von dimovski » Sa 04.04.2020, 12:57
Werte Leserschaft,
leider wird es hier nicht mehr weitergehen. Als vor zwei Monaten Unser Laptop endgültig den Geist aufgab, gelangte auch die nicht mehr zu rettende Festplatte in den Elektro
(schrott)himmel. Jedenfalls bezweifeln Wir, dass sich aus ihr noch etwas retten lässt. Und selbst wenn es möglich wäre, fehlt Uns schlicht die Zeit dazu. Da Wir mit der letzten Festplattenmigration Unsere Saves, Berichte und Bilder für einigermaßen sicher hielten, erlaubten Wir die Formatierung eines USB-Sticks, welcher Uns als Backup diente. In Unserer grenzenlosen Dämlichkeit verloren Wir also mindestens ein fertiggeschriebenes Update für diesen AAR, den Speicherstand Unserer WinSPWW2-Kampagne, zahlreiche vorgefertigte Updates zu den letzten zwei Gefechten in Polen (inkl. eines fiktiven Kampfes um Lemberg) mit bereits zugeschnittenen Bildern und verfassten Kommentaren, eine fast-vollendete handgefertigte Karte des Großraums Hargimont-Jemelle-Rochefort-Wavreille-Masbourg-Nassogne sowie eine Komplettrevision der bereits veröffentlichten Updates mit besserer Bildqualität und etwas weniger... sportlichen Kommentaren, um es mit den Worten des edlen Cfanten auszudrücken.
Da jeder weiterer Beitrag im WinSPWW2-Thread die Mutter aller Necros wäre, darf die Leserschaft hier die Vollversion Unserer Wehklage genießen.
Jedenfalls möchten Wir den geschätzten Spektateuren noch einen letzten Einblick in die Geschichte Montenegros geben.
Nur wenige Monate nach der Krönung des neuen Herrschers, Danilo, griffen die Osmanen an. Nach mehreren blutigen Schlachten, in denen Zigtausende Montenegriner und Albaner das größtmögliche Opfer brachten, konnten die osmanischen Unterdrücker zurückgetrieben werden. Bosnien fiel als Reparationszahlung an Uns. Nachdem Montenegro so eindrucksvoll seine Macht und seinen Willen zur Freiheit bewies, gab es zumindest kurzzeitig keine größeren Bedrohungen am europäischen Festland für diese mutige kleine Nation. Danilo förderte bis zu seinem Tode große Infrastruktur- und Industrialisierungsprojekte in allen Regionen Montenegros. Er starb am 13. August 1860.
Sein Nachfolger, Nikola, hatte weitaus größere Ambitionen. Seiner Rolle als geistliches Oberhaupt der montenegrinischen Kirche folgend, führte er mehrere Heilige Kriege in denen er für Montenegro Tlemcen und Tunesien, Mittelägypten, die Halbinsel Sinai, Abu Dhabi sowie die Region Hedschas eroberte. Seine engstirnige Haltung gegenüber der muslimischen Minderheit, die durch seine Feldzüge de facto zur Mehrheit wurde...

...führte 1899 zu einem gewaltigen Aufstand in vielen Regionen Montenegros und der Belagerung von Cetinje. Dem Befehlshaber der letzten regierungstreuen Streitkräfte, General Obrenović, machten die Rebellen ein verlockendes Angebot. Sollte er bereit sein, Konzessionen gegenüber den Muslimen zu machen und der Schändung der heiligen Stätten in Mekka und Medina ein Ende zu setzen, wäre im erlaubt sich zum König von Jugoslawien zu proklamieren. Es war ursprünglich vorgesehen, den AAR mit diesem Cliffhanger zu beenden.

Während Montenegro die heilige Pflicht der Evangelisierung auf sich nahm, intervenierten Belgien, Frankreich, Russland und das Vereinte Königreich um die Bildung eines Deutschen Reichs unter Süddeutscher Führung zu verhindern. Belgien konnte sich das Rheinland einverleiben, während Frankreich Elsaß-Lothringen wieder heim in l’État brachte und das Mächtegleichgewicht durch die Befreiung Preußens wiederherstellte.
General Obremović blieb seinem Herrscher treu. Die folgenden Jahre waren von schwerer Repression aller nicht-orthodoxen Bürger und absolutistischer Dekadenz gekennzeichnet. Blut floss in Strömen. Nikola wurde immer unberechenbarer - er griff das Osmanenreich an, um Syrien als Enklave zu erobern. Nur durch die Intervention Russlands konnten die Osmanen dazu gezwungen werden, den Bau einer montenegrinisch-kontrollierten Eisenbahn zwischen Damietta und Damaskus zu erlauben.


Er verwickelte sich, parallel zur Kolonisierung der Regionen Südmadagaskar, Dschibuti und Oromia, in fünf Kolonialkriege mit Portugal, den USA und Großbritannien, in Folge derer Montenegro für sich das Somaliland, Nord- und Ostangola...

...wie auch die pazifischen Marinestützpunkte Tahiti und Fiji sichern konnte:

Seine Hilfe im Britisch-französischen Krieg ließ er sich von den Franzosen durch die Annexion eines Teils der Hausastaaten bezahlen, während seine Truppen Abessinien angriffen:

In den späten 20ern wurde das montenegrinische Kolonialimperium durch die Annexion der Insel Java abgerundet:


Polen entstand nach großen Aufständen und einer internationalen Krise, konnte aber seine teritorriele Unversehrtheit nicht aus eigener Kraft verteidigen, weswegen es nach wenigen Jahren durch die königlich- und kaiserliche Übernahme Mährens in zwei geschnitten wurde. Österreich-Ungarn bekriegte sich oft gegen Italien, welches kurzzeitig Tirol, Venedig, Istrien, Kroatien und Dalmatien erobern konnte. Nach einem missglückten Krieg kam es zur Sezession Kroatiens, welches kurzerhand Istrien und Dalmatien annektierte. Deutschland musste, als italienischer Verbündeter, Schleswig-Holstein an Dänemark abtreten und Frankreich nutzte die Gunst der Stunde um Sardinien-Piemont von Italien zu befreien. Inspiriert durch wie Pilze aus dem Boden schießende pannationale Bewegungen, proklamierte Kroatien unilateral Jugoslawien, womit jede Hilfe und außenpolitische Unterstützung der Großmächte Russland und Frankreich unmöglich wurde. So kam es, dass nach wenigen Jahren der Unabhängigkeit Kroatien wieder gänzlich von Österreich-Ungarn geschluckt wurde.
Durch die großangelegten Rüstungsprogramme, die für solch eine Expansionspolitik zwingend nötig sind, konnte Montenegro große Fortschritte in puncto Industrialisierung vermelden. Drei Panzerfabriken lieferten das nötige Kriegsmaterial, um das montenegrinische Heer von 70 auf 120 Regimenter und insgesamt 360.000 Mann aufzustocken, während eine Vakuumröhrenfabrik die nötige Ausrüstung für den Bau der 19 montenegrinischen Großlinienschiffe lieferte:


Mit dem dadurch erlangten Knowhow war es für die montenegrinischen Ingenieure ein Kinderspiel den Pileckikanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer zu erbauen.
Montenegro konnte seine Bevölkerung und seinen Einfluss innerhalb weniger Jahrzehnte vervielfachen und war nun eine echte Großmacht. Eine strategische Glanzleistung, zweifelsohne, doch blieb vielleicht deswegen die Menschlichkeit auf der Strecke?


Fin
Diese Bilder konnten Wir aus einem alten reddit-post (2017! :eek

retten. Wir hoffen, dass mit diesem Epilog Unser AAR einen würdigen, wenn auch nicht gebührenden Abschluss findet.
Werte Leserschaft,
leider wird es hier nicht mehr weitergehen. Als vor zwei Monaten Unser Laptop endgültig den Geist aufgab, gelangte auch die nicht mehr zu rettende Festplatte in den Elektro[size=75](schrott)[/size]himmel. Jedenfalls bezweifeln Wir, dass sich aus ihr noch etwas retten lässt. Und selbst wenn es möglich wäre, fehlt Uns schlicht die Zeit dazu. Da Wir mit der letzten Festplattenmigration Unsere Saves, Berichte und Bilder für einigermaßen sicher hielten, erlaubten Wir die Formatierung eines USB-Sticks, welcher Uns als Backup diente. In Unserer grenzenlosen Dämlichkeit verloren Wir also mindestens ein fertiggeschriebenes Update für diesen AAR, den Speicherstand Unserer WinSPWW2-Kampagne, zahlreiche vorgefertigte Updates zu den letzten zwei Gefechten in Polen (inkl. eines fiktiven Kampfes um Lemberg) mit bereits zugeschnittenen Bildern und verfassten Kommentaren, eine fast-vollendete handgefertigte Karte des Großraums Hargimont-Jemelle-Rochefort-Wavreille-Masbourg-Nassogne sowie eine Komplettrevision der bereits veröffentlichten Updates mit besserer Bildqualität und etwas weniger... sportlichen Kommentaren, um es mit den Worten des edlen Cfanten auszudrücken. [size=75]Da jeder weiterer Beitrag im WinSPWW2-Thread die Mutter aller Necros wäre, darf die Leserschaft hier die Vollversion Unserer Wehklage genießen.[/size]
Jedenfalls möchten Wir den geschätzten Spektateuren noch einen letzten Einblick in die Geschichte Montenegros geben.
[align=center][b]Nur wenige Monate nach der Krönung des neuen Herrschers, Danilo, griffen die Osmanen an. Nach mehreren blutigen Schlachten, in denen Zigtausende Montenegriner und Albaner das größtmögliche Opfer brachten, konnten die osmanischen Unterdrücker zurückgetrieben werden. Bosnien fiel als Reparationszahlung an Uns. Nachdem Montenegro so eindrucksvoll seine Macht und seinen Willen zur Freiheit bewies, gab es zumindest kurzzeitig keine größeren Bedrohungen am europäischen Festland für diese mutige kleine Nation. Danilo förderte bis zu seinem Tode große Infrastruktur- und Industrialisierungsprojekte in allen Regionen Montenegros. Er starb am 13. August 1860.
Sein Nachfolger, Nikola, hatte weitaus größere Ambitionen. Seiner Rolle als geistliches Oberhaupt der montenegrinischen Kirche folgend, führte er mehrere [i]Heilige Kriege[/i] in denen er für Montenegro Tlemcen und Tunesien, Mittelägypten, die Halbinsel Sinai, Abu Dhabi sowie die Region Hedschas eroberte. Seine engstirnige Haltung gegenüber der muslimischen Minderheit, die durch seine Feldzüge [i]de facto[/i] zur Mehrheit wurde...
[img]https://i.imgur.com/yfqAu04.jpg[/img]
...führte 1899 zu einem gewaltigen Aufstand in vielen Regionen Montenegros und der Belagerung von Cetinje. Dem Befehlshaber der letzten regierungstreuen Streitkräfte, General Obrenović, machten die Rebellen ein verlockendes Angebot. Sollte er bereit sein, Konzessionen gegenüber den Muslimen zu machen und der Schändung der heiligen Stätten in Mekka und Medina ein Ende zu setzen, wäre im erlaubt sich zum König von Jugoslawien zu proklamieren. [size=75]Es war ursprünglich vorgesehen, den AAR mit diesem Cliffhanger zu beenden.[/size]
[img]https://i.imgur.com/tr6QfbY.jpg[/img]
Während Montenegro die heilige Pflicht der Evangelisierung auf sich nahm, intervenierten Belgien, Frankreich, Russland und das Vereinte Königreich um die Bildung eines Deutschen Reichs unter Süddeutscher Führung zu verhindern. Belgien konnte sich das Rheinland einverleiben, während Frankreich Elsaß-Lothringen wieder heim in l’État brachte und das Mächtegleichgewicht durch die Befreiung Preußens wiederherstellte.
General Obremović blieb seinem Herrscher treu. Die folgenden Jahre waren von schwerer Repression aller nicht-orthodoxen Bürger und absolutistischer Dekadenz gekennzeichnet. Blut floss in Strömen. Nikola wurde immer unberechenbarer - er griff das Osmanenreich an, um Syrien als Enklave zu erobern. Nur durch die Intervention Russlands konnten die Osmanen dazu gezwungen werden, den Bau einer montenegrinisch-kontrollierten Eisenbahn zwischen Damietta und Damaskus zu erlauben.
[img]https://i.imgur.com/ql78Utu.jpg[/img]
[img]https://i.imgur.com/OXYQqCn.jpg[/img]
Er verwickelte sich, parallel zur Kolonisierung der Regionen Südmadagaskar, Dschibuti und Oromia, in fünf Kolonialkriege mit Portugal, den USA und Großbritannien, in Folge derer Montenegro für sich das Somaliland, Nord- und Ostangola...
[img]https://i.imgur.com/MZMT6uX.jpg[/img]
...wie auch die pazifischen Marinestützpunkte Tahiti und Fiji sichern konnte:
[img]https://i.imgur.com/CTuLSgg.jpg[/img]
Seine Hilfe im Britisch-französischen Krieg ließ er sich von den Franzosen durch die Annexion eines Teils der Hausastaaten bezahlen, während seine Truppen Abessinien angriffen:
[img]https://i.imgur.com/yABUwiO.jpg[/img]
In den späten 20ern wurde das montenegrinische Kolonialimperium durch die Annexion der Insel Java abgerundet:
[img]https://i.imgur.com/qDxu7Sr.jpg[/img]
[img]https://i.imgur.com/tr6QfbY.jpg[/img]
Polen entstand nach großen Aufständen und einer internationalen Krise, konnte aber seine teritorriele Unversehrtheit nicht aus eigener Kraft verteidigen, weswegen es nach wenigen Jahren durch die königlich- und kaiserliche Übernahme Mährens in zwei geschnitten wurde. Österreich-Ungarn bekriegte sich oft gegen Italien, welches kurzzeitig Tirol, Venedig, Istrien, Kroatien und Dalmatien erobern konnte. Nach einem missglückten Krieg kam es zur Sezession Kroatiens, welches kurzerhand Istrien und Dalmatien annektierte. Deutschland musste, als italienischer Verbündeter, Schleswig-Holstein an Dänemark abtreten und Frankreich nutzte die Gunst der Stunde um Sardinien-Piemont von Italien zu befreien. Inspiriert durch wie Pilze aus dem Boden schießende pannationale Bewegungen, proklamierte Kroatien unilateral Jugoslawien, womit jede Hilfe und außenpolitische Unterstützung der Großmächte Russland und Frankreich unmöglich wurde. So kam es, dass nach wenigen Jahren der Unabhängigkeit Kroatien wieder gänzlich von Österreich-Ungarn geschluckt wurde.
Durch die großangelegten Rüstungsprogramme, die für solch eine Expansionspolitik zwingend nötig sind, konnte Montenegro große Fortschritte in puncto Industrialisierung vermelden. Drei Panzerfabriken lieferten das nötige Kriegsmaterial, um das montenegrinische Heer von 70 auf 120 Regimenter und insgesamt 360.000 Mann aufzustocken, während eine Vakuumröhrenfabrik die nötige Ausrüstung für den Bau der 19 montenegrinischen Großlinienschiffe lieferte:
[img]https://i.imgur.com/kbNBEGZ.jpg[/img]
[img]https://i.imgur.com/RXTD2BX.jpg[/img]
Mit dem dadurch erlangten Knowhow war es für die montenegrinischen Ingenieure ein Kinderspiel den Pileckikanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer zu erbauen.
Montenegro konnte seine Bevölkerung und seinen Einfluss innerhalb weniger Jahrzehnte vervielfachen und war nun eine echte Großmacht. Eine strategische Glanzleistung, zweifelsohne, doch blieb vielleicht deswegen die Menschlichkeit auf der Strecke?
[img]https://i.imgur.com/1wblHL9.jpg[/img]
[img]https://i.imgur.com/uL4k9S5.jpg[/img]
[size=134]Fin[/size] [/b] [/align]
Diese Bilder konnten Wir aus einem alten reddit-post (2017! :eek :) retten. Wir hoffen, dass mit diesem Epilog Unser AAR einen würdigen, wenn auch nicht gebührenden Abschluss findet.