Ich möchte niemanden zu nahe treten, dennoch fühle ich mich genötigt auf ein mich irritierendes posting in einem anderen Thread vor längerer Zeit einen korrigierenden Kommentar zu erstellen, da ich mir zu nahe getreten fühle:
clone hat geschrieben:Österreicher? Was soll dieses Phantasiewort bedeuten?
Edit:
Im Ernst, Österreicher sind nicht weniger oder mehr Deutsch als Preußen, Sachsen, Bayern oder Würtemberger.
Mir sind solche, mir abstrusen, Ideen nicht fremd, es bleibt jedem Regenten überlassen, seine privaten Omnipotenzphantasien auszuleben, aber ich frage mich, weshalb immer die Österreicher als "Deutsche" quasi annektiert werden, indessen die Schweizer, die Luxemburger, die Liechtensteiner jedoch nie:
x) Wenn gemeinsame Sprache nationsdefinierend ist, weshalb sind dann Teile Polens, Rumäniens, des Baltikums, Hollands, der Slowakei, Sloweniens, Kroatiens, Kirgisistans, Kasachstans, Aserbeidschans, Südafrikas, Chiles, Brasiliens, Paraguays, der USA nicht auch "deutsch"?
x) Wenn gemeinsame Sprache nationsdefinierend ist, weshalb sind Amerikaner dann keine Engländer, Brasilianer keine Portugiesen, Mexikaner keine Spanier? Sind dann Südtiroler doch Österreicher und damit eigentlich Deutsche? Ist die burgenländische Enklave Chicagos österreichisch oder deutsch, amerikanisch oder englisch?
x) Wie weit geht kann ein feuchter Traum einst gescheiterten Hegemonialstrebens in der Gegenwart gehen? Bis zur elsässischen Grenze von Lothringen? Oder bis zur lothringischen Grenze der Champagne-Ardenne? Lebt die Weltreichslehre?
x) Weshalb werden ein Gebiet und dessen Einwohner, welche mehr oder weniger eindeutig identifizierbar seit etwa 1000 Jahren dokumentiert sind, von einem vor etwa 150 Jahren hypostasierten geographischen Begriff vereinnahmt?