Preiserhöhung von Paradox

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von Strategienordi » Sa 24.06.2017, 18:29

Stimmt, macht wenig Sinn mit jemandem zu diskutieren, der mehr persönliche Angriffe als passende Worte beiträgt... deshalb...lebt weiter in Euerer Traumwelt.

von quantas » Sa 24.06.2017, 17:07

"Nur gehts ja ebend nicht um ein Verschätzen bei der Preiselastizität mit folgendem Umsatzeinbruch, sondern darum dass die Randale von überwiegend gar nicht betroffenen Leuten den Rückzieher bewirkte. Und auch nicht wegen der Preiserhöhung ("Mein armer Freund aus Russland kann kein EU4 mehr mit mir spielen") sondern wegen eigener Unzufriedenheit mit der Preispolitik ("DLC zu teuer"). Daran sieht man übrigens auch, dass die Nachfrageelastizität wohl kaum Paradox kümmern muss, trotz massig Gejammer verkaufen sich auch die neusten Produkte grandios. Gibt ja auch hier genug, die darüber lamentieren, was alles blöd ist an den Paradox-Titeln, aber trotzdem jedes neue Spiel und DLc sofort nach Release zum Maximalpreis kaufen. Gäbe es ne ernsthafte Nachfrageelastizität, dann hätte Paradox vllt. 10000 Exemplare bei Release von HOI4 verkauft bekommen und nicht mehrere Hunderttausend."


Tja und der folgende Satz ist ja schon gleich ein schönes Beispiel für die Nachfrageelastizität um die sich Paradox ja nicht kümmert:

"Letztlich gehts ja darum, den Erlös und damit Gewinn zu maximieren, da muss es die nicht groß kümmern, ob 1000 Russen je 1000€ zahlen oder 1000000 Russen je 1€. Die werden sich schon ausgerechnet haben, ob die mit der Preiserhöhung mehr Gewinn manchen als ohne."

Eine Diskussion macht aus meiner Sicht wenig Sinn...daher sehe ich mal von weitern Comments zu diesem Thema ab

von Strategienordi » Sa 24.06.2017, 16:38

quantas hat geschrieben:ohh mein Gott was für eine Mischung aus "Aluhut" und partiellem VWL-Wissen

Ich will mich ja nicht tiefer in die Diskussion einschalten...aber vielleicht hilft der Punkt Nachfrageelastizität
Nur gehts ja ebend nicht um ein Verschätzen bei der Preiselastizität mit folgendem Umsatzeinbruch, sondern darum dass die Randale von überwiegend gar nicht betroffenen Leuten den Rückzieher bewirkte. Und auch nicht wegen der Preiserhöhung ("Mein armer Freund aus Russland kann kein EU4 mehr mit mir spielen") sondern wegen eigener Unzufriedenheit mit der Preispolitik ("DLC zu teuer"). Daran sieht man übrigens auch, dass die Nachfrageelastizität wohl kaum Paradox kümmern muss, trotz massig Gejammer verkaufen sich auch die neusten Produkte grandios. Gibt ja auch hier genug, die darüber lamentieren, was alles blöd ist an den Paradox-Titeln, aber trotzdem jedes neue Spiel und DLc sofort nach Release zum Maximalpreis kaufen. Gäbe es ne ernsthafte Nachfrageelastizität, dann hätte Paradox vllt. 10000 Exemplare bei Release von HOI4 verkauft bekommen und nicht mehrere Hunderttausend.
Letztlich gehts ja darum, den Erlös und damit Gewinn zu maximieren, da muss es die nicht groß kümmern, ob 1000 Russen je 1000€ zahlen oder 1000000 Russen je 1€. Die werden sich schon ausgerechnet haben, ob die mit der Preiserhöhung mehr Gewinn manchen als ohne.
Paradox kalkuliert vermutlich wie fast jedes Unternehmen so, dass es seine Gewinn oder seinen Umsatz maximiert und dazu sind halt unterschiedliche Preise je Absatzgebiet sinnvoll....
Sicher werden die das. Und sicher sind regional angepasste Preise sinnvoll. Allerdings sind die Preise in den meisten von der Erhöhung betroffenen Ländern nochmal deutlich unter einer regionalen Anpassung, das Niveau sollte ja überhaupt erst mit der Erhöhung erreicht werden.
Natürlich, was Paradox dann mit den zusätzlichen gewinnen macht ist ne andere Frage. Vllt. kauft sich der CEO nen fettes Schloss in Stockholm. Wahrscheinlicher ist aber, das das reinvestiert wird, z.B. in bessere Produktqualität, z.B. indem mehr Features in die normalen Patches kommen. Oder die finanzieren damit ne Verbreiterung der Kundenbasis in Europa, z.B. durch höhere Rabatte bei Sales hier.
Das hat nun gar nichts mit Subventionen armer Europäer an reiche Inder zu tun....wem das nicht passt kann ja gerne nach Russland/Indien ziehen um dort die "subventionieren" Preise zu genießen
Nun, würde es bei Steam kein Geoblocking geben, könnten wir ja in Russland auch für 5€ alles kaufen...
Bei War Thunder wars ja mal möglich, mit der Folge, dass quasi alle Spieler nur noch in Russland kauften.
Dazu übrigens mal den Hinweis auf: http://www.pcgames.de/Steam-Software-69900/News/valve-europaeische-kommission-geoblocking-ueberpruefung-1219972/

von quantas » Sa 24.06.2017, 15:43

ohh mein Gott was für eine Mischung aus "Aluhut" und partiellem VWL-Wissen

Ich will mich ja nicht tiefer in die Diskussion einschalten...aber vielleicht hilft der Punkt Nachfrageelastizität

Paradox kalkuliert vermutlich wie fast jedes Unternehmen so, dass es seine Gewinn oder seinen Umsatz maximiert und dazu sind halt unterschiedliche Preise je Absatzgebiet sinnvoll....

Das hat nun gar nichts mit Subventionen armer Europäer an reiche Inder zu tun....wem das nicht passt kann ja gerne nach Russland/Indien ziehen um dort die "subventionieren" Preise zu genießen

von Strategienordi » Sa 24.06.2017, 15:11

Sugar hat geschrieben:Klar, ist natürlich tragisch, wenn so ein frisch dem deutschen Ghetto entschlüpfter Unterprivilegierter dem Inder sein Hobby finanzieren muss. Meint Ihr das wirklich Ernst, was Ihr so von Euch gebt?
Nun, das wird kein armer Inder sein, denn der könnte sich nichtmal den Computer leisten. Also finanziert der europäische Arme dem (insbesondere realtiv gesehen) reichen Inder, Russen, etc. sein Hobby. Und wenn daran zumindest etwas geändert werden soll, dann geht er sogar noch auf die Barrikade.
Es geht hier um einen Markt, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die tatsächlichen Kosten eines Unternehmens (die von Euch auch nur behauptet werden). So und nur so sollten Märkte idealerweise funktionieren.
Öhm...erstmal hat Paradox das Monopol, damit ist schon per Definition Marktversagen da. Das würde selbst der marktradikalste VWLer sagen.
In einem idealen Markt wäre der Preis gleich den Grenzkosten, d.h. so hoch wie die Produktion einer weiteren Einheit kostet. Diese Grenzkosten gehen bei Software aber gegen 0, weil das Vervielfältingen nur marignal bis nichts kostet. (Zu sehen an Raubkopien) Damit wäre im idealen Markt der Preis nahe 0. Deutlich unter den Durchschnittkosten, den da sind ja die hohen Fixkosten der Entwicklung drin.
Jeder (vernünftige) Anbieter kalkuliert seine Kosten, woher sollte er sonst wissen, ob er Gewinn macht?
Da es sich bei Software und bei patentgeschützten Produkten immer um Monopole handelt, setzt alleine die Kosten- und Preiskalkulation der Anbieters den Preis. Der strebt dabei ein Gewinnmaximum an. Einzig eine Substitutionskonkurrenz (also andere Spiele) könnte den Preis beeinflussen. Das ist aber schon begrenzt, denn die Substitutionen sind ja keine Paradoxspiele und anhand der Preisspanne alleine bei Steam sieht man dass es viele Preise gibt.
Ohne jetzt weiter in die VWL-Theorie einzusteigen, wie wird Paradox seine Kalkulation machen?
Erstmal hat es die Entwicklungskosten, das sind x Millionen. Dann ahben die aus ihrer Marktforschung grobe Werte, dass die z-tausend Exemplare verkaufen können, sehr wahrscheinlich auch nach Ländern getrennt. Daraus kalkulieren die dann, dass die bei den erwarteten Verkaufszahlen die Entwicklungskosten und einen Gewinn von y erreichen. Dann wird ein Preis p festgesetzt. Verkaufen sie dann weniger als erwartet, dann sinkt der Gewinn bzw. es entstehen Verluste, werden mehr verkauft, steigt der Gewinn.
Warum betrifft das nun den Verbraucher?
Ein simples Beispiel. Die Entwicklungskosten betragen 2 Millionen €, der Gewinn soll 0,5 Millionen sein, geschätzt werden 200 000 Exemplare verkauft werden, davon je die Hälfte in Russland und Deutschland. Das würde bedeuten, Paradox müsste den Titel für 12,50 € global verkaufen. Zahlt der Russe aber nur 6 €, dann muss der Deutsche entsprechend 19€ zahlen. Kalkuliert Paradox sogar, dass die beim Russen gar nichts verdienen, dann zahlt der Deutsche alles, nämlich 25€. Kurzum, Paradox erhöht hier den Preis, weil sie woanders weniger verdienen als nötig wäre um die Ziele zu erreichen.
Der CEO hat Einsicht gezeigt und sich den Verbraucherprotesten und gebeugt. So was kann man von Euch natürlich nicht erwarten, genausowenig wie von VW.
Der CEO hat sich einem Mob gebeugt, der zu seinem eigenen Schaden und dem nutzen eh privilegierter Leute randaliert hat. Nicht unwahrscheinlich, dass es dann demnächst für genau diesen Mob noch höhere Preise gibt. Und für uns dann auch...

von Sugar » Sa 24.06.2017, 02:32

Klar, ist natürlich tragisch, wenn so ein frisch dem deutschen Ghetto entschlüpfter Unterprivilegierter dem Inder sein Hobby finanzieren muss. Meint Ihr das wirklich Ernst, was Ihr so von Euch gebt?

Es geht hier um einen Markt, in dem Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und nicht die tatsächlichen Kosten eines Unternehmens (die von Euch auch nur behauptet werden). So und nur so sollten Märkte idealerweise funktionieren.

Der CEO hat Einsicht gezeigt und sich den Verbraucherprotesten und gebeugt. So was kann man von Euch natürlich nicht erwarten, genausowenig wie von VW.

von Strategienordi » Fr 23.06.2017, 23:22

Als Verbraucher stört es mich, wenn ich für ein Produkt mehr zahlen soll, damit andere es dauerhaft geschenkt kriegen. Noch mehr, wenn diese Leute meinen, das stehe ihnen auch noch zu. Und dann, dass so ein Haufen Shitstorm-Mob ne günstige Entwicklung bekämpfen.
Paradox hat Kosten, die reinkommen müssen, und die werden bestimmte Gewinne machen wollen. Ratet mal, wer das zahlen muss, wenn die Russen und Co weiter nichts davon zahlen?

Der EEG-Vergleich ist vollkommen korrekt. In beiden Fällen kam "Solidarität" von den Belasteten/Nichtprivilegierten für die Unbelasteten/Privilegierten.

von Sugar » Fr 23.06.2017, 22:45

Dass die in bestimmten Ländern ihre Spiele quasi verschenken, das hätte nur was mit Mischkalkulation zu tun, wenn die damit Kundschaft gewinnen wollen.
Genau, Marketingmaßnahme oder strategische Entscheidung zur Erschliessung neuer Märkte. Die meisten Kosten bei Softwareentwicklung sind einmalig, hat man die in den Zielmärkten wieder drin, ist der Rest nur noch Sahne. Da nimmt man das, was man kriegen kann. Wählt man einen zu höhen Preis, kriegt man gar nichts.

Was zerbrecht Ihr Euch als Verbraucher den Kopf über die Rentabilität von Paradoxprodukten? Uns interessiert, ob Wir für Unser Geld eine angemessene Gegenleistung erhalten und in welche Richtung sich die Firmenpolitik entwickelt (nämlich verbraucherfreundlich und kundenorientiert zu handeln), damit man auch in Zukunft noch Freude an den erstandenen Produkten hat.

Diese Frage haben genug Leute abschlägig beantwortet.

Euer Vergleich mit der EEG-Umlage ist dermaßen abstrus, daß Wir Uns wirklich fragen, was Ihr mit dieser Diskussion bewirken wollt.

von Strategienordi » Fr 23.06.2017, 21:57

Was soll das mit Mischkalkulation zu tun haben? Das wäre, wenn Paradox das Hauptspiel billig verkauft und dafür an den DLC verdient oder umgekehrt. Bzw. dass die neuen Inhalt mit Patches liefern. Dass die in bestimmten Ländern ihre Spiele quasi verschenken, das hätte nur was mit Mischkalkulation zu tun, wenn die damit Kundschaft gewinnen wollen. Irgendwann soll sich das dann aber auch auszahlen und nicht in ein ewiges Verlustgeschäft führen. Ein Geschäftbereich, der dauernd Verluste bringt und (wie zumindest die Russen sehr wahrscheinlich) nichtmal einen Deckungsbeitrag leistet, der gehört dicht gemacht oder profitabel gemacht. Und das einzige dürfte da eine Preiserhöhung sein.
Marktpreis ist doch auch Humbug, Paradox hat das Monopol auf seine Spiele, einzig der Preis für andere Spiele wirkt da noch dämpfend. Sonst sind die da frei.

Zudem, der Ablauf war ja so: Preiserhöhung in diversen Ländern, davon viele bislang wohl nur die Lokalisationskosten tragend. Gibt Protest, der weitet sich dank €+$-Spieler zum Shitstorm aus, diese Gruppen aber wegen der DLC-Politik, also was völlig anderem. Das führt dann zum Einknicken, die Preiserhöhung wird zurückgenommen.
Überträgt man das jetzt auf was anderes, beispielsweise die EEG-Umlage, dann wäre die Regierung hingegangen und hätte die EEG-Befreiung durch eine Ermäßigung ersetzt. Dagegen laufen die bislang Befreiten Sturm, dazu gesellen sich alle EEG-Zahler, die gegen die Höhe der Umlage überhaupt demonstrieren und deren Prostest bewirkt dann, dass die Befreiung wiederkommt. Die Protestträger gehen leer aus, haben wahrscheinlich sogar einen Scahden, weil sie weiterhin die einzigen Lastenträger sind, während ne privilegierte Gruppe selbst ne Minderung ihrer Privilegien verhindert hat.

Kurz um...der CEO schätzt die Intelligenz der Community wohl eher zu hoch ein, da dürfte sich die Mehrheit selber ins Knie geschossen haben.

von Sugar » Fr 23.06.2017, 21:09

Tja, Ihr versteht offensichtlich nicht die Funktion einer Mischkalkulation und dem Unterschied zwischen Kalkulation und Marktpreis.

Es geht hier nicht um gerechte Preise (wie Ihr die wohl festlegen wollt?), sondern um Firmenpolitik. Und völlig unabhängig davon, ob eine Preiserhöhung aus unternehmerischer Sicht gerechtfertigt oder sogar zwingend geboten ist, kann sie nur dann durchgesetzt werden, wenn es der Markt hergibt.

In diesem Fall hat sich die Firmenpolitik offensichtlich aufgrund der Proteste geändert. Und das beweist, daß solche Proteste Wirkung zeigen, wenn sich genug daran beteiligen. Es spielt gar keine Rolle, ob der CEO wirklich irgendwelchen Argumenten seiner Kritiker folgt, oder nur einschätzt, daß sich seine Marktposition verschlechtert und die Folgen der Beibehaltung seiner Entscheidung zu geringeren Margen oder Umsätzen führt.

von Strategienordi » Fr 23.06.2017, 20:39

Naja, z.B. die Russen mussten für Stellaris statt 699 Rubel 1199 Rubel zahlen. Bei aktuellem Wechselkurs von 66,57 sind das statt 10,5€ dann 18€. Regulär wohlgemerkt. Wir €-Menschen zahlen 39,99€. Ein Russe, der im Sale kauft, zahlt also auch jetzt (nach der Rücknahme) wieder 5€. Abzüglich Steuern und Steamanteil, dürften die Russen also vllt. die durch sie verursachten Extrakosten bei Paradox decken, sprich Lokalisation und Support. Die bösen DLC kriegt der Russe quasi geschenkt.

Ach übrigens, das russische BIP/Kopf liegt Kaufkraftbereinigt bei etwa 25 000 $, das Deutschlands bei ca 48 000$. Also sind selbst 18€ gemessen am Kaufkraftverhältnis gemessen günstig.

Die Schweinerei ist also nicht dass die Russen und sonstigen mehr zahlen sollten, sondern dass sie schon jetzt weniger zahlen und auch nach der Erhöhung relativ weniger zahlen müssten. Der Russe kriegt geschenkt was wir bezahlt haben...

von Sugar » Fr 23.06.2017, 20:06

Ist doch ein schönes Beispiel dafür, was man mit Solidarität bewirken kann.

von Strategienordi » Fr 23.06.2017, 14:58

Ist denn die Grundlage für die Preiserhöhungen entfallen? Oder hat der Nicht-€-Mob es jetzt geschafft, dass wir demnächst mehr bezahlen müssen?

von Hjalfnar » Fr 23.06.2017, 13:44

Grade auf Twitter gesehen. Klare Kante. Und die richtige Entscheidung.

von Iche_Bins » Fr 23.06.2017, 13:43

Oha!
https://forum.paradoxplaza.com/forum/in ... e.1031635/
ello all and thanks for your feedback, Following up from yesterday, this will sound a bit schizophrenic but I have really appreciated the reactions from this forum. I have spent the last 24 hours reading your comments and feedback and replying to email (fredrik.wester@paradoxplaza.com for all of you who didn't know it); during this time I came to a couple of conclusions:

1. In regards to the price changes you are absolutely right. You deserve more transparency and better communication from Paradox when it comes to changing of our prices and pricing policy. Therefore I have decided to roll back all price changes made; any price changes will have to be for future products well communicated in advance. I just came off the phone with Steam and they say we can't do the roll-back before the Summer Sale is over (otherwise it would mean we have to take all Paradox products off the summer sale) but it will be done right after. For anyone who bought any of the games during this time (including during the summer sale) we will try to refund (if possible in the Steam platform) or reimburse with games of a value exceeding the difference. If none of this is possible (I do not in detail know the limits to the Steam platform) we will internally calculate the difference in revenue before and after the price change, double the value, and donate the money to the UNHCR.

2. Some of the frustration has been expressed due to our DLC policy and how we handle additional content for our games. Since the release of Crusader Kings 2 (Feb 14, 2012) we have adopted a policy where we release paid content and at the same time content for free even if you do not want to pay for the DLC. This means that if you only paid for the original game, you still have a completely different game today with thousands of additions, upgrades and changes. This doesn't mean you should stop giving us feedback on how we conduct our business but if you straight out just hate our DLC policy I respectfully say that we have to agree to disagree.

3. I have promised myself never to give in to mob mentality; it's one of the worst things I know and a terrible way to convince me. In fact, being a pig-headed CEO of a company that has grown from 7 people to 225 during time I have had the privilege to run it, I have probably from time to time been more prone to say "no" than "yes" when people gang up on me/us to make us change our minds - I guess partly by principle not to cave in due to pressure. In this case, my change of stance has been made from communicating with people who have been active in our community for 10+ years, people who spent thousands of hours in our games and coming to the conclusions you find above.

Finally - as much as I love a good conspiracy theory; to be frank, the whole "Tencent bought 5% of Paradox and now they're all greedy" and "They're now a publicly traded company and therefore do things the market wish for" is below the level of intelligence of this community. I still hold 33.3% in Paradox, I am still CEO, board member and avid gamer. All you need to know is that the buck stops here. All problems/feedback can easily be sent my way, I will not always agree but I promise to listen.

Best
Fred
fredrik.wester@paradoxplaza.com

von Djambo » Sa 17.06.2017, 08:17

Ob nun Paradox' Produkte in für uns Mitteleuropäer vollkommen irrelevanten Ländern wie Russland, Brasilien, USA, Kongo oder Burkina Faso erheblichst teurer geworden sind, kann uns Mitteleuropäern nun herzlich egal sein. Unser Preis, mal abgesehen von der massiven Inflation von 1,9%, bleibt gleich, da wir keinen lokaläquivalenten Preisaufschlag von 3 Flaschen Wodka, 10 km² Amazonasurwald, 100 Schuß 45er, 1 AK-47 oder 5000 m³ feinster Saharasand im Vergleich zu vorher haben.

Jeder Mitteleuropäer weiss um die DLC- und Preispolitik, außer er lebt hinter dem Mond. Der Kunde, der sie mitmachen will, ist durchaus bereit alle 6 Monate bis zu 20 € bei seinem Spiel mitzumachen um dann für das preisliche Äquivalent von einem ggf. beschissenen Kinoabend mit Speis und Trank, zig mehr Stunden Spaß bei seinem Spiel zu haben. Und wenn man nicht direkt kauft, hat man nach 6-9 Monaten die Möglichkeit das Ganze für den Gegenwert von 5 Liter Milch oder einer Schachtel Kippen zu kaufen.

Ist der Kaufpreis für das Gesamtpaket von EU IV oder CK II außerhalb der Salezeit erschreckend hoch? Bestimmt, aber jeder 08/15-Depp der tatsächlich Spiele von Paradox gefunden hat, wird sicherlich wissen, daß man zum Spielen kein Bling-Bling-Zeug wie Musik, Sprites, Wappen, eBooks usw. braucht und schon gar nicht jeden DLC mit Features die einem unwichtig sind, weil sie nicht wie die Addons bei EU III aufeinander aufbauen, womit der Preis prompt um ca. 40% sinkt. Und es ist ja nicht so, als ob es bei den zig Onlinehändlern am Markt nicht alle 2-4 Wochen irgendeine Art von Sale gibt.

Von daher ist die ganze Plärrerei der Mitteleuropäer ob der Preispolitik dummes Geschwätz, da sie sie gar nicht betrifft. Wenn sie mit der gebotenen Qualität der DLC nicht einverstanden sind, dann sollten sie sich anderen Dingern zuwenden. Einfache Lösung.

von Strategienordi » Fr 16.06.2017, 22:11

Sugar hat geschrieben:Prima Konzernsprech, hat irgendjemand schon mal eine "Anpassung" nach unten erlebt? Wechselkursschwankungen berechnet der Kaufmann in der Preiskalkulation vorher, wenn er international tätig ist.
Tja, bei einem Produkt das jahrelang angeboten wird wird man aber Preisveränderungen vornehmen. Als international Tätiger hat man im Grunde zwei möglichkeiten, mit Währungsschwankungen umzugehen. Entweder man sichert sich ab oder man trägt das Wechselkursrisiko. Bei letzterem ist es nur richtig, geänderte Wechselkurse wo möglich weiterzugeben. Bei einer Absicherung fallen auch Kosten an und die Verträge laufen nicht ewig. Auch da sind also Änderungen an den Kosten ggf. an den Kunden weiterzugeben.

Und die Preisfrage ist ne Machtfrage. Paradox (oder andere Urheber) haben die Macht (dankt Urheberrecht) Preise durchzusetzen. Solange die dabei nicht so übertreiben, dass die boykottiert werden...
Es bleibt eine Preiserhöhung ohne höheren Nutzen. Das ist schon ziemlich einmalig, üblicherweise verlieren PC-Spiele schnell an Wert.
Es ist ne weiterhin betreute und aktualisierte und sogar regelmäßig erweiterte Software. Wo soll da der Wertverlust herkommen? Der klassische Wertverlust (Preisverfall) bei PC-Spielen kam ja deshalb, weil das fertige Spiel noch an einen möglichst weiten Kundenkreis verteilt werden sollte, Mit Rabatt-Versionen oder in Spielesammlungen. Das passiert jetzt über die Sales.

von [Gast] » Fr 16.06.2017, 21:39

Am Ende war es ja auch nur eine Frage der Zeit bis die Krankheit der "Influencer" das Forum erreicht.

von Sugar » Fr 16.06.2017, 21:15

Man muss das Spiel besitzen und gespielt haben. Gibt also schon Zugangsbeschränkungen
Es kann also jeder z. B. Paradox-Mitarbeiter oder Lohnschreiber mitmachen.
Der derzeitige Aufstand wurde davon ausgelöst, dass in einer Reihe Länder die Preise angepasst wurden.
Prima Konzernsprech, hat irgendjemand schon mal eine "Anpassung" nach unten erlebt? Wechselkursschwankungen berechnet der Kaufmann in der Preiskalkulation vorher, wenn er international tätig ist.

Es bleibt eine Preiserhöhung ohne höheren Nutzen. Das ist schon ziemlich einmalig, üblicherweise verlieren PC-Spiele schnell an Wert.

von Strategienordi » Fr 16.06.2017, 20:54

Sugar hat geschrieben:Reviews von Nutzern auf solchen Plattformen sind subjektive Urteile, noch dazu ohne Zugangbeschränkung (soweit Wir wissen). Da kann und soll also jeder seinen Senf dazugeben, entsprechend aussagekräftig sind die Bewertungen; was auch jeder weiss.
Man muss das Spiel besitzen und gespielt haben. Gibt also schon Zugangsbeschränkungen.
Preis/Leistunsverhältnis ist ein klassisches Kriterium eines Tests. Erhöht eine Spieleschmiede ihre Preise, ohne dafür bessere Gegenleistungen zu bieten, verschlechtert sich dieses Verhältnis notwendigerweise. Womit wird denn die Erhöhung begründet, Inflation in Schweden?
Der derzeitige Aufstand wurde davon ausgelöst, dass in einer Reihe Länder die Preise angepasst wurden. Schaut man sich die Länder an (z.B. UK oder Brasilien) dann sind viele, deren Währungen zuletzt ziemlich abgeschmiert sind. Dürfte also eine Reaktion auf angefallene Währungsschwankungen sein, vllt. spielen auch Keyseller da eine Rolle, die diese Währungskurse zum eigenen Profit ausnutzten. Trotzdem sind die neuen Preise in vielen der Länder niedriger als bei uns, EU4 in Indien nur äquivalent zu 27$ statt 39,99€ bei uns. Im Grunde regen die sich also auf über a)die selbstverschuldete bzw. von den mitgetragenen Politikern verursachten Probleme (Brexit, Korruption in Brasilien etc.) bzw. deren Folgen oder b) die Reduzierung der faktischen Preissubvention durch die €- und $-Käufer, die viel mehr zur Projektfinanzierung beitragen.

Nach dem Auslöser ist das dann wohl zur Generalabrechnung mit Paradox geworden, von DLC-Politik bis hin zu blöden Spielen die auch nach 1000h Spielzeit ihr Geld nicht wert seien...

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