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Hier noch ein weiteres, sehr kritisches Review von Tante Günna, der sich seit Jahren sehr intensiv mit der Spielreihe beschäftigt.
Im Grunde bestätigt er vieles, was hier, in den vorangegangenen Posts schon zur Sprache kam und er sagt auch wortwörtlich: "Alter Wein in neuen Schläuchen."
Und das obwohl sie im Kampagnenteil ja viel Neues versuchen. Da sind vielleicht auch ein paar gute Ansätze dabei, aber was ich bisher in Let´s Plays gesehen haben, wirkt es auch ein bisschen unstrukturiert und nicht aus einem Guss.
Bei den Schlachten fehlen mittlerweile leider schon sehr lange die zündenden, neuen Aspekte und manches war früher auch schon besser. Belagerungen spiele ich zum Beispiel schon seit
Three Kingdoms kaum noch aus, weil es nur anstrengend ist und selten Spaß macht.
Ja, sie probieren schon immer mal wieder was aus, aber die Reihe braucht mal einen richtig großen Schritt. Einen Neuanfang. Eine neue Engine als Basis vermutlich auch.
Dazu kommt das Setting, dass vermutlich nur eine kleine Zielgruppe für sich gewinnen kann. Nicht einmal hier dürfte die Gruppe derjenigen groß sein, die begeistert ausrufen: "Ja, Wir wollten schon immer einmal mit den Kanaanitern den östlichen Mittelmeerraum erobern!". Und wir hier sind doch die Geschichts-Nerds. Wer soll sich da draußen denn dafür begeistern?
Angesichts dessen ist der aufgerufene Preis natürlich recht mutig.
Andererseits: Wenn das jetzt das lang erhoffte
Medieval III wäre, wie enttäuscht wären wir dann? Denn das muss dann tatsächlich dieser Meilenstein werden, um keine Enttäuschung zu sein.
Insofern ist das vielleicht auch gut so und eben ein überteuertes Spiel des kleineren Tochterstudios in Sofia. Im schlimmsten Fall interessiert es fast niemanden, ähnlich wie bei
Troy.
Ich selbst spiele es natürlich trotzdem, so wie jeden vorangegangenen historischen Titel der Reihe, seit dem allerersten
Shogun. Ist ne Art Gewohnheit, oder so.
