von Cyrano » Do 04.02.2021, 21:09
11.12. (Fortsetzung)
Dieses – zugegebenermaßen indirekte – Angebot kommt für mich ziemlich überraschend. Zwar hatte ich ja schon selbst darüber nachgedacht, ob ich überhaupt weitere Fahrten unternehmen will. Aber dass sich auch andere mit genau dieser Frage beschäftigen …
Da ich erst einmal nichts sage, spricht Kapitän Schütze weiter: Wie sie vermutlich wissen, ist die 26. eine Ausbildungsflottille, die hauptsächlich der Torpedoschießausbildung dient. Sie haben in den letzten 3 Jahren mehr als einmal bewiesen, dass sie dieses Fach vorbildlich beherrschen, und nicht nur ich bin der Meinung, dass dieser Posten für sie genau passend wäre.
Und meine Besatzung? frage ich nach einer kurzen Pause, wie geht es weiter für meine Männer?
Das …. kann ich leider nicht genau sagen, antwortet Schütze zögernd. Es gibt mehrere Optionen: Sie könnten mit einem neuen Kommandanten weiterfahren oder nach Bedarf auf andere Boote verteilt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, sie zu verschiedenen Ausbildungsstellen zu versetzen, um ihre Erfahrung dort zu nutzen. Wir stecken da alle gerade ziemlich in der Zwickmühle.
Ich hebe fragend die Augenbrauen und er erklärt: Sie wissen besser als ich, dass der Krieg für die U-Boote immer härter wird. Wir müssen mit stark steigenden Verlusten rechnen. In dieser Situation ist eine erfahrene und aufeinander eingespielte Besatzung wie ihre noch wertvoller als beispielsweise vor ein oder zwei Jahren. Einerseits hat sie immer noch gute Chancen Erfolge zu erzielen; andererseits müssen wir neue Besatzungen ausbilden und auf die Härte des Krieges vorbereiten, wobei die Erfahrung ihrer Männer unschätzbar wichtig werden könnte.
Ich verstehe, sage ich langsam. Um ehrlich zu sein habe ich mich selbst schon gefragt, ob ich noch weitere Fahrten machen will. Und die Alternative, in die Ausbildung zu wechseln, klingt nicht schlecht. Wie lange habe ich Zeit für die Entscheidung?
3 bis 4 Tage, antwortet Schütze, höchstens eine Woche. Der momentane Chef der 26., Kapitän von Stockhausen, soll im Januar hier meine Nachfolge antreten.
Danke für das Angebot. Ich melde mich, wenn ich mich entschieden habe. Eine Frage hätte ich noch: Falls ich zusage und meine Besatzung aufgeteilt wird, wäre es dann möglich, dass mein 1WO, Oberleutnant Kimmelmann, mit mir nach Pillau kommt? Er hat auf diesem Gebiet fast soviel Erfahrung wie ich und wäre mir sicher eine große Hilfe.
Versprechen kann ich nichts, betont Schütze, zumal die Entscheidung über die weitere Verwendung ihrer Männer ja erst nach ihrer Zusage anstehen würde. Aber falls sie zusagen, werde ich ihre Bitte weitergeben.
Vielen Dank, Herr Kapitän, verabschiede ich mich und kehre in meine Unterkunft zurück.
Den restlichen Tag verbringe ich damit, über das Gespräch nachzudenken.
Da nicht nur meine Zukunft, sondern auch die Zukunft meiner Besatzung von meiner Entscheidung abhängt, mache ich mir die Sache nicht leicht und versuche, jede Möglickeit und ihre Folgen gründlich abzuwägen.
12.12.
Den ganzen Tag gehe ich immer wieder die gleichen Gedanken durch.
Ich bin nicht sicher, ob ich noch einmal einen solchen tödlichen Fliegerangriff ertragren könnte – wahrscheinlich nicht.
Außerdem steigt mit jeder Fahrt das Risiko, dass das Bootversenkt wird und möglicherweise die ganze Besatzung fällt.
Die Verantwortung dafür – selbst wenn es für mich abgesehen vom eigenen Tod keine Folgen hätte – will ich nicht tragen müssen.
Aber wie würde ich mich fühlen, wenn die Männer ohne mich wieder rausfahren – womöglich noch getrennt auf verschiedenen Booten?
Es wäre wohl seltsam zu wissen, dass sie weiter ihr Leben riskieren, während ich gleichzeitig relativ sicher in der Ausbildung arbeite.
Allerdings: Falls dann einer oder auch mehrere der Männer nicht mehr zurückkommen sollten, müsste ich nicht damit leben, dafür verantwortlich zu sein.
Ein wirklicher Trost wäre das wohl nicht, würde aber eventuell zumindest etwas helfen.
13.12.
Die Entscheidung ist gefallen!
Am Vormittag stehe ich wieder bei Kapitän Schütze im Büro.
Meinen 1WO Konrad habe ich vorher angewiesen, die ganze Besatzung in der Messe der Flottille zu versammeln.
Herr Kapitän, ich habe mich dazu entschieden, die 26. Flottille in Pillau zu übernehmen.
Schütze wirkt irgendwie erleichtert.
Ich bin mir sicher, dass sie gute Arbeit leisten werden. Und – wenn sie mir diese Bemerkung erlauben – es freut mich, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten werden. Wenn Kapitän von Stockhausen mich hier abgelöst hat, werde ich in Gotenhafen eine neue U-Boot-Führungsstelle aufbauen, speziell für die Ausbildungsflottillen. Ich werde also dann ihr direkter Vorgesetzter sein.
Diese Neuigkeit ist für mich natürlich eine Überraschung, und es macht mich schon etwas stolz, dass Schütze nicht unglücklich darüber ist, weiter mit mir zu tun zu haben.
Sie sind ein guter Offizier und ein ausgezeichneter Seemann, fährt er fort, ich denke dass sie sich schnell an ihre neue Aufgabe gewöhnen, auch wenn sie ab jetzt keine großen Fahrten mehr machen werden. Und sobald ich etwas zu ihrer Besatzung höre, werde ich sie informieren.
Nach der Verabschiedung gehe ich in die Messe, wo die Besatzung wartet. Allen ist klar, dass ich etwas unewöhnliches sagen will, aber was genau, wissen sie natürlich nicht.
Männer, die letzte Fahrt hat jeden einzelnen von uns verändert. Ich denke jedem war klar, dass der Krieg Opfer fordert und dass auch wir nicht verschont bleiben. Aber die unmittelbare Erfahrung, 6 verlässliche Bootskameraden – und für manchen von euch wohl auch gute Freunde – zu verlieren, ist etwas auf das man sich nicht vorbereiten kann. Ich habe mich gefragt – und vielen von euch ging es sicher ähnlich – wie es jetzt weitergehen soll. Bei mir ging das so weit, dass ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt wieder rausfahren will. Vor 2 Tagen hat Kapitän Schütze mir erklärt, dass ich das Kommando über eine Ausbildungsflottille in Pillau übernehmen könnte. Und eben habe ich ihn zugesagt.
Die Reaktionen der Männer sind erwartungsgemäß unterschiedlich: Einige begreifen nicht, was meine Entscheidung bedeuten kann, andere scheinen traurig oder schockiert zu sein, dass sie nicht mehr mit mir rausfahren werden, und manche scheinen sich zu fragen, wie es für sie weitergeht.
Euch allen ist hoffentlich klar, dass ich mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Gerne wäre ich weiter mit euch auf See gewesen. Aber wir alle haben gemerkt, dass der Krieg härter wird. Und die Vorstellung, dass noch mehr von euch getötet werden und dass ich mich dafür verantwortlich fühlen würde, dass wir eventuell versenkt werden und keiner von euch je wieder nach Hause kommt – dieser Gedanke ist fast unerträglich und hat mich schließlich zu dieser Entscheidung gebracht. Ich weiß nicht, wie es für euch weitergeht, aber eines weiß ich: Ich werde weiter für euch da sein. Jeder einzene von euch kann zu mir kommen, wenn er Probleme hat, und ich werde dann helfen, so gut ich kann.
Einige Momente herrscht Stille. Die Männer müssen erst verarbeiten, was ich gerade verkündet habe. Dann ergreift Totenhagen, der Leitende Ingenieur das Wort.
Herr Kapitän, ich persönlich kann sagen, dass ich gerne mit ihnen gefahren bin. Ich weiß, dass es ihnen wichtig war, uns alle wieder zurückzubringen. Dass dies nicht immer gutgehen würde, war – wie sie richtig festgestellt haben – absehbar. Auch wenn ich lieber weiter mit ihnen gefahren wäre, ich kann ihre Entscheidung verstehen und wünsche uns allen, dass wir uns gesund wiedersehen.
Nach und nach kommen jetzt alle Männer, um ein paar Worte mit mir zu wechseln. Manche bedankensich für die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, andere wünschen mir Glück für die kommende Zeit. Aber wohl jeder macht sich Gedanken, wie es weitergeht.
Als Letzter kommt Konrad.
Alles Gute, Rolf, sagt er leise. Ich werde dich auf jeden Fall mal besuchen.
Vielleicht ist das gar nicht nötig, antworte ich ebenso leise. Es kann sein, dass ihr auf verschiedene Boote oder Ausbildungseinrichtungen verteilt werdet. Ich habe darum gebeten, dass du in diesem Fall mit mir nach Pillau kommst.
Ein Grinsen erscheint in seinem Gesicht.
Danke, murmelt er. Es wäre wirklich schön weiter mit dir zu arbeiten.
An diesem Abend sitzt die ganze Besatzung zusammen in einer Kneipe. Es ist keine richtige Feier, aber wirklich schlecht ist die Stimmung auch nicht. Die Männer genießen einfach die Zeit, weil keiner weiß, wie oft wir uns noch sehen.
[b]11.12. (Fortsetzung)[/b]
Dieses – zugegebenermaßen indirekte – Angebot kommt für mich ziemlich überraschend. Zwar hatte ich ja schon selbst darüber nachgedacht, ob ich überhaupt weitere Fahrten unternehmen will. Aber dass sich auch andere mit genau dieser Frage beschäftigen …
Da ich erst einmal nichts sage, spricht Kapitän Schütze weiter: [b]Wie sie vermutlich wissen, ist die 26. eine Ausbildungsflottille, die hauptsächlich der Torpedoschießausbildung dient. Sie haben in den letzten 3 Jahren mehr als einmal bewiesen, dass sie dieses Fach vorbildlich beherrschen, und nicht nur ich bin der Meinung, dass dieser Posten für sie genau passend wäre.[/b]
[b]Und meine Besatzung?[/b] frage ich nach einer kurzen Pause, [b]wie geht es weiter für meine Männer?[/b]
[b]Das …. kann ich leider nicht genau sagen[/b], antwortet Schütze zögernd. [b]Es gibt mehrere Optionen: Sie könnten mit einem neuen Kommandanten weiterfahren oder nach Bedarf auf andere Boote verteilt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre, sie zu verschiedenen Ausbildungsstellen zu versetzen, um ihre Erfahrung dort zu nutzen. Wir stecken da alle gerade ziemlich in der Zwickmühle.[/b]
Ich hebe fragend die Augenbrauen und er erklärt: [b]Sie wissen besser als ich, dass der Krieg für die U-Boote immer härter wird. Wir müssen mit stark steigenden Verlusten rechnen. In dieser Situation ist eine erfahrene und aufeinander eingespielte Besatzung wie ihre noch wertvoller als beispielsweise vor ein oder zwei Jahren. Einerseits hat sie immer noch gute Chancen Erfolge zu erzielen; andererseits müssen wir neue Besatzungen ausbilden und auf die Härte des Krieges vorbereiten, wobei die Erfahrung ihrer Männer unschätzbar wichtig werden könnte.[/b]
[b]Ich verstehe[/b], sage ich langsam. [b]Um ehrlich zu sein habe ich mich selbst schon gefragt, ob ich noch weitere Fahrten machen will. Und die Alternative, in die Ausbildung zu wechseln, klingt nicht schlecht. Wie lange habe ich Zeit für die Entscheidung?[/b]
[b]3 bis 4 Tage[/b], antwortet Schütze, [b]höchstens eine Woche. Der momentane Chef der 26., Kapitän von Stockhausen, soll im Januar hier meine Nachfolge antreten.[/b]
[b]Danke für das Angebot. Ich melde mich, wenn ich mich entschieden habe. Eine Frage hätte ich noch: Falls ich zusage und meine Besatzung aufgeteilt wird, wäre es dann möglich, dass mein 1WO, Oberleutnant Kimmelmann, mit mir nach Pillau kommt? Er hat auf diesem Gebiet fast soviel Erfahrung wie ich und wäre mir sicher eine große Hilfe.[/b]
[b]Versprechen kann ich nichts[/b], betont Schütze, [b]zumal die Entscheidung über die weitere Verwendung ihrer Männer ja erst nach ihrer Zusage anstehen würde. Aber falls sie zusagen, werde ich ihre Bitte weitergeben.[/b]
[b]Vielen Dank, Herr Kapitän[/b], verabschiede ich mich und kehre in meine Unterkunft zurück.
Den restlichen Tag verbringe ich damit, über das Gespräch nachzudenken.
Da nicht nur meine Zukunft, sondern auch die Zukunft meiner Besatzung von meiner Entscheidung abhängt, mache ich mir die Sache nicht leicht und versuche, jede Möglickeit und ihre Folgen gründlich abzuwägen.
[b]12.12.[/b]
Den ganzen Tag gehe ich immer wieder die gleichen Gedanken durch.
[i]Ich bin nicht sicher, ob ich noch einmal einen solchen tödlichen Fliegerangriff ertragren könnte – wahrscheinlich nicht.
Außerdem steigt mit jeder Fahrt das Risiko, dass das Bootversenkt wird und möglicherweise die ganze Besatzung fällt.
Die Verantwortung dafür – selbst wenn es für mich abgesehen vom eigenen Tod keine Folgen hätte – will ich nicht tragen müssen.
Aber wie würde ich mich fühlen, wenn die Männer ohne mich wieder rausfahren – womöglich noch getrennt auf verschiedenen Booten?
Es wäre wohl seltsam zu wissen, dass sie weiter ihr Leben riskieren, während ich gleichzeitig relativ sicher in der Ausbildung arbeite.
Allerdings: Falls dann einer oder auch mehrere der Männer nicht mehr zurückkommen sollten, müsste ich nicht damit leben, dafür verantwortlich zu sein.
Ein wirklicher Trost wäre das wohl nicht, würde aber eventuell zumindest etwas helfen.[/i]
[b]13.12.[/b]
Die Entscheidung ist gefallen!
Am Vormittag stehe ich wieder bei Kapitän Schütze im Büro.
Meinen 1WO Konrad habe ich vorher angewiesen, die ganze Besatzung in der Messe der Flottille zu versammeln.
[b]Herr Kapitän, ich habe mich dazu entschieden, die 26. Flottille in Pillau zu übernehmen.[/b]
Schütze wirkt irgendwie erleichtert.
[b]Ich bin mir sicher, dass sie gute Arbeit leisten werden. Und – wenn sie mir diese Bemerkung erlauben – es freut mich, dass wir auch in Zukunft zusammenarbeiten werden. Wenn Kapitän von Stockhausen mich hier abgelöst hat, werde ich in Gotenhafen eine neue U-Boot-Führungsstelle aufbauen, speziell für die Ausbildungsflottillen. Ich werde also dann ihr direkter Vorgesetzter sein.[/b]
Diese Neuigkeit ist für mich natürlich eine Überraschung, und es macht mich schon etwas stolz, dass Schütze nicht unglücklich darüber ist, weiter mit mir zu tun zu haben.
[b]Sie sind ein guter Offizier und ein ausgezeichneter Seemann[/b], fährt er fort, [b]ich denke dass sie sich schnell an ihre neue Aufgabe gewöhnen, auch wenn sie ab jetzt keine großen Fahrten mehr machen werden. Und sobald ich etwas zu ihrer Besatzung höre, werde ich sie informieren.[/b]
Nach der Verabschiedung gehe ich in die Messe, wo die Besatzung wartet. Allen ist klar, dass ich etwas unewöhnliches sagen will, aber was genau, wissen sie natürlich nicht.
[b]Männer, die letzte Fahrt hat jeden einzelnen von uns verändert. Ich denke jedem war klar, dass der Krieg Opfer fordert und dass auch wir nicht verschont bleiben. Aber die unmittelbare Erfahrung, 6 verlässliche Bootskameraden – und für manchen von euch wohl auch gute Freunde – zu verlieren, ist etwas auf das man sich nicht vorbereiten kann. Ich habe mich gefragt – und vielen von euch ging es sicher ähnlich – wie es jetzt weitergehen soll. Bei mir ging das so weit, dass ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt wieder rausfahren will. Vor 2 Tagen hat Kapitän Schütze mir erklärt, dass ich das Kommando über eine Ausbildungsflottille in Pillau übernehmen könnte. Und eben habe ich ihn zugesagt.[/b]
Die Reaktionen der Männer sind erwartungsgemäß unterschiedlich: Einige begreifen nicht, was meine Entscheidung bedeuten kann, andere scheinen traurig oder schockiert zu sein, dass sie nicht mehr mit mir rausfahren werden, und manche scheinen sich zu fragen, wie es für sie weitergeht.
[b]Euch allen ist hoffentlich klar, dass ich mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Gerne wäre ich weiter mit euch auf See gewesen. Aber wir alle haben gemerkt, dass der Krieg härter wird. Und die Vorstellung, dass noch mehr von euch getötet werden und dass ich mich dafür verantwortlich fühlen würde, dass wir eventuell versenkt werden und keiner von euch je wieder nach Hause kommt – dieser Gedanke ist fast unerträglich und hat mich schließlich zu dieser Entscheidung gebracht. Ich weiß nicht, wie es für euch weitergeht, aber eines weiß ich: Ich werde weiter für euch da sein. Jeder einzene von euch kann zu mir kommen, wenn er Probleme hat, und ich werde dann helfen, so gut ich kann.[/b]
Einige Momente herrscht Stille. Die Männer müssen erst verarbeiten, was ich gerade verkündet habe. Dann ergreift Totenhagen, der Leitende Ingenieur das Wort.
[b]Herr Kapitän, ich persönlich kann sagen, dass ich gerne mit ihnen gefahren bin. Ich weiß, dass es ihnen wichtig war, uns alle wieder zurückzubringen. Dass dies nicht immer gutgehen würde, war – wie sie richtig festgestellt haben – absehbar. Auch wenn ich lieber weiter mit ihnen gefahren wäre, ich kann ihre Entscheidung verstehen und wünsche uns allen, dass wir uns gesund wiedersehen.[/b]
Nach und nach kommen jetzt alle Männer, um ein paar Worte mit mir zu wechseln. Manche bedankensich für die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, andere wünschen mir Glück für die kommende Zeit. Aber wohl jeder macht sich Gedanken, wie es weitergeht.
Als Letzter kommt Konrad.
[b]Alles Gute, Rolf[/b], sagt er leise. [b]Ich werde dich auf jeden Fall mal besuchen.[/b]
[b]Vielleicht ist das gar nicht nötig[/b], antworte ich ebenso leise. [b]Es kann sein, dass ihr auf verschiedene Boote oder Ausbildungseinrichtungen verteilt werdet. Ich habe darum gebeten, dass du in diesem Fall mit mir nach Pillau kommst.[/b]
Ein Grinsen erscheint in seinem Gesicht.
[b]Danke[/b], murmelt er. [b]Es wäre wirklich schön weiter mit dir zu arbeiten.[/b]
An diesem Abend sitzt die ganze Besatzung zusammen in einer Kneipe. Es ist keine richtige Feier, aber wirklich schlecht ist die Stimmung auch nicht. Die Männer genießen einfach die Zeit, weil keiner weiß, wie oft wir uns noch sehen.