Alternative für Deutschland - oder nicht?

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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Meint ihr nicht, dass Zentralismus und Demokratie sich eher schlecht vertragen?
Wenn ich gewusst hätte, dass es harmlos war, hätte ich es selber umgebracht.

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Cholerik
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Beitrag von Cholerik »

Bahnt sich hier eine lustige Stimmenklauerei an? http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/frankfurt-das-cdu-gerippe-stuetzt-sich-nur-noch-auf-merkel-12142237.html

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Vernichter hat geschrieben:Meint ihr nicht, dass Zentralismus und Demokratie sich eher schlecht vertragen?
In Frankreich klappt das.
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Cholerik hat geschrieben:Bahnt sich hier eine lustige Stimmenklauerei an? http://www.faz.net/frankfurter-allgemeine-zeitung/frankfurt-das-cdu-gerippe-stuetzt-sich-nur-noch-auf-merkel-12142237.html

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In Frankreich klappt das.
Wie von uns erhofft. Recht hat der Mann, mit seiner Analyse.
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Anton
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Beitrag von Anton »

Vernichter hat geschrieben:Meint ihr nicht, dass Zentralismus und Demokratie sich eher schlecht vertragen?
Besser als Anarchie und Demokratie, oder Fremdherrschaft und Demokratie.

Nein, ich glaube sogar, dass nur ein Mindestmaß an Zentralismus die Demokratie überhaupt erst ermöglicht.
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Cholerik hat geschrieben:
In Frankreich klappt das.
Ja, Frankreich ist ein sehr schönes Beispiel wie gut es passt. Der Wasserkopf Paris, die Führung des Landes fast ausschließlich aus einer einzigen Eliteschule rekrutiert. Dem Pöbel bleibt der Einfluss über gelegentliche Massenunruhen. Zentralismus fördert immer oligarchische Zustände. Je größer die Fläche und je heterogener die Bevölkerung, desto eher ist es der Fall.
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Anton
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Beitrag von Anton »

Vernichter hat geschrieben:Wie von uns erhofft. Recht hat der Mann, mit seiner Analyse.
Naja. Erinnert mich ein bisschen an den 70-Jährigen ex-SPDler, der jetzt in Offenbach für die Linke kandidiert. Sieht störrisch nicht, dass sich die Partei eben auch entwickelt, hat es nie an die richtigen Futtertröge geschafft und möchte sich jetzt wieder nützlich und respektiert fühlen. Zu seiner Analyse: Eine Serie verlorener Landtagswahlen und ein paar Plagiatsaffären haben halt schon was gekostet. Dass die CDU aber nur auf Merkel basiere, sehe ich auch nicht. De Maziére gilt weithin als kompetent. Aber auch "Nachwuchs" ist vorhanden: Der Berliner Henkel ist erst 50, hat sich konservativ profiliert und die Hauptstadt-CDU aus einer hoffnungslosen Lage heraus zur in Umfragen stärksten Partei gemacht. Gebt ihm noch 4-8 Jahre, und er kann vielleicht Kanzler machen. :)

Vielleicht bin ich in einem falschen Umfeld unterwegs, aber ich sehe in Deutschland definitiv keine Mehrheit rechts von der Merkel-CDU. Potential für eine Protestpartei? Reichlich. Aber einen Sturz von Rechts? Da muss man wie die Trotzkisten auf eine Verschärfung der Klassengegensätze hoffen. :)
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Beitrag von Vernichter »

Anton hat geschrieben:Naja. Erinnert mich ein bisschen an den 70-Jährigen ex-SPDler, der jetzt in Offenbach für die Linke kandidiert. Sieht störrisch nicht, dass sich die Partei eben auch entwickelt, hat es nie an die richtigen Futtertröge geschafft und möchte sich jetzt wieder nützlich und respektiert fühlen. Zu seiner Analyse: Eine Serie verlorener Landtagswahlen und ein paar Plagiatsaffären haben halt schon was gekostet. Dass die CDU aber nur auf Merkel basiere, sehe ich auch nicht. De Maziére gilt weithin als kompetent. Aber auch "Nachwuchs" ist vorhanden: Der Berliner Henkel ist erst 50, hat sich konservativ profiliert und die Hauptstadt-CDU aus einer hoffnungslosen Lage heraus zur in Umfragen stärksten Partei gemacht. Gebt ihm noch 4-8 Jahre, und er kann vielleicht Kanzler machen. :)

Vielleicht bin ich in einem falschen Umfeld unterwegs, aber ich sehe in Deutschland definitiv keine Mehrheit rechts von der Merkel-CDU. Potential für eine Protestpartei? Reichlich. Aber einen Sturz von Rechts? Da muss man wie die Trotzkisten auf eine Verschärfung der Klassengegensätze hoffen. :)
Der Sturz wird nicht kommen, aber für die Etablierung einer Partei neben der Union könnte es reichen. Es ist aber auch so, dass Kohls Mädchen alle neben sich erdrückt hat. Wenn es für die Union irgendwann in die Opposition geht, wird die Partei schwer angeschlagen sein. Schon wegen der "Weiterentwicklung", die auch als Ideologielosigkeit beschrieben werden könnte.
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Cholerik
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Beitrag von Cholerik »

Profilierung findet meines Erachtens in Dtl. sowieso nur in der Opposition statt.
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Vernichter hat geschrieben:Der Sturz wird nicht kommen, aber für die Etablierung einer Partei neben der Union könnte es reichen. Es ist aber auch so, dass Kohls Mädchen alle neben sich erdrückt hat. Wenn es für die Union irgendwann in die Opposition geht, wird die Partei schwer angeschlagen sein.
Das ist ja auch etwas ganz Neues. :D CDU unter Kohl und Adenauer? Ein Kanzlerwahlverein. SPD unter Schröder? Ein Kanzlerwahlverein. Das bringt die Regierung stellen so mit sich. Soll eine Partei die die Regierung stellt noch ihre eigene Opposition sein?
Die böse Merkel hat alle Konkurrenten weggebissen, bestimmt weil die Konkurrenten alle immer nett zu ihr waren, nicht an ihrem Stuhl gesägt haben usw. Das Konkurrenten weggebissen werden ist das kleine 1 mal 1 in der Politik. Das lernt man schon bei den Jungen Union, den Jusos usw. Mal davon abgesehen das ein nicht unerheblicher Teil nicht weggebissen wurde sondern freiwillig gegangen ist Koch, Beust oder Wahlen wegen eigener Verfehlungen verloren hat "rent a Rütgers", verprügel die Bürger und ignoriere die Verfassung Mappus, und fahre fahrlässig beim Schifahren eine Frau tot und tu so als sei Nichts gewesen Althaus.

Das eine Partei die im Bund regiert vermehrt Landtagswahlen verliert ist auch schon immer so und nicht Merkels Schuld. Letztendlich ging jedem Regierungswechsel im Bund voraus das fast alle Bundesländer von der Oppositionspartei im Bund regiert wurden.
Das es in der CDU keine Erzkonservativen mit Einfluss gibt liegt auch nicht an Merkel, sondern daran die Erzkonservativen innerhalb der Partei immer weniger werden und deshalb an Einfluss verlieren.

Letztlich sind so ziemlich alle Vorwürfe die sogenannte Konservative Merkel machen Nonsens. Es geht primär darum das sie Frau, Ostdeutsche, Protestantin, ist nicht erzkonservativ und überhaupt nicht richtig CDU ist. Die hat ja nicht mal gedient, war bei der Jungen Union und hat überhaupt keinen Stallgeruch.
Eldanesh

Beitrag von Eldanesh »

Letztlich sind so ziemlich alle Vorwürfe die sogenannte Konservative Merkel machen Nonsens. Es geht primär darum das sie Frau, Ostdeutsche, Protestantin, ist nicht erzkonservativ und überhaupt nicht richtig CDU ist. Die hat ja nicht mal gedient, war bei der Jungen Union und hat überhaupt keinen Stallgeruch.
das st eben der Punkt. die CDU hat keinen Markenkern mehr. Schon das "C" ist ja wohl nen Witz. Nicht das ich unbedingt religiöse Ideale in der Politik haben will, aber wenn man sich christlich nennt, sollte man schon die entsprechenden Positionen vertreten.

Auch als allgemeine konservative Partei ist sie wertlos. das ist halt das Problem wenn man Positionen prinzipiell nur dann vertritt wenn sie mehrheitsfähig sind. Dieser Opportunismus rächt sich eben. Jetzt mal ohne weiter darauf eingehen zu wollen: aber wer z.B. grade wegen der Energiepolitik der CDU sein Kreuz gegeben hat muss sich jetzt verarscht fühlen, wer wegen der familienpolitik sein Kreuz abgegeben hat muss sich verarscht fühlen usw.
Wie soll man einer Partei seine Stimme geben, wenn man befürchten muss das die Positionen weswegen man sie wählt sofort und ohne Widerstand aufgegeben werden sobald irgend ein Umfrageinstitut dafür keine Mehrheit mehr sieht?
Da bleibt nur noch die reine Personenwahl. D.h. die CDU reduziert sich auf die Person Merkel.
Das heißt, damit die EU Euch sympathischer erscheinen würde sollte sie ab und zu in andere Staaten einfallen um dort ein bisschen aufzuräumen? Oder in anderen Staaten Bombardements auf nahezu willkürliche Ziele (sprich: Menschen) durchführen? So etwas von Euch der (zumindest die deutsche) Souveränität über vieles andere stellt?
agen wir so: gäbe es keine Amis müsste das einer machen.

das Hauptproblem das ich mit der EU habe ist, das der Laden absolut überflüssig ist und einzig und allein Unsinn, Probleme und Schikanen produziert und dabei viel Geld kostet und verbennt. Es gibt absolut nichts wofür man die EU bräuchte. Alles, aber auch wirklich alles was die Regeln wäre auf nationaler Ebene bzw. Bi- und multilateralen Verträgen sinnvoller zu regeln.
Beispielsweise Reisefreiheit: natürlich ist Reisefreiheit mit westeuropäischen Staaten sinnvoll. Aber es gibt keinen rationalen Grund und erst keinen Vorteil so etwas mit Rumänen zu haben. Das leistet einzig und allein der organisierten Kriminalität und der illegalen Migration Vorschub. Das "alle oder keiner" Prinzip der Union ist absoluter Unsinn.
Europa ist einfach zu verschieden und vielschichtig als das auf irgend einem Feld eine einheitliche Regelung sinnvoll wäre. Wir haben in der Union einfach einige der reichsten Länder der Welt wie auch faktische Schwellenländer die man eigentlich nur aus Chauvinismus (sowas gibt es nur in Afrika und Asien) nicht als dritte Welt bezeichnet. Wir haben Staaten die faktisch schon Postdemokratien sind oder in denen "Internetdemokratie" überlegenswerte Optionen sind und wir haben welche in denen die Strukturen noch nicht mal fest verankert sind das morgen einen Militärputsch mit anschließender Diktatur ausschließen könnte. usw. Sowas kann man nicht einheitlich abhandeln, das ist nicht sinnvoll.
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Beitrag von Württemberg »

Eldanesh hat geschrieben: Europa ist einfach zu verschieden und vielschichtig als das auf irgend einem Feld eine einheitliche Regelung sinnvoll wäre.
Bild


Sorry, aber so ne Denke ist doch von 1914. Klar gibt es unterschiedliche Kulturen, aber die gibt es auch in den USA (die besteht doch zu nem großen Teil aus den Nachkommen von ehemaligen Europäern) und das hat ja auch funktioniert. Ich denke, solche Grenzen sind einfach da um überwunden zu werden: Reichen zwei Weltkriege, bei denen die klugen Europäer sich brav gegenseitig abgemetzelt haben, nicht?

Sicher, ich will auch nicht, dass die deutsche Kultur untergeht. Aber warum sollte sie das in einem geeinten oder verbündeten Europa? Wenn den Menschen ihre Kultur wirklich wichtig ist, wird sie auch nicht untergehen... Sieht man doch auch in den USA. (St Patricks Day etc..)
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Beitrag von Hohenlohe »

http://de.yahoo.com/_ylt=An3Irl1NMDyHrr ... gDX2pCrfg-

Der Gründungspateitag war mit 1500 Teilnehmern gut besucht, bis jetzt liegen 7500 Mitgliedsanträge vor, die meisten Teilnehmer kommen aus der CDU-Ecke und sind enttäuscht von der Merkelschen Europapolitik und wollen Stimmung gegen den Euro machen...es bleibt abzuwarten wie sich die AfD bis zur Bundestagswahl noch entwickelt. Die Piraten haben auch klein angefangen, sind aber mittlerweile an ihrer eigenen Unzulänglichkeit baden gegangen und dümpeln nur noch bei 2-3% rum. Mal sehen wieviel Prozent die AfD erreichen wird...die Bayernwahl ist ja noch vor der Bundestagswahl, das wirft sicherlich noch viel Staub auf wie diese Neugründung abschneidet...

herzliche grüsse

Hohenlohe... :smoke:
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Beitrag von [B@W] Abominus »

Jeder Wähler, der sich von Merkel abwendet, schieb die SPD nach vorn. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen, ob er das will. Ich habe zumindest meine Wahl seit meiner letzten Fehlentscheidung getroffen und werde wieder Grün und nicht Gelb wählen.
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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

Ich finde es auf jeden Fall richtig, dass es die AFD gibt und könnte mir gut vorstellen, sie zu wählen. Eine dauerhafte Perspektive braucht die Partei eigentlich nicht.

Hauptsache, sie macht den Etablierten Dampf in der Eurosache. Denn es ist ja nicht nur reine Rhetorik, dass Lucke die Massenarbeitslosigkeit in Südeuropa als Grund gegen den Euro anführt. Momentan nutzt der Euro kaum jemandem wirklich. Am wenigsten der europäischen Idee. Am meisten noch den Banken, die sich über risikolose Investments auf Kosten der Steuerzahler freuen dürfen.

Man muss den Euro meiner Meinung nach nicht unbedingt abschaffen, um die Probleme zu lösen. Aber Merkels "Alternativlosigkeit" mit geballter Fachkompetenz doch eine ernstzunehmende Alternative entgegenzusetzen, ist auf jeden Fall richtig und wichtig.
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Vernichter
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Beitrag von Vernichter »

Das Problem ist, dass hinter der Regierungspolitik gar kein Plan steckt, der in irgendeine Richtung fuehren koennte. Man reagiert fast nur noch. Bei der AfD sehe ich einen Plan, bei der Linken ebenfalls. Bei der Regierung sehe ich nur den unsch über die Wählen zu kommen und dann zu entscheiden, ohne demokratische Legitimation, aus einer weiteren Notsituation heraus, durch den Reichstag gepeitscht.
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Garfield
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Beitrag von Garfield »

Also vorstellen AfD zu wählen kann ich es mir nicht. Dazu haben Sie noch zu wenig Programm oder zumindest den Unwillen eines zu verfassen.
Die werden im Wahlkampf genug zu tun haben mit der Doppelbelastung den Wahlkampf zu führen und gleichzeitig am Programm zu stricken. Seine Augen davor zu verschließen in der Regierung ausser Euroaustrittsverhandlungen sonst nix zu tun zu haben. Das was im Programm bisher steht sind zum Teil windelweiche Worthülsen.
Bei der Hälfte der Sätze denke ich mir: Okay, Wir sind uns über das Problem einig, aber Wie wollt ihr das lösen?
If it looks like a duck, swims like a duck, and quacks like a duck,
then it probably is a duck.
[Gast]

Beitrag von [Gast] »

So, AfD-Mitgliedsantrag ausgefüllt. Bearbeitungsdauer 2-3 Wochen!
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Beitrag von Reynold »

Es gibt ja den Spruch, die SPD habe viel gutes hervorgebracht: Die Grünen, die Linke und die Piraten. Auch wenn man sich über die Qualifizierung sicher streiten kann, dürfte die Stoßrichtig klar sein. Wir fragen uns ohnehin schon seit langem, warum allein das soziale Parteienspektrum von diesem "Fluch" der Ausdifferenzierung betroffen ist. Wenn es gelingen würde abseits der CDU noch konservative Parteien zu etablieren ("Partei Rechtsstaatlicher Offensive" und "Bürger in Wut" sind bundesweit ja nicht so die Bringer gewesen) würde dies den Sozen vielleicht in die Hände spielen, da die Union dann mit einem Koalitionspartner wie der FDP nicht mehr auskommen würde bzw. auch selbst keine absolute Mehrheit mehr hätte.

Auch wenn die Partei sicherlich nichts für uns sein wird sind wir gespannt, wie das Programm ausfallen wird. Wir nehmen bisher an, das die Partei mit den frustrierten Konservativen der Union (Nach Atomausstieg, Aussetzung der Wehrpflicht, etc.) das schwarze Äquivalent zur WASG sein wird und als Markenkern das beanspruchen wird, was man früher als maßgeblichen Inhalt der Union angesehen hat. Von daher machen wir uns nicht viel Hoffnung, dass die AfD unseren Vorstellungen entsprechen wird. Doch zumindest bei manchen Punkten möchten wir das im vornerein nicht ausschließen. So sind Bürgerrechte - wenn auch vorwiegend bei den materiellen wie Eigentum und weniger bei den ideelen wie Medien-, Presse- und Versammlungsfreiheit - ja typische konservative Werte. Wir vermissen schon seit langem eine Partei, welche sich nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Wirtschaft als "liberal" bezeichnet, sondern auch für die Stärkung der Grundrechte eintritt. Während die CDU genaugenommen ein Gegner dieser war und bei einer "CDU reloaded" dies damit zum Charakter gehören würde, wollen wir die Hoffnung trotzdem nicht aufgeben, dass die AfD für eine Stärkung und nicht für eine Beschneidung der Grundrechte eintreten könnte. Wie würden das schon deshalb nicht für ausgeschlossen halten, weil im Zusammenhang mit der EU gerne die Eingriffe in das Leben der Bürger betont werden, und somit als "Gegenpol" der Schutz der Bürger und deren Grundrechte mehr in den Focus gerückt werden könnte. Und zwar nicht nur vor EU-Willkür, sondern vor dem Staat insgesamt.

Wir würden uns dann freuen, wenn es mit der AfD einen neuen Steigbügelhalter der CDU geben würde, der diese zumindest bei diesem Thema - vielleicht sogar besser als die FDP - richtig orientieren würde. Wir hoffen nur, dass nicht die Wertevorstellungen der 70er wiederaufleben. Renaissance von Xenophobie, Homophobie und Misogynie wäre nicht so ganz das, was wir uns unter einer zeitgemäßen Partei vorstellen. Auch hoffen wir, dass die Partei sich vielleicht - weil konservativ - rechts von der Union, aber nicht rechts einordnen wird. Im Sinne von rechtspopulistisch. Die finden sich ja schnell bei jeder neuen Partei ein bzw. an dem "Stempel" rechtspolulistisch werden wohl die meisten konservativeren Alternativen zur Union gescheitert sein, die in die Richtung ja auch keine demokratische Partei mehr neben sich dulden möchte (So ja schon FJS zu den Republikanern). Im Endeffekt handelt es sich bei der AfD wohl um den neuen Versuch der "Vierten Partei", wenn auch diesmal von der CDU und nicht von der CSU her.

edit:

Zum Thema Bürgerrechte findet sich auf der Webseite zuversichtlich stimmendes: "Wir fordern eine Stärkung der Demokratie und der demokratischen Bürgerrechte". Während zum Thema Energiewende, Familien- und Einwanderungspolitik wohl die Vorurteile bestätigt werden.

- https://www.alternativefuer.de/pdf/Wahl ... chland.pdf
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Thomasius
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Beitrag von Thomasius »

Reynold hat geschrieben: Zum Thema Bürgerrechte findet sich auf der Webseite zuversichtlich stimmendes: "Wir fordern eine Stärkung der Demokratie und der demokratischen Bürgerrechte". Während zum Thema Energiewende, Familien- und Einwanderungspolitik wohl die Vorurteile bestätigt werden.

- https://www.alternativefuer.de/pdf/Wahl ... chland.pdf
So allgemein formuliert werdet ihr das bei allen anderen Parteien auch finden. Wie überhaupt die ganze Liste voller Allgemeinplätze ist. Das ganze Wahlprogramm besteht daraus Dinge ganz allgemein aufzuzählen, bei denen viele Bürger das Gefühl/die Meinung haben, dass etwas schief läuft im Land.
Da sich in diesen Punkten die meisten Menschen von rechte bis links einig sind, könnten auch fast alle Bürger dieses Landes die meisten Punkte unterschreiben.
Wie hingegen etwas konkret geändert werden soll steht nirgendwo. Selbst bei ihrem Kernthema Euro stehen nichts weiter als wolkige Formulierungen.
In unserem Studium hätte man uns nach so vielen Allgemeinplätzen gesagt" wir sollten endlich mal Butter bei die Fische geben".
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Silem
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Beitrag von Silem »

Ich sehe die ganze Sache sehr realistisch. Solange die AfD nicht 50% der Stimmen erhält kann sie rein gar nichts bewirken oder ändern. Sie krankt daran das es eine Alles-oder-Nichts Partei ist und so gesehen allgemein nichts verändern kann. Tatsächlich teilen doch alle Parteien die Zustimmung für den Euro, selbst DIE LINKE, sind pro-europäisch fordern nur die Beteiligung von Banken und Hedgefonds. Selbst wenn es ihnen gelingt 5-7 % bei der Bundestagswahl abzustauben würde das an der eigentlichen Politik nicht verändern und die Euro-Krise würde 4 Jahre weitergehen wenn sie nicht gar gelöst wird.
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