
Und was wirklich gut ist und ich alle Fußnoten gelesen hatte, war

Moderator: Montesquieu


Um uns mal selbst zu zitieren. Wir haben das Buch ausgelesen. Ein faszinierendes Buch. Die ganzen Sache mit der Shoa war uns natürlich bewußt, diese Einzelgeschichten kennt man ja zu Genüge. Was uns aber wirklich mürbe gemacht hat, ist der ganze Teil nach dem Weltkrieg. Wie der Mann nach Hause kam und mit den gleichen Bürokraten verhandeln musste, was ihm abgenommen wurde, die ihm wenige Jahre zuvor alles genommen haben. Das ist wie mit den anderen Ereignissen ja oft so, man weiß dass die Altnazis etc oft auf ihren Posten blieben, manche ja sogar Bundeskanzler wurden etc. Aber das in den Akten selber zu lesen, was das genau bedeutet. Da wurden Entschädigungen zurückgewiesen weil man nicht nachweisen konnte, dass die Großeltern teure Möbel etc besaßen und behauptet, vor dem Abtransport wären diese sicherlich noch schnell verkauft worden, obwohl der gleiche Beamte wenige Jahre zuvor selber Verordnungen lokal formuliert hat, die genau das verbieten. etc etc. Das macht einen schon noch wütend...McMacki hat geschrieben:Wir lesen gerade das Buch "Der Jude mit dem Hakenkreuz". Nicht wirklich eine Biographie, eher eine Familien-Biographie einer jüdischen Familie aus der Nähe von Wiesbaden. Der besagte Jude mit dem Hakenkreuz ist ein hochdekorierter Flieger aus dem ersten Weltkrieg, auf dessen Flugzeug als Glücksbringer ein Hakenkreuz prangte. https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Beckhardt
Wir haben bisher durch die Schule, Studium oder einfach Biographien natürlich viel gelesen über den Holocaust, bzw Juden während des Nationalsozialismus. Dabei müssen wir aber sagen, dass wir das Buch jetzt doch sehr interessant fanden/finden, da wir bisher wenig über wirklich assimilierte, nationalistische Juden gelesen haben. Die Denke 1934/35 noch, dass man sich eingliedern könnte aufgrund seines Nationalismus im neuen Deutschland finden wir faszinierend. Es geht eben im Identität zwischen Judentum und Deutschtum und auch Abgrenzung gegenüber den "Ostjuden". Wir haben das Buch durch Zufall im Bücherschrank gefunden, können es aber empfehlen. Es beginnt ungefähr 1830 und befasst sich mit dem Werdegang der ganzen Familie bis nach dem Holocaust.

Also wir haben den dritten Band nun bald durch – und langweilig ist da gar nichts. Es ist für deutsche Leser ab dem dritten Band zudem deutlich leichter, dem Geschehen zu folgen, weil es nun ja um Ereignisse wie die Münchener Konferenz und den Kriegsausbruch geht, deren Verlauf man in etwa kennt, nur nicht unbedingt aus italienischer Perspektive. Auch die Interaktion zwischen Hitler und Mussolini bzw. Drittem Reich und Italien ist sehr interessant.KIWI hat geschrieben:Durch Euch sind wir überhaupt darauf gekommen und haben den 1. Teil so durchgelsen. Ist wirklich gut geschrieben und überhaupt nicht langweillig. Und ja heutige parallelen findet man im Buch.
Die 3. und 4. Teile sollen dann aber schlechter sein und sich in die Länge ziehen. Da bin ich auf eure Meinung gespannt. Und vergesst nicht, römisches Bier für uns zu testen![]()
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Jules Vernes fanden wir früher toll ... in 80 Tagen um die Erde/ Welt! Danke für den Tipp!Ritter Kunz hat geschrieben:Wir lesen gerade Jule Vernes' "Die Jangada", welches Uns bisher völlig unbekannt war, bis Wir es im Urlaub im Bücherladen entdeckten. Wir sind noch nicht durch, aber bisher scheint es an Stil und Qualität den bekannteren Büchern in nichts nachzustehen, auch wenn die Übersetzung wohl recht neu ist, und erst kürzlich anhand der Originaltexte und der deutschen Erstübersetzung aus dem 19. Jh. neu vorgenommen wurde.
