"Klopft an, dann wird euch geöffnet." Matthäus 7:7
Österreichisch-Ungarischer Heeresbericht vom 3. Juni 1916
Amtlich wird verlautbart:
Russischer Kriegsschauplatz:
Der Feind hat heute früh seine Artillerie gegenüber unserer ganzen Nordostfront in Tätigkeit gesetzt. Das russische Geschützfeuer wuchs am Dnjestr, an der unteren Strypa, nordwestlich von Tarnopol und in Wolhynien zu besonderer Heftigkeit an. Die Armee des Generalobersten Erzherzogs Josef Ferdinand steht bei Olyka in einem Frontstück von 25 Kilometer Breite unter russischem Trommelfeuer. Ein russischer Gasangriff verlief für uns ohne Schaden.
Überall machen sich Anzeichen eines unmittelbar bevorstehenden Infanterieangriffes bemerkbar.
Italienischer Kriegsschauplatz:
Da die Italiener auf dem Hauptrücken südlich des Posinatales und vor unserer Front Monte Cengio - Asiagio mit starken Kräften hartnäckigen Widerstand leisten, begannen sich in diesem Raume heftige Kämpfe zu entwickeln. Unsere Truppen arbeiten sich näher an die feindlichen Stellungen heran. Östlich des Monte Cengio wurde beträchtlich Raum gewonnen. Der Ort Cesuna liegt bereits in unserer Front. Wo der Feind zu Gegenangriffen schritt, wurde er abgewiesen. Der gestrige Tag brachte 5600 Gefangene, darunter 78 Offiziere, und eine Beute von drei Geschützen, 11 Maschinengewehren und 126 Pferden ein.
Südöstlicher Kriegsschauplatz:
An der unteren Vojusa zersprengte Artilleriefeuer italienische Abteilungen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes
v. Hoefer, Feldmarschalleutnant.
Gut, dass der Russe am Boden liegt, sonst hätte das böse enden können

Die Offensive bricht los, und Unsere Linien zusammen. Allerdings, das muss man so offen sagen, sind Wir sehr überrascht, wie glimpflich Unsere Truppen vorerst davon kommen.
So die Lage:
"Nur" an 3 Stellen ist die Front durchbrochen, und auch da sind vorwiegend Kavallerieverbände vorgerückt. Dazu muss man wissen, dass Unser Schock in Runde 1 nur 60 beträgt, jener der Russen 140. Das ist massiv. Aus diesem Vorteil hat der werte Gegner nicht das Maximum rausholen können, würden Wir meinen. In Runde 2 beträgt der Unterschied 100:120, ab Runde 3 100:100. Es hat relativ wenige Angriffe gegeben, zudem offenbar nicht mit allem verfügbaren Material. Wir sind vorsichtig optimistisch.
Auf Gegenangriffe verzichten Wir angesichts der Schockmali, allerdings schließen Wir die Lücken und verteilen Propaganda, Durchhalteparolen und den Befehl "maximum losses", erkenntlich an den 3 Punkten links auf den Countern. Dies befiehlt Unseren Truppen, die Positionen bis zum letzten Mann zu halten und am besten auch noch darüber hinaus.
Am gefährlichsten ist der Angriff derzeit bei Stanislau: Hier steht dem Russen eine Streitmacht von 5 Infanteriedivisionen zur Verfügung, um die Bresche auszuweiten. Allerdings haben Wir hier unseren Artillerieschwerpunkt, der dem Feind hoffentlich das Vorrücken erschweren wird. Was Unsere Soldaten hier übrigens ganz besonders lustig finden: Hier steht die russische 7. Armee der österreichisch-ungarischen 7. Armee gegenüber. Haha, hier im HQ hört man regelrecht das Lachen aus den Schützengräben. Oder sind es Todesschreie? Naja, im Offizierscasino finden wir es jedenfalls ein witziges Detail.
Zumindest eins ist nicht mehr zu leugnen: Die Russen kommen!