ALRON - AAR Thread

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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Lordsiegelbewahrer Jorrig kehrt nach seinem Skiurlaub in den Schweizer Alpen an die Themse zurück und versucht, sich einen Überblick zu verschaffen.
Haben wir schon erhalten eine Antwort des Volkes auf unsere Politik?
- Bad Government Politics -
Oh, mein Lieber!
(das sind jeweils ca. 2 Jahre Forschung für England)
Lasst uns angreifen ein paar Indianer zur Entspannung!
Unter grössten Anstrengungen wurden die Lenape unterworfen. Es waren nicht genug Truppen einsatzbereit, und man musste rekrutieren und aus England heranbringen, um die Indianer zu besiegen, wie peinlich. Immerhin schlossen sich gut 10.000 Indianer dann England an und konnten die Verluste kompensieren.
Nun lasst uns senden Missionare in diese gottlose Gegend!
Wie, wir nicht haben Missionare???
Mylord, gute und schlechte Nachrichten aus England. Kent und Bristol konnten bekehrt werden zum wahren Glauben. Midlands und Northumberland weigern sich.
(Die Rebellen in Northumberland konnten erst nach vielen Anläufen und mit grossen Verlusten besiegt werden)

Die perfiden Iren kündigten uns die Vasallenschaft. Jorrig dazu:
Das bedeutet Krieg!
Nach endlosen Belagerungen und Kämpfen, die aber insgesamt recht verlustfrei und gut abliefen, wurde Irland besetzt und zum wahren Glauben bekehrt. Wir baten den freundlichen Herrscher aus Brandenburg, dasselbe mit den Schotten zu tun. Doch was taten diese undankbaren Bastarde? Nach wenigen Jahren kehrten sie zu ihrer eigenen Religion zurück, statt brav Provinzen zu bekehren!
Viel Geld für nichts!

An der Pforte zu Jorrigs Kanzlei klopfte ein Mann namens Martin Frobisher an die Tür.
Kommen Sie herein!
Name?
Ja, das hier ist die Entdeckersprechstunde, bitte seien Sie so nett und grüssen Sie Ihre drei Kollegen dort.
Ah, Sie bringen mit Kriegsschiffe? Wie praktisch!
Wohin wollen Sie reisen? Indonesien? Na gut, dann mal los!

Ermutigt durch die guten Beziehungen zu Spanien wurden Kolonien in St. Thomas, St. Lucia und Trinidad & Tobago gegründet, Inseln mit gutem Zuckerrohr. Die Eingeborenen wurden leider, äh, sie konnten nicht zum wahren Glauben bekehrt werden und mussten leider daran glauben. Genau.
Frobisher und seine Jungs - man nannte sie in England schon "The Explorers" und verkaufte Holzstiche und Autographien von ihnen - segelten weiter und entdeckten die reichen Küsten Afrikas und Südamerikas.
Überall nur Spanier und Portugiesen hier!
The Explorers umrundeten Kap Hoorn und das Kap der Guten Hoffnung, man erreichte schliesslich auch viel unentdecktes Land. Sehr viel unentdecktes Land.

Schliesslich meldete sich ein junger Fanboy in der Lordkanzlei Jorrig.
Jaja, wir haben gesehen genug Fans der Explorer, genug jetzt! Ich kann nicht mehr bewältigen den ganzen Papierkram, den sie produzieren!
Was sagt Ihr? Konkwistador? Ich bitte um Pardon, das klingt doch sehr spanisch! Aber Ihr habt einen hübschen Hut auf! Also, ab nach Amerika!

Mit Hilfe dieses jungen Fanboys gelang die Gründung weiterer Kolonien in Nordamerika, unter anderem Connecticut und Powhatan. Wir erwarten weiteres Wachstum in dieser Gegend.

Ach ja, die neue Königin. Sie hat versprochen, für Wohlstand und Prosperität zu sorgen. Wir sind gespannt.
Maximilian I.

Beitrag von Maximilian I. »

Memoiren des portugiesichen Königreichs
Anno Domini 1561


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Wir schreiben das Jahr des Herrn 1561. Die Monarchen Europas haben sich aufgemacht, die Welt zu erobern. Besonders aber die iberischen Staaten, vom Klerus durch den Tordesillas geschützt, pflegen es sich neue Ländereien zu erschließen. So konnte es jedenfalls Magellan bei seiner Umrundung des Globus durch die 7 Weltmeere feststellen. Auf höher See kaum jemand antreffend, waren es wenn dann spanische oder portugiesische Karacken. Doch andere Gegebenheiten wurden uns von den Kolonien berichtetet. Fremde Hochseeschiffe konnten von den Beobachtungsposten ausfindig gemacht werden. Unter anderem mit englischer Marineflagge bestückt, jedoch sprechen wir hier nicht von den Ländern des Amerigo Vespucci, sondern von den Inseln der Molukken. Ebenso gab es Bericht von fremdartigen Schiffen mit verformeten Segeln, so wie sie der Kaiser des fernen Ostens besitzt, mit dem wir zwar liebäugeln doch keine Diplomatie führen. Da kein weiser Man je die Verbotene Stadt betreten, noch den Kaiser je gesehen hat. So macht sich der König Portugals sorgen, jemand könnte seinen Ambitionen gefährden. Was nicht heißen muss, dass er nicht zu Kompromissen bereit wären.

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So oder anders könnte man einen kurzen Einblick aus Portugals Auge sehen. Ein schöner vor sich her dümpelnder Iberer, im Schatten der Großmächte Europas.

Algarve:

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Duke of York
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Beitrag von Duke of York »

Der Drachenthron
Geschichten eines Europäers am Kaiserhof in China



Kapitel 5 - Diplomatischer Zwischenbericht 1561



Es ist bitterkalter Winter im Januar 1561. Wir befinden Uns im Auftrag des himmlischen Herrschers zur Musterung und Truppeninspektion im Hauptquartier der Imperialen Armee in der ehemaligen Manchu-Festung Heilongjiang im Amur-Bergland.
Hier hat die Imperiale Armee ihr Winterquartier bezogen und rüstet sich für die Frühjahrsoffensive gegen die russischen Aggressoren. Am nördlichen Flussufer ist gerade der Voraustrupp des Generals Qi Jiguang dabei, zur Heimatfestung überzusetzen. Er hatte weisungsgemäß die russische Armee in hinhaltende Scharmützel verwickelt, um die Kampfkraft der Russen zu brechen. Den Rest tat der Winter. Von der ehemals stolzen Armee von ca. 20.000 Mann waren gerade noch 9.000 unter dem Kommandeur Stroganov kampfbereit. Und bei fast 20% Winterverlusten würden es in wenigen Tagen keine 8.000 mehr sein - fast ausschliesslich Kavalleristen, die in der ungeeigneten Gegend eine leichte Beute für die vor kurzem erfundenen Feuerwaffen unserer Imperialen Armee sein werden.
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Gerade, als Wir das Übersetzen des Trupps von Qi Jiguang beobachten, wird Unsere Aufmerksamheit ein kleines Stück flussabwärts auf eine einzelne Person gelenkt. Auch diese versucht, über den teilweise vereisten Strom zu gelangen, zum Glück erfolgreich, und hält dann direkt auf die Tore unserer Festung zu.

Zuerst dachten Wir ob der zerlumpten und nur notdürftig für den Winter geeigneten Kleidung an einen russischen Bettler, doch bei näherem Hinsehen erkannten Wir den Mann, den Wir schon mehrmals in Moskau getroffen hatten - Uebeltaeter, den Unterhändler des Zaren.
Wir waren ein wenig erstaunt, doch zugleich gespannt, was er vorzutragen hatte.

Und noch viel mehr waren Wir erstaunt, als Wir seine Worte vernahmen.
Er, der noch vor wenigen Jahren im Namen seines Zaren damit gedroht hatte, das Kaiserreich mit überragenden Heerführern in den Staub werfen zu wollen, bat nun um einen milden Frieden. Offenbar hatte sich in Moskau die Einsicht durchgesetzt, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen sei - sehr vernünftig, wie Wir anerkennend feststellen müssen.

Doch nicht nur das.

Der Zar bietet für diesen Frieden an, für alle Zeit auf jegliche Gebietsansprüche östlich von Baikal und Selenga verzichten zu wollen! Einzig um Übergabe der Goldprovinz Buriat bittet der Zar, da er das Gold dringend benötigt, um seine chronisch klamme Staatskasse wieder aufzufüllen.

Der Kaiser war über dieses Angebot hocherfreut, war es doch weder seine Absicht, das Zarenreich in den Ruin zu treiben, noch einen dauerhaften Feind an seiner Nordgrenze zu wissen.

Und so vereinbarten Wir mit den Russen folgenden Waffenstillstand nach dem Willen des Kaisers:
Himmlischer Kaiser hat geschrieben: der Kaiser hat beschlossen, Euch die gewünschte Provinz als Kriegsbeute zu geben. Betrachtet dies bitte als Vertrauensvorschuss und Zeichen den guten Willens.

Bedingung hierfür ist, dass Ihr sofort Euren Plündertrupp zurückzieht und dass Ihr ohne Erlaubnis des Kaisers ausser Buriat keine weiteren Siedlungen östlich der Selenga anlegt.

Wenn sich der Zar an diese Auflagen hält, wird ihm in späteren Jahren möglicherweise mehr Siedlungsland zugesprochen werden, denn der Kaiser will eigentlich garnicht so viel Land wie vom Zaren angeboten.

Viel mehr als an besiedlungsfähigen Provinzen ist der Kaiser an einem guten Nachbarn interessiert. Und je mehr der Kaiser das Gefühl hat, dass keine Gefahr von Russland ausgeht, desto kleiner wird der "Schutzgürtel" ausfallen, den der Kaiser zu halten meint.

Dies wurde an Ort und Stellle im Namen des Zaren und des Himmlischen Kaisers paraffiert.
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
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Eichendorff
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Beitrag von Eichendorff »

Der Mogul
1537-1561
Der Beginn des Heiligen Mogulischen Kaiserreichs
Die Muslime toben. Der Stammesführer der Eingeborenen aus dem fernen Westen, dessen Stamm sich "die Portugiesen" nennt, hat unsere Brüder von Atjeh angegriffen und versklavt - und sich dabei vor Koranverbrennungen nicht zurückhalten können. Das heisst nur eins: Heiliger Krieg! Alles andere wäre ein Verrat an dem einzig waren Glauben.

Da unsere Atjehischen Brüder wohl nicht das letzte Ziel der portugiesischen Aggression bleiben würden, haben wir beschlossen die restlichen Muslime Ozeaniens in unsere Obhut zu nehmen. Unsere Brüder aus Brunei können sich schon darüber freuen, unter den sicheren Schirm des Kaisers von Delhi sich zu befinden.

Um die Bedeutung unseres Herrschers für die asiatischen Muslime zu unterstreichen, haben unsere muslimischen Vasallen den Mogulherrscher Akbar den I. einstimmig zum Kaiser der asiatischen und ozeanischen Muslime erklärt.
Unschöner weise, haben sich kurz danach zwei unserer Vasallen extrem zerstritten und sich gegenseitig den Krieg erklärt... Da wurde der Kaiser in einen Krieg gezerrt, wo er sich für eine Seite aussprechen musste – wohlwissend, dass die andere ihm das nicht verzeihen wird... Der Kaiser hat sich für unsere Usbekischen Brüder aus dem Ferghanatal entschieden. Der Krieg mit Chanat Chagatai dauert noch an, die Armeen des Chanat wurden aber schon zerschlagen.
Leider ist während der Kaempfe unser geliebter Kaiser verstorben. Seltsamerweise ist er im selben Augenblick in Delhi wiederauferstanden und auf den Thron zurückgekehrt – mit der Prämisse aber, nie wieder aktiv zu kaempfen. Wir sind überzeugt, dass die Wiederauferstehung des Kaisers ein Zeichen Allahs war, und deshalb unser Kaiser noch ein sehr, sehr langes Leben vor sich hat.

Zusammen mit unserem Bruder, dem Kaiser von China, haben wir 1561 die Asiatische Union gegründet (AE), um gemeinsam mit einer starken Stimme gegenüber den immer aggressiver werdenden europäischen Seefahrern vorgehen zu können. Der Effekt konnte sich schnell sehen lassen – der spanische König hat seine Forderungen gleich zurückgeschraubt und sich verpflichtet, für die Erlaubnis des Handelns in unseren Handelszentren die verpflichtenden Konzessionen zu kaufen. Blendend.
Jetzt müsste nur noch der Stammesführer der Portugiesen begreifen, dass sie in diesem Teil der Welt sehr unerwünscht sind – und die AE mit ihren europäischen Verbündeten die Portugiesen mit einen riesigen Arschtritt aus Asien und Ozeanien herausbefördern wird, falls sie bald nicht freiwillig gehen werden.
TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

Die Geschichte Schwedens
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Die Jahre 1561 bis 1589


Der schwedische König Erik XV verlas nun die Bilanz der letzten 18 Jahre.

Liebe Untertanen,
Ich habe vieles versprochen und fast alles gehalten. Ich bin der beste König, den ihr je hattet. Erinnert ihr euch noch an die Misswirtschaft der dänischen Könige? Wieviel besser stehen wir jetzt da.
Unsere Truppenstärke hat zwar die 50000 noch nicht erreicht, ist jedoch auf gutem Wege dorthin.
Curacao, Jamaika und Nicaragua konnten an Spanien verkauft werden, so dass wir neue Kolonien in Neu-Schweden, auch als Südostasien bekannt, gründen konnten.
Der neuste Coup ist der Verkauf von Haiti an die Holländer.
In den Handelswissenschaften konnten wir mit Spanien und Holland gleichziehen. So habe ich es euch versprochen und so ist es geschehen.
Mein Hofrat wird wieder mit mir beraten, wie wir das nächste Zeitalter angehen. Aber ich werde weiterhin meinem Volke dienen.


Sogleich liess der König seine wichtigsten Minister kommen. Der Wirtschaftsminister war als erstes an der Reihe und erstattete Bericht.

Eure Majestät,
Unsere Wirtschaft wächst pro Jahr um 1%, vor allem dank unseres starken Exports und Aussenhandels. Die Niederlande wachsen jedoch mit 1,5% weiterhin schneller und England konnte mit 2,5% pro Jahr neue Rekorde bei seiner Wirtschaft aufstellen. Selbst der Russe mit 1,6% wächst schneller als wir. Wir müssen etwas unternehmen.
Unsere Händler haben die modernsten Handelstaktiken und können sich mit den spanischen und niederländischen messen. Dies muss unbedingt beibehalten werden.
Was mir Sorgen bereitet ist, dass wir als einzige Grossmacht keinerlei Handelszentrum in unserem Reich haben. Österreich hat Frankreich das Zentrum in Genua abgenommen und sich damit einen Herzenswunsch erfüllt. Sollten wir da nicht nacheifern?


Der König erschrak ob der schlechten Neuigkeiten.

Ich muss zugeben, die Daten unserer Nachbarländer erschrecken mich. Wenigstens sind wir vor dem Brandenburger. Aber da müssen wir etwas unternehmen. Wir haben eine kleine Bevölkerung und einen kleinen Binnenmarkt. So müssen wir Waren exportieren, um damit unsere Wirtschaft zu stärken. Tut alles was nötig ist, damit dies gelingt. Als erstes müssen wir eine Handelsflotte bauen, damit unsere Waren auch überall hintransportiert werden können. Das hat allerhöchste Priorität. Und sorgt dafür, dass wir der Handelsflotte und generell der Flotte eine höhere Priorität zuweisen. Neu-Schweden muss weiter ausgebaut werden. Dort gibt es Gewürze und wertvolle Orientwaren, die uns helfen können, unsere Wirtschaft in Schwung zu bringen.
Arrangiert ein Treffen mit den Vertretern des Mughal Reiches und Chinas. Diese Neuentdeckungen könnten ein toller Motor für unsere Exporte sein. Einer unserer Hofbäcker hat eine neue Art Brot erfunden. Zu Ehren unserer Dynastie nennen wir es Vasa-Knäckebrot. Der chinesische Botschafter ist verrückt danach. Wenn seine Landsleute das ebenso sehen, haben wir einen tollen Exportschlager.
So und nun bereitet alles vor, wir haben keine Zeit zu verlieren.


wird noch weiter ausgeführt.
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Stupor Mundi
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Beitrag von Stupor Mundi »

Aus der Korrespondenz der Generalstaaten (1561-89)

Wilhelm von Oranien an den Außenminister der Generalstaaten
Vereerter Herre,
da Wir nunmehr auf friedlikem Wege in den Besitz der Landschawt Brabant und des Hafens von Antwerpen gelanget sind, haben Wir alle Unserer territorialen Bedyrwnisse in Europa befridikt. Die Aufstendigen in Letzeburg und Arras sind ja keine Hollender, dienen daryber hinaus dem Bischof van Rom, ja sie haben nicht eynmal die selpe Sprake wie wir. Daher könen Wir nicht fyr diese spreken. So lange also ire gottgegebene Freyheyt des Kristenmenschen von dero rechtmeßiken Oberkeyt nit anjetastet wyrd, besteht keene Notwendikkeyt eenzugreyfn.
Bezyglik dero Handelsmethoden sind Uns Klagen zu Ohren gekommen, daß hollendiske Hendler auf sehr rabiate Weyse die Kontrolle yber fremde Handelscentren zu erlangen suchen. Dazu möchten Wir folgendes kundtun: Unsre Hendler haben sych in fremden Landen gegenyber deren Besitzern zu verhalten wie Gasten, nit wie Besatzer. Aggessivitet ist zu begrenzen, wyrd aber auch nit von anderen gegen die Unseren geduldet werden. Immerhin sind die Unseren besser ausgebyldet durch Kenntnisse, die sonst nur noch Schweden und Spanien teilen. Handelskrieg mit uns ist also fyr keene auslendiske Macht von Vorteil.
Im ybrigen interessieren Wir Uns sehr fyr die Erkenntnisse jenes wackeren van Huygen. Sobald er von seyner Erkundunksfaart zurykjekeehrt ist, schickt ihn zu Uns. Wir möchten geerne mehr aus seynem eygenen Mund erfahren yber die Erlebnisse und das Gedeihen Unserer Pflanzstedte an der Welt anderem Ende.
Mit würdevollem Gruße
Wilhelm
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Duke of York
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Beitrag von Duke of York »

Bekanntmachung!



Der Himmlische Kaiser und der Mogulkaiser rufen die asiatische Freihandelszone aus.

Ab sofort ist es allen interessierten Mächten gestattet, in den Handelszentren des Kaisers und des Moguls ihre Waren feilzubieten und im Gegenzug die begehrten asiatischen Luxusgüter und Gewürze für ihre heimischen Märkte zu erwerben. Aufgrund der enormen Nachfrage und des noch sehr hohen Wettbewerbs umfasst diese Erlaubnis maximal 1 Händler je Handelszentrum (ausser es gelten andere individuelle Vereinbarungen). Die Beschränkung dient vor allem dazu, allen Ländern gleichberechtigt den Zugang zum asiatischen Handel zu ermöglichen.
Sollte diese Beschränkung nicht respektiert werden, drohen temporäre Embargos.

Sollte eine Handelsnation daran interessiert sein, mehr Händler entsenden zu dürfen, besteht die Möglichkeit, gegen anonymes Gebot (per PM an den Präsidenten der Handelskomission, Duke of York) eine sogenannte "Erweiterte Handelskonzession" zu erwerben. Den Zuschlag bekommen immer die 3 Länder, das in der jeweiligen Bieterrunde das höchste Gebot abgegeben haben. 1/3 der Konzessionskosten sollten im Voraus entrichtet werden. 2/3 nach Ablauf der Runde. Es können statt oder ergänzend zu reinen Geldzahlungen auch Sachleistungen angeboten werden, z.B. Waffenhilfe ect.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, gegen einen guten Aufschlag eine Embargooption gegen ein Land eigener Wahl zu erwerben.

Kaiser und Mogul freuen sich auf die hoffentlich zahlreichen Gebote.


Im Namen des Himmlischen Kaiser und des Mogulkaiser

Duke of York
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Moses
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Beitrag von Moses »

Habsburg 1561 - 1589


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1. Habsburgisch – französischer Krieg und die Entstehung des habsburgisch militärisch-industriellen Komplexes.

Januar 1589, ein weiterer stürmischer und regnerischer Tag in der Bamberger Feste. Zwei vielleicht 12-14 jährige halbwüchsige üben mit ihren neuen Musketen am Schießstand. Der Erfolg der beiden Jungen hält sich in Grenzen, die Enttäuschung ist ihnen auf die jungen Gesichter geschrieben. Da ertönt Hufschlag auf der Zugbrücke, eine Kolonne von Soldaten unter Kaiserlichem Banner reitet ein, an der Spitze ein bärtiger Krieger, die Narben im Gesicht weisen ihn als Veteran einiger Schlachten aus und die dunklen Augen haben mehr Leid und Unglück gesehen als die der meisten Menschen.

„Großvater, Großvater du bist endlich zurück!“

Der jüngere der beiden lässt seine Muskete achtlos fallen und stürmt mit ausgebreiteten Armen auf den Veteranen zu.
Ein Lächeln stiehlt sich auf das strenge Gesicht des Neuankömmlings, Lord Christian von Ansbach Herr der Feste und der umliegenden Ländereien gleitet geschickt aus dem Sattel und nimmt den Jungen in die Arme.

„Ich sehe zumindest einer hat mich hier vermisst Siegfried, hast du auch fleißig geübt mit der Muskete die ich dir aus der Bamberger Manufaktur mitgebracht habe?'

„Ja Großvater und in ein paar Jahren reite ich dann neben dir in der der Vorhut des Franzosentods“

„Siegfried, nur weil das gemeine Volk ihn so nennt sollten wir ihn bei seinem richtigen Namen nennen, ich weis aus zuverlässiger Quelle das er „Franzosentod“ nicht sonderlich mag. Also wie sagt man?'

„Entschuldige Grossvater, ich meinte natürlich mit euch in der Vorhut von Erzherzog Karl von Österreich.“

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Der Erzhog in Genua

„So ist es richtig Siegfried und jetzt lauf und sag deiner Mutter Bescheid das ihr Vater angekommen ist und nimm auch deinen Bruder mit.“

Die beiden Jungs nicken eifrig und stürmen ins innere der Feste.

Einige Stunden später in der herzoglichen Bibliothek der Feste. Ein Feuer prasselt im Kamin und Herzog Christian sitzt in seinem Lieblingssessel. Die beiden Jungs Siegfried und Hagen liegen vor dem Feuer Zinnsoldaten bemalt mit kaiserlichen und französischen Uniformen zwischen sich.

„Großvater erzähl uns noch einmal wie du den Franzosent...ich meine den Erzherzog kennen gelernt hast?“

„Na die Geschichte kennt ihr doch schon längst Jungs“

„Bittttteeeeee“

„Gut es war wohl im Herbst 62, ich ein blutjunger Leutnant, Grenzkommando Ost in Banat, Divisionsstärke, die Türken das fürchten lehren und die Grenzen vor Überfällen der Heiden schützen. Die Grenze war aber friedlich und unsere Spähtrupps die wir nach Serbien und Bosnien schickten berichteten uns von einem jämmerlichen Zustand der türkischen Garnisonstruppen. Der Sultan hatte wohl anderes im Sinn als sich um seine Schafherden im Balkan zu kümmern. Gerüchte gingen um die Division sollte einen neuen Kommandanten bekommen, aber keiner wusste etwas genaueres. Und dann kam er an der Erzherzog, fast so jung wie ich damals aber schon Oberst. Ich habe damals eine Kavalleriebrigade kommandiert und der Erzherzog hatte die Angewohnheit alle Offiziere regelmäßig zu sogenannten Arbeitsessen einzuladen. Jeder konnte seine Meinung über neue Taktiken, Strategien, Waffen etc. einbringen. Dadurch ist seine Majestät wohl auf mich aufmerksam geworden. Es war ein tolle Zeit und dann kam es zum Ersten Türkenkrieg. Keiner hatte damit gerechnet, die türkischen Garnisonen waren weiterhin in erbärmlichen Zustand, von mobilen Grenztruppen wie unserer war weit und breit nichts zu sehen.
Jedenfalls kam es dann zum Krieg zwischen den Russen und den Türken. Ging wohl um irgendwelche Gebiete am Schwarzen Meer. Als die Botschaft bei uns eintraf mit der Order Grenze halten argumentierte der Erzherzog das Habsburg noch aus den litauischen Kriegen ein Bündnis mit Russland hatte das nie aufgekündigt wurde und was würde die Welt von Wien denken wenn wir dies nicht ehren würden. Wer wollte dabei seiner Majestät schon Widersprechen. Trotz mangelnder Befehle vom Hofkriegsrat aus Wien sattelten wir dann also auf und zogen über die Donau nach Serbien. Schwere Waffen liesen wir zurück, Mobilität war dem Erzherzog wichtiger als Feuerkraft. Die Türken wussten gar nicht wie ihnen geschah, sie verkrochen sich in ihren Festungen, die wir nicht stürmen konnten ohne Kanonen, doch uns wars egal, wir plünderten das ganze Land und bald schon hatten wir mehr Lastpferde mit Beutegut als Männer auf Pferden. Von den hochgelobten Janitscharen war weiterhin nichts zu sehen. Nachdem das Land kahl war zogen wir dann nach Bosnien weiter und machten dort das gleiche, wir waren eine richtige Band of Brothers und genossen diesen Krieg. In Bosnien erreichte uns dann ein aufgeregter Major aus Wien, seiner Majestät mitzuteilen das er zwar keinen Fehler gemacht hatte, der Kaiser aber derzeit keinen grösseren Konflikt mit der Hohen Pforte wünsche. Karl war erbost, stand doch zwischen uns und den Toren Konstantinopels wahrscheinlich kein einziger kampffähiger Türke. Missmutig packten wir also unser Plündergut und zurück ging es über die Donau in die Kasernen. Da war es dann Frühling und den Rest des Jahre verprassten wir das Gold der Türken.“

"November 6, 1562 : Russia declared war upon Ottoman Empire."
"November 8, 1562 : Crimea joined the war on the same side as Russia in their war against Ottoman Empire."
"November 8, 1562 : Teutonic Order dishonored a Military Alliance she had with Russia, Crimea and Austria."
"November 13, 1562 : Teutonic Order entered a Military Alliance with Russia, Crimea and Austria."
"November 13, 1562 : Teutonic Order joined the war on the same side as Russia and Crimea in their war against Ottoman Empire."
"November 13, 1562 : Austria joined the war on the same side as Russia, Crimea and Teutonic Order in their war against Ottoman Empire."
"February 19, 1563 : Austria accepted peace with Ottoman Empire on the following terms : Return to Status Quo."


„Und seitdem bist du immer mit dem Erzherzog geritten Grossvater?“

„Das stimmt, seitdem war ich immer ins einem Stab, zuletzt im Franzosenkrieg als Kommandeur der Vorhut, der ehren vollste Posten in der habsburgischen Armee“

„Erzähle uns vom Franzosenkrieg“

„Franzosenkrieg, Franzosenkrieg!“

Die Augen der beiden Jungs leuchten wie sie ihren Großvater um mehr Geschichten anbetteln.

„Nun ihr wisst ja das Österreich und das Haus Habsburg als Kaiser des heiligen römischen Reiches einen Anspruch auf alle italienischen Ländereien stellt. Dieser Anspruch wird von den meisten Monarchen in Europa auch anerkannt. Ende 1584 jedenfalls kontrollierten wir den Großteil Italiens.
Im Süden befand sich Neapel noch in den Händen der Vettern aus Madrid, immer wieder ein Zankapfel bei diplomatischen Gesprächen. Die Krämer in Venedig fühlten sich auch besser in spanischen Händen aufgehoben und im Westen in Genua und Piemont saßen die Franzosen, immer auf die reichen Länder in Mailand und die Emilia schielend. Gerade die Spannungen mit Paris nahmen wegen Genua immer weiter zu, nachdem unsere Händler dort gegängelt wurden von der frz. Bürokratie. Ein Einmaliger Vorgang betrachtet man das der größte Teil des Italienhandels über Genua abgewickelt wird. Selbst eine auf höchster Ehe vereinbarte Staatsehe zwischen Paris und Wien trug nicht sonderlich zur Entspannung bei. 1575 beschloss der Hofkriegsrat jedenfalls in 10 Jahren Kriegsbereit zu sein. Dafür wurden große Anstrengungen unternommen und mit Hilfe der Fugger der erste und weltweit einzigartige habsburgisch – industriell-militärischer Komplex geschaffen. Eine Reihe von Manufakturen nur auf die Kriegsführung ausgerichtet wurden in der Nähe unserer Eisen und Kupferminen aus dem Boden gestampft und auch die entsprechenden Zulieferbetriebe und Straßensyteme ausgebaut.

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Der industriell - militärische Komplex im Herzen Österreichs

Der Erfolg der Manufakturen durch staatliche Aufträge führte wieder dazu, dass die Universitäten vermehrt gesponsort werden konnten und neue Technologien und Strategien für das kaiserliche Heer entwickelt wurden. 1583 war der Vorteil dann für alle Strategen so ersichtlich, das das sogenannte „Window of opportunity“ jetzt genutzt werden musste bevor andere Mächte technologisch aufschließen konnten. Es wurden also mehrere Rekrutenjahrgänge eingezogen und gedrillt. Im Januar war es dann soweit, der Kaiser vorderte in einem einmaligen Vorgang den Thron von Frankreich für Habsburg, einen Vorgang den die Franzosen natürlich nur ablehnen konnten, was uns den Kriegsgrund lieferte. Wir marschierten sofort von Mailand nach Genua und dort zeigte sich zum ersten mal die wahre Überlegenheit der neuen Kanonen. Man konnte sie kaum noch als Kanonen bezeichnen, den die Franzosen hatten ja auch welche, doch es war als würden sie mit einer simplen Schleuder auf einen gepanzerten Ritter schießen. Karl bezeichnete unsere mehr als Artillerie so schnell schossen unsere geschützte die Mauern von Genua zusammen und wir stürmten die Stadt. Der Erzherzog wollte die Überraschung der Franzosen nutzen und wir zogen sofort nach Piemont auch diese Provinz wurde gestürmt bevor wir überhaupt auf eine frz. Entsatzstreitmacht trafen. Auf diese trafen wie dann erst in Savoyen und auch hier waren die Franzosen „outclasses“ wir trieben die hilflosen Franzosen vor uns her und kurz später vielen nach Savoyen auch die Dauphine und Provence in unser Hände.

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Schlacht in Savoyen - Sieg für Habsburg

Wir setzten über die Rhone und auch Languedoc wurde gestürmt, dort erlitten wir dann auch die einzige Niederlage des Krieges, gegen eine riesige Reiterstreitmacht der Franzosen zogen wur uns geordnet über die Rhone zurück und liesen nur Garnisonen in den befestigten Festen zurück, die Franzosen zu verlangsamen. Nach dem Eintreffen von Verstärkungen schlugen wir dann die Entscheidungsschlacht in Lyonnais und rieben hier die frz. Hauptarmee auf. Die Franzosen kapitulierten anschließend vor dem Erzherzog in Lyonnais. Genua wurde an uns abgetreten und kurz später noch der Austausch von Franche Compte und Piemmonte vereinbart. Das lies den Franzosen das Gesicht wahren und der Frieden war im Angesicht des militärischen Vorteils unserer Armee noch recht milde.
So Jungs jetzt reicht es aber mit Kriegsgeschichten für heute, ab ins Bett mit euch“

Die beiden Jungs folgen den Anweisungen widerwillig, doch ihre Augen leuchteten noch immer und ihre Gedanken kreisen um Träume von eigenen Heldentaten gegen Türken, Franzosen oder andere Feinde des Reiches und ihres Kaisers.

"January 3, 1585 : Austria has proclaimed a claim to the throne of France."
"February 15, 1585 : Austria broke the Royal Marriage she had with France."
"February 15, 1585 : Austria declared war upon France."
"October 17, 1586 : France accepted peace with Austria on the following terms : Liguria to Austria.






I don't know anything about Angola, but Angola is in trouble
("Sir" Charles Barkley, Dream Team I, Barcelona 1992)
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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

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Spanien 1560-1589


Am prächtigen Grab des alten Kronrats steht ein junger Mann. Andächtig betrachtete er die Inschrift: „Er nahm großen Anteil am Aufstieg Spaniens zur ersten Macht der Welt“. Wie wahr, dachte er. Als er selbst 1561 die Rolle des großen alten Mannes übernahm, war das Feld bereits bestellt. Er selbst hatte nur noch ernten müssen. Und wie prächtig, wie reich stand sein Spanien nun da!
Kaum für möglich gehalten worden war, dass die Stämme Westafrikas einmal einen wichtigen Bestandteil Spaniens darstellen würden. Doch ein großer Teil der spanischen Armee rekrutierte sich inzwischen aus diesen Ländern. Und seitdem unter Carlos dem Ersten ein weitverzweigtes Netz befestigter Straßen nicht nur in Spanien, sondern auch in Afrika angelegt worden war, blühte auch das Gewerbe Afrikas auf: Die fruchtbaren Böden lieferten Nahrungsmittel und Gemüse, in der Savanne weideten Nutztiere aller Art, die reichen Goldminen von Bambuk und Buré versorgten ganz Europa mit wertvollem Schmuck und Münzen, das Kunsthandwerk gedieh prächtig. Auch die Ebene des Kongo, erst kürzlich dem Reiche einverleibt, gedieh.
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In Amerika wuchs aus den hie und da angelegten Kolonien und Festungen ein zusammenhängendes Gebiet von ungeheurer Wirtschaftskraft zusammen. Die Plantagen auf den Westindischen Inseln versorgten Spanien mit Zucker, Tabak und Tee, aus dem Norden kamen Felle und Baumwolle, junge Bauernsöhne fanden in den Weiten Argentiniens Platz für die Gründung neuer Farmen. Überall geschah dies in Kooperation mit den örtlichen Stämmen, denen man ohne Umstände spanische Bürgerrechte verlieh, sofern sie sich zum Heeresdienst verpflichteten.
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Zusammengehalten wurde das riesige Reich von einer straffen Bürokratie, die Steuern eintrieb, das Münzwesen kontrollierte und Recht sprach [Bailiff: 120 (+34), Chief Judge 70 (+53), Governor 117 (+51)] sowie vom Klerus, der für das Schulwesen zuständig war und dafür sorgte, dass auch die eingegliederten Völkerschaften treue Katholiken wurden [Innovation 0 ( -3)]. Der Adel hingegen hatte seine alten Vorrechte fast vollends eingebüßt [Aristocracy 2 (-3)]. Allerortens strebte ein selbstbewusstes Bürgertum empor, trieb Handel und Gewerbe voran, baute ein bedeutendes Manufakturwesen auf [Refinery 13 (+6)].
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Auf jedem größeren Handelsplatz der Welt tummeln sich inzwischen spanische Händler [Trade income (merchants) 199.8 (135)]. Beschützt von der großartigen Kriegsflotte des Imperiums [Current Navy: Warships: 134, Galleys: 209, Transports: 15] und den umtriebigen Diplomaten des Königs, die den Einfluss Spaniens in die hintersten Winkel der Welt tragen. In Europa sorgen die Tercios dafür, dass Spanien weiter in Frieden gedeihen konnte. Anders als Österreich war Spanien jedoch kein reiner Militärstaat. Die größte Armee der Welt war dafür zuständig, die Interessen spanischer Bürger zu verteidigen, nicht umgekehrt.
Tüchtig, friedlich und ehrgeizig – das beschreibt wohl am ehesten den Charakter Spaniens in dieser Epoche.
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Anton
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Beitrag von Anton »

Die Litauische Frage 1561-1589

Nachdem Polen durch Brandenburg weitgehend niedergerungen wurde, war das polnisch-litauische Projekt eigentlich schon zum Scheitern verurteilt. Durch die österreichische Annexion des Herzogtum Krakaus verschwand Polen auch gänzlich von der Landkarte.
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Litauen, 1561
Litauen, die rückständige, zurückgebliebene Schwester Polens, musste nun alleine weitermachen. Das Land war zweigeteilt, denn schon hatte Russland an der Seite Österreichs die Ukraine erobert, und drohte gänzlich an das Zarenreich zu fallen.

Nach dem verlustreichen Patt im Sibirienkrieg gegen China war Iwan der Schreckliche innenpolitisch angeschlagen wie noch nie. Seine selbsternannten "Russischen Conquistadores" erfroren jämmerlich in der Tundra, während die chinesische Armee aus ihrem gut versorgten Winterquartier in der Manchurei das Treiben beobachtete. Russland musste Chinas Recht auf die riesigen Ländereien zwischen dem Baikalsee und dem stillen Ozean vorerst anerkennen.

Im Volk brodelte es, und diesmal war es mit einigen Pfählungen und Vierteilungen nicht getan. Um die Bojaren wieder in Stimmung zu bringen, musste ein kleiner, siegreicher Krieg her. Einer, in dem Russland nur gewinnen könnte. Also erklärte Russland Litauen den Krieg und machte sich an die Eroberung des schwächelnden Landes.

Diese Gelegenheit ließ sich der Kurfürst nicht entgehen. Endlich konnte er seine durch die vielen Eroberungen etwas angeschlagene Reputation reinwaschen, indem er für Litauens Freiheit stritt. Brandenburgische Truppen marchierten vom Westen in Litauen ein, und die Russen wagten es zurecht nicht, auf die preußischen Grenadiere zu schießen, die ihnen gegenüberstanden und die Kontrolle über weite Teile Litauens übernahmen.

Russland musste sich mit einigen Gebieten in der nähe von Smolensk begnügen und schloß Frieden.
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das Freie Osteuropa 1567
Schon bald machte sich die Staatskanzlei Brandenburgs daran, neue Grenzen zu kreiern. Litauen, Polen und die Ukraine wurden als neue Staaten aus Brandenburgisch kontrolliertem Territorium geschaffen, die vor dem Wahnsinn des Despoten im Kreml sicher sein sollten.

1584 starb Iwan der Schreckliche, nachdem er sich beim eigenhändigen Ersäufen eines politischen Gegners in der zugefrorenen Moskwa eine Erkältung zugezogen hatte. Sein Sohn, Feodor der Handzahme, war ein deutlich milderer Monarch. Darum, und in Anbetracht des orthodoxen Glaubens einer Mehrheit der Litauer, beschloß der Kurfürst, große Teile der befreiten Gebiete friedlich an Russland zu übergeben. Polen und Rest-Litauen verblieben unter seinem Schutz.
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Brandenburg und seine Nachbarn 1589
Ansonsten wurde eine Kunstakademie zu Berlin eröffnet, und zwei Schnapsbrennereien gebaut, um dieselbige zu versorgen. Denn Inspiration und Spritt haben die selbe Wurzel. Für ein hübsches Bild aus unserer Akademie der Künste überschrieb uns der freundliche König von Spanien zudem Luxemburg, "weil es sich auf Brandenburg reimt". Drum blickt Brandenburg voller Zuversicht in die Zukunft.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
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suo
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Beitrag von suo »

Lustige Spielchen der Iberer und Beobachtungen im Norden.
Selim II. und Murad III.


Suleymans letzte Regierungsjahre sollten eigentlich der Umsetzung seiner Reformen und Stabilisierung der Herrschaft dienen - war er doch kein ganz juger Mann mehr.
Für ihn sehr schwer zu verstehen, drängten ihn seit Jahren die Russen, doch endlich die orthodoxen Georgier dem Osmanischen Staat einzuverleiben. Suleyman hätte lieber den Georgiern ihre innenpolitische Freiheit gelassen und die osmanischen Besitzungen auf der Krim über Weidegründe der Reste der mongolischen Horden mit Anatolien verbunden. Deren Staat war sowieso im Niedergang begriffen und der Sultan als Kalif bereits ihr religiöses Oberhaupt.
Aber nein, die Russen ließen sich in ihrem Plan nicht beirren und griffen kurzerhand selbst die Georgier an, teilten das georgische Königreich zwischen sich und den Krim-Tartaren auf. Sehr verlässliche Hüter des orthodoxen Glaubens haben wir hier.
Seit diesem Raubzug lagen nun die Russen Suleyman in den Ohren, er möge doch nun seinerseits die Russen angreifen, um ihnen Georgien wieder abzunehmen....
Nun. In der Folge der Regierungsreform wäre vielleicht ein außenpolitisches Abenteuer gut zur Ablenkung der braven - aber doch recht konservativen - Türken gewesen, die den Sinn der neuen Gesetze Suleymans nicht sofort verstanden und aufbegehrten.
So schrieb er denn dem Zaren, er möge doch selbst Krieg erklären, denn russische Krämer würden sowieso bereits Ansprüche auf den Handel in Astrakhan anmelden. Dann könnte Suleyman sein Volk hinter sich vereinen, die Unruhen im Land würden durch die "gefährlichen Russen" verstummen und die Georgier wären schließlich froh, wieder frei zu sein.
Was macht der Zar? Er wartet ab, bis sich die Lage im Osmanischen Reich von selbst beruhigt hat, greift dann an und verlangt, dass die Osmanen bitte schön sofort die Heere des deutschen Ordens und der Krim gleich mit zu vernichten hätten.
Was noch perfider ist: Er lädt die Österreicher dazu ein, den Balkan zu plündern. Ein Zug, der dem Kaiser und dem Zaren bis heute nachgetragen wird! Es mag ja sein, dass der Zar in seiner Angriffslust um Hilfe schreit. Doch dass der Kaiser in Wien sich nach jahrelanger friedlicher Nachbarschaft sofort darauf stürzt, osmanische Siedlungen niederzubrennen, wird kein Türke so schnell wieder vergessen.

Kurz nach diesem Verrat verstirbt der große Suleyman und sein Sohn Selim folgt ihm nach.
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Selim II (1566-1574)
Was unseren Nachbarn im Norden umtreibt, sehen wir in den nächsten Jahren. Der Zar meint, er müsse alle Nationen gewaltsam unterjochen, die er nur irgendwie erreichen und unter seine Knute zwingen kann.
1567-03-06: Crimea accepted peace with Russia on the following terms : Volgograd to Russia, Uralsk to Russia, Kalmuk to Russia, Azow to Russia & Lugansk to Russia.
1571-06-05 : July 6, 1571 : Sibir accepted peace with Russia on the following terms : Full Annexation of Sibir by Russia
1571-08-04 : September 5, 1571 : Khazak Horde accepted peace with Russia on the following terms : Kyzylkum to Russia.
1572-00-26 : January 27, 1572 : Nogai accepted peace with Russia on the following terms : Nogai pays 50$ in indemnities. Alga to Russia, Irgiz to Russia, Orsk to Russia, Bouzatchi to Russia & Ust Urt to Russia.
1579-08-17 : September 18, 1579 : Lithuania accepted peace with Russia on the following terms : Lithuania pays 25$ in indemnities. Mozyr to Russia & Chernigov to Russia.
1584-05-21 : June 22, 1584 : Russia accepted peace with Poland on the following terms : Poland pays 1550$ in indemnities. Jedisan to Russia, Donetsk to Russia & Vorones to Russia.
1584-06-00 : July 1, 1584 : Poland went bankrupt!
Man wird in Istanbul gut überlegen, wie dieses aggressive und gefährliche neue Imperium zu beurteilen ist!


Da weiterhin der Handel von wenigen Nationen kontrolliert wird, hält aber auch Selim an der Politik der wirtschaftlichen Konsolidierung fest, so sehr das Verhalten des Kaisers in Wien ihn auch wünschen lässt, dass osmanische Militär zu modernisieren!
1566-10-03 : November 4, 1566 : Netherlands acquired a monopoly in Danzig.
1566-10-07 : November 8, 1566 : Spain acquired a monopoly in Cuzco.
1566-10-12 : November 13, 1566 : China acquired a monopoly in Kansai.
1566-10-19 : November 20, 1566 : Spain acquired a monopoly in Transkei.
1566-11-12 : December 13, 1566 : Netherlands acquired a monopoly in Moscow.
1566-11-13 : December 14, 1566 : Spain acquired a monopoly in Andalusia.
1567-01-20 : February 19, 1567 : China acquired a monopoly in Guangzhou.
1567-02-09 : March 10, 1567 : Netherlands acquired a monopoly in Anglia.
1567-02-12 : March 13, 1567 : Spain acquired a monopoly in Ganges.
1567-08-18 : September 19, 1567 : Spain acquired a monopoly in Tago.
1567-09-22 : October 23, 1567 : Spain acquired a monopoly in Veneto.
1567-10-18 : November 19, 1567 : Spain acquired a monopoly in Ivoria.
Mit zügigem Erfolg:
1567-11-00 : December 1, 1567 : Our trade level increased to Early Baroque (4). We can now initiate Trade Embargo.

Erst jetzt hält Selim die heimische Wirtschaft für stark genug, von fremden Handelskontrollen unbeeinflusst zu überdauern und es wird daran gearbeitet, den Vorsprung der österreichischen Waffentechnik einzuholen.
1568-03-00 : April 1, 1568 : Our land technology increased to Renaissance (12).
1572-08-00 : September 1, 1572 : Our land technology increased to Renaissance (13).
1576-04-00 : May 1, 1576 : Our land technology increased to Renaissance (14). We will be much more efficient in combat
1578-01-00 : February 1, 1578 : Our land technology increased to Renaissance (15).
1579-10-00 : November 1, 1579 : Our land technology increased to Renaissance (16).
1585-01-00 : February 1, 1585 : Our land technology increased to Renaissance (17).

Die immer für Erheiterung guten Iberer planen hingegen die nächsten Bubenstücke.
1567-01-10 : February 10, 1567 : Portugal declared war upon Kongo.
1567-08-00 : September 1, 1567 : Kongo accepted peace with Spain on the following terms : Full Annexation of Kongo by Spain.
Nun lassen die Spanier Kriegserklärungen bereits von Portugal überreichen. Aber nein, die beiden Länder sind überhaupt nicht miteinander verbunden. Allerdings fragt man sich in Istanbul, wie wohl folgende Meldung dann zu verstehen sei?
1580-01-02 : February 2, 1580 : Portugal went with Accept the New Government in Filipe II:s claims to the Throne.
1580-01-03 : February 3, 1580 : Spain went with One King, One Kingdom in The Portuguese Crown.
1580-01-03 : February 3, 1580 : Portugal became Vassals of Spain.
Vermutlich nichts als eine Reaktion darauf, wie das einsame Portugal seine Kriege gegen Barbaren führt. :D
1571-06-21 : July 22, 1571 : Portugal declared war upon Zimbabwe.
1574-00-05 : January 6, 1574 : Zimbabwe accepted peace with Portugal on the following terms : Portugal pays 275$ in indemnities.
1579-01-24 : February 23, 1579 : Portugal declared war upon Zimbabwe.
1581-05-25 : June 26, 1581 : Zimbabwe accepted peace with Portugal on the following terms : Portugal pays 40$ in indemnities.
Die letzte Runde ist noch offen... :)
1586-07-21 : August 22, 1586 : Portugal declared war upon Zimbabwe.
Trotz allem sieht man einmal mehr, wie Spanien zum Islam steht:
1567-05-14 : June 15, 1567 : Granada accepted peace with Spain on the following terms : Full Annexation of Granada by Spain
1567-05-17 : June 18, 1567 : Spain went with Force them to become Good Catholic Spaniards in The Purge of the Morisques.


Zu den guten Nachrichten....

Algerien wurde unter osmanische Herrschaft gestellt
1568-00-23 : January 24, 1568 : Algiers are now part of our nation!
Und unter Murad beginnt der Ausbau der afrikanische Handelsposten am Horn von Afrika - so sie zumindest akzeptable Waren liefern.
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Murad III. 1574 - ?

Murad stellte einen neuen Kundschafter ein, der dabei half, die Kaffeeplantagen in Keren auszubauen.
1574-07-12 : August 13, 1574 : Conquistador happened to us.
1574-10-28 : November 29, 1574 : Antalya's Expedition has arrived in Keren.
1578-08-10 : September 11, 1578 : We successfully expanded our Colony in Keren
Ebenso konnte er eine lange Friedensperiode zum Bau zweier neuer Raffinerien nutzen.
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Jorrig
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Beitrag von Jorrig »

Eine grosse Menge gläubiger Protestanten und Verehrer der Königin Elizabeth hatten sich in St. Paul's zu London eingefunden, um den vierzigsten Geburtstag der Königin zu feiern. Man schrieb den 7. September 1573, und England hatte allen Grund zum Jubel.

Vor zwölf Jahren erklärte England den Indianervölkern der Irokesen und der Huron den Krie..., entschuldigung, den protestantischen Glaubenskanon. Sie waren allerdings etwas schwer von Begriff, was möglicherweise an den Sprachdifferenzen gelegen hat. Beide Staatsgebilde konnten relativ schnell von englischen Soldaten bes..., entschuldigen Sie bitte noch einmal, erkundet werden. Lediglich die Kriegführung, wir meinen natürlich die Erkundung, der Hurongebiete im Norden erforderte einige Opfer in den harten Wintern. Man wartete noch ein wenig mit der Eingliederung in das englische Reich, bis einige signifikante Fortschritte im Handel erzielt werden konnten. Die Zwischenzeit vertrieb man sich mit weiteren Erkundungsritten zu den Shawnee. Diese hatten die Aktivitäten Englands genutzt und waren den Irokesen in den Rücken gefallen und hatten ihnen sogar eine Provinz abgenommen. Da die Irokesen nun unter englischem Schutz standen, konnte das natürlich nicht geduldet werden. Wir schlossen uns also dem Krieg Frankreichs gegen diese Wilden an. Bis 1570 waren alle Indianerstämme in England eingegliedert, und die königliche Administration schickte sogleich Missionare und Steuereintreiber ins Land.

Auch in England wurden Missionare beschäftigt. Es gelang ihnen, die restlichen englischen Provinzen Lancashire, Northumberland und Wales zum rechten protestantischen Glauben zu bekehren.

Die Missionare in der Neuen Welt waren erfolgreich, und daher stiegen die Einnahmen der Krone beträchtlich an. In diesem Jahr erst hatte Elizabeth den werten Sir Walsingham mit der Erschaffung eines Geheimdienstes beauftragt, und der Mann machte seine Arbeit offenbar sehr gut.
Und so stand der Komponist Thomas Tallis in St. Paul's und leitete eine Komposition, eigens angefertigt für die angesehene Königin.

The People's Chorus Spem in Alium.m4v - YouTube

"Spem in Alium" bedeutet "Hoffnung auf den anderen". Was meinte Tallis wohl damit, dass er den originalen lateinischen Titel so abkürzte?
Elizabeth war so begeistert von ihrem Komponisten, dass sie ihm und seinem Schüler William Byrd ein Monopol auf das Drucken von Noten und die polyphone Komposition für 21 Jahre gewährte.

Das Glück schien weiter auf England. Im Jahre 1576 eröffnete ein neues Handelszentrum von beträchtlichem Wert in Mohawk in Nordamerika. Sogleich versuchte alle Welt, dort ihre Händler zu plazieren.

Die englischen Schiffe erkundeten weiter die Welt. Sie umsegelten die Welt, sie entdeckten Kamtschatka, Alaska, Kalifornien und die gesamte Küste Südamerikas. Sie sahen Land vor Australien in Neuseeland und Tahiti, entdeckten die Falklandinseln, Hawaii, Mauritius und so weiter.

England gründete weiter Kolonien und neue Städte in der neuen Welt. Die neuen Indianerbesitzungen wurden durch Kolonien verbunden und neue Häfen eröffnet. Neue Entdecker meldeten sich mit ihren Expeditionsschiffen bei der Königin und halfen beim Kolonieausbau. Man entdeckte eine Goldmine in Kaliforniern und reiche Weinhänge. Die Wirtschaft blühte, und auch der Handel verbesserte sich. Trotzdem war man gegen die ausländischen Händler oft noch chancenlos.

So stagnierte England schliesslich. Im Jahre 1585 starb der grossartige Komponist seiner Majestät, Thomas Tallis. Sein Schüler William Byrd verfasste eine Hymne auf den grossen Mann, möge man seiner ewig gedenken.

Ye Sacred Muses - Elegy on the death of Thomas Tallis by William Byrd - YouTube

Im Jahre 1587 wurde ein Komplott aufgedeckt um Maria Stuart von Schottland. Man konnte unwiderbringlich beweisen, dass sie geplant hatte, die Königin zu töten. Hochverrat konnte natürlich nicht ungesühnt bleiben, und so befahl Elizabeth ihre Exekution. Es hielten sich Gerüchte, dass dies alles eine Intrige von Sir Walsingham war, der so nur England des katholischen Anspruches auf den englischen Thron loswerden wollte, aber das ist natürlich sämtlich katholische Propaganda aus dem Ausland.

London ist etwas irritiert ob der Aktivitäten Litauens in Nordamerika. Aus irgendeinem Grunde meint dieser Staat, dort emsig Handelsposten gründen zu können. Leider werden diese immer wieder von den Indianern wieder abgebrannt. Sei dies ein Zeichen an alle, dass die kanadischen Gebiete unter englischem Protektorat stehen.
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Beitrag von Eichendorff »

Das Mogulische Kaiserreich
1561-1589

"Die Schweden sind da" sagten wir zu unserem Kaiser "und die Bitten um Erlaubnis, die Hauptstadt unseres Vasallen, Brunei, zu pluendern".
"Welch unzivilisertes Volk muss das sein, das einfach so eine Hauptstadt pluendern will!" meinte der Kaiser.
"Werter Kaiser - diese Barbaren sind Feinde unserer Feinde - der portugisischen Barbaren - deshalb waere es vielleicht nicht schlecht, die freundlich zu behandeln".
"Recht habt Ihr - dann lasst die mal pluendern. Aber damit keiner auf die selbe Idee wieder kommt: gleich danach wird Brunei von uns annektiert, verstanden?". "Ja, hoher Kaiser".

Und so wurden unsere Truppen in Brunei als Friedensbringer empfangen. Damit die Truppen weiter Kampferfahrung sammeln koennen, wurde kurzer Hand beschlossen, das benachbarte Makassar zu vasallisieren - um es dann 10 Jahre spaeter zu annektieren.

In der Zwischenzeit kamen unerfreuliche Nachrichten aus dem Norden: "Kaiser, unser mongolisches Volk wird gerade in Nogai und der Krym von den wilden russischen Heiden angegriffen!".
Wir hatten die Hoffnung, dass der russische Zar nach unseren lautstarken Protesten und Warnungen sich zurueckziehen wuerde. Leider war aus Moskau nur zu hoeren: "wir werden zwar keinen Schritt weiter gehen, aber auch gar keinen Schritt zurueck". Die Kunst der Diplomatie wird in Russland wohl noch nicht gelehrt...
So hat sich der Zar, zu dem wir bisher ein neutrales Verhaeltniss hatten, uns zu seinem Todfeind gemacht. Herzlichen Glueckwunsch.
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Beitrag von Duke of York »

Der Drachenthron
Geschichten eines Europäers am Kaiserhof in China



Kapitel 6 - 1561 - 1589



Nachdem Kaiser Jiajing die Meinungsverschiedenheiten mit dem Zaren gelöst und damit die Nordgrenze etabliert und stabilisiert hatte, musste er sich wieder dem Süden zuwenden. Denn dort hatte schon wieder der Regionalfürst aus Arakan die chinesischen Vasallen Tangu und Ayuttaya angegriffen. Hatte der Kaiser diese Übergriffe an seiner Peripherie bisher immer ignoriert und dem Lauf der Geschichte überlassen, so war nun das Maß endgültig voll. Der Kaiser beschloss, Das Fürstentum Arakan endgültig zu vernichten, um im Süden des Reiches dauerhaft Frieden zu haben.

So wurde also die gesamte Allianz zum Krieg gerufen und sogar koreanische Truppen nahmen den weiten Weg auf sich.
Auch kaiserliche Truppen griffen selbst ein, vernichteten Arakans Armeen und bewachten die Festungen, bis sie von den Verbündeten erobert wurden.

Währenddessen wurde die Küste Jakutiens besiedelt.

Nach 3 Jahren waren alle Arakan-Festungen gefallen und sie mussten sämtliche Provinzen bis auf die Hautstadt an Chinas Vasallen abtreten.

Im Jahre 1567 starb der große Kaiser Jiajing, unter dessen langer Herrschaft das Reich einen enormen Aufschwund erlebt hat. Sein Nachfolger wurde der nur unterdurchschnittlich begabte Longqing.
Kaiser Longqing
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Über dessen Regierungszeit ist nicht viel zu berichten, ausser, dass er noch einige Provinzen auf den japanischen Inseln dem Reich zufügen konnte.
Longqing förderte zunehmend den Außenhandel, öffnete China wieder vermehrt für ausländische Händler und baute den Kontakt mit anderen Ländern in Asien und Europa aus. Die Seemachtsposition Chinas wurde wiederhergestellt, insbesondere weil die japanischen Wokou an der chinesischen Küste immer lästiger wurden. Durch den Bau befestigter Hochseehäfen in Zhejiang und Fujian sowie den Aufbau einer neuen Kriegsflotte konnte das Problem beseitigt werden.

Der Longqing-Kaiser starb nach nur fünf Jahren Amtszeit 1572 und hinterließ einen achtjährigen Knaben als Erben, der als Wanli den Thron übernahm.
Kaiser Wanli
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In die ersten Jahre von Wanlis Herrschaft fällt der heimtückische Überfall des muslimischen Inselstaates Atjeh auf die südchinesischen Vasallen. Sofort wurden Truppen und Schiffe gesendet, um einen Endloskrieg zu vermeiden und die Atjeh zu unterwerfen, was nach einen schnelen Krieg auch gelang. Auf dem Rückweg eroberten die kaiserlichen Truppen noch schnell Arakans Hauptstadt, um es ins Reich einzufügen.
Da China jedoch die Muslime in der Obhut des Moguls besser aufgehoben weiß, werden die muslimischen Provinzen sofort übergeben. Daran sollte sich auch der Zar ein Beispiel nehmen, haqt er sich doch aufgemacht, die zentralasiatischen Muslime zu unterwerfen. Als Reaktion darauf wird das Siedlungsprogramm in Jakutien wieder forciert.

Gleichzeitig wurde dem Zaren mehr Siedlungsland in Jakutien in Aussicht gestellt, sollte er den Weg des Krieges verlassen und die mongolischen Muslime dem Mogul zusprechen. Die kommenden Jahre werden nun zeigen, ob sich das Verhalten des Zaren nachhaltig geändert hat ...
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
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Moses
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Beitrag von Moses »

Habsburg 1589 - 1617


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Krakau im Winter 1616/1617. Collegium Maius, eine der berühmtesten Universitäten in habsburger Landen. Professor Christian Moseskowski, Philosoph, Gelehrter, Politikanalyst, Militärberater, Wirtschaftsökonom und Universalgenie im Hörsaal vor einer Gruppe junger Adliger. Kurs: „Europäische Außen- und Sicherheitspolitik und ihre Auswirkungen auf Habsburg und die deutschen Lande“

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Kollegium Maius in Krakau


„Meine Herren meine Herren, ich bitte um Aufmerksamkeit“

Prof. Moseskowski klopft 3 Mal deutlich mit seinem Lineal auf das Pult um das Flüstern seiner Studenten verstummen zu lassen.

„Die heutige Stunde wird sich mit der politischen Entwicklung in Europa und der bekannten Welt in den Jahren von 1589 und 1617 befassen und der aktuellen Situation der bedeutenden Mächte. Ich möchte die Herren daran erinnern das dies heute keine Diskussionsrunde ist, ich erwarte jedoch von jedem von Ihnen basierend auf den Fakten und Analysen die ich Ihnen heute präsentiere eine Abschrift die sich jeweils mit einer Großmacht im Detail beschäftigt. Damit sie nicht nur bei den Punkten zu hören die das Land betrifft über das sie die Abschrift anfertigen, habe ich ihr einen kleinen Topf mit 12 Tontafeln. Eine für jedes der 12 Großmächte die aktiv Einfluss auf das derzeitige Weltgeschehen nehmen. Jeder von Ihnen wird am Ende dieser Stunde eine Tontafel ziehen und dann das Essay verfassen. Haben sie mich soweit verstanden meine Herren?“

Moseskowski schaut ungeduldig in die Runde

„Ja Herr Professor“

Tönt es aus dem Hörsaal.

„Betrachten wir als Erstes die Lage unseres eigenen Landes, Österreich. Nach dem gewonnenen Franzosenkrieg und der Einnahme von Genua und Piemont konzentrierten sich die Habsburger auf die innenpolitische Entwicklung des Landes. Der enorme Anstieg der Inflation konnte abgemildert werden. Experten erwarten in Zukunft sogar eine Deflation im Lande. Im Gegensatz zu der landläufigen Expertenmeinung das Deflation etwas schlechtes ist, da es Einkommen vernichtet, ist die ökonomische Schule der Europa Universalier, der auch ich angehöre der Meinung Deflation ist etwas Gutes, da es die Preise sinken lässt, sich die Menschen und auch die Regierung also mehr für ihr Geld kaufen können. Die Fugger und unser Monarch hat sich dieser Schule angeschlossen.
Durch die Errichtung eines Handelsplatzes in Prag konnten auch die Einnahmen der Krone verbessert werden. Außenpolitisch hat sich der Kaiser aus allen europäischen Kriegen herausgehalten. Weder im Levantekrieg zwischen Frankreich, Spanien und dem Osmanischen Reich hat es aktiv eingegriffen noch im Russisch – Osmanischen Krieg oder im Brandenburgisch – Russischen Krieg. Der Kolonialkonflikt zwischen Portugal und Schweden im 1. Ostindienkrieg tangierte unsere Grenzen sowieso nicht direkt. Warum die Krone solche Zurückhaltung zeigte in den Konflikten hatte sicherlich mehrere Gründe. Nach der aggressiven und teuren Eroberung von Genua war schlicht kein Geld für einen großen Krieg vorhanden. Gerade der Levantekrieg hätte vielfältige Möglichkeiten geboten sich territorial zu erweitern, auf dem Balkan, an der Rhone oder Süditalien.

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Mögliche habsburgische Interessengebiete in Europa

Die Botschafter der Großmächte in Wien zeigten auch keinerlei Anstellen die besten Soldaten der Welt zu kaufen oder dem Kaiser einen riskanten Krieg schmackhaft zu machen. Der Kollaps der osmanischen Reiches nach 3 Jahren Krieg zeigte, dass die Türken trotz nominell hervorragender Kanonengießer scheinbar an einem Mangel im Offizierskorps leiden. Die uns berichteten Schlachten und die schnellen Niederlagen in Anatolien werfen einen schlechten Blick auf die Kriegsbereitschaft und Führungsstärke des osmanischen Militärs. Die Wirtschaftskraft der Türken ist auch nach der Abtretung Alexandrias jedoch nachwievor ungebrochen. In wieweit sich die frz. Enklave im Herzen Ägyptens halten kann bleibt abzuwarten. Es ist jedoch damit zu rechnen das die Spannungen zwischen Paris und Istanbul hoch bleiben werden.

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Frz. Enklave nach dem Levantekrieg

Doch wie kam es überhaupt zum Levantekrieg werden sich einige von Ihnen fragen und wie kam es zu einer Allianz zwischen Madrid und Paris, die sich doch in vielerlei Fragen gegensätzlich gegenüberstehen.
Spanien, das seinen Reichtum und Macht aus 2 Quellen bezieht, dem Gold in Übersee und Afrika und seiner absoluten Vormachtstellung im Handel wurde in den asiatischen CoTs immer dreister, keine Ware konnte mehr ohne spanische Mittelsmänner oder spanische Schiffe umgeschlagen werden. Die aufstrebenden Mächte in Delhi und Peking sahen dies schon lange mit Arwohn, dass der Großteil ihres Reichtums in spanischen Gold- und Silberflotten landete und sie überzeugten ihre Glaubensbrüder in Istanbul dem ein Ende zu bereiten. Ein generelles Handelsverbot wurde ausgesprochen. Ein Schlag der Madrid unvorbereitet traf und zu einem 30% Einbruch der Einnahmen führte. Der extrem kostspielige spanische Hof und der ausufernde Anbau von spanischen Bananen konnte nicht mehr effizient finanziert werden und es wurde fieberhaft nach Möglichkeiten gesucht das Embargo zu brechen. Alleine wollte aber wohl selbst Madrid den Waffengang nicht wagen, eine fragwürdige Entscheidung, steht man doch jetzt in der Schuld Paris und die exzellenten in österreich ausgebildeten spanischen Soldaten hätten die Türken wohl auch alleine niederringen können. Mughaleische Truppen waren immer noch ungenügend ausgerüstet und chinesische Horden viel zu weit entfernt um dem Konflikt eine entscheidende Wendung zu geben. Zumindest hat Madrid auf die Annektion türkischen Besitzes verzichtet, mit Ausnahme des 3 Monate existierenden Königreiches von Jerusalem, das von Spanien ausgerufen wurde aber dann militärisch alleine gelassen wurde und so dem Untergang geweiht war. Ansonsten wurden den spanischen Händlern zumindest in den türkischen und mughalesichen CoTs das Handeln wieder erlaubt. Wie lange dies Bestand haben wird ist jedoch fraglich, werden doch in der Levante wieder die Messer gewetzt.

"August 28, 1606 : Spain declared war upon Ottoman Empire."
"August 30, 1606 : France joined the war on the same side as Spain in their war against Ottoman Empire."
"August 30, 1606 : Mughal Empire joined the war on the same side as Ottoman Empire in their war against Spain and France."
"March 9, 1609 : Ottoman Empire accepted peace with Spain on the following terms : Judea to Spain & Alexandria to France. "
"March 26, 1609 : The people of Kingdom of Jerusalem declared independence from Spain."
"June 19, 1609 : Ottoman Empire declared war upon Kingdom of Jerusalem."
"January 15, 1610 : Kingdom of Jerusalem accepted peace with Ottoman Empire on the following terms : Full Annexation of Kingdom of Jerusalem by Ottoman Empire"


In Frankreich war die Ausgangslage eine andere, nach dem Verlust Genuas wollte die frz. Krone diese Schmach ungeschehen machen und sehnte sich nach einem siegreichen Krieg und wenn möglich nach einem weiteren Handelsumschlagspatz um sich von dem Wohlwollen der grossen Handelsmächte zu emanzipieren. Eine Rückeroberung Genuas wurde als militärisch nicht machbar und eine Annektion der Niederlande als politisch undurchführbar eingestuft. Ein Kreuzzug im Namen Christis gegen die Heiden bot dem König die perfekte Gelegenheit zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Der kurzfristige Erfolg und neue Reichtum Frankreichs gibt dem sicherlich Recht, die langfristigen Auswirkungen einer Feindschaft mit den Türken und ein drohendes Embargo der Levanteallianz könnte die Anstrengungen jedoch negieren.

Die Türken als Verlierer des Levantekrieges müssen sich dagegen Überlegen wie man einen weiteren Krieg gegen solche Agressoren verhindern oder gewinnen kann. Die Allianz mit dem Mughal hat sich hier nicht ausgezahlt. Die Menschenmassen aus Delhi konnten nicht schnell genug in Bewegung gesetzt werden oder wurden falsch postiert, die Ausrüstung ist außerhalb des Heimatlandes auch fragwürdig. Türkische Militärhilfe ist von Nöten dem Abhilfe zu schaffen. Ansonsten wird den Türken nichts übrig bleiben seine Politik mehr auf Mittel- Oder Nordeuropa auszurichten um sich dort einen potentiellen Verbündeten aufzubauen.

Für den Mughal als 2. Verlierer des Levantekrieges wird es das dringendste sein seine CoTs sinnvoll zu schützen und sein riesiges Heer soweit möglich zu modernisieren.

China das das Embargo aufrecht Erhält wird sich seine Gedanken aus dem Levantekrieg machen müssen und die Konsequenzen aus der spanischen Taktik ziehen. Der Vorteil des Kaisers dort ist jedoch die erschwerte Logistik bei einem Angriff auf seine Länderreien und die bessere Ausrüstung des chinesischen Militärs.

Noch vor dem Levantekrieg kam es zu einem Konflikt zwischen den Türken und dem Mughal gegen das russische Reich. Hier waren die Vorzeichen genau umgekehrt zum Levantekrieg. 2 reichere und besser ausgerüstete Mächte fielen über das agrarische Russland her um ihre Ansprüche in den weiten der Mongolai und an der Krim durchzusetzen. Der Zar hatte vorallem den modernen osmanischen Truppen wenig entgegenzusetzen und musste frühzeitig kapitulieren und 5 Provinzen abtreten. Dies waren meist Schafe und dem muslimischen Glauben verfallene Provinzen, doch der Gebietsverlust wenn auch nicht der Einnahmeverlust waren gewaltig.

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Westrussland und die Krim, der Zar unter Druck an allen Grenzen


Russland scheint nachwievor außenpolitisch isoliert zu sein. Keine Macht konnte oder wollte eingreifen und dem Zaren fehlen auch die finanziellen Mittel einen Anreiz zu schaffen. Nach dem verlorenen Krieg im Osten richtete der Zar seine Augen wieder nach Westen und an die Ostsee und die brandenburgischen Vasallen Polen und Litauen. Aber auch hier holte sich der Zar gegen weit überlegene brandenburgische Truppen eine blutige Nase und muss voraussichtlich auf seine Ansprüche im Kurland verzichten. Ziel des Zaren sollte es sein sein Militär auf Vordermann zu bringen und wenn möglich den Chinesen friedlich im Korridor zurückzudrängen. Sollte keine friedliche Lösung möglich sein hätte Madrid sicherlich Interesse an einer Zusammenarbeit solange die spanischen Händler noch aus den chinesischen Handelsplätzen ausgeschlossen sind. Im Westen wird Moskau bei dieser Konstellation nur wenig erreichen, zu Rückständig sind seine Truppen momentan, der Blick sollte nach Peking oder Delhi gerichtet werden, 2 Mächte gegen die militärisch mehr auszurichten wäre.

Brandenburg wird aller Voraussicht nach als Sieger aus dem Konflikt mit Russland hervorgehen. Auch ein Verdienst des nach österreichischem Vorbild geschaffenen Militärkomplexes, der es dem Heer ermöglicht modernstes Material zur Verfügung zu stellen und Verschleiß schnellstmöglich zu ersetzten. Das Ziel einer Kontrolle des Baltikums sollte also erreicht werden. Wie lange die brandenburgischen Vasallen noch existieren werden ist fraglich, zu Vorteilhaft wäre eine direkte Kontrolle Berlins über die Gebiete.

Die Situation in England ist mit der in Habsburg vergleichbar. Auch die Briten konzentrierten sich auf das Innere und die wirtschaftliche Stärkung des Landes. Zudem wurden die ein oder anderen Eingeborenen ausgeplündert und das Kolonialreich erweitert. Die Flotte zudem moderat vergrößert um zumindest die engsten Küstengewässer zu schützen. Um global an Einfluss zu gewinnen wäre ein weit radikalerer Ausbau selbiger jedoch nötig.

Auch die Niederlande befinden sich nach Ihrer Unabhängigkeit noch im wirtschaftlichen Aufbau, die Ultra-reichen Niederlande streben immer stärker in die verbliebenen Kolonien und auch die Heimatflotte ist am wachsen, es würde ihnen gut tun sollte in einen ihrer Kolonien noch ein Handelsumschlagsplatz gegründet werden. Die politischen Ambitionen bleiben unklar, beteiligten sich die Stände doch weder militärisch noch wirtschaftlich in einem der Konflikte. Die Erbsenzähler wollen es sich scheinbar mit keinem verscherzen.

Die Situation in Ostasien dagegen eskalierte in den letzten Jahren immer mehr. Die reichen Gewürzinseln Indonesiens, der Philippinen und ein weiterer riesiger unerschlossener Kontinent waren ein Ständiger Streitpunkt zwischen den Portugiesen und den Schweden. Agressive Flottenrüstung auf beiden Seiten und die Schikane schwedischer Siedler in Australien führten dann zum Ausbruch des 1. Ostindienkrieges. Schwedische Truppen landeten sowohl in Australien als auch in Portugal und konnten praktisch das komplette portugisische Kernland besetzten. Die Seeschlachten verliefen ausgeglichen, doch auf Land hatten die portugiesen den von König Gustav Adolf brillant geführten schwedischen Truppen wenig entgegenzusetzen. Der Krieg endete mit einem schwedischen Sieg und einem Anspruchsverzicht Portugals auf Australien. Die schwedische Position in Ostindien wurde damit enorm gestärkt. Die Macht der schwedischen Händler benötigen jetzt nur noch ein eigenes CoT um den Einfluss in der Region endgültig zu sichern.

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Situation in Ostindien nach dem 1. Ostindienkrieg, schwedische Dominanz

"September 28, 1613 : Sweden declared war upon Portugal."
"June 19, 1616 : Portugal accepted peace with Sweden on the following terms : Portugal pays 350$ "Jakarta to Sweden, Towoomba to Sweden, Yarra to Sweden & Murumbidgee to Sweden. "


Meine Herren, sie Stunde ist auch schon wieder vorbei, ich hoffe ich habe keinen von Ihnen gelangweilt. Bitte ziehe jeder vor dem Verlassen des Saales eine Tafel aus der Schale und beginnen mit Ihrem Essay über die jeweiligen Länder. Wir sehen uns dann in 7 Tagen zur selben Zeit.“

Christian Moseskowski nickt seinen Studenten noch kurz zu und verlässt strammen Schrittes den Hörsaal sich seinen eigenen Studien widmen...

I don't know anything about Angola, but Angola is in trouble
("Sir" Charles Barkley, Dream Team I, Barcelona 1992)
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suo
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Russland, Spanien und die perfiden Franken
Murad III.
-1595


In die Regierungszeit Murads fallen die beiden wegweisenden Entscheidungen der nächsten 30 Jahre - auch wenn er selbst die weitreichenden Folgen nicht mehr erleben sollte.

Wir fassen zunächst seine Kommunikation mit Russland kurz zusammen
1589-08-29 : (Russia) :Wann gibst du mir Kouban und Astrakhan ?
1589-09-13 : (Ottoman Empire) :Kouban gar nicht, Astrakhan geht an den mogul
1589-11-03 : (Russia) :wie bitte ????
Mehr musste irgendwie nicht mehr gesagt werden.

Trotzdem die osmanischen Händler wettbewerbsfähig blieben, zeigte sich in den nächsten Jahren ein alltbekanntes Bild:
1591-02-18 : March 19, 1591 : Spain acquired a monopoly in Danzig.
1591-02-25 : March 26, 1591 : Spain acquired a monopoly in Liguria.
1591-03-12 : April 13, 1591 : Spain acquired a monopoly in Alexandria.
1591-03-25 : April 26, 1591 : Spain acquired a monopoly in Danzig.
1591-04-14 : May 15, 1591 : Spain acquired a monopoly in Veneto.
1591-05-03 : June 4, 1591 : Spain acquired a monopoly in Isfahan.
1591-06-25 : July 26, 1591 : Spain acquired a monopoly in Anglia.
1591-08-02 : September 3, 1591 : Spain acquired a monopoly in Mecklemburg.
1593-07-20 : August 21, 1593 : Spain acquired a monopoly in Ganges.
1593-11-08 : December 9, 1593 : Spain acquired a monopoly in Moscow.
Gemeinsam mit dem Kaiser von China und dem Großmogul von Indien wurde der Plan entwickelt, den Indienhandel wieder über die Seidenstraße und wenige konzessionierte Händler der aufstrebenden nordeuropäischen Seemächte abzuwickeln statt dem spanischen Wunsch nach weltweiter Handelskontrolle noch länger zu entsprechen.

In diese Zeit fällt auch der Anschluss der osmanischen Waffenschmiede an österreichische Technik, in den Folgejahren sollten beide Länder gleichauf in Europa voranmarschieren. Doch leider war das Führungstalent beider Staaten wohl nicht gleichwertig.
1591-11-00 : December 1, 1591 : Our land technology increased to Renaissance (18). We can now build Weapon Manufactories and we will be much more efficient in combat.

Zum Ende der Regierung Murads, wurden die Portugiesen gewonnen, endlich die Ritter aus Rhodos zu vertreiben.
1594-06-18 : July 19, 1594 : Ottoman Empire declared war upon The Knights.
1594-06-22 : July 23, 1594 : Portugal joined the war on the same side as Ottoman Empire in their war against The Knights and Albania.
Das Ende des Krieges sollte Murad aber nicht mehr erleben.
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Mehmed III. (1595-1603)
Mehmed führte die Pläne Murads konsequent weiter. Rhodos wurde eingenommen, spanischen Händlern wurde der Zugang zu den osmanischen Handelsplätzen verwehrt
1595-02-15 : March 16, 1595 : We have closed our Centers of Trade to the merchants from Spain.
Die Gesandten des Großmoguls konnten hingen noch immer nicht wirklich an die Wirksamkeit osmanischer Waffen glauben. Auf die Frage, ob man denn nun die
sunnitischen Mongolen in Zentralasien von russischer Herrschaft befreien sollte entspann sich folgender Dialog:
1598-01-00 : (Mughal Empire) :ist die Frage, wie wir den Krieg gewinnen sollen?
1598-01-13 : (Ottoman Empire) :Mit meiner landtech?
1598-01-20 : (Mughal Empire) :ah, stimmt :D

Da Russland wusste, dass Widerstand zwecklos ist, wurden die Kriegsziele schnell erreicht - und wahrscheinlich ein Feind für die Zukunft gewonnen.
1598-09-10 : October 11, 1598 : Ottoman Empire entered a Military Alliance with Mughal Empire, Hyderabad, Bengal and Baluchistan.
1598-10-14 : November 15, 1598 : Ottoman Empire declared war upon Russia.
1598-10-21 : November 22, 1598 : Mughal Empire joined the war on the same side as Ottoman Empire in their war against Russia.
1599-00-15 : January 16, 1599 : We captured the province of Azow from Russia
1599-02-07 : March 8, 1599 : We captured the province of Kalmuk from Russia
1599-03-20 : April 21, 1599 : We captured the province of Jedisan from Russia
1599-08-02 : September 3, 1599 : Russia accepted peace with Mughal Empire on the following terms : Jedisan to Ottoman Empire, Alga to Mughal Empire, Bouzatchi to Mughal Empire, Ust Urt to Mughal Empire, Kalmuk to Ottoman Empire & Azow to Ottoman Empire.
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Ahmed I. (1603-1617)
Ahmed sah die Probleme, die da kommen sollten zumindest ein Jahr voraus. Gerüstet war die osmanische Armee schon seit 10 Jahren, da seid dem Handelsembargo gegen Spanien mit Gegenreaktionen zu rechne war. Aus welcher Richtung der Wind wehen würde, wurde1605 offenbart:
1605-01-02 : February 2, 1605 : France entered a Military Alliance with Spain.
Offensichtlich entsprachen im osmanischen Reich kursierende Karikaturen mehr der Wahrheit als dem Sultan lieb sein konnte.
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Kardinal Boronius: "Ihr braucht noch ein Handelszentrum, Sire! Ihr braucht noch ein Handelszentrum! Ihr braucht noch ein Handelszentrum!..."
Ein Jahr später ging das muntere Treiben dann schließlich los. Die Spanier hatten das Lumpenpack aus Rhodos im Schlepptau und wollten sie nach alter Kreuzfahrermanier als Könige von Jerusalem einsetzen.
Allerdings ist die letzte Eroberung Jerusalems durch die Franken allen Muslimen noch immer gut im Gedächtnis, so dass der Sultan solche Forderungen ablehnen musste. Piraten und Mörder kampflos in die heilige Stadt zu lassen ist dann doch mehr als ein Kalif, der seines Titels würdig sein will, zulassen kann.

Der Großmogul hielt zwar Bündnistreue, hätte aber besser mitgeteilt, dass seine Armee nicht kriegsbereit sei, dann wäre ihm die Einladung erspart geblieben.
1606-07-27 : August 28, 1606 : Spain declared war upon us!
1606-07-29 : August 30, 1606 : France joined the war on the same side as Spain in their war against Ottoman Empire.
1606-07-29 : August 30, 1606 : Mughal Empire joined the war on the same side as Ottoman Empire in their war against Spain and France.
Im ersten Winter kann die osmanische Flotte sich noch behaupten
1606-11-23 : December 24, 1606 : We have engaged hostile fleets in Cretan Sea.
1607-00-07 : January 8, 1607 : We won a battle against Spain in Cretan Sea.
Doch der junge Monarch scheint überfordert und die Misserfolge bei der Verteidigung der langen Küstenlinie lassen nicht lange auf sich warten.
1607-02-29 : March 30, 1607 : Temporary Insanity of Monarch happened to us.

1607-05-19 : June 20, 1607 : We have lost control over Al Djazair to Spain.
1607-07-23 : August 24, 1607 : We have lost control over Smyrna to Spain.
1607-09-22 : October 23, 1607 : We have lost control over Anatolia to Spain.
1607-11-02 : December 3, 1607 : We have lost control over Atlas to Spain.
1608-01-02 : February 2, 1608 : We have lost control over Aures to Spain.
1608-02-09 : March 10, 1608 : We have lost control over Judea to Spain.
Erst im dritten Kriegsjahr können die osmanischen Reserven aus Persien und der Krim die Front in Anatolien wieder stabilisieren und die Spanier ins Meer zurück drängen.
1608-07-28 : August 29, 1608 : We captured the province of Smyrna from Spain
1608-11-05 : December 6, 1608 : We captured the province of Anatolia from Spain
Doch die Franzosen landen bereits unter ihrem militärisch begabten König Henri in Alexandria
1608-11-20 : December 21, 1608 : We have lost control over Alexandria to France.
Hier treffen sich denn auch die spanischen und französischen Oberkommandierenden und beglückwünschen sich zu ihren heldenhaften Erfolgen.
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Noch während die osmanische Levantearmee Jerusalem zurück erobert, drohen Revolten und Seuchen im Reich auszubrechen und Frieden muss akzeptiert werden.
1609-01-15 : February 15, 1609 : Army of Syria has arrived in Judea.
1609-01-15 : February 15, 1609 : We have initiated a siege in Judea.
1609-02-08 : March 9, 1609 : Ottoman Empire accepted peace with Spain on the following terms : Judea to Spain & Alexandria to France.
1609-02-11 : March 12, 1609 : Plague! happened to us.
Doch als die Spanier ihren Plan in die Tat umsetzen, einen Gottestaat in Jerusalem aufzubauen und die Mordbuben aus Rhodos die ersten Scheiterhaufen errichten, kommt es erneut zum Krieg. Wahrscheinlich wussten die Spanier selbst nicht wohin mit diesem Pack nachdem sie vor den Portugiesen aus Rhodos geflohen waren und konnten sie so leicht loswerden, denn verteidigen wollten die Spanier ihren Kreuzfahrerstaat dann doch nicht.
1609-02-25 : March 26, 1609 : The people of Kingdom of Jerusalem declared independence from Spain.
1609-02-25 : March 26, 1609 : Kingdom of Jerusalem became Vassals of Spain.
1609-05-18 : June 19, 1609 : Ottoman Empire declared war upon Kingdom of Jerusalem.
1609-06-07 : July 8, 1609 : Army of Hungary has arrived in Judea.
1609-06-07 : July 8, 1609 : We have initiated a siege in Judea.
1610-00-07 : January 8, 1610 : We captured the province of Judea from Kingdom of Jerusalem
1610-00-14 : January 15, 1610 : Kingdom of Jerusalem accepted our generous peace offer.
Kaum ein Jahr später erscheint ein lustiger Bote in Istanbul.
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1611-05-28 : (France) :Wollen wir demnächst gegen Spanien ziehen?
Ahmed lässt alle französischen Botschafter daraufhin aus Istanbul ausweisen und das Umland von Alexandria durch starke Militärgarnisionen sperren.

Die folgendem Jahre zeigen, dass die Plünderung Jerusalems schwere Spuren hinterlassen hat. Fast alle Versuche, den wahren Glauben zu verbreiten scheitern
1609-08-25 : September 26, 1609 : We failed to convert the heretics and heathens in Bujak
1610-02-29 : March 30, 1610 : We failed to convert the heretics and heathens in Jedisan
1610-05-07 : June 8, 1610 : We failed to convert the heretics and heathens in Hamadan
1610-06-13 : July 14, 1610 : We converted the heretics and heathens in Kalmuk to the one true faith.
1615-07-27 : August 28, 1615 : We failed to convert the heretics and heathens in Bujak
1615-11-16 : December 17, 1615 : We failed to convert the heretics and heathens in Jedisan
1616-06-03 : July 4, 1616 : We failed to convert the heretics and heathens in Hamadan
1616-07-00 : August 1, 1616 : We failed to convert the heretics and heathens in Sochi
1616-08-01 : September 2, 1616 : We failed to convert the heretics and heathens in Georgia
1616-11-17 : December 18, 1616 : We failed to convert the heretics and heathens in Nuyssaybin
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Der Wanderer muß nicht nur den Weg, sondern auch den Horizont dahinter sehen.
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Stoertebeker
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Beitrag von Stoertebeker »

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Spanien 1589-1616: Wolken am Horizont

Der Mann also, der eben noch andächtig am Grabstein kniete, erhob sich: Trotz Spaniens gewaltigem Reichtum und seiner großen Macht, warteten große Aufgaben auf ihn. Die Macht Frankreichs wuchs und wuchs, zudem schielte auch der Sultan schon gierig nach dem Reichtum Afrikas. Spanien musste sich aus der drohenden Umklammerung befreien, und es musste es alleine schaffen, denn die anderen Mächte der Welt blickten neidisch auf seinen Reichtum.

Als er jedoch in seiner Schreibstube ankam, wartete bereits ein Kammerdiener mit einer Nachricht auf ihn: "Herr, der Kaiser von China, der Großmogul und der Sultan haben soeben in einer konzertierten Aktion alle spanischen Handelsschiffe in ihren Häfen konfisziert, die blühenden Kontore der ostindischen und orientalischen Kompanie wurden von Truppen der Despoten geplündert und geschlossen, die Händler verhaftet."

Der Kronrat fluchte: "Diese HUNDE!" Hatte der chinesische Gesandte nicht noch vor kurzem in seinem und des Moguls Namen die Verlängerung des Handelsabkommens mit dem kaiserlichen Siegel überreicht?
Wütend bestellte er seine Schreiber ein: Er diktierte scharfe Protestnoten, die die sofortige Freilassung aller Spanier mitsamt ihrer Habe sowie die sofortige Rückerstattung der bereits geleisteten Zahlungen an China und Delhi forderten. Auf das kaiserlich-chinesische Siegel ließ er eine Schlange malen und heftete es an eine weitere Note, in der er ankündigte, sich dafür einzusetzen, dass Spanien seine mächtige Flotte nicht nach China in Bewegung setzt. Das zeigte Wirkung und bald kamen reichlich geschundene aber dem Schlimmsten Entkommene spanische Händler in Anadlusien an, mit einer zaghaften Entschuldigung des Kaisers.

In Wahrheit hatte er jedoch keine Zeit für Unternehmungen gegen den Treulosen in Peking. Die Sicherung der spanischen Vormacht in Afrika genoss nun Vorrang. Da traf es sich gut, dass Frankreich seit dem Verlust des reichen Genua an Österreich bestrebt war, seinen Handel in der Levante auszudehnen. Spanien bot Unterstützung an. Es wollte dem Sultan eine Lektion erteilen und zugleich die Pilgerstätten in Jerusalem wieder Christen zugänglich machen.
Nach umfänglichen Vorbereitungen setzte sich die Armada in Bewegung, besiegte die altmodisch bewaffnete Flotte des Sultans und drang in die Dardanellen vor, um den Sultan abzulenken. Da erreichte Spinola der Hilferuf Heinrichs des vierten, der drohte, vor den Toren Alexandrias ohne Nachschub zu verenden. Spinola zog zunächst unter dem Jubel der heimlich christlich gebliebenen Bevölkerung in Jerusalem ein und leistete dann vor Alexandria die entscheidende Hilfe - die Erstürmung der Stadt gelang.


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Die spanischen Kreuzfahrer vor Jerusalem



Unterdessen eroberten die sieggewohnten Tercios die Piratennester der algerischen Küste. Der Sultan soll einen Seufzer der Erleichterung ausgestoßen haben, als Spinola die moderaten Bedingungen der christlichen Könige überreichte und nahm an. Auch der Mogul in Delhi, der sich seinem Glaubensbruder in Überschätzung seiner Macht angeschlossen hatte, willigte bald in einen Frieden ein, und öffnete seine Handelsplätze wieder für spanische Händler und zahlte eine Entschädigung für das begangene Unrecht.

Das Königreich Jerusalem, das unter spanischer Oberhoheit entstand, wurde kurze Zeit später vom Sultan angegriffen und annektiert - seine Bevölkerung dezimiert. Auch, wenn die Befreiung der Heiligen Stadt nur eine kurze Episode blieb, hatte sie doch ihren Zweck erfüllt: Der Welt war gezeigt, dass Spanien nicht mit sich scherzen lässt, und das Gute notfalls mit der Waffe verteidigen würde, während das Ansehen des Sultans weiter sank. Selbst unter Glaubensbrüdern genießt er spätestens seit der brutalen Eroberung Jerusalems einen schlechten Ruf. Vor allem aber in Frankreich, das sich durch die Rücksichtslosigkeit des Sultans bestärkt fühlte, mit dem Unchristen bis auf Weiteres nicht mehr zusammenzuarbeiten.

Damit war auch die Gefahr der Umklammerung entschärft. Der Fokus wurde nun auf die Erweiterung des Straßennetzes in Afrika und der Erweitung der mächtigen Festungen in den Pyrenäen gelegt, zudem die Besitzungen in Afrika ausgedehnt. Dies alles geschah mit viel Umsicht und im Gegensatz zu früheren Zeiten unter Schonung der Schatzkammer, sodass der Peso eine erfreuliche Aufwertung erfuhr. Auch die Besitzungen in Amerika konnten ausgedehnt werden, was den Verlust des asiatischen Handels teilweise ausglich.


Die wichtigsten für Spanien anstehenden Fragen sind Grenzbegradigungen in Afrika (s.u.) die Sicherung seiner europäischen Stellungen gegen französische und österreichische Ansprüche sowie eine befriedigende Lösung der asiatischen Frage.


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TheEvilForce

Beitrag von TheEvilForce »

Die Geschichte Schwedens
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Die Jahre 1589 bis 1617



Die ersten 20 Jahre waren von einem unglaublichen Aufschwung beflügelt. Die Handelstechnologie der Schweden wurde die führende der Welt und alle Welt schaute auf den Erfolg der schwedischen Händler. Das nach dem König benannte "Knäckebrot von Vasa" erwies sich als Exportschlager. Vor allem in Asien schätzte man es als Delikatesse, die sehr nahrhaft, günstig und vor allem lange haltbar ist.
Die schwedische Flotte wuchs auf über 80 Kriegsschiffe an, die Besitzungen in Südostasien wurden erweitert. In Portugal hatte sich ein Staatsstreich ereignet und die neue Führung erklärte sich als unabhängig von Spanien. Die protestantischen Brüder in England und Holland waren gute Freunde und auch in Asien hatte man keine Probleme. Man kann sagen, dass dies eine sehr glückliche Zeit war. Es ging aufwärts. Als viele Wallonen ihre Heimat verliessen, bot Schweden ihnen an, ihre neue Heimat zu werden. Viele begabte Handwerker waren darunter. Für diese baute man in Bergslagen sofort eine Manufaktur. Alles war von Aufbruchsstimmung erfüllt und das Volk war glücklich. Der König konnte ruhig schlafen. Aber alle waren blind, denn sie erkannten die schwarzen Wolken im Westen nicht. Zwar berichteten schwedische Spione von grossen Schiffen und Lastkarren voll mit Goldbarren, die Lissabon erreichten, doch war man in Schweden darüber nicht beunruhigt. Woher diese kamen war auch ein Rätsel. Doch die Berichte gerieten schnell in Vergessenheit. Man hatte doch ein Abkommen mit Portugal, dass den riesigen Südkontinent (Australien) als schwedische Interessensphäre deklarierte. Von daher war man natürlich bereit, Portugal seinen Teil von Südostasien zu lassen. Die Inselgruppe der Philippinen wurde von Norden her besiedelt. Alles lief gut.
Doch im Jahre 1611 erblickte eine schwedische Patrouille auf ihrer Fahrt um Australien portugiesische Siedlungen. Als der König diese Nachricht bekam, war er in Wut und in Rage. Wie konnte Portugal ihn nur so verraten. Als er den Botschafter kommen liess, behauptet dieser, dass im Kleingedruckten doch ein Schlupfloch sei und versuchte sich rauszuwinden. Doch der König hatte genug. Eilig wurden die Truppen in Alarmbereitschaft versetzt und die Flotten an ihren geplanten Einsatzorten stationiert. Gustav Adolf wollte die Truppen selbst anführen in Europa.

Am 28ten September ging dann der Angriffsbefehl der Königs an alle Truppen. Gustav Adolf hielt eine Rede vor dem Volke, indem er sie beschwor.

"Meine lieben Untertanen,
Zulange haben wir zugesehen, wie Portugal auf Konfrontationskurs mit uns gegangen ist und uns verraten hat. Wir müssen als Volk zusammenstehen und sie bestrafen. Mit unseren Fahnen wird der Sieg sein. Ich selber werde die Truppen in Europa anführen.
Die Führung in Portugal ist korrupt und von einer Riege von Verschwörern unterwandert. Sie versuchen gezielt, Schweden einzukreisen und das werden wir zu verhindern wissen. Wir müssen alle anderen Länder vor ihnen warnen.
Dieses wird ein harter Krieg, denn das Böse ist stark. Aber wir werden nicht aufgeben. Wir werden niemals zurückweichen und wir werden siegen. Wir müssen die Welt von dieser portugiesischen Plage befreien und unseren Lebensraum im Osten und Süden zurückerobern."
"September 28, 1613 : Sweden declared war upon Portugal."
Das Volk war getrieben von Hass durch den portugiesischen Verrate. Die europäischen Besitzungen fielen schnell. Gustav Adolf war kaum aufzuhalten. In Ostasien hatte Portugal teilweise enorme Truppenüberlegenheit. Aber schwedische Soldaten sind tapfer und stark im Gegensatz zu den Portugiesen. Berühmt ist die Schlacht von Västas, einer kleinen Siedlung in Australien. Dort waren 30.000 Portugiesen stationiert. Während die schwedische Flotte die portugiesische bekämpft vor der Küste kamen 1.000 Schweden dort an und gingen zum Angriff über. Wie einst die Spartaner kämpften die Schweden und töteten Unmengen von Portugiesen. Sie wurden ins Meer zurückgetrieben und kaum einer von ihnen überlebte diese Schlacht und den folgenden Rückzug. Auch die schwedische Flotte in Südostasien mussten bei dutzenden Siegen nur eine einzige Niederlage einstecken, von der sie sich aber schnell erholte.

Nach 3 Jahren war Portugal komplett geschlagen. Die Führung kapitulierte bedingungslos und so konnte Australien gesichert werden. Die letzte portugiesische Kolonie dort wird bald friedlich übergeben werden.
June 19, 1616 : Portugal accepted peace with Sweden on the following terms : Portugal pays 350$ "Jakarta to Sweden, Towoomba to Sweden, Yarra to Sweden & Murumbidgee to Sweden.
Schweden ging gestärkt aus diesem Krieg hervor. Dieser Krieg stählte die schwedischen Rekruten und die schwedische Jugend. Hart wie Stahl ist diese neue Generation.
Das Flottenbauprogramm wird natürlich fortgeführt, denn wer weiss, wann Portugal wieder angreifen wird? Aber das nächste Mal wird Schweden vorbereitet sein, dessen kann man sich gewiss sein.
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Duke of York
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Beitrag von Duke of York »

Der Drachenthron
Geschichten eines Europäers am Kaiserhof in China



Kapitel 7 - 1589 - 1617



Im Januar 1589 wurde ein junger Europäer am Kaiserhof vorstellig. Es war Teoman, der neue Unterhändler und Regierungsberater von Portugal.
Er konnte überzeugend darlegen, wie sehr sein kleines Land unter den Fehlentscheidungen seines Vorgängers litt und dass es internationale Hilfe brauchen würde, um aus Portugal ein prosperierendes und emanzipiertes Land zu machen. Er bat um die großzügige Unterstützung Chinas auf diesem steinigen Weg durch Schenkung der blühenden Kaiserstadt Jakarta auf den indonesischen Inseln.
Der Kaiser ließ sich ausführlich die Pläne Portugals darlegen und er achtete sehr darauf, dass auch die indonesischen Interessen anderer Länder respektiert wuden, insbesondere die des Großmoguls und des schwedischen Königs. Denn der Kaiser wollte durch diese Schenkung keinesfalls ein neues Konfliktpotential in der Region schaffen.
Nachdem ihm dies zugesichert wurde, entschied der Kaiser, dem neuen Portugiesen einen Vertrauensvorschuss zu geben und schenkte Jakarta an Portugal, auf dass seine Bewohner den Aufbau des Landes unterstützen mögen. Er würde jedoch die Wahrung des Friedens mit scharfen Augen überwachen.



Dass dieser Kaiser ein Friedenskaiser war, schien jedoch den japanischen Provinzfürsten egal.
So kam es, dass die Imperiale Armee wieder mal mit Waffengewalt für Ruhe sorgen musste.
"February 5, 1592 : Nippon went with Invade Korea in Toyotomi Hideyoshi Plans to Invade Korea. "
"February 5, 1592 : Nippon declared war upon Korea."
"February 5, 1592 : Ayutthaya joined the war on the same side as Korea in their war against Nippon."
"February 5, 1592 : Taungu dishonored a Military Alliance she had with China, Ayutthaya, Vientiane and Korea."
"February 5, 1592 : Vientiane dishonored a Military Alliance she had with China, Ayutthaya and Korea."
"February 9, 1592 : China joined the war on the same side as Korea and Ayutthaya in their war against Nippon."
Wieso der japanische Provinzfürst meinte, Korea und das mit ihm verbündete China angreifen zu müssen, wird wohl ewig ein Rätsel der Geschichtsschreiber bleiben. Fakt ist: der Krieg war aussichtslos und sinnlos - für Japan versteht sich. Das erkannten selbst des Kaisers Vasallen im Süden und so fühlten sich die Ayutthaner ermutigt, in Nippon zu landen und bei der Erstürmung der japanischen Festung voranzugehen.

Somit kam es zum Frieden
"October 18, 1593 : Nippon accepted peace with China on the following terms : Return to Status Quo."
"October 21, 1593 : Nippon accepted peace with Ayutthaya on the following terms : Full Annexation of Nippon by Ayutthaya"
Der Kaiser verstand dies als Treuebeweis Ayutthayas und so willigte er schliesslich ein, als sich dessen braven Bürger dem Kaiserreiche anschließen wollten.
"May 5, 1594 : China annexed Ayutthaya."
Missfallen erregte jedoch Korea. Denn dessen unfähiger Herrscher hatte ausgerechnet den fähigsten Seestrategen dieses Landes hinrichten lassen, als dieser vorschlug, 50 Schildkrötenschiffe zu bauen, die der Kaiser gerne seiner Flotte hinzugefügt hätte. Es wurde daher beschlossen, den unfähigen koreanischen Herrscher durch einen chinesichen Beamten zu ersetzen.
"March 17, 1595 : China annexed Korea."

Im Jahre 1596 erreichten vermehrt Beschwerden der europäischen Händler über die aggressive Dominanz der Spanier in des Kaisers Handelszentren die verbotene Stadt. Der Kaiser konnte dies nicht ignorieren, war er doch nach konfuzianischer Lehre erzogen und daher immer um Ausgleich und Harmonie bemüht. So sah er sich gezwungen, die Handelsvereinbarung mit Spanien zu brechen und dessen Händler des Landes zu verweisen. Die überzahlten Konzessionskosten wurden Spanien zurückerstattet. Direkte Folge dieser Maßnahme war ein spürbarer Anstieg der chinesischen Handelseinnahmen.


1598 spitzte sich der Konflikt zwischen dem Großmogul und dem Zaren um die muslimischen Glaubensbrüder des Moguls in der zentralasiatisch-mongolischen Steppe zu. Der Kaise rhatte bereits im Vorfeld versucht, den Zaren mit guten Worten und Angeboten davon abzubringen, aber der Unterdrückung mongolischer Muslime zu beharren, denn es war klar, dass dies der Mogul nicht dulden konnte. Doch mit dem Zaren war - wieder mal - keinerlei friedliche Lösung möglich. Es gibt offensichtlich nur eine Sprache, die der Zar versteht und das ist die der Waffen. Der Kaiser hatte das bereits gelernt. Der Großmogul und der Sultan würden dies nun auch.
November 15, 1598 : Ottoman Empire declared war upon Russia.
November 22, 1598 : Mughal Empire joined the war on the same side as Ottoman Empire in their war against Russia.
Und wie vom Kaiser vorausgesehen, erkannte nun erst der Zar den Ernst der Lage und musste die Kontrolle über die Mongolen aufgeben.
Ungeachtet, dass es erst eines sinnlosen Krieges für die Einsicht bedurft hatte, erlaubte der Kaiser dem Zaren die Besiedelung aller sibirischen Provinzen bis an Chinas aktueller Grenze. Genau so hatte es der Kaiser vor dem Krieg als friedliche Einigung vorgeschlagen.
Der Zar sagte nichtmal Danke, nahm mürrisch das Siedlungsland vom Kaiser und wetterte fortan nur noch gegen China.
Das wird man so schnell am Kaiserhof nicht vergessen.


Im August 1606 schien Europa im Krieg zu versinken.
Das überreiche Spanien und das gierige Frankreich hatten ein Komplott gegen den Sultan geschmiedet. Der Kaiser war erbost über diese Dreistigkeit.
"August 28, 1606 : Spain declared war upon Ottoman Empire."
"August 30, 1606 : France joined the war on the same side as Spain in their war against Ottoman Empire."
Trotz heldenhaftem Kampf der Osmanen, musste es sich der Überlegenheit der zwei Großmächte beugen und Alexandria sowie seine Landverbindung nach Afrika aufgeben.

Die Interventionsmöglichkeiten des Kaisers waren in diesem europäischen Krieg leider beschränkt. Er musste sich mit einer Protestnote begnügen. Doch er sicht sich damit in seinem Embargo gegen Spanien bestätigt, da dieses seinen Reichtum nur dazu benutzt, um mit seinen Spießgesellen friedliche Länder zu überfallen und ihrer wertvollsten Provinzen zu berauben. Es gilt am Kaiserhof als ausgemacht, dass dieser Frevel nicht ungesühnt bleiben wird.
Das Embargo an Spanien wird daher nicht aufgehoben.


Auch in Indonesien musste es leider wieder Krieg geben.
Der Kaiser hatte die Beschwerden Schwedens registriert, dass Portugal die vereinbarten Siedlungsgebiete nicht respektieren würde.
Schweden sah daher keinen Ausweg, als die Waffen sprechen zu lassen.
"September 28, 1613 : Sweden declared war upon Portugal."
Auch hier wurde eine Protestnote gegen die provokante Siedlungspolitik Portugals abgegeben, doch auch der neue Herrscher Portugals scheint ausschliesslich seine eigenen Interessen zu verfolgen.
Der Kaiser nimmt dies zur Kenntnis und wird seine Schlüsse daraus ziehen.
Auich das aggressive Auftreten portugiesischer Händler in des Kaisers Handelszentren erregt Missfallen. Portugal sollte doch am Beispiel seines Nachbarn Spanien sehen, dass dieser Weg nicht gegen den Willen Chinas durchsetzbar ist und langfristig dem Land schaden wird.


Im Jahre 1614 meldete sich wieder ein fähiger junger Mann am Kaiserhof und erbot sich, unentdeckte Ländereien zu erforschen. Fang - so war sein Name - wurde sogleich zur Insel Taiwan geschickt, um die dortigen Stämme zu bändigen und das Land für chinesische Siedler vorzubereiten.
Doch leider war dem Kaiser nicht alles gelungen. Zum Ende seiner Regentschafdt mehrten sich die Unruhen, offensichtlich durch die des Landes verwiesenen Spanien aufgestachelt.
"January 9, 1615 : China went with We are too weak to crush the rebels. in The Manchu Rebellion. "
command = { type = stability value = -3 }
command = { type = revoltrisk which = 60 value = 5 }
Zum Glück hielten sich die Rebellionen noch in Grenzen, doch die Unruhe in der Bevölkerung schien von Jahr zu Jahr zu wachsen. Es war klar, dass das Kaiserreich schweren Zeiten entgegengehen würde ...
Marc Bloch: "Misunderstanding of the present is the inevitable consequence of ignorance of the past."
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Anton
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Beitrag von Anton »

Russlandkriege und der militärisch-industrielle Komplex 1589-1617

Johann Georg war ein friedlicher Kurfürst, was in Brandenburg eine Ausnahmeerscheinung darstellt. Aufgrund seiner Friedfertigkeit gegenüber Russland (er sah tatenlos dabei zu, wie die Russen die polnische Schatzkammer ausräumten) hatten einige am Hofe sogar vermutet, er sei kein richtiger Hohenzoller - seiner Mutter wurde eine Affäre mit einem Englischen Botschafter nachgesagt, der nach langen Verhandlungsrunden bezüglich der Schottlandbekehrung gerne am Hofe in Berlin die damalige Prinzessin zum tanzen einlud. Aber das sind alles alte Geschichten.

Für die Engländerhypothese sprach nicht nur seine Friedfertigkeit, sondern vor allem auch seine Liebe zu Geld. Unter seiner Führung konnte Brandenburg seine Schatzkammer mit über 3000 Dukaten füllen. Dadurch, dass das Geld dem Wirtschaftskreislauf vorerst entzogen wurde, entstand eine deflationäre Situation. Die Brandenburgische Silbermark wurde zuerst um 2%, sodann nochmal um 5% aufgewertet. Der Kurfürst erfreute sich dessen, dass sein Gold und Silber umso mehr wert war, je stärker er seine Untergebenen besteuerte.
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Johann Georg - ein Engländer?
Bei aller Liebe zum Gold wollte der Kurfürst aber nicht das nachhaltige Wirtschaften aus den Augen verlieren. Als das für "Freihandel" ach so berühmte Spanien etwa Monopolrechte in Mecklenburg und Danzig für die stattliche Zahlung von 20 Dukaten jährlich erwerben wollte, musste der Kurfürst ablehnen. In der Tat konnten Brandenburgs Kaufleute in bescheidenem Maße Handel treiben und zeitweilig nicht nur die norddeutschen Handelszentren, sondern auch die Umschlagplätze Moskaus monopolisieren.
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Brandenburg eine Handelsmacht? Wer hätte das gedacht?
Sein Neffe und Thronfolger, Joachim Friedrich, war aus deutlich anderem, Hohenzollernschem Holz geschnitzt. Seine Studienjahre hatte er an einer Militärakademie in Österreich genossen, wo er die Vorzüge von der Massenfertigung der Waffen kennenlernen konnte. Über sechs riesige Waffenmanufakturkomplexe verfügte Österreich. Dies galt es zu übertrumpfen. Drum haute er, nachdem er von seinem Oheim die Geschäfte übernommen hatte, das Geld für ein umso gewaltigeres Manufakturbauprogramm, für welches er, nachdem die beachtlichen Ersparnisse Brandenburgs zu Ende gegangen waren, neues Geld prägen ließ, Kreditte aufnahm und Subsidien aus befreundeten Ländern einwarb. Am Ende konnten stolze 7 Waffenmanufakturen den Betrieb aufnehmen, eine mehr als Österreich zur Verfügung stehen hat.
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Das Manufakturbauprogramm - Majestätisch, nicht wahr?
In seine Regierungszeit fiel auch die Niederwerfung Estlands und Livlands. Der Deutsche Orden hatte Litauen in einem unpässlichen Augenblick den Krieg erklärt, in dem sein Lehnsherr, Russland, sich in einem Todeskampf gegen die islamische Welt befand. Die Eroberung der Nogai wurde Russland zum Verhängnis, da sowohl der Mogulenkaiser als auch der Osmanensultan einmarschierten, wodurch die Reihe außenpolitischer Rückschläge Russlands nahtlos fortgesetzt wurde. Joachim Friedrich eroberte Livland und Estland, während Kurland als nominell unabhängiger Staat belassen wurde.
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Die Armee der Deutschritter ist chancenlos, da die 17 Tausend Russen nicht helfen können werden
Später beschloss Brandenburg, Preußen formell dem Kurfürstentum anzugliedern, wodurch die Besatzung dieser Ländereien für kurze Zeit aufgehoben wurde. Dies nahmen die Litauer zum Anlass, Krieg gegen Preußen und Polen anzufangen, woraus freilich nichts wurde. Jedenfalls dachte Russland offenbar, die Gunst der Stunde sei nun gegeben und griff Brandenburgisch-Litauen an, um Fakten zu schaffen. Nachdem zahlreiche wutentbrannte Protestnoten von Russland schweigend ignoriert wurden, musste es mal wieder einen "KRÄÄÄG" geben. Diesmal verteidigten sich die Russen und griffen auch da und dort mal eine Brandenburgische Formation an. Nichtdestotrotz erwies sich Russland als den brandenburgischen Waffen unterlegen. Etliche Städte im Nordwesten des Landes sind besetzt.
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Minsk befreit, Polotsk, Pskow und Iwangorod im Sturm genommen
Endlich ließ sich Russland an den Verhandlungstisch zwingen und versprach Brandenburg einen 33-jährigen Waffenstillstand, 500 Dukaten und Kurland, dafür dass es Belarus erhält. Dies ist annehmbar. Nur muss Russland das Geld irgendwie auftreiben.
Und als den Feind ich warf in Staub und Sand,
Dem Tränen Blutes aus den Augen rannen,
Da sprach er leis: Du, der mich überwand,
O hebe, eh du fällst, dich doch von dannen!
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