Seite 39 von 44

Verfasst: Do 04.12.2025, 09:57
von Colonel Chris
In Berlin kriegst Du dafür locker 20€/m².

Verfasst: Mo 05.01.2026, 16:34
von Zero
In dem Haus, wo wir die Wohnung gekauft haben, steht ein TG-Stellplatz zum Verkauf. Bei unserer Wohnung war keiner dabei.
Wir haben aktuell kein Auto aber das ändert sich vielleicht eines Tages. Die Tiefgarage ist frisch saniert.

Jetzt ist die Frage, was finanziell passiert, wenn man den kauft und vermietet:

Ich verstehe es so, dass man TG-Stellplätze, die mit einem Haus verbunden sind auf 50 Jahre abschreibt und die Abschreibungen absetzen kann, also 2% pro Jahr.
Das gilt aber offenbar bei Bestandsgaragen nur für die Restnutzungsdauer? Heißt das, möglicherweise ist der Stellplatz schon abgeschrieben und ich kann gar nichts mehr absetzen?

Bei Wohnungen kann man wohl auch die Finanzierungskosten absetzen. Gilt das bei Garagen auch? Dann wäre es schlauer die auf Kredit zu kaufen statt mit EK.

Verfasst: Mo 05.01.2026, 16:39
von Elvis
Zero hat geschrieben: Das gilt aber offenbar bei Bestandsgaragen nur für die Restnutzungsdauer?
Ich würde vermuten, dass dieselben Regeln gelten, wie bei jeder anderen Bestandsimmobilie. Teileigentum bildet da keine Ausnahme. Die 50 Jahre fangen nach jedem Kauf wieder von vorne an, mit 2% vom dann vereinbartem Kaufpreis (abzgl. anteiliger Grundstückskosten, weil Grundstücke keiner Abschreibung unterliegen. Ist kein Grundstückspreis separat vereinbart worden, wird dieser fiktiv anhand der Bodenrichtwerte ermittelt).

Verfasst: Mi 14.01.2026, 22:31
von Arminus
Delta, vergeßt die Villa in Italien: Underjordisk bunker utanför Växjö! :D

Verfasst: Do 15.01.2026, 06:39
von sato
außen pfui innen hui :D

Verfasst: Do 15.01.2026, 08:59
von deltadagger
Arminus hat geschrieben:Delta, vergeßt die Villa in Italien: Underjordisk bunker utanför Växjö! :D
Na ja, Skandinavien wäre für mich nicht die favorisierte Gegend in Europa, wo ich gerne hinziehen möchte.
Habe zum Norden faktisch keinerlei emotionalen Bezug und Winter habe ich hier schon im Überfluss.

Inhaltlich würde ich ungern in einen Bunker ziehen, den das halbe Internet somit kennt.
Grundsätzlich möchte ich gar nicht in einem Bunker leben, das Wohnhaus obendrüber fehlt.

Und ehrlich, um die 600.000 € für DAS sind 400.000 € zu viel.
Er hat bei der reativ großen Nutzfläche nur einen Notausstieg,
keine Verteidigungschleuse, keinen belüfteten Raum für ein Notstromaggregat,
keinen separaten Akkuraum, die Filteranlage ist m. E. viel zu klein
und ausreichend dimensionierten Brauchwassertanks erkenne ich auch nirgends.
Die erkennbaren Tanks oder Pufferspeicher (für was auch immer) sind ein Witz.
2000 - 2500l für 500 m² Fläche
Kurzum, das Teil ist im Ernstfall unbrauchbar und völlig veraltet.

Verfasst: Do 15.01.2026, 09:10
von Colonel Chris
deltadagger hat geschrieben:Na ja, Skandinavien wäre für mich nicht die favorisierte Gegend in Europa, wo ich gerne hinziehen möchte.
Habe zum Norden faktisch keinerlei emotionalen Bezug und Winter habe ich hier schon im Überfluss.

Inhaltlich würde ich ungern in einen Bunker ziehen, den das halbe Internet somit kennt.
Grundsätzlich möchte ich gar nicht in einem Bunker leben, das Wohnhaus obendrüber fehlt.

Und ehrlich, um die 600.000 € für DAS sind 400.000 € zu viel.
Er hat bei der reativ großen Nutzfläche nur einen Notausstieg,
keine Verteidigungschleuse, keinen belüfteten Raum für ein Notstromaggregat,
keinen separaten Akkuraum, die Filteranlage ist m. E. viel zu klein
und ausreichend dimensionierten Brauchwassertanks erkenne ich auch nirgends.
Die erkennbaren Tanks oder Pufferspeicher (für was auch immer) sind ein Witz.
2000 - 2500l für 500 m² Fläche
Kurzum, das Teil ist im Ernstfall unbrauchbar und völlig veraltet.
Gut, daß Du das schreibst. Ich wollte schon schwedisch lernen und zuschlagen. :lach:

Verfasst: Do 15.01.2026, 09:27
von deltadagger
Colonel Chris hat geschrieben:Gut, daß Du das schreibst. Ich wollte schon schwedisch lernen und zuschlagen. :lach:
Das mit dem Bunker hat sich bei uns eh erledigt.
Wir haben ja unser Haus schon an die Kinder verschenkt und werden voraussichtlich im Juni/Juli woanders hinziehen, sofern alles klappt.
Die zwei Damen wollen den definitiv nicht weiter nutzen und ich habe schon mind. die halbe Technik an andere Prepper für gut Geld verkauft.
Schätze, schon im März/April ist der komplett geräumt, wird wieder einfacher, größerer Kellerraum mit einer dicken Stahltür werden.
Die baue ich jetzt nicht mehr ab, das Viech wiegt über eine Tonne.

Verfasst: Do 15.01.2026, 10:24
von Arminus
deltadagger hat geschrieben:Na ja, Skandinavien wäre für mich nicht die favorisierte Gegend in Europa, wo ich gerne hinziehen möchte.
Acch, der Vorteil am Bunker ist doch, dass man gar nichts davon mitbekommt, wo er steht. Und gegebenenfalls kriegt Stockhol, vielleicht noch Göteborg eine Bombe ab, aber keine Sau interessiert sich für Småland. War übrigens immer schon so, im 12. Jahrh. sollen die Norweger sogar noch einen Kreuzzug dahin veranstaltet haben. :D
deltadagger hat geschrieben:Inhaltlich würde ich ungern in einen Bunker ziehen, den das halbe Internet somit kennt.
Das ist in der Tat das Ding in Schweden. Jeder weiß, wer wo wohnt. Für mich als Deutschen echt ein sehr komisches Gefühl...

Verfasst: Do 15.01.2026, 10:36
von Bigfish
Das ist in der Tat das Ding in Schweden. Jeder weiß, wer wo wohnt. Für mich als Deutschen echt ein sehr komisches Gefühl...

??? Wie lange seit Ihr schon weg? Früher hatte es hier so dicke fette Enzyklopädien mit gelben Einband. Da war so ein Musikinstrument drauf und irgendwie hatten die was mit "Tel" oder "Teil" oder so im Namen - da war so gut wie jeder enthalten der in Deutschland nicht gerade im Wald gewohnt hat...

Verfasst: Do 15.01.2026, 11:41
von Arminus
Bigfish hat geschrieben:??? Wie lange seit Ihr schon weg? Früher hatte es hier so dicke fette Enzyklopädien mit gelben Einband. Da war so ein Musikinstrument drauf und irgendwie hatten die was mit "Tel" oder "Teil" oder so im Namen - da war so gut wie jeder enthalten der in Deutschland nicht gerade im Wald gewohnt hat...
1. muss man nicht im Telefonbuch eingetragen sein. (Und woran ich mich nicht mehr erinnern kann: Stand da wirklich die Adresse drin oder nur die Telnummer?)
2. ist Deutschalnd nicht umsonst das Geldwäsche-Paradis des internationallen Verbrechens, weil niemand weiß, wem welche Immobilie gehört.

Hier in Schweden kann ich über eine Website nicht nur dezidiert nach Leuten suchen und erhalte Anschrift, Telefonnummer und Geburtsdatum. Man sieht auch, was für Autos auf die Person gemeldet sind. Mit Kennzeichen.

Ich kann mir umgekehrt auch beliebige Immobilien angucken und sehe wer da gemeldet ist. Sehe das Alter der Immobilie, die Größe des Grundstücks, die Wohnfläche, den ungefähren Wert. Anscheinend sehe ich die Eigentümer von Immobilen doch nicht direkt, dafür muss ich den tomtrapport kaufen. Neoliberale totalitäre Überwachungsstaaten sind halt nur über die Geldbörse demokratisch. Den Schweden fehlt halt jegliche autoriäre gesellschaftliche Erfahrung und sie verstehen überhaupt nicht, wieso das problematisch sein könnte.

Verfasst: Do 15.01.2026, 12:45
von Witold Pilecki
Warum muss der arme Neoliberalismus für den totalitären Überwachungsstaat herhalten?

Verfasst: Do 15.01.2026, 12:53
von TheBlackSwan
Witold Pilecki hat geschrieben:Warum muss der arme Neoliberalismus für den totalitären Überwachungsstaat herhalten?
Die neoliberale Weltverschwörung, gesteuert aus der Mont Pelerin-Gesellschaft heraus, steckt doch bekanntermaßen hinter jedem Übel der Welt.

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:11
von dooya
Witold Pilecki hat geschrieben:Warum muss der arme Neoliberalismus für den totalitären Überwachungsstaat herhalten?
Der werte Arminus hat meinem Verständnis nach nur eine Aussage zu neoliberalen totalitären Überwachungsstaaten getroffen. Er hat nicht geschrieben, dass alle neoliberalen Staaten totalitäre Überwachungsstaaten sind oder dass alle totalitären Überwachungsstaaten neoliberal sind.

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:12
von Bigfish
muss man nicht im Telefonbuch eingetragen sein. (Und woran ich mich nicht mehr erinnern kann: Stand da wirklich die Adresse drin oder nur die Telnummer?)

Als das Ding noch Teilnehmeranschluss-Verzeichnis genannt wurde, war jeder mit Telefonnummer und Straße+Hausnummer und ggf. weiteren Daten Zwangs weiße aufgeführt. Die Freiwilligkeit zum Eintragen kam erst viel später.

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:26
von Sappho
Arminus hat geschrieben:1. muss man nicht im Telefonbuch eingetragen sein. (Und woran ich mich nicht mehr erinnern kann: Stand da wirklich die Adresse drin oder nur die Telnummer?)
2. ist Deutschalnd nicht umsonst das Geldwäsche-Paradis des internationallen Verbrechens, weil niemand weiß, wem welche Immobilie gehört.

Hier in Schweden kann ich über eine Website nicht nur dezidiert nach Leuten suchen und erhalte Anschrift, Telefonnummer und Geburtsdatum. Man sieht auch, was für Autos auf die Person gemeldet sind. Mit Kennzeichen.

Ich kann mir umgekehrt auch beliebige Immobilien angucken und sehe wer da gemeldet ist. Sehe das Alter der Immobilie, die Größe des Grundstücks, die Wohnfläche, den ungefähren Wert. Anscheinend sehe ich die Eigentümer von Immobilen doch nicht direkt, dafür muss ich den tomtrapport kaufen. Neoliberale totalitäre Überwachungsstaaten sind halt nur über die Geldbörse demokratisch. Den Schweden fehlt halt jegliche autoriäre gesellschaftliche Erfahrung und sie verstehen überhaupt nicht, wieso das problematisch sein könnte.
In D gibt es ein Grundbuch.

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:29
von deltadagger
Sappho hat geschrieben:In D gibt es ein Grundbuch.
Stimmt, aber der Zugang ist komplexer und restriktiv.
Katasterauszüge müssen in DE meist noch vom Architekten beantragt werden, das geht auch in z. B. Italien, Kroatien und Ösiland online ohne Bezahlschranke.
Inkl. Vollauskunft inkl. Besitzer und Adressen.

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:31
von dooya
Sappho hat geschrieben:In D gibt es ein Grundbuch.
Das man aber nur einsehen darf, wenn man ein berechtigtes Interesse nachweisen kann?

Verfasst: Do 15.01.2026, 13:37
von Ioelet
Unsere Mutter denkt ja auch jedesmal wir hätten Geheimdienstkenntnisse, wenn wir mal im Handelsregister nachschauen, wem eine GmbH eigentlich gehört...

Verfasst: Do 15.01.2026, 14:02
von Arminus
Anderes Beispiel. Auf dieser oben erwähnten Website kann man für meine Nachbarschaft die durchschnittliche Haushaltsverschuldung einsehen. Und erwähnte ich hier schon, das unser Hauskauf hier in der Tageszeitung stand, mit Kaufsumme?
Witold Pilecki hat geschrieben:Warum muss der arme Neoliberalismus für den totalitären Überwachungsstaat herhalten?
Wie Dooya meint. Die Menge an Infos, die hier zum einzelnen Bürger zu Verfügung stehen, wird immer totaler. Über den Begriff des Staates kann mir hier gerne streiten, die eigentlichen Instutionen und Bestandteilt sind nur zum Teil staatlich, ihre Wirkungsmacht geht häufig auch über nationale Grenzen hinaus, wären aber ohne rechtlichen Rahmen und den politischen Willen nicht möglich. Zudem lassen sich diese gesamten marktwirtschaftlichen Instrumente eben auch sehr schnell unter sich ändernden politischen Bedingungen in einen totalitären Überwachungsstaat umwidmen. Und der Staatsbegriff ist ja an sich immer wieder herausfordernd.


Und das hat nichts mit irgendwelchen Weltverschwörungen zu tun, sondern mit einem historischen Verständnis, der den status quo nicht bis ins Absurde normalisiert.