von Strategienordi » Sa 24.06.2017, 15:11
Sugar hat geschrieben:Klar, ist natürlich tragisch, wenn so ein frisch dem deutschen Ghetto entschlüpfter Unterprivilegierter dem Inder sein Hobby finanzieren muss. Meint Ihr das wirklich Ernst, was Ihr so von Euch gebt?
Nun, das wird kein armer Inder sein, denn der könnte sich nichtmal den Computer leisten. Also finanziert der europäische Arme dem (insbesondere realtiv gesehen) reichen Inder, Russen, etc. sein Hobby. Und wenn daran zumindest etwas geändert werden soll, dann geht er sogar noch auf die Barrikade.
Es geht hier um einen Markt, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die tatsächlichen Kosten eines Unternehmens (die von Euch auch nur behauptet werden). So und nur so sollten Märkte idealerweise funktionieren.
Öhm...erstmal hat Paradox das Monopol, damit ist schon per Definition Marktversagen da. Das würde selbst der marktradikalste VWLer sagen.
In einem idealen Markt wäre der Preis gleich den Grenzkosten, d.h. so hoch wie die Produktion einer weiteren Einheit kostet. Diese Grenzkosten gehen bei Software aber gegen 0, weil das Vervielfältingen nur marignal bis nichts kostet. (Zu sehen an Raubkopien) Damit wäre im idealen Markt der Preis nahe 0. Deutlich unter den Durchschnittkosten, den da sind ja die hohen Fixkosten der Entwicklung drin.
Jeder (vernünftige) Anbieter kalkuliert seine Kosten, woher sollte er sonst wissen, ob er Gewinn macht?
Da es sich bei Software und bei patentgeschützten Produkten immer um Monopole handelt, setzt alleine die Kosten- und Preiskalkulation der Anbieters den Preis. Der strebt dabei ein Gewinnmaximum an. Einzig eine Substitutionskonkurrenz (also andere Spiele) könnte den Preis beeinflussen. Das ist aber schon begrenzt, denn die Substitutionen sind ja keine Paradoxspiele und anhand der Preisspanne alleine bei Steam sieht man dass es viele Preise gibt.
Ohne jetzt weiter in die VWL-Theorie einzusteigen, wie wird Paradox seine Kalkulation machen?
Erstmal hat es die Entwicklungskosten, das sind x Millionen. Dann ahben die aus ihrer Marktforschung grobe Werte, dass die z-tausend Exemplare verkaufen können, sehr wahrscheinlich auch nach Ländern getrennt. Daraus kalkulieren die dann, dass die bei den erwarteten Verkaufszahlen die Entwicklungskosten und einen Gewinn von y erreichen. Dann wird ein Preis p festgesetzt. Verkaufen sie dann weniger als erwartet, dann sinkt der Gewinn bzw. es entstehen Verluste, werden mehr verkauft, steigt der Gewinn.
Warum betrifft das nun den Verbraucher?
Ein simples Beispiel. Die Entwicklungskosten betragen 2 Millionen €, der Gewinn soll 0,5 Millionen sein, geschätzt werden 200 000 Exemplare verkauft werden, davon je die Hälfte in Russland und Deutschland. Das würde bedeuten, Paradox müsste den Titel für 12,50 € global verkaufen. Zahlt der Russe aber nur 6 €, dann muss der Deutsche entsprechend 19€ zahlen. Kalkuliert Paradox sogar, dass die beim Russen gar nichts verdienen, dann zahlt der Deutsche alles, nämlich 25€. Kurzum, Paradox erhöht hier den Preis, weil sie woanders weniger verdienen als nötig wäre um die Ziele zu erreichen.
Der CEO hat Einsicht gezeigt und sich den Verbraucherprotesten und gebeugt. So was kann man von Euch natürlich nicht erwarten, genausowenig wie von VW.
Der CEO hat sich einem Mob gebeugt, der zu seinem eigenen Schaden und dem nutzen eh privilegierter Leute randaliert hat. Nicht unwahrscheinlich, dass es dann demnächst für genau diesen Mob noch höhere Preise gibt. Und für uns dann auch...
[quote="Sugar"]Klar, ist natürlich tragisch, wenn so ein frisch dem deutschen Ghetto entschlüpfter Unterprivilegierter dem Inder sein Hobby finanzieren muss. Meint Ihr das wirklich Ernst, was Ihr so von Euch gebt?[/quote]Nun, das wird kein armer Inder sein, denn der könnte sich nichtmal den Computer leisten. Also finanziert der europäische Arme dem (insbesondere realtiv gesehen) reichen Inder, Russen, etc. sein Hobby. Und wenn daran zumindest etwas geändert werden soll, dann geht er sogar noch auf die Barrikade.
[quote]Es geht hier um einen Markt, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die tatsächlichen Kosten eines Unternehmens (die von Euch auch nur behauptet werden). So und nur so sollten Märkte idealerweise funktionieren.[/quote]
Öhm...erstmal hat Paradox das Monopol, damit ist schon per Definition Marktversagen da. Das würde selbst der marktradikalste VWLer sagen.
In einem idealen Markt wäre der Preis gleich den Grenzkosten, d.h. so hoch wie die Produktion einer weiteren Einheit kostet. Diese Grenzkosten gehen bei Software aber gegen 0, weil das Vervielfältingen nur marignal bis nichts kostet. (Zu sehen an Raubkopien) Damit wäre im idealen Markt der Preis nahe 0. Deutlich unter den Durchschnittkosten, den da sind ja die hohen Fixkosten der Entwicklung drin.
Jeder (vernünftige) Anbieter kalkuliert seine Kosten, woher sollte er sonst wissen, ob er Gewinn macht?
Da es sich bei Software und bei patentgeschützten Produkten immer um Monopole handelt, setzt alleine die Kosten- und Preiskalkulation der Anbieters den Preis. Der strebt dabei ein Gewinnmaximum an. Einzig eine Substitutionskonkurrenz (also andere Spiele) könnte den Preis beeinflussen. Das ist aber schon begrenzt, denn die Substitutionen sind ja keine Paradoxspiele und anhand der Preisspanne alleine bei Steam sieht man dass es viele Preise gibt.
Ohne jetzt weiter in die VWL-Theorie einzusteigen, wie wird Paradox seine Kalkulation machen?
Erstmal hat es die Entwicklungskosten, das sind x Millionen. Dann ahben die aus ihrer Marktforschung grobe Werte, dass die z-tausend Exemplare verkaufen können, sehr wahrscheinlich auch nach Ländern getrennt. Daraus kalkulieren die dann, dass die bei den erwarteten Verkaufszahlen die Entwicklungskosten und einen Gewinn von y erreichen. Dann wird ein Preis p festgesetzt. Verkaufen sie dann weniger als erwartet, dann sinkt der Gewinn bzw. es entstehen Verluste, werden mehr verkauft, steigt der Gewinn.
Warum betrifft das nun den Verbraucher?
Ein simples Beispiel. Die Entwicklungskosten betragen 2 Millionen €, der Gewinn soll 0,5 Millionen sein, geschätzt werden 200 000 Exemplare verkauft werden, davon je die Hälfte in Russland und Deutschland. Das würde bedeuten, Paradox müsste den Titel für 12,50 € global verkaufen. Zahlt der Russe aber nur 6 €, dann muss der Deutsche entsprechend 19€ zahlen. Kalkuliert Paradox sogar, dass die beim Russen gar nichts verdienen, dann zahlt der Deutsche alles, nämlich 25€. Kurzum, Paradox erhöht hier den Preis, weil sie woanders weniger verdienen als nötig wäre um die Ziele zu erreichen.
[quote]Der CEO hat Einsicht gezeigt und sich den Verbraucherprotesten und gebeugt. So was kann man von Euch natürlich nicht erwarten, genausowenig wie von VW.[/quote]
Der CEO hat sich einem Mob gebeugt, der zu seinem eigenen Schaden und dem nutzen eh privilegierter Leute randaliert hat. Nicht unwahrscheinlich, dass es dann demnächst für genau diesen Mob noch höhere Preise gibt. Und für uns dann auch...