personalunion mit Ungarn zu erneuern. Er würde sich auch als Marineminister und Nachfolger anbieten. Letzteres schlägt Otto aus, er will weiterhin, dass nach 4 Jahren gewählt wird, außer es herrsche Krieg. Mit dem Vollzug ist allerdings auch die [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/036_Ungarn]Allianz[/url][/u][/b] mit den Engländern Geschichte. [b][u][url=http://www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/037_Ungarn.jpg]Ungarns Armee[/url][/u][/b] ist, um es freundlichen auszudrücken, Ramschniveau. Die Truppe verfügt immer noch nur über Material aus dem 1. Weltkrieg. Immerhin Magyar Királyi Államvasutak Gépgyára kann als neues Forscherteam akquiriert werden um Flugzeuge zu entwickeln.
In Übersee kann der Geheimdienst am 2. Weihnachtstag feststellen, dass [b][u][url=www.si-games.com/abominus/images/hoi/AAR2/038_Japan.jpg]Japan[/url][/u][/b] offenbar gezielt in Indonesien Unruhe stiftet. Der Zusammenhang mit Kriegsvorbereitungen in Korea ist aber nicht nachvollziehbar.[/font][/i][/size]