von Private_S » So 13.08.2017, 22:45
Also denn, Unser Super-Mini-AAR:Wir spielen Kanada, als halbes Hands-off, zum Reinschnuppern. Wir haben jetzt April 1944, und es sieht düster aus. Schön, eine Achsen-KI mal wieder halbwegs erfolgreich operieren zu sehen … Aber eben nur halbwegs, hä hä *sichHoffnung ´mach*Bis etwa 1941 folgte der Spielverlauf ungefähr dem historischen Pfad. Italien kam etwas spät aus dem Knick, erst nach dem Fall Frankreichs, die Eroberung Griechenlands begann früh, zog sich jedoch etwas, durchaus plausibel, durch die schwierigen Geländeverhältnisse.

Unsere eigene Kampfaktivität setzte erst 1940 in Nordafrika ein. Gut ausbalancierte Schlachten, soweit Wir das verfolgen konnten, zu Land, Wasser und Luft. Die Italiener schlugen sich ganz wacker, aber verloren – natürlich – letztlich.Etwas störend war das altbekannte Stapeln britischer Truppen in Nordafrika. Immerhin schien England mit der Zeit zu versuchen, diese abzubauen, wohl u. a. um auf Sizilien zu landen. Einige der Divisionen dürften allerdings samt ihren Transportern auf dem Meeresgrund gelandet sein.







Die KI unternimmt durchaus Invasionen, durchaus auch planvoll. Wie Wir selbst auf Kreta, von Uns lange besetzt gehalten, erleben konnten, hat die KI allerdings den Tick, eine einmal begonnene Invasionsplanung auf Teufel komm raus immer zu wiederholen, bis sie entweder Erfolg hat oder alles versenkt ist. So haben Uns Monat um Monat immer dieselben italienischen Divisionen in Herakleion angegriffen, was an sich noch nicht so schlimm ist. Aber sie hatten auch immer denselben Schiffsverband bei sich. Was Uns erlaubte, diesen, nachdem einzelne Schiffe erst einmal nachhaltig an Stärke verloren hatten, ganz zu versenken. Zudem schützt die KI diese Transport- bzw. Invasionsverbände oft auch nur unzureichend.Was Uns zu einer zweiten Beobachtung führt: Die KI scheint – die geringen Versenkungszahlen zeigen es – operiert anscheinend sehr vorsichtig mit ihren Schiffen. Ab und zu, vor allem sobald man unaufmerksam ist, schlägt sie jedoch überraschend und mit Wucht zu. Wie gesagt, auch die Seeschlachten wirken sehr ausgewogen; so dauert es, bis ein Pott wirklich mal versenkt ist. Das gibt auch uns Kanadiern eine gewisse Chance. Am Ende ist die kanadische Marine eine der wenigens, die bisher überhaupt eine nennenswerte Anzahl Schiffe versenkt hat, vor allem italienische Transporter …


Etwas unrealistisch: Die Briten hatten mehr und mehr ihre Insel entblößt, die Sicherung übernahmen später die Amerikaner. Die deutsche KI erscheint recht hasenfüßig – selbst jetzt, wo die Insel Anfang 1944 völlig leer steht, unternimmt sie keinen Landungsversuch – während alles, was im britischen Empire Beine hat, in Mittleren und Fernen Osten kämpft. Allein einige kanadische Divisionen übernehmen nun die Sicherung.
Sehr unterhaltsam ist sind die wechselnden militärischen Großwetterlagen: 1941 startete Barbarossa, Ende 1941 standen die Deutschen schon in Moskau, Leningrad war lange umkämpft, Stalingrad im April 1942 schon besetzt. Danach mühten sich die Deutschen, drangen aber langsam vorwärts. Juni 1942: Finnland fällt – wie das die Sowjets geschafft haben, bleibt ihr Geheimnis, aber die Achse konnte hier im Norden nie viel Land gewinnen. Finnland bleibt nun vorerst neutrale Demokratie.



Im November 1941 startete Japan den Angriff gegen USA, Großbritannien und Ndl. Ostindien (letzteres kam dennoch erst ein Jahr später zu den Alliierten!). Japan bleibt außerhalb der Achse. Im Gegensatz zu den Deutschen kam Japan nur langsam voran. Philippinen dauerte bis Mai 1942, bislang hält Hongkong, Singapur fiel erst irgendwann 1943, Indonesien ist immer noch nur halb erobert. Siam wurde im August 1942 von den Alliierten besiegt, bleibt faschistisch, nun aber neutral (alliiertes Durchmarschrecht). Die Alliierten halten seither Kambodscha (freies Frankreich), können auch in Nordindochina einfallen, aber alles sehr zögernd.

Mitte 1943 die fette Überraschung: Deutschland und Sowjetunion schließen Frieden (bitter peace für SOV, laut Logeintrag). Deutschland reicht nun bis zum Ural, Finnland bekommt ganz Karelien und Kola, sogar die Japaner scheinen etwas zu erben, nämlich Nordsachalin (überhaupt Sachalin und Kurilen: da kann man echt hohe MP-Reserven farmen, wenn es Wir richtig gesehen haben).Der Grund für diesen Friedensschluss möglicherweise: Die Amerikaner sind im Juni 1943 in der Normandie gelandet, mit ca. 50 Divisionen – wegen der hohen Stapel und der kleinen Provinzen nicht genau zu erkennen. Leider kommen sie über Cherbourg und Bayeux nicht hinaus, Entlastungsangriffe an weiteren Küstenabschnitten werden anscheinend nicht gefahren. Unser kanadischer Versuch zur Eroberung der Bretagne endet nach 3 Wochen nach kurzem Überraschungserfolg in hastiger, aber erfolgreicher Flucht zurück auf die Insel. Nur ein Zerstörer geht zu Bruch – die aufgeschreckten deutschen Uboote versenken ihn vor St. Malo, sie sind ziemlich schlagkräftig. 3 Monate brauchen die Deutschen aber, um die gelandeten Amerikaner aufzureiben. Damit jedoch haben die Alliierten in West-/Nordeuropa keine Puste mehr. Außer uns, die Norwegen befreien, unter Hilfe einiger amerikanischer Restdivisionen. Die Deutschen haben hier nur 3 Divisionen, auch ihre Flotte hält sich lange – übervorsichtig – zurück. Angenehm, dass die KI hier nicht wie in HoI3 ihr halbes Heer in die nordischen Wälder schickt.



Dann der nächste Kracher, September 1943: Wir attackieren die Besatzer in Norwegen. Die frustierten Russen erklären den Japanern den Krieg! Bamm! Deutschland hält die Füße still.
Die Japaner murksen weiter rum. China bricht vor, die Russen auch, durch irgendein Event wird nun der Kwantung-Satellitenstaat aufgelöst und Japan zugeschlagen.
Derweil wird unsere Befürchtung wahr: Die Deutschen brechen nach Bitter Peace über den Kaukasus tatsächlich erfolgreich nach Persien (zuvor von Allies und Sowjets zur Räson gebracht) und Mittelost durch, bis April 1944 fallen Irak und Syrien. Da Wir mit unseren paar kanadischen Divisionen bereits die Verteidigung der britischen Inseln übernehmen müssen, hoffen Wir, dass die KI irgendwie den Suezkanal und die Pässe nach Indien als nächstliegende Engpässe zu halten weiß.
Ach ja, ab und an gibt es auch lustige Meldungen von der 007-Fraktion.
Es ist, wie gesagt, düster. Aber noch nicht entschieden. Alles sehr spannend.Damit zurück ins Studio nach Mainz.
[b]Also denn, Unser Super-Mini-AAR:[/b]Wir spielen Kanada, als halbes Hands-off, zum Reinschnuppern. Wir haben jetzt April 1944, und es sieht düster aus. Schön, eine Achsen-KI mal wieder halbwegs erfolgreich operieren zu sehen … Aber eben nur halbwegs, hä hä *sichHoffnung ´mach*Bis etwa 1941 folgte der Spielverlauf ungefähr dem historischen Pfad. Italien kam etwas spät aus dem Knick, erst nach dem Fall Frankreichs, die Eroberung Griechenlands begann früh, zog sich jedoch etwas, durchaus plausibel, durch die schwierigen Geländeverhältnisse.[attachment=24]greece_1940_12.jpg[/attachment]Unsere eigene Kampfaktivität setzte erst 1940 in Nordafrika ein. Gut ausbalancierte Schlachten, soweit Wir das verfolgen konnten, zu Land, Wasser und Luft. Die Italiener schlugen sich ganz wacker, aber verloren – natürlich – letztlich.Etwas störend war das altbekannte Stapeln britischer Truppen in Nordafrika. Immerhin schien England mit der Zeit zu versuchen, diese abzubauen, wohl u. a. um auf Sizilien zu landen. Einige der Divisionen dürften allerdings samt ihren Transportern auf dem Meeresgrund gelandet sein.[attachment=23]british-army01.jpg[/attachment][attachment=22]british-army03_nach_persia_irak_events.jpg[/attachment][attachment=21]british-army07.jpg[/attachment][attachment=20]british-army08.jpg[/attachment][attachment=19]british-army10.jpg[/attachment][attachment=18]british-army12.jpg[/attachment][attachment=17]british-army13.jpg[/attachment]Die KI unternimmt durchaus Invasionen, durchaus auch planvoll. Wie Wir selbst auf Kreta, von Uns lange besetzt gehalten, erleben konnten, hat die KI allerdings den Tick, eine einmal begonnene Invasionsplanung auf Teufel komm raus immer zu wiederholen, bis sie entweder Erfolg hat oder alles versenkt ist. So haben Uns Monat um Monat immer dieselben italienischen Divisionen in Herakleion angegriffen, was an sich noch nicht so schlimm ist. Aber sie hatten auch immer denselben Schiffsverband bei sich. Was Uns erlaubte, diesen, nachdem einzelne Schiffe erst einmal nachhaltig an Stärke verloren hatten, ganz zu versenken. Zudem schützt die KI diese Transport- bzw. Invasionsverbände oft auch nur unzureichend.Was Uns zu einer zweiten Beobachtung führt: Die KI scheint – die geringen Versenkungszahlen zeigen es – operiert anscheinend sehr vorsichtig mit ihren Schiffen. Ab und zu, vor allem sobald man unaufmerksam ist, schlägt sie jedoch überraschend und mit Wucht zu. Wie gesagt, auch die Seeschlachten wirken sehr ausgewogen; so dauert es, bis ein Pott wirklich mal versenkt ist. Das gibt auch uns Kanadiern eine gewisse Chance. Am Ende ist die kanadische Marine eine der wenigens, die bisher überhaupt eine nennenswerte Anzahl Schiffe versenkt hat, vor allem italienische Transporter …[attachment=16]schiffeversenken43-03.jpg[/attachment][attachment=15]schiffeversenken43-03b.jpg[/attachment]Etwas unrealistisch: Die Briten hatten mehr und mehr ihre Insel entblößt, die Sicherung übernahmen später die Amerikaner. Die deutsche KI erscheint recht hasenfüßig – selbst jetzt, wo die Insel Anfang 1944 völlig leer steht, unternimmt sie keinen Landungsversuch – während alles, was im britischen Empire Beine hat, in Mittleren und Fernen Osten kämpft. Allein einige kanadische Divisionen übernehmen nun die Sicherung.[attachment=14]1944-02-22_GBnoTroops.jpg[/attachment]Sehr unterhaltsam ist sind die wechselnden militärischen Großwetterlagen: 1941 startete Barbarossa, Ende 1941 standen die Deutschen schon in Moskau, Leningrad war lange umkämpft, Stalingrad im April 1942 schon besetzt. Danach mühten sich die Deutschen, drangen aber langsam vorwärts. Juni 1942: Finnland fällt – wie das die Sowjets geschafft haben, bleibt ihr Geheimnis, aber die Achse konnte hier im Norden nie viel Land gewinnen. Finnland bleibt nun vorerst neutrale Demokratie.[attachment=13]moskau41.jpg[/attachment][attachment=12]leningrad42b.jpg[/attachment][attachment=11]FIN_peace42.jpg[/attachment]Im November 1941 startete Japan den Angriff gegen USA, Großbritannien und Ndl. Ostindien (letzteres kam dennoch erst ein Jahr später zu den Alliierten!). Japan bleibt außerhalb der Achse. Im Gegensatz zu den Deutschen kam Japan nur langsam voran. Philippinen dauerte bis Mai 1942, bislang hält Hongkong, Singapur fiel erst irgendwann 1943, Indonesien ist immer noch nur halb erobert. Siam wurde im August 1942 von den Alliierten besiegt, bleibt faschistisch, nun aber neutral (alliiertes Durchmarschrecht). Die Alliierten halten seither Kambodscha (freies Frankreich), können auch in Nordindochina einfallen, aber alles sehr zögernd.[attachment=6]asia_southeast42-05.jpg[/attachment]Mitte 1943 die fette Überraschung: Deutschland und Sowjetunion schließen Frieden (bitter peace für SOV, laut Logeintrag). Deutschland reicht nun bis zum Ural, Finnland bekommt ganz Karelien und Kola, sogar die Japaner scheinen etwas zu erben, nämlich Nordsachalin (überhaupt Sachalin und Kurilen: da kann man echt hohe MP-Reserven farmen, wenn es Wir richtig gesehen haben).Der Grund für diesen Friedensschluss möglicherweise: Die Amerikaner sind im Juni 1943 in der Normandie gelandet, mit ca. 50 Divisionen – wegen der hohen Stapel und der kleinen Provinzen nicht genau zu erkennen. Leider kommen sie über Cherbourg und Bayeux nicht hinaus, Entlastungsangriffe an weiteren Küstenabschnitten werden anscheinend nicht gefahren. Unser kanadischer Versuch zur Eroberung der Bretagne endet nach 3 Wochen nach kurzem Überraschungserfolg in hastiger, aber erfolgreicher Flucht zurück auf die Insel. Nur ein Zerstörer geht zu Bruch – die aufgeschreckten deutschen Uboote versenken ihn vor St. Malo, sie sind ziemlich schlagkräftig. 3 Monate brauchen die Deutschen aber, um die gelandeten Amerikaner aufzureiben. Damit jedoch haben die Alliierten in West-/Nordeuropa keine Puste mehr. Außer uns, die Norwegen befreien, unter Hilfe einiger amerikanischer Restdivisionen. Die Deutschen haben hier nur 3 Divisionen, auch ihre Flotte hält sich lange – übervorsichtig – zurück. Angenehm, dass die KI hier nicht wie in HoI3 ihr halbes Heer in die nordischen Wälder schickt.[attachment=10]Invasion_CND43.jpg[/attachment][attachment=9]Invasion_CND43e.jpg[/attachment][attachment=8]Invasion_CND43h.jpg[/attachment]Dann der nächste Kracher, September 1943: Wir attackieren die Besatzer in Norwegen. Die frustierten Russen erklären den Japanern den Krieg! Bamm! Deutschland hält die Füße still.[attachment=7]SOV_war_JAP43.jpg[/attachment]Die Japaner murksen weiter rum. China bricht vor, die Russen auch, durch irgendein Event wird nun der Kwantung-Satellitenstaat aufgelöst und Japan zugeschlagen.[attachment=5]Pacific_1943-12.jpg[/attachment][attachment=4]Jap_annex_Kwa_1944-mrz_b.jpg[/attachment]Derweil wird unsere Befürchtung wahr: Die Deutschen brechen nach Bitter Peace über den Kaukasus tatsächlich erfolgreich nach Persien (zuvor von Allies und Sowjets zur Räson gebracht) und Mittelost durch, bis April 1944 fallen Irak und Syrien. Da Wir mit unseren paar kanadischen Divisionen bereits die Verteidigung der britischen Inseln übernehmen müssen, hoffen Wir, dass die KI irgendwie den Suezkanal und die Pässe nach Indien als nächstliegende Engpässe zu halten weiß.[attachment=3]Persia_1943-12.jpg[/attachment][attachment=2]MidEast_1944-03-17.jpg[/attachment]Ach ja, ab und an gibt es auch lustige Meldungen von der 007-Fraktion.[attachment=1]SPA-coup_FIN_mssg.jpg[/attachment][attachment=0]USA_spio.jpg[/attachment]Es ist, wie gesagt, düster. Aber noch nicht entschieden. Alles sehr spannend.Damit zurück ins Studio nach Mainz.