Ihr müsst auch die Opportunitätskosten mit einbeziehen. Wenn die Frau noch 10 Jahre lebt, könntet ihr das Geld währenddessen anderweitig gewinnbringend anlegen.Zero hat geschrieben:Da hier doch einige sehr erfahrene Regenten unterwegs sind, möchte ich auch eine Situation schildern und vielleicht um eine Einschätzung bitten.
Wir haben heute in München Schwabing eine Wohnung besichtigt zum Kauf.
150 qm, ca. 8.000 €/qm in bester Lage direkt im Park, Dachgeschoss, zwei Etagen, Süd- und Westbalkon. Absoluter Traum. 2 TG Plätze inklusive, Dach frisch neu gemacht.
So "günstig" ist das, weil eine Dame drin wohnt, Jahrgang 1946 mit lebenslangem mietfreiem (!) Nießbrauch. Eigentümer ist ihr Sohn, der möchte verkaufen, weil er ins Ausland geht.
Vergleichbare Objekte liegen in der Gegend bei ca. 13.000 €/qm. Ohne Nießbrauch wäre so eine Wohnung für uns völlig unbezahlbar.
Wir waren bzgl. Finanzierung bei der Bank und haben mal generell - ohne konkreten Objektbezug - über die Möglichkeiten gesprochen. Der Kaufpreis (ohne Nießbrauch) wäre grunsätzlich finanzierbar.
So wie ich das sehe, ist das mit dem Nießbrauch ein Lotteriespiel. Welche Konsequenzen hätte das für die Finanzierung? Hat man irgendwelche Möglichkeiten das doch hinzukriegen?
Was würdet Ihr machen?
Wir mussten bei eurem Fall an die Geschichte der ältesten Frau der Welt denken, die gegen eine monatliche Zahlung bis ans Lebensende ihre Wohnung an einen Anwalt übertrug. Und diesen überlebte:
https://icfp.co.uk/jeanne-calment-outlived-lawyer/