Arminus hat geschrieben:Sehr interessant. Für mich etwas erstaunlich, dass die Standardisierung anfangs so betont wird. Hätte vermutet, dass das jetzt nicht mehr so neu ist. Oder ist das ein spezifisch deutsches Ding?
Dazu noch, da wird die Vermeidung des Tiefgaragenbaus als Kostenersparns genannt. Leuchtet auch ein, aber heißt das dann einfach, dass man mehr in die Fläche geht, um Parkraum zu schaffen, was je nach Bauort wiederum keine Ersparnis sein könnte oder wird da effektiv von ausgegangen, dass man sich auch Parkplätze erspart?
Neu ist die Standartisierung überhaupt nicht.
Nur ist speziell in DE tatsächlich nahezu jeder Bau ein Unikat, selbst die EFH-Fertighäuser von der Stange.
Der Deutsche ist da sehr Eigen und muss sich zwangsweise vom Nachbarn abheben.
Aber, das ist ja nicht das eigentliche Thema, da wir im Mietgeschosswohnungsbau unterwegs sind.
Und wir bauen standartisiert, bis 8 Geschosse hoch, 240 Einheiten, CO2 Positiv, Nawaro-Anteil bei > 65%.
Parkraum:
Nur sehr langsam setzt sich DE weit durch, dass es keine Stellplatzverordnung geben muss, dass jede Wohnung zw. 60-120 m² drei Parkplätze bedarf.
Haste Satzung, musste auch bauen.
Diese Regelungen wurden in den Großstädten erst vor knapp 10 Jahren aufgegeben, auf dem Land in nahezu allen Bundesländern erst vor 5-6 Jahren.
Man muss nicht in die Fläche gehen, sondern sinnige Verkehrskonzepte anbieten.
Das kann naheliegender ÖPNV sein, das kann ein genossenschaftliches Carsharing-Angebot sein.
Der tatsächliche IST-Bedarf aktuell in Deutschland sind 0,45 Stellplätze / Wohnung, sagt die Statistik, nicht ich.
TGs bedeutet Baukosten/Stellplatz ab 55.000 € netto aufwärts, Stellplatz im Carport ca. 20.000 € netto, im Freien unter 10.000 €.
Die Fläche haste so oder so, allein die bundesweit ähnliche Verordnungen für Besucherstellplätze erschlägt die der Wohnungsstellplätze.
Insofern, keine z. B. Besucherstellplätze mehr und alle Bewohner haben im statistischen Schnitt schon einen Stellplatz.