Ostfront 1944 - Ein AoC Bagration AAR

Benutzeravatar
Cfant
Rang 18
Beiträge: 8164
Registriert: Sa 14.08.2010, 12:51
Hat sich bedankt: 754 Mal
Danksagung erhalten: 3339 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+6

Beitrag von Cfant »

Ja, Ihr zieht alle Register :) Wie groß ist denn der Moralabzug, wenn die Moral unter 80 fällt?
Benutzeravatar
HvS
Rang 15
Beiträge: 2572
Registriert: Do 06.09.2012, 11:08
Hat sich bedankt: 314 Mal
Danksagung erhalten: 2816 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion+4

Beitrag von HvS »

Werter clone,

das ist natürlich richtig. Allerdings existiert die H.Gr. Mitte noch, und sie ist durchaus in der Lage, zurückzuschlagen... wie man in dieser Runde sieht.


Werter the general,

da sieht man das geübte Auge des Analytikers. Diese Lücke besteht in der Tat, und sie ist ein "Angebot" unsererseits an den werten Löwenherz. Wir wollen ihn dazu verleiten, die Angriffsrichtung der Weißrussischen Front nach Norden umzudirigieren, was den Druck von der H.Gr. Mitte nehmen würde. Bedrohen würde uns ein Vorstoß nicht, da wird uns so oder so auf Riga zurückziehen müssen. Solange die Bahnlinie im Norden noch funktioniert, ist das alles kein Problem, und zur Not können wir noch über die Ostsee evakuieren.


Werter Longstreet,

sicherlich haben wir mit dieser Person nicht gesprochen... den Herrn mögen wir nämlich nicht besonders. :D


Werter Cfant,

danke sehr. Unseres Wissen nach sind die Grenzen bei 90%, 75% und 40%... und beim Unterschreiten der Grenzen werden wohl jeweils 5% Moral abgezogen. In unserer Runde waren beide Seiten unter 90%, und es war uns sehr wichtig, daß die Russen nicht wesentlich länger über 90% sind als wir.



3. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:

Der Feind übt weiterhin entlang der gesamten Front Druck aus und bringt vor Lemberg fünf Panzerkorps in Stellung.


Finnland


Bild


Die Finnen kämpfen weiterhin tapfer gegen die russische Übermacht.

Es ist zu bemerken, daß den Russen auch nicht wirklich viel einfällt.


H.Gr. Nord


Bild


Im Osten hält das VI. litauische Armeekorps den Feind auf, und im Süden bindet die 95. Infanteriedivison eine große Menge an Feindtruppen. Der Rückzug wird fortgeführt.


H.Gr. Mitte



Bild


Die Rote Armee vernichtet das I. Kavallieriekorps, kommt aber kaum voran.
Der Angriff auf Baranowitsch wird vorbereitet.


H.Gr. Nordukraine


Bild


Der Feind konzentriert sich darauf, die deutsche Infanterie zu verjagen. Noch unterbleiben Angriffe auf Lemberg selbst, aber da der Feind fünf Panzerkorps (Anm.: eins davon nicht im Bild) im Kampfgebiet und Artillerie in Reichweite der Stadt hat, ist mit einem baldigen Großangriff zu rechnen. Das OKH beschließt einen Angriff in den nach wie vor schlecht versorgten Nordflügel der Ukrainischen Front. Die Wehrmacht kann es sich nicht leisten, Lemberg zu verlieren. Die Stadt ist wie ein Kork, der in dem Durchgang zwischen den Karparten und den Pripjet-Sümpfen festhängt. Wenn der Korken entfernt wurde, ist der Weg ins Generalgouvernment frei.


H.Gr. Südukraine


Bild


Am Gebirgspaß nach Ungarn wird die Lange langsam kritisch.
Auch nördlich von Bukarest zeichnet sich ein Problem ab, da dort zwei frische Panzerkorps auf die deutschen Linien zurollen.
Für das OKH vollkommen unerwartet ist die Lage in Constanta, daß nach wie vor von den Rumänen kontrolliert wird. Scheinbar haben die Russen die Komplexität unterschätzt.


Bild


Jeder Verlust schmerzt.


Bild


Zum ersten Mal gehen innerhalb weniger Tage drei Städte verloren.


6. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:

Der Rückzug der H.Gr. Nord geht weiter, und Operation Laurin geht mit großem Erfolg voran. Auch in Rumänien kann ein Abwehrerfolg erzielt werden.


Finnland


Bild


In Finnland passiert gar nichts. Keine Nachrichten sind keine schlechten Nachrichten.


H.Gr. Nord


Bild


Die Absatzbewegung geht weiter, und die deutschen Einheiten machen sich auf den Weg nach Riga.

Das OKH hat vorgesorgt: selbst beim Verlust von Utena und Owinsk werden alle Truppen ausreichend versorgt werden.


Bild


Den Männern ist klar: ein langer Marsch heim ins Reich hat begonnen.


Bild


Die H.Gr. Mitte hat durchaus noch Zähne und kann noch zubeißen.


Bild


Im Raum Wilnius wird die HKL noch gehalten.


H.Gr. Nordukraine


Bild


Operation Laurin ist kurz davor, ein großer Erfolg zu werden. Die Russen verlieren zwei weiteres Panzerkorps, und von den drei restlichen dürfte bestenfalls eines auf Sollstärke sein. Weitere Einheiten werden in die Flucht geschlagen.
Deutsche Infanterie unterstützt den Vormarsch der Panzer, und nach aktueller Sachlage müssen die Russen wohl Truppen von den anderen Fronten transferieren, so daß beide Ziele der Operation Laurin, nämlich das Halten von Lemberg und die Entlastung der anderen Fronten, augenscheinlich erreicht wurde.

Selbst wenn der Feind Lemberg einnehmen sollte, so ist die H.Gr. Nordukraine stark genug, um einen Gegenschlag zu führen.


Das Kräfteverhältnis am heutigen Tag sieht wie folgt aus:

Wehrmacht <=> Rote Armee
Panzerkorps 5 : 3
Armeekorps bzw. Armeen 6 : 5
Infanteriedivisionen 9 : 6
Schwere Artillerie 2 : 1

In Anbetracht der Tatsache, daß die Einheiten der Wehrmacht besser versorgt, in besserem Zustand und mit besserer Technologie ausgerüstet sind, bahnt sich für die Russen eine Katastrophe an. Ohne über die Realisierbarkeit auch nur irgendeine Aussage treffen zu wollen: ceteris paribus wäre ein Vormarsch in Richtug Kiew oder nach Odessa in den Rücken der in Rumänien kämpfenden Einheiten der Rote Armee durchaus möglich.

Die Gesamtlage läßt eine solche Großoffensive nicht zu, da die Offensiveinheiten der Operation Laurin in wenigen Wochen im Norden gebraucht werden, aber das wissen sie Russen ja nicht. Es wird erst in einigen Wochen absehbar sein, wie erfolgreich Operation Laurin gewesen ist, wenn die Reaktion der Russen bekannt sein wird.


Bild


Seit dem 19. July wurden im Rahmen der Operation Laurin folgende russische Einheiten vernichtet: drei Panzerkorps, zwei Armeen, ein Korps Fallschirmjäger, ein Kavallieriekorps sowie drei Infanteriedivisionen (Anm.: 60% der Einheiten wurden auf Low Supply vernichtet!). Die deutschen Totalverluste im selben Zeitraum betragen ein Panzerkorps und eine Infanteriedivision.


H.Gr. Südukraine


Bild


Die Rote Armee lernt auf die harte Tour, daß die deutschen Truppen noch kämpfen können und wollen. Beide sowjetischen Panzerkorps verlieren mehr als die Hälfte ihrer Sollstärke und flüchten, sind also einige Tage außer Gefecht.
Auch gelingt es, die Truppen in Constanta wieder auf Sollstärke zu bingen.

Damit hält die Front im Süden besser als gedacht.


Bild


Die Soldaten vom XXXIX. Panzerkorps haben die Russen in die Flucht geschlagen und dabei kaum Verluste gehabt. Wenn doch nur alle Schlachten so laufen würden.


Bild


Die letzten Tage waren durchaus vorteilhaft für die Wehrmacht.


Bild


Insbesondere eigene Angriffe bedeuten erfreulich geringe Verluste.


Bild


Die Verluste der Roten Armee werden immer größer.

In dieser Runde ist es uns gelungen, den Russen netto 800 MPP abzuknöpfen. Die Rote Armee hat am 3. und am 6. August zusammen ca. 2.200 MPP verloren, und das kann der werte Löwenherz nicht alles in einem Zug ersetzen.
Das verschafft uns kostbare Zeit.


Bild


Es entsteht eine schizophrene Situation: für die Wehrmacht war der Krieg zu diesem Zeitpunkt verloren, aber in unserem Fall geht es um Siegbedingungen. Wir haben nun 16 von ca. 66 Runden gespielt, also ein knappes Viertel.
Die Russen haben Minsk genommen und werden im Laufe des Sommers wohl auch noch Riga und Rumänien erobern. Trotzdem versuchen wir, die Front irgendwie bis Ende September zu halten... Zug 33 ist genau am 30. September 1944, und dann ist die Hälfte des Spiels rum... und das schlechte Wetter beginnt. Aber bis dahin gilt es, noch einige Katastrophen zu erdulden.

Benutzeravatar
the general
Rang 18
Beiträge: 8335
Registriert: Mi 19.11.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 196 Mal
Danksagung erhalten: 268 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungVictoriakreuz+21

Beitrag von the general »

Werter HvS,

ausgezeichnet, weiter so! :prost:

Danke. :) Wir hatten schon anhand eurer Art, wie Ihr die HG Nord zurückzieht vermutet, dass Ihr es verstehen würdet, einem entsprechenden Vorstoß zu begegnen. Allerdings haben wir nicht so weit gedacht, hinter der Lücke ein gezieltes Angebot zu vermuten. Chapeau! Und nicht nur dafür.
Ohne Worte.
Benutzeravatar
Boron
Rang 18
Beiträge: 7839
Registriert: Fr 07.01.2005, 12:00
Großkreuz des VeteranenordenVictoriakreuzVerdienstorden der Fremdenlegion+2

Beitrag von Boron »

Herrlicher AAR, möge dem werten Löwenherz noch etwas einfallen, wenn das so weitergeht schafft ihr es am Ende sonst noch den Feind zumindest an den Reichsgrenzen zu stoppen bis das Spiel vorüber ist und auch die Balkanländer größtenteils zu halten.

Da ihr ja an der Laurinfront besser versorgt seid können die Russen ja nicht wirklich fliehen. D.h. ihr schlachtet ihr richtet dort auch nächste Runde ein Blutbad an. 2 Panzerkorps stehen auf Schienen, d.h. die könnten per strategischer Notverlegung gerettet werden, ebenso die Artillerie, aber die HQs und einige Infanterie könntet ihr dann überrennen und dann hättet ihr ja sehr freie Hand. Wenn ihr wie ihr sagt nach Süden weiter vorstosst sollte dies die Balkanfront enorm entlasten, ferner könnt ihr auch einen Teil der Einheiten nach Norden abgeben.
Bleiben die Russen dagegen stehen sind in wenigen Runden alle übrigen Truppen der dortigen russischen Front vernichtet.

In der Haut des werten Löwenherz möchten wir jetzt nicht stecken. Er muss jetzt wirklich darum kämpfen nicht die Initiative zu verlieren. Im Norden und der Mitte habt ihr ja soviel Rückzugsraum dass ihr mit eurer hinhaltenden Rückzugstaktik noch etliche Runden seine Erfolge wenig strategischen Wert haben da es größtenteils nur Geländegewinne sind. Solange ihr die meisten eurer Truppen rettet bringt der Rückzug eine dermaßen gute Frontverkürzung dass die Front immer besser zu halten sein wird.

In der Mitte habt ihr ja die Initiative durch Laurin völlig zurückgewonnen, bleibt der Süden. Wir denken wichtigstes Ziel sollte sein Ploesti so schnell wie möglich zu neutralisieren, der Verlust der 3 Ölfelder + Bukarests müsste 1/5 - 1/6 eures derzeitigen Einkommens bedeuten und so massivsten Schaden anrichten. Die sich auflösenden Rumänen wären ein Zusatzbonus. Gibt es hierfür ein Event? Historisch ergaben sich die Rumänen ja und schlossen sich gleich den Russen an. Bekommen die Russen dann ein paar zusätzliche rumänische Einheiten per Event?

Hätten die Russen denn Fallschirmjäger und könnten diese bis Plösti springen? Für das Chaos und den Wirtschaftschaden da die Ölquelle ja gleich auf 0 zerstört wird würden wir bedenkenlos als Russe Fallschirmjäger opfern.
Benutzeravatar
Storn
Rang 11
Beiträge: 1199
Registriert: So 13.12.2009, 12:47
Hat sich bedankt: 63 Mal
Danksagung erhalten: 248 Mal
Großkreuz des Veteranenorden

Beitrag von Storn »

Wir sind sehr positiv überrascht, wie gut diese hochstehende Verteidigung im Norden funktioniert. Hätten Wir wirklich nicht gedacht. Respekt. :top:

Wie hoch wird eigentlich die Gefahr eines russischen Vorstoßes nach Brest-Litowsk bewertet? Da ständ der Russe ja dann nördlich der Sümpfe solide im Rücken der HG Mitte. Allein diese Gefahr dürfte eine größere Offensivaktion als kaum durchführbar erscheinen lassen?

Immerhin hatten Wir recht, was die deutschen Panzer angeht, die schnetzeln einfach alles.^^
ἄνθρωπον ζητῶ
Benutzeravatar
Duke of York
Rang 19
Beiträge: 12345
Registriert: Do 25.11.2004, 12:00
Hat sich bedankt: 1913 Mal
Danksagung erhalten: 1194 Mal
SI-VerdienstordenStauffenbergordenGroßkreuz des Veteranenorden+3

Beitrag von Duke of York »

Beeindruckend, werter HvS.
Wir Ziehen Unseren Hut, zumal der werte Löwenherz ja auch ein Kenner der SC-Spiele ist. :)
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
Benutzeravatar
Thomasius
Rang 18
Beiträge: 9542
Registriert: Fr 28.02.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 3051 Mal
Danksagung erhalten: 5617 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+6

Beitrag von Thomasius »

Wir haben uns das Szenario etwas näher angeschaut und sind der Ansicht das der werte Löwenherz zu mindestens an 2 Stellen nicht optimal gespielt hat oder spielt.
1. Im Raum Lemberg ist das Kräfteverhältnis von Beginn an so, dass wir von größeren Offensivaktionen abraten. (An dieser Stelle erwartete die Wehrmacht für den Sommer 1944 den Angriff und war vorbereitet.) Hier sollte man nur vorsichtige Angriffe starten mit dem Ziel vor allem die starken Panzerkräfte des Gegners zu binden um eine Verlegung an andere Abschnitte zu verhindern. Dabei sollte man den schlecht versorgten rechten Flügel in den Sümpfen sofort zurücknehmen oder wenigstens nicht damit angreifen..
2. Gegen Finnland stehen zu Beginn nur unzureichende Kräfte zur Verfügung. Die Masse der Kräfte sind Divisionen und nur 3 Korps. Der werte Löwenherz hat die 3 Korps nördlich von Leningrad zusammengezogen und bleibt im Nordosten defensiv, was wir für richtig halten. Jedoch reichen die 3 Korps gegen die starken finnischen Korps nicht aus. Deshalb sollte man hier erst offensiv werden, wenn mindestens 5 Korps zur Verfügung stehen und/oder stärkere Luftunterstützung. Derzeit findet dort ein Kleinkrieg statt, der nur dem werten HvS nützt. Entweder gegen Finnland "Klotzen" oder defensiv bleiben.

Wir halten das Spiel für den HvS noch nicht für gewonnen, weil ein unserer Meinung nach ein noch möglicher schneller Sieg in Rumänien das wirtschaftliche Kräfteverhältnis entscheidend beeinflussen dürfte. Dazu kommt, dass die Rote Armee noch einige frische Einheiten von Beginn an in der Produktion hat, die im Spätsommer und Herbst eintreffen, darunter 2 Panzer, 1 PzGr, 2 Lufteinheiten und noch Kleinzeug.
Benutzeravatar
Cfant
Rang 18
Beiträge: 8164
Registriert: Sa 14.08.2010, 12:51
Hat sich bedankt: 754 Mal
Danksagung erhalten: 3339 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+6

Beitrag von Cfant »

Großartig gespielt, werter HvS. Man sieht immer wieder, wie gut Ihr in SC3 seid :)
Benutzeravatar
Managarm
Rang 17
Beiträge: 5189
Registriert: Di 01.04.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 10957 Mal
Danksagung erhalten: 7443 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le Mérite+16

Beitrag von Managarm »

Cfant hat geschrieben:Großartig gespielt, werter HvS. Man sieht immer wieder, wie gut Ihr in SC3 seid :)
SC3?! :eek: Werter Cfant, Ihr seid eine Erklärung für dieses Wissen schuldig. ;) :)

Aber in der Tat wird hier vom werten HvS wieder großes Strategiekino geboten. :top:
Viel von sich reden kann auch ein Mittel sein, sich zu verbergen. (Friedrich Nietzsche)

AAR-Bibliothek
Benutzeravatar
HvS
Rang 15
Beiträge: 2572
Registriert: Do 06.09.2012, 11:08
Hat sich bedankt: 314 Mal
Danksagung erhalten: 2816 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion+4

Beitrag von HvS »

Werter the general,

danke sehr.
Aber unser Gegenspieler ist auf diese Finte nicht eingegangen. Die H.Gr. Nord ist auch zur Zeit nicht unser Problem.
Generell kann man sich bei diesem Szenario nur dafür entscheiden, wann und wo man vernichtet werden möchte.


Werter Boron,

eine sehr treffende Analyse. Nur sind wir nicht ganz so optimistisch wie Ihr.. unsere Armee wird immer kleiner, und die der Russen nicht. Es wird uns ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr gelingen, eine geschlossene Frontlinie aufzubauen, und die Russen werden uns einfach umgehen.
Und eines sei ganz deutlich bemerkt: wir können im Bereich der H.Gr. Nordukraine nicht in die Offensive gehen.... das meinten wir in dem Post mit Ceteris Paribus. Offensiven sind teuer, und wir haben schlichtweg nicht genug MPPs. Und es gibt im Osten von Lemberg auch keine lohnenden Ziele, die uns weiterbringen würden. Unser Ziel war es, die Russen zu stoppen, weil sie sonst bereits im August im Generalgouvernment stehen würden, und ihnen dabei höhere Verluste beizubringen, als die Wehrmacht zu erleiden hat. In der Summe hat das funktioniert, aber eine wirkliche Offensive ist schlichtweg illusorisch. Wir müssen nun damit beginnen, Truppen in den Norden zu schicken.. da kommt nämlich in wenigen Runden die Weißrussische Front der Russen an.
Der Verlust von Rumänien beträgt knapp ein Viertel unserer Produktion, aber ein Event haben wir nicht gesehen.... wir lassen uns mal überraschen. Vielleicht wird ja auch beim Vormarsch auf Bukarest etwas getriggert.
Die Russen hatten eine Einheit Fallschirmjäger, die wir im Laufe der Operation Laurin vernichtet haben. Allerdings wäre es den Russen so oder so verboten gewesen, die Fallis einzusetzen... das ist nämlich die einzige Hausregel, die wir festgelegt haben. Der Einsatz von Fallschirmjägern ist für die Wehrmacht nicht zu kontern, das haben wir im Testspiel bemerkt... es gibt einfach nicht genug Einheiten, um den rückwärtigen Raum zu sichern.


Werter Storn,

wie wir eben unserem werten Gegenspieler geschrieben haben: im Grunde ist es fast egal, ob man sich kämpfend zurückzieht oder im Kessel vernichten läßt. Wir haben so oder so nicht genügend MPPs, um Einheiten zurückzukaufen... ob die nun aus der Bewegung heraus oder auf Low Supply vernichtet werden, ist herzlich egal. Im weiteren Verlauf werden sich immer wieder Kessel ergeben, und sich zurückziehende Truppen werden auf dem Weg vernichtet werden... wir sind einfach ziemlich ratlos. Als wir uns in Rumänien auf die Siret-Linie zurückgezogen haben, hat die Rote Armee in einer Runde vier Einheiten vernichtet.. es sind beide Alternativen schlecht. Wir sind nicht mehr in der Lage, im Norden oder in der Mitte eine Front aufzubauen, weil die Russen schneller vorstoßen, als wir zurückweichen.
Die Gefahr eines Vorstoßes der Weißrussischen Front in Richtung Brest-Litowsk erachten wir als sehr real, weswegen wir bereits mit der Verlagerung von Truppen der H.Gr. Nordukraine nach Norden begonnen haben. Es war von vornherein unser Plan, den Russen bei Lemberg einen Schlag auf die Nase zu versetzen und dann die Offensiveinheiten nach Norden zu schicken, wo sie westlich von Brest-Litowsk am Fluß Bug eine Verteidigungslinie aufbauen sollen. Wir rechnen damit, daß die Rote Armee mit höchster Geschwindigkeit vorrücken wird und hoffen, auf diese Weise ein paar Einheiten zu erwischen. Wir haben dazu die Operation Rasiermesser geplant, dazu aber später mehr.
Wir möchten an dieser Stelle bemerken, daß Operation Laurin zwar sehr gut gelaufen ist, aber die Gesamtlage nach wie vor katastrophal ist.


Werter Duke,

danke sehr.
Aber bitte urteilt am Ende, denn momentan haben wir den Eindruck, daß uns alles in kleinen Bröckchen um die Ohren fliegt. :D


Werter Thomasius,

danke für Eure Analyse. Wir stimmen Euch zu: das Spiel ist noch lange nicht gewonnen... wir sind da deutlich pessimistischer, denn wir wissen noch nicht, wie wir die in Bewegung befindliche Rote Armee stoppen sollen.
Eine Anmerkung noch zu der Lage in Finnland: wir denken, daß der werte Löwenherz es in Finnland nicht falsch macht. Die Auffrischungen der Finnen kosten 50% mehr als die der Wehrmacht (Minor Nation), und deswegen ist es für uns "teuer", die Einheiten immer wieder auf Sollstärke zu bringen. Ein gewisser Prozentsatz unserer MPPs wird also dort oben gebunden. Wirtschaftlich gesehen wäre es sinnvoll, die Finnen einfach ausbluten zu lassen und keinen einzigen MPP zu investieren, aber das ist uns zu gamey.


Werter Cfant,

wir bitten darum, erst am Schluß zu urteilen. Wir können immer noch nicht abschätzen, wie sich einige unserer Aktionen auswirken, und wahrscheinlich ist auch ein Rückspiel vonnöten, damit man erkennt, was gut und was schlecht war.


Werter Managarm,

danke sehr.
Wir denken übrigens, daß der werte Löwenherz sehr gut spielt, was aber in diesem Bericht nicht deutlich genug rüberkommt.



9. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:


Im Norden und in der Mitte bahnen sich Katastrophen an, während es in der Ukraine und in Rumänien die altbekannte Ruhe vor dem Sturm gibt.


Finnland


Bild


Die Rote Armee reorganisiert ihre Truppen und greift nicht an.


H.Gr. Nord


Bild


Die Rote Armee greift an, und die H.Gr. Nord blutet aus. Man kann sich an dieser Stelle die Frage stellen, was schlechter ist: im Kessel oder auf der Flucht zu sterben.


H.Gr. Mitte


Bild


Der Feind ignoriert Baranowtisch vorerst und kesselt Wilnius ein. Es ist für die deutschen Truppen nicht möglich, den Feind effektiv zu bekämpfen.. man kann ihn nur ein wenig aufhalten. Im Fall von Baranowitsch scheint das gut zu funktionieren.


H.Gr. Nordukraine



Bild


Die Rote Armee frischt ihre Panzerkorps auf und schickt Infanterie an die Front.

Im OKH wird ausdrücklich davor gewarnt, die eigenen Kräfte zu überschätzen. Operation Laurin ist erfolgreich abgeschlossen. Die deutschen Panzer brauchen etwas Ruhe, und dann werden sie sich der nächste Aufgabe zuwenden.

Das OKH beschließt eine Reihe lokaler Angriffe, die den Russen eine beginnende Großoffensive vorgaukeln sollen. Allerdings wird der Großteil der Panzerkorps bereits Ende August deutlich weiter im Norden stehen.
Im Raum Lublin befinden sich die Bereitstellungsräume für die folgende Operation Rasiermesser. Diese werden allerdings frühestens ab dem 18. August bezogen.


H.Gr. Südukraine



Bild


Die Russen verlagern Artillerie und Panzer in den Raum Galati. Möglicherweise wollen sie es nun an dieser Stelle versuchen.


Bild


Die H.Gr. Nord wird hart getroffen.


Bild


Alle Städte wurden kampflos besetzt.



12. August 1944

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:


Die H.Gr. Nord zieht sich planmäßig zurück, und die H.Gr. Mitte versucht, den Kessel von Wilnius aufzubrechen. In der Ukraine finden nur lokale Gegenangriffe statt.


Finnland


Bild


Im OKH nimmt man wohlwollend zur Kenntnis, daß die Finnen die Stellung nach wie vor halten. Eigentlich ist es ein Wunder.


H.Gr. Nord


Bild


Es gelingt, sich kämpfend vom Feind zu lösen und diesem dabei hohe Verluste beizubringen.
Allerdings ist abzusehen, daß die H.Gr. Nord kaum noch Kampfwert haben wird, wenn sie Riga erreicht.


Bild


Die Truppen marschieren in Richtung Westen.


H.Gr. Mitte


Bild


Die Reste der H.Gr. Mitte wenden sich nach Norden in Richtung Kaunas. Dabei erleidet eine Sowjetarmee hohe Verluste.


Bild


Die Kämpfe in der Stadt sind mörderisch.


H.Gr. Nordukraine


Bild


Diesmal greift die Wehrmacht im Süden an. Eine Armee wird vernichtet, zwei weitere und eine Division werden unter hohen Feindverlusten in die Flucht geschlagen. Auch wird der sowjetische Panzerzug nahezu vernichtet.
Die Operation Laurin ist beendet. Falls die Rote Armee in den nächsten Tagen eine Großoffensive starten sollte, so werden die fünf Panzerkorps verwendet, und diese zurückzuschlagen.
Wenn sich die Russen passiv verhalten, wird die Infanterie die HKL halten, und die Panzer werden sich in den Raum Lublin begeben, wo der Bereitstellungsraum für die Operation Rasiermesser ist.

Erste Verbände der Infanterie wurden bereits an den Bug verlegt. Weitere werden folgen.


Bild


Die deutschen Panzerkorps erhalten Nachschub. Für die Operation Rasiermesser müssen sie in perfektem Zustand sein.


(Anm.: wir möchten an dieser Stelle nochmals erläutern, was wir mit Operation Laurin eigentlich bewirken wollten. Der werte Löwenherz hat von Anfang an in der westlichen Ukraine sehr aggressiv und mit hohem Aufwand gespielt. Wir hatten die Befürchtung, daß wir nach dem Verlust von Lemberg die russische Kriegsmaschine nicht mehr stoppen können... so wie uns das im Norden und in der Mitte gerade passiert. Nur waren die Feindverbände im Raum Lemberg schon viel weiter nach Westen vorgedrungen als im Norden und in der Mitte. Wir haben befürchtet, daß die Russen sich von Lemberg aus nach Norden in Richtung Königsberg wenden und so die gesamten H.Gr.n Nord und Mitte abschneiden. Wir wollten Lemberg wenigstens bis Mitte August halten und die Feindverbände im Norden und in der Mitte möglichst lange beschäftigen. Ende August erreichen die Truppen der Weißrussischen Front Brest-Litowsk, und dann macht eine aufwändige Verteidigung von Lemberg wenig Sinn.. wir werden uns irgendwann zurückziehen müssen. Aber immerhin haben wir an dieser Stelle unserer Ziele erreicht und die Russen möglichst lange vom Generalgouvernment ferngehalten. Im weiteren Verlauf des Szenarios wird es zu Kesselbildungen kommen, und wir wollen das vermeiden, indem wir uns auf relativ kurze HKL zurückziehen. Aus diesem Grund haben wir Lemberg verteidigt und ziehen und im Norden und in der Mitte zurück, damit wir irgendwann alles aus einer Linie haben.)


H.Gr. Südukraine


Bild


Ein letztes Mal gelingt es, eine geschlossene Frontlinie aufzubauen. Für den 15. August wird ein russischer Großangriff erwartet.


Bild


Die Lage ist verzweifelt.


Bild


Während die deutsche Panzerwaffe noch gut in Schuß ist, blutet die Infanterie immer mehr aus.


Bild


Die deutschen Verluste sind nach wie vor geringer als die der Russen.


Bild


In dieser Runde gelang es, netto 500 MPP herauszukämpfen.
Das hört sich alles toll ab, hilft aber an der Front nicht weiter.

An dieser Stelle möchten wir bemerken, daß wir froh sind, daß das hier nur ein Szenario ist. Im RL hätte man in dieser Situation schlichtweg aufgeben müssen, anstatt weitere Millionen von Soldaten in den Tod zu schicken.


Bild


Wir haben mehr Löcher zu stopfen als Stopfmaterial.

Benutzeravatar
Thomasius
Rang 18
Beiträge: 9542
Registriert: Fr 28.02.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 3051 Mal
Danksagung erhalten: 5617 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+6

Beitrag von Thomasius »

Wir halten das Szenario in Punkto MPP-Verteilung für sehr schlecht designt. Deutschland startet mit Einnahmen von 645 MPP, wovon 150 für Luftverteidigung und andere Fronten abgezogen werden. Rund 250-300 MPP werden in Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Jugoslawien erzeugt. Auch in Polen gibt es einige MPP. Praktisch bedeutet der Verlust des Balkans und von Teilen Polens ein absinken auf 300 MPP Einnahmen von denen noch 150 MPP abgezogen werden. Die SU hat zu dem Zeitpunkt über 1000 MPP und jedem dürfte klar sein, so gut kann niemand spielen, dass es nicht ganz schnell zu Ende geht. Historisch hat die Rote Armee unter diesen Bedingungen aber noch rund 6 Monate gebraucht bis der Krieg zu Ende war. Wie soll ein Spieler unter diesen Bedingungen 6 Monate durchhalten?
Benutzeravatar
Admiral Hipper
Rang 15
Beiträge: 3222
Registriert: Di 29.06.2010, 20:10
Hat sich bedankt: 42 Mal
Danksagung erhalten: 235 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVictoriakreuzVerdienstorden der Fremdenlegion+5

Beitrag von Admiral Hipper »

Es ist eben ein Szenario, bei dem es nur darum geht das Ende möglichst lange hinauszuzögern. Ähnlich wie im WW1 Szenario Deutsch-Französischer Krieg.
Wie gut das Balancing tatsächlich ist, werden wir erst am Ende der Partie erfahren. Wir gehen aber davon aus, der werte HvS wird alle Register ziehen und das optimale herausholen.
Bis Mai 1945 sind es sogar noch 9 Monate, Wir sind gespannt. Fraglich ist nur ob die Russen hier im Szenario auch eine "Pause" vor Warschau machen.
Norden und Mitte schauen gerade wirklich übel aus...

Edit: Wir wollten eigentlich noch fragen wie viele Tage ein Zug hat?
Benutzeravatar
Thomasius
Rang 18
Beiträge: 9542
Registriert: Fr 28.02.2003, 12:00
Hat sich bedankt: 3051 Mal
Danksagung erhalten: 5617 Mal
Großkreuz des Veteranenorden in bes. AusführungPour le MériteQueen Victoria Orden+6

Beitrag von Thomasius »

Admiral Hipper hat geschrieben:Es ist eben ein Szenario, bei dem es nur darum geht das Ende möglichst lange hinauszuzögern. Ähnlich wie im WW1 Szenario Deutsch-Französischer Krieg.
Wie gut das Balancing tatsächlich ist, werden wir erst am Ende der Partie erfahren. Wir gehen aber davon aus, der werte HvS wird alle Register ziehen und das optimale herausholen.
Bis Mai 1945 sind es sogar noch 9 Monate, Wir sind gespannt. Fraglich ist nur ob die Russen hier im Szenario auch eine "Pause" vor Warschau machen.
Norden und Mitte schauen gerade wirklich übel aus...

Edit: Wir wollten eigentlich noch fragen wie viele Tage ein Zug hat?
Die von uns erwähnten 6 Monate meinen etwa die historische Zeit von dem aus die Rote Armee den Balkan unter Kontrolle hatte, bis zum Kriegsende.
Für die Spielzuglänge haben wir in den Editor geschaut und dort steht: Ein Spielzug ist 3 Tage Sommer, 5 T. Frühjahr, 6 T. Herbst und 8 T. Winter(jeweils pro Spielseite).
Benutzeravatar
Cfant
Rang 18
Beiträge: 8164
Registriert: Sa 14.08.2010, 12:51
Hat sich bedankt: 754 Mal
Danksagung erhalten: 3339 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+6

Beitrag von Cfant »

Managarm hat geschrieben:SC3?! :eek: Werter Cfant, Ihr seid eine Erklärung für dieses Wissen schuldig. ;) :)
Ich bin halt ein Prophet. :D Wetten, dass der Satz 3 Monate nach Erscheinen von SC3 haargenau passt? ;)

Möglicherweise macht sich auch langsam der Schlafmangel bemerkbar :D
HvS hat geschrieben:

Werter Cfant,
wir bitten darum, erst am Schluß zu urteilen. Wir können immer noch nicht abschätzen, wie sich einige unserer Aktionen auswirken, und wahrscheinlich ist auch ein Rückspiel vonnöten, damit man erkennt, was gut und was schlecht war.


Sehen Wir anders. Man kann auch als Laie klar erkennen, dass Ihr aus einer sehr schweren Situation sehr viel herausholt, akribisch plant und diese Pläne recht erfolgreich umsetzt. Sieg oder Niederlage sind beileibe kein Beleg für Spielstärke. Wir kennen die Situation aus TOAW zur Genüge, wo zahlreiche Niederlagen (aber natürlich auch viele Siege) nicht so sehr Unserer Spielkunst, als vielmehr der Seitenwahl zu verdanken waren. Wir persönlich haben übrigens an einer heroischen Niederlage mehr Spaß als an einem glasklaren Sieg ohne Spannung :)


An dieser Stelle möchten wir bemerken, daß wir froh sind, daß das hier nur ein Szenario ist. Im RL hätte man in dieser Situation schlichtweg aufgeben müssen, anstatt weitere Millionen von Soldaten in den Tod zu schicken.


Wir wollen nicht unken, aber im RL hätte man die Waffen wohl schon ein bisschen früher strecken dürfen. Naja, vielleicht ist ein Seperatfrieden auch nur aus der Rückschau so unwahrscheinlich. Wie dem auch sei, spannend ist die Lage hier allemal.

@Thomasius: Möglicherweise ist das Szenario tatsächlich unausgewogen, aber Wir denken auch, man sollte mit diesem Urteil abwarten. Der werte HvS ist ein Kenner und Könner dieses Spiels, und noch stehen die Russen recht weit von Berlin entfernt. Irgendwann wird es wohl einen Schneeballeffekt geben, wenn die Achse aus Truppenmangel keine Front mehr aufbauen kann. Aber Wir könnten uns vorstellen, dass für den werten Löwenherz die Zeit nur allzu schnell verfliegt :)
Benutzeravatar
HvS
Rang 15
Beiträge: 2572
Registriert: Do 06.09.2012, 11:08
Hat sich bedankt: 314 Mal
Danksagung erhalten: 2816 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion+4

Beitrag von HvS »

Werter Thomasius,

soweit wir wissen, ist dieses Ungleichgewicht Absicht. Es soll den Russen möglich sein, auf Teufel komm raus alles zu verheizen, was sie haben... ohne daß es ihnen weh tut, nur damit sie zuerst in Berlin sind. Insofern bildet das Szenario zumindest einen Teil der Wahrheit ab, und das gar nicht mal schlecht.
Allerdings gibt es auch einen integralen Nachteil: der Zeitablauf kann nicht richtig abgebildet werden. Im Grunde besteht das Szenario aus zwei Teilen: der erste geht vom 22. Juni 1944 bis Ende September 1944, und der zweite geht von Ende September 1944 bis zum 1. Mai 1945. Das witzige daran ist, daß beide Teile gleich viele Züge haben. Mit anderen Worten: die Rote Armee muß bis Ende September den Grundstein gelegt haben, anschließend läuft den Russen die Zeit davon. Da wir keine Erfahrung mit dem Szenario haben, fehlt uns ein Vergleich.. wir können also erst am Ende urteilen. Aber wir denken, daß wir uns bisher ganz gut schlagen, da wir den strategisch wertlosen Raum im Norden geopfert haben und so die Russen bei Lemberg gestoppt haben.
Vor diesem Hintergrund ist es auch gar nicht so schlimm, daß wir Ende September wahrscheinlich nur noch die Hälfte der Truppen haben, die wir im Juni hatten.. wir müssen einfach nur irgendeine Einheit in die Städte stellen und die Russen verlangsamen.. hoffen wir. Natürlich darf auch ein Endkampf in Berlin nicht fehlen. :D


Werter Ippär,

eine sehr treffende Analyse. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, und wir hoffen, daß unser Gegner sich dabei Zeit läßt. :D


Werter Cfant,

wenn Ihr heroische Niederlagen mögt, so können wir Euch wohl helfen! PM mit einem Vorschlag erbeten, was Ihr spielen wollt! :D



15. August 1944

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die Russen rücken im Norden und in der Mitte weiter vor. Im Süden gibt es nur wenig Bewegung, die Frontlinien halten noch.


Finnland


Bild


Mittlerweile muß man bemerken, daß der Feind im Norden relativ lustlos vorgeht.


H.Gr. Nord


Bild


Trotz des teilweise sehr schlechtes Zustands der Einheiten rückt die Rote Armee weiter vor und versucht, die deutschen Linien zu umgehen.


H.Gr. Mitte



Bild


Die bereits am 9. August schwer getroffenen Einheiten werden vernichtet, und auch Baranowitsch geht verloren.
Die das XXXXII. Armeekorps kann sich wie durch ein Wunder retten.

Es ist deutlich zu sehen, daß die Russen mit aller Macht versuchen, die Reichsgrenze zu erreichen. Es viel davon abhängen, wie aggressiv sie dabei vorgehen.


H.Gr. Nordukraine


Bild


Die Russen greifen nur sehr zaghaft an. Augenscheinlich ist ein Angriff auf Lemberg selbst geplant.


H.Gr. Südukraine


Bild


Im Norden tobt weiterhin die Schlacht um Targu Orcna, das mit Mühe und Not gehalten werden kann.
Im Süden findet der erwartete Angriff statt, und die Rumänen ziehen sich aus der Frontlinie zurück. Es wird kaum möglich sein, dieses Loch zu stopfen, da die Rote Armee ein Panzerkorps und ein Panzergrenadierkorps in Stellung gebracht hat.


Bild


Wieder schmerzen die Verluste sehr.


Bild


Mittlerweile gewöhnt man sich daran, alle paar Tage ein paar Städte zu verlieren.



18. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:

Die H.Gr. Nord erreicht das Umfeld von Riga, und die H.Gr. Mitte bricht aus dem Kessel von Wilnius aus. Im Generalgouvernment gehen die Vorbereitungen für Operation Rasiermesser weiter.


Finnland


Bild


Die 122. finnische Division erzielt einen Erfolg, womit der Angriff auf die im Nordosten von Wyborg befindliche Division um so leichter wird.
GFM Mannerheim denkt bereits über eine limitierte Gegenoffensive nach. Ziel: die Wiederherstellung der Bahnverbindung nach Petroskoi.


H.Gr. Nord


Bild


Trotz des enormen Drucks kann sich die H.Gr. Nord kämpfend zurückziehen und dabei vier sowjetische Einheiten in die Flucht schlagen. Die Verluste der Russen sind deutlich höher als die der Wehrmacht.
Auch die russischen Einheiten sind abgekämpft und in schlechtem Zustand.


Bild


Der deutsche Soldat marschiert lieber nach Westen als in Gefangenschaft.


H.Gr. Mitte


Bild


In einer tapferen und beherzten Aktion gelingt der Ausbruch aus Wilnius, wobei eine Sowjetarmee zerstört wird.

Siedlice wird weiterhin nicht verteidigt, um der Rote Armee die Gelegenheit zu geben, schnell vorzustoßen. Im Norden sind die unwegsamen Masurischen Seen, und im Süden ist das Bollwerk Brest-Litowsk. Beim OKH erhofft man sich, daß die Russen genau zwischen diesen Hindernissen vorstoßen. Das HQ ist der Köder.


Bild


Drei Armeekorps sind aus dem Kessel von Wilnius ausgebrochen. Das OKH ist froh, diese Truppen weiterhin zu Verfügung zu haben.


H.Gr. Nordukraine


Bild


Alle Panzerkorps stehen im Raum Lublin und profitieren vom exzellenten Nachschub auf Reichsgebiet. (Anm.: alle haben Supply 9, vorher waren es nur 6 oder 7. Es ist sehr wichtig, Bereitschaft und Moral zu tanken.)
Je nach Verhalten der Russen kann das OKH flexibel reagieren. Die Panzer in Lublin sind ganz schnell wieder bei Lemberg oder können nach Norden fahren.. je nach dem, wo sie am meisten Schaden anrichten können.


Bild


Nun hängt alles davon ab, ob die Russen in die Falle tappen. (Anm.: ... oder ob der werte Löwenherz den Braten riecht. Auch das wäre nicht schlecht, denn es würde uns Zeit verschaffen.)


Bild


Im Norden stehen Truppen bereit, um sich auf Tilsit und Heilsburg zurückzuziehen, falls die Russen nach Norden schwenken. Im OKH rechnet niemand damit, weil die Rote Armee nach Westen stürmt und der Weg nach Norden sehr unwirtlich ist. Bei Brest-Litowsk bildet sich hinter dem Fluß Bug eine Verteidigungslinie, die die Russen irgendwann bemerken werden. Nur in der Mitte klafft ein Loch.

Es sei an dieser Stelle bemerkt: falls die Russen wirklich mit aller Macht nach Westen stürmen, so wird das OKH ein paar Tage dabei zuschauen. Je mehr Einheiten in die Falle gehen, desto besser.


H.Gr. Südukraine


Bild


Im Norden greifen die Ungarn ein und kommen den bedrängten Rumänen zu Hilfe.
Das XXXIX. Panzerkorps greift eine Sowjetarmee an, vernichtet 70% der Feinde und verliert dabei nicht einen einzigen Panzer.
Im Nordosten von Bukarest verliert ein sowjetisches Panzerkorps die Hälfte seiner Ausrüstung und zieht sich zurück, was für den weiteren Verlauf ungemein wichtig sein könnte.
Mit letzter Kraft wird das Loch in der Siret-Linie nochmals gestopft, aber das wird nicht von Dauer sein.


Bild


Mit einem hübschen Loch drin sehen die Russenpanzer gleich viel besser aus.


Bild


Es zieht einem die Schuhe aus, wenn man hinschaut.


Bild


Die Wehrmacht verliert bei ihren eigenen Angriffen kaum noch MPPs.


Bild


Die Russen allerdings schon. Diese Runde wurden netto ca. 350 MPP erkämpft, was aber gerade mal den Einkommensunterschied ausgleicht.


Bild


Es hängt viel davon ab, ob der werte Löwenherz unseren Plan erahnt. Es könnte von Vorteil sein, daß alle unsere Panzerkorps Motorization 1 haben, und die Russen nicht. Möglicherweise schätzt unsere Gegenspieler deswegen die Mobilität falsch ein.

Wir tippen, daß die Falle nicht angenommen wird... wäre nämlich zu schön. :D

[Gast]

Beitrag von [Gast] »

Wäre es jetzt nicht an der Zeit den kläglichen Rest vom versprengten Heeresgrüppchen Mitte der H.Gr. Nord zu unterstellen und die Panzeramada in Heeresgruppe P A N Z E R umzubennen?
Benutzeravatar
Cfant
Rang 18
Beiträge: 8164
Registriert: Sa 14.08.2010, 12:51
Hat sich bedankt: 754 Mal
Danksagung erhalten: 3339 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenRitterkreuz des Sankt Nikolaus-Ordens+6

Beitrag von Cfant »

HvS hat geschrieben:
Werter Cfant,
wenn Ihr heroische Niederlagen mögt, so können wir Euch wohl helfen! PM mit einem Vorschlag erbeten, was Ihr spielen wollt! :D
Klar. TOAW III habt Ihr? ;)
Benutzeravatar
HvS
Rang 15
Beiträge: 2572
Registriert: Do 06.09.2012, 11:08
Hat sich bedankt: 314 Mal
Danksagung erhalten: 2816 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion+4

Beitrag von HvS »

Werter clone,

wir werden eine Reorganisation der Heeresgruppen vornehmen, sobald die Russen die Reichsgrenzen überschreiten.. und das wird nicht mehr lange dauern. Wir haben bereits in diesem Post die Operationsbereiche der H.Gr. Mitte und der H.Gr. Nordukraine zusammengefaßt.


Werter Cfant,

haben wir nicht. Wir sind immer noch dabei, SC zu meistern... und wir verstehen noch längst nicht alles.



21. August 1944


Das Oberkommando der Deutsche Wehrmacht gibt bekannt:

Die Rote Armee rückt im Norden und in der Mitte weiter vor. In Rumänien gelingt dem Feind der endgültige Durchbruch.


Finnland



Bild


Nur die 10. finnische Infanteriedivision bekommt einen Angriff ab, ansonsten setzen die Russen auf Regeneration.


H.Gr. Nord



Bild


Die 306. Infanteriedivision hat den Feind im Raum Dünaburg gebunden und mit ihrem Opfergang dafür gesorgt, daß sich die deutschen Verbände zurückziehen können.


H.Gr. Mitte


Bild


Erwartungsgemäß dringt der Feind nicht nach Norden vor.
Mit ca. 10 Großverbänden nehmen die Russen Bialystok ein. Es zeigt sich, daß die vordringende Rote Armee Probleme hat, die deutschen Wellenbrecher schnell zu beseitigen.

Sowohl bei der Einnahme von Dünaburg als auch von Bialystok hat die Rote Armee hoch Verluste erlitten, die die deutschen übersteigen.
Es ist auffällig, daß die Russen nicht mit höchster Geschwindigkeit nach Westen vorstoßen. Scheinbar hat das russische Oberkommando die Abwesenheit der Panzer im Raum Lemberg bemerkt und wird nun vorsichtig. Aber das spielt dem OKH in die Karten, denn ein zögerliches Vorgehen der Roten Armee bedeutet Zeitgewinn.


H.Gr. Nordukraine



Bild


In einer nicht unbedingt erwarteten, aber durchaus begrüßenswerten Aktion stoßen die Russen nördlich von Lemberg vor. Genau dorthin, wo sie sich schon mal eine blutige Nase geholt haben. Dem OKH ist das durchaus recht, denn so kann die Operation Rasiermesser flexibel gehandhabt werden.


H.Gr. Südukraine


Bild


Im Norden ziehen sich die Rumänen vom Pass zurück, was der Roten Armee das Eindringen in Ungarn ermöglichen wird.
Im Osten von Bukarest dringen die Russen vor und vernichten das XXIX. Armeekorps. Vier weitere Einheiten werden von der Versorgung abgeschnitten. Damit ist Rumänien nicht mehr zu verteidigen.

Das OKH bereitet einen Rückzug der deutschen Einheiten vor. Insbesondere das Panzerkorps darf nicht vernichtet werden.


Bild


Die Luftwaffe hat einen russischen Bomberverband abgeschossen. Kleine Erfolge sind gut für die Moral.


Bild


Noch nie sind in so einem kurzen Zeitraum so viele Städte verloren gegangen.
Wilnius und Pamu wurden vom Feind kampflos erobern.


24. August 1944


Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:


Die H.Gr. Nord erreicht Riga, und im Generalgouvernment laufen die Vorbereitungen für Operation Rasiermesser auf Hochtouren.


Finnland


Bild


Mit der 122. Infanteriedivision ist die Stellung der Finnen sicherer als vor zwei Monaten.


Bild


Den Finnen fehlt allerdings Schweres Gerät.


H.Gr. Nord


Bild


Mit dem Erreichen von Riga ist das erste Ziel erreicht. Bis zum Herbst ist geplant, sich kämpfend auf die Linie Memel - Tilsit - Heilsburg zurückzuziehen. Die Rote Armee hat mit Versorgungsproblemen zu kämpfen, und viele Verbände sind in schlechtem Zustand.


Bild


Wenigstens ist die H.Gr. Nord als solches noch intakt, und der Weg nach Westen ist frei.


Generalgouvernment


Bild


Sinn und Zweck des russischen Angriffes bleiben dem OKH weiterhin verborgen. Deutsche Sondierungsangriffe führen zur Vernichtung einer sowjetischen Armee, und dabei ist deutlich wahrzunehmen, daß die meisten russischen Einheiten wiederum schlecht versorgt sind. Ein weitere Offensive im Stil von Operation Laurin wäre durchaus möglich und hätte sicherlich zur Vernichtung von ein oder zwei feindl. Panzerkorps geführt, aber das OKH entscheidet sich anders. (Anm.: wir glauben, daß der werte Löwenherz uns rauslocken will... ansonsten verstehen wir die Aktion nicht.)

Die Panzerkorps im Raum Lublin dürfen sich weiterhin ausruhen und werden nur leicht umgruppert. (Anm.: die Panzerkorps haben nun "traumhafte" Werte. Die Bereitschaft liegt bei mehr als 80% und dürfte nächste Runde 90% erreichen, und die Moral wird nächste Runde ähnlich Werte haben. Eins der Panzerkorps hat Überstärke. Wenn es wirklich zu einem massiven Schlagabtausch kommt, dürften die Russen ein blaues Wunder erleben. Je länger wir den Kern dieser Truppen erhalten können, desto besser. Wir wollen versuchen, damit eine ganze Gruppe angeschlagener und schlecht versorgter Feindeinheiten für längere Zeit aus dem Spiel zu nehmen.)

Aktuell sind die deutschen Truppen in einer verhältnißmäßig komfortablen Lage: wenn die Russen im Norden von Lemberg weiter angreifen, laufen sie in ihr Verderben. Wenn die Russen auf Siedlice vorrücken, erleiden sie dasselbe Schicksal. Also wird versucht, dem Feind vorzugauklen, daß am Bug eine Verteidungslinie aufgebaut wird. Dazu wird eine angeschlagene deutsche Division in den Westen von Brest-Litowsk verlegt, was der Feind auch sieht. Die Lücke zwischen den Masurischen Seen und Brest-Litowsk bleibt also offen, und es soll der Eindruck vermittelt werden, daß die Lücke hektisch geschlossen werden soll.

Nun gilt es abzuwarten, was die Russen planen.


Bild


Ziel ist es, vorgeschobene und schlecht versorget Einheiten der Roten Armee mit geringen eigenen Verlusten zu vernichten.


Bild


Fünf frische und bestens versorgte Panzerkorps stehen bereit.


H.Gr. Südukraine



Bild


Das OKH ist sich sicher, Rumänien nicht mehr weiter verteidigen zu können. Aus diesem Grund ziehen sich die deutschen Einheiten langsam zurück. Insbesondere das wichtige Panzerkorps darf nicht vernichtet werden. Es gilt, für die deutschen Einheiten einen Fluchtweg offen zu halten.

Das OKH plant, mit den Resten der deutschen Einheiten den unvermeidlichen Verlust von Sofia so lange wie möglich hinauszuzögern.


Bild


Die wenigen deutschen Panzer in Rumänien beschränken sich darauf, mit möglichst geringem Aufwand zu weit vorgestoßene Russen zu vernichten.


Bild


Die deutschen Totalverluste sind nach wie vor viel zu hoch.


Bild


Die Wehrmacht verliert Einheiten im Wert von ca. 1.1000 MPP...


Bild


... und die Rote Armee im Wert von ca. 1.350 MPP. Netto 250 MPP... nicht genug, um den Einkommensunterschied auszugleichen.


Bild


Einziger Lichtblick: wir haben nun Zug 22 gespielt. Insgesamt gibt es 65 Züge, wir haben also bereits ein Drittel absolviert. Es sieht aus, als ob wir Finnland halten können, und die H.Gr. Nord wird sich auch retten können. Die H.Gr. Mitte wurde an die H.Gr. Nord angegliedert, und Operation Rasiermesser steht bevor. Rumänien wird verloren gehen, und das ungefähr zum historischen Datum.

Der werte Löwenherz hat sicherlich bemerkt, daß unsere Panzer "weg" sind... und eine Luftaufklärung hat bisher nicht stattgefunden. Da er nicht weiß, wo die Panzer sind, geht momentan sehr zögerlich vor. Uns ist das absolut Recht. Durch die geringen eigenen Verluste während der letzten Runden konnten wir nämlich eine paar neue Einheiten aufstellen. Einige Infanteriedivisionen, zwei Panzerkorps (plus eins, das eh schon in der Production Queue war), zwei Einheiten Panzerjäger und die Panzergrenadiere. Es macht sich bezahlt, daß wir keine der Gepanzerten Einheiten auf Low Supply verloren haben. Die meisten der genannten Einheiten werden uns noch im September zu Verfügung stehen. Und von nun an haben wir einen Vorteil: wir können neue Einheiten praktisch überall platzieren, während die Russen ihre neuen Einheiten erst mühselig an die Front bringen müssen.

Auch tritt mit dem Überschreiten der Reichsgrenze eine vorteilhafte Situatuon ein: unsere Einheiten werden im Durchschnitt ein bis zwei Punkte mehr Supply haben, und der Supply der Russen wird sinken. Selbst wenn die HQs der Roten Armee mit den Truppen Schritt halten, so werden sie doch an den meisten Stellen nur Supply 8 anstatt 10 produzieren.

Ein integraler Bestandteil unserer Strategie wird es sein, so viele Panzerkorps der Roten Armee wie möglich zu zerstören. Damit sind die Einheiten für zwei Monate (bei Low Supply gar drei Monate) aus dem Spiel.. extrem wichtig.

Iche_Bins
Rang 17
Beiträge: 6457
Registriert: Di 11.08.2009, 15:36
Hat sich bedankt: 793 Mal
Danksagung erhalten: 5011 Mal
Großkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der FremdenlegionAAR-Verdienstkreuz - Bronze+1

Beitrag von Iche_Bins »

Wie weit nach Westen geht die Karte eigentlich?
Benutzeravatar
HvS
Rang 15
Beiträge: 2572
Registriert: Do 06.09.2012, 11:08
Hat sich bedankt: 314 Mal
Danksagung erhalten: 2816 Mal
SI-VerdienstordenGroßkreuz des VeteranenordenVerdienstorden der Fremdenlegion+4

Beitrag von HvS »

Werter Iche_Bins,

bis ein paar Felder westlich von Berlin. Die Karte, die wir posten, ist nur ein Ausschnitt der gesamten Karte.



27. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:

Im Norden rücken die Russen weiter vor, können aber nur wenig Schaden anrichten. In der Mitte verhält sich der Feind zögerlich, was durchaus im Interesse des OKH ist.
In Rumänien gehen langsam die Lichter aus.


Finnland


Bild


Irgendwann wird selbst für die tapfersten Kämpfer der Druck zu groß. Es passiert, was durch Glück seit zwei Monaten vermieden wurde: die Frontlinie zerbricht. Die Finnen müssen sich mittelfristig zurückziehen.
Die Russen bieten mittlerweile deutlich mehr Truppen auf als in den vorhergehenden Monaten, womit das strategische Ziel der Ablenkung erreicht wurde.


H.Gr. Nord


Bild


Die Rote Armee rückt vor, kann aber nur in wenigen Fällen Kontakt zu den zurückweichenden deutschen Truppen herstellen. Die Verluste sind relativ gering.


Generalgouvernment


Bild


Die Russen rücken mit einer Voraussabteilungen in Siedlice ein und vernichten das HQ Roman.
Im Nordosten von Lemberg ziehen sich die russischen Panzer zurück. Der Angriff war somit nur eine Finte.


H.Gr. Südukraine


Bild


Die Rote Armee erreicht die Außenbezirke von Bukarest. Rumänien ist verloren, und die wenigen verbliebenen deutschen Truppen können nur noch hinhaltend kämpfen.


Bild


Die Verluste in Rumänien sind nicht zu ersetzen.


Bild


Der Feind nimmt die Falle an.. aber mit zu wenig Substanz.



30. August 1944

Das Oberkommando der Deutschen Wehrmacht gibt bekannt:

Im Norden wird der Rückzug planmäßig fortgesetzt, und im Generalgouvernment und Rumänien lernen die Russen, daß die Wehrmacht immer noch ein gefährlicher Gegner ist.


Finnland


Bild


Mehr aus Sturheit als aus rationalem Denken behaupten die Finnen ihre Stellung und schlagen die Sowjets zurück.

(Anm.: wir haben das IV. finnische Armeekorps auf Sollstärke gebracht. Das hat uns ca. 16% unserer für die Runde verfügbaren MPPs gekostet. Wirtschaftlich gesehen dürften wir Finnland nicht weiter verteidigen... machen wir aber trotzdem.)


Bild


Die Kämpfe im Hohen Norden sind infanteristich geprägt, was für die Finnen ein Vorteil ist.


H.Gr. Nord


Bild


Die H.Gr. Nord zieht sich weiter zurück.


Bild


Die Russen haben wenige Panzer im Einsatz, aber einige davon werden abgeschossen.


Generalgouvernment


Bild


Im OKH besinnt man sich der Dinge und realisiert, daß der Krieg verloren ist. Es gilt nur noch, mit möglichst geringem Aufwand ein Maximum an Schaden zu verursachen.
Aus diesem Grund wird befohlen, die wenigen nach Siedlice vorgedrungenen Feindtruppen zu vernichten. Es gelingt, praktisch ohne Verluste zwei Feindeinheiten zu vernichten. Auch gelingt es, am Bug eine Verteidigungslinie einzurichten. Operation Rasiermesser hat damit zwar stattgefunden, aber lange nicht in dem Maße, wie man sich das gewünscht hätte. Allerdings sind auch die Verluste erfreulich geringt, und Folgeangriffe können stattfinden.

Die Lage ändert sich dadurch vollkommen. Die Rote Armee kann es sich wegen der schlechten Versorgungslage nicht leisten, schnell vorzustoßen. Da die Wehrmacht innerhalb der nächsten zwei Wochen massive Verstärkungen bekommen wird, ist die Hängepartie durchaus im Interesse des OKH.

Es gilt nach wie vor, den Feind aufzuhalten, und das ist der Wehrmacht gelungen.


Bild



Im Raum Lemberg hat die deutsche Artillerie etliche sowjetische Panzer vernichtet.


H.Gr. Südukraine


Bild


Zwei Sowjetarmeen werden vollständig vernichtet. Die deutschen Truppen werden sich nach Ruse auf bulgarisches Gebiet zurückziehen.


Bild


An verschiedenen Stellen gelingt es, die Russen zu überraschen und zu vernichten.


Bild


In Berlin werden vier mit Pfeil und Bogen bewaffnete Volksgrenadierkorps aufgestellt.

(Anm.: wenn wir gewußt hätten, daß die Truppen mit Tech Level Null komma Null, ankommen, hätten wir das DE nicht angenommen. Die Aufrüstung kostet ca. 60 MPP pro Einheit... da hätten wir auch gleich zerstörte Armeekorps wieder kaufen können.. wäre billiger gewesen. Was soll's... eingraben können sie sich ja vielleicht.)


Bild


Diese Runde geht mit 4:3 an uns. Es bringt bloß nix.


Bild


Die Verluste der Wehrmacht steigen wegen der Lage in Rumänien weiter an.


Bild


Diesmal ist das Ergebnis 1.300 : 1.500 MPP... gar nicht gut, 200 MPP netto helfen nicht weiter.


Bild


Das OKH erwartet den Verlust von Rumänien bis Ende September. Die deutsche Rüstungswirtschaft wird davon empfindliche getroffen werden.

Antworten

Zurück zu „AARs - Weitere Strategiespiele“