Wenn das Spiel von den Entwicklern über „ein paar Jahre“ gehegt, gepflegt, betreut wird… - Das wäre eine eine tolle „Sache“!BigDuke66 hat geschrieben:…Über Top oder Flop kann man hier wohl eher in ein paar Jahren entscheiden.
Grand Tactician: The Civil War (1861-1865)
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Das Spiel ließ sich bei uns über Monate nicht starten. Wir haben nun den verantwortlichen Entwickler, Oliver Keppelmüller, kontaktiert der uns geduldig geholfen hat.
So konnten wir heute 30 Minuten in die Releaseversion hineinschnuppern, zuvor kannten wir nur die Early Access Versionen.
Wir spielen die finale 1.0212.
Da gibt‘s doch noch recht viele Baustellen, das zeigt auch das Bug-Report-Forum.
Wir fragen uns, ob der Release der finalen Version nicht doch zu früh war?
So konnten wir heute 30 Minuten in die Releaseversion hineinschnuppern, zuvor kannten wir nur die Early Access Versionen.
Wir spielen die finale 1.0212.
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Wir fragen uns, ob der Release der finalen Version nicht doch zu früh war?
- BigDuke66
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Ist es heutzutage doch eigentlich immer.
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- Templer
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Ja, ist so.BigDuke66 hat geschrieben:Ist es heutzutage doch eigentlich immer.
Wir sind selbst richtig angetan vom Spiel (weil noch nicht fertig, wohl eher „Projekt̶) .
So begeistert wie schon lange von keinem Spiel mehr.
Aber es muss eben „fertiggestellt“ werden.
Uns keimt ein bisschen Angst, dass den Entwicklern, voran Oliver Keppelmüller, zu früh die Luft ausgeht.
So hätte zum Beispiel das Erstlingswerk von Oliver Keppelmüller, The Seven Years War (1756-1763), noch etwas Arbeit gutgetan.
Es bleibt leider nur ein, eigentlich recht vielversprechendes Spiel, das zu früh beiseitegelegt wurde.
Das Zitat weckt hohe Erwartungen.Rock Paper Shotgun hat geschrieben:"Grand Tactician: The Civil War droht alle bisherigen ACW-Kriegsspiele überflüssig zu machen."
Ich hoffe das das kleine Entwicklerteam die Ansprüche erfüllen kann.
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Wir waren ja mit der Grafik ganz zufrieden.
Die UI ist stylisch und gar zur Historie adäquat, die Echtzeitkämpfe in 2-D erfüllten ihren Zweck.
Die Entwickler haben sich entschieden, die Grafik der Echtzeitkämpfe nochmals zu überarbeiten und schenken uns erweiterte Landflächen mit 3-D Truppen:
Nett - uns soll das alles recht sein, solange sie nicht die Arbeit an der KI schmerzhaft einschränken müssen.
pa:
Die UI ist stylisch und gar zur Historie adäquat, die Echtzeitkämpfe in 2-D erfüllten ihren Zweck.
Die Entwickler haben sich entschieden, die Grafik der Echtzeitkämpfe nochmals zu überarbeiten und schenken uns erweiterte Landflächen mit 3-D Truppen:
Nett - uns soll das alles recht sein, solange sie nicht die Arbeit an der KI schmerzhaft einschränken müssen.
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Danke für den Hinweis, werter Templer! Als Beta kann man das Ganze übrigens schon installieren. Das Update 1.4 soll sich dann stärker der KI widmen...Templer hat geschrieben:Wir waren ja mit der Grafik ganz zufrieden.
Die UI ist stylisch und gar zur Historie adäquat, die Echtzeitkämpfe in 2-D erfüllten ihren Zweck.
Die Entwickler haben sich entschieden, die Grafik der Echtzeitkämpfe nochmals zu überarbeiten und schenken uns erweiterte Landflächen mit 3-D Truppen:
Nett - uns soll das alles recht sein, solange sie nicht die Arbeit an der KI schmerzhaft einschränken müssen.pa:
Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.
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Mit diesem frühen Pre-Alpha Video vom Juli 2018 lassen sich die grafischen Fortschritte in der Entwicklung der taktischen Schlachten zur Release Version v1.03 (Thread #86) nachvollziehen.
Das Video gibt auch eine ganz gute Vorstellung über viele Mechanikern im Spiel.
Das Video gibt auch eine ganz gute Vorstellung über viele Mechanikern im Spiel.
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Ken Burns - Der Amerikanische Bürgerkrieg (englischer Originaltitel “The Civil War”)
Zur Fortbildung zum Sezessionskrieg, die mehrfach preisgekrönte Dokumentation von Ken Burns:
Playlist: Ken Burns - Der amerikanische Bürgerkrieg
Ken Burns - Der amerikanische Bürgerkrieg - Teil 1/9 "Die Ursachen"
Nach dem Studium der neunteiligen Dokumentation rufen wir auf: To arms!
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Ken Burns - Der amerikanische Bürgerkrieg - Teil 1/9 "Die Ursachen"
Nach dem Studium der neunteiligen Dokumentation rufen wir auf: To arms!
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+6
Wir haben jetzt endlich begonnen, uns mit dem Spiel auseinanderzusetzen – und sind sehr angetan. Nach Absolvieren den beiden Tutorials machen wir im Augenblick die ersten wackligen Schritte in einer der Kampagnen. Das Spiel ist komplex, der Detailgrad sehr hoch. Neben dem militärischen Aspekt hat man sich auch um Innenpolitik, Finanzen, Wirtschaft und Diplomatie zu kümmern. Nach ca. 14 Stunden können wir schon einmal sagen, dass es hier tatsächlich gelungen ist, strategische, operative und taktische Ebene in stimmiger Weise zu verbinden. Das ist unserer Ansicht nach das eigentlich Neue an diesem Spiel.
Wir wollen einige Eindrücke vermitteln. Die von uns gewählte Kampagne beginnt bereits im Februar 1861. Wir spielen auf Seiten der Union. Virginia, Arkansas und andere Südstaaten haben die Sezession noch nicht vollzogen. Einheiten dürfen noch nicht bewegt werden. Die Union verfügt lediglich über eine Reihe von Garnisonen und Forts, die über das ganze Land verteilt sind und zum Teil unweigerlich den Rebellen in die Hände fallen werden. Rekrutierungen sind nur im geringen Umfang möglich, wobei es sich ausschließlich um Milizen handelt. Wir gründen drei Rumpf-Armeen, die wir allmählich auf einen Personalstand von wenigen tausend Mann auffüllen. Mehr ist gar nicht machbar, da es noch kein Gesetz gibt, das Einberufungen im großen Stil erlaubt. So stehen in den Bundesstaaten nur wenige Freiwillige zur Verfügung.

In Cairo, Illinois, sammelt sich die Mississippi-Armee unter Joe Hooker. Von den derzeit knapp 1500 Soldaten (eine mittlere Brigade) befinden sich 15 Mann im Krankenstand. Es gibt noch keine medizinische Versorgung, aber wir werden später an geeigneter Stelle Hospitäler einrichten.
In ökonomischer Hinsicht kämpfen wir mit einer Reihe von Engpässen: Einige wichtige Nahrungsmittel, aber auch Eisen, Salpeter oder Wolle sind nicht in ausreichender Weise vorhanden, so dass die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Außerdem arbeiten einige private Firmen nicht effektiv, weil es an entsprechenden Vorprodukten bzw. Rohstoffen mangelt.

Um dem entgegenzuwirken, kann man wie in einem 4X-Spiel Infrastrukturen auf der Karte erbauen. Dafür muss der Staatshaushalt aber finanzielle Mittel in Form von Subventionen bereitstellen.
Ökonomie und Finanzen werden in einem erstaunlichen Detailgrad dargestellt. Wir reden hier immerhin von einem Wargame, nicht von einer Wirtschaftssimulation. Man kann beispielsweise Kredite aufnehmen und Schulden machen oder Geld drucken lassen, was dann zur Inflation führt, und einiges mehr.
Zur Durchführung staatlicher Maßnahmen in allen Bereichen gibt es politische Richtlinien (policies), die man im Verlauf der Partie freischalten kann. Da dies im Prinzip wie eine Art Forschung abläuft, benötigt jede Richtlinie eine gewisse Zeit, bis sie verfügbar ist.

Neben den Richtlinien gibt es auch Gesetze bzw. Erlasse, die zum Teil eine bestimmte Richtlinie voraussetzen. Hier Informationen zu einem Miliz-Gesetz, das dem Präsidenten erlaubt, Freiwillige mit einer Dienstzeit von drei Monaten einzuberufen. Dieses Gesetz tritt automatisch in Kraft, sobald die Konföderierten im April Fort Sumter angreifen. Oben sieht man das aktuelle Datum: Es ist der 04.03.1861. An diesem Tag wird Präsident Lincoln in sein Amt eingeführt.
Der Schatzmeister meldet sich zu Wort:

Aufgrund hoher Überschüsse und einer gut gefüllten Kasse war die Union in der Lage, Anleihen im Wert von 25 Millionen Dollar zurückzukaufen. Der Zinssatz beträgt 8,25%. Unsere Schulden reduzieren sich auf 11 Millionen Dollar. Unsere Kreditwürdigkeit ist mit einer Triple-A-Bewertung exzellent.
Außerdem haben wir in New Madrid, Missouri, eine Nachrichtenagentur eingerichtet. Solche Agenturen bzw. Zeitungen senden ihre Korrespondenten aus und dienen dem Informationsfluss, d.h. sie erhöhen letztlich den Aufklärungswert.

Die Ereignisse überschlagen sich im April: Am 12. bombardieren die Rebellen Fort Sumter, am 13. kapituliert die Besatzung, am 15. April schließen sich weitere Staaten der Konföderation an. Wir erhalten zu Kriegsbeginn automatisch einige zusätzliche Armeen, aber diese haben maximal eine Stärke von knapp 10 000 Mann.
Es kommt zu ersten militärischen Aktionen: Die Missouri State Guard der Rebellen versucht die Kontrolle über Missouri zu übernehmen. Das Department of the West unter Brigadegeneral Harney leitet provisorische Maßnahmen ein. Die Army of the West wird mit der Eisenbahn in das Krisengebiet verlegt.

Wir haben genug Subventionen für ein erstes Projekt angesammelt: Wir initiieren für 750 000 Dollar die Massenproduktion des Springfield-Gewehrs.

Diese Projekte sind in großer Zahl vorhanden und unterteilen sich – wie man auch hier sieht – grob in die Bereiche „zivil“ und „militärisch“. Hier kann man unwahrscheinlich viel machen, von der Einführung der Einkommenssteuer bis zum Ankauf preußischer Zündnadelgewehre. Die hierfür notwendigen Subventionen muss man aus der Staatskasse abführen.
Die KI agiert ziemlich aggressiv und marschiert im Mai mit der Potomac-Armee auf Washington, D.C. General McDowell muss sich mit seinen 9000 Mann zur Schlacht stellen.

Wir haben es früher schon gesagt und müssen es jetzt hier wiederholen: Die Präsentation (generalstabsmäßig wirkende Karten usw.) und die Art der Informationsvergabe über Telegramm bzw. Depesche sind mit ihrem historischen Flair einfach klasse!
Am ersten Tag der Schlacht können wir nicht mehr viel ausrichten. Es ist halb sechs am Abend und die Dämmerung bricht bald herein. Wir lassen unsere Kavallerie in die vermutete Marschrichtung des Gegners aufklären, jedoch ohne Ergebnis. Falls man über Pionierpunkte verfügt, kann man über Nacht Gräben und Brustwehren anlegen. Die Versorgung der Truppe wird ebenfalls über Nacht abgewickelt. Um 6 Uhr morgens informiert der Quartiermeister über die Nachschublage und die allgemeine Truppenmoral.

Wir sind in der Defensive und müssen eine bestimmte Kartenposition entlang der Straße nach Washington halten. Das Gelände ist höhergelegen und damit günstig. Außerdem müssen die Rebellen einen Fluss überqueren – zumindest, wenn sie die Straße als Anmarschweg nutzen wollen.
Um kurz vor acht meldet unsere Kavallerie die Sichtung einiger Kolonnen der Rebellenarmee.

Eine unserer Miliz-Brigaden bezieht auf der anderen Seite des Flusses Position. Diese Einheit trägt graue Uniformen. Beim Aufstellen neuer Einheiten kann man sogar selbst zwischen verschiedenen Uniformen und Uniformfarben auswählen.

Beim Überqueren des Flusses gerät der Feind unter das Feuer unserer Artillerie. Die Rebellen stürmen aber nicht einfach blödsinnig auf uns zu, sondern versuchen uns seitlich unter dem Schutz von Bäumen und Sträuchern zu umgehen.
Dank guter Positionierung können wir hier eine feindliche Brigade auf freiem Feld unter Flankenfeuer nehmen:

Allerdings wird eine Artillerie-Batterie von feindlicher Kavallerie arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Kommandeur bittet um Verstärkungen.

Die Rebellen überqueren den Fluss auch an einer anderen Stelle. Unsere Miliz gerät dabei in ein Handgemenge. Dank der Unterstützung durch eine herannahende zweite Brigade können wir die Stellung behaupten.

Diese Rebellen scheinen ziemlich tapfere Burschen zu sein, aber sie müssen den Hügel hinauf kämpfen und bleiben dabei im Abwehrfeuer unserer Männer stecken.

Am frühen Nachmittag stellt der Gegner seinen Bemühungen ein und tritt den Rückzug an. Damit wird Geschichte neu geschrieben: Die erste Schlacht des Krieges ist die Schlacht bei Washington und deren Sieger heißt Irvin McDowell.
Die Presse überschlägt sich vor Begeisterung. General McDowell legt einen detaillierten Bericht vor.

McDowell, der alte Angeber, spricht von einem totalen Sieg und einer panischen Flucht des Gegners. Die Presse übernimmt das natürlich gerne. Dabei war der Rückzug der Konföderierten durchaus geordnet und der Sieg nur ein kleiner. - Ein witziges Detail: Der Zeitungsbericht entspricht tatsächlich dem Geschehen, zumindest ungefähr (die Zahlenangaben sind nicht ganz exakt).
Da wir noch keine Gefangenenlager haben, müssen wir die meisten Kriegsgefangenen wieder auf freien Fuß setzen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Männer erneut den Rebellen anschließen werden.
Bei ihrer Absetzbewegung wird die konföderierte Potomac-Armee in Nachhutgefechte verwickelt und erleidet weitere Verluste.

Soweit unsere ersten Eindrücke, weiter haben wir noch nicht gespielt. Es gibt sicher noch Ecken und Kanten, aber dem Civil War-Fan können wir nur sagen: Es ist das umfassendste Spiel zum Thema, wobei der Übergang zwischen strategischer, operativer und taktischer Ebene im Prinzip nahtlos ist. Ein must have! Der Entwickler ist übrigens extrem engagiert und arbeitet offenbar besessen an immer neuen Verbesserungen. In unserer kurzen Spielzeit gab es mindestens drei Updates (Beta Branch bei Steam aktivieren!).
Wir wollen einige Eindrücke vermitteln. Die von uns gewählte Kampagne beginnt bereits im Februar 1861. Wir spielen auf Seiten der Union. Virginia, Arkansas und andere Südstaaten haben die Sezession noch nicht vollzogen. Einheiten dürfen noch nicht bewegt werden. Die Union verfügt lediglich über eine Reihe von Garnisonen und Forts, die über das ganze Land verteilt sind und zum Teil unweigerlich den Rebellen in die Hände fallen werden. Rekrutierungen sind nur im geringen Umfang möglich, wobei es sich ausschließlich um Milizen handelt. Wir gründen drei Rumpf-Armeen, die wir allmählich auf einen Personalstand von wenigen tausend Mann auffüllen. Mehr ist gar nicht machbar, da es noch kein Gesetz gibt, das Einberufungen im großen Stil erlaubt. So stehen in den Bundesstaaten nur wenige Freiwillige zur Verfügung.

In Cairo, Illinois, sammelt sich die Mississippi-Armee unter Joe Hooker. Von den derzeit knapp 1500 Soldaten (eine mittlere Brigade) befinden sich 15 Mann im Krankenstand. Es gibt noch keine medizinische Versorgung, aber wir werden später an geeigneter Stelle Hospitäler einrichten.
In ökonomischer Hinsicht kämpfen wir mit einer Reihe von Engpässen: Einige wichtige Nahrungsmittel, aber auch Eisen, Salpeter oder Wolle sind nicht in ausreichender Weise vorhanden, so dass die Nachfrage nicht befriedigt werden kann. Außerdem arbeiten einige private Firmen nicht effektiv, weil es an entsprechenden Vorprodukten bzw. Rohstoffen mangelt.

Um dem entgegenzuwirken, kann man wie in einem 4X-Spiel Infrastrukturen auf der Karte erbauen. Dafür muss der Staatshaushalt aber finanzielle Mittel in Form von Subventionen bereitstellen.
Ökonomie und Finanzen werden in einem erstaunlichen Detailgrad dargestellt. Wir reden hier immerhin von einem Wargame, nicht von einer Wirtschaftssimulation. Man kann beispielsweise Kredite aufnehmen und Schulden machen oder Geld drucken lassen, was dann zur Inflation führt, und einiges mehr.
Zur Durchführung staatlicher Maßnahmen in allen Bereichen gibt es politische Richtlinien (policies), die man im Verlauf der Partie freischalten kann. Da dies im Prinzip wie eine Art Forschung abläuft, benötigt jede Richtlinie eine gewisse Zeit, bis sie verfügbar ist.

Neben den Richtlinien gibt es auch Gesetze bzw. Erlasse, die zum Teil eine bestimmte Richtlinie voraussetzen. Hier Informationen zu einem Miliz-Gesetz, das dem Präsidenten erlaubt, Freiwillige mit einer Dienstzeit von drei Monaten einzuberufen. Dieses Gesetz tritt automatisch in Kraft, sobald die Konföderierten im April Fort Sumter angreifen. Oben sieht man das aktuelle Datum: Es ist der 04.03.1861. An diesem Tag wird Präsident Lincoln in sein Amt eingeführt.
Der Schatzmeister meldet sich zu Wort:

Aufgrund hoher Überschüsse und einer gut gefüllten Kasse war die Union in der Lage, Anleihen im Wert von 25 Millionen Dollar zurückzukaufen. Der Zinssatz beträgt 8,25%. Unsere Schulden reduzieren sich auf 11 Millionen Dollar. Unsere Kreditwürdigkeit ist mit einer Triple-A-Bewertung exzellent.
Außerdem haben wir in New Madrid, Missouri, eine Nachrichtenagentur eingerichtet. Solche Agenturen bzw. Zeitungen senden ihre Korrespondenten aus und dienen dem Informationsfluss, d.h. sie erhöhen letztlich den Aufklärungswert.

Die Ereignisse überschlagen sich im April: Am 12. bombardieren die Rebellen Fort Sumter, am 13. kapituliert die Besatzung, am 15. April schließen sich weitere Staaten der Konföderation an. Wir erhalten zu Kriegsbeginn automatisch einige zusätzliche Armeen, aber diese haben maximal eine Stärke von knapp 10 000 Mann.
Es kommt zu ersten militärischen Aktionen: Die Missouri State Guard der Rebellen versucht die Kontrolle über Missouri zu übernehmen. Das Department of the West unter Brigadegeneral Harney leitet provisorische Maßnahmen ein. Die Army of the West wird mit der Eisenbahn in das Krisengebiet verlegt.

Wir haben genug Subventionen für ein erstes Projekt angesammelt: Wir initiieren für 750 000 Dollar die Massenproduktion des Springfield-Gewehrs.

Diese Projekte sind in großer Zahl vorhanden und unterteilen sich – wie man auch hier sieht – grob in die Bereiche „zivil“ und „militärisch“. Hier kann man unwahrscheinlich viel machen, von der Einführung der Einkommenssteuer bis zum Ankauf preußischer Zündnadelgewehre. Die hierfür notwendigen Subventionen muss man aus der Staatskasse abführen.
Die KI agiert ziemlich aggressiv und marschiert im Mai mit der Potomac-Armee auf Washington, D.C. General McDowell muss sich mit seinen 9000 Mann zur Schlacht stellen.

Wir haben es früher schon gesagt und müssen es jetzt hier wiederholen: Die Präsentation (generalstabsmäßig wirkende Karten usw.) und die Art der Informationsvergabe über Telegramm bzw. Depesche sind mit ihrem historischen Flair einfach klasse!
Am ersten Tag der Schlacht können wir nicht mehr viel ausrichten. Es ist halb sechs am Abend und die Dämmerung bricht bald herein. Wir lassen unsere Kavallerie in die vermutete Marschrichtung des Gegners aufklären, jedoch ohne Ergebnis. Falls man über Pionierpunkte verfügt, kann man über Nacht Gräben und Brustwehren anlegen. Die Versorgung der Truppe wird ebenfalls über Nacht abgewickelt. Um 6 Uhr morgens informiert der Quartiermeister über die Nachschublage und die allgemeine Truppenmoral.

Wir sind in der Defensive und müssen eine bestimmte Kartenposition entlang der Straße nach Washington halten. Das Gelände ist höhergelegen und damit günstig. Außerdem müssen die Rebellen einen Fluss überqueren – zumindest, wenn sie die Straße als Anmarschweg nutzen wollen.
Um kurz vor acht meldet unsere Kavallerie die Sichtung einiger Kolonnen der Rebellenarmee.

Eine unserer Miliz-Brigaden bezieht auf der anderen Seite des Flusses Position. Diese Einheit trägt graue Uniformen. Beim Aufstellen neuer Einheiten kann man sogar selbst zwischen verschiedenen Uniformen und Uniformfarben auswählen.

Beim Überqueren des Flusses gerät der Feind unter das Feuer unserer Artillerie. Die Rebellen stürmen aber nicht einfach blödsinnig auf uns zu, sondern versuchen uns seitlich unter dem Schutz von Bäumen und Sträuchern zu umgehen.
Dank guter Positionierung können wir hier eine feindliche Brigade auf freiem Feld unter Flankenfeuer nehmen:

Allerdings wird eine Artillerie-Batterie von feindlicher Kavallerie arg in Mitleidenschaft gezogen. Der Kommandeur bittet um Verstärkungen.

Die Rebellen überqueren den Fluss auch an einer anderen Stelle. Unsere Miliz gerät dabei in ein Handgemenge. Dank der Unterstützung durch eine herannahende zweite Brigade können wir die Stellung behaupten.

Diese Rebellen scheinen ziemlich tapfere Burschen zu sein, aber sie müssen den Hügel hinauf kämpfen und bleiben dabei im Abwehrfeuer unserer Männer stecken.

Am frühen Nachmittag stellt der Gegner seinen Bemühungen ein und tritt den Rückzug an. Damit wird Geschichte neu geschrieben: Die erste Schlacht des Krieges ist die Schlacht bei Washington und deren Sieger heißt Irvin McDowell.
Die Presse überschlägt sich vor Begeisterung. General McDowell legt einen detaillierten Bericht vor.

McDowell, der alte Angeber, spricht von einem totalen Sieg und einer panischen Flucht des Gegners. Die Presse übernimmt das natürlich gerne. Dabei war der Rückzug der Konföderierten durchaus geordnet und der Sieg nur ein kleiner. - Ein witziges Detail: Der Zeitungsbericht entspricht tatsächlich dem Geschehen, zumindest ungefähr (die Zahlenangaben sind nicht ganz exakt).
Da wir noch keine Gefangenenlager haben, müssen wir die meisten Kriegsgefangenen wieder auf freien Fuß setzen. Wir gehen davon aus, dass sich diese Männer erneut den Rebellen anschließen werden.
Bei ihrer Absetzbewegung wird die konföderierte Potomac-Armee in Nachhutgefechte verwickelt und erleidet weitere Verluste.

Soweit unsere ersten Eindrücke, weiter haben wir noch nicht gespielt. Es gibt sicher noch Ecken und Kanten, aber dem Civil War-Fan können wir nur sagen: Es ist das umfassendste Spiel zum Thema, wobei der Übergang zwischen strategischer, operativer und taktischer Ebene im Prinzip nahtlos ist. Ein must have! Der Entwickler ist übrigens extrem engagiert und arbeitet offenbar besessen an immer neuen Verbesserungen. In unserer kurzen Spielzeit gab es mindestens drei Updates (Beta Branch bei Steam aktivieren!).
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Werter Mortimer,
vielen Dank für Eure illustrierten Eindrücke zum Spiel.
Wir müssen uns mal wieder etwas Zeit frei schaufeln um hier ein paar kurzweilige Stunden zu verbringen.
Weiterhin größte Kritik ist die KI. Insbesondere die Marine-KI soll kaum tauglich sein.
Werft doch mal "ein Auge" darauf.
Side notes:
• Es wird bereits an einem DLC gearbeitet.
• Der Entwickler Oliver Keppelmüller ist übrigens auch für auch für The Seven Years War (1756-1763) verantwortlich.
The Seven Years War kommt allerdings bei uns nicht so gut weg.
vielen Dank für Eure illustrierten Eindrücke zum Spiel.
Wir müssen uns mal wieder etwas Zeit frei schaufeln um hier ein paar kurzweilige Stunden zu verbringen.
Weiterhin größte Kritik ist die KI. Insbesondere die Marine-KI soll kaum tauglich sein.
Werft doch mal "ein Auge" darauf.
Side notes:
• Es wird bereits an einem DLC gearbeitet.
• Der Entwickler Oliver Keppelmüller ist übrigens auch für auch für The Seven Years War (1756-1763) verantwortlich.
The Seven Years War kommt allerdings bei uns nicht so gut weg.
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Ist eine Multiplayerfunktion in Sicht?
Das Spiele ist wirklich mehr als interessant, aber KI only ist leider Verschwendung. Die Tricks der KI kennt man bald und dann ist das einfach nichts mehr.
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Mit der Marine haben wir noch nicht sehr viele Erfahrungen gesammelt. Wir organisieren gerade die Blockade. Die KI ist in diesem Bereich bisher nicht sehr aktiv, aber sie verwendet Schiffe, um föderierte Garnisonen abzuschnüren. Allgemein haben wir den Eindruck, dass die KI spürbar verbessert wurde. Wir haben gerade den Fehler gemacht, mit McDowells unzureichend gerüsteter Armee den Potomac zu überqueren, prompt verlegt die KI eine Armee per Eisenbahn an den Brennpunkt, um uns nun dort mit überlegenen Kräften anzugreifen. Je nach Einstellung kann die Rebellen-KI aber auch unhistorisch aggressiv sein, so dass sie sogar amphibische Landungen im Hinterland der Föderation unternimmt.Templer hat geschrieben: Weiterhin größte Kritik ist die KI. Insbesondere die Marine-KI soll kaum tauglich sein.
Werft doch mal "ein Auge" darauf.
Wir haben einmal das Steamforum abgegrast, aber keinerlei Hinweise auf Multiplayer gefunden. Daher gehen wir davon aus, dass dies nicht auf der Agenda steht.BigDuke66 hat geschrieben:Ist eine Multiplayerfunktion in Sicht?
Das Spiele ist wirklich mehr als interessant, aber KI only ist leider Verschwendung. Die Tricks der KI kennt man bald und dann ist das einfach nichts mehr.
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BigDuke66 hat geschrieben:Ist eine Multiplayerfunktion in Sicht?...
Kinders, wir müssen Euch leider, widerstrebend und gehemmt, Schmerzen zufügen:Mortimer hat geschrieben:….Wir haben einmal das Steamforum abgegrast, aber keinerlei Hinweise auf Multiplayer gefunden. Daher gehen wir davon aus, dass dies nicht auf der Agenda steht.
Quelle:
Steam FAQ - [b]Frequently Asked Questi ... ated):[/b]
3) Will there be a multiplayer option?
-No, this would be a huge work. But, maybe if there will be a next Grand Tactician - game?
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- Mortimer
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Wir sind immer mehr begeistert und daher gezwungen, hier noch weitere Impressionen zum Besten zu geben. 
Ein weiteres Beispiel für den Detailgrad: Ein Depot ist nicht einfach ein Depot, sondern es hat einen exakten Lagerbestand. Ob Pferdefutter, Uniformen oder Proviant – alles spielt eine Rolle.

In Missouri entwickelt sich die Situation günstig, nachdem wir bei dem dilettantischen Versuch, den Gegner in Franklin zu belagern, eine Schlappe einstecken mussten. Angesichts der sich abzeichnenden Überlegenheit der Unionstruppen ziehen sich die Rebellen in den südlichen Landesteil zurück, wobei sie vom Department of the West verfolgt werden.

Hier sieht man auch den Überblick über unsere Flotten. Darum müssen wir uns noch ernsthaft kümmern. Viele Schiffe sind nicht einsatzbereit oder liegen untätig im Hafen. Schiffe sind individuell, wobei es eine Masse an Schiffsklassen gibt.
Die Unterstützung für die Union liegt im Grenzstaat Missouri nur bei 62%. Das hat unter anderem Auswirkungen darauf, wie viele Freiwillige wir aus diesem Staat einberufen können. Ähnlich sieht es in Kentucky und Maryland aus.

Die Kartenfilter sind ein praktisches Tool. Man kann sich sogar die Ergiebigkeit der Böden für bestimmte Nutzpflanzen anzeigen lassen, was sehr hilfreich ist, falls man eine Farm mittels Subventionen finanzieren will.
Unsere nächste politische Maßnahme ist die Einrichtung von Rekrutierungsbüros, was uns mehr Freiwillige in den Bundesstaaten bringt.

Im Juni 1861 setzt McDowell mit seiner kleinen Armee über den Potomac und versucht den Distrikt Winchester, Virginia, zu besetzen. Allerdings verlegen die Konföderierten eine Armee per Eisenbahn und vereinigen diese mit der angeschlagenen Potomac-Armee, so dass der Gegner nun vermutete 20 000 Mann ins Feld führen kann. McDowell wird bei Alexandria gestellt. Unsere Brigaden können ein Waldstück besetzen und verteidigen sich dort verbissen gegen die anstürmenden Rebellen.

Kurz vor Einbruch der Nacht: Abgesessene Kavallerie drückt gegen unsere linke Flanke, kann aber zurückgewiesen werden.

Die taktischen Gefechte machen schon ziemlich Laune...
Der erste Tag der Schlacht ist zu Ende.

Brustwehren anlegen oder sich im Schutz der Dunkelheit absetzen? Die östlich gelegenen Siegziele sind in feindlicher Hand, wir vermuten dort noch mehr konföderierte Einheiten. Die Moral einiger unserer Brigaden ist bereits zusammengebrochen. Es ist fraglich, ob wir aus diesen ungeordneten Haufen über Nacht wieder eine einsatzbereite Truppe machen können...
Obgleich Protestant, sind wir doch froh, in einer überwiegend katholischen Region Bayerns zu wohnen und zu arbeiten: Morgen ist Feiertag.
Ein weiteres Beispiel für den Detailgrad: Ein Depot ist nicht einfach ein Depot, sondern es hat einen exakten Lagerbestand. Ob Pferdefutter, Uniformen oder Proviant – alles spielt eine Rolle.

In Missouri entwickelt sich die Situation günstig, nachdem wir bei dem dilettantischen Versuch, den Gegner in Franklin zu belagern, eine Schlappe einstecken mussten. Angesichts der sich abzeichnenden Überlegenheit der Unionstruppen ziehen sich die Rebellen in den südlichen Landesteil zurück, wobei sie vom Department of the West verfolgt werden.

Hier sieht man auch den Überblick über unsere Flotten. Darum müssen wir uns noch ernsthaft kümmern. Viele Schiffe sind nicht einsatzbereit oder liegen untätig im Hafen. Schiffe sind individuell, wobei es eine Masse an Schiffsklassen gibt.
Die Unterstützung für die Union liegt im Grenzstaat Missouri nur bei 62%. Das hat unter anderem Auswirkungen darauf, wie viele Freiwillige wir aus diesem Staat einberufen können. Ähnlich sieht es in Kentucky und Maryland aus.

Die Kartenfilter sind ein praktisches Tool. Man kann sich sogar die Ergiebigkeit der Böden für bestimmte Nutzpflanzen anzeigen lassen, was sehr hilfreich ist, falls man eine Farm mittels Subventionen finanzieren will.
Unsere nächste politische Maßnahme ist die Einrichtung von Rekrutierungsbüros, was uns mehr Freiwillige in den Bundesstaaten bringt.

Im Juni 1861 setzt McDowell mit seiner kleinen Armee über den Potomac und versucht den Distrikt Winchester, Virginia, zu besetzen. Allerdings verlegen die Konföderierten eine Armee per Eisenbahn und vereinigen diese mit der angeschlagenen Potomac-Armee, so dass der Gegner nun vermutete 20 000 Mann ins Feld führen kann. McDowell wird bei Alexandria gestellt. Unsere Brigaden können ein Waldstück besetzen und verteidigen sich dort verbissen gegen die anstürmenden Rebellen.

Kurz vor Einbruch der Nacht: Abgesessene Kavallerie drückt gegen unsere linke Flanke, kann aber zurückgewiesen werden.

Die taktischen Gefechte machen schon ziemlich Laune...
Der erste Tag der Schlacht ist zu Ende.

Brustwehren anlegen oder sich im Schutz der Dunkelheit absetzen? Die östlich gelegenen Siegziele sind in feindlicher Hand, wir vermuten dort noch mehr konföderierte Einheiten. Die Moral einiger unserer Brigaden ist bereits zusammengebrochen. Es ist fraglich, ob wir aus diesen ungeordneten Haufen über Nacht wieder eine einsatzbereite Truppe machen können...
Obgleich Protestant, sind wir doch froh, in einer überwiegend katholischen Region Bayerns zu wohnen und zu arbeiten: Morgen ist Feiertag.
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Bitte weiter so! 
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In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde. - Hans Meyer
- Mortimer
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Na gut, einer geht noch. Aber das soll dann vorerst genügen, wir wollten hieraus eigentlich keinen AAR machen.Francis Drake hat geschrieben:Bitte weiter so!![]()
McDowell entscheidet sich dazu, die Stellung zu halten und dem Gegner einen weiteren Tag ins Auge zu blicken. Der Rückzug wäre wahrscheinlich klüger, aber vielleicht gelingt es ja doch, aus dem schützenden Wäldchen heraus den Feind blutig abzuweisen.
Der Versuch, während der Nacht Gräben anzulegen, ist leider fehlgeschlagen. Möglicherweise ein Bedienungsfehler unsererseits oder ein Mangel an Pionierpunkten, wir wissen es nicht genau. Gräben schützen besser als die einfachen Brustwehren, sind aber auch aufwendiger herzustellen.

Die Truppe konnte über Nacht einigermaßen versorgt werden (vor allem Munition ist wichtig), aber wir haben bereits jetzt knapp 1000 Verwundete.
Um 05:00 Uhr eröffnet die Artillerie beider Seiten den zweiten Tag des Gemetzels.

Die Brigade vorne rechts ist mit dem Anlegen einer Brustwehr beschäftigt. Das ist auch im Gefecht möglich. Cool: Man sieht, wie einige Männer am Aufstellen der Zäune arbeiten. Die Einheit hinten links wurde schon binnen 10 Minuten derart heftig von den energisch anrückenden Rebellen zusammengeschossen, dass ihr nur der fluchtartige Rückzug übrig blieb.
Auf der linken Flanke haben unsere Leute eine Linie am Waldrand gebildet und empfangen den Gegner mit ihrem Musketenfeuer.

Oberst Schenck wird schwer verwundet, so dass einer seiner Untergebenen das Kommando übernehmen muss.

Unerwartet schnell droht unsere Position zusammenzubrechen, der Gegner ist einfach zu zahlreich und dringt von allen Seiten auf uns ein. Um eine völlige Katastrophe abzuwenden, muss McDowell den Rückzug aus der Schlacht befehlen. Da man sich nicht ohne Weiteres vom Feind lösen kann, dauert dies eine Weile und kostet weitere Verluste.

Eine herbe Niederlage für die Sache des Nordens. Oberst Baker hat ungeschickt agiert und steht nun sowohl in den Augen seiner Soldaten als auch in der Öffentlichkeit als Versager da. Immerhin nehmen wir aus dem Kampf etwas Erfahrung mit.
In der Heimat lautet die Schlagzeile: „Desaster bei Alexandria“. General McDowell spricht dennoch von einem taktischen Sieg: Er habe den Feind ordentlich verprügelt, bevor er den Rückzug angetreten habe.

Tatsächlich sind die Verluste der Konföderation etwas höher als unsere eigenen. Wir beklagen 318 Gefallene, über 500 Mann werden vermisst (wahrscheinlich gefangen genommen), rund 1600 sind verwundet.
Beim Abmarsch in Richtung Washington wird die Armee in Nachhutgefechte verwickelt und zeigt dabei Auflösungserscheinungen. McDowell erreicht das rettende Ufer der Union mit 6631 einsatzfähigen Männern.

Schon vor diesem Abenteuer haben wir südlich von Baltimore mit dem Aufbau eines Hospitals begonnen, leider ist es noch nicht fertiggestellt.
Werfen wir bei der Gelegenheit mal einen Blick auf das Armee-Management:

Bakers Ruf ist ruiniert. Wir müssen ihn zur Aufrechterhaltung der Moral entlassen. Wir ersetzen ihn durch M.R. Patrick. Dieser Mann war in West Point und hat im Mexikanischen Krieg gekämpft.

Die Army of Northeastern Virginia wird außerdem durch eine neue Brigade verstärkt. Wir rekrutieren diese Einheit in Ohio.

Wir hätten zwar in New York mehr Freiwillige zur Verfügung, aber dort klagen die privaten Firmen bereits jetzt über einen Mangel an Arbeitskräften, was zu Engpässen bei der Produktion führt. Die projektierten Rekrutierungsbüros sind noch nicht eröffnet.

Es dauert 19 Tage, bis die Männer eintreffen und die neue 4. Brigade aufgestellt werden kann.
Die gemischte Bewaffnung wir vereinheitlicht, indem wir sie durch die Springfield-Muskete ersetzen. Davon haben wir noch 90 000 Stück auf Lager. Das modernere Gewehr desselben Entwicklers, das wir bei der Industrie bestellt haben, ist noch nicht in ausreichender Menge vorhanden.

Das aktuelle Einberufungsgesetz erlaubt lediglich eine Dienstzeit von 3 Monaten. Wir müssen daher unbedingt eine Gesetzesänderung erarbeiten, durch welche sich die Dienstzeit auf 12 Monate verlängern lässt.
Das Department of Pennsylvania operiert inzwischen im nördlichen Virginia und führt bei Winchester einen Raid durch, d.h. die Truppen ziehen brandschatzend durch die Gegend, um die wirtschaftlichen Grundlagen des Gegners zu schädigen.

(Wir hatten zuvor eine falsche Ortsangabe gemacht: McDowell war nicht in Winchester, sondern in der Region Alexandria, nach der ja auch die Schlacht benannt wurde.)
Gleichzeitig zieht im Raum Washington neues Unheil herauf: Die konföderierte Nordwest-Armee hat über den Fluss gesetzt und belagert das Fort Washington, das nur von einer Geschützbatterie mit 72 Mann Besatzung gehalten wird.

Der Garnisonskommandant bereitet die Verteidigung vor, wird aber gegen die gemeldeten 15 000 Mann nicht viel ausrichten können. McDowells zerzauste Armee ist nicht in der Verfassung, den Gegner anzugreifen. Wir beordern umgehend die Pennsylvania-Armee zurück nach Washington...
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Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.
- Tosh
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Werter Mortimer, wir haben uns erlaubt, euren Flüchtigkeitsfehler zu berichtigen.Mortimer hat geschrieben: wir wollten hieraus eigentlich einen AAR machen.![]()
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