Victoria 3 für Dummies

Antwort erstellen

Bestätigungscode
Gib den Code genau so ein, wie du ihn siehst; Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Smileys
:) :???: :( :rot: :o :smoke: :D :gluck: ;) :prost: :tongue: :rauch: :cool: :heul: :rolleyes: :uhoh: :mad: :nono: :eek: :teufel: :engel: :^^: :schrei: :top: :idee: :ja: :ritter: :frech: :fecht: :feier: :ditsch: :flop: :wirr: :lach: :motz: :nein: :zzz: :doh: :ähem: :amen: :burns: :dumm: :fiedel: :fiesemoep: :geistlicher: :hunger: :opa: :reiter:
Mehr Smileys anzeigen

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Victoria 3 für Dummies

von H34DHUN73R » Mi 20.03.2024, 06:59

Leider ist es häufig das ganze Land oder große Teile davon.

Kann man aber auch brutal ausnutzen und erst mal die ganze Armee feuern und dann eine einzelne Armee neu aufstellen mit Rekruten ausschließlich aus der Hauptregion.
Ist aber auch ein wenig riskant, da der Abbau der Streitkräfte eventuell gierige Nachbarn anlockt.
Eher etwas für die ersten Jahre.

von Vargr » Di 19.03.2024, 20:19

Thema Bürgerkrieg: Da schauen wir immer, wo sich die Regimenter erheben würden. So bekommt man auch einen, leider nicht ganz einfachen, Überblick über die Stärke des Aufstandes bzw. kann sich ausrechnen, wieviele Regimenter einem selber zur Verfügung stehen.

von H34DHUN73R » Di 19.03.2024, 20:09

Vierter Tipp: Know Your Enemy!

Praktisch eine Ergänzung zu Tipp 1, Umgang mit missliebigen IGs

Aller Anfang ist schwer, daher macht Vicky 3 ja auch am meisten Spaß in den Anfangsjahren, insbesondere bei rückständigen Ländern.
Aber seit Patch 1.5 sind die Dinge allgemein deutlich schwieriger geworden, weshalb häufig Tränen der Wut über mangelnden Fortschritt speziell in gesellschaftlichen Belangen fließen.

Dabei muss man bei diesem Aspekt durchaus nicht hetzen!
In den meisten Konstellationen lässt sich ganz gut Wirtschaft, Industrie und Militär ausbauen, auch wenn Adel und Kirche die Hosen anhaben.
Dadurch kann man den Staat von innen und von unten heraus modernisieren und die Gegner dann einzeln abservieren, wenn die Zeit gekommen ist.

Dennoch gibt es eine sehr problematische Konstellation auf dem Weg ins Licht, auf die man zudem in praktisch allen rückständigen Ländern trifft:
Adel und Kirche fest im Sattel, allen Neuerungen gegenüber herzlich abgeneigt.
Da man auch zur wirtschaftlichen / industriellen Weiterentwicklung Forschung braucht, diese wiederum an Universitäten hängt, hat man in der Vergangenheit gerne Unis gespammt.

Das kann man inzwischen aus zwei Gründen vergessen:
1) Die Lehrkräfte werden von der Kirche gestellt - bei starkem Ausbau der Unis macht man also ausgerechnet die Kirche mächtiger!
2) Es gibt einen Deckel für die Forschungspunkte, der zudem unangenehm tief sitzt - mehr als 5 - 10 Unis, je nach Land, machen selten Sinn, da die Forschungspunkte im Gulli landen

Wie viele Forschungspunkte man nutzen kann, ergibt sich aus der Alphabetisierung der Bevölkerung - je niedriger, desto weniger.
Also erst mal her mit Schulen, sofern es denn überhaupt welche gibt.
Falls es sie gibt, sind sie gerne konfesstionel gebunden, also wieder in den Klauen der Kirche!
Wenn man die Bildung fördert, stärkt man wieder die Kirche!

Also Vorsicht mit dem Ausbau der Schulen (via Institutionen)!

Zuerst muss man mindestens auf Privatschulen umstellen oder diese direkt einführen, was Industrielle und Intellektuelle super finden.
Leider aber nicht Kirche und Adel, die halten da schon mal gar nichts von...

Dennoch muss man diesen Weg gehen, um die Dinge ins Rollen zu bringen.
Den Adel direkt anzugehen ist in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt, erst muss die Kirche als dessen natürlicher Verbündeter geschleift werden.

Immerhin eine praktische Eigenschaft hat die Kirche in Vicky 3 - sie vergisst sehr schnell (im Gegensatz zur realen Welt, da vergisst sie nie irgendwas).
Also immer mit einem Auge auf der Zustimmung der Fraktionen kleben und die Chancen abwägen!
Sobald eine Schulreform möglich ist, ohne Kirche (und in derem Gefolge den Adel) zum Bürgerkrieg einzuladen (also konkret Zustimmung Kirche im positiven Bereich), sofort loslegen.

Eventuell muss man sich auch noch einen eher weitläufigen Verbündeten ins Bett holen: das Militär
Über dessen Förderung schwächt man das Potenzial von Kirche und Adel.
Dabei sollte man auch die Gehälter der Militärs im Auge haben - es kostet in der Regel keinen Gaul, hier auf Anschlag zu gehen, was der Zustimmung immensiv dienlich ist.
Außerdem muss natürlich eine Berufsarmee her, die das Gewicht der Militärs erhöht.

Aber auch hier gilt Vorsicht!
Die Offiziere fallen nicht vom Himmel - wenn man sich die Pops ansieht, aus denen sie sich rekrutieren, stößt man gerne wieder auf Kirche und Adel...

Damit sind alle Bälle genannt, die man im Auge und in der Luft halten muss, um die Gesellschaft Stück für Stück zu modernisieren.

Ein kleiner Bürgerkrieg hat übrigens auch noch selten geschadet, aber das sollte nicht ausufern.
Einmal ist keinmal, wenn es darum geht, einen wichtigen Stein aus der Mauer zu brechen, aber generell sollte man versuchen, die Radikalität unten zu halten, sonst wird man seines Lebens nicht mehr froh.

Achja, bisher gar nicht erwähnt!
Wer sich schon immer gewundert hat, wie es eine Kirche mit einer Machtbasis von vielleicht 10% schafft, das ganze Land exklusive Hauptregion in einen Bürgerkrieg zu ihren Gunsten zu stürzen -
das liegt an der Radikalität an sich!
Den Radikalen ist es an sich egal, warum es Putz gibt, Hauptsache man kann ordentlich auf die Pauke hauen.

Und das ist ja wieder mal ganz nah dran, am echten Leben...

von TheBlackSwan » Mo 18.03.2024, 17:04

Ja, da gibt es einige gute Änderungen. Leider ist unser PC da mittlerweile an der Grenze :-(

von H34DHUN73R » Mo 18.03.2024, 13:45

Dritter Tip: Buy local!

Seit Patch 1.5 haben sich die wirtschaftlichen Prioritäten vor Allem in der Start-Phase deutlich verschoben.
Nun gibt es Ortspreise und Marktpreise.

Damit ist der gedankenlose Spam von Industrie etc. nicht mehr sinnvoll.
Man startet (in den von Uns präferierten rückständigen Ländern wie Spanien, Russland, Japan, China,...) üblichweise mit 65% Marktpreis-Relevanz.
Verkauft werden die lokalen Erzeugnisse nun immer auf dem lokalen Markt (= der Provinz), wo sich gewissermaßen auch die übrigen Interessanten aus dem eigenen Markt bedienen und damit preissteigernd wirken.

Der lokale Preis schlägt dadurch nur zum Teil auf den eigenen Gesamtmarkt durch.
Erst durch technologische und gesellschaftliche Weiterentwicklung gleichen sich die Ortspreise dem Marktpreis an, wobei die Grenze wohl bei 85% liegt.

Das hat ganz erhebliche Auswirkungen, insbesondere auf große Flächenstaaten wie z.B. Russland und China.
Es gibt lokale Bodenschätze, die sich aber nur zum Teil gesamtwirtschaftlich nutzbar machen lassen, da der Durchgriff auf den Gesamtmarkt speziell zu Anfang zu gering ist.

Daher sollte man z.B. Werkzeugfabriken dort hinstellen, wo es Eisenminen und Sägewerke gibt, Stahlwerke dort wo es Kohle- und Eisenminen gibt etc.

Insgesamt wird die wirtschaftliche Entwicklung dadurch sehr viel komplexer und interessanter und natürlich sollte man bestrebt sein, die Integration der lokalen Märkte in den Gesamtmarkt stetig voran zu treiben.
Je rückständiger das Land, desto wichtiger dieser Aspekt.

von H34DHUN73R » Mo 18.03.2024, 13:33

Wir haben inzwischen Unsere Bildungslücke geschlossen und je eine Partie mit Frankreich, USA und England gespielt.

Damit können Wir Unsere Empfehlung für Einsteiger aktualisieren:

Einfachstes Land überhaupt ist natürlich England.
Von Beginn an in allen relevanten Bereichen technologisch führend, was raschen Produktionsausbau und Kolonialisierung erlaubt.
Außerdem gibt es politisch wenig, was man unbedingt ändern müsste (Berufspolizei ist Uns noch in Erinnerung), man kann sich gemütlich treiben lassen.
Der Eroberung Afrikas steht damit nichts im Wege, auch Einsteiger sollten schwerlich unter die Räder kommen, schlimmstenfalls bleibt man halt nicht auf Platz 1

Auf Platz 2 liegt Frankreich.
Unsere Nachbarn sind bekanntlich ein hitziges Völkchen, was sich auch in Vicky 3 niederschlägt.
Innenpolitisch gibt es einige Arbeit, um die unterschiedlichen Fraktionen auf Linie zu bringen.
Dafür außenpolitisch wenig Gefahr aufgrund der französischen Stärke, sowohl wirtschaftlich als auch militärisch.
Wobei es natürlich unbedingt das wilhelminische Reich zu verhindern gilt, was aber nicht sonderlich schwer ist.
Afrika liegt einem ja eh buchstäblich zu Füßen, sodass man gleich zu Beginn daran gehen kann, Tunesien und Algerien einzugemeinden.
Und wo steht geschrieben, dass Marokko spanisch sein müsste?

Platz 3 wären dann u.E. die USA.
Nicht ganz so leicht, da sich ein Bürgerkrieg kaum vermeiden lassen wird, außerdem sollte man auch zügig mit dem mexikanischen Unwesen aufräumen, bevor die Kollegen zu stark werden und evtl. noch ausländische Unterstützung an Land ziehen.
Und das ganze Gold in Kalifornien und Umgebung ist natürlich auch nicht zu verachten.
Ansonsten gilt wie bei praktisch allen Strategiespielen im Zusammenhang mit USA: freie Bahn mit Marzipan!
Nach der Konsolidierung der continental USA gibt es praktisch keine relevante Konkurrenz mehr auf der Welt.

von H34DHUN73R » So 21.01.2024, 18:30

Bei einem Staat, der aus nur einer Region besteht, rentiert sich direkte Annexion Unseres Erachtens immer.
Bei mehreren Regionen kann man durchaus nachdenken - wenn man diese als zusätzliche Kriegsziele direkt mit aufnimmt, steigt die Verrufenheit, sodass man dem Gegner eventuell noch Verbündete beschert.
Ansonsten muss man den cool down des Waffenstillstandes abwarten, bis man wieder angreifen kann.

Oder versucht es eben mit einem Protektorat, dass man über drei Stufen bis zur Annexion ausdehnen kann.
Problematisch ist meist nur die erste Stufe, bei der zweiten Stufe klappt es i.d.R. kampflos und danach will normalerweise niemand mehr eingreifen.
Dauert aber halt etliche Jahre.

von Vargr » So 21.01.2024, 16:36

Überlegt auch immer, ob ihr nicht erst die Option Protektorat oder Tribut Geber wählt. Das gibt erst einmal weniger Verrufenheit.

von H34DHUN73R » So 21.01.2024, 11:42

Ja, Staat annektieren, sofern die Option angeboten wird.
Ansonsten könnte es Komplikationen geben (Waffenstillstand, zu gute Beziehungen, Staat nicht selbständig, kein Interesse in der Region [scheidet bei Nachbarn natürlich aus]...)

von X_MasterDave_X » Sa 20.01.2024, 16:07

Wie erobert man eigentlich in Vicky3 Nachbraländer? Irgendwie bekomme ich nie meine Nachbarn zu erobern...nur irgendwelche weit entfernten Länder werden grün angeboten.

Was muss man da dann eigentlich auswählen? Staat annektieren?

von TheBlackSwan » Sa 06.01.2024, 17:14

H34DHUN73R hat geschrieben:Ja, vor Patch 1.5 war eine stark rückläufige oder verschwundene Subsitenz für Uns immer ein Warnzeichen für das Ende des Wachstums.
Wir haben die Sache also genau von der anderen Seite her betrachtet.

Aber stimmt natürlich, man kann die Subsitenz weitgehend beenden, indem man ausreichend bezahlte Jobs anbietet und damit das Einkommen für die unteren Schichten anhebt.
Kostet vermutlich weniger als Sozialhilfe, so eine Art Hartz IV zu Victorias Zeiten :)
Es ist ein Ende des Wachstums durch höheren Ressourceneinsatz (Manpower). An demselben Punkt kamen auch Staaten wie die UdSSR in der Vergangenheit an-irgendwann sind alle ineffizienten Kleinbauern in Fabriken und dann kann man nicht mehr einfach nur mehr Fabriken bauen, sondern muss ab jetzt durch Effizienz wachsen, d.h. Total Factor Productivity steigern.
Ja, vor Patch 1.5 war eine stark rückläufige oder verschwundene Subsitenz für Uns immer ein Warnzeichen für das Ende des Wachstums.
Das stimmt, aber auch nur teilweise: Durch die steigenden Löhne nimmt der Konsum nach allen möglichen Waren zu, die Preise dafür steigen und das BiP wächst noch einmal. Das ist die Umstellung der Wirtschaft von Investitionsgütern auf Konsumgütern. In Victoria 3 ist das insofern einfacher als im echten Leben (wie derzeit in China), als dass man es nicht mit Interessensgruppen der Investitionsgüterindustrie zu tun hat und viele V3 Güter einfach woanders verwendet werden können, während IRL Investitionsgüter meist recht spezialisiert sind. Da war Victoria 2 mit seinen "Machine Tools", deren Bedarf vor allem am Neubau von Fabriken hing, etwas realistischer.

von H34DHUN73R » Sa 06.01.2024, 07:34

Ja, vor Patch 1.5 war eine stark rückläufige oder verschwundene Subsitenz für Uns immer ein Warnzeichen für das Ende des Wachstums.
Wir haben die Sache also genau von der anderen Seite her betrachtet.

Aber stimmt natürlich, man kann die Subsitenz weitgehend beenden, indem man ausreichend bezahlte Jobs anbietet und damit das Einkommen für die unteren Schichten anhebt.
Kostet vermutlich weniger als Sozialhilfe, so eine Art Hartz IV zu Victorias Zeiten :)

von TheBlackSwan » Sa 06.01.2024, 00:31

H34DHUN73R hat geschrieben:Hmm, interessanter Punkt, werter Black Swan.
Stimmt, die Bauern kommen einem selten direkt unter die Nase, stellen aber einen durchaus relevanten Anteil der Bevölkerung.

Insofern macht es schon Sinn, die Subsitenzbauern aus dem Weg zu räumen.

Wenn Wir Uns recht entsinnen, bieten die Industriellen dafür Agrarfabriken oder so an.

Allerdings handelt man sich dafür linke Gewerkschafter mit hoher Revoltenbereitschaft ein, davon hat man in den angestammten Industriebetrieben ja eh schon genug.
Um die ruhig zu stellen, müsste man wiederum die Sozialhilfe aufdrehen und einen Gehaltzuschuss drauf packen.
Auch nicht charmant.
Sobald die Subsistenzbauern ausgehen, müssen Betriebe um Arbeitskräfte konkurrieren und heben dafür die Löhne. Das steigert den SOL der Arbeiter. Wenn man also außerhalb von Lategame-Wirtschaftsformen, die wir mangels Computerleistung nicht testen können, einen hohen SOL für die Unterschicht will, müssen alle Subsistenzbauern in Fabriken, Staatsgebäuden oder besseren Farmen/Plantagen unterkommen.
Wir hatten in einer früheren Version mal einen Testrun mit Preußen/DR gemacht, wo wir in jedem Staat etwa zeitgleich die Subsistenzbauern vollständig beschäftigt haben. Der SOL unseres Landes stieg in 2-3 Jahren von 11 auf über 16. Der Anstieg für die Unterschicht war noch deutlicher. Das zeigt wie mächtig der Effekt ist.

Wir hatten z.B. als Preußen mit Aufständen aus dem Proletariat nie ernsthafte Probleme. Ordnungshüter, Geheimpolizei und steigender Lebensstandard sowie mächtige Industrielle als politische Hauptfraktion machen das Land stabil, auch ganz ohne Sozialhilfe. Das mag sich im Lategame ändern, soweit kommen wir halt nicht.

von H34DHUN73R » Fr 05.01.2024, 19:54

Hmm, interessanter Punkt, werter Black Swan.
Stimmt, die Bauern kommen einem selten direkt unter die Nase, stellen aber einen durchaus relevanten Anteil der Bevölkerung.

Insofern macht es schon Sinn, die Subsitenzbauern aus dem Weg zu räumen.

Wenn Wir Uns recht entsinnen, bieten die Industriellen dafür Agrarfabriken oder so an.

Allerdings handelt man sich dafür linke Gewerkschafter mit hoher Revoltenbereitschaft ein, davon hat man in den angestammten Industriebetrieben ja eh schon genug.
Um die ruhig zu stellen, müsste man wiederum die Sozialhilfe aufdrehen und einen Gehaltzuschuss drauf packen.
Auch nicht charmant.

von TheBlackSwan » Fr 05.01.2024, 14:32

H34DHUN73R hat geschrieben:Ja, es lohnt sich nicht mehr, richtig tief in die Schulden zu gehen, da die kurzfristigen Gewinne nicht mehr so hoch ausfallen.

Und die Bauern-Geschichte müssen Wir Uns auch noch genauer ansehen.
Früher stand da ja einfach "Subsistenz" und gut.
Nun muss man sich überlegen, wie das mit Leibeigenen, Sklaven, Pacht- und Gehöftbauern laufen soll.
Scheinbar kann man sich nur aussuchen, ob die ländliche Opposition nun Aristokraten, Gewerkschafter, Landbevölkerung oder Landwirte seien sollen, Ärger machen sie jedenfalls immer.

Jedenfalls geht der Sektor schwerlich gegen Null, was aber auch nicht notwendigerweise ein Ziel ist
Sowohl für maximale wirtschaftliche Macht als auch Lebensstandard als auch das davon abhängige Bevölkerungswachstum ist das Verschwinden der Substistenzbauern wünschenswert. Wir würden uns nur in einem Roleplay-Run über Substistenzbauern freuen.

von H34DHUN73R » Do 04.01.2024, 15:05

TheBlackSwan hat geschrieben:Qualitätsposts @Headhunter

In der neuen Spielversion ist die wirtschaftliche Entwicklung generft worden. In unserem Testspiel mit Preußen sind wir mit unserer üblichen Schnellindustrialisierungs-Strategie (Max Taxes, Laissez-Faire+Freihandel, Debt-Limit voll ausschöpfen, Investitionsgüter forcieren und importieren) in den frühen 1870ern noch immer nicht die Subsitenzfarmer los, normalerweise passierte das in den 1850ern. Da man der AI nicht mehr so gut durch exponentielle Industrialisierung davonziehen kann, ist auch die Reichseinigung anspruchsvoller.
Ja, es lohnt sich nicht mehr, richtig tief in die Schulden zu gehen, da die kurzfristigen Gewinne nicht mehr so hoch ausfallen.

Und die Bauern-Geschichte müssen Wir Uns auch noch genauer ansehen.
Früher stand da ja einfach "Subsistenz" und gut.
Nun muss man sich überlegen, wie das mit Leibeigenen, Sklaven, Pacht- und Gehöftbauern laufen soll.
Scheinbar kann man sich nur aussuchen, ob die ländliche Opposition nun Aristokraten, Gewerkschafter, Landbevölkerung oder Landwirte seien sollen, Ärger machen sie jedenfalls immer.

Jedenfalls geht der Sektor schwerlich gegen Null, was aber auch nicht notwendigerweise ein Ziel ist

von H34DHUN73R » Do 04.01.2024, 14:55

Ja, werter Zero, die Pop-Bedarfe alleine können es nicht richten.
Und richtig, es macht keinen Sinn, die Bauindustrie über die Kapazitäten der Versorgungsgüter hinaus auszubauen.

Die Umstellung der Pop-Bedarfe hilft dennoch (Papier und Möbel nicht vergessen, dafür ziehen die Pops auch Holz), insbesondere vermeidet man dadurch, dass der Ausbau der Holzindustrie netto kaum Zuwachs für den Bau bringt.

Die Bauindustrie kann man dennoch etwas über die eigenen Kapazitäten an Versorgungsgütern hinaus ausbauen, da man ja noch handeln kann.
Sollte man nicht unbedingt extrem tun, da man ansonsten zu abhängig wird, aber für einen kurzen Sprint zum Ausbau des BIPs durchaus opportun.

Bei der Bauindustrie gilt es auch, möglichst schnell alle Forschungsboni abzuräumen - also Gusseisen und Stahlbau, auch gesellschaftliche Techs mit Steigerung des Marktzugriffs
Es zwingt einen ja auch keiner, stets eine komplette Branche auf die neueste Technologie umzustellen.

Hier bietet es sich vielmehr an, noch zusätzlich die Effekte der Markt-Lokalisierung auszunutzen.
In einer Holz-reichen Gegend, in der zusätzlich noch Viehwirtschaft existiert, kann es durchaus vorteilhaft sein, längerfristig auf Holzbau zu setzen und dafür die Zahl der Betriebe zu erhöhen.

Wo hingegen Eisenminen stehen und noch zusätzlich Glas verfügbar ist, lohnt sich Gusseisen-Bau.

Gibt es irgendwo ein Stahlwerk, kann man dort günstig auf Stahlbau gehen.

Diese Überlegungen zeigen auch die passende Strategie zur Erweiterung des Bausektors auf:
- Eisenminen ausbauen -> Gusseisen-Bau
- wo Eisen und Kohle verfügbar sind -> Stahlwerk hinsetzen -> Stahl-Bau (auf Glas-Versorgung achten, ggfs. hoch ziehen)
- wo Blei ist -> Glasindustrie hinsetzen
- keine Minen verfügbar? -> Holzbau erweitern
- die ansonsten ungeliebten Baumwoll-Plantagen liefern immerhin Stoff, der sich für den Holzbau verwenden lässt -> weiterer Bau-Ansatz für koloniale Entwicklungsgebiete

Schließlich ist das Wirtschaftssystem auch noch interessant, da darüber geregelt, wer wieviel in den privaten Bausektor investieren kann.
Ziel ist, den Ausbau der Bauindustrie privatwirtschaftlich nutzen zu lassen, sodass man zwar die Kapazität hinstellt, diese dann aber von privaten Investoren bezahlt wird -> in Summe steigt das BIP, also auch die Steuern...

von Zero » Do 04.01.2024, 14:04

H34DHUN73R hat geschrieben: Um es konkret zu machen: man substituiert Holz als Heizungsmittel für Pops aller Stufen durch Kohle.
Wer mehr Holz für die Bauindustrie haben will, muss also zuerst die Kohleminen ausbauen!
Sehr interessanter Post, so haben Wir es bisher nicht gesehen.

Allerdings hat ein kurzer Test als Portugal ergeben:
- Es ist tatsächlich so, dass durch die 1. Kohlemine der Holzbedarf der Pops sinkt von ca. 231 auf 146. Das ist sehr gut.
- Aber: Die Bauindustrie benötigt 700 Holz, wenn Wir ein Gebäude bauen. Da Wir uns das nicht durchgängig leisten können, schwankt der Holzpreis extrem von Maximalwert bis 16% unter Basispreis.
- d.h. bei einer kleineren Nation überwiegt der Baubedarf den Popbedarf bei weitem.

Eigentlich bedeutet das, Wir haben zu viel Bauindustrie gebaut. Man sollte nur so viel bauen, dass man einen durchgehenden Betrieb bezahlen kann. Dann hat man einen stabilen, beeinflussbaren Holzpreis.

Edit: Einige Bauindustrie runtergestuft und abgerissen. Jetzt haben wir noch 22 Baukapazität und trotzdem braucht der Bausektor 450 Holz, die Bevölkerung nur 150.

von TheBlackSwan » Do 04.01.2024, 11:53

Qualitätsposts @Headhunter

In der neuen Spielversion ist die wirtschaftliche Entwicklung generft worden. In unserem Testspiel mit Preußen sind wir mit unserer üblichen Schnellindustrialisierungs-Strategie (Max Taxes, Laissez-Faire+Freihandel, Debt-Limit voll ausschöpfen, Investitionsgüter forcieren und importieren) in den frühen 1870ern noch immer nicht die Subsitenzfarmer los, normalerweise passierte das in den 1850ern. Da man der AI nicht mehr so gut durch exponentielle Industrialisierung davonziehen kann, ist auch die Reichseinigung anspruchsvoller.

von Vargr » Do 04.01.2024, 11:00

Sehr schön! Durch Euren Post haben wir gerade die Filterfunktion bei Handelsrouten gefunden :D Jetzt sehen wir nicht mehr nur unsere erstellten Routen, sondern alle!

Ja wir müssen tatsächlich mal mehr die Tooltips durchlesen. Waren wir bisher immer zu faul zu.

Nach oben