von Arminus » Fr 15.01.2010, 21:17
Werter Smokey, ich muss leider alle Argumente zurückweisen, da diese schlicht und ergreifend falsch sind.
Dänemark, Schweden, Norwegen, Böhmen, Ungarn (und auch Polen) sind allesamt Monarchien, wo der Hochadel entscheidenden Einfluss auf die Sukzession hatte. Und warum sollten sich ausgerechnet diese starken Vasallen die ganze Zeit auswärtige Herrscher wählen. Natürlich ist Frankreich ein Land mit sehr starken Herzogen, aber wieso gab es dann so viele, die zu gewissen Zeitpunkten den englischen König dabei unterstützten, den französischen Thron zu ersteigen. Kultur, und noch extremer, Nationalität sind im Mittelalter von so geringer Relevanz in der Legitimität eines Herrschers. Religion und vor allem Verwandtschaftsgrad waren da immer stärker.
Und wieso denkt Ihr eigentlich, dass das ausgerechnet in Deutschland anders wäre? Ottokar II. Přemyslid, König von Böhmen, war ein ziemlich gewichtiger Kandidat für die deutsche Krone. Und er ist es nicht etwa deswegen nicht geworden, weil er Tschesche war, sondern weil er viel zu mächtig und gierig war, als das die deutschen Herzöge ihn hätten wollen. Da nahm man doch lieber dieses unbedeutsame Geschlecht aus dem Aargau. Habsburger oder wie die hießen...
Im Interregnum gab es zwischenzeitlich zwei Thronanwärter, die beide nicht sehr deutsch waren, Alfonso von Kastillien und Richard von Cornwall. Und beide hatten zwischenzeitlich Unterstützung vom deutschen Hochadel. (Die auschließende Bezeichnung Herzöge ist im übrigen schon im Zeitraum CKs zu undifferenziert, um diese Elite zu bezeichnen)
Das im Endeffekt nur Deutsche Kaiser wurden (sieht man mal von Karl V. ab), hat imho mehr damit zu tun, dass das Reich nun mal ein riesiges Ungetüm war, dass nur schwer aus der Ferne zu sichern war, zumal es äußerst überschaubares Krongut gab, von dem man leben konnte. Und wenn die deutschen Kurfürsten schon gewisse Wahlpräferenzen hatten, dann sicherlich keine kulturellen. Da war es doch viel wichtiger, dass der Kaiser gewisse Aufgaben der Reichssicherung (nach innen und außen) erfüllen konnte, ohne gleichzeitig zu mächtig zu werden.
Werter Smokey, ich muss leider alle Argumente zurückweisen, da diese schlicht und ergreifend falsch sind.
Dänemark, Schweden, Norwegen, Böhmen, Ungarn (und auch Polen) sind allesamt Monarchien, wo der Hochadel entscheidenden Einfluss auf die Sukzession hatte. Und warum sollten sich ausgerechnet diese starken Vasallen die ganze Zeit auswärtige Herrscher wählen. Natürlich ist Frankreich ein Land mit sehr starken Herzogen, aber wieso gab es dann so viele, die zu gewissen Zeitpunkten den englischen König dabei unterstützten, den französischen Thron zu ersteigen. Kultur, und noch extremer, Nationalität sind im Mittelalter von so geringer Relevanz in der Legitimität eines Herrschers. Religion und vor allem Verwandtschaftsgrad waren da immer stärker.
Und wieso denkt Ihr eigentlich, dass das ausgerechnet in Deutschland anders wäre? Ottokar II. Přemyslid, König von Böhmen, war ein ziemlich gewichtiger Kandidat für die deutsche Krone. Und er ist es nicht etwa deswegen nicht geworden, weil er Tschesche war, sondern weil er viel zu mächtig und gierig war, als das die deutschen Herzöge ihn hätten wollen. Da nahm man doch lieber dieses unbedeutsame Geschlecht aus dem Aargau. Habsburger oder wie die hießen...
Im Interregnum gab es zwischenzeitlich zwei Thronanwärter, die beide nicht sehr deutsch waren, Alfonso von Kastillien und Richard von Cornwall. Und beide hatten zwischenzeitlich Unterstützung vom deutschen Hochadel. (Die auschließende Bezeichnung Herzöge ist im übrigen schon im Zeitraum CKs zu undifferenziert, um diese Elite zu bezeichnen)
Das im Endeffekt nur Deutsche Kaiser wurden (sieht man mal von Karl V. ab), hat imho mehr damit zu tun, dass das Reich nun mal ein riesiges Ungetüm war, dass nur schwer aus der Ferne zu sichern war, zumal es äußerst überschaubares Krongut gab, von dem man leben konnte. Und wenn die deutschen Kurfürsten schon gewisse Wahlpräferenzen hatten, dann sicherlich keine kulturellen. Da war es doch viel wichtiger, dass der Kaiser gewisse Aufgaben der Reichssicherung (nach innen und außen) erfüllen konnte, ohne gleichzeitig zu mächtig zu werden.