Rule Britannia - UK und der Brexit
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- Longstreet
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Die Dominotheorie ist übrigens nicht unwahr - hat nur nach dem Kalten Krieg an Bedeutung verloren..... Zugegeben hat die Theorie sehr viele Konjunktive, was einen wirklichen Beweis für deren Zugkraft so schwer macht wie deren Widerlegung.
Im Falle des Brexit ist es genau so. Die Forderungen der europäischen Rechten nach Volksabstimmungen sind doch bereits da. Ein Punkt, der übrigens wirklich immer sitzt: die Bevölkerung sollte nicht über wichtige Dinge abstimmen, bei denen sie keinen Überblick hat. Dafür ist die "Bevölkerung" zu emotional flexibel, zu beeinflussbar und viel zu wenig "objektiv". Geht immer gegen die Wand.
Das Einsteinsche Theorem von der menschlichen Dummheit wird da in seiner reinsten Form bewiesen.
Im Falle des Brexit ist es genau so. Die Forderungen der europäischen Rechten nach Volksabstimmungen sind doch bereits da. Ein Punkt, der übrigens wirklich immer sitzt: die Bevölkerung sollte nicht über wichtige Dinge abstimmen, bei denen sie keinen Überblick hat. Dafür ist die "Bevölkerung" zu emotional flexibel, zu beeinflussbar und viel zu wenig "objektiv". Geht immer gegen die Wand.
Das Einsteinsche Theorem von der menschlichen Dummheit wird da in seiner reinsten Form bewiesen.
klaro... aber "Die Insel" hat eben doch ein großes Misstrauen gegen das Festland bewahrt.
Die Frage ist jetzt wirklich wie es weitergeht. Irgendwie dachten doch alle bis zuletzt dass für den Verbleib gestimmt werden würde.
Politisch ist es ein extrem harter Schlag für die EU. Wirtschaftlich glaube ich nicht das es mittelfristig große Verwerfungen geben wird. Aber die EU muss sich politisch neu orientieren. Dieses undemokratische Bürokratenmonster der EU dachte bisher es sei unsinkbar.
Ich bin der festen Meinung, dass letztlich die Flüchtlingskrise der entscheidende Faktor (zumindest das Zünglein an der Waage) im Kopf der Menschen war. Wäre die Flüchtlingskrise nicht gewesen wäre das Ergebnis anders ausgegangen.
Die EU hat gezeigt, dass Sie in wirklich entscheidenden Fragen keinen Zusammenhalt und keine wirkliche Macht hat. Im Gegenteil, die Nationastaaten sind zerstritten wie nie. Immer wurde gesagt, das ist alternativlos, dass ist ein Selbstläufter, wir haben kein Recht auf innere Sicherheit usw. Da muss man sich nachher nicht wundern.
Die Frage ist jetzt wirklich wie es weitergeht. Irgendwie dachten doch alle bis zuletzt dass für den Verbleib gestimmt werden würde.
Politisch ist es ein extrem harter Schlag für die EU. Wirtschaftlich glaube ich nicht das es mittelfristig große Verwerfungen geben wird. Aber die EU muss sich politisch neu orientieren. Dieses undemokratische Bürokratenmonster der EU dachte bisher es sei unsinkbar.
Ich bin der festen Meinung, dass letztlich die Flüchtlingskrise der entscheidende Faktor (zumindest das Zünglein an der Waage) im Kopf der Menschen war. Wäre die Flüchtlingskrise nicht gewesen wäre das Ergebnis anders ausgegangen.
Die EU hat gezeigt, dass Sie in wirklich entscheidenden Fragen keinen Zusammenhalt und keine wirkliche Macht hat. Im Gegenteil, die Nationastaaten sind zerstritten wie nie. Immer wurde gesagt, das ist alternativlos, dass ist ein Selbstläufter, wir haben kein Recht auf innere Sicherheit usw. Da muss man sich nachher nicht wundern.
- Sugar
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Vor Allem dann nicht, wenn man vorhat die Mehrheiten zu ignorieren und weiter über ihre Köpfe wegregieren will.Ein Punkt, der übrigens wirklich immer sitzt: die Bevölkerung sollte nicht über wichtige Dinge abstimmen, bei denen sie keinen Überblick hat. Dafür ist die "Bevölkerung" zu emotional flexibel, zu beeinflussbar und viel zu wenig "objektiv". Geht immer gegen die Wand.
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„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen“ Max Horkheimer
- Admiral Hipper
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- Longstreet
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+2
D.h. also wenn die Mehrheit, die sich durch mangelnde Sachkenntnis auszeichnet, eine Ansicht hat, ist dieser zu folgen? Wir verstehen, was Ihr sagen wollt. Allerdings finden Wir es beängstigend, die Entscheidungsgewalt Menschen in die Hand zu geben, die besonders durch den fehlenden Horizont auszeichnen.... Das ist jetzt gar nicht abwertend gemeint. Der Brexit ist doch ein bezeichnendes Beispiel, welchen Einfluss populistische Meinungsmache auf einen Großteil der Bevölkerung hat, der sich "für Politik wenig interessiert" bzw. sich subjektiv schon immer nicht vertreten gefühlt hat.Sugar hat geschrieben:Vor Allem dann nicht, wenn man vorhat die Mehrheiten zu ignorieren und weiter über ihre Köpfe wegregieren will.
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Warsteiner
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Ich denke dieses "mehr Europa" ist vom Tisch. Mehr Europa heisst für viele Menschen nur "mehr Krise". Die EU wird wohl angesichts der vielen Krisen (Währung, Massenmigration, Sicherheit, Wirtschaft) nur als Freihandelszone Akzeptanz finden.Alith Anar hat geschrieben:Ja, das wird sehr lustig werden. Von mir aus, dürfen die Briten auch gerne wieder rein (in ein paar Jahren) dann aber ohne Bonus etc).
Generell hoffe ich schon auf eine Formen und das sich andererseits die Mitgliedsstaaten auf eine "mehr Europa" einigen.
Angesichts der Entwicklungen in Polen, Ungarn und generell derzeit eher Nationalistischen Bewegungen befürchte ich aber eher ein "weniger Europa" bzw ein "weiter so wie bisher" der Politik.
Beides nicht gut.
Grade bei wegweisenden Entscheidungen sollte die Mehrheit gefragt werden. Der Stammtisch ist manchmal klüger als man glaubt. Es ist nicht immer nur "Sachkenntnis".... die unfassende Sachkenntnis hat sowieso niemand. Heute sind Entscheidungen so weitreichend das niemand vorhersehen kann wie sich eine Entscheidung in allen Sachbereichen auswirkt. Es gibt höchstens Interessen und deren Vertreter. Wir Deutschen haben dabei immer 1933 im Kopf und sind deswegen misstrausch gegen die Volksmeinung.Longstreet hat geschrieben:D.h. also wenn die Mehrheit, die sich durch mangelnde Sachkenntnis auszeichnet, eine Ansicht hat, ist dieser zu folgen? Wir verstehen, was Ihr sagen wollt. Allerdings finden Wir es beängstigend, die Entscheidungsgewalt Menschen in die Hand zu geben, die besonders durch den fehlenden Horizont auszeichnen.... Das ist jetzt gar nicht abwertend gemeint. Der Brexit ist doch ein bezeichnendes Beispiel, welchen Einfluss populistische Meinungsmache auf einen Großteil der Bevölkerung hat, der sich "für Politik wenig interessiert" bzw. sich subjektiv schon immer nicht vertreten gefühlt hat.
Ich finde solche Entscheidungen wichtig und richtig. Sonst löst sich die politische Oberklasse irgendwann total vom Wähler ab. Und in der EU hatte der Bürger, so denke ich, immer ein Gefühl der Ohnmacht. Grade wenn man den Menschen immer sagt...ihr könnt das nicht begreifen...ihr habt keine Ahnung. Wir müssen das so und so machen...anders geht es nicht. Das Volk holt sich die Macht einfach nur zurück. Die EU selbst hat sich an ihre eigenen Gesetze nicht mehr gehalten, die Oberklasse scheint in einem Traumland zu leben...jetzt holt Sie die Realität ein.
- Sugar
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Nönö, natürlich nicht. Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, daß es deren Lebenswirklichkeit ist, die sich so signifikant von denen der hochgebildeten und damit nach eigener Definition erfolgreichen und zukunftsorientierten Gebildeten unterscheidet?die besonders durch den fehlenden Horizont auszeichnen.... Das ist jetzt gar nicht abwertend gemeint
Wir sagen seit Jahren den Leuten, bei denen es nur zum Real- oder Hauptschulabschluß gereicht hat, daß ihre "Minderleistung" für ihre Erfolglosigkeit verantwortlich ist - kurz: sie sind selbst an ihrem Elend Schuld. Welchen Grund sollten solche Menschen haben, die gleichen Parteien wie Ihr zu wählen?
Eure Antwort darauf ist die Verweigerung der demokratischen Teilhabe?
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- Longstreet
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Wir haben nicht gesagt, dass Wir diesen Weg befürworten.....
Und kommt Uns bitte nicht mit: "Der Stammtisch ist klüger als man glaubt...". Wir wissen nicht, welche elitären Stammtische Ihr aufsucht oder beehrt habt, die meisten, die Uns dazu einfallen würden höchstens als blinde Hühner mal ein Korn finden. Partizipation ist ja nicht die "Macht" etwas zu entscheiden - es ist auch die Verantwortung, sich zu informieren, um der Entscheidung Substanz zu geben.
Beispiel: Aktuell kam bei Uns die "Frage", ob bei einer Containersiedlung für Flüchtlinge der Abwasseranschluss vergessen worden sei und wie die Belegung geplant wäre. Anstatt dieses Gerücht populistisch bei Facebook zu platzieren, hätten zwei Anrufe beim Bauherrn (kommunale Wohnungsgesellschaft) und beim Fachdienst Migration des Landratsamtes gereicht. Das Ergebnis wäre allerdings nicht so plakativ wie diese Fragen nach dem vermeintlichen Versagen.... Und mit solchen Stammtischparolen sollen wegweisende Entscheidungen getroffen werden? Da tendieren Wir ja zum Notwehrrecht.....
Im Übrigen macht Uns auch die Entscheidung vom 23.06.2016 im Vereinigten Königreich misstrauisch gegen die Volksmeinung - da brauchen Wir nicht bis 1933 zurück reisen.
Und kommt Uns bitte nicht mit: "Der Stammtisch ist klüger als man glaubt...". Wir wissen nicht, welche elitären Stammtische Ihr aufsucht oder beehrt habt, die meisten, die Uns dazu einfallen würden höchstens als blinde Hühner mal ein Korn finden. Partizipation ist ja nicht die "Macht" etwas zu entscheiden - es ist auch die Verantwortung, sich zu informieren, um der Entscheidung Substanz zu geben.
Beispiel: Aktuell kam bei Uns die "Frage", ob bei einer Containersiedlung für Flüchtlinge der Abwasseranschluss vergessen worden sei und wie die Belegung geplant wäre. Anstatt dieses Gerücht populistisch bei Facebook zu platzieren, hätten zwei Anrufe beim Bauherrn (kommunale Wohnungsgesellschaft) und beim Fachdienst Migration des Landratsamtes gereicht. Das Ergebnis wäre allerdings nicht so plakativ wie diese Fragen nach dem vermeintlichen Versagen.... Und mit solchen Stammtischparolen sollen wegweisende Entscheidungen getroffen werden? Da tendieren Wir ja zum Notwehrrecht.....
Im Übrigen macht Uns auch die Entscheidung vom 23.06.2016 im Vereinigten Königreich misstrauisch gegen die Volksmeinung - da brauchen Wir nicht bis 1933 zurück reisen.
- Longstreet
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Nein, ist es nicht - genau so, wie Wir erwarten, dass jeder, der an einer Entscheidung partizipieren will, sich wenigstens grundlegend informieren sollte, erwarten Wir, dass diejenigen, die die Entscheidung beeinflussen, dies so tun, dass die Menschen auch ermessen können, was sie entscheiden. Weder Populismus noch elitäres Gesülze bringen uns da weiter.Sugar hat geschrieben: Eure Antwort darauf ist die Verweigerung der demokratischen Teilhabe?
- Sugar
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Im Rahmen seiner Möglichkeiten ist das sicher wünschenswert. Aber wenn nicht - oder nicht mit dem gewünschten Ergebnis -, dürfen die dann nicht mehr wählen und mitbestimmen?dass jeder, der an einer Entscheidung partizipieren will, sich wenigstens grundlegend informieren sollte, erwarten Wir, dass diejenigen, die die Entscheidung beeinflussen, dies so tun, dass die Menschen auch ermessen können, was sie entscheiden.
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- Longstreet
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- Jorrig
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Abwarten, die Wahl heisst noch lange nicht, dass UK wirklich rausgeht. Jetzt werden natürlich Verhandlungen beginnen über die Bedingungen eines Austritts. Aber wenn dann ein Abkommen ausgehandelt wird, kann ich mir kaum vorstellen, dass dieses Abkommen dann durch einfachen Parlamentsentscheid in Kraft tritt. Da wird dann vermutlich wieder das Volk befragt, dahinter kann man nun ja kaum zurück. Je nachdem, wie schlecht das Abkommen ist, wie gross die Wirtschaftskrise wird und wie sehr sich Nordiren und Schotten loslösen wollen, wird die Entscheidung dann möglicherweise wieder gekippt. Es wurde von zwei Jahren gesprochen, das halte ich aber für sehr optimistisch. Juncker hat etwas von sieben Jahren Verhandlungsprozess gesagt. So lange dürfen wir uns also wohl noch mit diesem Spass beschäftigen. In welche Richtung dabei der Rest Europas gehen wird, wage ich nicht vorauszusagen. Schade, dass man die Krankheit Nationalismus nicht so einfach heilen kann.
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Warsteiner
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Vielleicht wäre ein Dreiklassenwahlrecht, gekoppelt an den Bildungsabschluss, das Richtige für EuchLongstreet hat geschrieben:Ihr wisst selbst, dass wir uns jetzt im Kreis drehen - mal ehrlich, dann könnten wir auch Rinderbingo veranstalten oder wieder Auguren anstellen. Wenn alles eh eine "Bauchentscheidung" wird, kann es auch durch die Platzierung eines Kuhfladens festgelegt werden.