Weltkriegs-Spaß-AAR mit Deutschland

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von Private_S » Di 18.09.2012, 22:26

Wir werden uns bemühen, Sir!

von Wilhelm Klink » Di 18.09.2012, 22:11

Private_S hat geschrieben:Auch unsererseits Glückwünsche.
Danke!

Private_S hat geschrieben:Wir freuen uns schon auf den Nachdruck weiterer Meisterwerke aus der untergegangenen 701er-AAR-Bibliothek :)
So ich auch in Zukunft auf die Dienste meines treuesten und dienstältesten Staatssekretärs bauen kann, wage ich hier und jetzt die Ankündigung, das Werk, das ich einst im 701er-Forum begann, hier fortzusetzen und zu beenden.

von Private_S » Di 18.09.2012, 19:45

Auch unsererseits Glückwünsche. Wir freuen uns schon auf den Nachdruck weiterer Meisterwerke aus der untergegangenen 701er-AAR-Bibliothek :)

von Wilhelm Klink » Di 18.09.2012, 19:20

@ clone
Die "Helden" sind in der Serie auch nicht unbedingt meine Lieblingsfiguren :D

@ Der Namensvetter
Ergebensten Dank!

@ Jerobeam
Vic2 hab ich leider nicht. Der (Klink-)Plan scheitert daher bereits an der Planung ;)

@ McMacki
Mir gings weniger um die Schlagkraft oder Verlustanfälligkeit eines Riesenstacks. Ich hatte dabei eher die Tatsache im Fokus, dass das Mutterterritorium eines Landes vollständig besetzt ist und dieses trotzdem vollumfänglich weiter Krieg führen kann. Eine ähnliche Situation hatte ich mal in einem MP, weshalb ich diesen Test und den daraus folgenden AAR überhaupt erst veranstaltet habe.

von McMacki » Di 18.09.2012, 00:11

Wilhelm Klink hat geschrieben:So, dann kommen wir mal zur Auswertung. Hier meine Zielstellung:




Ich bin im Frieden, und habe keine Provinzen verloren. Es wurden keine Truppen aufgestellt, abgesehen von paar Dampftransportern, die ich jedoch nicht eingesetzt habe. Aber das sind ja auch keine Truppen. Also würd ich mal sagen, Ziel erreicht.

Nun gut, hier mein Fazit. In diesem AAR offenbart sich die große Schwäche des Kampfsystems in Victoria. Die Armee wird nur durch Geld unterhalten und nicht wie in HoI durch Öl und Nachschubgüter, die durch die Industrie bzw. Rohstoffquellen bereit gestellt werden müssen. Das führt dazu, dass man, selbst wenn das Heimatland und damit die Industrie komplett besetzt ist, immer noch eine voll einsatzbereit Armee hat. Man zehrt entweder von seinen Geldreserven oder macht Schulden ohne Ende. Ich hab 7 Jahre lang Schulden gemacht und bin immernoch nicht bankrott gewesen. Und selbst das hätte nur einen Schuldenerlass und eine Einbuße von Prestige bedeutet. Der einzige negative Effekt der Besetzung des Heimatlandes auf die Truppen ist die Kriegsmüdigkeit bzw. Moral (oder? ich bin mir grad nicht ganz sicher).

Hier ist jetzt die Frage, ob man das in MPs mal reglementieren sollte. Denn ein Millionenheer ohne Industrie zu unterhalten ist fernab jeglicher Realität. Und es kann sich ganz schnell zum Nachteil für die eigentlich siegreichen Besatzer entwickeln, wie in meinem AAR. Deutschland ist komplett besetzt von Frankreich, Russland und England. Man marschiert mit einem Riesenstack nach Frankreich und verschanzt sich in den Festungen. Was wollen die groß machen? Gut, vielleicht eine Invasion in der Normandie und ein Zangengriff. Aber trotzdem wäre die deutsche Armee in diesem Beispiel nur schwer zu besiegen, obwohl sie realistischerweise gar nicht dort sein dürfte.

Wie dem auch sei. Ich hoffe es hat euch gefallen. Vielen Dank an dieser Stelle auch für das Lob und die Nominierung zum AAR des Monats August 2012.

Wer gern noch seinen Senf, Pardon, einen Kommentar hierzu abgeben möchte, kann dies gern tun.
Nun wie wollt ihr das denn in MPs regulieren? Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr das in einem MP wirklich durchsetzen könnte doch sehr sehr gering. Das Problem mit diesen Riesenstacks ist doch die Attrettion. Ihr verliert so unglaublich viel MP, wenn euer Land komplett besetzt ist, werdet ihr auch nicht mehr viel generieren. Dazu kommt das auf strategischer Ebene MPs doch ein wenig anders ablaufen, wäre aber mal ne Idee das auszuprobieren :)

von Jerobeam II. » Mo 17.09.2012, 23:31

Vielen Dank für viel Freude.
Jetzt gilt es den Klink-Plan auch in Victoria II durchzuführen!

von Der Oberst » Mo 17.09.2012, 23:29

Auch, wenn euer AAR nur kurz war, würde ich ihn als ein Meisterwerk bezeichnen.

Wir freuen uns auf neue Berichte aus eurer Feder. :)

von [Gast] » Mo 17.09.2012, 21:54

Wir haben sehr gerne Mitgelesen und hatten viel Spaß dabei!
Die Filme aus "ein Käfig voller Helden" ( auch wenn die Helden fehlten ) waren auch immer wieder toll, vorallem, da ich mit 21 die Serie ganricht kannte.

von Wilhelm Klink » Mo 17.09.2012, 21:46

So, dann kommen wir mal zur Auswertung. Hier meine Zielstellung:
Wilhelm Klink hat geschrieben: Mein Ziel ist (1.) mit all meinen Feinden Frieden zu schließen, ohne dabei selbst etwas zu verlieren, d.h. entweder Weißer Friede oder Provinzgewinn für mich. Und (2.) ich will versuchen, das alles zu schaffen ohne neue Truppen aufzustellen.

Ich bin im Frieden, und habe keine Provinzen verloren. Es wurden keine Truppen aufgestellt, abgesehen von paar Dampftransportern, die ich jedoch nicht eingesetzt habe. Aber das sind ja auch keine Truppen. Also würd ich mal sagen, Ziel erreicht.

Nun gut, hier mein Fazit. In diesem AAR offenbart sich die große Schwäche des Kampfsystems in Victoria. Die Armee wird nur durch Geld unterhalten und nicht wie in HoI durch Öl und Nachschubgüter, die durch die Industrie bzw. Rohstoffquellen bereit gestellt werden müssen. Das führt dazu, dass man, selbst wenn das Heimatland und damit die Industrie komplett besetzt ist, immer noch eine voll einsatzbereit Armee hat. Man zehrt entweder von seinen Geldreserven oder macht Schulden ohne Ende. Ich hab 7 Jahre lang Schulden gemacht und bin immernoch nicht bankrott gewesen. Und selbst das hätte nur einen Schuldenerlass und eine Einbuße von Prestige bedeutet. Der einzige negative Effekt der Besetzung des Heimatlandes auf die Truppen ist die Kriegsmüdigkeit bzw. Moral (oder? ich bin mir grad nicht ganz sicher).

Hier ist jetzt die Frage, ob man das in MPs mal reglementieren sollte. Denn ein Millionenheer ohne Industrie zu unterhalten ist fernab jeglicher Realität. Und es kann sich ganz schnell zum Nachteil für die eigentlich siegreichen Besatzer entwickeln, wie in meinem AAR. Deutschland ist komplett besetzt von Frankreich, Russland und England. Man marschiert mit einem Riesenstack nach Frankreich und verschanzt sich in den Festungen. Was wollen die groß machen? Gut, vielleicht eine Invasion in der Normandie und ein Zangengriff. Aber trotzdem wäre die deutsche Armee in diesem Beispiel nur schwer zu besiegen, obwohl sie realistischerweise gar nicht dort sein dürfte.

Wie dem auch sei. Ich hoffe es hat euch gefallen. Vielen Dank an dieser Stelle auch für das Lob und die Nominierung zum AAR des Monats August 2012.

Wer gern noch seinen Senf, Pardon, einen Kommentar hierzu abgeben möchte, kann dies gern tun.

von Wilhelm Klink » Mo 17.09.2012, 21:45

Kapitel 8 - Nachkriegsordnung und Ende




Nach mehr als 7 Jahren Krieg war die Welt erleichtert ob des Friedensschlusses zwischen Deutschland und seinen Gegnern Großbritannien und USA. In Berlin wurde der Sieg mit einer großen Parade gefeiert.

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Auch die Freikorps beteiligten sich daran. Hatten sie doch einen beträchtlicher Anteil an dem Sieg über die Feinde Deutschlands.

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Ludendorff und von Hindenburg nutzten die Zeit des Umschwungs und der Demobilisierung um sich etwas zu entspannen und gönnten sich ab und zu mal einen Spaziergang durch Berlin. Dabei wurden sie in aller Regel umjubelt und als Kriegshelden gefeiert.

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Feldmarschall Paul von Hindenburg wurde ehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen. Wegen seiner Verdienste im Krieg wurde ihm eine Leibwache auf Lebenszeit zugestanden, eine Sonderabteilung der Reichspolizei.

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General der Infanterie und Generalquartiermeister Erich Ludendorff schied ebenfalls aus dem aktiven Dienst aus und zog sich verbittert aus der Öffentlichkeit zurück. Er konnte sich Zeit seines Lebens nicht mit der Abdankung des Kaisers abfinden und empfand der Republik gegenüber tiefe Abscheu.

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Oberst Klink bleib derweil auf seinem Posten in dem Gefangenenlager und versuchte sich unentwegt dem Griff der "Brunfttutte im Wellblechkleid", wie er Gertrude Linkmeyer immer nannte, zu entwinden. Er sollte nie die Möglichkeit haben in den Generalsrang aufzusteigen.

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Feldwebel Schulz wechselte zur Militärpolizei der Königlich Bayerischen Armee und war fortan für die Disziplin der Soldaten in den örtlichen Wirtshäusern zuständig. Eine Aufgabe, der er als Stammgast eben erwähnter Lokale nur bedingt nachkommen konnte.

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Schauen wir aber auf die Landkarte. Deutschland ist um einiges größer geworden. Ostbelgien wurde als Reichsland Wallonien in den deutschen Föderalstaat integriert. Deutsch-Polen, Deutsch-Litauen und Deutsch-Lettland jedoch bekamen nurmehr den Status eines Protektorates.

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Auch in Afrika konnte ein Zugewinn verzeichnet werden. Belgisch-Kongo ist nun zum großen Teil deutsch. Jedoch gibt es in Togoland, Deutsch-Kongo und Deutsch-Südwestafrika einige Unruheherde.

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Kiautschou bzw. Tsingtao wird auch von Anarchie beherrscht und kurzfristig kann dem durch Regierungstruppen auch nicht Einhalt geboten werden.

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Die Bevölkerung in Deutschland ist vom Kriege sichtlich strapaziert, die Stimmung ist schlecht. Dazu kommt die Revolution und die Abdankung des Kaisers.

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Auch in den alten und neuen deutschen Kolonien stehen die Einwohner, wie bereits erwähnt, ihrer Berliner Regierung im Augenblick ein klein wenig besetzt gegenüber.

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Doch auch Russland hat große innenpolitische Probleme. Dies als "Herausforderung" zu bezeichnen wäre ein fahrlässiger Euphemismus. Es herrscht Chaos und Bürgerkrieg.

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Im Osten Russlands sieht es nicht besser aus. Von der noch jungen Sowjetunion wird erstmal keine Gefahr für das Deutsche Reich ausgehen.

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Kaum ist der Krieg aus, ist man nur noch von Nullen umgeben. Ein Kuriosum, das daher rührt, dass sich im Krieg die eigene Bevölkerung erhebt und Milizen bildet. Man kann diese steuern; sie sind quasi reguläre Divisionen mit Stärken von paar Hundert bis paar Tausend Mann. Aber sie sind nicht verstärkbar. Und nach Friedensschluss gehen sie scheinbar wieder normal ihren Tätigkeiten nach und hinterlassen eine leere Einheit.

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Die Wirtschaft liegt am Boden. Komischerweise wird 0,8 Stoff produziert, 0,7 verbraucht und das Lager ist aber leer und wird nicht voller.

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Deutschland ist enorm verschuldet. Doch weil es auch eine Demokratie ist, können die ganzen teuren Sozialreformen nicht rückgängig gemacht werden, um Geld zu sparen. Zölle können ebenfalls nicht in nennenswertem Umfang erhoben werden. Die Sanierung des Staatshaushaltes geht scheinbar nur über massive Einsparungen beim Militär bei gleichzeitiger Steuererhöhung.

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Damit die Franzosen die Gunst der Stunde jedoch nicht nutzen muss die Reichsgrenze um jeden Preis beschützt werden.

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Doch auch der Osten sollte nicht ganz unbewacht bleiben.

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Zum Schluss hier noch der Punktestand. Ein guter dritter Platz, sowas liegt scheinbar in der Natur der Deutschen. So war das 2006, so war das 2010 und so wird das 1922 und später auch sein.

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Ende

von Bushi » Mo 17.09.2012, 09:08

Sehr schöner AAR

von Private_S » So 16.09.2012, 23:07

Schon immer haben wir diese exzellente Manöverkunst der kaiserlichen Flotte unter v. Spee bewundert

von Wilhelm Klink » So 16.09.2012, 22:54

@ Ruprecht
Das Ziel war ja der Friedensschluss. Für eine Invasion in Übersee ist die verbliebene Marine einfach mal überhaupt nicht im Stande. Hab ich erst versucht, musste es aber dann lassen und habe auf den "Bonus" gesetzt, den man bekommt wenn man den Gegner auf den Schlachtfeld besiegt.

Selbstverständlich endet der AAR nicht derart abrupt.

von Kurfürst Moritz » So 16.09.2012, 22:22

nach dem krieg ist vor dem Krieg...

Attacke! :ph:

von Stupor Mundi » So 16.09.2012, 22:15

Wie, Krieg schon aus? Schade! Da Klink jetzt kaltgestellt ist, hätte doch einem Siegfrieden nichts im Wege gestanden.

von Ruprecht I. » So 16.09.2012, 22:07

Tja, dann, äh, Glückwunsch (?) zum, hm, Sieg? :D

von Wilhelm Klink » So 16.09.2012, 21:39

Kapitel 7 - Kampf gegen England



Russland ist besiegt. Teile Deutschlands sind in britischer Hand, Teile wiederum frei - von den Freikorps befreit. Während sich die nun in Reichswehr umbenannten ehemals kaiserlichen Truppen auf Heimatgebiet sammeln und reorganisieren, um sich dem letzten Feind gegenüber zu stellen, wird in der OHL über das weitere Vorgehen nachgedacht.

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Großbritannien und die USA, die letzten verbliebenen Gegner, sind schon schwer vom Krieg gezeichnet. Viele Truppen haben sie nicht mehr, sie sind sicherlich eine leichte Beute.

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1. Dezember 1920 17:00 Uhr, Hauptquartier der OHL in Königsberg:

Ludendorff: "So, der Krieg ist bald vorbei. Klink lebt noch. Und daran wird sich auch nichts ändern. Wir sollten mal langsam an einem Konzept arbeiten, wie wir weiterhin Krieg führen wollen. Bisher war die Kriegführung recht unorthodox, doch nun kämpfen wir wieder auf deutschem Boden gegen unsere Feinde. Und während wir in Russland und Frankreich keine Gefangenen machen konnten, wird dies nun passieren und wir müssen sie irgendwie unterbringen."
Hindenburg: "Das heißt also, Einrichtung von Kriegsgefangenenlagern. Das ist zwar bitter, denn immerhin müssen wir Offiziere und Truppen zur Bewachung abstellen, aber notwendig ists allemal."
Ludendorff: "Ja, aber mir erschließt sich hier grad eine prima und zudem nicht lethale Möglichkeit, Klink aufs Abstellgleis zu schieben. Und er würde es nicht einmal merken."
Hindeburg: "Klink als Lagerkommandanten? Lachhaft. Genauso gut könnten wir das Lager umbenennen in "Kirchliche Erholungsanstalt" und die Heilsarmee zur Bewachung einsetzen. Dazu die Entfernung jeglichen Stacheldrahtes und Ausbruchssicherungen."
Ludendorff: "So schlimm wirds schon nicht werden. Wir könnten ihm ja jemanden beiordnen, der ihn auf Trab hält. Jemand, der ihn antreibt und nur durch seine Erscheinung dazu ermuntert immer seiner Arbeit nach zu gehen."
Hindenburg: "An wen dachten Sie denn da?"
Ludendorff: "Ein alter Freund von mir General Burkhalter, wir waren zusammen auf der Akademie, hat eine Schwester. Ihr Mann wird vermisst. Vor St. Petersburg haben wir das letzte Mal etwas von ihm gehört. Jedenfalls sieht seine werte Frau Schwester aus wie ein abgenutzter Besen im Wellblechkleid. Höchste Augenkrebsgefahr. Und vom Intellekt her mehr eine Beißzange, denn eine liebliche Maid."
Hindenburg: "Hehe, das passt zum Piesacken, das Sie mir erlaubt haben. Ich bin einverstanden. Veranlassen Sie seine Versetzung und die alte Krähe soll seine Sekretärin werden. Chefs haben doch immer was mit ihren Sekretärinnen."

68/1- Ein Käfig voller Helden - YouTube



Der militärische Plan ist der folgende. Zur Fortsetzung unseres unkonventionellen Feldzuges ist es erforderlich London einzunehmen. Dazu benötigen wir unsere tapfere Hochseeflotte und Transporter zur Verbringung der Truppen. Letztere müssen erst noch gebaut werden. Daweile verlegen die Kampftruppen schon mal nach Ribe, von wo sie dann in See stechen werden.

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Ein Blick auf ein nicht allen zugängliches Dokument......hey, wer hat hier grad was von "cheaten" gesagt, hä?! Menschenskinder..... Ein Blick auf dieses Dokument verrät uns, dass uns der Rest der Welt offenbar als bedrohlich wahrnimmt.......Was solls.

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England wähnt sich im Vorteil. Unterbreitet eine Liste, die sich sehen lassen kann. Wir haben mittlerweile auf Friedensforderungsablehnungsstempel umgestellt. Das geht einfach schneller.

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Mal kurz ein Überblick über Deutschland. Mist, Berlin ist noch besetzt. Sofort Berlin befreien!

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6. November 1921 14:30 Uhr, Vorübergehendes Hauptquartier der OHL in Dresden:

Hindenburg: "Die Einnahme von Berlin ist gescheitert. Der Konvoi der auf dem Weg dahin war ist verunglückt. Wahrscheinlich Sabotage. Und irgendwie deutet alles darauf hin, dass diese Aktivitäten ihren Ursprung in Klinks Lager haben."
Ludendorff: "Ach so ein Blödsinn! Wie soll denn das gehen? Die Gefangenen sind doch eingesperrt, da passiert nichts."
Hindenburg: "Also ich bin mir da nicht so sicher. Ich lasse das lieber mal untersuchen. Ich kenn da so einen kleinen Schreihals, Major Hochstetter. Spezialist für Sabotageaktionen. Ich denke, den werde ich mal auf den Fall ansetzen."
Ludendorff: "Tun Sie, was Sie nicht lassen können. Schaden kanns nicht."

Klink und Hochstetter - YouTube



Derweil wird unsere Flotte doch nicht nach Ribe verlegt, sondern sie soll in den Gewässern des Nordatlantiks und der Nordsee kreuzen, um die englische Flotte zu versenken. Der unerschütterliche Komet Admiral von Spee meinte, dass das eine gute Idee wäre.

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Immer diese überzogenen Forderungen. Stempel.

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So, jetzt stellen wir mal eine Forderung. Nach einer regelrechten Serie von gewonnenen Schlachten gegen die Engländer ist das das Mindeste. Gibt zwar auch -200 Prestige, aber egal. Hier gehts nicht um immateriellen Ruhm. Hier geht es um mehr. Hier geht es um den Erhalt des Deutschen Reiches und den Sieg über seine Feinde.

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Und wie nicht anders zu erwarten, wissen die Engländer, dass wir wissen, dass sie nicht mehr können und wir zudem auch wissen, dass sie das wissen.

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Den USA wird mit einem Zeppelinaufklärungsflug eines unserer patentierten Katastrophenpiloten gedroht, dann geben sie auf. Der Krieg ist aus. Deutschland hat keine Feinde mehr. Naja, zumindest keine, die grad Krieg gegen Deutschland führen.

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von Stupor Mundi » Fr 14.09.2012, 08:39

Kurfürst Moritz hat geschrieben:Wir sind ja mal gespannt, wie ihr ohne Flotte nach England übersetzen wollt, um den briten den Garaus zu machen...

:ph:
Da gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Über Land nach Indien marschieren.
2. Schulz in den Ärmelkanal werfen und den entstandenen Landweg zur Invasion nutzen.
:D

von Kurfürst Moritz » Fr 14.09.2012, 00:23

Wir sind ja mal gespannt, wie ihr ohne Flotte nach England übersetzen wollt, um den briten den Garaus zu machen...

:ph:

von Wilhelm Klink » Fr 14.09.2012, 00:04

Kapitel 6 - Der Fall Sowjetrusslands




8. Februar 1919, 14:30 Uhr, Interims-Hauptquartier der OHL in St. Petersburg:

Hindenburg: "Ludendorff, hier in Russland ist es irgendwie nicht so richtig schön. Wir sollten aufhören mit Spielen und denen einheizen, damit der Krieg hier bald zu Ende ist..."
Ludendorff: "...und wir damit die Grünen auf einen Schlag aus Deutschland herausbekommen."
Hindenburg: "Ganz genau."
Ludendorff: "Was ist also der Plan?"
Hindenburg: "Wir schlagen schonmal grob die Richtung Südwest ein, also Deutschland."
Ludendorff: "Oh, ich sehe langsam klappt das mit den Himmelsrichtungen."
Hindenburg: "..."
Ludendorff: "In Ordnung, also Südwest. Rückwärtige Sicherung?"
Hindenburg: "Nur unwesentlich. Und wenn das ein riesiger beweglicher Kessel wird, soll mir das auch recht sein."
Ludendorff: "Was ist mit Klink? Der hat seinen alten Rang wieder."
Hindenburg: "Wie denn das?"
Ludendorff: "Er hat aus Versehen eine Verschwörung unter russlanddeutschen Soldaten aufgedeckt. Sein vorgesetzter Offizier empfahl daraufhin die Rückgängigmachung der Degradierung."
Hindenburg: "Der wollte den doch bloß loswerden!"
Ludendorff: "Sicher wollte er das. Aber nun haben wir ihn wieder an der Backe."
Hindenburg: "Nun, dann müssen wir wohl zu stärkeren Mitteln greifen."
Ludendorff: "Ich bitte Sie! Der hat doch jetzt gar nichts gemacht."

...die Tür geht auf...

Klink: "Feldmarschall Hindenburg, es tut mir wirklich furchtbar Leid, aber ich konnte die letzten paar Tage ni zum Dienst erscheinen. Irchndso ä Dussel in der Truppenverwaltung hat ä paar Akten verwechselt, sodass ich fürn einfachen Soldaten gehalten wurde. Den einfachen Soldatendienst hab'ch selbstverständlich mit ganzer Kraft wahrgenommen, mich sogar von Schulz anschnauzen lassen. Aber jetz bin'ch wieder Oberst und steh voll zu Ihren Diensten, nichar!"
Hindenburg: [köchelt]
Ludendorff: [schaut schmunzelnd zu Hindenburg]
Hindenburg: [kocht]
Klink: "Nu was is denn mit Ihnen? Sie sin so schweigsam heute. Ist Ihnen nicht gut?"
Hindenburg: [zu Ludendorff ächzend flüsternd] "Ich bin mal kurz nebenan..."

Hindenburg geht raus, schließt die Tür hinter sich. Man hört es laut brüllen, Schränke werden umgeworfen, mehrere Stühle zerschlagen. Eine junge Frau rennt kreischend aus dem Zimmer. Dann ist es still. Die Tür zum Besprechungsraum geht wieder auf und Hindenburg kommt zurück. Die Röte in seinem Gesicht ist etwas zurück gegangen. Ja es scheint fast, als lächelte er.

Hindeburg: [ironisch freundlich] "Mein lieber Klink, gut dass sie kommen. Da kann ich ihnen gleich danken."
Klink: "Wofür denn danken? Ich hab doch gar nüscht gemacht?!"
Ludendorff: [raunend] "Untertreibung des Jahrhunderts."
Hindenburg: "Nichts gemacht? Sie haben immerhin den Plan entworfen mit Hilfe dessen wir unsere Feinde unterworfen haben und noch werden. Als Zeichen der Anerkennung bekommen Sie eine Belobigung, die in Ihre Dienstakte eingetragen wird, und auch eine Kiste französischen Beutewein aus meinem persönlichen Vorrat."
Ludendorff: [raunt zu Hindenburg] "Du Heuchler, du trinkst diese Plärre doch gar nicht. Was soll das überhaupt?"
Hindenburg: [raunt zurück] "Lass mich nur machen. Ich weiß, was ich tue."
Klink: "Nu, da bin'ch aber gerührt. Daaanke Herr Feldmarschall."
Hindeburg: "Der Wein wird Ihnen in Ihre Einheit geliefert werden. Leutnant Kreimer wird das veranlassen. Sie dürfen wegtreten."
Klink: "Jawoll, nichar!"

Paar Stunden später...

114 - Ein Käfig voller Helden - YouTube



Derweil marschiert die glorreiche deutsche Armee weiter. Wie gewöhnlich zäumt man die Front wieder von hinten auf, aus Richtung der feindlichen Hauptstadt.

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Mittlerweile hat sich Klink von dem Schock erholt und greift zum Telefonhörer:

147 - Ein Käfig voller Helden - YouTube



Wenig später in der OHL:

Hindenburg: "......hat nicht geklappt.......hm...hm.....ist noch am Leben....soso......nagut........den Russen in die Schuhe schieben ist gut......ja genau......gut, auf Wiederhören."
Ludendorff: "WER ist noch am Leben? Klink?!"
Hindenburg: "..."
Ludendorff: "Sie bornierter Sack! Schweigen Sie mich nicht immer an! Jetzt ist Schluss mit dem Unsinn. Klink bleibt am Leben. Ärgern Sie ihn, piesacken Sie ihn, beschimpfen und beleidigen Sie ihn, aber umbringen werden Sie ihn nicht!"
Hindenburg: "Piesacken, ja? Hm....könnte klappen."



Derweil an der Front steht man an der Reichsgrenze....von außen. Hier sollte erwähnt werden, Russland ist mittlerweile sowjetisch, Deutschland demokratisch. Der Kaiser musste abdanken. Welch eine Schande.

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In Deutschland befreien die Freikorps Stadt um Stadt, Land um Land. In Russland erobern und halten unsere Truppen ebenso eine große Landfläche. Die Hauptstadt St. Petersburg ist nach wie vor in deutschen Händen...

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...was Sowjetrussland schließlich zur Kapitulation bewegt. Aufgrund des desolaten Zustandes unseres geliebten Vaterlandes beenden wir den Krieg, nicht ohne Kriegsgewinn, und wenden und ganz der Heimat zu.

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Hier gilt es nun, die Engländer wieder in den Teich zu schmeißen und die Amerikaner gleich draußen zu behalten. Das wird nochmal ein Stückchen Arbeit. Die Kriegsmüdigkeit steigt immer mehr an. Wir müssen uns beeilen und den Krieg bald zu Ende führen, wenn wir von unserem Volk und unserer Wirtschaft noch einen nachkriegsverwertbaren Rest vorfinden wollen. Russland hat diesen Rest scheinbar schon verspielt. Es herrscht Bürgerkrieg. Weite Teile des Landes stehen nicht mehr unter der Kontrolle der Zentralregierung.

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