VUGG: Deutsches Reich

Länder und Nationen

Die einzelnen Länderthreads
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Ruprecht I.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Aus den Kolonien


Tsingtao - der Traum vom Fernen Osten.
Tsingtao - Perle am Gelben Meer.
Tsingtao - einziger Ort in tausend Meilen Umgebung, in dem man einen Polizisten nach dem Weg fragen konnte, ohne sich die Zunge zu verknoten.

Ruprecht Erstmann fühlte sich wohl in seiner neuen Heimat.
Gut, es gab gewisse Eingewöhnungsschwierigkeiten.
Daß sich hier auch Männer mit Rock und Zopf zierten sorgte für einige... unschöne Ereignisse.

Aber alles in allem hatte er sich gut eingelebt.
Und begonnen, die Einheimischen mit dem höchsten deutschen Kulturgut vertraut zu machen: Sauerkraut.
Ja, man konnte von einem durchschlagenden Erfolg sprechen.
Insgesamt nahm die Arbeitsgeschwindigkeit einheimischer Hilfskräfte nach Genuss eines Tellers um ca 10% zu.
Weiterhin konnte ein Exklusivvertrag mit einem chinesischen Apotheker und ehrenamtlichen Sportmäzen geschlossen werden. Von diesem Do Ping würde die Sportwelt sicher noch einiges zu erwarten haben.
Leider gab es auch Rückschläge. Die Militärverwaltung weigerte sich, Fördergelder zur Erforschung der militärischen Einsatzmöglichkeiten vermehrten Sauerkrautgenusses zu bewilligen. Das letzte ablehnende Argument war mit der Bemerkung verbunden, daß deutsche Soldaten dem Feinde nicht den Rücken kehren würden...

Das war umso bedauerlicher, als die weltpolitische Lage immer mehr auf Konfrontationskurs zu deuten schien.
Auch in Tsingtao war dieser Tage nur die Rede davon, daß die Beziehungen zu Russland deutlich abgekühlt wären. Dies schlug sich auch darin nieder, daß keine russischen Zeitungen mehr in die Kolonie eingeführt werden durften. Sehr zum Mißfallen der Bewohner, da nun auf zahlreichen Aborten das Papier fehlt.
Wünsche Deinem Feind nichts Schlechtes.
Plane es.
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Graf Radetzky
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Beitrag von Graf Radetzky »

Brief an den Außenminister des deutschen Reiches

Sehr geehrter Staatssekretär von Jagow,

angesichts der umfangreichen Änderungen die im Augenblick in meinem Staate vorgehen, möchte ich hiermit das Deutsche Reich einladen seinen Botschafter in Zukunft zu allen wichtigen Sitzungen der Parlamente beider Reichshälften, sowie des gemeinsamen Ministerrates als Beobachter teilnehmen zu lassen.

Gez.

Franz II

von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich, apostolischer König von Ungarn, König von Böhmen, etc.etc.etc.
"Handle recht, nichts fürchte; Dein Ziel sei immer Ziel auch deines Landes, Wie deines Gottes und der Wahrheit."
Heinrich VIII
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Graf Radetzky
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Beitrag von Graf Radetzky »

Brief an die Redaktion des Berliner Volksblattes

Sehr geehrte Redaktion,

es ist mir eine Freude Ihnen im Namen SM für die objektive und gute Berichterstatung zu danken.
SM Franz Joseph I befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung, die Regierungszeit SM Franz II hat gut begonnen.
Da Sie sich bisher so freundlich gegenüber ddem Hause Österreich verhielten hat SM beschlossen einem ihrer Redakteure eine Audienz zu bewilligen um ihnen ein Exklusiv-Interview zu geben.
Ihre hervorragende Qualitätszeitung sollte als erstes über die Vorgänge in Österreich informiert sein.

Mit freundlichen Grüßen

Graf Leopold von Andrian-Werburg
Minister des Äußeren sowie des kaiserlich und königlichen Hauses.
"Handle recht, nichts fürchte; Dein Ziel sei immer Ziel auch deines Landes, Wie deines Gottes und der Wahrheit."
Heinrich VIII
Hesse

Alfred, der Journalist

Beitrag von Hesse »

In der Redaktion des Berliner Volksblattes war man sehr zufrieden, mit der Anerkennung der journalistischen Tätigkeit durch allerhöchste österreichische Stellen.
Zugleich faste man schnell den Entschluß, die Chance auf ein Exklusivinterview nicht verstreichen zu lassen.

Aus der Chefredaktion schrie Chefredakteur von Streicher: "Aaaaalfred! Verflucht, wo steckt der Kerl! AAAAAAllfred! Ich bringe den Hund um, jedesmal ist er nicht da, wenn man ihn braucht." Dabei kaute der leicht cholerische von Streicher auf einem Zigarrenstummel. Sein Puls schien regelmäßig zu Redaktionsschluß wahrlich zu explodieren, was eine kleine pochende Ader auf der Stirn und sein hochroter Kopf ankündigten. Neuerding genoß man in der Redaktion auch jede Menge besten südamerikanischen Kaffee, was neuerding für noch größere Hektik sorgte. Gerade die Hetzkampagnen aus Russland brachte regelmäßig den Chefredakteur von Streicher zur Weißglut, nur noch übertroffen von verspätet eingereichten Artikeln oder Fotos.

Alfred, ein in Wien groß gewordener Lebemann, hatte einen Hang zu sämtlicher Art von Vergnügen und ein natürliches Talent für einen guten Artikel. Eigentlich hatte er schon zu Schulzeiten mehr durch Abwesenheit geglänzt, war den jungen Mädchen nachgestiegen und hatte sonst nichts ausgelassen, was ihn in Schwierigkeiten brachte. Aber dennoch war er ein geborener Schreiber und hatte ein Gespür für einen guten Artikel. Sein Wiener Charme, ebenso wie sein galantes Auftreten, zu erwähnen gilt, daß er mehr Geld in seine Anzüge und Hüte steckte, als in etwa seine Unterkunft, halfen ihm oft, die richtigen Türen zu öffnen. von Streicher hatte Alfred entdeckt, als der junge Mann auf dem Pariser Platz versuchte ein paar Gedichte zu verkaufen. Damals versuchte Alfred als Poet den großen Durchbruch zu schaffen, vor allem hatte er es aber auf Liebesabenteuer abgesehen. Welche Frau konnte einem armen Poeten wiederstehen, der die ganze Last der Welt durch ein paar Worte ausdrücken konnte? Zumindest war es bis dato Alfreds erfolgreichste Masche. Selbst eine nahe Verwandte der kaiserlichen Familie rühmte sich Alfred einmal mit einer schwülztigen Ballade gewonnen zu haben. In Wahrheit dürfte es vielleicht das Hausmädchen eines Industriellen gewesen sein, aber auch das gehörte zu Alfred. Etwas Geheimnisvolles verlieh jedem Poeten oder Journalisten eine gewisse Aura.
Als damals von Streicher nun Alfred auf dem Pariser Platz aufgelesen hatte, die Berliner Volkszeitung erreichte gerade neue Auflagsrekorde und gute Schreiber waren selten, engagierte von Streicher den Lebemann als freien Mitarbeiter. Und Alfred hatte gerade nichts besseres zu tun. Es hatte sich von da an gezeigt, daß Alfreds hang zum Nachtleben gleichzeitig viele Quellen erschloß, die immer einen guten Artikel lieferten. Die Wörter auf das Papier zu bringen waren dann für den talentierten Alfred nur noch ein Klacks. Es zeigte sich, daß er als Journalist ein noch interessanteres Leben führte. Zwar war daher auf Alfred verlaß, aber man brauchte einfach starke Nerven, war er doch meist der letzte, der kurz vor Redaktionsschluß noch einen Artikel ablieferte. Und das war für das sensible Nevenkostüm von Streichers oft zuviel.

Nach weiteren Rufen trotte Alfred in das Büro des Redakteurs, ließ sich lässig in den Stuhl vor dem Schreibtisch fallen, legte die Füße auf den Tisch, schob seinen Hut ins Gesicht und raunte: "Was gibt es, Chef?"
Von Streicher kochte. Zwar war er dieses unverschämte Auftreten Alfreds gewöhnt, aber es war immer wieder zuviel für ihn. Nach einer Standpauke über Manieren, beruhigte sich von Streicher und warf mißmutig den Brief aus dem österreichischen Außenministerium zu Alfred. "Hier, lies das. Du fährst nach Wien. Ich brauche da jemanden, der mit dem Wiener Schmäh zurecht kommt und dem Kaiser auf die Finger klopft. Äußerste Diskretion und reiß Dich zusammen! Versaue mir das hier nicht. Wenn das ein guter Artikel wird, dann gibt es vielleicht mal einen Orden oder eine Beförderung. Ich bin seit 10 Jahren nur Leutnant der Reserve! Ich will es wenigstens nochmal zum Hauptmann bringen, wie mein Vater, Gott habe ihn selig.", grunzte von Streicher.

"Das ist doch keine Sache, Chef. Kennst mich ja. Wenn ich mache, dann richtig! Spesen werden ja getrennt abgerechnet?", grinste Alfred. "RAUS!", brüllte von Streicher und bekam wieder einen Wutanfall.

Alfred schlenderte aus der Redaktion und begab sich zum Bahnhof. Er liebte Wien, seine alte Heimat. Leichte Frauen und besonders der Charme, den ein verkappter Poet wie er dort richtig einsetzen konnte. Das würde eine schöne Reise, dachter er sich und stieg in eine Mietkutsche.
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Ruprecht I.
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Beitrag von Ruprecht I. »

Aus den Kolonien
Tsingtao

Die feine Gesellschaft amüsiert sich dieser Tage über die Mutmaßungen der deutschen Zeitungen über die russische Presse. Hatte man doch gut die Anekdote eines amerikanischen Zeitungsmagnaten, der im Rahmen einer Weltreise auch durch die Kolonie kam, im Ohr:
'Bevor ich mit dem Zug weiter nach Osten fuhr, besuchte ich einen Ball in St.Petersburg. Dort begegnete ich einem russischen Verlagseigner, den ich befragte, wie es denn im Zarenreich um die Pressefreiheit bestellt sei. Er fragte mich, was ich konkret damit meinte. Ich erklärte, daß meine Zeitungen in den USA jederzeit die Schlagzeile "der amerikanische Präsident ist ein Narr" drucken lassen könnten, ohne Repressalien befürchten zu müssen. Daraufhin meinte er, auch in Russland gebe es Pressefreiheit. Auch er könne "der amerikanische Präsident ist ein Narr" drucken lassen, ohne Probleme zu bekommen.'

Überhaupt machen Vermutungen über den russischen Irrsinn die Runde.
Manche vermuten, der wahnsinnige Möchtegernmönch Rasputin habe wohl nun endgültig die Macht übernommen.
Wer auch immer momentan in Russland regiert, er wird unter der Hand schon als 'Russlands Vernichter' bezeichnet. Hat er doch das Kunststück fertiggebracht, nahezu alle maßgeblichen Nationen der Welt gegen sich aufzubringen.
In Konsequenz sollen schon geheime Sauerkrautlager für den Kriegsfall angelegt worden sein.


edit:
Aufregung im Telegraphenamt Tsingtaos:
'Sondermeldung - stop - gewöhnlich gut informierte Kreise: - stop - Zar läßt sämtliche Zeitungen schließen - stop - Wende in Russlands Außenpolitik? - stop -
Wünsche Deinem Feind nichts Schlechtes.
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Parsslider

Beitrag von Parsslider »

Der Botschafter des Niederländischen Königreiches ersucht um eine Audienz bei der Regierung um die Verbesserung der Beziehungen auf politischer und wirtschaftlicher Basis anzustreben [ICQ 168-564-349]
Hesse

Beitrag von Hesse »

Edwin von Bolten, Botschafter der Niederlande in Berlin, wurde entsprechend eine Gesprächstermin im Auswärtigen Amt mit Staatssekretär von Jagow mitgeteilt.
General Steiner

Beitrag von General Steiner »

Hans Frankenhaus, Freiherr von Kapstadt, bittet um die Accrditierung als Botschafter Süd Afikas beim Deutschen Reich!
Hesse

Beitrag von Hesse »

Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Jagow empfängt mit entsprechendem Protokoll Hans Frankenhaus und akkreditiert ihn als Botschafter des Dominions Süd Afrika in Berlin.

Inzwischen wurde in Berlin veröffentlicht, daß das Deutsche Reich mit dem Königreich Niederlande ein Handelsabkommen geschlossen hat und eine weitergehenden Vertrag mit den Vereinigten Staaten um eine gegenseitige Nutzung von Militärstützpunkten.
General Steiner

Hans Frankenhaus, Freiherr von Kapstadt

Beitrag von General Steiner »

Werte Exzellenzen, Süd Afika ist jetzt eine Republik, die den Eglsichen König als moralische Staatsoberhaupt ansieht, wir bitten dies zu berichtigen.

Weiters bitten wir um gespräche um die Beziehungen zwischen unseren Ländern zu verbessern.
Hesse

Beitrag von Hesse »

Von Jagow empfängt den Gesandten aus Südafrika:

"Werter Botschafter Frankenhausen,

momentan können wir nur Südafrika als Dominion anerkennen, solange das britische Empire nicht entsprechend den Status des Dominons aufhebt. Eine offizielle Anerkennung einer Republik Südafrika in dieser staatsrechtlichen Form kann nur mit Rücksicht auf unsere Beziehungen zum Britischen Empire erfolgen. Wenn die Republik Südafrika sich im Einverständnis mit dem Empire einigt, dann wird auch das Deutsche Reich umgehend eine offizielle Anerkennung in der neuen Staatsform aktzeptieren.

Niemand weiß ja bei der aktuellen brisanten Lage am Kap, ob sich diese neue ausgerufene Republik hält oder nicht.

Daher bitten wir sie zunächst eine Akkreditierung als Botschafter der Dominon Südafrikas zu aktzeptieren, bis der neue Status Südafrikas eindeutig geklärt wird.

Insofern sind wir gerne bereit weiterführende Gespräche mit Ihnen zu diesem und andere Themen zu führen, immerhin ist das Deutsche Reich ein Nachbarstaat von Südafrika."
General Steiner

Hans Frankenhaus, Freiherr von Kapstadt

Beitrag von General Steiner »

"Eur exzellents, eine akkreditierung als Dominion ist nicht akzeptabel. Die Lage am Kap ist vollkommen unter Kontrolle und ich habe strikte Anweißungen keinerlei Minderungen unses Status als freies Land zu akzeotieren die die Würde unseres Volkes verletzen könnte.

Deshalb muss ich auf eine akkreditierung als Republik Süd Afrika bestehen, ansosnten hat, nach Weißung meiner Regierung jegliche Verhandlung zu unetbleiben.
Wir verstehen das das Reich an seine Beziehung zu England denken muss, allerdings werden wir uns deshalb nicht beleidigen lassen.

Wir danke für euer Verständnis!"
Hesse

Beitrag von Hesse »

Von Jagow nickte und entgegnete:

"Wir bitten dies nicht falsch zu verstehen. Wir wollen keinstensfalls die Bevölkerung am Kap beleidigen. Und wenn Ihr sagt, daß die Lage vollkommen unter Kontrolle ist, dann glaube ich Euch das gerne.

Jedoch müssen wir hier eine eindeutige Erklärung des Britischen Empires abwarten. Vielleicht wären Sie damit einverstanden, daß wir sie vorläufig als Botschafter der Republik Südafrikas und des Dominions Südafrikas akkreditieren. Somit wäre der momentanen Übergangszustand genüge getan und wir hätten keinerlei diplomatischen Verwicklungen.

Es ist uns sehr daran gelegen ein gutes Verhältnis zu den Bewohnern des Kaps zu haben. Was haltet Ihr davon?"
General Steiner

Hans Frankenhaus, Freiherr von Kapstadt

Beitrag von General Steiner »

"Ich denke dies ist akzeptabel. Auch wir sind sehr an guten Beziehungen zum deutschen Reich interessiert, und vorallem Hoffen wir, ich persönlich sehr stark wenn ich mir die Bemerkung erlauben dar, viel deustche Siedler anzulocken. In diesem Bezug würde unsere Regierung der euren gerne einen Vorschlag machen wenn ihr erlaubt..., zunäächst aber bitten wir um eine feststellung der Beziehungen zu Süd Afrika".
Hesse

Beitrag von Hesse »

Von Jagow faltete die Hände und runzelte die Stirn:

"Selbstverständlich werden wir offiziell zum Kap Beziehungen aufnehmen. Eine Unterstützung für eine forcierte Auswanderung deutscher Siedler in die Kapregion müssen wir aber zunächst ablehnen, so haben wir doch mit unserer Kolonie Südwestafrika bereits ein adäquates Auswanderunsziel in der Region.

Abgesehen davon, gibt es noch genügend Plätze unter der Sonne des Deutschen Reiches, die von unseren mutigen Pionieren erschlossen werden wollen.

Inwieweit hier eine zukünftige staatliche Zusammenarbeit entstehen kann, mag ich bis dato daher momentan nicht beurteilen. Wie ich schon anmerkte, sollte das Kap zunächst eine Konsolidierung der Republik mit dem Britischen Empire erreichen. Das würde auch das Selbstbewußtsein einer solchen jungen Republik stärken, wenn das "moralische Oberhaupt" dem Ist-Zustand seinen Segen erteilt und nicht etwa einen vergangen Soll-Zustand herbeiführen möchte. Wir wollen uns da aber nicht in die Politik des Kaps einmischen, sondern eben nur unsere außenpolitische Linie verdeutlichen.

Gegebenfalls kann man nach einem gewissen Zeitraum der Duldung durch das Britische Empire auf eine konkludente Zustimmung schließen. Aber dafür müßten ein paar Monate vergehen."
General Steiner

Hans Frankenhaus, Freiherr von Kapstadt

Beitrag von General Steiner »

" Natürlich sind Gesante gearde dabei dem König seine Aufwartung zu machen, jedoch bedarf dies einiger Vorbereitung.

Das Deutschland selbst genügend Kolonien zu besiedeln hat wissen wir, jedoch wären wir bereit so es eure Regierung will ein ähnliches Prokekt wie in australien oder Neuseeland ins Leben zu rufen. Das reich selsbt müsste nur die Überfahrt und etwas Baumaterial für die Höfe stellen...."
Hesse

Beitrag von Hesse »

Von Jagow schaute verdutzt:

"Was meinen Sie? Sprechen sie von der ehemaligen Verwendung Neuseelands und Australiens als Strafkolonie?"

Jagow schüttelte den Kopf:

"Es ist wohl besser, wenn Südafrika zunächst für eine Konsolidierung seiner Staatsform sorgt, dann kann man weitere Gespräche führen."


Mit den letzten Worten bugsierte von Jagow höflich Frankenhausen aus seinem Büro und widmete sich den zahlreichen anderen Aufgaben.
Hesse

Alfred, der Journalist Teil 2

Beitrag von Hesse »

Wenige Stunden waren vergangen, als Alfred in Berlin eingetroffen war. Die junge Frau aus dem Zug hatte eine Stellung als Hausmädchen bei einem Industriellen "Unter den Linden". Alfred hatte sich fest den Vorsatz genommen, dieses Mädchen nicht nach einer amurösen Nacht wieder abzuservieren. Er wollte sich wirklich ändern. Doch nun hatte er wichtigeres vor.

Aus seiner Wohnung eilte er zu einer Mietkutsche und fuhr schnellstes zu Redaktion der Berliner Volkszeitung. Sicherlich hätte er das Gespräch mit seiner kaiserlichen Majestät Franz II. auch nach Berlin kabeln können, doch er wollte lieber vor Ort sein, wenn die Redaktion es in den Druck gab.

In der Redaktion angekommen, herrschte dort die gleiche Atmossphäre, wie bei seiner Abreise. Alfred lächelte, denn bei ihm stellte sich in der verqualmten Redaktion, mit den Geräuschen der Schreibmaschinen, dem Gekritzel von Bleistiften auf Papier und besonders den regelmäßigem wütenden Gebrüll aus dem Büro des Chefredakteurs ein Heimatgefühl ein.

Alfred steuerte direkt auf das Büro des "Grantels" zu, wie er unter Kollegen den "Chef" nannte. Dort staunte der Chefredakteur nicht schlecht. "Aha, schon wieder da! Wurde aber auch Zeit. Wahrscheinlich wird die Spesenabrechnung die ganze Zeitung in den Bankrott führen! Du solltest doch da runter fahren, das Gespräch führen und wiederkommen. Bist wahrscheinlich jedem Rock nachgestiegen! Also, was haben wir?"

Alfred lancierte sich im Stuhl vor dem Schreibtisch, legte die Beine hoch und warf eine Mappe mit seinen Notizen zum "Grantel" rüber. "Alles bereits druckfertig abgefaßt. Muß nur noch in die Setzerei. Sehr gute Arbeit, wenn ich mich mal loben kann. Früher konnte ich nicht zurück, es war schon relativ schnell, beachtet man das Hofzeremoniell, was sonst angelegt wird."

Der Chefredakteur überflog die Notizen Alfreds und sein traditionell im Mundwinkel platzierter Zigarrenstummel fiel ihm aus dem Mund. Es schien als würde er lächeln. Leise kam ein "Sehr gute Arbeit. Wußte doch, daß Du der richtige dafür bist!" über seine Lippen. Alfred grinste. Dann kochte der Vulkan wieder im Herzen des Chefredakteurs. "Was sitzt Du hier so blöd rum! Ab in die Setzerei! Sonderausgabe! ZackZack! Ich will heute noch in Druck gehen!"

Alfred stand auf nahm die Mappe, er wußte, daß die zeitweilige Stille das größte Kompliment war, daß er bekommen konnte, und legte noch ein Bündel Quittungen auf den Schreibtisch. "Die Spesen", sagte er knapp. Der Chefredakteur nahm den Stapel und begann zu blättern, während Alfred sich aus dem Büro in Richtung Setzerei in Bewegung setzte. Aus dem Büro hörte er ein lautes "Was heißt hier Quittung für Liebesdienst von einer Lola über 40 Goldmark? Ich glaube es hackt! Und hier nochmal von einer Gretel, von einer Anna! Der spinnt wohl! Bin ich etwa der Kaiser?"

Alfred konnte das Gebrüll noch im Treppenhaus zur Setzerei hören. Er grinste leicht. Er dachte bei sich, daß der "Grantel" doch froh sein könnte, für so wenig Geld eine so gute Ausgabe zu bekommen.
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