Carolus Rex - Die Aufzeichnungen des General Blouse zum Großen Nordischen Krieg

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Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Carolus Rex - Die Aufzeichnungen des General Blouse zum Großen Nordischen Krieg

von Kurfürst Moritz » Sa 03.10.2026, 00:17

Danke für diesen Hinweis auf die Reportage!
Mal sehen, wie schlecht die sächsischen Truppen in Polen dabei wegkommen...
33 frische von sächsischen Steuergeldern bezahlte Kanonen hat sich unser August (der Starke) durch die Schweden in Polen abnehmen lassen, ohne dass sie einen Schuss abgefeuert hatten...

von Greenhorn » Fr 02.10.2026, 02:04

Wir wollten darauf hinweisen, dass das neue Heft von GEO Epoche, das morgen erscheint, den Großen Nordischen Krieg zum Thema hat. Wir hoffen, das es von besserer Qualität als das über den 7-jährigen Krieg wird ...

Geht's hier eigentlich noch weiter? Ist ja mal was anderes als ständiges Landser- und Russenpanzer-Gedöns.

von KAreil » Di 04.08.2026, 13:00

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26. Juli 1705 - 0500, mit der Armee von König Karl XII. bei Gemauerthof, Herzogtum Kurland und Semgallen

Die Russen haben Generalmajor Lewenhaupt mit ihrer Aggressivität und Schnelligkeit durchaus überrascht, sie sind im frühen Morgen anmarschiert und stehen uns jetzt in geordneten Schlachtreihen nördlich von Gemauerthof gegenüber. Aber der schwedische General hat seine Stellung gut gewählt, der rechte Flügel ist an ein Moor angelehnt und der linke Flügel vom Flüsschen Schwedt begrenzt. Durch das eng gewählte Schlachtfeld können die Russen hoffentlich ihre zahlenmäßige Überlegenheit nur schwer ausspielen, aber schon wurde russische Kavallerie in der rechten Flanke der Schweden gesichtet.

Wir befürchten dass die Linie der Schweden also über Osten umfasst werden wird, die Russen verfügen über starke Kavalleriekräfte um das umzusetzen.
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Die Schweden und Russen stehen sich bei Gemauerthof gegenüber. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=Blau | Russen=Grün | Siegpunktfelder=Gelb)

von KAreil » Sa 01.08.2026, 13:41


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14. Juli 1705 - 2000, mit der Armee von König Karl XII. bei Gemauerthof, Herzogtum Kurland und Semgallen

Nachdem die Sachsen nach der Niederlage bei Pultusk vorerst keinen Appetit mehr auf weitere Schlachten gegen die Schweden haben, sind wir zu einem anderen Teil der schwedischen Armee aufgebrochen. Generalmajor Adam Ludwig Lewenhaupt ist mit seinen Truppen in Kurland um zu verhindern dass die Russen Unterstützung für die bedrängten Sachsen schicken. Aktuell steht seine kleine Armee bei Gemauerthof, eine kleine Ortschaft an der Einmündung des Bachs Vilce in die Svēte.

Die Russen hatten wirklich eine sogenannte "Fliegende Kolonne" unter Feldmarschall Scheremetew in Marsch gesetzt und dabei auch die Stadt Mitau eingenommen. Vor kurzem ist eine Aufklärungsschwadron der Schweden von dort zurückgekommen und sie berichten grausiges. Die Russen hatten in der Stadt ein Massaker angerichtet bevor sie sich von dort wieder zurückgezogen haben und dabei haben sie auch die überlebenden Bewohner verschleppt.

Generalmajor Lewenhaupt hat sich jetzt entschlossen trotz seiner zahlenmäßigen Unterlegenheit eine Schlacht mit den Russen zu provozieren, das sollte ihre Verheerungen und eine Unterstützung der Sachsen verhindern.

Wir sind gespannt wann die Russen anmarschiert kommen und wie sich die Schweden dann hier schlagen werden.

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von KAreil » So 26.07.2026, 13:00

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1. Mai 1703 - 0815, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Die Sachsen müssen ihren schneidigen Vorstoß im Süden von Pultusk teuer bezahlen. Colonel Buchwald und Generalleutnant Spens schließen die vorgedrungenen Sachsen ein und die königliche Leibwache unter Major General Horn greift sie mit Schwung in die Flanke an und zerschlägt sie vollkommen. Ein Colonel Brause der Sachsen wird dabei gefangengenommen und anschließend dem jungen Schwedenkönig vorgeführt.

Damit hat der Mut die Sachsen endgültig verlassen, sie ziehen sich über die Narew nach Osten zurück und zerstören notdürftig die Brücke um den Schweden die sofortige Verfolgung zu verwehren.

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Die Schweden bleiben siegreich in Pultusk. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von Kurfürst Moritz » Mo 06.07.2026, 23:18

Vorwärts, meine edlen Sachsen! :ph:

von Greenhorn » So 05.07.2026, 19:28

Diese hinterlistigen Sachsen!
Haut sie auf die Haxen!
Bis sie nicht mehr nachwachsen! :ph:

von KAreil » So 05.07.2026, 09:38

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1. Mai 1703 - 0730, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Zur Überraschung des jungen Schwedenkönigs lassen die Sachsen den letzten kleinen Rückschlag in Pultusk nicht auf sich sitzen. Trotz der Enge der Gassen startet ihre Kavallerie einen Vorstoß nach Süden und die Reiterei von Colonel Buchwald muss weichen.

Der Colonel wird jetzt versuchen seine Truppen zu sammeln um dann den Sachsen den Rückweg abzuschneiden. General-Major Ridderhjelm ist bereits mit Teilen der Reservekavallerie eingetroffen um die Sachsen dann zu zerschlagen.
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Der Vorstoß der Sachsen in Pultusk. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » Sa 11.04.2026, 12:20

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1. Mai 1703 - 0700, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Das Patt in Pultusk ändert sich wenig, zwischen den Häusern steht sich die Kavallerie gegenüber und kann wenig Schwung für Angriffe aufbauen.

Einige der Sachsen haben sich allerdings innerhalb der Stadtmauern auf einer Freifläche gesammelt und genau hier schlägt General-Major Horn mit der königlichen Garde zu. Unterstützt von einigen Reitern von General-Leutnant Spens stürzen sie sich auf die Sachsen und werfen sie mit hohen Verlusten in die Stadt zurück.

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Die Sachsen werden zwischen die Häuser gedrängt. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » So 29.03.2026, 12:21

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1. Mai 1703 - 0630, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Wilde Kavalleriekämpfe im Nordwesten und Süden von Pultusk führen zu einem relativen Patt. Sowohl die Sachsen als auch die Schweden versuchen mehrmals durchzubrechen, aber in den engen Gassen der Stadt kann die Reiterei einfach keinen Schwung aufbauen.

General-Major Ridderhjelm ist nach seiner ausholenden und im Nachhinein gesehen unnötigen Flankierungsaktion jetzt auch auf dem Weg nach Pultusk.
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Patt der Kavallerie in Pultusk. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » Fr 20.02.2026, 09:32

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1. Mai 1703 - 0600, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

In Pultusk kommt es zu den ersten Gefechten, in den engen Gassen südlich des eingefriedeten Bachs versuchen die sächsischen Dragoner durch die Reitere von Colonel Buchwald durchzubrechen aber sie werden blutig abgewehrt. In der Stadt ist es der Kavallerie einfach nicht möglich ihre inherenten Stärken auszuspielen.

Zur Überraschung des jungen Schwedenkönigs haben die Sachsen das Umland von Pultusk kampflos preisgegeben, es scheint als wären sie alle in der Stadt. Colonel Spens ist im Begriff die Straße Richtung Moszyn zu kontrollieren und der Rest der schwedischen Kavallerie hat wohl umsonst versucht die Sachsen weiträumig im Westen zu umgehen.
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Die Sachsen geben das Umland von Pultusk auf. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » Fr 16.01.2026, 11:52

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1. Mai 1703 - 0530, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Schneidig sind die schwedischen Reiter in die Dunkelheit davongeritten und jetzt wo der Tag angebrochen ist und man fast Zwei Kilometer weit sehen kann zeigt sich dass sie auch schon erfolgreich waren. Colonel Buchwald ist in den Süden von Pultusk eingedrungen und hat dort eine Trosskolonne der Sachsen überrascht. Während die Wagen zurück aus der Stadt getrieben werden, tauchen überraschte sächsische Dragoner auf. Sie sind zahlenmäßig überlegen und die Enge der Stadt bietet sich nicht zum Kampf an, also verzögern die Schweden hier nur.

Pultusk wird von einem tiefen eingefriedeten Bach geteilt und auch wenn die Sachsen überrascht wurden, sie halten doch die Brücken darüber. Der junge Schwedenkönig entschließt sich also dort gar nicht den Kampf zu suchen und schickt den Rest der 1.Division unter Generalleutnant Spens über die Felder westlich der Stadt.

Einen weiteren Vorstoß führt Generalmajor Horn mit der kleinen könglichen Leibwache noch weiter westlich. Er hat die engen Waldwege bereits hinter sich gelassen und muss nur noch zwei kleine Bäche überwinden um so in die Flanke der sächsischen Linie zu kommen. Von diesem Vorstoß verspricht sich König Karl XII. den größten Erfolg und hat auch Generalmajor Ridderhjelm mit der Reserve dorthin beordert.

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Die schneidigen Schweden überraschen die Sachsen in Pultusk. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » Mo 29.12.2025, 12:59

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1. Mai 1703 - 0445, mit der Armee von König Karl XII. bei Pultusk nahe Warschau

Der Krieg geht weiter und wir stehen vor der kleinen Stadt Pultusk.

August II. war Anfang April aus Sachsen zurückgekehrt um von Thorn und Marienburg aus einen neuen Feldzug gegen die Schweden zu beginnen. Er hat die letzten Monate dazu genutzt, ein neues sächsisch-litauisches Heer aufzustellen. Mit einem Teil seines Heeres will er Druck auf die Polen und Schweden bei Warschau ausüben und hat ihn bis in die nahe Stadt Pultusk vorgeschoben.

Der junge Schwedenkönig will sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und will August II. dort vernichtend schlagen. Wir sind mit einem starken Heer aus Warschau ausgezogen, aber aufgrund der vielen Wasserläufe sind Infanterie und Artillerie weit hinter uns, und wir stehen jetzt nur mit der schwedischen Reiterei vor Pultusk. Die Morgendämmerung beschränkt die Sicht auf höchstens sechshundert Meter und wir können noch keine Spur der Sachsen entdecken. Spionen zufolge besetzen sie aber die Stadt und die Hügel um sie herum.
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Die Spitze der schwedischen Kavallerie unter Colonel Buchwald ist bereits bis Jezewo kurz vor Pultusk vorgedrungen und der Rest der 1.Linie unter General Rehnskiöld und Generalleutnant Spens folgt knapp dahinter.
König Karl XII. und eine kleine Leibwache Generalmajor Horn begleiten den Vorstoß ebenfalls knapp hinter der Vorhut.
Generalmajor Ridderhjelm bildet schließlich mit seiner Reiterei die Nachhut.

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Das kleine Städtchen Pultusk. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von KAreil » Mi 10.12.2025, 13:32

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15. April 1703 - 2200, mit der Armee von König Karl XII. Warschau in Polen

Die letzten Monate sind äußerst ruhig verlaufen, die Schlacht bei Klissow war in der Nachbetrachtung doch ein großer Sieg denn bei Überfällen auf die abziehenden Sachsen wurde der gesamte Tross sowie August des Starken Feldkasse mit 150.000 Reichstalern und seinem Silbergeschirr erbeutet. Die geringe Truppenstärke der Schweden erlaubte aber keine weitere Verfolgung der geschlagenen polnisch-sächsischen Armee.

August II. konnte also die verbliebenen Einheiten seines Heeres in den östlichen Landesteilen von Polen wieder sammeln. Sein schneller Rückzug über Sandomierz nach Thorn erlaubte es aber dem jungen Schwedenkönig, am 31. Juli 1702 Krakau zu besetzen. Schweden kontrollieren nun die Residenzstadt Warschau und die Krönungsstadt Krakau von Polen. Über die Hälfte des polnischen Reiches bleibt aber weiter in den Händen Augusts II.

August II. hat den Schweden nach der Niederlage bei Klissow sogar abermals Friedensverhandlungen angeboten. Es scheint als wollte er den schwedischen Forderungen so weit als möglich entgegenkommen, mit dem einzigen Ziel, König von Polen bleiben zu können. Michael Stephan Radziejowski, Kardinal-Erzbischof von Gnesen und Primas von Polen-Litauen, hat im Namen der Republik Polen ebenfalls Vorschläge für einen Frieden unterbreitet. Er bot König Karl XII. dabei Polnisch Livland, Kurland und eine hohe Kriegsentschädigung an. Der junge Schwedenkönig hätte lediglich auf die Absetzung des Königs verzichten müssen, wozu er in seiner jugendlichen Sturm-und-Drang-Phase jedoch nicht bereit war. Der Krieg geht also weiter.

Allerdings ging es erst nach einer mehrwöchigen Verzögerung durch einen Beinbruch König Karls XII. weiter und wir sind mit den Schweden entlang der Weichsel weiter vorgerückt. Ende Herbst 1702 sind wir dann in die Winterquartiere bei Sandomierz und Kazimierz in der Nähe von Krakau eingerückt.

August II. war in dieser Zeit nicht untätig und hat erneut eine Armee aufgebaut um die Schweden aufzuhalten und vor allem polnischer König zu bleiben. Spionen zufolge hielt er in Thorn einen Sejm ab, auf dem ihm 100.000 Mann zugesagt wurden.

Bis März gab es auf beiden Seiten keine Aktivitäten aber dann sind wir mit König Karl XII. und seinem Heer auf Warschau marschiert welches wir Anfang April erreicht haben. Seitdem bemüht sich der junge Schwedenkönig mit Verhandlungen die Polen auf seine Seite zu ziehen aber bei mäßigem Erfolg.

Wir müssen inzwischen unsere Langeweile auf den Bällen der polnischen Residenzstadt totschlagen...eine sehr anstrengende Aufgabe wie wir hinzufügen wollen...

von KAreil » Fr 05.12.2025, 13:25

Greenhorn hat geschrieben:Gibt es in dem Spiel eine Gå på!-Funktion, die den Schweden einen besonders kraftvollen Ansturm ermöglicht?

Das wird berücksichtigt, siehe die Auszüge aus den DesignNotes im ersten Post bzw hier der Auszug vom Auszug:
Game changes: these tactics are reflected by giving the Swedish and Finnish units the following:
• A melee bonuses – to reflect the impact of the Gå-På tactics.
• An increased movement rate as the Swedes marched in cadence (in step)
• Swedish units usually have higher morale.
• Swedish leaders having higher leadership and command values.
• Swedish Gå-På infantry have reduced fire factor to represent the lower proportion of muskets in a unit.

von Greenhorn » Fr 05.12.2025, 11:24

Gibt es in dem Spiel eine Gå på!-Funktion, die den Schweden einen besonders kraftvollen Ansturm ermöglicht?

von KAreil » Fr 05.12.2025, 10:04

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19. Juli 1702 - 1830, mit der Armee von König Karl XII. bei Klissow in Polen

Der junge Schwedenkönig hat es doch tatsächlich geschafft, mit dem Abendrot verlieren die Sachsen und Polen den Willen zum Kampf. Trotz zahlenmäßiger großer Unterlegenheit konnte sich König Karl XII. bei Klissow gegen die Sachsen und die polnische Kronarmee behaupten.

Sein zuerst sehr aggressives Auftreten hat den Gegner wohl zu übermäßiger Vorsicht getrieben und als er dann doch mit weit überlegenen Kräften angegriffen hat, konnten die Schweden den Großteil ihrer Ausgangsstellungen behaupten.

Die erste Schlacht der Kampagne in Polen kann der junge Schwedenkönig also für sich verbuchen, aber seine Gegner allen voran August der Starke werden das sicherlich nicht auf sich beruhen lassen.

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Die Schweden behaupten sich bei Klissow. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)







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von KAreil » Fr 07.11.2025, 09:30

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19. Juli 1702 - 1800, mit der Armee von König Karl XII. bei Klissow in Polen

Die Abenddämmerung kommt näher und die Linie der Schweden hält weiterhin.

Bei Rebow muss Colonel Mörner zwar langsam zurückgehen, aber das passiert geordnet und erlaubt der sächsischen Reiterei keinen Durchbruch in das verwundbare Zentrum. Der Colonel musste das Kommando hier sogar an einen jungen Offizier abgeben, aber dieser macht sich gut während Mörner im Osten die polnische Kronarmee in Schach hält. In heftigen und hin-und-her wogenden Gefechten werden die Polen immer wieder zurückgeworfen und dabei kann sogar ein General Lubomirski gefangengenommen werden.

Im Zentrum muss die dünne schwedische Linie schweren Beschuss durch die sächsischen Geschütze hinnehmen, aber die Sachsen trauen sich nicht zu vorzustoßen. Ein wahrer Glücksfall, denn die eigentlich zahlenmäßig starke schwedische Artillerie hat schon länger keine Munition mehr.

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Die Sachsen flankieren langsam bei Rebow. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

von Sappho » So 26.10.2025, 13:56

Johann Tiller in Öl

:D

von KAreil » So 26.10.2025, 12:22

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19. Juli 1702 - 1730, mit der Armee von König Karl XII. bei Klissow in Polen

Die schwedische Linie hält, aber sie haben hohe Verluste. Im Zentrum beschränken die Sachsen sich auf das Feuer ihrer Artillerie, ihre Infanterie wagt sich nicht richtig vor.

Colonel Mörner wehrt bei Rebow mehrere Vorstöße der immer weiter verstärkten sächsischen Kavallerie ab, aber plötzlich erreicht ihn ein Meldereiter aus Osten. Sein Vorgesetzter und Kommandant des rechten Flügels General Rehnskiöld wurde von den Polen gefangengenommen. Er war mit Teilen der Kavallerie im Osten in den hin-und-her-wogenden Kämpfen südlich Borczyn und war dort wohl vom Gegner überrascht worden. Colonel Mörner muss jetzt das Kommando über den gesamten rechten Flügel übernehmen und macht sich nach Osten auf um dort die direkte Führung zu übernehmen, die Verteidung von Rebow muss er einem anderen Offizier übertragen.

Die Kämpfe bei Borczyn sind generell sehr hart und beide Seiten haben hohe Verluste hinzunehmen. Nahe des Dorfs kann der polnische General Lubomirksi gefangengenommen werden, aber insgesamt macht sich die zahlenmäßige Überlegenheit der polnischen Kronarmee immer stärker bemerkbar.
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Das wilde Stechen und Hauen der Reiterei bei Borczyn. Johann Tiller, Öl auf Leinwand





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(Schweden=blau | Sachsen=Rot, Polnische Kronarmee=Orange | Siegpunktfelder=gelb)

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