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Verfasst: Di 24.06.2025, 21:06
von Elvis
Montesquieu hat geschrieben:Ich sehe da keine Strategie, nicht einmal eine Grifter-Strategie.
Wir rüsten massiv auf und brauchen Ressourcen... sieht für mich sogar nach einem sehr alten Plan aus.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 08:17
von deltadagger
Elvis hat geschrieben:..., was einen Smart Meter voraussetzt. Absurd höhere Zählergebühren.
Wie jetzt, muss fürn Smartmeter in D. mehr bezahlt werden? :???:
Bei uns ist der für Umme.
Gab sogar irgendeinen Cashback wenn man bis Tag x gewechselt hat (zumindest in Tirol).
Smartmeter-Rollout in Ösiland lag Ende 2024 bei ungefähr 85-90%.

Elvis hat geschrieben: Das ist offenbar nur noch was für Bastler oder Gutverdiener wie mich, denen es sonst langweilig wird.
Prepper!
Du hast Prepper vergessen. :o pa:

Verfasst: Mi 25.06.2025, 08:34
von Montesquieu
Ist ja auch egal, ob man PV hat oder nicht. Ein Smartmeter ist ja eine intelligente Sache. (höhöhö)

Aber klar, das würde ja einen Markt unterstützen und nicht das Oligopol aus E.ON, Vattenfall und co.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 08:38
von [B@W] Abominus
deltadagger hat geschrieben:Wie jetzt, muss fürn Smartmeter in D. mehr bezahlt werden? :???:
Bei uns ist der für Umme.
Gab sogar irgendeinen Cashback wenn man bis Tag x gewechselt hat (zumindest in Tirol).
Smartmeter-Rollout in Ösiland lag Ende 2024 bei ungefähr 85-90%.




Prepper!
Du hast Prepper vergessen. :o pa:
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vpo ... table.html

Mal schauen, wann ich die Rechnung dazu bekomme und wer dann Geld von mir haben will.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 08:42
von deltadagger
Montesquieu hat geschrieben:Ist ja auch egal, ob man PV hat oder nicht. Ein Smartmeter ist ja eine intelligente Sache. (höhöhö)
Ich verstehe sogar sehr gut die Kritiker, die einen Eingriff ins Verbaucherverhalten befürchten (und ähnliches).
In der Gesamtabwägung zur notwendigen Steuerung der EEs in einem Land finde ich die Viecher jedoch gut.
Mir fällt auch keine sinnige Alternative dazu ein, will man denn privat erzeugte Energie ins Netz bringen.
Montesquieu hat geschrieben: Aber klar, das würde ja einen Markt unterstützen und nicht das Oligopol aus E.ON, Vattenfall und co.
In Tirol gibts nur Strom von der TIWAG - Basta :)
Die gehört aber zu 100% dem Land Tirol, die Perspektive und Intention ist als öffentlicher Versorger eine völlig andere, als bei Eon oder Vattenfall.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 08:45
von deltadagger
[B@W] Abominus;1385296 hat geschrieben: Abominus;1385296"]https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vpo ... table.html

Mal schauen, wann ich die Rechnung dazu bekomme und wer dann Geld von mir haben will.
Ach so, habe ich wohl z. T. falsch verstanden.
Gebühren gibts natürlich auch bei uns, "Zählermiete", aber der Pflichteinbau ist halt für umme.
Bei uns ist die Gebühr Verbrauchs- und Einspeisevolumenabhängig.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 09:20
von Montesquieu
deltadagger hat geschrieben:Ich verstehe sogar sehr gut die Kritiker, die einen Eingriff ins Verbaucherverhalten befürchten (und ähnliches).
In der Gesamtabwägung zur notwendigen Steuerung der EEs in einem Land finde ich die Viecher jedoch gut.
Mir fällt auch keine sinnige Alternative dazu ein, will man denn privat erzeugte Energie ins Netz bringen.
Man will halt nicht, anscheinend.

Aber es würde halt auch ein liberalisiertes System unterstützen, dass dir auch das EV billig auflädt, wenn es sich lohnt. Ein E.On-Vertrag der halt flat auf 37 Cent ist lohnt sich da einfach mehr für die Konzerne ...

Verfasst: Mi 25.06.2025, 09:30
von deltadagger
Montesquieu hat geschrieben:Man will halt nicht, anscheinend.

Aber es würde halt auch ein liberalisiertes System unterstützen, dass dir auch das EV billig auflädt, wenn es sich lohnt. Ein E.On-Vertrag der halt flat auf 37 Cent ist lohnt sich da einfach mehr für die Konzerne ...
Also, unabhängig vom schnöden Mammon, ob man nun Einspeisevergütung bekommt oder nicht.
Im Simme "Deutschland robuster" aufzustellen, wenn der phöse Ruzze kommt, wäre es doch absolute Prio Nr. 1 , für eine möglichst flächendeckende (halb-)autarke Stromversorgung einzutreten.
Ok, ok, das mag ein blödes Prepperargument sein, aber GENAU DAS macht ja die Ukraine aktuell - Stromversorgung dezentralisieren, wo es nur geht.
Ich finde da unsere Lernkurve in der Republik für sehr überschaubar.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 09:55
von Montesquieu
deltadagger hat geschrieben:Also, unabhängig vom schnöden Mammon, ob man nun Einspeisevergütung bekommt oder nicht.
Im Simme "Deutschland robuster" aufzustellen, wenn der phöse Ruzze kommt, wäre es doch absolute Prio Nr. 1 , für eine möglichst flächendeckende (halb-)autarke Stromversorgung einzutreten.
Ok, ok, das mag ein blödes Prepperargument sein, aber GENAU DAS macht ja die Ukraine aktuell - Stromversorgung dezentralisieren, wo es nur geht.
Ich finde da unsere Lernkurve in der Republik für sehr überschaubar.
Unsere Wirtschaftsministerin scheint ja wirklich eher vom Schlag "Steuerfrei für Hoteliers" zu sein. Nur halt für Energiekonzerne.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 10:05
von deltadagger
Montesquieu hat geschrieben:Unsere Wirtschaftsministerin scheint ja wirklich eher vom Schlag "Steuerfrei für Hoteliers" zu sein. Nur halt für Energiekonzerne.
Dass die etwas planlos ist und keinen Schimmer von Langfriststrategie hat, hab ich auch schon gemerkt. :o

Verfasst: Mi 25.06.2025, 10:23
von [B@W] Abominus
Montesquieu hat geschrieben:Unsere Wirtschaftsministerin scheint ja wirklich eher vom Schlag "Steuerfrei für Hoteliers" zu sein. Nur halt für Energiekonzerne.
Lost, eine weitere Ministerin Lost. Wie beim letzten Mal unsere Stöckelschuh in Mali Verteidigungsministerin.
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Verfasst: Mi 25.06.2025, 10:39
von deltadagger
Die Meme ist obercool :cool:

Verfasst: Mi 25.06.2025, 11:05
von [B@W] Abominus
deltadagger hat geschrieben:Die Meme ist obercool :cool:
Wie meinen?
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Verfasst: Mi 25.06.2025, 11:48
von Bigfish
Ich finde da unsere Lernkurve in der Republik für sehr überschaubar.
Vielleicht hilft ja dieser unbedeutende Vorfall in Spanien kürzlich mal mehr darüber nachzudenken. Denn dort hat man jetzt aufgrund der Eigenart des Vorfalls und Beteiligung der EE an dem Vorfall nun auch die Gedanken, die Netze zu dezentralisieren und zu unterteilen:

https://www.golem.de/news/analyse-des-s ... 97287.html

Verfasst: Mi 25.06.2025, 12:01
von deltadagger
Bigfish hat geschrieben:Vielleicht hilft ja dieser unbedeutende Vorfall in Spanien kürzlich mal mehr darüber nachzudenken. Denn dort hat man jetzt aufgrund der Eigenart des Vorfalls und Beteiligung der EE an dem Vorfall nun auch die Gedanken, die Netze zu dezentralisieren und zu unterteilen:

https://www.golem.de/news/analyse-des-s ... 97287.html
Oha, das habe ich so gar nicht gewusst.
Landläufig hieß es ja in der Allgemeinpresse, dass die EE nicht daran Schuld gewesen wären.
Nach diesem Bericht dann doch ein wenig, oder?

Verfasst: Mi 25.06.2025, 13:13
von Witold Pilecki
Also wir lesen da keine besondere Rolle der EE raus. Los geht es auf Seite 2 mit dem Abkoppeln zweier Umspannwerke, dann folgt eine ganze Reihe an Schutzschaltungen. Wir sehen da eine ganz normale Entwicklung. So ein Ereignis kommt zwar selten vor, aber wenn das Stromnetz mal aus dem Gleichgewicht von 50 Hz gerät, dann ist so ein Ablauf praktisch nicht zu vermeiden.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 13:14
von Bigfish
Solange nicht klar ist warum es überhaupt begonnen hat, ist jede Zuweisung von Schuld nicht möglich. Bislang ist somit scheinbar(!) nur geklärt, was in den 30 Sekunden nach dem Initial-Ereignis passiert ist. Warum es dieses Initial-Ereignis gab weiß kein Mensch. Von Programmierfehler und dummer Zufall, über Hackerangriff bis trotzdem noch weiterer anderer Ursache ist wohl alles möglich.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 13:28
von dooya
Ministerin ändert Kurs - Stromsteuer soll doch nicht für Verbraucher sinken
Die Bundesregierung korrigiert ihren Kurs: Die Stromsteuer wird nun doch nicht für alle gesenkt, sondern nur für bestimmte Abnehmer.

Die Stromsteuer wird anders als im Koalitionsvertrag vorgesehen nicht für alle gesenkt. "Hier trifft dann sozusagen Koalitionsvertrag auf finanzielle Möglichkeit und Wirklichkeit", sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am Dienstag in Berlin beim Tag der Industrie. Profitieren sollen nur die Industrie sowie die Land- und Forstwirtschaft. Hier sei der Handlungsbedarf am größten. Verbraucher würden an anderer Stelle entlastet.

[...]

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hatte sich bei der Vorstellung seiner Haushaltspläne für die nächsten Jahre ähnlich geäußert: Bei der Stromsteuer werde gemacht, was finanziell darstellbar sei. Verbraucher sollen von einer Abschaffung der Gasspeicherumlage profitieren. Klingbeil kündigte zudem an, dass der Bund einen größeren Anteil an den Kosten des Netzausbaus übernehmen werde.
Die Bundesregierung sendet ein fröhliches "Fuck you" an alle Wärmepumpenbesitzer. :)

Verfasst: Mi 25.06.2025, 13:28
von Witold Pilecki
Das Initiale Störereignis ist nur für die Rekonstruktion des Ablaufs interessant. Das Netz muss den Ausfall einer Komponente auffangen können, hat es aber nicht. Die Minutenreserve braucht anderthalb Stunden um anzufahren... Da sehen wir eher die Probleme. Irgendeine Störung steht immer am Anfang. Normalerweise wird die aber vom Netz abgefangen.

Verfasst: Mi 25.06.2025, 13:52
von TheBlackSwan
Dach-PV auf Häusern ist so ziemlich die teuerste Art, PV zu installieren und zu betreiben, und verteilungspolitisch äußerst fragwürdig. Warum der Staat das besonders fördern sollte, ist uns schleierhaft.

Ergibt eigentlich nur dann Sinn, wenn andere Flächen ausgereizt sind.

Zu den Netzgebühren: Dem Netz ist eure durchschnittliche Einspeisung oder Nachfrage Recht egal. Was zählt, sind die Peaks, denn danach muss man das Netz dimensionieren. Deswegen ist es nur sinnvoll, dass der Preis für die Dienstleistung Netzanschluss danach bepreist wird.

Zu Einspeisevergütungen etc.: PV-Anlagen produzieren stark korreliert. Mit steigender Marktdurchdringung kann dann ein immer größerer Teil der Produktion nicht mehr sinnvolle genutzt werden, man hat dann schlicht wertlosen Strom, und sieht das an Strompreisen um oder unter 0. Die hat man nun sehr oft. Warum erwartet ihr, dass die Gesellschaft euch gut für Strom entlohnt, den niemand mehr braucht?
Wer jetzt Speicher schreit: Ja, Speicher sind gut. Aber auch verdammt teuer. Wenn euer Strom erstmal eingespeichert werden muss, bevor er genutzt werden kann, ist er als Produkt weniger wert. Warum sollte die Gemeinschaft ihn dann trotzdem teuer vergüten?

Planungssicherheit können wir als Kritikpunkt nachvollziehen. Das Problem ist, dass die Vorgängerregierungen unrealistische und/oder energiewirtschaftlich ruinöse Pläne aufgestellt haben. Wir wollen daran erinnern, dass wir derzeit 15-20 Milliarden EE-Subbentionem zahlen, obwohl der wirklich teure Teil des ganzen Projekts noch nicht einmal richtig angefangen hat. Es ist deswegen äußerst wichtig, dass man durch Reformen des Marktdesigns die volkswirtschaftliche Effizienz des Projekts verbessert. Derzeit hat man einfach massive Fehlanreize und damit Fehlallokation von knappen Mitteln.
Das hat auch nicht viel mit irgendwelchen CDU-eon-Verschwörungen zu tun, sondern ist ein Ergebnis grundsätzlicher Zusammenhänge, die für jede Regierung gelten. Habeck wäre um ähnliche Schritte auch nicht herumgekommen.

Wasserstoffkraftwerke: Wenn ich in meinen Plan X Tonnen an Wasserstoff zu Preis P reinschreibe, habe ich zwar einen Plan, aber noch keine Realität. Die aktuelle Regierung muss sich nun der Realität stellen, dass die praktische Umsetzung der Pläne bedeutend schwieriger ist, als das Aufstellen der Pläne.