Hearts of Iron 2 - Blitzkriegs-AAR: In drei Jahren zur Weltherrschaft

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Bild 30: Ein Magnetkompass

Die Geschichte des Magnetkompasses



Der Magnetkompass ist im Altertum unbekannt gewesen, obwohl die Griechen den Magnetismus kannten. Seine Anwendung für die Schifffahrt des Mittelalters steht fest, wann sie begann, ist nicht vollständig geklärt. Alexander von Humboldt sagte, dass bereits „unter der Dynastie der Tsin im 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung chinesische Schiffe, vom Kompass geleitet, indische Häfen und die Ostküste Afrikas besuchten“. Es ist also möglich, dass die Kenntnis des Magnetkompasses von China aus nach Westen gelangte, und es spricht einiges dafür, dass die Araber die Vermittler waren.
Die älteste gesicherte Erwähnung des Kompasses findet sich bei einem schottischen Mönch 1187, Alexander Neckham (1157-1217) in seinen Schriften „De natura rerum“ und „De untensilibus“. Er beschreibt, dass bei schlechter Sicht ein Magnetstein in einem Stück Schilfrohr auf Wasser in einem Gefäß gelegt wurde, so dass dieses Stück Rohr schwamm und mit seinem Ende die Nordrichtung anzeigte. Man kann diesen „Kompass“ als Ahnherrn des Schwimmkompasses bezeichnen.
Kompasse werden schon in frühen Schiffsinventaren genannt: Vor 1400 in Frankreich und Flandern, 1404 in Spanien, 1410 in England, 1435 in Hamburg. Ein italienisches Schiffsinventar führte 100 Jahre früher den Kompass zwar nicht ausdrücklich auf, denn das „compasso“ bedeutet in den Dokumenten jener Zeit oft einen Zirkel, wohl aber werden dort Magnetsteine „cum suis apparatibus“ benannt, so dass also von einem Kompass in unserem Sinne gesprochen werden kann.
Sehr sorgfältig wurde im 18. Jahrhundert die Missweisung überwacht, und zwar mit Hilfe von Gestirnen. Auch verwendete man zu diesem Zeitpunkt bereits Steuer- und Peilkompass, der letztere, für Beobachtungen günstig aufgestellte Apparat wurde bezeichnenderweise „Compas de variation“ genannt.
Die große Wende für den Magnetkompass brachte der Bau eiserner Schiffe im 19. Jahrhundert mit sich, denn dadurch wurde die Magnetinduktion im Schiffseisen und seine Wirkung auf den Magnetkompass zu einer brennenden Frage.
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Bild 31: Die Seeschlacht von Mizen Head. Am 20. Dezember traf KG 'Deutschland' auf die Home Fleet, konnte sich absetzen, wurde aber tags darauf wieder gestellt



Wir übergeben hiermit diese tapferen Seelen in Deine Obhut, Oh Herr. Mögen die Dahingeschiedenen dem Schattenreich unseres irdischen Daseins entgehen. Sie werden erlöst sein von aller Dunkelheit und allem Schmerz. Diese Männer haben das irdische Dasein verlassen, um das Jenseits zu erlangen. Mögen Sie dort Ihren ewigen Frieden finden.

Asche zu Asche. Staub zu Staub.

Warum - wurden die Unschuldigen bestraft? Warum das Opfer, warum der Schmerz? Es gibt kein Versprechen - - - nichts, was gewiss ist. Nur wenige werden berufen, nur wenige gerettet. Sie werden die Entbehrungen und den Schmerz nie kennen lernen, der uns Hinterbliebene bedrückt. So vertrauen wir die Verblichenen der Leere an - und unser Herz ist glücklich.
Denn in jedem Samenkorn ist die Hoffnung zu einer Blüte enthalten. Jeder Tod – ganz gleich wie klein er ist, ist auch der Beginn eines neuen Lebens, eines Neuanfangs.

Amen!

Unternehmen ‚Westmarsch II’


Funkspruch von Panzerschiff ‚Deutschland’ an den OBM, 22. Dezember 1939

Kampfgruppe ‚Deutschland’ hat sich nach heftigen Gefechten mit britischen Flugzeugträgern bei Dunkelheit vom Feind lösen können stop +++ Schwere Schäden auf allen Großkampfschiffen, leichter Kreuzer „Leipzig“ verlor Führung und wurde von britischen Einheiten gestellt stop +++ Gesamterfolge: Haben am 18., 19. und 20. Dezember drei englische Geleitzüge in der Nordirlandansteuerung zersprengt +++ 41 Frachtschiffe mit über 100.000 BRT versenkt stop +++
Wurden am 21. Dezember von starken britischen Kräften angegriffen stop +++ HMS Barham, HMS Valiant und HMS Shropshire versenkt stop +++ Entscheidung des Kommodore: Rückmarsch aufgrund schwerer Schäden stop +++ Am nächsten Tag wieder von englischen Flugzeugträgern gestellt, HMS Berwick versenkt stop +++ Bei Einbruch der Dunkelheit Ausbruch nach Westen stop +++ Intention: Heimmarsch südlich Island, erbitten Luftunterstützung, wenn im Bereich deutscher Luftwaffe stop +++
Heil ******

PPPPPP
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Bild 32: HMS Warpite 1942

‚Queen Elizabeth’-Klasse (1912)



Die Super-Dreadnoughts der ‚Queen Elizabeth’-Klasse waren den zuvor aufgelegten Dreadnoughts der ‚Iron Duke’-Klasse in Feuerkraft, Panzerung und Geschwindigkeit überlegen. Die Kaiserliche Marine reagierte auf die Überlegenheit der Schiffe mit dem Bau der ‚Bayern’-Klasse. Das Typschiff „Queen Elizabeth“ erhielt seinen Namen in Anerkennung an Königin Elizabeth I. von England.
Die Schiffe wurden praktisch um die neuen 15-inch (38 cm) Geschütze herum konstruiert, die bei Baubeginn gerade einmal als Prototypen vorhanden waren, ein hohes Risiko, welches sich aber aufgrund der exzellenten Schießergebnisse bezahlt machte.
Zunächst sollten drei Schiffe gebaut werden, aufgrund der hohen Geschwindigkeit von 25 kn entschied die Amiralität jedoch, ein viertes Schiff anstelle von zwei weiteren geplanten Schlachtkreuzern der ‚Tiger’-Klasse aufzulegen. Später bot die Föderation von Malaysia an, die Kosten für ein weiteres Schlachtschiff zu übernehmen. Das Bauprogramm wurde auf fünf Schiffe erweitert und das letzte erhielt den Namen „HMS Malaya“. 1914 wurde die „HMS Agincourt“, ein sechstes Schiff der ‚Queen Elizabeth’-Klasse projektiert, mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden die Arbeiten jedoch eingestellt.
Bis auf HMS „Queen Elizabeth“, welche zu dem Zeitpunkt im Dock lag, nahmen alle anderen vier Schiffe an der Skagerrakschlacht teil und formten das 5. Schlachtgeschwader unter Admiral Hugh Evan-Thomas. Aufgrund der höheren Reichweite der Geschütze konnten sie eine Reihe von Treffern auf „SMS Lützow“ und „SMS Seydlitz“ erzielen, zudem noch weitere Treffer auf anderen Schiffen. Einzig die „HMS Warspite“ wurde in dem Gefecht schwer beschädigt. In der Zeit zwischen den Weltkriegen wurden die Schlachtschiffe umfangreichen Modernisierungsprogrammen unterworfen, die Standfestigkeit, Lebensdauer und Kampfwert deutlich erhöhten.
Im Zweiten Weltkrieg machte sich die mittlerweile langsame Geschwindigkeit und der unzureichende Schutz gegen Torpedos verheerend bemerkbar, weswegen sie nur noch im Verbund mit modernen Schlachtschiffen oder Flugzeugträgern eingesetzt wurden. Gegen Ende des Krieges waren einige Schlachtschiffe dieser Klasse aufgrund der immer noch hervorragenden Artillerieeigenschaften an umfangreichen Landzielbeschießungen während der Landung in der Normandie beteiligt.


HMS Barham:
erlitt fünf Treffer in der Skagerrakschlacht. Im Zweiten Weltkrieg während des Norwegen-Feldzugs und im Geleitdienst im Nordatlantik eingesetzt. 1941 ins Mittelmeer detachiert: „HMS Barham“ nahm an der Seeschlacht von Kap Matapan teil. Am 25. November 1941 wurde das Schiff durch U 331 versenkt.

HMS Malaya:
erlitt acht Treffer in der Skagerrakschlacht. Im zweiten Weltkrieg wurde sie hauptsächlich im Geleitdienst eingesetzt und 1941 von U 106 schwer beschädigt. Rechtzeitig zur Landung in der Normandie wurde es mit seinen schweren „Koffern“ der Schrecken der Landser. 1945 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und verschrottet.

HMS Queen Elizabeth:
wurde im Ersten Weltkrieg im Mittelmeer beim Dardanellen-Feldzug eingesetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff von italienischen Kampfschwimmer im Hafen von Alexandria versenkt. Sie wurde später gehoben und wieder repariert, anschließend diente sie im Fernen Osten.

HMS Valiant:
nahm ohne Schäden an der Skagerrak-Schlacht teil. Im Zweiten Weltkrieg war sie Teil der britischen Force H während des Angriffs auf die französische Flotte bei Mers-el-Kebir. Auch sie wurde in Alexandria von italienischen Kampfschwimmern beschädigt und diente bis zu ihrer Außerdienststellung im Jahr 1944 im Fernen Osten.

HMS Warspite:
wurde aufgrund der schweren Schäden in der Skagerrak-Schlacht beinahe aufgegeben. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte sie auf den Schauplätzen Narvik, Kap Matapan, Kreta und Salerno (1943), wo sie von deutschen Kampfflugzeugen schwer beschädigt wurde. HMS Warspite wurden nie wieder voll repariert, diente aber als Artillerieträger während der Invasion in der Normandie.
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Expedition ‚Braunschweig’ – Rückschau




Marine-Expeditionskorps ‚Entwicklungshilfe’

Befehlshaber: General von Witzleben

Unterstellte Einheiten:
18. AK – General von Witzleben
- 57. ID mit Sturmartillerie-Brigade
- 58. ID mit Jagdpanzer-Brigade
- 60. ID mit Spähpanzer-Brigade

Marine-Sturm-Korps mit selbstständigen Divisionen
- 1. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Student)
- 2. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Schörner)
- 3. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Haase)
- 4. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Clössner)
- 5. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Konrad)
- 6. Marine-Sturm-Division mit Pionier-Brigade (GenM Jacob)

Bild
Bild 33: 31. Oktober 1939 - Kommando 'Entwicklungshilfe' ist in Französisch-Kongo eingerückt

Auszug aus der Gefechtskladde Einsatzführungs-Kdo. Marine-Expeditionskorps


15-08-39 – Ausschiffung des Expeditionskorps in Bata und Mbini beendet. Verteilung der Divisionen auf die ‚Entwicklungscamps’:
- 1. MSD – Lager ‚Brocken’ bei Cogo
- 2. MSD – Lager ‚Fichtelberg’ bei Midyobo
- 3. MSD – Lager ‚Schneekoppe’ bei Acurnam
- 4. MSD – Lager ‚Zugspitze’ bei Nsog
- 5., 6. MSD – Lager – ‚Mutterkopf’ bei Mongomo
- 57. ID – Lager ‚Hochkogel’ bei Bata
- 58. ID – Lager ‚Piz Palü’ bei Ncue
- 60. ID – Lager ‚Inselsberg’ bei Ayamikern
..........
25-08-39 – ersten Aufklärungsvorstößen bei Oyern und Ndongola zeigten kaum Feindpräsenz. Französische Kolonialtruppen in Libreville und Lambarene, sowie in Franz.-Kamerun
..........
26-08-39 – Lager ‚Brocken’ und ‚Hochkogel’ von französischen Luftaufklärern fotografiert.
..........
30-08-39 – Kriegsausbruch, 5., 6. MSD stoßen über Knüppelpfade nach Oyern und Bibas, kein Widerstand. 3. MSD marschiert südlich Richtung Mbe-Stausee. 4. MSD wirft feindliche Kolonialtruppen aus Doumandzou, Sam und Ndongola. 1., 2. MSD setzen bei Einbruch der Dunkelheit in Sturmbooten über die Mitemele-Mündung. Heftiger Widerstand aus Cocobeach. Brückenkopf kann gesichert werden.
..........
04-09-39 – 8. MarStBtl. nimmt Cocobeach im Handstreich nach Landung im Rücken der Verteidiger, 750 Gefangene, 1. MSD stößt über Route 10 nach Süden vor. 2. MSD bewegt sich auf Fort Aboun am Noya-Fluss.
..........
10-09-39 – 5. MSD sichert gegen feindliche Spähtrupps aus Kamerun zwischen Bitam und Minvoul, 6. MSD erreicht auf Route 174 Assouk Begua. Gemeinsam mit 4. MSD wird eine reguläre Division aus Mitzic geworfen und in scharfer Verfolgung nach Lalara gedrängt.
..........
15-09-39 – 1. MSD erreicht 20 km östlich von Libreville Ntoum. Abschneiden der 23. und 11. franz. ID. Entsatztruppen werden südlich in Port-Gentil gemeldet. 2. MSD landet 10 km nördlich Libreville bei Cap Esterias.
..........
16-09-39 – 6. MSD hat Okanofluss verlassen und stößt westlich auf Koumarneyong und Ke vor, Einnahme von Booue am wichtigen Ogooue-Fluss ohne Widerstand. 4. MSD sichert gegen feindliche Attacken aus Alembe und klärt nordwestlich Richtung Makakou auf.
..........
18-09-39 – Krise bei 1. MSD, Entsatztruppen aus Port-Gentil drängen GenM Student nach Norden zurück, schwere Verluste, Ausbruch der Franzosen aus Libreville möglich.
..........
19-09-39 – nach heftigen Kämpfen am Mbe-Stausee und Eilmarsch durch Dschungelgebiet erreicht 3. MSD Kango an Gabun-Mündung und fällt den Verteidigern von Ntoum und Donguilla in den Rücken. 2. MSD nimmt im Sturmangriff Libreville. Zahlreiche Gefangene und Tote, franz. Materialdepot erobert.
..........
21-09-39 – 6. MSD greift flussaufwärts des Ogooue an und wirft eine Kolonialgarnison aus Lastoursville.
..........
23-09-39 Französischer Angriff aus Kamerun bei Ayamikern abgewehrt, französische Truppen im Nordosten Spanisch-Guineas gemeldet. Luftangriff auf Bata und Mbini. 3. MSD erobert Lambarene am Ogooue-Fluß. Französische Truppe zwischen Booue und Alembe eingeschlossen.
..........
30-09-39 - Französischer Panzerangriff auf 5. MSD in Bitam, Rückzug auf Oyern. 3. MSD dringt über Ogooue-Delta Richtung Port-Gentil vor. Bei Ankunft Stadt verlassen von Franzosen. Hafenanlagen und Depots gesprengt. 1., 2. MSD dringen von Lambarene aus den Ngounie flussaufwärts nach Südgabun vor.
..........
05-10-39 – Französische Verstärkung aus Kongo errichtet V-Linie bei Moanda gegen GenM Jacobs 6. MSD. Schwere Artillerie- und Luftunterstützung zwingen zum Halten und Eingraben.
..........
10-10-39 – Oyern gefallen, 5. MSD setzt sich nach Süden auf Lalara ab. Franzosen drehen nach Westen ab und werfen 58. ID in schweren Kämpfen aus Ncue.
..........
12-10-39 – 1., 2. MSD erreichen Mouila, schwere Kämpfe mit franz. und neuseeländischen Truppen, anschließend Marsch auf Ndende. Dort Erstarrung der Kämpfe in Stellungskrieg.
..........
14-10-39 – Feindliche Truppen überraschend in Evinayong mit Stossrichtung Midyobo aufgetaucht. Gleichzeitig heftigste Angriffe auf 60. ID und zurückweichende 58. ID. Entschluss: Aufgabe Bata’s und Mbinis, Rückzug nach Süden auf Libreville.
..........
16-10-39 – 4. MSD erobert Makakou, anschließend nur noch bewaffnete Kampfaufklärung im Sechs-Flüsse-Gebiet.
..........
20-10-39 – Nach Säuberung Alembes und Kazamabikas trifft 5. MSD vor Moanda ein. Nachtangriff mit 6. MSD auf französische Stellungen erfolgreich. Scharfe Verfolgung und Eroberung von Franceville. 3. MSD erobert Tchibanga und Fischereihafen Mayumba, damit operative Ziele von ‚Braunschweig’ erreicht.
..........
21-10-39 – Rückzug 18. AK aus Bata und Mbini abgeschlossen. Sicherung mit 4. MSD auf Linie Libreville – Ogooue-Fluß – Makakou.
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Bild 34: Wake Island

8. Dezember – 23. Dezember 1941 - Die Schlacht um Wake Island


Wake ist ein aus drei Einzelinseln bestehendes Korallenatoll im Pazifik zwischen Hawaii und den Marianen. Als „unsinkbarer Flugzeugträger“ war Wake sowohl für Amerikaner und Japaner für die Kontrolle der pazifischen Gewässer von Bedeutung.
Die Garnison auf Wake bestand aus 449 US Marines unter Führung von Major James Deveraux, man verfügte über größtenteils veraltetes Material und Geschütze sowie über acht F4F Wildcat Jagdflugzeuge.
Am 8. Dezember, einen Tag nach Pearl Harbor, griffen japanische 34 Mittelstreckenbomber die Insel an, zerstörten einige Gebäude und auch vier der Jagdflugzeuge. Am nächsten Tag griffen noch einmal 27 japanische Bomber an, auch sie erzielten Treffer auf Gebäude des Atolls. Danach verlegten die Verteidiger ihre Geschütze an neue Stellungen und stellten improvisierte Attrappen auf, die folgerichtig am 10. Dezember heftig von Japanern bombardiert wurden.
In der Morgendämmerung des 11. Dezembers begann nach einem einleitenden Bombardement der leichten Kreuzer und Zerstörer KAdm Sadamichi Kajioka die Landeoperation auf Wake und Wilkes Island. Zur völligen Überraschung der Japaner feuerten die Marines aus zerstört geglaubten Geschützen auf die Angreifer: ein Zerstörer wurde versenkt, drei weitere Schiffe beschädigt. Landungsboote kenterten in der Brandung und am Vormittag griffen die verbliebenen F4F Wildcats die Flotte an, wobei sie einen weiteren Zerstörer versenkten und einen leichten Kreuzer beschädigten. Eilig herbei gerufene Luftunterstützung erzielte keinen Erfolg, statt dessen wurden 2 Bomber abgeschossen – Kajioka musste sich auf die offene See zurück ziehen.

In der Folgezeit wurde die Insel täglich von Bombern angegriffen, Imperiale Marine und US Navy sandten Verstärkungsflotten in Richtung Wake. Mit dem Eintreffen der Flugzeugträger „IJN Hiryu“ und „IJN Soryu“ am 21. Dezember war die Schlacht entschieden – die mit nur wenigen Flugzeugen bestückte Task Force 14 der „USS Saratoga“ drehte ab und die Sturzkamfbomber der japanischen Flugzeugträger zerstörten die verbliebenen Geschütze der Marines.
In der Nacht vom 22. zum 23. Dezember 1941 wagte KAdm Kajioka erneut die Landung, diesmal erfolgreich. Am nächsten Tag kapitulierten die Verteidiger.
Insgesamt kamen bei der Schlacht 46 US Marines, 70 amerikanische Zivilisten und 820 japanische Soldaten ums Leben. Wake Island begründet bis heute den einzigartigen Ruf der US Marines als verbissen kämpfende Elitetruppe.
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Wilhelm Klink
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Sehr schön! Ist lange her, dass ich Euren AAR das letzte Mal gelesen habe. Hoffen wir, dass das deutsche Expeditionskorps in Afrika jetzt nicht in Libreville festsitzt.
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Bild 35: Am 22. Januar 1940 setzen die "Entwicklungshelfer" ihre Operationen fort
Einsatzführungs-Kdo. 'Marine-Expeditions-Korps'
Französisch-Kongo, Libreville
Operation ‚Braunschweig II’ - 22.01.40


Lage:

Die starke Feindpräsenz von Oktober bis Januar hat sämtliche Offensivaktionen des Marine-Expeditionskorps unmöglich gemacht. Im Gegenzug rückten die alliierten Truppen kontinuierlich vor, eroberten Spanisch-Guinea und befestigten ihre Stellungen in Französisch-Kongo. Die Bedeutung, welche das französische Hauptquartier der Kontrolle der Äquatorialprovinzen beimisst, verdeutlicht sich in den enormen Truppenverstärkungen auf diesem Kriegsschauplatz. So wurden die Kolonialtruppen im Oktober und November sukzessive durch reguläre Truppen, Kampfflugzeuge und Panzer. Mit der Kriegserklärung an Belgien tauchten mehrere belgische Divisionen aus Kinshasa in Französisch-Kongo auf.
Seit einigen Tagen läuft in Frankreich ‚Phase Rot’, die Maginot-Linie wurde umgangen und Paris ist gefallen. Die Franzosen haben eiligst Truppen aus Afrika in die Heimat verlegt, um die Niederlage abzuwenden. Auch belgische und südafrikanische Einheiten sind aus der Kampflinie abgezogen worden.


Auftrag:

Die instabile Situation muss genutzt werden, um die französischen Verteidiger aus ihrer Provinzhauptstadt Brazzaville zu werfen. Dann ist eine Kontrolle des gesamten unteren Kongo-Flusses möglich.


Durchführung:

1., 2. und 3. MSD greifen die Linie Pointe-Noir – Loubomo an. Nach werfen der Verteidiger wenden sie sich unter Zurücklassung von Sicherungskräften östlich auf der N1 nach Brazzaville.
5. und 6. MSD stoßen von Franceville nach Osten auf das Cuvette-Plateau vor, dort sichert 6. MSD die Flanken, während 5. MSD südlich auf der N2 nach Brazzaville vordringt. Bis Mitte Februar ist Brazzaville zu erobern und das Kongogebiet von versprengten Truppen zu säubern. 18. AK und 4. MSD sichern die Operation nach Norden und Nordosten ab.


Beteiligte Kräfte:

Siehe oben
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++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++ EILMELDUNG vom 4. Februar 1940 ++++
Anscheinend haben sich die Franzosen der Aufforderung Marschall Petains zum Waffenstillstand widersetzt. Es muss damit gerechnet werden, dass die verbliebenen französischen Divisionen zu General Henri Giraud überlaufen, der in London eine so genannte „Exilregierung“ gegründet hat. Die Operation Braunschweig II ist trotz des unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen mit der rechtmäßigen französischen Regierung unerbittlich fort zu setzen.
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Bild 36: Am 4. Februar 1940 löst das erste Kapitulationsevent aus. Vichy-Frankreich kooperiert von nun an mit dem Reich. Damit das nächste Event triggern kann, muss das "Freie Frankreich" aber weiter bekämpft werden.


Bild
Bild 37: Das waren die schwersten Kämpfe in Frankreich. Nach dem Durchbruch durch die Ardennen, wogten die Gefechte bei Flandern mehrere Wochen hin und her. Letztlich konsolidierten die deutschen Panzerdivisionen die alliierten Kessel und räumten sie aus. Die Eroberung Rest-Frankreichs war vergleichsweise einfach.
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Bild 38: Das Trockendock "Louis Jobert" in Saint Nazaire - oder oftmals nach dem ersten dort gebauten Schiff "Normandie-Dock" genannt - hatte als einziges in Frankreich genügend Kapazität für die "Tirpitz"

Die Royal Marines und die Operations ‚Chariot’


Die Operation ‚Chariot’ war ein Angriff der Royal Navy und der Royal Marines auf den französischen Hafen Saint-Nazaire am 28. März 1942.


Hintergrund:

Die Royal Navy befürchtete einen Atlantikdurchbruch des deutschen Schlachtschiffs „Tirpitz“, welches seit Januar 1942 in norwegischen Gewässern operierte. Nur das ‚Normandie’-Dock des französischen Atlantikhafens St. Nazaire war groß genug, die Tirpitz für eventuelle Reparaturarbeiten aufzunehmen.


Deutsche Sicherungskräfte:

Nach Brest war Saint Nazaire der am stärksten verteidigte Stützpunkt Westfrankreichs. Die Flussmündung der Loire war befestigt und von 280. Marineartillerie-Bataillon und 22. Marineluftabwehr-Bataillon besetzt. Die mit starken Geschützbatterien ausgestatteten Stellungen wurden von 1000 Verteidigern gehalten, weitere 5000 Soldaten standen im Stadtgebiet zur Verfügung.


Der Plan:

Eine leichte Flottille von Kriegsschiffen und insgesamt 611 Soldaten sollte mit Hilfe des Überraschungsmoments die Loire hinauf dampfen, ein mit Sprengmitteln beladener Zerstörer (die ‚HMS Campbeltown’ wurde so umgebaut, dass sie der deutschen ‚Möwe’-Klasse glich) sollte die Schleuse des Trockendocks rammen, während die Royal Marines 24 weitere Ziele zerstören sollten, um sich schließlich bei der Alten Mole wieder einzuschiffen. Ein simultaner Luftangriff sollte die deutschen Verteidiger ablenken.


Das Gefecht:

In der Nacht zum 23. März lief der britische Verband die Loire hinauf, die deutschen konzentrierten sich zu diesem Zeitpunkt auf den englischen Luftangriff. Um 01:15 wurde der Verband gesichtet und etwa 10 Minuten später begannen die Deutschen, die Schiffe zu beschiessen. Zwar konnte „HMS Campbeltown“ die Schleusentore rammen, doch acht Motorbarkassen sanken im heftigen Feuer der Verteidiger. Daher wurden die meisten Ziele nicht erreicht und die Wiedereinschiffung am Sammelpunkt scheiterte. Die überlebenden Commandos im Dock wurden systematisch von deutschen Stoßtrupps attackiert. Nach einer Stunde (03:00 Uhr) zogen sie sich in Richtung Stadtzentrum zurück, wo mittlerweile das 679. mot. Regiment die Straßen durchkämmte. Bis 10:00 Uhr waren beinahe alle Kommandosoldaten der Royal Marines gefangen oder gefallen.


Die „HMS Campbeltown“:
Nach Ablauf der Zeitzünder explodierten die versteckten Sprengladungen an Bord der Campbeltown, rissen 250 Soldaten und Zivilisten in den Tod und zerstörten die Schleusenkammer des Trockendocks. Da auch andere Ziele im Dock zerstört wurden, fiel der einzige Basishafen für die „Tirpitz“ in Frankreich dauerhaft aus.
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Fliegeralarm!



22. Februar 1940, südliche Nordsee
20 Seemeilen westlich Rotterdam
Kampfgruppe ‚Moltke’
Zerstörer Z 5 „Paul Jacobi“


„Alaaaaarm!“ Die Alarmsirene heult auf und lässt mich zusammen fahren. „Fünf Flugzeuge, 7 Uhr, tief, im Anflug!“, der Ausguck brüllt seine Meldung in die Brücke. Was, aus dieser Richtung? Egal, jetzt zählt jede Sekunde. „Fliegeralarm! Alle Mann auf Gefechtsstation! Kriegsmarsch, Schottenverschlusszustand herstellen! Rudermaschinenraum besetzen! Stationsleiter melden Gefechtsbereitschaft an die Brücke! Steuerbord 20!“ Dann greife ich mein Marineglas und hechte in die Backbord-Nock, während die Geschützmannschaften auf ihre Kampfstationen eilen. Der Ausguck weist mich ein – tatsächlich, fünf zweimotorige Maschinen fliegen den Verband an. Die Entfernung beträgt vielleicht noch 2 Seemeilen.
Der SEO hat die Brückenwache übernommen, der AriOffz weist die Flakgeschütze ein: „Gruppe 1, 3 und 5 – Luftziel in einhundertzwanzig, Entfernung 4000, Geschwindigkeit 150, Höhe tief! Gefechtsbereitschaft herstellen!“ und nach der Bestätigung folgt „Feuerbereitschaft herstellen!“. Fregattenkapitän Zimmer stürmt auf die Brücke: „Was, aus dieser Richtung?“ Er blickt mich an, ich zucke mit den Schultern. Drüben auf „Dresden“ eröffnen sie bereits das Feuer, auch von zwei, drei anderen Kriegsschiffen sieht man die grellroten Feuerblitze der Fliegerabwehrkanonen. Sekunden später erreichen die Schallwellen unsere Position. „Feuerbereitschaft ist hergestellt!“

Verdammt, das darf doch nicht wahr, das sind doch unsere Vögel! „STOPFEN! Das sind unsere Flugzeuge, deutsche Bomber.“ Jetzt kann ich deutlich die Eisenkreuze an der Unterseite der Tragflächen erkennen. Auch der Kommandant reißt jetzt die Augen auf – „Batterie haaaalt!" und "Schnell, morst das Erkennungssignal mit der Aldislampe und benachrichtigt die anderen Schiffe." Jetzt geht alles wie einstudiert, der Winki gibt Flaggenzeichen an den Verband, während sein Signalmeister das Erkennungssignal durchgibt. Im letzten Moment drehen die Flugzeuge ab, es waren sogar acht und nun umrunden sie die Flotte, wackeln ein paar Mal zum Gruß mit den Tragflächen und verschwimmen schließlich in nordwestlicher Richtung mit dem Horizont.
„Gottverdammte Sauzucht!“ flucht der Alte, „Wo gibts denn so eine Hühnerscheiße? Welcher Esel beim Fliegerführungsstab hat da schon wieder gepennt?“

Die Nervosität ist berechtigt. Ein tollkühnes Unternehmen, ein Himmelfahrtskommando ist unser Auftrag. Direkt vor den Augen der Royal Navy sollen wir einen Verband Landungs- und Transportschiffe ins Mittelmeer geleiten. Der Plan war ganz einfach: Seit Italien eine Panzeroffensive in Ägypten gestartet hat, sind die Briten in Nordafrika beschäftigt. Die Straße von Gibraltar ist ihnen versperrt, also nehmen ihre Konvois und Flotten den Umweg um Kap Horn herum. Mit einem Kanaldurchbruch würden die Engländer sowieso nicht rechnen. Im Vorfeld sind Minenfelder geräumt oder markiert worden, die Luftwaffe fliegt pausenlos Jagdeinsätze über Nordsee und Ärmelkanal und die Marineflieger suchen die britische Ostküste nach auslaufenden Einheiten der Home Fleet ab. Doch ich gehe jede Wette ein, wenn die Engländer spitz kriegen, welche Nase wir ihnen drehen wollen, werden sie Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um uns an den sprichwörtlichen Eiern zu packen. Undenkbar, dass sie uns einfach passieren lassen werden.
Unser erster Zielhafen heisst Cadiz in Spanien, dort sollen wir die Brennstoffvorräte ergänzen und anschließend ins Mittelmeer durchbrechen.
Auf den Schreck brauch erstmal Tabak. Na dann, Mast und Schotenbruch!

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Bild 39: Operation "Donauübung" - 21.-23. Februar 1940"
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Bild 40: Cadiz ist für seinen Carneval berühmt.

Cadiz, das Tor zur neuen Welt


Cadiz, eine Hafenstadt im Südwesten Spaniens, ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz innerhalb der autonomen Region Andalusien. Sie ist die möglicherweise älteste, kontinuierlich bewohnte Stadt Südwesteuropas und seit der Herrschaft der Bourbonen in Spanien Hauptstützpunkt der spanischen Flotte. Der Name der Stadt änderte sich im Laufe der Jahrttausende: zunächst als Gadir von den Phöniziern gegründet, bekam sie später den griechischen Namen Gadeira. Die Römer nannten sie Gades, die arabischen Eroberer Qadis. Im Zuge der Reconquista übertrugen die Castellanos den Namen als Cadiz ins Spanische.

Die Phönizier gründeten Gadir – oder Cadiz – als Stützpunkt für Handelsverkehr mit der iberischen Stadt Tartessos. Der Legende nach war der griechische Held Herakles nach dem Sieg über den dreiköpfigen Gerion der mythologische Stadtgründer (nach Velleius Paterculus - römischer Historiker - 80 Jahre nach dem Trojanischen Krieg, also 1100 v.u.Z.), was sich auch heute in der Inschrift „Hercules Fundator Gadium Dominatorque“ im Stadtwappen wieder spiegelt. Dem bei den Phöniziern als Melkart bekannten Halbgott Herakles wurde daher auch ein Tempel der Stadt geweiht. Während des Zeitalters Karthagos war Cadiz (ab 500 v.u.Z.) eine der bedeutendsten karthagischen Städte. Sie war Heimat von Hannibal und Ausgangspunkt seines berühmten Feldzuges gegen Rom während des Zweiten Punischen Krieges. 206 v.u.Z eroberte Scipio Africanus die Stadt, doch erst mit dem Zerfall des Römischen Imperiums verlor die nun römische Provinzhauptstadt an Bedeutung.

Im 5. Jahrhundert wurde die Stadt von den Westgoten zerstört, doch blieb sie weiterhin bewohnt. Mit dem Vordringen der Mauren kam Cadiz unter eine 500 Jahre währende islamische Herrschaft, die sich als sehr positiv für Handel, Wissenschaft und Kunst erwies. 1262 schließlich eroberte Alfonso X. von Kastilien die Stadt zurück.

Ab Ende des 15. Jahrhunderts begann der Stern der Stadt wieder zu steigen. Christoph Columbus startete von hier seine zweite und vierte Entdeckungsreise und bald wurde der Hafen zum Stützpunkt der spanischen Schatzflotte. Die Stadt wurde mehrmals von Wikingern attackiert, doch als wahre Plage sollten sich die Engländer erweisen, die Cadiz in den nächsten Jahrhunderten unzählige Male angriffen. Mit der Versandung des Guadalquivir bei der Binnenhafenstadt Sevilla übernahm Cadiz deren Rolle als Tor zur neuen Welt: Dreiviertel des gesamten spanischen Amerikahandels liefen über Cadiz.

Während der napoleonischen Fremdherrschaft tagte im freien, unbesetzten Cadiz die ‚Cortes’, ein bürgerliches Parlament, welches 1812 eine bürgerliche Verfassung durchsetzte. 1820 war Cadiz Ausgangspunkt der spanischen Revolution. Erst 1823 konnte der spanische König von Frankreichs Gnaden mit französischer Waffenhilfe die Stadt erobern. Ein berühmter Sprössling Cadiz’ ist übrigens George Meade, General der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg, denn in Cadiz gab es seit dem 18. Jahrhundert eine starke irische Gemeinde.
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Cadiz, Spanien, 25. Februar 1940
Marinestützpunkt Puntales
Schlachtschiff Moltke
gemischter Einsatzstab Raeder



Unternehmen ‘Donauübung II’


Lage

Italien hat seit Eröffnung der Feindseligkeiten gegen Großbritannien eine kraftvolle Offensive in Ägypten gestartet. Das Oberkommando der Wehrmacht ist entschlossen, die günstige Situation auszunutzen und ein starkes Expeditionsheer in Nordafrika einzuschiffen, um die Italiener beim Vormarsch auf Alexandrien und später nilabwärts zu unterstützen. Der Nil als zentrale Schlagader Ostafrikas, der Suezkanal und der Golf von Aden sind strategisch wichtige Ziele zur Kontrolle Afrikas, des Nahen Ostens und ermöglichen die Kriegführung im Indischen Ozean. Das OKM erhofft sich eine weitere Zersplitterung der englischen Streitkräfte, was eine Invasion der britischen Inseln in diesem Sommer erleichtern würde. Starke Panzertruppen und Infanteriekräfte befinden sich bereits auf dem Transport nach Süditalien, der Absprungbasis für das ‚Deutsche Afrikakorps’.


Auftrag

Nach Ergänzung der Brennstoffvorräte wird die Seeverlegegruppe ‚Theseus’ unter engem Begleitschutz von Kampfgruppe ‚Moltke’ die Straße von Gibraltar durchqueren, das westliche Mittelmeer und das Tyrrhenische Meer passieren und schließlich den Marinestützpunkt Tarent in Apulien erreichen, wo sich das ‚Deutsche Afrikakorps’ sammelt.

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Bild 41: Donauübung Teil II, der Weitermarsch nach Süditalien
Durchführung

Mit englischer Präsenz im westlichen Mittelmeer ist nicht zu rechnen. Die Armada Espana und die Regia Marina werden ihrerseits Patrouillefahrten den von ihnen kontrollierten Gewässern durchführen. Zur Luftaufklärung wurden vier Marinefliegergruppen von ihren Fliegerhorsten in Holland nach Italien verlegt. Einzige Priorität liegt im Schutz der Transportgruppe, Gefechte mit feindlichen Geschwadern sollen weitestgehend vermieden werden. Nach sicherer Ankunft in Tarent ist der Kommodore Kampfgruppe ‚Moltke’ ermächtigt, begrenzte Operationen gegen Einheiten der Royal Navy im zentralen und östlichen Mittelmeer durchzuführen.


Kräfteansatz

Marine:

Kampfgruppe ‚Moltke’ – Großadmiral Raeder
„Moltke“, „Großdeutschland“, Ludendorff“, „Hindenburg“, „Bismarck“, Tirpitz“, „Deutschland“, „Weser“, „Elbe“, „Nürnberg“, „Karlsruhe“, „Köln“, „Emden“, „Dresden“, „Stuttgart“, „Leipzig“, „Paul Jacobi“, „Hermann Schoemann“, „Wolfgang Zenker“, Max Schultz“

Seeverlegegruppe ‚Theseus’ – Konteradmiral Marschall
„Hornisse“, „Biene“, „Falter“, „Schmetterling“, „Maikäfer“, „Wespe“, „Heuschrecke“, „Ameise“, „Panther“, „Jaguar“, „Löwe“, „Moskito“


Marineluftwaffe:

Marinefliegerflottille 1 – Konteradmiral Geisler (SeeAufGr. 125, SeeAufGr. 126)
Marinefliegerflottille 2 – Konteradmiral Stumpff (SeeAufGr. 127, SeeAufGr. 128)
Marinefliegerflottille 3 – Konteradmiral Ritter (SeeAufGr. 129, SeeAufGr. 130)
Marinefliegerflottille 4 – Admiral Zander (SeeAufGr. 131)


Feindlage:

Zur Zeit gibt es keine ausreichenden Informationen über Stärke und Umfang von Royal Navy und Royal Air Force. Es ist überdies mit australischen, kanadischen und neuseeländischen Einheiten zu rechnen. Teile der frei-französischen Flotte sind zu den Briten übergelaufen und derzeit in Alexandria stationiert.
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12. November 1940 – Die Nacht von Tarent


Mit Eintritt Italiens in den Zweiten Weltkrieg erlangte das Mittelmeer als Ort der Hauptnachschublinien der Achsenmächte und der Alliierten nach Nordafrika entscheidende strategische Bedeutung. Beide Seiten wollten um jeden Preis die Kontrolle über das Mittelmeer erlangen bzw. erhalten. Da die Regia Marina eine offene Seeschlacht bisher vermieden hatte, fasste das britische Oberkommando den Plan, die italienische Flotte in ihrer Heimatbasis Tarent anzugreifen. Die Attacke sollte durch von Flugzeugträgern startende Swordfish-Torpedoflugzeuge bei Nacht ausgeübt werden.


Der Plan

Um der geringen Wassertiefe von 15 m Rechnung zu tragen, wurden die Torpedos mit hölzernen Stabilisierungsflossen versehen, die ein zu tiefes Eintauchen nach dem Abwurf verhindern sollten. Auf dem Platz des Bordschützen wurden zusätzliche Treibstofftanks eingebaut, um die Reichweite zu erhöhen. Um die Identifizierung bei Nacht zu verbessern, sollten einige Swordfish Leuchtbomben über dem Stützpunkt abwerfen. Der erste Angriffstermin am 21. Oktober musste aufgrund von Schäden auf „HMS Eagle“ verschoben werden. Ihre Fliegerstaffel wurde allerdings auf die „HMS Illustrious“, den derzeit modernsten englischen Flugzeugträger verlegt. Im Zuge der Konvoioperation MB8 befand sich die gesamte britische Mittelmeerflotte auf See. Da die Italiener nicht ausliefen, entschied man, den günstigen Augenblick zu nutzen. Am 11. November trennte sich die „HMS Illustrious“ mit acht Kreuzern und 34 Zerstörern von der Konvoibegleitflotte und steuerte die Angriffsposition nahe der Insel Kefalonia bei Griechenland an.

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Bild 42: Luftaufnahme Tarents 1941

Der Angriff

Am 11. November befanden sich die Hauptkräfte der Regia Marina in Tarent vor Anker: die „Littorio“, Vittorio Veneto“, „Conte die Cavour“, „Giulio Cesare“, „Caio Dulio“ und „Andrea Doria“, ferner sieben schwere Kreuzer, zwei leichte Kreuzer und acht Zerstörer.
Um 21:00 Uhr startete die erste Angriffswelle mit zwölf Swordfish-Flugzeugen (davon sechs mit Torpedos bestückt), neun weitere folgten eine halbe Stunde später. Um 22:58 Uhr erreichte Gruppe 1 den Hafen und attackierte die Dickschiffe, sowie Öllager und eine Wasserflugzeugbasis. Bei nur einem Verlust erzielten die Swordfishs einen Treffer auf der „Conte di Cavour“ und zwei auf „Littorio“. Die zweite Welle (23:50 über dem Einsatzgebiet) traf „Caio Dulio“ und nochmals „Littorio“.
Um ein Sinken der „Caio Dulio“ und „Littorio“ zu verhindern, steuerten die Schiffe in flaches Wasser und setzten auf dem Meeresboden auf. „Conte di Cavour“ hingegen versank bis zu den Aufbauten im Hafenbecken.


Was folgte

Die getroffenen Schlachtschiffe waren monatelang außer Gefecht gesetzt, die „Caio Dulio“ erlangte bis Kriegsende keine Einsatzbereitschaft. Die Schlagkraft der Regia Marina war mit einem genialen Angriff halbiert worden. In der Folge wurden die Flotte aus Tarent abgezogen, was ihre Reaktionsmöglichkeiten verringerte. Außerdem setzten die Italiener ihre Schiffe nur noch äußerst vorsichtig ein. Großbritannien hatte sich im Mittelmeer behauptet.
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Bild 43: Kampfgruppe 'Moltke' wird durch Torpedoflieger unterstützt


Der Angriff aus den Wolken

Östliches Mittelmeer, 120 sm nördlich Al-Raschid, 16. März 1940
Marinefliegerflottille 2 (stationiert auf Feldflugplatz Al-Ummar, Libyen)
Seeaufklärungsgruppe 128 – 3. Staffel ‚Barracuda’
Dornier 217E-2, Rufzeichen PR+JK, Oberleutnant zur See Ewald Rahm



„Anton, Anton – Meldung, 10 Krieger in Eins-Fünf-Null, Entfernung 8000, Lage hundertsechzig.“ Ein Knacken im Funkgerät. „Verstanden, Fahrzeuge gesichtet. Benötige Bestätigung ob Cowboys oder Indianer, kommen.“ Wieder knackte es kurz - denn damit kündigten die Piloten eine Meldung an. „Meldung, Indianer, eindeutig Indianer.“ „Alles klar, Schwarm 1 auf Angriffshöhe und dann aus westlicher Richtung angreifen. Zielzuweisung: den dicken Pott in der Mitte. Schwarm 2 greift X+5 Minuten aus Norden an. Schwarm drei: Abdrehen nach Süden und aus der Wolkenbank südlich angreifen. Die Hunde werden sicher ihren Kurs wechseln, dann habt ihr sie breit vor eurer Nase. Meine Rotte wartet auf weitere Befehle. Viel Glück, Barracudas!“ Der letzte Teil des Funkspruchs ging in ein atmosphärisches Pfeifen über.

Das war eindeutig. Also flugs ein Handzeichen rüber zum Schwarmführer und dann in Echelon-Formation im Tiefflug auf die Engländer zu. Der Angriffswinkel ist alles andere als günstig, aber Schwarm 1 wird seine Aufgabe als Lockvogel schon meistern. Ich suche ein Ziel aus: da, den leichten Flugzeugträger. Der Mein Kopilot gibt die Zieldaten laufend an die Waffencrew weiter. Der Torpedomeister überträgt die Zieleinstellungen in den Waffenrechner. Noch 4000 Meter, und immer noch keine schwarzen Wölkchen am Himmel. Dann geht der Tanz bei den Tommies auch schon los. Wildes Kurven, Feuern der Schiffsflak und zwischen den einzelnen grauen Silhouetten dann und wann ein der schwarzblauen Barracudas des 1. Schwarms. Tatsächlich, der Verband dreht jetzt nach Backbord, das wird ein Festschiessen. Auffächern in Angriffsposition. Entfernung 1500, noch einmal die Zieldaten korrigieren. Peng! – ein lauter Knall – die Tommies haben uns entdeckt. Neben uns kracht es gleich zweimal gewaltig. Irgendwo höre ich Glas zersplittern und das Flugzeug macht einen Satz nach rechts. Jetzt kann ich den Anflug nicht mehr abbrechen, wir sind zu dicht dran. Also voller Schub nach vorne und den Flakschild durchbrechen.

Der Torpedomixer korrigiert hektisch Geschwindigkeit und Eintauchwinkel. „Feuerbereitschaft!“ tönt es durch den Kopfhörer. Entfernung 500, Abwurf, das Flugzeug springt mit einem Satz 10 Meter nach oben, jetzt wo es die Last des ersten Torpedos nicht mehr tragen muss. Ich suche nach einer Lücke im Flakgürtel. Doch da ist nichts zu machen, na was solls – dann geht’s jetzt ab durch die Mitte. Mit vollem Schub brettere ich im Tiefflug an dem leichten Träger vorbei, den ich eben noch aufs Korn genommen habe und wage einen Seitenblick auf das Schiff. Kommt der Einschlag? Da – eine gewaltige Wasserwand erhebt sich an der Backbordseite des Schiffs und verhängt das ganze Schiff in einer Wolke aus Wasser, Nebel und Rauch. Der hat gesessen!

Auf einmal metallisches Hämmern auf der linken Tragfläche. Der Motor stottert, schwarzer Qualm steigt auf und eine Garbe neuer Löcher zieht sich schmuck von hinten nach vorn. „Koyoten!“ Ein Abfangjäger, wahrscheinlich aus der Combat Air Patrol, jagt mir hinterher. Ich ziehe wie verrückt am Steuerkreuz und trete in die Pedalen, während unser Heckschütze Feuerstöße auf den zudringlichen Engländer abgibt. Plötzlich Jubel im Heck – Feuer schlägt aus dem Motorblock des Farey-III-Zweisitzers, er dreht ab und trudelt ins Meer. Doch mein Vogel ist weidwund geschossen. Ich drossele die Geschwindigkeit, werfe den zweiten Torpedo ins Wasser und krieche lahm auf unseren Fliegerhorst zurück.
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Die Dornier Do 217


Die Dornier Do 217 war ein zweimotoriger Bomber der deutschen Dornier-Werke im Einsatz ab 1938 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Alle Erfahrungen, die mit den bis dahin im Einsatz gewesenen Ausführungen der Do 17 gemacht worden waren, gingen in den Entwurf des neuen Kampfflugzeugmusters Do 217 ein, dessen erstes Versuchsflugzeug, die Wnr. 678, noch ohne Kennzeichen am 4.10.1938 mit Egon Fath am Steuer in Löwenthal seinen ersten Flug machte. Es mussten vorerst DB 601A Motoren verwendet werden, da die eigentlich vorgesehenen BMW 801 noch nicht lieferbar waren. Diese Do 217 stürzte wegen Problemen an den Seitenleitwerken 7 Tage später ab. Aus der V1 und V2 entstanden zunächst die A und C-Serie, welche in geringer Stückzahl (18) als Aufklrungsflugzeuge und Bomber gefertigt wurden. Die nächsten beiden Versuchsmuster (V3 und V4) trugen Jumo 211 A Motoren. Das erste Serienflugzeug mit BMW 801 A-1 Sternmotoren wurde am 1. November 1940 eingeflogen, wieder von Egon Fath. Mit Beginn der E-Serie – gefertigt in den Werken Wismar und Friedrichshafen – wurden die Flugzeuge als Ersatz für die Do 17 Z in den Einsatz geschickt.

Da sich die Do 17 Z auch als erfolgreicher Nachtjäger erwiesen hatte, konstruierte man aus den E-Mustern die Do 217 J, welche ab März 1942 bei den Nachtjägerstaffeln eingesetzt wurde. Für die Nachfolgemuster Do 217 K und M wurde ein völlig neuer Rumpf mit Vollkanzel entwickelt. Beim Nachfolgenachtjäger Do 217 N änderte man den Rumpf nur wenig, baute aber im Mittelteil die „schräge Musik“ ein. Ab jetzt flogen die Maschinen auch mit DB 603 A-1 Motoren.

Von all diesen Ausführungen gab es unterschiedliche Versionen für den Einsatz mit Lenkwaffen, Torpedos oder als Träger für aufgesetzte Kleinflugzeuge. Als Höhenjäger wurde die Do 217 P entwickelt.
Einige Do 217 gingen an Italien und Ungarn. Insgesamt wurden 1900 Do 217 aller Varianten für die Luftwaffe gebaut, doch gegen Kriegsende wurde das Flugzeug bis auf die Fernaufklärervariante aus der Fronteinheiten zurück gezogen.
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Bild 44-46: Die Dornier Do 217
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Kopenhagen, besetzes Dänemark, 17. März 1940
Marinestützpunkt Holmen, Königlich-Dänische Marineakademie
Marinestation westliche Ostsee, Sonderstab




Operation ‚Daedalus’



Lage

Vor wenigen Tagen hat die deutsche Abwehr Kenntnis von einer englischen Invasionsplanung unter der Bezeichnung R3 in Norwegen erhalten, die kurzfristig ausgeführt werden soll. Die Wegnahme Norwegens würde die Bedrohung Deutschlands durch Luftangriffe aus norwegischen Fliegerhorsten dramatisch erhöhen. Zudem wäre die Erzzufuhr aus Narvik unmöglich und eine Ausfahrt der Kriegsmarine aus der Ostsee in die Nordsee unmöglich. Der Führer hat daher entschieden, den Engländern in Norwegen zuvor zu kommen. Einheiten der Kriegsmarine, des Heeres und der Luftwaffe haben mit dem ‚Unternehmen Weserübung’ gegen Norwegen begonnen.


Auftrag

Ziel von ‚Daedalus’ ist die Eroberung der norwegischen Hauptstadt und die Festsetzung der norwegischen Regierung, des Königs Haakon und Ausschaltung der Führung der Streitkräfte.


Durchführung

Da die schweren Einheiten der noch in den Heimatgewässern befindlichen Kriegsmarine die Invasion in Narvik unterstützen werden, sind zur Eroberung Oslos nur die Zerstörer der 1. U-Jagdflottille vorgesehen. Die Eroberung Oslos ist im Handstreich durchzuführen. Daher werden für den Ansatz Fallschirmjäger und eine Division Gebirgsjäger eingesetzt. Die Attacke erfolgt nachts, da dann mit wenig Gegenwehr und keinen feindlichen Jagdflugzeugen gerechnet werden kann. Die 1. U-Jagdflottille wird im Schutz der Dunkelheit den Oslofjord durchbrechen und die Geschützbatterien ausschalten, um die Anlandung der 1. Alpenjäger-Division bei Horten zu ermöglichen.


Kräfteansatz

1. Fallschirmjäger-Division, 2. Fallschirmjäger-Division vom Absprunghafen Aalborg in Jütland
1. Alpenjäger-Division, eingeschifft auf Transportgruppe 6
1. U-Jagdflottille mit „Theodor Riedel“, „Bruno Heinemann“, „Erich Giese“, „Georg Thiele“, „Richard Beitzen“ und „Hans Lody“


Feindlage

Luftaufklärung ergab Anwesenheit einer norwegischen Infanteriedivision im Absprunggebiet. Feindliche Panzerkreuzer und Zerstörer sind in der Flottenbasis Oslo stationiert, aber wahrscheinlich nicht auslaufbereit. Mit Einsätzen der Luftwaffe muss wegen Dunkelheit nicht gerechnet werden.
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Bild 47: Unternehmen 'Daedalus'
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Interlude

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Bild 48: "Die Sonne, oder Ikarus' Fall" von Merry-Joseph Blondel"


Daedalus



Der namensgebende Song von Saltatio Mortis, hier eine Konzertversion mit Eric Fish von Subway to Sally


Siehe den Adler das Werk ist vollbracht
Der Sprung in die Freiheit aus Federn gemacht
Leg an diese Flügel der Plan ist verwegen
Wir fliegen gemeinsam dem Himmel entgegen

Wild zerren die Winde an meinen Schwingen
Der himmlischen Kräfte unbändiges Ringen
Betörendes Rauschen entfesselt den Geist
Kann jetzt erst erkennen was Freiheit verheißt

Siehst du die Sonne?
Spürst du das Feuer?
Du fliegst zu hoch , die Sonne brennt heiß,
Will hoch hinaus das ist mein Streben
Aus deinen Flügeln tropft Wachs wie Schweiß
Wer niemals wagt wird niemals leben
Du fliegst zu hoch , die Sonne brennt heiß,
Will hoch hinaus das ist mein Streben

Deine Schwingen sie Schmelzen die Federn verbrennen
Zu sichern und stolz die Gefahr zu erkennen
Fällst lichterloh brennen dem Meere entgegen
Empfange den Preis für vermessenes Streben!

Meine Schwingen, sie schmelzen die Federn verbrennen
Zu sichern und stolz die Gefahr zu erkennen
Und fall ich auch brennend dem Meere entgegen
Ist Freiheit niemals ein vermessenes Streben!

Siehst du die Sonne?
Spürst du das Feuer?
Du fliegst zu hoch , die Sonne brennt heiß,
Will hoch hinaus das ist mein Streben
Aus deinen Flügeln tropft Wachs wie Schweiß
Wer niemals wagt wird niemals leben
Du fliegst zu hoch , die Sonne brennt heiß,
Will hoch hinaus das ist mein Streben
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Bild 49: Unternehmen 'Lachswanderung' - nachdem deutsche Kampftruppen nach Nordafrika verschifft wurden, kehrt die Hochseeflotte wieder in die Deutsche Bucht zurück.


Vigo, Spanien, 4. April 1940
Kampfgruppe ‚Moltke’
Zerstörer Z 5 ‚Paul Jacobi’



Ein geheimnisvoller Befehl





Fast kommen mir die letzten Wochen wie einer jener seltenen Träume vor, deren Zauberwelt man gar nicht entkommen möchte. Fernab der rauen Winterstürme des Atlantischen Ozean genossen wir die türkisblaue Wunderwelt des Mittelmeers. Mit jeder Seemeile spürten wir die tausendfach Jahre alte Last der Zivilisation, die dieser blühenden Landschaft ihren Stempel aufgedrückt hat. Hier gibt es nicht nur Historie, nein, hier stapelt sich die Geschichte förmlich. Ägypter, Griechen, Perser, Karthager, Römer, Babylonier, Assyrer, Hethiter, Davids Volk – sie alle hinterließen ihren Nachfolgern großartige Wahrzeichen ihrer Schaffenskraft. Dazu das milde Klima, die warmen Strömungen, die fischreichen Gewässer – das Leben pulsiert mit geradezu verschwenderischer Pracht.

Vom Kriege merkte man nur anfangs, dass es ihn überhaupt gab. Nach drei Waffengängen mit den demoralisierten Engländern war das Mittelmeer wieder ein Meer des Friedens. Unsere Jungs köderten Thunfische und Haie, einmal brachte der Bootsmann sogar eine Riesenschildkröte von einem Ausflug mit der Motorbarkasse mit. Welch ein Festschmaus – denn unser Smutje hat sein Handwerk nicht erst bei der Marine gelernt. Vor dem Kriegsausbruch war er Chefkoch auf der „MS Kap Arkona“, einem Kreuzfahrer für betuchte Herrschaften. Beinahe jeden Tag gab es Badechance im handwarmen Meer. Und wenn wir mal vor den Ruinen längst vergessener Nationen vor Anker lagen…

Es war einfach eine herrliche und unglaubliche Reise. Viele Fotos habe ich geschossen, bin auf einem Kamel durch die Wüste geritten, habe mich der vielstimmigen und wohl duftenden Wucht arabischer Basare ergeben und mir eine gesunde Bräune auf der zuvor leichenblassen Haut angelegt. Doch jeder Traum ist einmal zu Ende, wenn man geweckt wird. Und der Weckspruch war in unserem Fall ein hochgeheimer Befehl, direkt aus dem Flottenkommando. Unternehmen ‚Lachswanderung’ – sehr ominös. Noch viel merkwürdiger der Inhalt: zunächst sollten wir mit Generalkurs West das Mittelmeer passieren und weitere Anweisungen abwarten. Auch die Seeverlegegruppe Theseus wurde wieder abgezogen. Die Marineflieger hatten ihre Fliegerhorste schon vorher in Richtung Holland verlassen. Auf Höhe von Ibiza ereilte uns dann die Anweisung, Cadiz anzulaufen und Brennstoff zu bunkern. Kaum war das geschehen ging es weiter nach Vigo. Und heute kamen vier Beamte der deutschen Vertretung in Madrid an Bord des Führungsschiffs „Moltke“, um GrAdm Raeder weitere Instruktionen zu geben. Was wir wissen ist, dass wir zurück nach Deutschland laufen sollen. Aber diesmal geht es in weitem Abstand um die britischen Inseln herum und ich kann nur spekulieren, aus welchem Grund man die Flotte wieder in der Heimat versammelt. Wahrscheinlich ein neuer Feldzug und nach meinem Dafürhalten kommt dafür nur ein möglicher Gegner in Betracht: England.

Sollten wir tatsächlich den großen Ansatz wagen? Sind wir dafür bereit? England, das heißt hunderte von Flugzeugen. England, das heißt Flugzeugträger, Schlachtschiffe und Kreuzer, die von ihren Heimatbasen aus in wohlbekannten Gewässern operieren werden. Wahrscheinlich grübele ich zuviel. Ich sollte das Bocklicht löschen und versuchen, in meiner Koje etwas Schlaf zu finden, bevor die Briten uns wieder zum Tanz bitten. Und das werden sie sicherlich, denn wenn es den perfekten Seemann tatsächlich geben sollte, dann stammt aus den Eaves Down Docks in Liverpool oder London.
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Der Zerstörer Z 5 „Paul Jacobi“




Der nach dem Kommandeur der 8. Torpedo-Halbflottille Paul Jacobi - 1915 nach einem Minentreffer auf Torpedoboot V25 mit Schiff und Besatzung untergegangen - benannte Zerstörer Z 5 „Paul Jacobi“, gehörte zur Zerstörer-34-A Klasse. Seine Schwesterschiffe waren:

Z 6 „Theodor Riedel“ (02.07.1937)
Z 7 „Hermann Schoemann“ (09.09.1937)
Z 8 „Bruno Heinemann“ (08.01.1938)
Z 9 „Wolfgang Zenker“ (02.07.1938)
Z 10 „Hans Lody“ (13.09.1938)
Z 11 „Bernd von Arnim“ (06.12.1938)
Z 12 „Erich Giese“ (04.03.1939)
Z 13 „Erich Koellner“ (28.03.1939)
Z 14 „Friedrich Ihn“ (06.04.1938)
Z 15 „Erich Steinbrinck“ (31.05.1938)
Z 16 „Friedrich Eckholdt“ (28.07.1938)

„Paul Jacobi“ wurde am 15.07.1935 von der Deschimag in Bremen auf Kiel gelegt und am 29.06.1937 von der Kriegsmarine in Dienst gestellt. Im Gegensatz zur Z-1934-Klasse hatten die 34-Alfas keine Schergänge auf dem Vorschiff und einen veränderten Brückenaufbau. Anders als die britischen Zerstörer Mitte der 30er Jahre war die Klasse aufwendiger konstruiert; die Schiffe waren mit bis zu 3.250 ts Wasserverdrängung recht groß. Die moderne Technik war allerdings noch nicht ausgereift und die Baukosten von 12,7 Mio. Reichsmark sowie die lange Bauzeit ermöglichten nur eine geringe Bauanzahl dieser Schiffe.

Die Anti-U-Boot-Bewaffnung bestand aus vier Wasserbomben-Schienen und einem um 160° schwenkbaren Sonar, welches dem britischen Asdic technisch und operativ überlegen war. Anspruchsvoll war auch die Hochdruckkessel-Antriebsanlage von Benson, die, wenn nicht mal wieder defekt, eine Höchstgeschwindigkeit von 38 kn ermöglichte. Die Reichweite war eher gering, die Rumpf- und Bugform aufgrund des tiefen Eintauchens des Vorschiffs bei transversalen Stampfbewegungen atlantikuntauglich und die aus amagnetischem Stahl gefertigte Schiffshülle neigte zu Verformungen in schwerer See.

Der erste Kampfeinsatz von „Paul Jacobi“ war ‚Unternehmen Weserübung’, wo er gemeinsam mit Z 6, Z 8 und Z 16 an der Besetzung Trondheims, Norwegen teilnahm. Danach verblieb er bei der 5. Zerstörerflottille in Trondheim. Vom 25.-28.07.1940 eskortierte er mit weiteren Schiffen das am 20. Juni durch HMS Clyde schwer beschädigte Schlachtschiff Gneisenau von Trondheim nach Kiel. Von Mitte August bis Anfang September war „Paul Jacobi“ an umfangreichen Minenlegeoperationen beteiligt und wurde am 22. September nach Brest umstationiert, wo nach Kanaldurchquerungen weitere Minenoperationen vor der Falmouth Bay durchgeführt wurden. Ab dem 7. November war der Zerstörer mit weiteren Einheiten seiner Klasse wieder in Deutschland stationiert, wo er sich an Eskorteinsätzen von und nach Norwegen beteiligte.

Im Januar 1942 geleitete Z 5 das Schlachtschiff „Tirpitz“ nach Trondheim in Norwegen, kehrte aber wieder nach Deutschland und später nach Brest in Westfrankreich zurück. Dort nahm das Schiff an der Operation ‚Cerberus’ teil und wurde schließlich wieder in Norwegen stationiert, diesmal bis November 1943. Nach einer Konvoimission wurde „Paul Jacobi“ im Dezember dieses Jahres in Kiel von britischen Bombern schwer beschädigt und fiel bis weit in das Jahr 1944 für die Kriegsmarine aus. Nach Reparatur und erneuter Einsatzausbildung unterstützte „Paul Jacobi“ bis zum Schluss die Evakuierung von Wehrmacht und Zivilisten aus dem eingeschlossenen Ostpreussen und wurde am 07.05.1945, einen Tag vor der offiziellen Kapitulation außer Dienst gestellt.
Später ging das Schiff als Teil der Reparationszahlungen nach Frankreich, wo es bis 1954 im aktiven Einsatz blieb. Nach einer anschließenden Verwendung als Hulk wurde das Schiff 1958 verschrottet.

Die Kommandanten waren:

Korvettenkapitän Peters (29.06.37 - 03.11.38)
Fregattenkapitän Zimmer (04.11.38 - Februar 1941)
Fregattenkapitän Schliepner (01.04.41 – 09.07.44)
Korvettenkapitän Bülter (10.07.44 – 09.05.45)

Die französischen Kommandanten waren:

Capitaine de Fregate Douguet
Capitaine de Fregate Beret
und Capitaine de Fregate Delort-Naval.
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Bild 50: Das Gästebuch von Z 5 Paul Jacobi
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Zur selben Zeit
Sengwarden, Operationsabteilung der Seekriegsleitung
Großer Kartensaal, Stabs-Block ‚Seydlitz’


Abschlussbesprechung und Befehlsausgabe Operation ‚Ikarus’



Anwesende Einheitsführer:

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Admiral Schniewindt – Chef der Seekriegsleitung

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Vizeadmiral Fricke – Chef der Operationsabteilung 1/Skl

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Kpt. zS Stummel – Chef der Abteilung Marinenachrichtendienst 2/Skl

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Vizeadmiral Saalwächter – Kommandeur ‚Sperrgruppe Nordsee’

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Konteradmiral Böhm – Kommandeur 1. U-Jagdflottille

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Konteradmiral v. Nordeck – Einsatzleiter U-Bootgruppe 1

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Konteradmiral Assmann – Einsatzleiter U-Bootgruppe 2

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Konteradmiral Wolf – Einsatzleiter U-Bootgruppe 3

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Konteradmiral Dönitz – Einsatzleiter U-Bootgruppe 4

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Konteradmiral Schuster – Befehlshaber Transportgruppe 1

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Konteradmiral Backenköhler – Befehlshaber Transportgruppe 2

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Generalleutnant Hahn – Kommandeur Landwehr-Schutzstaffel ‚Ikarus’

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Generalleutnant Halder – Kommandeur 1. Armeekorps (öster.)

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Schniewindt: Meine Herren, um auch den neu hinzu gekommenen Führern der Heereskampfgruppen einen Lageüberblick über den Seeoperationsteil von ‚Ikarus’ zu geben, fasse ich den bisherigen Stand der Planung noch einmal zusammen. Wie sie wissen, haben britische Truppen am 8. März die neutrale Insel Island und die autonome Region Grönland – ebenfalls neutral – gegen geringen Widerstand der einheimischen Truppen besetzt und umgehend mit der Befestigung der Stellungen und der Stationierung von Luft- und Seestreitkräften begonnen. Der Zugriff Englands auf diese Gebiete verringert unsere Möglichkeiten, aus der Nordsee und den arktischen Gewässern in den Atlantik vorzustoßen erheblich und stellt auch für unsere U-Bootoperationen eine Gefährdung dar. Mit der Planung von Gegenmaßnahmen unter dem Decknamen ‚Ikarus’ wurde begonnen.
Des Weiteren erhielt die Flotte vom Oberkommando der Wehrmacht den Auftrag, sämtliche Überwassereinheiten bis spätestens zum 10. April 1940 in den Heimatgewässern zusammen zu ziehen und für die künftige Invasion Englands auszurüsten, Offensivaktionen, die zum Ausfall von Schiffen und Booten führen können, wurden strengstens untersagt. Wir befinden uns daher im einzig noch möglichen Zeitfenster für ‚Ikarus’. Der Rückgang des Packeisfeldes in der Grönlandstraße ermöglicht uns nun eine handstreichartige Invasion in praktisch unverteidigten Landungsabschnitten. Für die weitere Planung erteile ich VAdm. Fricke von der Operationsabteilung das Wort.


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Fricke: Vielen Dank. Der Operationsplan sieht eine Invasion Islands vor, um die strategisch wichtigen Flugfelder bei Reykjavik und Keflavik zu erobern. Des Weiteren sind strategisch wichtige Punkte auf Island zu nehmen und der Ostteil der Insel zu säubern. Die Offensivaktionen werden vom 1. AK (öster.) durchgeführt, welches auch im Anschluss die Besetzung Höfns unternehmen wird. GenLt. Halder, sie haben eine Frage?

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Halder: Mein Armeekorps ist einsatzbereit und vollständig ausgerüstet, doch wir verfügen über keinerlei Pioniermaterial für Strandräumungsmissionen und ich frage mich auch, wie wir die schweren Sturmgeschütze und Jagdpanzer meiner Divisionen an Land bringen wollen.

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Backenköhler: Die Verantwortung für die Landungsoperation und den anschließenden Transport des schweren Geräts obliegt meiner Transportgruppe. Wir haben Sturmboote und Landungsfähren für schweres Gerät aus dem Schiffspark für ‚Seelöwe’ für die Operation zur Verfügung gestellt bekommen. Außerdem findet die Landung im Norden Islands statt. Aufklärungsmeldungen zu Folge gibt es dort keine feindlichen Kampftruppen, nur eine Postenkette der örtlichen Miliz.

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Fricke: Vielen Dank. Ich fahre fort. Im Anschluss an die Einnahme Reykjaviks wird GenLt. Hahns Schutzstaffel von der in Reserve liegenden Transportgruppe 1 ausgeschifft und übernimmt die Küstensicherung.

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Hahn: Wie sieht es denn mit den aktuellen Planungen zum Schutz meiner verwundbaren Flottille aus? Immerhin ist es wahrscheinlich, das feindliche Seestreitkräfte im Seegebiet patrouillieren.

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Fricke: Den Schutz für beide Transportgruppen auf Anmarsch und im Landungsgebiet übernimmt KAdm. Böhms 1. U-Jagdflottille.

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Böhm: Meine Einheiten sind gut trainiert und erfahren. Wir haben bereits bei der Besetzung Oslos einen entscheidenden Beitrag geleistet. Darüberhinaus werden wir, falls notwendig, mit unseren Bordgeschützen in die Landungsoperation eingreifen.

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Fricke: Die Blockade Reykjaviks und der Landzielbeschuss bei der Einnahme der Stadt wird durch VAdm. Saalwächters ‚Sperrgruppe Nordsee’ erfolgen, die sich auf der südlichen Route das Operationsgebiet ansteuern, um feindliche Aufklärer von den Landungsflotten abzulenken.

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Saalwächter: Ich mache mir Gedanken über ein mögliches Auslaufen der Home Fleet. Für einen solchen Gegner ist mein Geschwader zu schwach und das würde möglicherweise den Gesamterfolg des Unternehmens beeinträchtigen.

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Fricke: Für die Fernsicherung und –aufklärung sind die U-Bootgruppen 1 bis 4 zuständig. Sie werden bereits vor den Überwassereinheiten im Seegebiet stehen und Positionsmeldungen feindlicher Kampfgruppen durchgeben.

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Schniewindt: Gut, ich fasse zusammen: Alle beteiligten Geschwader werden einzeln (bis auf die Transportgruppen) und unter Geheimhaltung ihre Zielorte ansteuern. Sowie die Landungsgruppe vor Ort ist, beginnt GenLt. Halder mit den Invasionsmaßnahmen und wird dabei von der 1. U-Jagdflottille abgesichert. Die Sperrgruppe blockiert Reykjavik und fängt feindliche Flotten ab, die sich aus südlicher Richtung den Landungsflottillen nähern. Die Fernaufklärung wird durch U-Boote sichergestellt. Ich erteile Ihnen hiermit ihre Positionsbefehle:

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Bild 51: Unternehmen 'Ikarus-1' - Der Anmarsch beginnt
Sperrgruppe Nordsee (VAdm. Saalwächter) sperrt die Faxe-Bucht
„Graf Spee“, „Admiral Hipper“, „Blücher“, “Königsberg”, “Stettin”, “Leberecht Maas”

1. U-Jagd-Fltl. (KAdm. Böhm) geleitet die Landungsschiffe in die Huna-Bucht
„Georg Thiele“, „Richard Beitzen“, „Theodor Riedel“, „Bruno Heinemann“, „Hans Lody“, „Erich Giese“

1. U-Gruppe (KAdm. Von Nordeck) bezieht in der Färöer-Straße Aufstellung
U 1, U 2

2. U-Gruppe (KAdm. Assmann) bezieht Warteposition vor der SO-Küste Islands
U 3

3. U-Gruppe (KAdm. Wolf) bewegt sich in Patrouillesektor Dänemarkstraße
U 5, U 6

4. U-Gruppe (KAdm. Dönitz) sichert die nördliche Labradorsee
U 4, U 7

Die Transportgruppen laufen zunächst die Huna-Bucht an, nach Eroberung Reykjaviks durch Truppen des 1. AK wird die 2. TrGr die Schutzstaffel dort ausschiffen.

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Bild 52: Unternehmen 'Ikarus-2' - Die Invasion beginnt
Nach Beendigung des Einsatzes ist sofort die Rückkehr nach Deutschland einzuleiten. Vermeiden Sie Feindkontakt. Apropos, wie sieht denn die Feindlage aus?

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Stummel: In Reykjavik erwarten wir nur schwache Polizeiregimenter und keine Flugzeuge. Im Seegebiet und im Hafen wurden ein belgischer Zerstörer und ein norwegischer Kreuzer gesichtet. Die Home Fleet ist derzeit in Ostengland stationiert, auf gegen eine Landung dort schnell reagieren zu können. In Scapa Flow befinden sich einige Kreuzer und leichte Flugzeugträger. Auch Marinebomber wurden dort ausgemacht. Sollte es zu einem Auslaufen der Home Fleet kommen, im Seegebiet steht auch die ‚Kampfgruppe Moltke’ auf dem Rückmarsch nach Deutschland, die notfalls detachiert werden könnte.

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Schniewindt: Gut meine Herren. Das ist dann alles, begeben Sie sich nun zur Offiziersmesse. Dort warten Kraftwagen, die Sie zum Flugplatz Jever bringen werden, auf dem sich bereits mehrere Fieseler Storch befinden. Von dort können Sie zu ihren Einheiten zurückkehren.

Heil ******
Aktivist für Deutschland -Wahlprogramm-
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