Ein eher unbekannter Teil Europas: Rumänien
Moderator: ulysses
- suo
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Die Deutschrumänen sehen sich selbst aber anders. Der Vater meiner Vermieterin hier in New Mexico ist Volksdeutscher, der zum Ende des zweiten Weltkrieges vor den Russen aus Rumänien geflohen ist. Seine Famile ist seit dem 18.Jahrhundert in Rumänien gewesen, hat sich aber immer als deutsch gefühlt. Er kann - ausser englisch - deutsch und ungarisch sprechen.
Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
- McMacki
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Hmmmmm. Ich tu mich mit der Definition des "deutschsein" ziemlich schwierig. Es sind also nur solche Deutsch, die in Deutschland lange gewohnt haben? Aber was ist denn für euch Deutschland? Und was bedeutet kein nennenswerter Kulturaustausch. Es ist belegt, dass z.b. von den Donauschwaben ab dem 18 Jhd. deutsche Universitäten besucht haben, ich meine das wäre bei den Siebenbürger Sachen genauso. Außerdem lebten sie ab dem späten 18 Jhd in einem "deutschen" Staat, dem Kaiserreich Österreich. Und was ist mit lange Zeit geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten, z.b. mit den Wolgadeutschen?Thomasius hat geschrieben:Soso, ihr kennt also das Urteil schon und könnt diesen Fall auch genau beurteilen.
Wir kennen die Zukunft nicht und wissen über den Fall und das Land zu wenig um uns ein Urteil bilden zu können.
In der ersten Instanz wurde er frei gesprochen und das die "Nationale Agentur für Integrität (ANI)" jetzt versucht den Fall vor die Rechtsmittelinstanz zu bringen ist ihr gutes Recht. So etwas nennt sich Rechtsstaat.
Was uns verwundert ist, dass alleine die sogenannte "deutschstämmige" Abstammung ihm in Deutschland eine zusätzliche Aufmerksamkeit bringt. Aus unserer Sicht ist an dem Mann nichts Deutsch, seine Vorfahren sind nach eigenem Bekunden vor 850 in das Land ausgewandert. Damals gab es keine Deutschen im heutigen Sinne und 850 Jahre Leben in Rumänien ohne nennenswerten Kulturaustausch mit Deutschland haben seine Vorfahren sicher nicht zu Deutschen im Sinne von Deutschen aus Deutschland werden lassen. Für uns ist er eine Art Rumäne mit deutschen Sprachkenntnissen.
Wir sind uns sehr sicher, dass sich Rumänien am Ende seiner Präsidentschaft nicht wesentlich vom heutigen Rumänien unterscheiden wird.
Ich stimme allerdings zu, dass es uns verwundert, wie die PResse in Dtld abgeht nur weil er deutsche Wurzeln hat. Allerdings scheint das ja ein besonderer Fokus auch beim Wahlkampf in Rumänien zu sein, von daher wohl nicht verwunderlich, dass das hier aufgegriffen wird. "Wir" freuen uns ja immer, wenn man uns mag und uns vllt sogar zum Vorbild mag, das braucht die deutsche Selle ja irgendwie.
Aber zum Thema würd ich gerne von Cuza hören, was er zu dieser Anklage in nächste Instanz sagt. Ist bestimmt sehr interessant.
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"Yet losers also write history; they just don't get translated" (Robert Frost: The Northern Wars)
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- Hjalfnar
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@Thomasius: Unsere Mutter stammt aus der Ecke, Unsere Familie kennt dort noch eine Menge Leute, die unter den Kommunisten nicht geflohen sind/ausgewandert wurden. Daher sind Wir mit dem Thema tatsächlich relativ gut vertraut, ja. Der neue Präsident ist Uns als Bürgermeister von Sibiu durchaus geläufig. Und Wir kennen auch bereits den Prozess und die Hintergründe seit mehreren Monaten. Daher haben Wir Uns erlaubt, Unsere Meinung zum Prozess sehr kurz kundzutun.
Bzgl. Siebenbürger und Deutsche...die fühlen sich wirklich so, als Deutsche. Die meisten, die Wir kennen (von denen einige noch in Rumänien leben) sprechen ein brauchbares Hochdeutsch mit dem typisch siebenbürgischen Kehlakzent. Wir können aus Gewohnheit Siebenbürger Sachsen in Deutschland schon nach 1-2 Sätzen sicher identifizieren, weil dieser Akzent sehr gut hörbar ist, Unsere Oma hat ihn immer noch, nach 40 Jahren in Deutschland.
Bzgl. Siebenbürger und Deutsche...die fühlen sich wirklich so, als Deutsche. Die meisten, die Wir kennen (von denen einige noch in Rumänien leben) sprechen ein brauchbares Hochdeutsch mit dem typisch siebenbürgischen Kehlakzent. Wir können aus Gewohnheit Siebenbürger Sachsen in Deutschland schon nach 1-2 Sätzen sicher identifizieren, weil dieser Akzent sehr gut hörbar ist, Unsere Oma hat ihn immer noch, nach 40 Jahren in Deutschland.
- Thomasius
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Wir haben nicht definiert was wir für "Deutsch" halten, da tun wir uns schwer. Wir haben nur versucht zu begründen, warum unserer Meinung nach dieser Mann nicht "Deutsch" ist. Sicher lässt sich aus dem Umkehrschluss eine Tendenz erkennen, was wir für "Deutsch" halten könnten, aber das reicht als Definition nicht aus.McMacki hat geschrieben:Hmmmmm. Ich tu mich mit der Definition des "deutschsein" ziemlich schwierig. Es sind also nur solche Deutsch, die in Deutschland lange gewohnt haben? Aber was ist denn für euch Deutschland? Und was bedeutet kein nennenswerter Kulturaustausch. Es ist belegt, dass z.b. von den Donauschwaben ab dem 18 Jhd. deutsche Universitäten besucht haben, ich meine das wäre bei den Siebenbürger Sachen genauso. Außerdem lebten sie ab dem späten 18 Jhd in einem "deutschen" Staat, dem Kaiserreich Österreich. Und was ist mit lange Zeit geschlossenen deutschen Siedlungsgebieten, z.b. mit den Wolgadeutschen?
Ich stimme allerdings zu, dass es uns verwundert, wie die PResse in Dtld abgeht nur weil er deutsche Wurzeln hat. Allerdings scheint das ja ein besonderer Fokus auch beim Wahlkampf in Rumänien zu sein, von daher wohl nicht verwunderlich, dass das hier aufgegriffen wird. "Wir" freuen uns ja immer, wenn man uns mag und uns vllt sogar zum Vorbild mag, das braucht die deutsche Selle ja irgendwie.
Wir vertreten generell die Meinung das jemand der ausgewandert ist, spätestens in der dritten Generation nicht mehr zur Nationalität des Herkunftslandes gehört. Das mag unter heutigen Bedingungen durch die mögliche Anbindung über Medien an die alte Heimat anders sein, aber wir reden hier nicht über Menschen die in den letzten Jahrzehnten ausgewandert sind.
- Headhunter
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Dito, mehr wollten wir auch gar nicht....McMacki hat geschrieben: Aber zum Thema würd ich gerne von Cuza hören, was er zu dieser Anklage in nächste Instanz sagt. Ist bestimmt sehr interessant.
"Wer nicht mit hinreichender Sicherheit überschauen kann, welche ihn betreffende Informationen in bestimmten Bereichen seiner sozialen Umwelt bekannt sind, und wer das Wissen möglicher Kommunikationspartner nicht einigermaßen abzuschätzen vermag, kann in seiner Freiheit wesentlich gehemmt werden, aus eigener Selbstbestimmung zu planen oder zu entscheiden" BVerfG, Urteil v. 15. Dezember 1983, Az. 1 BvR 209, 269, 362, 420, 440, 484/83
"Those who cannot remember the past are condemned to repeat it." George Santayana (1863-1952)
"Die deutsche Sprache ist Freeware, du kannst sie benutzen, ohne dafür zu bezahlen. Sie ist aber nicht Open Source, also darfst du sie nicht verändern, wie es dir gerade passt."- Al. I. Cuza
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Um ehrlich zu sein weiss ich davon nicht sehr viel, aber die Anklagepunkte sind schon sehr wacklig. Was ich weiß ist, dass man gehofft hat, dass er gar nicht mehr antreten darf, um einem anderen mitte-rechts Kandidaten eine echte Chance zu bieten. Macovei und Udrea hätten beide davon profitiert. Inwiefern Ponta davon profitiert hätte... Keine Ahnung, aber ich bezweifle dass er auch unter diesen Bedingungen im ersten Wahlgang gewonnen hätte. Ob Macovei oder Udrea im zweiten Wahlgang so viele Leute mobilisiert hätten, vielleicht.McMacki hat geschrieben:Aber zum Thema würd ich gerne von Cuza hören, was er zu dieser Anklage in nächste Instanz sagt. Ist bestimmt sehr interessant.
Ich glaube jetzt ist es sowieso zu spät. Wie gesagt, Medien und politische Gegner haben schon die Schiene gewechselt, Iohannis erfreut sich zu großer Popularität im In- und Ausland, da werden die Richter wohl so oder so unter großen Druck gestellt die "richtige" Wahl zu treffen.
- Tirolerhut
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Da müssen Wir widersprechen. Tatsächlich ist es eher umgekehrt, größere Gemeinden von Auswanderen tendieren dazu unter sich zu bleiben und pflegen die eigenen Traditionen - oft bewusst - um sich damit von der Mehrheitsbevölkerung abzugrenzen. Natürlich gibt es auch einen kulturellen Austausch mit den "Einheimischen", aber deren Einflüssen bleiben meist relativ gering. Ohne Uns mit den Siebenbürgener Sachsen all zu gut auszukennen, würden Wir behaupten der Unterschied zwischen diesen und "Bundesdeutschen" ist nicht viel größer als der Unterschied zwischen Bayern und Niedersachsen. Aber gut, es kommt immer darauf an, wie Ihr "deutsch" definiert.Thomasius hat geschrieben:Wir vertreten generell die Meinung das jemand der ausgewandert ist, spätestens in der dritten Generation nicht mehr zur Nationalität des Herkunftslandes gehört. Das mag unter heutigen Bedingungen durch die mögliche Anbindung über Medien an die alte Heimat anders sein, aber wir reden hier nicht über Menschen die in den letzten Jahrzehnten ausgewandert sind.
Die Herrscher der Steppe
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- Al. I. Cuza
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- Stupor Mundi
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- Jorrig
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Steht doch in der Nationalhymne:
"Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt."
Rumänien ist also draussen.
Ich kenne auch eine Menge Leute in Deutschland, die zwar fliessend türkisch sprechen, die ich aber trotzdem als Deutsche bezeichnen würde.
Das Konzept der Nation und der Nationalität wurde erfunden, um brave Bürger in den Krieg zu treiben. Bleiben wir also lieber dabei, dass ein Mensch viele Identitäten in sich vereinen kann, so auch vielleicht eine siebenbürgisch-deutsch-rumänische.
"Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt."
Rumänien ist also draussen.
Ich kenne auch eine Menge Leute in Deutschland, die zwar fliessend türkisch sprechen, die ich aber trotzdem als Deutsche bezeichnen würde.
Das Konzept der Nation und der Nationalität wurde erfunden, um brave Bürger in den Krieg zu treiben. Bleiben wir also lieber dabei, dass ein Mensch viele Identitäten in sich vereinen kann, so auch vielleicht eine siebenbürgisch-deutsch-rumänische.
- Kurfürst Moritz
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- Bassewitz
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Ist es nicht.Hjalfnar hat geschrieben:...haben Wir gehört. Wir trinken eh nie Bier. Oder Kölsch. Ist das Bier? Laut einigen Freunden nicht. Oh oh, Wir reiten Uns immer weiter rein...![]()
Wenn ein Kölner Kölsch und ein Düsseldorfer Alt bestellen, bestelle ich eine Cola.
Will ja nicht der einzige am Tisch sein, der Bier trinkt.
„Spanisch spreche ich mit Gott, Italienisch mit Frauen, Französisch mit Männern und Deutsch mit meinem Pferd.“
Karl V. (1500-50)
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