von Stoertebeker » Fr 24.08.2012, 16:54
Anton hat geschrieben:Was macht ein Hanseat, wenn er sieht dass der Bayer den Ungarn früh verprügelt?
1. Entweder fällt er in Holland und Brandenburg ein und sorgt damit dafür, dass sich das Blatt schnell wendet...
2. ...oder er beschäftigt sich lieber mit der Eroberung der Kalmarer Union/des Detuschritterordens/ einem Krieg gegen Bretagne oder Schottland, und wundert sich dann, wieso Bayern so riesig ist und ihm so mächtig auf die Nerven geht.
Ich gehe davon aus, die Hanse in dem von Euch beschriebenen Spiel betrieb eher Letzteres.
Das einzige richtige Balanceproblem ist nicht der Bayer, sondern der Bretone, der KEINE KONKURRENZ in Frankreich hat und aus England auch erstmal nicht vertrieben werden kann, jedenfalls ohne einer starken antibretonischen Koalition. (Daher mein Vorschlag, da Eichendorff hinzusetzen. Mich graust's davor, was Moses oder Stoerte daraus machen könnten

)
Würde der Schwabe uns bei diesem Problem abhilfe schaffen, indem er nicht nur die Hanse und den Ungar, sondern eben auch die Bretagne beschäftigt (indem er einen Anreiz bekommt, auch richtung Bordeaux oder richtung Calais zu gehen), dann hätte ich dem Plan klar zugestimmt. So aber erreicht man nichts.
Mehr, als ein Bayer das könnte. Der Schwabe steht schon 2 Provinzen links vom Rhein. Deutschland wird durch Schwaben ein kleines Stückchen größer. Und letztlich hängt's ohnehin davon ab, was die Spieler draus machen. Zu sagen, wie's 1530 aussieht, wenn Schwaben holländische Kultur kriegen kann, ... müßig. E stimmt schon: Schwaben ändert nichts Grundsätzliches am Setup. Es enschärft nur die anfängliche Enge und macht die französische Option etwas attraktiver (weil der Bretone in Frankreich etwas weniger ohne menschlichen Widerstand wachsen kann. Schwaben hat übigens die realistische Option, sofort gegen Burgund zu ziehen. Die Bayern z.B. nicht hat.)
Ungarn kann in Ruhe Böhmen erben und sich um Polen kümmern. Die Hanse hat länger Ruhe in Norddeutschland. Wenn das Orientierungsevent für Schwaben kommt, wird der Schwabenspieler klugerweise schauen, wie die Konstellation ist: Er hat ja kein Interesse an einem Monster irgendwo. Je nach dem, wer monströs wird, kann er sich von den anderen Zugeständnisse und Unterstützung erhandeln.
In keinem Falle stellt Schwaben eine Verschlechterung der Balance dar.
[quote="Anton"]Was macht ein Hanseat, wenn er sieht dass der Bayer den Ungarn früh verprügelt?
1. Entweder fällt er in Holland und Brandenburg ein und sorgt damit dafür, dass sich das Blatt schnell wendet...
2. ...oder er beschäftigt sich lieber mit der Eroberung der Kalmarer Union/des Detuschritterordens/ einem Krieg gegen Bretagne oder Schottland, und wundert sich dann, wieso Bayern so riesig ist und ihm so mächtig auf die Nerven geht.
Ich gehe davon aus, die Hanse in dem von Euch beschriebenen Spiel betrieb eher Letzteres.
Das einzige richtige Balanceproblem ist nicht der Bayer, sondern der Bretone, der KEINE KONKURRENZ in Frankreich hat und aus England auch erstmal nicht vertrieben werden kann, jedenfalls ohne einer starken antibretonischen Koalition. (Daher mein Vorschlag, da Eichendorff hinzusetzen. Mich graust's davor, was Moses oder Stoerte daraus machen könnten :D )
Würde der Schwabe uns bei diesem Problem abhilfe schaffen, indem er nicht nur die Hanse und den Ungar, sondern eben auch die Bretagne beschäftigt (indem er einen Anreiz bekommt, auch richtung Bordeaux oder richtung Calais zu gehen), dann hätte ich dem Plan klar zugestimmt. So aber erreicht man nichts.[/quote]
Mehr, als ein Bayer das könnte. Der Schwabe steht schon 2 Provinzen links vom Rhein. Deutschland wird durch Schwaben ein kleines Stückchen größer. Und letztlich hängt's ohnehin davon ab, was die Spieler draus machen. Zu sagen, wie's 1530 aussieht, wenn Schwaben holländische Kultur kriegen kann, ... müßig. E stimmt schon: Schwaben ändert nichts Grundsätzliches am Setup. Es enschärft nur die anfängliche Enge und macht die französische Option etwas attraktiver (weil der Bretone in Frankreich etwas weniger ohne menschlichen Widerstand wachsen kann. Schwaben hat übigens die realistische Option, sofort gegen Burgund zu ziehen. Die Bayern z.B. nicht hat.)
Ungarn kann in Ruhe Böhmen erben und sich um Polen kümmern. Die Hanse hat länger Ruhe in Norddeutschland. Wenn das Orientierungsevent für Schwaben kommt, wird der Schwabenspieler klugerweise schauen, wie die Konstellation ist: Er hat ja kein Interesse an einem Monster irgendwo. Je nach dem, wer monströs wird, kann er sich von den anderen Zugeständnisse und Unterstützung erhandeln.
In keinem Falle stellt Schwaben eine Verschlechterung der Balance dar.