von Arminus » Mo 16.07.2018, 11:43
Habe EU:R nie gespielt, kann daher nicht bewerten, inwiefern es sich bei IR im einen Klon handelt. Skandalöser Weise hat Pdox es anscheinend aber zur Masche gemacht, 10 Jahre alte Titel auf neuer Engine einfach so zu klonen. Nach intensiveren Recherchen sind HOI2-4 nur Klone des Klassikers Hearts of Iron, bei CK2 handelt es sich um eine technische bessere Kopie von Crusader Kings, während EUI-IV einfach nur überragende Portierungen eines recht unbekannten Brettspiels sind. Da wird der Kunde gemolken und gemolken, den einzigen Rest von Anstand bewies die Firma bei der Entscheidung, nicht den Weg Richtung Vicky 3 einzuschlagen, welches Insiderwissen nach eh nur ein Abklatsch des betriebswirtschaftlich überaus durchschnittlich erfolgreichem Vicky 2 geworden wäre.
Im Ernst, ich kann in den aktuellen Devdiaries auch noch keine bahnbrechenden Neuerungen entdecken, sieht man mal von der Maßlosigkeit der Karte ab. Ich würde das Thema EU:Rome aber insgesamt nicht zu hoch hängen. Einerseits ist es nun mal so, dass Pdox technisch eine Plattform entwickelt und auch spielekonzeptuell ein kompaktes Portfolio unterhält. Aber nur, weil Stellaris sich dem POP-Konzept bedient, würde es niemand zum Vicky-RipOff herunterwürdigen. Oder HOI4 und EU4 als Klone bezeichnen, weil die Featuresets National Focus und Missions nun mal Spielkonzept und technische Basis teilen. Und andererseits ist doch das historische Setting, das den Vergleich mit EU:Rome ermöglicht, doch nicht gewählt worden, um einen Nachfolger dieses Titels schaffen. Zwar hat Pdox mit Stellaris erfolgreich seinen ersten Titel ohne historisches Szenario entwickelt und platziert, aber es ist für mich nachvollziehbar, dass man für den nächsten großen Titel (also für die nächste Plattform im Gaming-As-A-Service-Geschäftsmodell) ein klassisches Setting wählt

, mit dem man schnell eine große Käuferbasis ansprechen kann und weiß, dass man langfristig neues Material für DLCs hat. Und da CK mittlerweile ja schon fast in der Spätantike angekommen ist und sich Nachkriegssettings außerhalb dieser Hallen nur für FPS-Titel eignen, bleibt nicht mehr viel. Die Antike bis zum Bronze Age Collapse hätte ich persönlich interessanter gefunden als die Klassische Epoche, aber als Kelte in Britannien, Iberien oder Asia minor ein Reich wider lateinischer, hellenischer und iranischer Vorherrschaft aufzubauen, klingt interessant. Wenn sie dann mit DLCs Spielzeit und -raum erweitern, kann man (also Abo) wenigstens alle Christen strafen oder das Tarimbecken gegen die Xiongnu und die Han zu verteidigen.
Aber wahrscheinlich läuft es drauf hinaus, dass nach 10 Jahren Spielzeit Persien bis in den Maghreb und an den Oberlauf der Donau geblobt ist, sich alle mittel-/osteuropäischen Pdoxspieler über die Verteilung von slawischen Provinzen aufregen, während der 12. Patch in Folge versucht, die Interaktionen der Provinzhalter-KI mit dem Sklavenmarkt zu fixen.
Habe EU:R nie gespielt, kann daher nicht bewerten, inwiefern es sich bei IR im einen Klon handelt. Skandalöser Weise hat Pdox es anscheinend aber zur Masche gemacht, 10 Jahre alte Titel auf neuer Engine einfach so zu klonen. Nach intensiveren Recherchen sind HOI2-4 nur Klone des Klassikers Hearts of Iron, bei CK2 handelt es sich um eine technische bessere Kopie von Crusader Kings, während EUI-IV einfach nur überragende Portierungen eines recht unbekannten Brettspiels sind. Da wird der Kunde gemolken und gemolken, den einzigen Rest von Anstand bewies die Firma bei der Entscheidung, nicht den Weg Richtung Vicky 3 einzuschlagen, welches Insiderwissen nach eh nur ein Abklatsch des betriebswirtschaftlich überaus durchschnittlich erfolgreichem Vicky 2 geworden wäre.
Im Ernst, ich kann in den aktuellen Devdiaries auch noch keine bahnbrechenden Neuerungen entdecken, sieht man mal von der Maßlosigkeit der Karte ab. Ich würde das Thema EU:Rome aber insgesamt nicht zu hoch hängen. Einerseits ist es nun mal so, dass Pdox technisch eine Plattform entwickelt und auch spielekonzeptuell ein kompaktes Portfolio unterhält. Aber nur, weil Stellaris sich dem POP-Konzept bedient, würde es niemand zum Vicky-RipOff herunterwürdigen. Oder HOI4 und EU4 als Klone bezeichnen, weil die Featuresets National Focus und Missions nun mal Spielkonzept und technische Basis teilen. Und andererseits ist doch das historische Setting, das den Vergleich mit EU:Rome ermöglicht, doch nicht gewählt worden, um einen Nachfolger dieses Titels schaffen. Zwar hat Pdox mit Stellaris erfolgreich seinen ersten Titel ohne historisches Szenario entwickelt und platziert, aber es ist für mich nachvollziehbar, dass man für den nächsten großen Titel (also für die nächste Plattform im Gaming-As-A-Service-Geschäftsmodell) ein klassisches Setting wählt :tongue: , mit dem man schnell eine große Käuferbasis ansprechen kann und weiß, dass man langfristig neues Material für DLCs hat. Und da CK mittlerweile ja schon fast in der Spätantike angekommen ist und sich Nachkriegssettings außerhalb dieser Hallen nur für FPS-Titel eignen, bleibt nicht mehr viel. Die Antike bis zum Bronze Age Collapse hätte ich persönlich interessanter gefunden als die Klassische Epoche, aber als Kelte in Britannien, Iberien oder Asia minor ein Reich wider lateinischer, hellenischer und iranischer Vorherrschaft aufzubauen, klingt interessant. Wenn sie dann mit DLCs Spielzeit und -raum erweitern, kann man (also Abo) wenigstens alle Christen strafen oder das Tarimbecken gegen die Xiongnu und die Han zu verteidigen. :ritter:
Aber wahrscheinlich läuft es drauf hinaus, dass nach 10 Jahren Spielzeit Persien bis in den Maghreb und an den Oberlauf der Donau geblobt ist, sich alle mittel-/osteuropäischen Pdoxspieler über die Verteilung von slawischen Provinzen aufregen, während der 12. Patch in Folge versucht, die Interaktionen der Provinzhalter-KI mit dem Sklavenmarkt zu fixen.