von ulysses » Sa 27.01.2007, 17:19
Firenwolf hat geschrieben:Ein Bote des Kurfürsten von Sächsisch-Thüringen kam nach langem Ritt an den kaiserlichen Gerichtshof, damit dieser seine Bedenken über die neue Verfassung des Erzbistums äußern kann und wenn nötig zweifelhafte Punkte abzuändern.
Zu Liebfrauenberg im Herzogtum Dreihafen, denn dorthin wandte sich der Bote aus Sächsisch-Thüringen wohl, nahm der Herzog die Eingabe des Erzbischofs entgegen. "Gut Recht will gut Recht bleiben", räuspert sich der Herzog. "Recht hat er nun gethan, sein Schriftwerk prüfen zu lassen." Dem Boten gab er mit: "Sag Deinem Herren, wir werden seine Eingabe sorgfältig prüfen und dem Kolleg vorlegen; wir hoffen schon bald, daß hohe, berufene Kaiserliche Gericht an geeignetem Ort, zu geeigneter Zeit tagen zu sehen, und werden ihn sobald möglich über Ort und Tag in Kenntnis setzen, wo er Seine Auffassung darlegen kann. Wir möchten ihm nur anraten, bis zum Spruch, das ganze Ding zurückzuziehen."
Alsbald ging der Herzog daran, mit seinem Kanzler zu beraten, wie das Gericht zu besetzen sein wird. Bei der Anklage eines Reichsfürsten des Rechtsbruches wäre dies klar - ein kirchlicher und ein weltlicher Kurfürst, dazu je drei weitere Herren wären zu Schöffen zu berufen; nun wird Johann prüfen müssen, ob es Präzedenzfälle für ein solches Gutachten gibt ...
[quote="Firenwolf"]Ein Bote des Kurfürsten von Sächsisch-Thüringen kam nach langem Ritt an den kaiserlichen Gerichtshof, damit dieser seine Bedenken über die neue Verfassung des Erzbistums äußern kann und wenn nötig zweifelhafte Punkte abzuändern.
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Zu Liebfrauenberg im Herzogtum Dreihafen, denn dorthin wandte sich der Bote aus Sächsisch-Thüringen wohl, nahm der Herzog die Eingabe des Erzbischofs entgegen. "Gut Recht will gut Recht bleiben", räuspert sich der Herzog. "Recht hat er nun gethan, sein Schriftwerk prüfen zu lassen." Dem Boten gab er mit: "Sag Deinem Herren, wir werden seine Eingabe sorgfältig prüfen und dem Kolleg vorlegen; wir hoffen schon bald, daß hohe, berufene Kaiserliche Gericht an geeignetem Ort, zu geeigneter Zeit tagen zu sehen, und werden ihn sobald möglich über Ort und Tag in Kenntnis setzen, wo er Seine Auffassung darlegen kann. Wir möchten ihm nur anraten, bis zum Spruch, das ganze Ding zurückzuziehen."
Alsbald ging der Herzog daran, mit seinem Kanzler zu beraten, wie das Gericht zu besetzen sein wird. Bei der Anklage eines Reichsfürsten des Rechtsbruches wäre dies klar - ein kirchlicher und ein weltlicher Kurfürst, dazu je drei weitere Herren wären zu Schöffen zu berufen; nun wird Johann prüfen müssen, ob es Präzedenzfälle für ein solches Gutachten gibt ...