Divine Wind - Erste Eindrücke

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von Jerobeam II. » Mi 22.06.2011, 19:23

Wer will denn auch den Zufall in der Historie leugnen? Hätte, wäre, könnte - Spanien protestantisch sein, Frankreich zerbrochen ...
Ich begrüße die - bei aller Unwahrscheinlichkeit des Handelns Spieler-geführter Nationen - guten Rahmenbedingungen, die die Engine setzt. Potential hatten sie alle - wer hätte um 1400 auf Brandenburg fünf Euro gesetzt und nicht auf Sachsen? pp. ;)

von Jorrig » Mi 22.06.2011, 18:07

Naja, es gibt ja schon eine ganze Menge Mechanismen im Spiel, die sehr ähnlich wie damals abliefen oder zumindest gut simuliert sind. Kein Spiel kann die Geschichte 100% genau abbilden. Ich denke, alle, die das spielen, sind überdurchschnittlich interessiert an Geschichte und haben damit auch das Wissen darüber. Wenn die weiter dabei bleiben, kann es ja nicht so komplett an der Realität vorbeigehen.

von VincentClaymore » Mi 22.06.2011, 13:24

Ja, ich bin ein paar Monate vor HTTT eingestiegen. Und was mich überzeugt hat, das Spiel zu kaufen, war ein Artikel in der Süddeutschen, der als Fazit des Spieletests schrieb:
"Ein Komplexitätsmonster für Sonderlinge, die neben ihrem Geschichtsstudium zu viel Freizeit haben."

von Refizul der I » Mi 22.06.2011, 11:54

Ja die NIs gab es von Anfang an. Historisch Korrekte Anführer kamen mit NA und die Decisions/Missions mit IN. EU3 in vanilla hatte mit historischer Korrektheit nicht viel am Hut (außer am Start).
Wenn man bedenkt das ich EU3 Vanilla gleich gelangweilt ins Regal gestellt habe hat sich das Spiel doch enorm verbessert/geändert. (wenn man die Bezahlpatches draufgespielt hat :D )

von Ryo » Mi 22.06.2011, 11:12

keine Decisions, keine Nationalen Ideen,
Bei ersten nicht sicher, aber war, meines Wissens nach, da. Nationale Ideen gab es 100% schon in der 1.0 Version.

von Tigernekro » Mi 22.06.2011, 08:03

ja da bin ich mir auch ziemlich sicher...
und ich muss auch elvis und jorrig zustimmen, weil es glaube ich kaum da ziel war ein sehr an die Historie ausgelegtes Spiel zu erstellen.

von [B@W] Abominus » Mi 22.06.2011, 08:02

Das war ja bzw. ist bisher das Problem: Man kann historische Monarchen wie in EU2 einstellen und, Moment, ich glaube Du hast Recht, es kam wohl erst mit NA... hach, ich sollte mehr schlafen...

von Elvis » Mi 22.06.2011, 07:58

Echt? Schon in der Ursprungsversion?

von [B@W] Abominus » Mi 22.06.2011, 07:47

Leader und Monarchen konnten zu Beginn als "historisch" eingestellt werden, Elvis.

von Elvis » Mi 22.06.2011, 07:18

VincentClaymore hat geschrieben:Mhmmm... das gilt vielleicht für Civ, aber EU schreibt sich die historische Korrektheit schon ziemlich auf die Fahnen, würde ich mal behaupten.
Keineswegs. Vielleicht hast du EU3 erst recht spät nach etlichen Patches und AddOns kennen gelernt.
EU3 war völlig dynamisch ohne jeglichen historischen Rahmen konzipiert was die historischen Abläufe anbelangt.
Es gab nicht die Option auf historische Leader und Monarchen, keine Decisions, keine Nationalen Ideen, keine Missionen welche die Staaten auf gewisse Pfade lenken.
Alle Staaten fanden bis auf die geostrategische Lage und ihre Religion und Techgroup dieselben Spielbedingungen vor.
Erst durch den Wunsch der Spieler die arg fantastischen Spielentwicklungen wenigstens etwas mehr in historische Bahnen zu lenken entstanden nach und nach die neuen Features, welche zumindest etwas nachvollziehbarere historische Entwicklungen mit sich brachten.

Wäre es nach Paradox gegangen hätte das Spiel nicht viel mit der tatsächlichen historischen Entwicklung zu tun. Ähnlich wie sie auch HOI 3 zuerst konzipiert hatten bei dem auch nur eine halbwegs historische Entwicklung eher ein seltener Zufall war.

Im Zuge dieser beiden Spiele gab es dann auch viele Diskussionen zwischen stark historienorientierten Spielern, Spielern denen eine vollkommen unvorhersehbare möglichst dynamische Welt und Spielern denen schlicht alles recht ist was dem Gameplay zugute kommt.
Natürlich gibt es auch Mischungen daraus, so wie letztlich auch die Spiele eine Mischung und eine Suche nach einem Kompromiss aus diesen Standpunkten sind.
Historische Korrektheit ist also wirklich kein erklärtes Primärziel.

von Jorrig » Di 21.06.2011, 22:26

Ja, und? Die damaligen Herrscher der Niederlande waren nun einmal die Herzöge von Burgund. So hätte es auch laufen können... und ich wette, die Holländer haben dann im späteren Spiel wieder rebelliert und sich von Burgund losgesagt. Ich erwarte nicht, dass sich die Geschichte fast genauso wiederholt, ich finde es viel interessanter, wenn auch mal andere Konstellationen entstehen, Grossreiche wieder zerfallen und neue sich bilden. Das Spiel ist weit von der Perfektion entfernt, aber es ist immer noch weit besser als der ganze Rest. Paradox hat sich zudem zunehmend von der Geschichtstreue entfernt. Das Ziel ist vielmehr, die historischen Rahmenbedingungen zeitgemäss abzubilden. Das finde ich ziemlich gut gelungen durch Technologie, die aufkommenden Ideen und Ereignisse, die Einheiten, Schiffe, Kolonisation... Dazu ist das meiste modifizierbar, man kann sich also mit recht wenig Aufwand Sachen, die einen stören, passend editieren.

von Golwar » Di 21.06.2011, 22:23

Magna Mundi sollte euch euren Wunsch erfüllen.

von VincentClaymore » Di 21.06.2011, 19:22

Und das ist der springende Punkt. Gameplay trumpft immer über historische Genauigkeit, in unseren Augen zumindest.
Das ist auch meine Meinung. Aber darüber gabs seit jeher zwei Lager bei Paradoxspielern.
Mhmmm... das gilt vielleicht für Civ, aber EU schreibt sich die historische Korrektheit schon ziemlich auf die Fahnen, würde ich mal behaupten.

Und wenn man nicht gerade Metagamer ist, ist doch der Grund warum man anfangs überhaupt zu EU greift dieser: Was wäre, wenn in der Vergangenheit eine Entscheidung anders gefällt worden wäre, als sie ist? Gibt es einen Mod, der näher an der Geschichte ist? Ich meine: Selbst wenn man die Creek spielt, passiert ja in Europa wirklich alles vollkommen anders, als in der realen Geschichte... Ich habe in den letzten Tagen 4 Spiele mit Holland angefangen und in jedem hat sich Burgund innerhalb der ersten 5 Jahre Brabant, Hainaut, Liege und Bar gekrallt, in den meisten zusätzlich noch Gelre - alle davon mit der Mission Reconquest und sofortigem Core.

von Refizul der I » Di 21.06.2011, 18:15

Ich glaube auf das verhindern von übermäßigen Blobbing können sich beide Seiten gerade noch einigen.
Es ist schließlich weder historisch, noch spieltechnisch sinnvoll, wenn ein Land es schafft ganz Europa zu erobern ohne größere Probleme zu bekommen. Jetzt muss nur noch was gegen die Böhmischen/Österreichischen/... Großreiche im ehemaligen Hordengebiet getan werden. Ein starkes Russland habe ich bis jetzt mit DW noch nie gesehen.

von Elvis » Di 21.06.2011, 17:51

Das ist auch meine Meinung. Aber darüber gabs seit jeher zwei Lager bei Paradoxspielern.

von Al. I. Cuza » Di 21.06.2011, 14:15

Jorrig hat geschrieben:Vor allem aber funktioniert es als gute Expansionsbremse im Spiel, da ist der korrekte historische Verlauf schon fast Nebensache.
Und das ist der springende Punkt. Gameplay trumpft immer über historische Genauigkeit, in unseren Augen zumindest.

von Jorrig » Di 21.06.2011, 14:08

Mir sind auch vor allem die besetzten Gebiete rebelliert, ist ja klar. Auch vorher schon konnte die französische Regierung das eigene Volk nur ruhig halten, indem man die besetzten Gebiete gnadenlos ausgepresst hat. Napoleon hat ja just 1796 ff. in Italien Krieg geführt, weil dort die Verteidigung schwach und die Beute gross war. Städte wie Mailand oder Florenz haben ihm riesige Tributzahlungen geleistet - womit er zuhause die Bevölkerung zufriedenstellen konnte, die ja wegen des Militärdienstes die Ernte nicht einbringen konnte. Ich finde, das ist in EU3 schon ganz gut gemacht. Vor allem aber funktioniert es als gute Expansionsbremse im Spiel, da ist der korrekte historische Verlauf schon fast Nebensache.

von Al. I. Cuza » Di 21.06.2011, 14:00

Und man muss bei Napoleon auch bedenken, dass es nicht nur Franzosen unter seiner Herrschaft waren.

von VincentClaymore » Di 21.06.2011, 13:23

Ah, okay... Althistoriker sollten einfach die Klappe halten, wenn die 1 vor den 3 anderen Jahrszahlen steht...

von Jerobeam II. » Di 21.06.2011, 13:13

@ VC: Nein. Seit spätestens 1806/07 war der überwiegende Großteil der Franzosen, auch der Generäle, Diplomaten und sogar der Geschwister Napoleons und seiner Fürsten, kriegsmüde. In Spanien ging nichts voran, wenn, dann nur unter hohen Verlusten und mit Napoleon im Lande, wenn er allerdings nicht in F war, dann gab es schon Pläne für die Zeit nach ihm ... Der Handel stagnierte so ziemlich.
Als Napoleon "die Straßen wieder sicher" und den Handel wieder möglich gemacht hatte, in der Zeit des Konsulats, da war er der, der Frieden gemacht hatte. Danach nur noch der, der siegen konnte. :)

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