Attaque à outrance - WW1 Gold Beta AAR

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von Jorrig » So 30.05.2010, 11:38

Auf keinen Fall nehme ich das übel!
Ich fand die Steuerung auch nicht sehr intuitiv. Ich habe aber, ehrlich gesagt, jahrelang fast ausschliesslich Paradox-Spiele gespielt. Dort war es auch bei neuen Titeln sehr einfach, die Steuerung zu verstehen (weil sie überall ähnlich war). Hier ist nun manches etwas anders. Sobald man sich aber daran gewöhnt hat, ist es eigentlich gar nicht so übel. Ich rechne ausserdem stark damit, dass sich einige unschöne Kleinigkeiten noch verbessern werden.
Ich will heute auch noch für ein Update des AARs sorgen, versprochen!

von Mortimer » Sa 29.05.2010, 15:59

Jerobeam II. hat geschrieben:Leider ist das schöne Spiel für den zeitbeschränkten Neueinsteiger (ich habe noch keine Erfahrungen AGEOD-Produkten) zu komplex... die Zeit, die vielen Seiten Handbuch zu lesen, habe ich nicht. Ich hatte mich gefreut, ein Spiel zu sehen, wo ich am Tag mal ein paar Runden machen kann und dann am nächsten Tag oder später wieder. :( Gibt es hier in der Nähe einen Fachmann, der mich mal einweisen kann (Mortimer?)?
Werter Jerobeam, der Ratschlag von Jorrig ist durchaus praktikabel. Ich habe auch eine 4-Spieler-Partie angefangen und steuere selbst nur die Franzosen. Das macht es überschaubar. Durch Experiment mit den Optionen kommt man mit der Zeit weiter. Es gibt für den Schnelleinstieg auch das abgespeckte Handbuch der Erstfassung. Ich würde nur ausgewählte Kapitel im großen Handbuch lesen (Ökonomie und Diplomatie z.B.) bzw. es konsultieren, wenn etwas unklar bleibt. Leider ist die Steuerung insgesamt nicht gerade intuitiv, das hat sich auch in der Gold Edition nicht geändert.

Als Ergänzung bzw. Alternative kann ich "Guns of August" von Matrix Games empfehlen. Die Spielmöglichkeiten sind in etwa die gleichen, aber bei GoA ist einiges abstrakter gehandhabt.

Ich habe vor Jahren einmal einen kleinen AAR dazu geschrieben. Ich hoffe, der werte Jorrig nimmt es mir nicht übel, wenn ich den Link dazu an dieser Stelle einfüge:

http://www.si-games.com/forum/showthread.php?t=14062

von Jorrig » Sa 29.05.2010, 14:00

Lest doch einfach den AAR, bzw. den anderen, den ich zur ersten Version des Spiels geschrieben hatte. Da habe ich auch viel über das Spiel selbst geschrieben.
Ansonsten finde ich, dass man ziemlich gut einfach drauflosspielen kann. Klar, man macht dann kleine Anfängerfehler, aber das Spiel insgesamt verzeiht einem das schon. Frankreich ist eigentlich eine gute Anfangswahl. Die Ostfront kann man ignorieren, man kann sich gemeinsam mit dem Briten auf die Westfront konzentrieren und sogar Kolonien und Flotte etwas vernachlässigen (zu Anfang zumindest). Das Handbuch nutze ich immer nur als Nachschlagewerk, wenn ich etwas nicht verstehe. Es ist wirklich zu umfangreich und zu detailliert, als dass man es sich einfach so von vorne bis hinten durchlesen könnte. Insgesamt gibt es das Spiel schon gut her, jeden Abend ein paar Runden zu spielen.

von Jerobeam II. » Sa 29.05.2010, 10:17

Leider ist das schöne Spiel für den zeitbeschränkten Neueinsteiger (ich habe noch keine Erfahrungen AGEOD-Produkten) zu komplex... die Zeit, die vielen Seiten Handbuch zu lesen, habe ich nicht. Ich hatte mich gefreut, ein Spiel zu sehen, wo ich am Tag mal ein paar Runden machen kann und dann am nächsten Tag oder später wieder. :( Gibt es hier in der Nähe einen Fachmann, der mich mal einweisen kann (Mortimer?)?

von Jorrig » Sa 29.05.2010, 08:38

Mortimer hat geschrieben:Der letztere Punkt war mir noch nicht bekannt. Ich muß wohl doch einmal das Kapitel im Handbuch nachschlagen. Es waren auch Länder dabei, die sich definitiv noch im Frieden befanden (England, Italien, USA). Ich meine, daß einer der Diplomaten aus der Sonderphase noch vorhanden war. Tauchen die aufgrund von Beeinflußung Verschwundenen eigentlich wieder auf?
Nein, die sind "verbraucht". Man bekommt aber in jeder Runde neue Diplomaten nach, man kann sogar welche "bauen", bzw. ausbilden, wenn einem das nicht genug ist. Wenn man möchte, kann man sich vorstellen, dass die Diplomaten von ihrer Mission nach Hause zurückkehren und auf den nächsten Einsatz warten.
Die Anzahl der Diplomaten hängt übrigens teilweise sogar vom militärischen Erfolg ab.
Falls es wirklich zu einem "Verschwinden" kommen sollte, bitte dokumentiert das (Save vorher, Save nachher), damit der Entwickler sich das anschauen kann. Meistens wird dort ja sehr schnell geholfen.

von Mortimer » Fr 28.05.2010, 15:16

Jorrig hat geschrieben:Hm, wohin habt Ihr sie denn entsandt? Vielleicht in ein Land, welches in der Runde in den Krieg eingetreten ist (z.B. Serbien oder GB)? Oder in ein Land, welches die Mittelmächte zu beeinflussen versuchten (dann würden Eure Diplomaten auch verschwinden, da sie versuchen würden, die Aktionen des Feindes zu vereiteln)?
Der letztere Punkt war mir noch nicht bekannt. Ich muß wohl doch einmal das Kapitel im Handbuch nachschlagen. Es waren auch Länder dabei, die sich definitiv noch im Frieden befanden (England, Italien, USA). Ich meine, daß einer der Diplomaten aus der Sonderphase noch vorhanden war. Tauchen die aufgrund von Beeinflußung Verschwundenen eigentlich wieder auf?

von Jorrig » Do 27.05.2010, 23:59

Hm, wohin habt Ihr sie denn entsandt? Vielleicht in ein Land, welches in der Runde in den Krieg eingetreten ist (z.B. Serbien oder GB)? Oder in ein Land, welches die Mittelmächte zu beeinflussen versuchten (dann würden Eure Diplomaten auch verschwinden, da sie versuchen würden, die Aktionen des Feindes zu vereiteln)?

von Mortimer » Do 27.05.2010, 23:22

Wenn ich eine Frage an den werten Jorrig einwerfen darf: Im August 14 gibt es doch diese gesonderte Diplo-Phase. Mir ist jetzt folgendes aufgefallen: Einige der Diplomaten, die ich in der Sonderphase aussende, verschwinden in der ersten regulären Diplomatiephase! D.h. sie sind weder im entsprechenden Zielland noch in der Heimat auffindbar. Habt Ihr das auch schon beobachtet? Erfolgt das nach einer Regel, mache ich etwas falsch oder handelt es sich schlicht um einen Bug?

August 1915

von Jorrig » Mo 24.05.2010, 09:05

Wir konzentrieren unsere diplomatischen Bemühungen auf Belgien, um es zum Kriegseintritt zu bringen. Bisher aber noch erfolglos, wir haben aber Durchmarschrecht erhalten.

Vielleicht eine kurze Übersicht über die Westfront:

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Eingezeichnet sieht man schon meine Planungen für diese Runde. Deutsche Restarmeen stehen noch in Briey und Strassburg. Die in Briey ist aber eingeschlossen und dürfte nicht lange überleben. So geschah es auch in der Tat. Die Deutschen hatten zwar die Initiative und konnten sie somit zumindest wegziehen, sie kamen aber nur zwei Provinzen weit. Dort waren sie weiterhin von allem Nachschub abgeschnitten, und somit wurde die III. Armee vollständig vernichtet! Die Festungen in Thionville und Strassburg werden noch belagert, sie konnten auch im Augustzug nicht erobert werden. In Strassburg muss erst die I. Armee mit der Artillerie eintreffen, zudem ist die Festung stärker. Thionville dürfte schnell fallen, das wird ein Erholungsjob für die I. Britische Armee, die ziemlich schlecht Verluste ersetzen kann (keine Wehrpflicht = nur 3 RP pro Runde).
Die Attacke auf die Pfalz ist der letzte Stein in der langen Kette der Rheinlinie. Sie wurde unverzüglich durchgeführt, und die Deutschen mit der Karte "Sabotage" gleichzeitig im Nachschub behindert. Wenn es geht, werde ich auch gleich nachsetzen und noch vor dem Winter über den Rhein setzen. Im Süden ist das vielleicht schon möglich, oben muss die Front noch etwas verlängert werden. Aachen und Duisburg sind noch linksrheinisch und unbesetzt.
Man sieht leider auch, dass die KI noch ein paar Schwächen hat. Die unbesetzten Provinzen rechts des Rheines, die ich schon lange geräumt hatte, hat die KI immer noch nicht erobert. Ich denke aber, dort wird bald nachgebessert.
Aus dem Osten gibt es noch eine überraschende Nachricht: Russland hat Posen erobert! Neuigkeiten und eine Aktualisierung von dort gibt es auch bald.

Juli 1915

von Jorrig » So 23.05.2010, 18:52

Die Vorphasen liefen relativ uninteressant ab, ein bisschen Diplomatie ohne grosse Entscheidung (Belgien kam etwas zur Entente, Schweden zu den Mittelmächten), ein paar Events, aber nichts weiter. Dafür sah aber die militärische Situation ganz gut aus. Ich hatte die Entente durch Verstärkungen und Positionierungen so gut aufgestellt, dass ich mich stark genug für einen Angriff fühlte. Es gab genug Munition für die Artillerie, zudem waren beim Deutschen Munition und Rekruten knapp. Aber wenn schon, dann richtig!
Ich befahl also den Angriff der I. Britischen Armee auf Briey. Die II. Britische Armee sollte Thionville angreifen, und die IV. Französische Armee auf das Saarland vorrücken. Zusätzlich sollte das unbesetzte Mainz eingenommen werden und die I. Französische Armee direkt weiter auf Strassburg vorrücken.
Falls die Angriffe glücken sollten, dürfte die Rheinlinie in diesem Jahr machbar sein.

Gleich voraus: Die Deutschen hatten Schützengräben erforscht, es würde also blutig werden. Und das wurde es auch. Als Beispiel das Ergebnis der Schlacht um Briey:

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Aber was zählt, ist der Sieg!
Interessanterweise zählte die Schlacht um Thionville zur Grossoffensive auf Speyer, obwohl es nicht in der Nähe lag und auch keine der Armeen beteiligt war.

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Wir gewannen auch diese Schlacht.
Die Schlacht um das Saarland war wieder um einiges blutiger, aber auch da konnten wir dank unserer Reserven obsiegen:

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Der NW von Frankreich schoss nach diesem Monat auf 40 hoch, das Land ist in Hochstimmung. Bald schon werden wir ganz Elsass-Lothringen befreit haben. Vive la France!

Juni 1915

von Jorrig » So 23.05.2010, 13:07

In der Eventphase spiele ich das Event "Propaganda". Ein sehr hilfreiches Event, denn wenn ich politische Propaganda wähle, schiebt mir das die Einstellung des Parlaments um ein Feld Richtung "Burgfrieden". Ich wende es also auf England an, was damit wieder in der Mittelstellung liegt.

Im Militärzug verhielt ich mich eher defensiv. Die I. Armee griff allerdings Mühlhausen an, da dort nur eine Unterabteilung der VI. deutschen Armee stand. Der Kampf konnte unter geringen Verlusten gewonnen werden. Zusätzlich griff die I. Britische Armee in St. Mihiel an, um das Terrain von den Deutschen zurückzuerobern und unser GHQ zu sichern. Ich hatte die Initiative, daher war das kein Problem. Sonst wurde aufgerückt und Fronten geschlossen. Auch die Schlacht um St. Mihiel ging erfolgreich aus ohne allzu grosse Verluste. Die Deutschen zogen sich nach Briey zurück.

Mai 1915

von Jorrig » So 23.05.2010, 12:23

Interphase

Ich spiele mittlerweile mit dem aktuell releasten Patch 1.08C, zu finden hier:
http://www.ageod-forum.com/showthread.php?p=177963
Ich bin in der Interphase, hier wird vor allem Politik gespielt und auf das Budget geguckt.
GB ist in einer etwas schwierigen Situation mit Rebellionen in Nigeria und Irland, weswegen ich dreimal "Restore Order" wähle, dazu versuche ich, die Wehrpflicht einzuführen und das Parlament zu stärken. Das Parlament soll auch in Frankreich gestärkt werden, sonst habe ich dort mehr Freiheiten. Ich bitte also um eine Kriegsanleihe, versuche, die Moral zu verbessern und rufe d'Annunzio zu einer Rede im Parlament auf, um Italien zum Kriegseintritt zu bewegen. Um Italien noch mehr zu beeinflussen, erkenne ich ihre Kriegsziele an. Das kostet mich erstmal gar nichts, sollte sie mir aber gewogener stimmen.
Insgesamt war diese Phase ein ziemlicher Fehlschlag. Die Initiativen Richtung Italien brachten gar nichts, auch die Parlamente konnten nicht gestärkt werden. Immerhin wurde England seine Rebellen los. Immerhin war die Kriegsanleihe mit 30 EP ein ziemlicher Erfolg.
Die Deutschen erklärten den U-Boot-Krieg als Antwort auf die Seeblockade, die langsam zu wirken beginnt. Das Reich hat nur noch 10 EP durch die Blockade bekommen. Weniger Schiffe kommen durch, und bald sollte es auch effektiv EP durch die Blockade verlieren.

Der NW wurde hier wie gewöhnlich stark verändert. Frankreich steht momentan mit 30 am besten da, GB sieht mit 22 schon schlechter aus. Russland ist aber auch noch bei 24, es sieht also ganz gut aus für die Entente. Deutschland ist mit 25 und einem starken Parlament auch noch gut dabei, Österreich allerdings mit nur 5 praktisch am Boden.

von Graf Radetzky » Mo 17.05.2010, 02:28

Danke für den AAR., Ich verfolg ihn gespannt.

Mai 1915

von Jorrig » So 16.05.2010, 13:28

Dieser Monat steht natürlich ganz klar im Zeichen der ersten Grossoffensive an der Westfront. Die komplette II. Armee wurde auf Speyer gezogen, ebenso eine Abteilung der III. Armee (es müssen mindestens zwei Armeen beteiligt sein, sonst ist es keine GO). Dadurch werden natürlich Provinzen entblösst. Teilweise versuche ich, das wieder durch andere Armee-Abteilungen abzudecken, ganz ist das aber nicht möglich. Ich habe aber die Initiative in dieser Runde, und die Deutschen sind eher passiv.
Sonst wird nur der Ring um die deutschen Stellungen in Lothringen dichter gezogen, aber kein Angriff befohlen.

Die französischen Flieger bekommen aber wieder eine Aufklärungsmission und stossen wieder einmal mit den Deutschen zusammen, wieder über der Saar, dem Stützpunkt ihres GHQs. Unsere Jäger sind wieder zahlenmässig überlegen und können den Gegner empfindlich treffen. Dabei zeichnete sich ein junger Franzose besonders aus:

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Dummerweise wurde der junge Guynemer danach etwas übermütig und kehrte schliesslich mit einer beschädigten Maschine nach Nancy zurück. Sein Flugzeug soll sofort ausgebessert werden.

Nun zu Speyer. Vor jeder GO wählt man eine Taktik aus. Es gibt da die verschiedensten Möglichkeiten, u.a. Kampfgas, Feuerwalzen, Blitzbombardement, taktische Luftunterstützung usw. Vieles davon muss erst durch Erforschen der passenden Technologie freigeschaltet werden. Der Russe forscht immer noch am ersten Kampfgas, daher habe ich die Möglichkeit nicht. Auch Artillerie haben wir kaum, im Prinzip bleibt uns nichts anderes übrig, als den Feind durch Menschenmassen mit der Waffe in der Hand zu überrennen. À l'attaque!

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Der Feind wählt die Verteidigung auf dem Fleck, auf dem er steht. Sehr vernünftig, hätte ich auch gemacht. Er hat leichte Geländevorteile, aber solange er nicht wirklich massiv Truppen dort konzentriert hat, sollte die Offensive erfolgreich ausgehen.
GOen werden immer automatisch auf beiden Flanken ausgetragen. Das sind im Prinzip unabhängige Schlachten, man kann keine Einheiten von rechts nach links rüberschieben, z.B. Da ich nur eine Artillerieeinheit habe, heisst das, dass eine Flanke komplett ohne Artillerie auskommen muss.
Sobald man eine Teilschlacht komplett gewonnen hat, können die Einheiten da nichts mehr machen, die andere Flanke bekommt aber den Bonus für den Flankenangriff. Man kann sich also eigentlich nicht leisten, eine Flanke gar nicht zu besetzen.

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Es stellt sich heraus, dass in Speyer nur zwei Korps zur Verteidigung standen. Die können wir schnell überrennen und Speyer besetzen.

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Da stellt sich dann irgendwann die Frage: Warum macht man sich die Mühe überhaupt, wenn man mit Verteidigen doch wesentlich bessere Resultate erzielt? Schliesslich ist Speyer im Spiel auch ziemlich wertlos, keine NW, keine Produktionspunkte etc. Die Antwort ist einfach: Für erfolgreiche Grossoffensiven bekommt die jeweilige Nation +10 NW! Das kann die Stimmung im Land erheblich verbessern. Zudem verlangt die Öffentlichkeit jährlich nach Grossoffensiven. Sie mag es nicht, wenn die Truppen einfach herumhocken und warten. Wenn man also keine durchführt, gibt es am Ende des Jahres -5 NW und einen Kriegsmüdigkeitstest mit einem unschönen Modifikator.
Ich gebe zu, meine Grossoffensive war ein kleiner Testlauf, weil ich selbst nicht so gut wusste, wie sie funktioniert. Falls möglich werde ich noch eine weitere 1915 durchführen - vielleicht mit den Briten auf Thionville oder aber auf Mühlhausen oder Strassburg.

Die Deutschen griffen nämlich weiter an, in St. Mihiel, offenes Gelände und nur ein paar britische Hilfstruppen anwesen. Die Briten schlugen sich tapfer, mussten aber am Ende zurückweichen.

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Der Verlust der Region ist nicht kritisch, die Deutschen rücken damit aber bis auf eine Region an mein GHQ heran. Das dürfen sie natürlich auf gar keinen Fall angreifen. Sie begeben sich aber auch selbst in eine prekäre Lage, da sie vom Rest der Truppen praktisch abgeschnitten sind. Ich rechne damit, dass sie sich wieder zurückziehen.

Die II. Armee Grossbritanniens ist in St. Quentin eingetroffen und bewegt sich per Eisenbahn mit vier Korps schnell an die Front. Sobald sie ihre Stellungen bezogen hat, wird es dort wesentlich entspannter aussehen für die Westmächte.

Im Osten passierte nicht viel Neues, ein paar Schlachten, aber nichts Weltbewegendes.
Anfang der nächsten Militärphase werde ich die aktuelle Frontlinie noch einmal zeigen, bis dahin werden auch einige poltische und diplomatische Veränderungen eintreten.

von Jorrig » So 16.05.2010, 12:14

Meine Bewegung war sehr defensiv, da ich momentan nicht viele RP bekomme und noch etwas für eine Grossoffensive sparen muss. Die Doktrin ist Feuerkraft, damit ist es nicht mehr lang bis zum Stellungskrieg. Die Briten rücken langsam auf die Deutschen vor. Langsam, weil ich nicht die Initiative habe und der Deutsche den Armeen dort immer Bewegungsbefehle gibt. Ich will möglichst vermeiden, in deren Armeen reinzulaufen, was für mich sicherlich in einer Katastrophe enden würde. Zumal die Briten noch fast ohne Kommando sind. Die I. Armee mit dem BEF kann nicht die ca. 12 Divisionen dort alle befehligen. Ich hoffe dort auf baldige Abhilfe durch General French. Der französische Keil auf den Rhein wird auch verbreitert, Trier durch eine Abteilung der IV. Armee gesichert.
Das lief auch alles gut, es gab keine Kämpfe an der Westfront. Keine Kämpfe? Fast! Denn die französische Luftwaffe stiess auf ihrer Aufklärungsmission über Saarbrücken auf feindliche Flugzeuge!

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Unsere Jagdflieger konnten die Deutschen in der Luft gefährlich anschiessen, so dass sie sich schliesslich zurückziehen mussten!

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Die Luftschlachten laufen also ähnlich ab wie die Landschlachten. Seeschlachten sind ähnlich, nur noch etwas komplizierter. Falls die kaiserliche Marine einmal auslaufen sollte, gibt es davon sicher etwas zu berichten!
Im Osten konnten die Deutschen die Festung Novo-Irgendwas knacken, es gab mehrere kleinere Schlachten, und die Russen belagern Krakau. Mit zwei Infanteriekorps kann man das aber nicht ernsthaft Belagerung nennen. Trotzdem, wenn der Ösi sie dort nicht rauswerfen kann, wird die Festung irgendwann fallen (es wird gewürfelt: Ich bin mir nicht sicher, ob es ein W10 oder 2W6 sind, man braucht als Ergebnis aber eine 10. Jede Festung hat einen Widerstandswert, der wird vom Ergebnis abgezogen. Strassburg hat z.B. -4. Wenn man eine 10 würfelt, wird also eine 6 daraus. Jede belagerte Runde gibt aber ein +1, d.h. nach 4 Runden wäre der Effekt weg. Artillerie kann die Festung zudem beschädigen, wodurch dieser Widerstandswert geringer wird. Mit Belagerungsartillerie fallen die Festungen meist sofort oder in der darauffolgenden Runde).

Diplomatisch war die Runde interessanter. Ich schickte eine Mission nach Japan, um diese zum Kriegseintritt zu bewegen. Japan beanspruchte daraufhin die deutschen Kolonien in Ostasien. D.h., sie stehen kurz davor zu kämpfen! Deutschland schickte seine Diplomaten nach Bulgarien, mit dem Ergebnis, dass Bulgarien der Entente den Krieg erklärte. Serbien dürfte es nun mit einer zweiten Front im Rücken schwer haben.

Es wird Frühling, und die Grossoffensive kann beginnen!

März-April 1915

von Jorrig » So 16.05.2010, 12:03

Ich berichte nun von einem anderen Spiel mit völlig anderen Voraussetzungen. Das Spiel wurde in der Betaphase noch mehrmals stark verbessert, so dass ich denke, dass sich das lohnt.

Kurz zur Vorgeschichte:

Kriegspläne wurden ganz unterschiedlich gewählt. Ich habe denselben genommen, aber Deutschland hat seine Armeen lieber nach Osten geworfen und im Moltke-Plan Russland angegriffen. Russland wiederum hat den Zarenplan genommen (so ein Misch-Masch, leichter Angriff auf Ostpreussen, aber nicht volle Kraft), Österreich hab ich vergessen, ist eh unwichtig. :)
Dementsprechend war Belgien neutral und die starken deutschen Armeen im Osten. Es sprach also nichts gegen die Offensive an der Westfront! GB blieb im August neutral, ich war also zwei Runden (früher August und August) alleine. Trotzdem wurde voller Angriff befohlen, und tatsächlich konnte in der Mitte zwischen Saarbourg und Metz ein Durchbruch erzielt werden, der die französischen Armeen sogar bis über den Rhein trug. Die Stellungen dort mussten aber im Winter wieder geräumt werden, um sie nicht der Einschliessung durch deutsche Armeen presizugeben. Die Deutschen versuchten mehrfacht, im Norden bei Longwy durchzubrechen, konnten aber zumindest in Schach gehalten werden. Französische Angriffe auf Strassburg und Mühlhausen scheiterten kläglich, da die Deutschen dort massive Streitkräfte versammelt hatten.
Ab September trat auch GB auf Seiten der Entente in den Krieg ein und sandte Truppen nach Frankreich. Das Osmanische Reich blieb bis zum aktuellen Spielstand neutral, ebenso Italien und alles andere.
Im Osten ist die Situaiton unklarer. Deutschland konnte einige Fortschritte machen und ein paar Grenzfestungen der Russen stürmen. Die Front steht dort aber, und bis Warschau ist der Deutsche noch nicht gekommen. In Österreich hat der Russe Galizien und Ruthenien besetzt, es gab heftige Kämpfe um Lemberg, was aber schliesslich von Österreichern zurückerobert werden konnte.
Serbien hat Belgrad zunächst verloren, konnte es aber zurückerobern, dort wird weiterhin gekämpft.
Hier ein kleiner Überblick mit den poltischen Karten:

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Die IV. und V. Armee konnten durch Luxemburg bis ins Ruhrgebiet ziehen. Köln und Bonn sind besetzt, und auch davor sind keine Verteidiger in Sicht. Ich will die Front aber nicht zu lang machen und rücke daher noch nicht weiter vor. Ziel ist die Front am Rhein. Die Engländer bemühen sich, die deutsche IX. Armee und IV. Armee aus Lothringen zu vertreiben. Evtl. kann man sie sogar einkesseln, sollte ein Angriff auf ihr GHQ in Thionville gelingen. Das hatte die IV. Armee schon einmal versucht, war aber kläglich dabei gescheitert. Speyer, Strassburg und Mühlhausen sind die anderen Städte, die uns zur Rheinfront fehlen. Speyer soll das Ziel einer ersten Grossoffensive werden, um die deutsche Verteidigung zu testen.

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Die KI bemüht sich hier redlich, eine einheitliche Front herzustellen. Das wird aber sicher noch ein paar Züge dauern, bis es auch nach einer aussieht. :)

Die anfängliche Hurra-Stimmung ist merklich gedämpft. Die Stimmung des Parlaments in Deutschland ist um ein Kästchen nach links, in Frankreich um zwei und in England gar um drei nach links gerückt. Nationaler Wille in GB, DR, Russland und Frankreich ist über 20, aber meist unter 30, der von Österreich teilweise sogar auf 8 unten. Unter 20 beginnt die Instabilitätszone, da sollte man nach Möglichkeit nicht lange bleiben! Es brechen Streiks aus Desertionen und lauter weiter unfreundliche Dinge.

Kurz zu den Kolonien: Togo und Ostafrika konnten erobert werden. In Kamerun hat die KI meines Erachtens gemogelt und in der Redeployment-Phase dort reguläre Truppen hingestellt, trotz Blockade. Daher wird Kamerun wohl nicht so schnell fallen, ist aber auch nicht so wichtig. (Das DR hat auch Truppen nach Tsingtao gestellt, das ist sicher auch nicht erlaubt.)

So, auf in die nächste Runde!

von Jorrig » Sa 15.05.2010, 18:58

So, mittlerweile bin ich wieder im März 1915 angelangt. Es ist dank anderer Kriegspläne nun ein völlig anderes Spiel, aber das macht hoffentlich nichts. :) Ich hatte mehrere Anläufe genommen, und jedes Mal war der Spielverlauf komplett verschieden. Das spricht meines Erachtens eher für das Spiel. Im jetzigen Spielverlauf hat sich der Deutsche auf den Russen gestürzt, woraufhin die Franzosen in die Offensive gingen. Sobald ich etwas Zeit finde, werde ich detaillierter berichten und die weiteren Aktionen vorstellen.

von Graf Taaffe » Fr 14.05.2010, 10:39

Werter Jorrig!
Jorrig hat geschrieben:Ich habe leider beim Spielen festgestellt, dass ich mit einem ziemlich alten Patchlevel der Beta-Version gespielt habe. Ich versuche gerade, auf einen ähnlichen Stand zu kommen mit dem Release-Patch und werde dann weiter berichten. Das hat Sinn, weil die KI einige deutliche Verbesserungen erhalten hat. In meinem neuen Spiel macht mich die KI regelrecht fertig. Das gefällt mir sehr gut!
Wegen Eures, wie immer großartigen AAR's, habe ich mir gleich das Gold upgrade kit zugelegt. :D Und ich habe es nicht bereut :D

Danke und

herzliche Grüße

GT

von the general » Do 13.05.2010, 23:22

Masochist! :D Hoffe das es bald weitergeht, mit diesem oder einem Nachfolgespiel. :)

von Jorrig » Do 13.05.2010, 13:16

Ich habe leider beim Spielen festgestellt, dass ich mit einem ziemlich alten Patchlevel der Beta-Version gespielt habe. Ich versuche gerade, auf einen ähnlichen Stand zu kommen mit dem Release-Patch und werde dann weiter berichten. Das hat Sinn, weil die KI einige deutliche Verbesserungen erhalten hat. In meinem neuen Spiel macht mich die KI regelrecht fertig. Das gefällt mir sehr gut!

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