Ist eigentlich eine Option wie das Verleihen/Verschenken von Gold/Truppen zur (geheimen) Unterstützung anderer vorgesehen? Wie werden Friedensschlüsse aussehen? Können nur eroberte Provinzen dem Sieger überschrieben werden oder können sich die Kriegsparteien auch auf die Übergabe nicht-eroberter Gebiete verständigen, (bzw. anstelle von Land kann auch Gold eingetauscht werden)?
Festgeschriebene Regeln wird es nur dort geben, wo es aus meiner Sicht unabdingbar ist.
Finanzielle oder militärische Unterstützung anderer Staaten, das Schmieden temporärer Allianzen zur Erreichung eines Ziels, Taktieren usw. sind auf jeden Fall Teil des RP.
D.h., dies alles kann unter Einbeziehung gesunden Menschenverstandes ohne Regelbeschränkungen frei vereinbart/festgelegt werden.
Wenn ein Fürst ein Regiment (also etwa tausend seiner Landeskinder) an einen anderen Staat "verschenkt", wird das sicher in seinem Volk für Unruhe sorgen (jaaa,ich weiß-die "Porzellandragoner"...aber das war ein Ausnahmefall

); Truppen allerdings gegen Gold oder Versprechungen an andere, kriegführende Staaten "auszuborgen" war gängige Praxis (auf jeden Fall innerhalb des Reiches).
Entsprechendes gilt für Provinzen: wenn nach einem langen, kräftezehrenden Konflikt ein Staat sich aus diesem mit der Übereignung eines umstrittenen Landstriches freikauft, wird das geplagte Volk eher aufatmen (egal ob diese Provinz vom Feind besetzt ist oder nicht); wenn zwei Staaten aber einfach vereinbaren "du gibst mir diese Provinz, ich dir dafür jene" (weil es so schön zur Abrundung des Gebiets beiträgt) kommt es höchstwahrscheinlich dort zu Aufständen. Aber wie gesagt, es ist immer auch die Frage, wie das ganze in RP verpackt ist.
Kurz: macht was ihr wollt, aber versetzt euch dabei in die Person des Landesfürsten,den ihr darstellt-nichts anderes ist Rollenspiel.
Dies führt zu einem sehr starken Übergewicht der Nationen, die über viele Provinzen verfügen. Da aber auch die Nebenmächte von Spielern gesteuert werden sollen, stellt sich die Frage, wie eine Nation, die lediglich über sehr wenig Provinzen verfügt, überleben soll.
Bauen wir für die "Kleinen" da noch eine Art Schutzmechanismus ein oder müssen die Mittelmächte und Zwergstaaten darauf vertrauen, in eine starke Allianz eintreten zu können ?
Siehe oben. Es liegt in der Natur der Sache, daß es keine wirkliche Chancengleichheit zwischen Zwergstaaten und Großmächten geben kann.
Diese künstlich herzustellen, liegt mir fern.
Geschicktes Taktieren, (Geheim-)Diplomatie, Einfallsreichtum...Rollenspiel heißt die Devise.
Der Schutzmechanismus besteht im (hoffentlich halbwegs vorhandenen) Realitätssinn des Spielleiters
Wenn Frankreich und der Habsburger plötzlich Frieden schließen und dann gemeinsam die Kleinstaaten des Reichs überrennen, werden entsprechde Reaktionen sich in "Events" äußern.´
Wie an anderer Stelle genannt, werden diese zum einen zufallsgesteuert auftreten (ich bin dabei, eine Art "Auswürfelsystem" für nicht-spielentscheidende Events zu basteln), zum anderen aber auch ganz bewußt zur Steuerung des Spiels eingesetzt werden.
Sollten Großmächte tatsächlich durch einen teuflisch gerissenen und mit guten RP-Posts in Ergänzung zu militärischem Vorgehen umgesetzten Plan ein kleines, friedliches ein-Provinzen-Land "einkassieren", gibt es verschiedene Möglichkeiten:
-Exilregierung bilden (siehe "Winterkönig")und weiter am RP teilnehmen, z.B. vom Hof eines befreundeten Fürsten aus...wer weiß, bei welcher Gelegenheit das Land zurückerlangt werden kann
-wenn die Großmacht da mitspielt, als Vasall weiterspielen (z.B. Truppen stellen oder Gelder als Tribut abliefern, dabei dennoch eine gewisse Autonomie wahren
-eines der freien Länder (in Absprache mit dem Spielleiter) übernehmen und dann dessen Regierung darstellen