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Verfasst: Mi 30.09.2026, 21:38
von TheBlackSwan
Ich verstehe nicht ganz die ständige Feindschaft gegen KI-Antworten, vor allem wenn die KI schön zusammen fasst was man an Wissen bisher zu so einem Thema finden kann.
Keine Feindschaft, ihr habt die KI-Antwort ja sauber gekennzeichnet und unser Kommentar zu Gemini ist halt sowas wie BMW vs. Mercedes, MacOS vs. Windows. (Gemini ist bezüglich Benchmarks und subjektiv mittlerweile deutlich zurück).
Wir persönlich ziehen uns aber aus Onlinediskussionen zurück, bei denen wir den Eindruck haben, dass auf der anderen Seite nur ein Meat Interface zur KI sitzt (das war hier nicht der Fall, ihr habt ja mit eigenen Inputs weiterdiskutiert).
global die Ozonschicht zerstören soll?
@Azrael: Stickoxide und es gab auch Studien, laut denen Ruß die oberen Atmosphärenschichten aufheizen würden, wodurch das Ozon schneller abgebaut wird.

Aus unserer Sicht muss die Menschheit ohnehin Alternativen oder zumindest Ergänzungen zur Ernährung mit klassischer Landwirtschaft finden, um besser mit den Folgen des Klimawandels klarzukommen, das Bevölkerungswachstum infolge lebensverlängernder Medizin bewältigen zu können und um die Weltraumbesiedlung vorzubereiten.
Damit wäre ein nuklearer Winter oder eine zerstörte Ozonschicht auch leichter zu bewältigen. Der Natur als Ganzes ist es eh egal, die evolutioniert sich immer raus.

Verfasst: Mi 30.09.2026, 21:48
von Azrael
Ich hege durchaus eine gewisse KI-Skepsis, ganz allgemein und nicht nur gegenüber dem werten MasterDave, weil ich einfach viel zu oft sehe (auch nicht unbedingt spezifisch bei MasterDave, da sieht man ja kritische Einordnung und Verstand), wie Menschen ihr Hirn scheinbar soweit herunterfahren, dass es gerade noch reicht, um Prompts in die KI reinzuhämmern, selber Denken ist da nicht mehr.

Ganz nach dem Motto "Aber ChatGPT hat gesagt...", deswegen reagiere ich da mittlerweile und ehrlicherweise recht allergisch auf KI-Antworten. Ich finde, dass hier ein JFK-Zitat, wenn auch ein klein wenig aus dem Kontext gerissen, hier sehr gut passt:
But why, some say, the Moon? Why choose this as our goal? And they may well ask, why climb the highest mountain? Why, 35 years ago, fly the Atlantic? Why does Rice play Texas? We choose to go to the Moon. We choose to go to the Moon... We choose to go to the Moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard; because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills, because that challenge is one that we are willing to accept, one we are unwilling to postpone, and one we intend to win, and the others, too.

Quelle: https://en.wikipedia.org/wiki/We_choose ... h_delivery
Deshalb reagiere ich allergisch auf KI: Sie trägt zur Massenverdummung bei, weil gefühlt zuviele Menschen sich nicht mehr der Herausforderung stellen, den eigenen Verstand zu nutzen und selbst zu recherchieren und kritisch nachzudenken. Daran ändert es auch nichts, wenn einige wenige Menschen wie die Forenmitglieder hier die KI, wenn sie sie selbst einsetzen, mit wachem Verstand sachkundig als Werkzeug einsetzen.

Ich habe den Artikel zum globalen Ozonloch daher vorhin auch tatsächlich einfach übersehen. Ich weiß nicht, ob der Stand von 2008 hier tatsächlich nach wie vor der aktuellste Stand der Wissenschaft ist oder es hier bereits neuere, womöglich akkuratere Berechnungen gibt. Meine Frage bleibt, wenn wir davon ausgehen, dass das der aktuelle Stand ist, ob dann nicht einfach sämtliches Leben auf der Erde, selbst wenn das globale Ozonloch "nur" 3 Jahre anhält, ausstirbt oder zumindest sehr schweren Schaden nimmt. Wie gesagt mit Ausnahme des Lebens im Ozean, da die Meerestiere durch das Wasser sehr gut vor der UV-Strahlung geschützt sind.
Der Artikel bleibt da leider recht vage, aber im Szenario dort ging man ja auch "nur" von einem regionalen Atomkrieg Indien vs. Pakistan aus. Wenn der schon diese Auswirkung hätte, müsste die Auswirkung bei einem ausgewachsenen, nuklearem Weltkrieg, selbst wenn er sich auf die Nordhalbkugel beschränkt, wesentlich schwerwiegender und langanhaltender sein.

Da frage ich mich, wie die Menschheit mit unseren heutigen Bunkerkonzepten das überleben soll, wenn selbst die größten Bunker nur für Monate oder vielleicht ein Jahr o.ä. Nahrung vorhalten können?
Ihr habt ja selbst Fallout in den Raum geworfen, werter MasterDave: Dann müsste die Menschheit sich wirklich ernsthaft damit befassen, wie man unterirdisch ausreichend Wasser, Nahrung, Energie und Sauerstoff bereitstellen kann, damit zumindest kleine Gruppen in neuartigen Bunkern alá Fallout-Vaults über Jahre oder gar Jahrzehnte überleben könnten.
Möglicherweise gibt es da aber auch eine Schnittmenge mit Technologien, die man benötigt, um das gleiche im Weltall zu bewerkstelligen, Stichwort Weltraum-Kolonisation. Wäre auch eine Idee, damit die Menschheit den Atomkrieg überlebt, Teile von ihr sind einfach gar nicht auf der Erde...

PS:
... und um die Weltraumbesiedlung vorzubereiten.
Da war ich gerade am Schreiben und ihr denkt fast gleich... raus aus meinem Kopf :D

Verfasst: Mi 30.09.2026, 22:37
von TheBlackSwan
Da war ich gerade am Schreiben und ihr denkt fast gleich... raus aus meinem Kopf
Was sollen wir sagen, wir haben Claude gesagt "Schreibe eine gute Antwort im Forum, die zu den Interessen der anderen Mitglieder passt." Was können wir denn dafür, wenn Claude jetzt Gedankenlese-Nanoroboter gebaut und die in eure Köpfe geschickt hat? Ist eben sehr gewissenhaft und manchmal etwas kreativ bei den Lösungen. Vielleicht tauschen sich ja irgendwo auf dem SI-Forum auch einige hundert KIs auf einem geheimen Messageboard aus.

Verfasst: Mi 30.09.2026, 22:49
von Arminus
Diverse Gründe, weswegen man nicht ungefiltert Output von LLMs hier reinpasten sollte:
  • LLMs generieren Texte, die anstrengend zu lesen sind. Extrem anstrengend.
  • Auf der Gegenseite steht quasi kein Aufwand, ein bissel Geprompte und das war's. Wieso soll ich mich als Leser dann durch die Wall of Text kämpfen, wenn demgegenüber auf "Autoren"seite überhaupt kein Aufwand oder Aufmerksamkeit steht?
  • Wir sind hier bei SI, um Meinungen auszutauschen. Meinungen von Regenten. Nicht irgendwelche Texte.
  • LLMs sind keine Wahrheitsquellen und Zusammenfassungen von Texten sind nie wertfrei oder objektiv. KI-Zusammenfassungen zu irgendwelchen Themen sind das falscheste, was man mit LLMs anstellen kann.
Was jetzt den konkreten Anlaß angeht, muss ich aber relativieren:
  • Die Prompts sind enthalten. Damit kann ich als Leser deutlich besser einschätzen, wie der Output zustande kam. (Und gerade bei LLMs allgemein gilt: Wie man in den Wald ruft...)
  • Der Post an sich ist auch nicht länger als das, was Dave sonst so schreibt. :frech: :D
  • Es gibt eine (zumindest implizite) Diskussionsgrundlage, das in den Antworten enthaltene Phasenmodell.
Allerdings: Wir können gerne über das Phasenmodell diskutieren, im Post von Dave sehe ich seine eigene Meinung aber nicht, für "Sagt zumindest die Gemini-KI" gibt's keine Note für mündliche Mitarbeit. Und, wieso die ganze Session in den Post hauen? Die zweite Frage und Antwort hätten völlig gereicht, ggf. kann man zur Nachvollziehbarkeit den gesamten Verlauf lieber in SPOILER-Tags mitliefern?

Sinnvoller wäre es also gewesen zu schreiben "hatte mal ein LLM nach potentiellen postnuklearen Szenarien für die Menschheit angepromptet, dabei kam dieses Phasenmodell raus. Finde ich bis auf dies und jenes recht überzeugend..."

Tun wir mal so, als hätte Dave das so formuliert:
Das Phasenmodell überzeugt mich überhaupt nicht, die Geschichtsvorstellung klingt ein wenig nach "wir könnten schon Warpantriebe haben, wenn die Bibliothek von Alexandria nicht abgefackelt wäre". ("neo-mittelalterlich" :rolleyes :) Wissen existiert auch nicht in Büchern (oder LLMs), sondern in Menschen. Globale Vernetzung ist keine absolute moderne Errungenschaft, die KI würde sich wundern, wie weit Menschen schon früh rumgekommen sind. Zuletzt wird ignoriert, dass wir aktuell eh schon im großen Massensterben der Säugetiere stecken. Wie viele Menschen sind nach 10 Jahren Bunker (as if) denn noch übrig? Und nach 100 Jahren ozonschichtloser Zeit? Ich glaube auch nicht, dass die Menscheit ausstirbt, aber zivilisatorisch... vielleicht doch eher 10.000 oder 100.000 Jahre? Falls die Ökosphäre sich auf eine Art stabilisiert, in der Menschen überhaupt noch eine größere Rolle spielen und nicht als lebendes Fossil einer kurzen, aber ziemlich irren Episode der planetaren Geschichte dahinvegetieren.

Verfasst: Mi 30.09.2026, 23:10
von X_MasterDave_X
@Montesquieu
ok, ich hätte vielleicht mehr Links dazu senden können. Hatte ursprünglich nur den Link zum Ozonloch-Artikel aus 2008 verlinkt.
Aber aus dem Grund hatte ich ja auch meine exakte Fragestellung mit integriert, damit man notfalls 1:1 das so an Gemini weiter stellen könnte.

Mir gings ja nur darum dieses zusammengefasste Wissen kurz weiter zu geben weil einiges davon auch für mich sehr neu war, speziell der Bereich dass wir Jahrhunderte brauchen würden um wieder Computer zu bauen, weil wir vor allem kurzfristig nicht mehr an die Ressourcen rankommen, die damals an der Oberfläche lagen, wie in fast allen Survival Games. Um heute noch an Ressourcen zu kommen muss man weit in die Erde hinein oder in die Tiefsee, und das wäre nach dem Atomkrieg nicht mehr möglich. Man hat sich praktisch selbst ausgesperrt, und den Schlüssel innen stecken lassen, sprich die erste industrielle Revolution hat alle leicht erhältlichen Rohstoffe bereits abgesaugt...eine 2te würde extreme Vorarbeit benötigen.


@dooya
Danke für die nette Antwort. Das war auch tatsächlich meine Intention, damit jeder der diese Details noch nicht kannte leicht nachlesen kann, und der Rest einfach weiter scrollen kann. :D
Nur weil jeder etwas zu einem Thema bei einer KI nachlesen kann heisst ja nicht gleichzeitig dass er überhaupt schon auf dieses interessante Thema aufmerksam geworden ist.


@TheBlackSwan
Ah, die Kritik war nicht an KI allgemein sondern an Google Gemini gerichtet. Sehr informativ! Ja ich habe inzwischen auch mit ChatGpt angefangen, aber bin eigentlich zuvor mehr in Gemini rein gewachsen. Mich hatte damals ChatGPT sehr interessiert, aber als ich hörte was der alles von mir will an Daten, hab ich damals abgewunken. In Gemini bin ich dann dazu gegangen weil er das alles nicht wollte. Später fiel mir dann ein, dass er mittels meines Google Kontos eh schon alles über mich weiß, und es deshalb auch nicht besser war. Ich glaub ich bin inzwischen in CHatGPT inzwischen über mein Google Konto eingewählt....also is ghupft wie gsprunga, wie man im bayrischen sagt. ;) Und ja, ChatGpT scheint einiges viel genauer und strenger zu nehmen. Sollte wohl eher bei denen nachfragen als bei Gemini....aber an die hab ich mich inzwischen so gewöhnt.... Der Mensch ist ein furchtbares Gewohnheitstier....ich zumindest.


@Azrael
Wie es Montesquieu schon so schön sagte, die KI ist ein Werkzeug das einem Recherche Arbeit erleichtert. Tatsächlich hat sich gar nicht soviel geändert seit es die Google Suchmaschine gibt. Das war real betrachtet immer schon eine KI die versuchte anhand der Fragestellung einen auf die richtigen Artikel oder Links zu bringen. Jetzt kam schlicht hinzu dass die KI mittels einer Textsteuerung das ganze auch noch nett in einem kurzen Artikel zusammen fasst, wenn man zu faul ist die einzelnen Quellen alle nachzulesen. Wer tiefer einsteigen will frägt einfach weiter nach, oder liest die ganzen Quellenangaben, auf die die KI ihre Zusammenfassungen stützt.

Und klar, nichts ist zu 100% richtig. Auch kein Wiki und auch keine Enzyklopädie, weil auch die alle Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden muss. Und was gestern als richtig galt ist morgen überholt. Ich hatte Pluto in der Schule noch als Planet gelernt, heute zählt er als Zwerg nicht mehr dazu, weil man herausgefunden hat, dass es etliche wie ihn da draussen gibt, und man dann entweder alle oder keinen als Planeten unseres Sonnensystems anerkennen müsste. Man wählte die einfachere Variante.

Und ich persönlöich sehe die KI nicht als Mittel der Verdummung sondern als Möglichkeit an sich schnell schlauer zu machen. Zumindest bei den Grundgerüsten. Nachlesen im Detail kann man dann immer noch.
Das Argument dass das Nachfragen bei einer KI einem automatisch verdummt, könnte man ausweiten zu dem Punkt wo man sagt, dann sollte auch keiner wissenschaftliche Sendungen oder Enzeklopädien lesen, weil wer weiß was davon noch richtig ist, oder wie verkehrt der Sendungs-Redakteur da recherchiert hatte. Oder um es noch weiter zu spinnen könnte man auch sagen: Wenn du in Ruzzland lebst, dann lies am besten gar nichts, weil die Putin Propaganda dich ja sowieso belügt. So gesehen ist jede Informationsaufnahme immer in Gefahr dass sie zur Manipulation gereicht, weil man nie zu 100% sicher sein kann was der Redakteur dahinter als Ziel verfolgt. Man muss sich ja zb aktuell nur mal ansehen wie überall über die verschiedensten Parteien berichtet wird, da wird einem schnell klar wie objektiv das ganze überhaupt noch sein kann. Ich fühle da viel Panik in den großen Medien. Nachvollziehbar!

Verfasst: Mi 30.09.2026, 23:42
von X_MasterDave_X
@Arminus

Tatsächlich hatte ich dieses Thema in den letzten Tagen schon viel weiter mit der KI gesponnen und viele Details erfahren die mir neu waren. Ich hatte hierzu also die Fragestellung noch einmal neu eingegeben um sie ins Forum kopieren zu können. Und ja, ich schreib sonst leider auch immr sehr viel....mein bekannter Sprechdurchfall halt. ;)

Prinzipiell deckt sich die Antwort mit dem was ich für richtig halte, sonst hätte ich es so nicht gepostet, bzw hätte dazugeschrieben dass ich es für totalen Bullshit halte. Aber halt...dann hätte ich es sicherlich gar nicht zitiert. ;)

Und speziell zu dem Unterthema wie Wissen weiter gereicht wird hatte ich vor Tagen ebenfalls ein sehr detailliertes Gespräch mit der Gemini KI, und da kamen wir auch auf Abzweigungen wo ein fast kompletter Wissenverlust nicht mehr komplett unmöglich erschien. Das Problem ist dass das ganze im Internet gespeicherte Wissen sofort weg wäre durch den EMP der Atombomben. Womöglich würden einige Enzeklopädien in PC´S in tiefen Bunkern überleben....für einige Jahre bis auch dort die Technik ausfälllt. Wie gesagt es kann ja kein einziger Chip mehr nachproduziert werden. Womöglich haben sie in den Bunkern hunderte Reservechips, aber funktionieren die noch alle in 50-100 Jahren? Papier wäre da langlebiger, aber das wäre nach dem Atomkrieg Mangelware (meinte die KI) Würde man Papier danach überhaupt noch produzieren können?

Der nächste Punkt wäre, dass die Menschheit zum Großteil ausgestorben wäre. Nur einige Bunker würden noch kleine Grüppchen an Menschen haben. Was aus denen in 50 Jahren wird, ob die sich alle gegenseitig wegen der letzten Konservendosen abmurksen...wer weiß das schon. Womöglich würden auch die Bunker Vaults gegeneinander Krieg führen um die letzten Ressourcen. Vieles an langfristigen Speichern, wie zb den Samenspeichern auf diesen Nordpolinsel in Spitzbergen....schön dass es sie gibt. Aber wer kommt in der Post-Atomkrieg Ära da überhaupt noch hin. Wer weiß nach 50-100 Jahren überhaupt noch dass es sie gibt, und wie man tief in der Erde an sie rankommt?

Und wie gesagt die Vernichtung des Ozonschilds wäre tatsächlich das aktuell bekannteste Großproblem der überlebenden Menschheit, weil durch das fallen des Schildes die ganze größere Tierwelt in 15 Jahren aussterben könnte. Da wären bestenfalls noch Käfer und ein paar unterirdische Nager übrig, wie die eh schon blinden Maulwürfe. Finden die aber dann überhaupt noch genügend Nahrung? Bricht womöglich durch den 10-20 jährigen atomaren Winter überhaupt die ganze Nahrungspyramide komplett zusammen. Gibts womöglich noch mehr Fakten die zu unseren ungunsten ausgelegt sind, wir aber noch nichts davon ahnen, wie eben auch von diesem Ozon-Problem, das in den letzten Jahrzehnten bei mir niemals angekommen sind...erst jetzt durch die KI darauf aufmerksam geworden, obwohl der Artikel aus 2008 stammt. Wie gesagt, kannte nur die alten Filme wie Day After und die Diskussionen über den Fallout, den atomaren Winter und die Filme dazu.

Also das Wissen könnte, vor allem wenn die überlebende Menschheit in einer Barbarei-Phase nur noch durch das tägliche Überleben gekennzeichnet ist, fast komplett verloren gehen. Mad Max lässt grüßen. Oder das Mittelalter als auch schon viel antikes Wissen in wenigen Klöstern zusammen schmolz, das dann auch sehr fragil durch einen Wikinger Überfall abbrennen konnte, oder die Seiten dann als Klopapier verwendet wurden. Dancing with Wolfes anyone? ;)


Also ich halte es nicht für absolut unmöglich dass das Wissen zu 90-99% verloren gehen könnte, wenn es richtig übel wird. Vielleicht hat der eine oder andere Vault noch viel angereichertes Wissen, aber es wäre sowieso nicht mehr praktisch umsetzbar, weil keine Ressourcen mehr vohanden wären. Irgendwann wäre das Wissen, wie das in den "erzählenden Ringen" bei H.G. Wells Zeitmaschine nur noch so etwas wie magische Mythen aus längst vergangen Zeiten. Oder die Menschheit spaltet sich in unterirdische Morloks oder wie die verstrahlten Typen aus Planet der Affen, die unterirdisch ihre Atombombe anbeteten und der neu entstandenen mittelalterlichen Oberweltbevölkerung. Nach Fallout glaube ich auch, dass die Oberwelt-Bevölkerung wesentlich brutaler und kriegerischer wäre, als die dann immer mehr verweichlichten Vault Bewohner. Und sobald die Zugänge entdeckt werden, murksen die verwilderten Barbaren Mad Max Horden eh alle da unten ab.



Lange Rede kurzer Sinn....am Ende habe ich die KI gefragt ob es zu diesem äußerst interessanten Thema nicht auch gute Serien gibt, die ich noch nicht gesehen habe. Leider war da nicht viel....Fallout kannte ich ja schon....ich wollte eher ne Serie die die Zukunft der Menschen über Jahrhunderte oder Jahrtausende aufzeigt. Silo wurde mir genannt. Aber auch das ist eher ne Momentaufnahme. Über lange Zeiträume gab es da die Foundation Serie auf Apple. Aber das spielt weniger auf der Erde als in einem Universum über Jahrtausende. Naja und es gab nach Cloud Atlas, das auch über 500 Jahre läuft von der Vergangenheit zur Zukunft. Aber halt nur als Film, und der Hauptfokus ist da eher die Seelenwanderung der Protagonisten. Und wie gesagt...ich will Serien, keine Filme die ein so großes Thema in 2-3 Stunen abhandeln müssen. Achja...The 100 soll noch in die Richtung gehen. Habe da die ersten Folgen gesehen, sah mehr wie eine Teenie-Serie sein. Gemini versicherte mir aber dass es nach 3-4 Teilen durchaus sehr düster wird...und eigentlich auch in die Richtung wie es mit der Menschheit nach dem Atomkrieg über Jahrhunderte weiter geht.


Jetzt hab ich Euch alle mal wieder richtig zugespammt.....JAAAA....dafür brauche ich keine KI!!! :teufel: :rolleyes:


P.S.: Ich glaub wir müssten den Themenkomplex auslagern. Das hat schon lange nix mehr mit Russland zu tun, sondern eher mit "Welche Zukunftschancen hat eine Menschheit nach einem totalen Atomkrieg?" oder "Sollte man mit KI arbeiten?" ;)

Verfasst: Do 01.10.2026, 08:31
von deltadagger
Azrael hat geschrieben:Ich habe den Artikel zum globalen Ozonloch daher vorhin auch tatsächlich einfach übersehen.
Für einige bekannter Maßen habe ich mich in der Vergangenheit wirklich sehr intensiv mit diesen Themen beschäftigt.Tatsächlich gibt es unterschiedliche Modelle, Studien, Simulationen etc., welche immer zu (leicht) unterschiedlichen Ergebnissen kommen, die Kernbotschaft ist ebenso immer eine sehr Ähnliche.Hier wird ja der globale Atomschlag andiskutiert.Blöder Weise gibte es ja keine wie auch immer gearteten Schranken in der globalem Atmosphäre.Sprich, die angesprochene Rußentwicklung, der darauf folgende globale Winter wird zweifellos und faktisch den gesamten Erdball betreffen.Die Intensität kann je nach Modell variieren, die Studie an der ich mich als entlanghangelte war diese:https://climate.envsci.rutgers.edu/pdf/ ... 008235.pdfpopulärwissenschftliche Zusammenfassung:https://futureoflife.org/de/nukleare/da ... tomwaffen/Nettes Bild hieraus als Orientierung:
Screenshot 2026-10-01 080633.png
Man sieht, auch in Australien, Südafrika und Südamerika wird es alles andere als entspannt. :)Aaaber, exemplarische -15° im australischen Outback bringt plötzlich statt +35° im Sommer nur noch + 20° im "Sommer".Fehlt noch der Stahlungsanteil, der die Pflanzen auch tatsächlich wachsen lässt, weil ja geschlossene Wolkendecke (so postuliert).Kombination aus Wolkendecke und härterer Strahlung würde solch ein ähnliches Szenario - hier exemplarisch beim Maisanbau - verursachen:
Screenshot 2026-10-01 081230.png
Quelle: https://www.derstandard.de/story/200011 ... t-stuerzenDiese Studie bzgl. Ozonloch, schon aus 2006, ist sozusagen für mich die Referenz der Geschehnisse:https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.0710058105Kurz zusammengefasst:Die Wissenschaftler errechneten, dass der von den Abwurfstellen aufsteigende Rauch bis in eine Höhe von 15 bis 50 Kilometern gelangt. Dort absorbiert er Sonnenstrahlung und lässt die Temperaturen im Bereich der Ozonschicht im ersten Jahr um 30 bis 60 Grad ansteigen. Die erhöhte Temperatur wiederum beschleunigt Reaktionen, die zum Abbau von Ozon führen. Diese Abnahme der Ozonschicht variiert nach Breitengrad, aber für drei Jahre würde die Schicht weltweit durchschnittlich auf das Niveau des heutigen antarktischen Ozonlochs zurückgehen.In den mittleren Breitengraden muss den Wissenschaftlern zufolge von einem Verlust von bis zu 40 Prozent des Ozons ausgegangen werden, was dann enorme Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme zu Land und zu Wasser hätte. Von Sonnenlicht verursachte Schäden bei Pflanzen würden den Berechnungen zufolge um 132 Prozent zunehmen, Menschen hätten eine Steigerung von 213 Prozent bei DNA-Schäden zu erwarten.
Azrael hat geschrieben:Da frage ich mich, wie die Menschheit mit unseren heutigen Bunkerkonzepten das überleben soll, wenn selbst die größten Bunker nur für Monate oder vielleicht ein Jahr o.ä. Nahrung vorhalten können?
Jene, die es sich leisten können, haben Bunker, welche Jahrzehnte völlig autark funktionieren werden.Nicht nur militärische, eben auch zivile.Die absoluten Kernproblematiken sind jeweils Eneregie, Wasser und Abwasser.Kleines Beispiel aus meinen Überlegungen:Wenn du eine vierköpfige Familie für 10 Jahre schützen willst und jeder würde ein Minimum an 3 l Wasser am Tag verbrauchen, haste ein 44.000 l Bevorratungs- wie auch Entsorgungsthema.Da du dich ja auch irgendwann mal waschen willst und nicht immer nur auf chemischen Toiletten herumsitzen willst, die nach 30 Tagen stinkend versagen,wird ganz schnell aus 3 l mindestens 10l Wasser und ein 146 to Wasser-/Abwasserproblem."Siegen" werden bei solchen Unternehmungen tatsächlich nur jene, die heute sehr viel Geld und Möglichkeiten haben.Willkürlich und zugegebener Maßen mit einem Hauch Sensationspresse vermischt, entsprechende Meldungen:https://www.wiwo.de/technologie/wirtsch ... 55186.htmlhttps://www.ksta.de/panorama/diese-supe ... e-4-746825Nun, da uns für ein 100 Mio. Projekt die Kleinigkeit von 99,5 Mio. fehlt, haben wir beschlossen, den ganzen Blödsinn zu lassen und am Doomsdaytag 10 l sehr guten Rotwein auf Ex zu trinken. :D

Verfasst: Do 01.10.2026, 09:30
von X_MasterDave_X
Das mit dem Rotweinvorrat klingt sehr vernünftig! :D

Da ich selbst in einem Hochhaus im 6. Stock lebe nahe München, würde ich den Einschlag vermutlich sowieso nicht überleben, weil mich die Druckwelle schon eiskalt bzw heiß erwischt.


Aber das Bild da verknüpft sich mit anderen Überlegungen aus der Vergangenheit:

Bild

Es gibt da einige blaue Regionen bei denen die Nahrungsproduktion sogar massiv ansteigt.

Sind das nicht genau die Hotspots aus der Vergangenheit wo etliche Hochkulturen begonnen haben, heute aber oft nur Wüste ist?
Sehe da das Zweistromland des alten Babylon, das heute hauptsächlich Wüste ist. Dann Gebiete in Ostafrika die ja auch schon mal als Ursprungsorte der Menschheit genannt wurden. Der Nil ist auch wieder blau. Auch in Mittelamerika und nun sogar in Brasilien gute Anbaugebiete.

Witzig irgendwie. Wie hieß das doch? "Geschichte wiederholt sich....erst als Tragödie dann als Farce" :D

Verfasst: Do 01.10.2026, 10:58
von Arminus
deltadagger hat geschrieben:Jene, die es sich leisten können, haben Bunker, welche Jahrzehnte völlig autark funktionieren werden.
Und genau diese Aussage zweifel ich sehr stark an. Ist natürlich der Traum jedes Prepper-Milliardärs, aber über Jahrzehnte hinweg völlig autark bis hin zum quasi abgeschlossenem eigenen Ökosystem zu überleben, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Zumal, einerseits willst du möglichst wenig Menschen im Bunker haben, um die Kosten des Gesamtsystems im Zaun zu halten. (Und weil Preppermillardäre Soziopathen sind, für die Mitmenschen nur NPCs sind und am besten werden 99,999% davon durch Roboter und Agenten ersetzt, bis auf die paar jungen Dinger, die man sich aus dem Epsteinbunker einfliegen lässt und die eigene Brut, die letztendlich ja auch nur als Erweiterung des eigenen Egos existieren darf. But I disgress.) Andererseits brauchst du aber eine ganze Menge Menschen sehr viel unterschiedlichen Expertiesen, um so ein autarkes System über ggf. Generationen am leben zu halten (und bei Jahrzehnten im Plural sprechen wir von mindestens einer neuen Generation). No man is a island.

Verfasst: Do 01.10.2026, 10:59
von Taurus
Vielleicht können wir das ja bald gemeinsam miterleben als Live-Event, denn Rozzland möchte scheinbar so gerne eskalieren gegen die böse NATO


https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_101459794/wegen-kaliningrad-russland-droht-der-nato-mit-atomwaffen.html


Da hat man sich ja richtig Mühe gegeben, der Eigenanteil an der ganzen Misere (eigentlich haben sie sich quasi selbst beschrieben) wurde naturgemäß unter den Teppich gekehrt.

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:16
von deltadagger
Arminus hat geschrieben:Und genau diese Aussage zweifel ich sehr stark an.
Ja nun, ich habe keine Ahnung, ob diese Bauwerke soziologisch über lange Zeit funktionieren werden, woher auch.
Dass sie existieren oder im Bau oder zumindest in der Planung sind, dass ist Tatsache.
Ob sie funktionieren, werden dann die Überlebenden in Doomsday + 10-20 Jahren erfahren.

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:20
von deltadagger
Arminus hat geschrieben: Und nach 100 Jahren ozonschichtloser Zeit?
Siehe mein Beitrag.
Die Erde ist voraussichtlich nicht ozonlos, sondern die Ozonschicht ist um ca. 40% global gemindert.
Es sind auch keine 100 Jahre, sondern 3-5 Jahre und ca. 10-20 für den natürlichen Wiederaufbau.

Somit alles halb so wild, wollte schon immer ein 3. Auge und vier Arme haben.

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:22
von Setsches
Was ihr nur habt, funktioniert doch in den VaultTec Bunkern auch ausgezeichnet... Was soll da schief gehen? :???: :D

Bild

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:24
von deltadagger
Setsches hat geschrieben:Was soll da schief gehen? :???: :D
Die heutigen Bunkerkonzepte haben in der Regel keinen Atomreaktor :cool:

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:29
von X_MasterDave_X
Es eh irgendwie "witzig"! Milliarden Jahre von Evolution auf unserem Planeten...und dann reicht vielleicht ein Verrückter wie Putin, der vielleicht eh bald stirbt und sich entschließt am Ende noch das röte Knöpfchen zu drücken.
Da hofft man dass viele Sicherheitsoffiziere die danach kommen es sich nochmal anders überlegen. Erinnert mich an die Szene in Wargames ganz zu Beginn.








Sofern das heutzutage nicht nur eine KI bestätigen muss......(grusel)

Verfasst: Do 01.10.2026, 12:58
von deltadagger
Du brauchst dazu nicht mal einen Putler.
"Da draussen" laufen genug Irre und Spinner herum, die auf solch eine Gelegenheit warten.
Ich denke, dass alleine rein statistisch gesehen irgendwann irgendwer dazu Gelegenheit bekommen wird, wenn nicht heute, dann übermorgen.

Verfasst: Do 01.10.2026, 13:01
von deltadagger
X_MasterDave_X hat geschrieben:Das mit dem Rotweinvorrat klingt sehr vernünftig! :D
Beste Grundsatzentscheidung ever meinerseits :D
X_MasterDave_X hat geschrieben: Da ich selbst in einem Hochhaus im 6. Stock lebe nahe München, würde ich den Einschlag vermutlich sowieso nicht überleben, weil mich die Druckwelle schon eiskalt bzw heiß erwischt.
Ja nun, ich meine unser werter TheBlackSwan hatte irgendwann mal was dazu geschrieben.
Aus der Erinnerung heraus ist die Bombe und Radioaktivität nicht wirklich DAS Thema, eher die z. T. skizzierten "Nebenereignisse" als Folge daraus.
Aber ich denke, dass sollte er besser selber ausführen, sofern er es mag und hier mitlesen sollte.

Verfasst: Do 01.10.2026, 13:37
von Setsches
deltadagger hat geschrieben:Die heutigen Bunkerkonzepte haben in der Regel keinen Atomreaktor :cool:
Dann kann ja noch weniger Schiefgehen. :D

Verfasst: Do 01.10.2026, 13:48
von deltadagger
Setsches hat geschrieben:Dann kann ja noch weniger Schiefgehen. :D
Genau.
Allerdings hat das Teil ohne AKW im hypothetischen Falle des Doomsday mit anschließender Zombieapokalypse den Nachteil,
dass die hirnlosen Dumpfbacken oberirdisch alles, was nach PV und Windrad aussieht, kaputttrampelt.
Anschließend haste keine Wasserpumpe mehr, und du ersäufst verdurstend (kein Trinkwasser mehr) in deiner eigenen Kacke, weil Abwasser nicht abgepumpt wird.
Bau mal besser ein AKW mit rein, man kann nie wissen...

Verfasst: Do 01.10.2026, 13:50
von Mariu
Setsches hat geschrieben:Dann kann ja noch weniger Schiefgehen. :D
Unterirdischer Atombombentest im eigenen Bunker. For Science Billionaire-Class.