Donner im Osten

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Die letzten Beiträge des Themas
   

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von Oerty » Di 19.02.2019, 10:43

Schön das hier weitergeht!

von Cfant » Di 19.02.2019, 08:02

Wir sehen es als kein gutes Zeichen für die Frontlage, wenn bereits Fry an die Front geschickt werden muss... :D Wunderbar, dass es weitergeht! Wir empfehlen Kuhnert als (anfangs) lebende Kanonenkugel. Löst einige Probleme auf einmal. Mal gucken, ob der eisenharte Kerl bunkerbrechend ist.

von Taurus » Mo 18.02.2019, 23:54

In der Tat, die geringfügige Unterbrechung sei Euch verziehen, wenn es denn nun wieder einigermaßen voran geht. Heldengeschichten lesen wir doch alle gern...... :)

Kabale um Weber

von gelöschter Benutzer » So 17.02.2019, 18:18

Wie versprochen meldete sich Oberst Mönckenburg 4 Tage später wieder bei Generalmajor Schiefer. Diesmal erschien er aber persönlich, um die Causa Weber in Ruhe mit dem Divisionskommandeur zu besprechen.

„Herr Generalmajor, ich habe mir jetzt mal die Zeit genommen, mir den ganzen Fall gründlich durch den Kopf gehen zu lassen. Also, disziplinarrechtlich sehe ich da keine Möglichkeit, Weber an den Wagen zu karren. Es ist ja so, dass ….“

Schiefer unterbrach den Oberst. „Ich sehe keinen Anlass dafür, gegen Hauptmann Weber vorzugehen“, antwortete der Generalmajor kühl.

Der Oberst verdrehte leicht die Augen. „Herr Generalmajor, das Ganze hat leider auch politische Dimensionen, die ich auch im Auge haben muss. Wie ich beim Anruf schon anmerkte, die Geheime Feldpolizei ist mit ihm Spiel und die interessieren sich insbesondere nicht für die Haager Landkriegsordnung. Wenn Sie den Weber für das Nichtbeachten des Kommissarbefehls und das Pflegen russischer Verwundeter über den grünen Klee loben, werden auch Sie in das Visier der Geheimen Feldpolizei geraten. Nun lassen Sie mich doch erst mal meinen Lösungsvorschlag beschreiben!“

Schiefer nickte zustimmend.

„Also,“ fuhr Mönckenburg fort. „Kuhnert und Weber haben beide recht schnell Karriere gemacht. Weber ist zwar noch ganz am Anfang, hat aber ein beachtliches Tempo gezeigt. Die von Ihnen beschriebenen Erfolge dürften seine Karriere weiter befeuern. Vielleicht sieht Kuhnert das als Konkurrenz. Nun, da denke ich, kann ich nachhelfen. Sehen Sie, die letzten Erfolge des IR 491 … recht unblutige Eroberung einer wichtigen Ortschaft, 160 abgeschossene Panzer, sprechen ja zunächst einmal für den Kommandeur des Regimentes. Bei diesen Leistungen sollte man ihn doch zum Ritterkreuz vorschlagen. Und so im Kampf bewährte Soldaten sollte man mit Schulungsaufgaben betrauen, damit sie ihre Kampferfahrung an den Nachwuchs weiter geben können. Ich habe eine Verbindung zu einer SS-Schule, die sich über die Übernahme eines Ritterkreuzträgers aus der Wehrmacht sehr freuen würde und wohl auch in der Lage wäre ein Problem mit dem Ariernachweis zu lösen. Das sollte doch für Oberstleutnant Kuhnert eine sehr zufriedenstellende Entwicklung sein, zu der die Leistungen von Weber doch maßgeblich beigetragen haben. So würde ich das bei der Weiterleitung des Vorschlages für die Verleihung des Ritterkreuzes formulieren. Das sollte ihn doch dazu bewegen können, seine Beschwerde zurückzunehmen.

Schiefer schmunzelte. „Das hört sich gut an. Und was machen wir mit Weber?“

„Nun …“, meinte Mönckenburg. Die Kampfgruppe wird zunächst aus Ihrer Division herausgenommen und der Armee als Reserve zugeführt. Von mir erhält er einen formellen Verweis wegen der Verschwendung von Sanitätsmaterial in seiner Kampfgruppe, den ich mit einer mündlichen Erläuterung der Hintergründe überreichen werde. Daneben bekommt er dann eine förmliche Belobigung wegen seiner militärischen Erfolge. Dann sollte er aus der Schusslinie der Geheimen Feldpolizei sein … und vor allem wir auch!“

Schiefer schwieg einen Moment und meinte dann: „Mönckenburg, Sie sind ziemlich durchtrieben. Sie sollten in die Diplomatie gehen! Ihr Talent als Kabalist wird hier geradezu verschwendet. Ich stimme zu. Das scheint eine Lösung zu sein. Nur der Verlust der Kampfgruppe schwächt die Division ziemlich!“

„Herr Generalmajor, da ist nichts zu machen. Die gesamten motorisierten Kräfte der Heeresgruppe gehen in die Ukraine. Die Armee will das Sturmbataillon behelfsmäßig motorisieren, um so eine bewegliche Reserve zu schaffen. Es wird auch, zumindest hinsichtlich der Handfeuerwaffen auf deutsche Waffen umgerüstet werden und aufgefrischt.“

„Dem werde ich mich dann fügen müssen“, merkte Schiefer noch an. Dann war die Besprechung beendet.

von KAreil » So 17.02.2019, 16:10

Ausgezeichnet!
Wir freuen uns schon wie es weitergeht.

Es geht weiter!

von gelöschter Benutzer » So 17.02.2019, 14:31

Im Divisionsgefechtsstand der 283. ID klingelte das Feldtelefon. Der Unteroffizier am Gerät machte große Augen als er verstand, wer sich dort meldete. Er reichte das Gespräch rasch an den Divisionskommandeur, Generalmajor Schiefer, weiter. „Herr Generalmajor, die Armee!“


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„Hier Schiefer, was verschafft mir die Ehre?“, sagte der Generalmajor und war gespannt, was die Armee von ihm wollte. Am anderen Ende war der bei der 9. Armee für das Personalwesen der Offiziere zuständig II c, Oberst Mönckeburg: “Herr Generalmajor, ich habe da eine sehr unangenehme Sache auf den Tisch bekommen. Ich habe hier aus Ihrer Division eine offizielle Beschwerde über Hauptmann Weber wegen Feigheit vor dem Feind, Befehlsverweigerung, Mängel bei der Truppenführung und wegen politischer Unzuverlässigkeit. Es hat sich wegen politischer Dimensionen auch die Geheime Feldpolizei eingeschaltet, wenn auch eher beobachtend. Was ist denn da bei Ihnen los?“


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Generalmajor Schiefer war konsterniert: „Der Weber … Feigheit vor dem Feind … Befehlsverweigerung? Der ist mein bestes Pferd im Stall! Ich hab keine Ahnung was das …. ! Ah … mir dämmert da ein Verdacht. Ist die Beschwerde von Oberstleutnant Kuhnert?“ „Ja, das stimmt“, antwortete Mönckeburg. „Mhh … da gab es immer Reibereien zwischen Kuhnert und Weber. Um was geht es denn im Detail, was wird denn dem Weber konkret vorgeworfen?“

„Also … dem Hauptmann wird vorgeworfen, er habe durch einen zu frühen Rückzug das ganze Regiment von Kuhnert gefährdet wobei Kuhnert einen Rückzug ausdrücklich untersagt habe. Weber sei dann verschwunden. Dadurch sei eine Panik bei der Truppe ausgelöst worden. Er setze Panzer und Kavallerie falsch ein. Außerdem verstoße der Hauptmann laufend gegen Befehle zur Behandlung von Kriegsgefangenen. Zudem zeige insbesondere sein Umgang mit Kriegsgefangenen, dass er politisch nicht gefestigt und wahrscheinlich der Bewegung kritisch gegenüber stehe, sie sogar ablehne.“

Generalmajor Schiefer schwieg minutenlang. Dann setzte er zur Antwort an: „Also, zunächst einmal zur Erläuterung über wen wir hier sprechen. Hauptmann Weber führt als Kampfgruppe ein mit einer Batterie PAK, leichter Artillerie sowie 7 Sturmgeschützen verstärktes Infanteriebataillon. Mit dieser Kampfgruppe hat er im letzten Monat mehr als 160 Feindpanzer abgeschossen. Ähnliche Erfolge hatte die Kampfgruppe im Juli. Die Erfolge der Kampfgruppe im Juli sind ein wesentlicher Grund für die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold an Kuhnert, denn im Rahmen seines Regimentes wurde die Kampfgruppe eingesetzt. Hauptmann Weber hat mit seiner Kampfgruppe unter erstaunlich geringen Verlusten einen Übergang über die Beresina erzwungen, den Brückenkopf in schwersten Kämpfen gegen einen russischen Gegenangriff gehalten. Dann Im August gelang ihm den Wegnahme einer schwer befestigten operativ wichtigen Ortschaft. Anschließend wehrten er und seine Männer 2 schwere russische Panzerangriffe ab, bei denen der Russe die ebne erwähnten mehr als 160 Panzer verlor. Militärisch kann man Weber meines Erachtens überhaupt nichts vorwerfen. Ich überlege eher ihn für das Ritterkreuz oder aber zumindest das Deutsche Kreuz vorzuschlagen.“

„Sie brauchen mir die Zusammensetzung der Kampfgruppe Weber nichz aufzubröseln. Das ist ja schlielich eine Armeetruppe und deshalb leider auch meine Disziplinarangelegenheit. Was hat das denn mit der angeblichen Feigheit und taktischen Unfähigkeit auf sich?“. Oberst Mönckeburg hakte nach.

Schiefer erläuterte:„ „Kuhnert hat sich nach dem letzten Gefecht des Regimentes auch bei mir über Weber beschwert. In diesem Gefecht drohte der Russe bei seiner rechten Flügelkompanie durchzubrechen. Er wollte dort von vorne führen, allerdings brach seine Funkverbindung zusammen und er war ca. eine halbe Stunde nicht erreichbar. Außerdem erlitt die ihm unterstellte Sturmgeschützbatterie hohe Verluste. Allerdings mussten die sich auch mit einer erdrückenden Übermacht rumschlagen. Wie gesagt, es wurden nachher 86 abgeschossene Feindpanzer gezählt beim Verlust von fünf Sturmgeschützten. Kuhnert bemängelt den Einsatz zur Panzerabwehr. Dafür seien Sturmgeschütze nicht da. Genauso hat er sich darüber beschwert, dass Weber ihm unterstellte Aufklärungskräfte als Reserve nutzte. Panik brach nur bei der ihm unterstellten Panzerjägerkompanie aus, weil die unter dauerndem schweren Artilleriefeuer lag. Weber hat dann, allerdings wohl tatsächlich gegen den Befehl von Kuhnert die Hauptkampflinie auf eine besser zu verteidigende Position zurück genommen.“

„Nun ja … das hört sich ja jetzt ganz anders an. Und was ist das mit den Kriegsgefangenen und der politischen Festigung? rätselte Oberst Mönckeburg.

„Ein Punkt, der zwischen den beiden immer wieder Ärger auslöst, ist die Behandlung der Kriegsgefangenen. Weber lässt verwundete Gefangenen versorgen. Er hält sich strikt an die Haager Landkriegsordnung. Und er lässt keine Kommissare erschießen, obwohl Kuhnert auf die Durchsetzung des Kommissarbefehls pocht. Das dürfte der wesentliche Grund für die persönlichen Abneigungen sein, zumal der Vater von Weber katholischer Diakon war, der kurzzeitig in Schutzhaft genommen wurde, weil er zum Kreis um Kardinal Gehlen gehörte.“

Nun war es Oberst Mönckeburg der minutenlang schwieg. Dann meinte der II c: „ Das ist eine heikle Sache. In jeder Hinsicht, in jeder Hinsicht. Wie stellt sich Ihr Kuhnert das denn vor? Sollen wir ein Kriegsgerichtsverfahren gegen Weber anstrengen, weil der sich an die HLKO hält? Der Rest scheint ja nur Genörgel zu sein, wenn das stimmt, was Sie mir berichten. Die ansonsten militärisch makellose Weste scheint ja deutlich für Weber zu sprechen. Haben Sie ein paar Ideen zu dem Problem? Es dürfte ja vor allem Ihr Problem sein, wenn sich Kuhnert und Weber beharken!“

Schiefer meinte dazu spitz: „Hier beharkt eigentlich nur Kuhnert den Weber. Mein Problem und Ihr Problem wäre schon gelöst, wenn Kuhnert seinen Ariernachweis hinbekäme. Der möchte nämlich gerne zur SS. Und ich möchte da seiner Karriere nicht im Wege stehen!“

„Das ist doch schon mal ein Ansatzpunkt“, erwiderte Oberst Mönckeburg. „Ich melde mich in ein paar Tage. Mit schwebt da eventuell eine Lösung vor."

Kriegstagebuch Kampfgruppe Weber

von gelöschter Benutzer » So 13.12.2015, 15:03

Kampfgruppe Weber
Kriegstagebuch
10. Juli 1941

6:20 Uhr (GT 11)

Die feindliche Artillerie verlegt ihr Feuer wieder aus dem rückwärtigen Gebiet in die Frontlinie, richtet aber kaum Schaden an.

Feind nimmt Angriffe im Norden mit unverminderter Härte wieder auf. Eigene Verbände ziehen sich weiter in den Wald zurück.

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Im Zentrum ist die Verbindung zu teilen der 3. Kompanie weiter abgerissen. Auch wenn der Feind hier eine erhebliche Anzahl von Panzern verloren hat, besteht aufgrund der erlittenen Verluste hier die Gefahr, dass die eigene Position überrannt wird.

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Im Südteil des Zentrums hat der Feind unbeeindruckt von seinen schweren Verlusten den Angriff weiter vorgetragen und ist in die eigene Stellung eingedrungen. Zur Verstärkung der bedrohten Stellung wurde der letzte Reservezug in Marsch gesetzt.


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Im Süden verliert der Feind 2 leichte Panzer durch 88-Beschuss. Die feindliche Infanterie wird durch MG unter Feuer genommen und sucht Deckung.


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von KAreil » So 13.12.2015, 13:52

Wie immer werter Zardoz, ganz großes Kino!

Kapitel XXV: Monster aus Stahl

von gelöschter Benutzer » So 13.12.2015, 13:00

Kapitel XXV: Monster aus Stahl

Unteroffizier Hense, Gruppenführer im II. Zug der 3. Kompanie lag mit seinen Landsern ziemlich im Zentrum des Gefechtsabschnittes der Kampfgruppe. Seine Gruppe und auch der II. Zug befanden sich etwas zurückgesetzt am Rande eines Waldstückes vor dem eine weiter Wiese mit hochstehendem Gras gelegen war. Diese Wiese war u-förmig von Wald umsäumt, in dem rechts MGs der 4. Kompanie und PAK der Panzerjäger versteckt waren. Hense und seine Leute sicherten den westlichen Rand des Us, das – so war der Plan – zur Todesfalle für die Russen werden sollte.

Dann kam der Feuerüberfall der Russen mit Artillerie, der Hense und seine Männer verschonte. Die Granaten schlugen rechts, links und weit hinter ein aber sie selbst mussten nicht einmal in Deckung gehen. „So kann das bleiben“, dachte Hense.

Schließlich verebbte das Artilleriefeuer um sie herum. Panzermotoren dröhnten und Ketten klirrten. Der russische Angriff begann also. Aber wieder hatten Sie Glück. Links und rechts von ihnen begann der Gefechtslärm aber vor ihnen tauchte kein einziger Feind auf.

„Melder von links“, rief Schütze Müller und alle in der Gruppe von Unteroffizier Hense schauten automatisch nach links, wo ein Feldgrauer mit schwerem Stahlhelm und dem Karabiner am „langen Arm“ im Laufschritt heraneilte. „Befehl vom Zug: Gruppe verlegt nach links in Waldstück dort, dann weiter 100 m nach Norden und dort Stellung beziehen; Rest des Zuges verlegt auch; schnell, Feind dringt ein“, keuchte der Melder außer Atem. „Los“, rief Hense. „In Schützenreihe mir folgen ... im Wald lang, damit uns keiner sieht … marsch marsch!“ Die Landser rannten los und folgten im Laufschritt ihrem Unteroffizier.

Bald hatten sie das U umrundet und liefen weiter nach Norden. Nach kurzer Zeit sahen sie im Dickicht einen Landser, der sich aufrichtete als er sie sah und ihnen Zeichen gab, sich langsam und leise zu nähern. Es war Feldwebel Mischke, der Zugführer des II. Zuges. Mischke sprach Hense an: „Endlich … Hense, Du legst Dich mit Deinen Leute da vorne links in das Gebüsch. Weiter nördlich liegt ein Zug von der 2. Kompanie und PAK. Die sind schon aus der eigentlichen Stellung vertrieben worden. Wir sichern deren rechte Flanke. Aus Osten werden jeden Moment Russen mit Panzern kommen. Habt Ihr Brandflaschen? Wenn nicht müsst Ihr Handgranaten in die Türme werfen. Los ab … dalli … da kommen sie schon!“ Alle hörten das Mahlen von Panzerketten aus dem Wald nordöstlich von ihnen.

Die Gruppe Hense rannte los und Feldwebel Mischke blieb zurück. Nach wenigen Schritten war Mischke vom Dickicht verschluckt und Hense ließ seine Gruppe halten und in Linie Deckung suchen. Er schaute sich um. Links von ihm huschten graugrüne Gestalten und warfen sich auf den Boden. Das war die Gruppe von Unteroffizier Altmeyer. Hense beobachtete angestrengt nach vorne, nach Osten. Dort röhrten Motoren, Ketten klirrten metallisch, Äste brachen und Stämme knirschten. Prasselnd brach ein grün gestrichener Panzer durch das Unterholz, fast genau vor Hanse, vielleicht 50 Meter entfernt. Den Panzer identifizierten sie als BT 2 oder BT 5.

Hense und seine Männer pressten sich fest an den Waldboden. Der Unteroffizier beobachtete angestrengt das Umfeld des sich langsam nähernden Panzers. Der ganze Wald versank im Lärm vordringender Panzer, da auch weiter links von der Gruppe des Unteroffiziers, dem Krach und den Dreckwolken nach zu urteilen, weiter Panzer vordrangen. Hense konnte keine begleitende russische Infanterie erkennen. Das war Glück für sie. Links neben ihnen hörte man jetzt Abschüsse von Geschützen. Das war wohl die eigene PAK. Rauch und Qualm waberte dort hoch, nur schemenhaft im Wald zu erkennen. Der Panzer vor ihnen stoppte. Der Kommandant im offenen Luk des Panzers hatte wohl das Gefecht rechts von ihm auch bemerkt und befürchtete wohl, in einen Hinterhalt zu geraten.

Das wollte Hense ausnützen. „MG …. ! Feuer frei auf Kommandant. Müller … Panzerabwehrgranate Feuer frei ! Fritsche .. Brandflasche klar … mir folgen … marsch marsch!“
Das MG ratterte los, der Kommandant wankte im Turm, wurde erst nach hinten geschleudert, sackte dann nach vorne zusammen und blieb im Turm hängen. „Klongklongklong“ machte der zweite Feuerstoß des MG-Schützen als er auf die Panzerfront aufschlug. Mit einem trockenen „Plomm“ sauste die Gewehrgranate träge auf den Panzer los und traf die Frontpanzerung um dort zu detonieren. Eine Wirkung konnten die Landser aber nicht erkennen. Dann erreichten Hense und Fritsche den Panzer. Hense kletterte auf den Panzer und stopfte eine Stielhandgranate in den Turm. Als er vom Panzer sprang, hatte Fritsche schon den Molotowcocktail angesteckt und warf diesen auf das Heck des Panzers. Beide Soldaten rannten wie vom Teufel gejagt zurück zum Rest der Gruppe und gingen in Deckung. „Rumms“, dumpf detonierte die Handgranate im Panzer. Dann zischte es und und es gab eine weitere Explosion als der Betriebsstoff des Panzers in Brand geriet. Der Panzer stand in hellen Flammen und Wellen erhitzter Luft schlugen bis zu ihnen herüber. Kein Russe bootete aus dem brennenden Panzer aus.

Hense und Fritsche atmeten schwer, sollten aber nicht viel Zeit zur Erholung finden. Feldwebel Mischke erschien bei Ihnen mit Teilen seines Zuges. „Hense … neuer Auftrag“, rief Mischke seinem Unteroffizier zu. „Der Zug verlegt nach Süden also nach rechts um ca. 200 m; Dort scheint der Russe einen neuen Angriff zu starten, um die Kompanie zu flankieren. Los, Männer … mir folgen! Und ab ging es wieder im Laufschritt während der Trupp eines anderen Zuges der Kompanie die bisherige Position von Henses Gruppe übernahm.

Bald schon lag Unteroffizier Hense mit seinen Landsern wieder an einem Waldrand. Von da konnte er östliche eine Wiese, die mit hoch stehendem Gras bewachsen war und im Osten an einem anderen Wald endete, überschauen. Was er da erkennen konnte, ließ ihn am guten Ende des Tages zweifeln. Dort brachen aus dem Wald zwei Panzer mit begleitender Infanterie hervor, die ganz anders aussahen als die bekannten russischen leichten Panzer. Sie waren deutlich größer als die Panzer, auf die sie bislang getroffen waren. Der Turm war klobig und kantig und befand sich auf einem sehr flachen Rumpf mit abgeschrägter Front. 2 der Ungetüme brachen aus dem Wald hervor und bewegten sich fast genau auf sie zu. Die Panzer stoppten und feuerten in ihren Wald. Zwar explodierten die Granaten deutlich entfernt ohne Schaden anzurichten. Aber nach der Explosion zu urteilen, hatten diese Panzer auch deutlich schwerer Geschütze als die ihnen bislang bekannten Kampfwagen. Das sah richtig übel aus.

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Hinten ihnen ertönte entfernte Abschüsse der Artillerie, es rauschte über sie hinweg und dann wurden die schweren russischen Panzer und die Infanterie in Explosionsfontänen der schweren deutschen Artillerie gehüllt. Hense atmete auf. Das klappte ja vorzüglich und offenbar hatte man bei der Kompanie oder dem Bataillon die Gefahr erkannte und unterstützte sie massiv. Seine Euphorie bekam aber einen Dämpfer als das Klirren und dumpfe Röhren der schweren Panzer lauter wurde und sich die Umrisse der beiden Stahlmonster aus dem Dreck und Rauch der Einschläge schälten. Die Artillerie vermochte den Ungetümen nichts anzuhaben. Zwar blieb die Infanterie zurück doch die Panzer rollten unbeirrt weiter in westliche Richtung vor. Pak war in ihrem Abschnitt nicht vorhanden. Sie würden sich also selbst mit diesen Kampfwagen auseinandersetzen müssen.

Die Panzer rollten weiter auf sie zu. Einer der beiden Panzer bog aus ihrer Sicht nach links ab und verschwand hinter einem Waldvorsprung, der andere rollte immer weiter auf sie zu und erschien immer größer und bedrohlicher zu werden. Angestrengt beobachtete Hense die Umgebung. Am gegenüber liegenden Waldrand, aus dem die Russen hervorgebrochen waren, schlugen jetzt Granaten der leichten Artillerie ein. Die feindliche Infanterie war nicht mehr zu erkennen, folgte aber jedenfalls nicht dem Panzer. Hense wollte den Panzer in den Wald eindringen lassen und dann nach bewährter Manier knacken. Wahrscheinlich dürfte die panzerbrechende Gewehrgranate aber wohl nichts mehr ausrichten können, denn Hense vermutete stark eine deutlich schwerere Panzerung dieses Kolosses.
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Daraus wurde aber nicht. Der Panzer hielt vor dem Wald auf der Wiese im hohen Gras und schoss wohl auf Verdacht in den Wald ohne Schaden anzurichten. Hense wartete aber der Panzer rückte nicht weiter vor. Er schien auf die Infanterie zu warten. Schloss die Infanterie auf, waren sie geliefert, dachte sich Hense. Dann kämen sie nicht mehr unbeschadet an den Panzer ran, um diesen wie den BT 2 im Wald auszuschalten. Hense beobachtete. Das Artilleriefeuer hatte aufgehört und nun drohte, dass die überlebende Infanterie aufrückte.
Hense entschloss sich anzugreifen. Wieder sollte das MG den Panzer zum Schließen der Luken zwingen und ihn so blenden während dieser auch mit Gewehrgranaten beschossen würden. Dann würden Hense und ein weitere Soldat den Panzer knacken. Schon ratterte das MG los, allerdings verfehlte man den Kommandanten, der sofort den Deckel der Turmluke schloss. Die Gewehrgranate wurde harmlos von der schweren Frontpanzerung abgelenkt. Seitlich hatten sich Hense und ein weiterer Landser dem Panzer genähert, dessen Bug-MG los ratterte und den Rest der Gruppe und den MG-Schützen beharkte. Wieder sprang Hense auf den Panzer, hob die Turmluke an und stecke ein Handgranatenbündel hinein. Der zweite Soldat warf eine Brandflasche auf das Heck und als Hense herunter gesprungen war, eine Weiter auf den Turm. „Rumms“ … im Turm detonierten die Handgranaten. Das Feuer aus dem Bug-MG erstarb. Die Turmluke wurde aufgestoßen und in den Flammen zeichnete sich die Silhouette eines Soldaten ab. „Rattattatt“ .. das MG bellte los und der Russe im Turm wurde getroffen, brennend fiel er aus dem Turm ins Gras. Schreiend hob er noch einmal kurz den Oberkörper, um dann zusammenzubrechen und auf ewig zu verstummen. Schütze Fritsche sah mit entsetzten Augen das Drama und musste sich übergeben als durch einen Windstoß vom toten Russen her der Geruch verbrannten Fleisches herüber getragen wurde.
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Beim brennenden KW 1 rührte sich nichts mehr.

von gelöschter Benutzer » Sa 12.12.2015, 14:49

Hmja ... der Nikolaus hat den Regenten etwas gebracht. Vielleicht bringt das Christkind auch noch etwas aber wir wollen keine Versprechungen machen.

von Lewis Armistead » Sa 12.12.2015, 14:40

Ah sehr schön. Es geht weiter...

Spannend wie immer! :)

Kriegstagebuch Kampfgruppe Weber

von gelöschter Benutzer » Sa 12.12.2015, 12:50

Kampfgruppe Weber
Kriegstagebuch


10. Juli 1941

6:15 Uhr (GT10)
Im Nordosten dringt feindliche Infanterie in den Wald ein, wird aber auf kürzeste Entfernung unter erheblichen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen.


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Etwas weiter südlich gelingt es der 3./II./3. Kp unter Führung von Unteroffizier Hense einen dieser neuartigen schweren Panzer im Nahkampf mit Handgranaten auszuschalten.

Im Zentrum zeichnet sich eine Krise ab, da ein MG-Trupp der 4. Kompanie vernichtet wurde. Starke feindliche Infanterieverbände rücken nach und können nicht mehr niedergehalten werden. Auf Feind wurde das Feuer der eigenen schweren Artillerie angefordert. Im Wald eingedrungene Feindpanzer können zwar gestoppt, aber nicht vernichtet werden.


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Am südlichen Ende des Zentrums konnte feindlicher Angriff mit Infanterie auf kürzeste Entfernung unter schweren Verlusten für den Feind abgewehrt werden.

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Im Süden nähert sich der Feind weiter an und muss dabei Verluste leiden. Im Waldstück im äußersten Süden gelang die Vernichtung von 2 Feindpanzern durch II./1. Kp.

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Feindliche Artillerie beschießt ohne Wirkung den rückwärtigen Raum des Gefechtsabschnitts der Kampfgruppe.

Aufklärungszug wird in Marsch gesetzt um die bedrängte 3. Kompanie im Zentrum zu verstärken.

von gelöschter Benutzer » Sa 12.12.2015, 11:19

6:10 Uhr (GT9)

Verbindung zur 4 Kompanie und 2. Kompanie im Norden teilweise ausgefallen. Kommandeur entscheidet sich zur Führung von Vorne durch Melder und bricht zur 2. Kompanie auf.

Im Bereich des II/3. Kp nähert sich neuartiger schwerer Panzer der eigenen Position. Panzer wird durch MG beschossen und zum Schließen der Luken geschlossen. PAK kann Panzer nicht bekämpfen, da er außer Sich der Geschütze ist.

Im Zentrum im Abschnitt des III./3.Kp können in verlustreichen Nahkämpfen eindringende Feindpanzer gestoppt werden. Hier rückt feindliche Infanterie in Stärke von mindestens 2 Zügen nach. Unterstützende MG-Trupps der 4. Kp wurden vom Feind erkannt, unter Feuer genommen und liegen in Deckung. Stellung muss um Durchbruch zu verhindern ebenfalls zurück genommen werden.

Am Südrand des Zentrums kann I./3.Kp feindliche Infanterie in Stärke von mindestens 2 Zügen stoppen und teilweise zum Rückzug zwingen. Allerdings ist fraglich, ob Stellung bei wiederholten Angriffen gehalten werden kann.

Im Süden befindet sich der Feind noch in der Annäherung.

von dimovski » Fr 28.08.2015, 20:44

Weber hat in der Tat viel... Sportgeist gezeigt!


Wir erwarten mit großer Freude und Anspannung die nächste Arie von Maestro Zardozzini! Oder vielleicht doch eher ein Arioso?

von gelöschter Benutzer » Fr 24.07.2015, 10:28

So ...

dann wollen wir uns auch hier noch einmal bei unseren Votern ganz herzlich für die Wahl zum AAR Juni 2015 bedanken.

Herzlichen Dank an die "Freunde der italienischen Oper"!


:prost:

(Wir schauen mal, ob wir am WE dazu kommen, das laufende Gefecht weiter zu führen. Uns war nur in letzter Zeit mehr nach Fußball und weniger nach Krieg)

von Lewis Armistead » Mi 01.07.2015, 21:24

Tja...kein Plan übersteht den ersten feindkontakt...wir sind sicher ihr werdet die Lage meistern. Nach wie vor toller AAR! :prost:

von gelöschter Benutzer » Di 30.06.2015, 15:01

Cfant hat geschrieben:Hm, die starke Artillerie macht ja ordentlich Probleme. Und es wird sicher nicht leichter werden... Nutzt die KI eigentlich bei ihren Infanterieangriffen Walddeckung etc. aus?
Werter Cfant,
Leider nein. Die AI ist im Angriff und in der Bewegung strunzdumm.

Die Artillerie macht momentan nicht so viele Probleme wie anfänglich befürchtet obwohl die AI auch wieder anfängt auf unsere Truppe zu schießen. Das Problem zurzeit ist eher, dass die AI irgendwie unsere Truppen schnell erblickt (was in den früheren Gefechten etwas anders war) und nicht dort angegriffen hat, wo wir es vermuteten/hofften. Daher stehen die 88 schlecht und die,die was sehen, treffen nicht ... . Wir sind gespannt, ob der KW 1, den wir entdeckt haben genauso leicht von der Infanterie zu knacken ist wie die anderen Blechdosen.

Zudem stehen die schweren MGs teilweise mies und sie gehen auch noch schnell laufen. Das hatten wir uns etwas anders vorgestellt.

von Zocktan » Di 30.06.2015, 11:03

Gebannter User hat geschrieben:Werter Zocktan,

wir bearbeiten ja die jeweiligen Gefechte zumeist im Editor . Wir speichern dann den Stand als Szenario zwischen. Wir müßten mal sehen, welche Gefechte wir als Szenario noch verfügbar haben, sicher aber das Beresina-Szenario und das aktuelle Gefecht.

Wir können diese Euch per E-Mail zur Verfügung stellen.
Geschätzter Zardoz,
gerade, dass die Szenarien bearbeitet sind, macht sie sehr interessant.
Euer Angebot ist über alle Maßen großzügig und wird von uns gerne in Anspruch genommen.
Ihr erhalten Nachricht.

von Cfant » Di 30.06.2015, 09:29

Hm, die starke Artillerie macht ja ordentlich Probleme. Und es wird sicher nicht leichter werden... Nutzt die KI eigentlich bei ihren Infanterieangriffen Walddeckung etc. aus?

von gelöschter Benutzer » Di 30.06.2015, 09:00

Werter Zocktan,

wir bearbeiten ja die jeweiligen Gefechte zumeist im Editor . Wir speichern dann den Stand als Szenario zwischen. Wir müßten mal sehen, welche Gefechte wir als Szenario noch verfügbar haben, sicher aber das Beresina-Szenario und das aktuelle Gefecht.

Wir können diese Euch per E-Mail zur Verfügung stellen.

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