von Kharon » So 11.06.2006, 16:35
Da man sich mit Russland im Krieg befand, wurde der Gesandte natürlich nicht zum König vorgelassen. Er musste seine Nachricht vorher abgeben und stehend auf die Antwort warten. Es verging eine ganze Weile, die dem Boten wie eine Ewigkeit vorkam, ehe man ihm ein Antwortschreiben in die Hand drückte, denn es war nicht einfach gewesen, den jungen König davon zu überzeugen, die Beleidigungen des ersten Satzes vorerst unbeantwortet zu lassen.
Zar Peter I.
Wenn dieser Krieg bereits so lange andauert und unsere Feinde so übermächtig sind, dann ist es nur erstaunlich, dass noch kein einziger Soldat unseres Gegners Allianz bis zum heutigen Tage auch nur einen Fuss auf schwedischen Boden gesetzt hat. Das Kräfteverhältnis erscheint uns eher nachteilig für Eure Seite, daher sei den Armeen ihr Zögern verziehen, denn jeder schwedische Soldat kann es sehr gut mit fünf seiner Feinde aufnehmen.
Seid versichert, dass das schwedische Volk mehr zu leisten im Stande ist, als jedes andere Volk Europas. Es wird solange die Lasten des Krieges erdulden, bis die Aggressoren ihrerseits die Sinnlosigkeit ihres Vorhabens einsehen.
Nun da selbst Russland offen die unerreichbaren Ziele Dänemarks als Forderungen an uns richtet und mit diesem inakzeptablem Angebot jegliche Aussichten auf einen schnellen Frieden mit Füssen tritt, sei darauf hingewiesen, dass das Königreich Schweden sich erst ergeben und selbst dann keine Ruhe geben wird, wenn das letzte Dorf verloren und der letzte Soldat des Kämpfens unfähg ist. Bis dahin rechnet mit entschlossener Gegenwehr der schwedischen Armeen, des gesamten schwedischen Volkes, dem nichts mehr widerstreben würde, als unter einer fremden Krone zu dienen.
gez. Karl XII. König von Schweden
[color=RoyalBlue][font=Century Gothic]
Da man sich mit Russland im Krieg befand, wurde der Gesandte natürlich nicht zum König vorgelassen. Er musste seine Nachricht vorher abgeben und stehend auf die Antwort warten. Es verging eine ganze Weile, die dem Boten wie eine Ewigkeit vorkam, ehe man ihm ein Antwortschreiben in die Hand drückte, denn es war nicht einfach gewesen, den jungen König davon zu überzeugen, die Beleidigungen des ersten Satzes vorerst unbeantwortet zu lassen.
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Zar Peter I.
Wenn dieser Krieg bereits so lange andauert und unsere Feinde so übermächtig sind, dann ist es nur erstaunlich, dass noch kein einziger Soldat unseres Gegners Allianz bis zum heutigen Tage auch nur einen Fuss auf schwedischen Boden gesetzt hat. Das Kräfteverhältnis erscheint uns eher nachteilig für Eure Seite, daher sei den Armeen ihr Zögern verziehen, denn jeder schwedische Soldat kann es sehr gut mit fünf seiner Feinde aufnehmen.
Seid versichert, dass das schwedische Volk mehr zu leisten im Stande ist, als jedes andere Volk Europas. Es wird solange die Lasten des Krieges erdulden, bis die Aggressoren ihrerseits die Sinnlosigkeit ihres Vorhabens einsehen.
Nun da selbst Russland offen die unerreichbaren Ziele Dänemarks als Forderungen an uns richtet und mit diesem inakzeptablem Angebot jegliche Aussichten auf einen schnellen Frieden mit Füssen tritt, sei darauf hingewiesen, dass das Königreich Schweden sich erst ergeben und selbst dann keine Ruhe geben wird, wenn das letzte Dorf verloren und der letzte Soldat des Kämpfens unfähg ist. Bis dahin rechnet mit entschlossener Gegenwehr der schwedischen Armeen, des gesamten schwedischen Volkes, dem nichts mehr widerstreben würde, als unter einer fremden Krone zu dienen.
gez. Karl XII. König von Schweden
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