Seite 3 von 24
Verfasst: So 03.07.2022, 21:27
von dooya
Elvis hat geschrieben:Ich hatte mir letzten Winter schon mehr Mühe gegeben durch kleine Maßnahmen Heizenergie zu sparen.
Vorher war es mir echt egal. Gas hatte mich bis Oktober 2021 3,7 Cent pro kw/h gekostet. Das war nichts, worüber ich mir Gedanken gemacht habe.
Die Maßnahmen waren:
1. Anbringung von digitalen Thermostaten an den wesentlichen Heizkörpern
(Eqiva Heizkörperthermostat Model N. Kostet nur 10€ pro Stück und hat alles notwendige.)[...]
Was macht man bei den Teilen, wenn man mal ungeplant einen Tag zuhause ist? Gibts da irgendeinen Override-Button, um die reguläre Tagessteuerung zu überschreiben oder ist das viel Gefummel?
Verfasst: So 03.07.2022, 22:15
von Elvis
Das ist so einfach wie bei jedem anderem Thermostat auch. Man dreht das Stellrad einfach auf die Wunschtemperatur und die bleibt dann so lange gültig bis zum nächsten ursprünglich programmierten Temperaturwechsel. Oder man schaltet schlicht mit einem Tastendruck auf manuell und dann ist es wie ein normaler Thermostat. Ein weitere Tastendruck aktiviert dann wieder die gespeicherte Programierung.
Man kann die Programmierung also jederzeit unkompliziert übersteuern.
Installation ist auch ganz leicht. Ist alles dabei.
Verfasst: Mo 04.07.2022, 11:19
von [B@W] Abominus
Ich gehe davon aus, wenn wir in eine "Gas-für-Industrie-abschalten"-Krise kommen, wird das Thema Homeoffice wieder relevant.
Jeder Krise liegt ein ganz spezieller Zauber inne. Vielleicht sollten wir das als Chance begreifen, als Staat, aber auch als Kontinent, über die zukünftige Energieplanung nachzudenken. Flüssiggasterminals können nicht der Weisheit letzter Schluss sein, wir müssen neue Wege finden.
Verfasst: Mo 04.07.2022, 16:21
von [B@W] Abominus
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... f8fa4ba40e
Die erste Insolvenz droht, der Steuerzahler wird (vermutlich berechtigterweise) eintreten.
Ich habe so einen tiefgreifenden Hass und Unmut in mir auf die Groko Haram...
Verfasst: Mo 04.07.2022, 18:07
von Elvis
Bigfish hat geschrieben:Spontan käme natürlich die Frage auf: Waren die Heizperioden exakt gleich lang und waren die jeweiligen Außentemperaturen sowie etwaiger Sonneneinfall jeweils exakt identisch?
Also natürlich kann man das nicht so genau beantworten.
Aber meine Neugier hat das schon geweckt.
Ich hab mir jetzt tatsächlich ab dem Winterjahr 2016/2017 die Monatsdurchschnittswerte einmal von der Heizsaison im weiterem Sinne, also von Oktober bis April und im engerem Sinne Dezember bis Februar angeschaut und mit meinem Verbrauch verglichen.
Ich hatte mir zumindest irgendeinen Indikator erhofft.
Aber es kam mit diesen groben Werten nur relativ wenig bei raus.
1. Entweder die neue Heizung ist schlecht eingestellt oder es hatte tatsächlich keinerlei Effekt eine 20 Jahre alte Gasheizung gegen eine neue zu tauschen.
2. Mein zuletzt niedriger Verbrauch ist vermutlich tatsächlich zumindest teilweise auf das Wetter zurück zu führen. Allerdings gab es 2019/20 einen noch milderen Winter, in dem ich einen Rekordverbrauch hatte.
3. 12-15% Einsparung sind allerdings ziemlich sicher auf die Verhaltensänderung zurück zu führen, weil der Verbrauch wirklich auffallend niedriger als die 5 Jahre zuvor war.
4. Damit kann ich zumindest sehr sicher sagen, dass sich bereits bei den Vorkriegspreisen die Kosten der Thermostate ganz locker innerhalb eines Winters um ein Mehrfaches amortisiert haben. Liegt natürlich auch dran, dass ich sehr günstige genommen habe, die ihren Zweck erfüllen (Keine Ahnung, warum jemand 100€ für ein Thermostat ausgeben sollte).
Da ich am Komfort des Temperaturniveaus ja nichts geändert hatte, sondern mich nur am einem effizienteren Umgang probiert habe, bleibe ich dabei, dass deutliche Einsparungen im kommendem Winter möglich sein sollten.
Wie ich unsere Nation der Sparfüchse kenne, wird das auch sicherlich passieren.
Natürlich unterm Summenstrich vorbehaltlich eines halbwegs normalen Winters.
Verfasst: Mo 04.07.2022, 18:13
von Elvis
[B@W] Abominus;1283684 hat geschrieben: Abominus;1283684"]
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... f8fa4ba40e
Die erste Insolvenz droht, der Steuerzahler wird (vermutlich berechtigterweise) eintreten.
Ich habe so einen tiefgreifenden Hass und Unmut in mir auf die Groko Haram...
Eigentlich müssten die Finnen Uniper retten.
Uniper gehört zu über 75% zum Unternehmen "Fortum", welches wiederum zu über 50% dem finnischem Staat gehört.

Verfasst: Fr 08.07.2022, 07:12
von Elvis
Das Osterpaket wurde für Solar nochmal nachgebessert.
U.a, auch die Einspeisevergütungen. Bis 10Kwp gibt es z.B. statt 6,93 jetzt 8,6 Cent.
An einigen Stellen wurde Bürokratie ebenfalls entschlackt. Allerdings jetzt nicht unbedingt direkt für den Betreiber.
Ich würde mich freuen, wenn sie jetzt auch das neue EU Recht nutzen und die Mehrwertsteuer für Solar abschaffen, statt einen in diesen ganzen Stuerzirkus zu zwingen.
Am Ende ist das auf Sicht aber alles graue Theorie. Die Anlagen sind gerade massiv überteuert und man bekommt ohnehin keinen Handwerker ran.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 07:17
von [B@W] Abominus
Elvis hat geschrieben:Am Ende ist das auf Sicht aber alles graue Theorie. Die Anlagen sind gerade massiv überteuert und man bekommt ohnehin keinen Handwerker ran.
Korrekt. Für 6 KWP will man 35k von mir haben.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 07:22
von Elvis
Wow. Da braucht man nichtmal nachfragen ob ein Speicher dabei ist um zu sehen, dass dieses Angebot ein Mehrfaches über dem Preis liegt, an dem man mit dem Nachdenken überhaupt anfangen würde.

Verfasst: Fr 08.07.2022, 07:32
von dooya
Elvis hat geschrieben:Wow. Da braucht man nichtmal nachfragen ob ein Speicher dabei ist um zu sehen, dass dieses Angebot ein Mehrfaches über dem Preis liegt, an dem man mit dem Nachdenken überhaupt anfangen würde.

Verfasst: Fr 08.07.2022, 08:07
von [B@W] Abominus
Elvis hat geschrieben:Wow. Da braucht man nichtmal nachfragen ob ein Speicher dabei ist um zu sehen, dass dieses Angebot ein Mehrfaches über dem Preis liegt, an dem man mit dem Nachdenken überhaupt anfangen würde.
Inkl. Speicher, Glas-in-Glas.
Ich finde die Preise eine Frechheit.
Ich sehe das auch bei den Heizungen, habe mir ja jetzt wenige Angebote geben lassen. Als alter Einkäufer versuche ich natürlich, Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen, aber manchmal ist es halt ein Obstsalat. Dann muss man sich die "inneren Werte" anschauen. Eine Vailant ist eben kein Mercedes (Viessmann). Und manchmal tauchen Anbieter auf, die man gar nicht auf dem Schirm hatte (Stiebel Eltron). Die Heizungsbauer bieten ja in ihren Angeboten positionsgenau an, was sie machen. Wenn ich mir dann lediglich die Heizung als Einheit anschaue und dann im Netz sehe, wie der Preis wäre, wenn ich die selbst kaufe, dann habe ich Margen von 20-30% drin. Das fällt für mich unter Krisengewinn. Irgendwie muss ja der dicke Mercedes, mit dem der Chef bei mir vorfährt um mit mir die Planung zu besprechen, bezahlt werden.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 08:23
von Elvis
[B@W] Abominus;1284156 hat geschrieben: Abominus;1284156"]Die Heizungsbauer bieten ja in ihren Angeboten positionsgenau an, was sie machen. Wenn ich mir dann lediglich die Heizung als Einheit anschaue und dann im Netz sehe, wie der Preis wäre, wenn ich die selbst kaufe, dann habe ich Margen von 20-30% drin. Das fällt für mich unter Krisengewinn. Irgendwie muss ja der dicke Mercedes, mit dem der Chef bei mir vorfährt um mit mir die Planung zu besprechen, bezahlt werden.
Das wiederum finde ich jetzt nicht so ungewöhnlich. Das läuft in keiner Werkstatt anders.
Man darf nicht vergessen, das i.d.R. die Garantieleistungen dann auch unterschiedliche Inhalte haben. Mit meinem Haus- und Hofhandwerker stimme ich deswegen auch immer ab, was jetzt Sinn macht selber zu kaufen und er übernimmt nur die Installation oder was ich besser über ihn kaufe.
Beziehst du sie über den Handwerker und es tritt der Garantiefall ein, bekommst du eine Komplettleistung des Austauschs/Reperatur. Hast du es selber gekauft liegt die Garantie nur auf dem Gerät, aber im Zweifel weder auf die damit verbundenen De- noch Reinstallationkosten.
Am Beispiel eines defekten Solarpanels kannst du dann eben selber zusehen, wie du das vom Dach runter- und wieder raufbekommst.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 08:35
von [B@W] Abominus
Elvis hat geschrieben:Das wiederum finde ich jetzt nicht so ungewöhnlich. Das läuft in keiner Werkstatt anders.
Man darf nicht vergessen, das i.d.R. die Garantieleistungen dann auch unterschiedliche Inhalte haben. Mit meinem Haus- und Hofhandwerker stimme ich deswegen auch immer ab, was jetzt Sinn macht selber zu kaufen und er übernimmt nur die Installation oder was ich besser über ihn kaufe.
Beziehst du sie über den Handwerker und es tritt der Garantiefall ein, bekommst du eine Komplettleistung des Austauschs/Reperatur. Hast du es selber gekauft liegt die Garantie nur auf dem Gerät, aber im Zweifel weder auf die damit verbundenen De- noch Reinstallationkosten.
Am Beispiel eines defekten Solarpanels kannst du dann eben selber zusehen, wie du das vom Dach runter- und wieder raufbekommst.
Das ist alles richtig, aber 20%? Vor allem sind auch extreme Preissprünge zwischen den Anlagen drin. Eine Luft-Wärmepumpe für 35.000 EUR ist doch nicht günstig. Vor einem Jahr hätte man dafür vielleicht 20.000 - 25.000 EUR bezahlt.
Ich habe ein Angebot für eine Erdwärmebohrung inkl. Übergabepunkt im Haus: 15.000 EUR. Der Heizungsmonteur möchte für die Arbeiten, die er dann noch durchführen muss, inkl. Geräte, 35.000 EUR haben. Den Arbeitsaufwand würde ich als geringer bezeichnen, es muss kein Außengerät aufgebaut werden, es muss kein Durchbruch gemacht werden etc. Dann vergleicht man die Anlagen im Netz, was die da kosten (von der Luft-Wärme und Erd-Wärme) und siehe da, die kosten nahezu gleich (Erdwärme etwas günstiger, weil kein Außengerät). Warum ist die Erdwärmeheizung dann bei dem Heizungsbauer so viel teurer? Ich fühle mich da verarscht.
Was ich hingegen verstehe: Die Hersteller müssen aktuell Sonderschichten fahren, um die Geräte herzustellen. Wenn dann ein Zuschlag wegen Überstunden drauf kommt, geschenkt, das kann ich nachvollziehen. Das ist auch völlig OK beim Handwerker. Dann kostet der Einbau halt nicht 2.000 sondern 2.500 EUR.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 09:22
von Vargr
Was wir vollkommen bescheuert finden, dass man kein Direktgeschäft mit dem Hersteller machen kann. So schlagen alle Firmen, die dazwischen hängen für die Papiererzeugung noch ihre Prozente drauf. War bei unseren Bädern auch so. Ist auch ein beliebte Masche in der IT. Was man ohne diese Durchlauferhitzer an Kohle sparen würde…
Verfasst: Fr 08.07.2022, 09:29
von [B@W] Abominus
Vargr hat geschrieben:Was wir vollkommen bescheuert finden, dass man kein Direktgeschäft mit dem Hersteller machen kann. So schlagen alle Firmen, die dazwischen hängen für die Papiererzeugung noch ihre Prozente drauf. War bei unseren Bädern auch so. Ist auch ein beliebte Masche in der IT. Was man ohne diese Durchlauferhitzer an Kohle sparen würde…
Ja, aber da kommt dann das Elvisargument: Wer kümmert sich um Garantie? Deutsches Problem, siehe BAAINBW, wir haben eine Vollkaskomentalität als Deutsche, es darf bloß nix schief gehen. Wenn man im Urlaub mal sieht, wie Stromleitungen in z.B. Palma de Mallorca verlegt werden, da schlägt jeder VDI-Hansel die Hände überm Kopf zusammen. Wichtig ist in Deutschland immer: Wer war schuld. Immer.
Von Stiebel Eletron hab ich ein Direkt-Angebot vorliegen, die könnten sofort liefern. Mein Handwerker meinte: Das dauert 9 Monate, vorher kriegen die kein Material von denen. An mich verkaufen die nicht, haben den Handwerker angegeben, der müsste bei denen bestellen. Irgendeiner belügt mich.
Verfasst: Fr 08.07.2022, 09:57
von preusse
Elvis hat geschrieben:Also natürlich kann man das nicht so genau beantworten.
Aber meine Neugier hat das schon geweckt.
Ich hab mir jetzt tatsächlich ab dem Winterjahr 2016/2017 die Monatsdurchschnittswerte einmal von der Heizsaison im weiterem Sinne, also von Oktober bis April und im engerem Sinne Dezember bis Februar angeschaut und mit meinem Verbrauch verglichen.
Ich hatte mir zumindest irgendeinen Indikator erhofft.
Aber es kam mit diesen groben Werten nur relativ wenig bei raus.
1. Entweder die neue Heizung ist schlecht eingestellt oder es hatte tatsächlich keinerlei Effekt eine 20 Jahre alte Gasheizung gegen eine neue zu tauschen.
2. Mein zuletzt niedriger Verbrauch ist vermutlich tatsächlich zumindest teilweise auf das Wetter zurück zu führen. Allerdings gab es 2019/20 einen noch milderen Winter, in dem ich einen Rekordverbrauch hatte.
3. 12-15% Einsparung sind allerdings ziemlich sicher auf die Verhaltensänderung zurück zu führen, weil der Verbrauch wirklich auffallend niedriger als die 5 Jahre zuvor war.
4. Damit kann ich zumindest sehr sicher sagen, dass sich bereits bei den Vorkriegspreisen die Kosten der Thermostate ganz locker innerhalb eines Winters um ein Mehrfaches amortisiert haben. Liegt natürlich auch dran, dass ich sehr günstige genommen habe, die ihren Zweck erfüllen (Keine Ahnung, warum jemand 100€ für ein Thermostat ausgeben sollte).
Da ich am Komfort des Temperaturniveaus ja nichts geändert hatte, sondern mich nur am einem effizienteren Umgang probiert habe, bleibe ich dabei, dass deutliche Einsparungen im kommendem Winter möglich sein sollten.
Wie ich unsere Nation der Sparfüchse kenne, wird das auch sicherlich passieren.
Natürlich unterm Summenstrich vorbehaltlich eines halbwegs normalen Winters.
In der Heizungs- Energietechnik gibt es hierfür den "klima(witterungs)bereinigten" Verbrauch. Dieser nimmt das langjährige Mittel der Gradtagszahl der entsprechenden Region und zieht den Betrachtungszeitraum zum Vergleich heran.
Wir nutzen hier im Büro für solche Betrachtungen das Tool des IWU in Darmstadt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Institut_ ... und_Umwelt
Auf deren Seite kann man das hervorragende Exceltool kostenfrei herunterladen. --->
https://www.iwu.de/publikationen/fachin ... ebilanzen/ --->
Gradtagzahlen-Deutschland.xlsx
Dort kann man für den einfachen Vergleich seiner Verbräuche im Tabellenblatt "UserForm" seine PLZ eingeben und den Betrachtungszeitraum.
Als Ergebnis erhält man unten das Verhältnis der Gradtagszahl. Kleiner 1 = im Vergleich zum langjährigen Mittel warmes Jahr, Größer 1 = im Vergleich zum langjährigen Mittel kaltes Jahr
Jetzt muss man seinen Wärmeverbrauch (Gas, Öl, Fernwärme u.s.w) durch diese Verhältniszahl dividieren und erhält den klimabereinigten Verbrauch.
Hat man also nichts an der Heizung gemacht und das Wohnumfeld hat sich nicht merklich verändert in den letzten Jahren dann müsste dieser klimabereinigte Verbrauch für die letzten Jahre nahezu gleich ausfallen. Hat man dagegen Effizienzmaßnahmen ergriffen dann müssten diese im klimabereinigten Verbrauch klar zu erkennen sein.....sofern sie wirken!

Verfasst: Sa 09.07.2022, 14:30
von [B@W] Abominus
Elvis hat geschrieben:Eigentlich müssten die Finnen Uniper retten.
Uniper gehört zu über 75% zum Unternehmen "Fortum", welches wiederum zu über 50% dem finnischem Staat gehört.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unter ... 54b9ceb277
Hab mich an diesen Post erinnert (oder ist es dieses Post? Wo sind die Germanisten, wenn man sie mal braucht...).
Verfasst: Mo 12.09.2022, 18:53
von Elvis
Energieberater war heute zum Erstgespräch da.
Die guten Nachrichten haben überwogen.
Da ich noch einen Wärmeschutznachweis aus dem Baujahr habe, liegen die wesentlichen Daten zum Haus inkl. Zusammensetzung der Mauern etc. bereits vor.
Mein Haus ist auch ohne weitere Maßnahmen und vorbehaltlich einer Heizlastberechnung Wärmepumpentauglich. Er würde nichtmal die Fenster austauschen.
Das mein Verbrauch recht deutlich über den berechneten werten liegt, hat vermutlich andere Gründe. Einige konnten wir auch identifizieren und ein paar Erkenntnisse haben mich wirklich überrascht.
Z.B. wusste ich nicht, dass ein gut eingestellter Heizkörper nur im oberem Drittel warm werden soll (Luft im Heizkörper mal ausgeschlossen).
Auch das meine Fußbodenheizung keine Fußbodenheizung ist, sondern eine Fußbodentemperierung, die nicht zum heizen, sondern nur zum verhindern kalter Böden ist, war mir neu.
Ich hatte die Wandheizungen in diesen Räumen entsprechend nie an und er meinte das treibe den Verbrauch in die Höhe.
Außerdem empfahl er mir bei 19 Grad Zieltemperatur nachts nur zwei Grad weniger einzustellen, weil das anheizen sonst teurer wäre, als die Einsparung über Nacht.
Verfasst: Mo 12.09.2022, 19:01
von Vargr
Fußbodenheizungen sind sehr träge. Deshalb haben wir gar keine Absenkung und sie läuft das ganze Jahr bei uns. Man gut an den Sensorensehen, ob überhaupt aufgeheizt wird. Wie hat er denn die zwei Grad erklärt? Wenn das ne Ersparnis bringt, würden wir das auch in Erwägung ziehen.
Was kostet eigentlich so nen Energieberater und wie kommt man an nen guten.
Verfasst: Mo 12.09.2022, 19:19
von Elvis
Vargr hat geschrieben:Fußbodenheizungen sind sehr träge. Deshalb haben wir gar keine Absenkung und sie läuft das ganze Jahr bei uns. Man gut an den Sensorensehen, ob überhaupt aufgeheizt wird. Wie hat er denn die zwei Grad erklärt? Wenn das ne Ersparnis bringt, würden wir das auch in Erwägung ziehen.
Was kostet eigentlich so nen Energieberater und wie kommt man an nen guten.
Bei einer echten Fußbodenheizung mit seperatem Heizkreislauf macht das durchlaufen lassen auch Sinn. Aber er meinte, meine ist ja nuer eine Fußbodentemperierung und die wird genauso gesteuert, wie alle anderen Heizungen auch. Also hohe Vorlauftemperatur. Die ist in 30 Minuten warm. Aber verbraucht eben auch vergleichsweise viel. Es wäre im Grunde nur zum Komfort, aber nicht zum eigentlichem Heizen des Raumes gedacht, was ich aber gemacht habe. Habe die Dinger in Küche und Bad.
Er hat die zwei Grad nicht weiter erklärt. Er meinte nur, das ein höherer Temperaturunterschied als zwei Grad Nachtabsenkung eher teurer, als billiger sein würde. Aber das hängt sicher auch von der Gebäudehülle ab.
Ich hab den Energieberater schlicht über Google gesucht. Hatte ihn genommen, weil er zu den wenigen gehörte, der eine aussagefähige Homepage hatte und gute Bewertungen.
Er kam sogar von relativ weit weg (70km).
Was ich aber selber nicht wusste, ist das er mir das Erstgespräch gar nicht in Rechnung stellt. Er meinte das habe er mal so entschieden gehabt, als er sich selbständig gemacht hat. Er hat für heute nur Kilometergeld verlangt. Kein Geld für seine Zeit. Auch nicht die Fahrzeit.
Er meinte, wenn ich wirklich Bedarf habe an einer weitergehenden Planung, käme ich ja sicher auf ihn zurück und dann würde er ja auch was verdienen. Das hat mich etwas sprachlos gemacht.