Wir liefern einen Kurzbericht zum zweiten Tutorial. Hier darf man zuerst in gemächlicher Weise verbesserte Positionen ausheben und eine Artilleriestellung (Fire Base) einrichten. Später bricht dann aber die Hölle los.
Wir vermitteln einige Eindrücke aus den letzten Runden des Szenarios: Der Vietcong ist bei Einbruch der Nacht zur Offensive angetreten und brandet mit Menschenwellen an unsere schwach besetzte Linie. Wir haben nur eine Kompanie Infanterie, dazu Pioniere, zwei MG-Trupps, einen Commander und das Bataillons-HQ.
Es sieht nicht gut aus: Wir haben das Flugfeld „Dak To 2“ an den Gegner verloren und halten nur noch unsere aus drei Hexfeldern bestehende Fire Base.
Allerdings wird hier gerade die vorderste Position unserer Stellung vom Vietcong im Nahkampf genommen. Unsere Verteidiger (ein schweres MG und Pioniere) geraten dabei in Gefangenschaft.
Wir haben Leuchtspurmunition eingesetzt, so dass wir in einem kleinen Gebiet wenigstens kurzzeitig gute Sichtverhältnisse haben. Von Osten her nähert sich ein Platoon, dass infolge der Kampfhandlungen isoliert wurde und nun den Anschluss an die anderen US-Boys sucht.
Wir verfügen über eine eingegrabene Batterie mit sechs 105mm-Haubitzen. Leider mangelt es aktuell an Munition. Wir haben aber einen Supply Truck, der hoffentlich bald für Nachschub sorgen wird.
Das Einheitenhandbuch bietet vielfältige Informationen, darunter auch die Bezeichnung und Zugehörigkeit der aktuell angewählten Einheit:
Später gelingt es uns, die verlorene Position zurückzuerobern und gegen weitere Attacken zu halten. Wir setzten die Artillerie im Direktbeschuss auf kurze Distanz ein und erzielen ordentlich Wirkung.
Ein weiterer Angriff des Vietcong wird im Handgemenge abgewehrt.
Die Bombensymbole zeigen an, dass Luftschläge auf diese Gebiete angeordnet wurden. Moderne Kampfflugzeuge können auch bei Nacht Luftunterstützung geben. Eine North American F-100 „Super Sabre“ trifft ein und wirft ihre Bombenlast ab.
Eine gegnerische Einheit wird eliminiert.
Und noch eine Ansicht in 2D:
Die Lichtblitze auf einigen Hexfeldern zeigen Mündungsfeuer an, das für den Gegner in der Dunkelheit sichtbar ist. Hier spielt es keine Rolle, da uns der Gegner direkt gegenübersteht und wir uns somit ohnehin in der Nachtsichtweite befinden. Stünden unsere Einheiten zwei oder mehr Hexfelder entfernt, so könnte der Vietcong unsere Einheiten zwar auf diese Distanz beschießen, aber nur mit halber Feuerkraft (d.h. der Gegner hält dann nur auf das Mündungsfeuer und nicht direkt auf eine Einheit). Die eingeblendeten Zahlen stellen den Verbergungswert des Geländes dar: Je höher ein negativer Wert, desto schwerer lassen sich Einheiten sichten. Im Dschungelkrieg ist es gängige Praxis, vermeintlich leere Hexfelder mit Feuer zu bestreichen, um dort eventuell verborgene Gegner aufzuspüren. Das Terrain spielt überhaupt eine sehr große Rolle bei der Berechnung der Gefechte. So haben die Geländetypen auch noch Modifikatoren für die Feuerintensität (TEM) und die Truppenmoral. Zusätzlich beeinflusst wird dies durch eventuell vorhandene Strukturen wie Bunker, verbesserte Positionen, Schützengräben usw.
Das Spielsystem finden wir kurz gesagt klasse. Die fossilisierte Steuerung aus den 90ern ist dagegen unkomfortabel, aber man gewöhnt sich ja an alles.
Wir konnten übrigens die Artilleriestellung bis zum Ende halten, kassierten aber trotzdem eine Niederlage, da wir einige Einheiten verloren und das Flugfeld nicht zurückerobert haben...