Story Line
Cadiz, Spanien, 25. Februar 1940
Marinestützpunkt Puntales
Schlachtschiff Moltke
gemischter Einsatzstab Raeder
Unternehmen ‘Donauübung II’
Lage
Italien hat seit Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Großbritannien eine kraftvolle Offensive in Ägypten gestartet. Das Oberkommando der Wehrmacht ist entschlossen, die günstige Situation auszunutzen und ein starkes Expeditionsheer in Nordafrika einzuschiffen, um die Italiener beim Vormarsch auf Alexandrien und später nilabwärts zu unterstützen. Der Nil als zentrale Schlagader Ostafrikas, der Suezkanal und der Golf von Aden sind strategisch wichtige Ziele zur Kontrolle Afrikas, des Nahen Ostens und ermöglichen die Kriegführung im Indischen Ozean. Das OKM erhofft sich eine weitere Zersplitterung der englischen Streitkräfte, was eine Invasion der britischen Inseln in diesem Sommer erleichtern würde. Starke Panzertruppen und Infanteriekräfte befinden sich bereits auf dem Transport nach Süditalien, der Absprungbasis für das ‚Deutsche Afrikakorps’.
Auftrag
Nach Ergänzung der Brennstoffvorräte wird die Seeverlegegruppe ‚Theseus’ unter engem Begleitschutz von Kampfgruppe ‚Moltke’ die Straße von Gibraltar durchqueren, das westliche Mittelmeer und das Tyrrhenische Meer passieren und schließlich den Marinestützpunkt Tarent in Apulien erreichen, wo sich das ‚Deutsche Afrikakorps’ sammelt.
Bild 41: Donauübung Teil II, der Weitermarsch nach Süditalien
Durchführung
Mit englischer Präsenz im westlichen Mittelmeer ist nicht zu rechnen. Die Armada Espana und die Regia Marina werden ihrerseits Patrouillefahrten den von ihnen kontrollierten Gewässern durchführen. Zur Luftaufklärung wurden vier Marinefliegergruppen von ihren Fliegerhorsten in Holland nach Italien verlegt. Einzige Priorität liegt im Schutz der Transportgruppe, Gefechte mit feindlichen Geschwadern sollen weitestgehend vermieden werden. Nach sicherer Ankunft in Tarent ist der Kommodore Kampfgruppe ‚Moltke’ ermächtigt, begrenzte Operationen gegen Einheiten der Royal Navy im zentralen und östlichen Mittelmeer durchzuführen.
Kräfteansatz
Marine:
Kampfgruppe ‚Moltke’ – Großadmiral Raeder
„Moltke“, „Großdeutschland“, Ludendorff“, „Hindenburg“, „Bismarck“, Tirpitz“, „Deutschland“, „Weser“, „Elbe“, „Nürnberg“, „Karlsruhe“, „Köln“, „Emden“, „Dresden“, „Stuttgart“, „Leipzig“, „Paul Jacobi“, „Hermann Schoemann“, „Wolfgang Zenker“, Max Schultz“
Seeverlegegruppe ‚Theseus’ – Konteradmiral Marschall
„Hornisse“, „Biene“, „Falter“, „Schmetterling“, „Maikäfer“, „Wespe“, „Heuschrecke“, „Ameise“, „Panther“, „Jaguar“, „Löwe“, „Moskito“
Marineluftwaffe:
Marinefliegerflottille 1 – Konteradmiral Geisler (SeeAufGr. 125, SeeAufGr. 126)
Marinefliegerflottille 2 – Konteradmiral Stumpff (SeeAufGr. 127, SeeAufGr. 128)
Marinefliegerflottille 3 – Konteradmiral Ritter (SeeAufGr. 129, SeeAufGr. 130)
Marinefliegerflottille 4 – Admiral Zander (SeeAufGr. 131)
Feindlage:
Zur Zeit gibt es keine ausreichenden Informationen über Stärke und Umfang von Royal Navy und Royal Air Force. Es ist überdies mit australischen, kanadischen und neuseeländischen Einheiten zu rechnen. Teile der frei-französischen Flotte sind zu den Briten übergelaufen und derzeit in Alexandria stationiert.