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Verfasst: So 25.06.2006, 19:26
von Trajan
Friedhelm von Karlstadt hatte ein Anliegen von seinem Herren dem Fürstbischof dem Landgrafen zu unterbreiten und ließ sich von daher einen Termin bei seinem Sekretär geben. Nun wartete der Gesandte Würzburgs darauf zum Landgrafen vorgelassen zu werden.

Verfasst: So 25.06.2006, 20:15
von Hesse
Der Landgraf saß in seinem Thronsaal und das Fluchen war noch auf dem Gang zu hören, wo Friedhelm von Karlstadt wartete.

"Impertinent....Zechpreller....Wortbrecher...."
, waren aus dem Thronsaal zu hören. Dann wurde es still. Die Tür öffnete sich und der Landgraf ließ den Gesandten aus Würzburg zur Audienz vorführen.

"Unser Kanzler berichtete uns, Ihr hättet etwas mit uns zu besprechen?", dabei wirkte der Landgraf zunnehmend freundlich. In der Hand hielt er noch einen zerknüllten Brief, den er drückte.

Verfasst: So 25.06.2006, 20:33
von Trajan
Seid gegrüßt Herr. Ja der werte Fürstbischof bat uns bei Euch vorzusprechen, doch wenn es Euch ungelegen ist so können Wir auch einen anderen Termin für eine Unterredung ausmachen. Meinte der Gesandte ein wenig kleinlaut.

Verfasst: So 25.06.2006, 20:40
von Hesse
"Nein, nein, werter von Karlstadt, wir haben schon Zeit. Leider wurde unsere Treue durch einen billigen Verrat und Habgier erschüttert, aber das ist eine andere Sache."

Der Landgraf pausierte kurz und meinte dann gefaßt und freundlich:"Erzählt, womit können wir unserem Nachbarn aus dem Süden dienen?

Verfasst: So 25.06.2006, 20:51
von Trajan
Mein Fürst läßt anfragen was Ihr von einem Vertrag haltet. Wir haben uns zwar was die Grenzen betrifft soweit geeinigt aber der Füstbischof meinte man solle es vertraglich festhalten und eventuell noch einiges mehr.

Verfasst: So 25.06.2006, 20:59
von Hesse
"Ah, werter von Karlstadt. Wir würden eine solche vertragliche Vereinbarung gerne treffen, hatten wir doch schon selbst daran gedacht. Habt Ihr einen solchen Vertrag bereits vorbereitet?"

Verfasst: So 25.06.2006, 21:15
von Trajan
Wir haben einen Entwurf mitgebracht, sicher.
Von Karlstadt holte ein Schreiben aus einer Mappe die er bei sich hatte und übergab sie dem Landgrafen.

Vertrag zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Herzogtum Würzburg/Franken



Grenzachtungsabkommen

§ 1 Beide Parteien erkennen den momentanen Grenzverlauf zwischen beider Länder uneingeschränkt an.
§ 1a Sollte es dennoch zu Streitigkeiten kommen wird versucht als erstes diese auf diplomatischem Wege zu lösen.
§ 1b Sollte es jedoch nicht möglich sein, werden keine weiteren Parteien in den Konflikt mit einbezogen da es alleine ein Problem zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Herzogtum Würzburg/Franken darstellt.


Beistandpakt

§1 Sollte eine der beiden oben genannten Parteien von einer fremden Macht/Partei angegriffen werden, so ist die Partei die nicht angegriffen wurde verpflichtet jene die angegriffen wird/wurde zu unterstützen.
§1a Mit wirtschaftlichen Mitteln sprich durch finanzielle Unterstützung
§ 1b Durch Truppenkontingente
§ 1c Mit diplomatischen Mitteln

§2 Durchmarschsrechte
§2a Können nach Absprache gewährt werden

§3 Sollte eine der Parteien warum auch immer nicht im Stande sein dem Vertragspartner zu Hilfe zu kommen, so kann die dadurch "geschädigte" Partei den Pakt für hinfällig erklären.
§3a Die Partei die ihrer Verpflichtung nicht nach kommen konnte hat dem („ehemaligen“) Bündnispartner eine Entschädigung zu bezahlen die auf 5000 Gulden festgesetzt ist.


Nichtangriffspakt

§1 Beide Parteien erklären sich bereit das Hoheitsgebiet des Anderen zu achten.
§2 Es wird von jeder in Besitznahme von Ländereien sprich Provinzen abstand genommen.
§3 Sollte eine der Parteien sich an oben genannte Paragraphen nicht halten tritt mit sofortiger Wirkung der Kriegsfall ein.


Dieser Vertrag tritt nach Unterzeichnung beider Parteien in Kraft und läuft so lange bis er von einer derer aufgekündigt wird.


Würzburg (Kassel), den


Die Unterzeichneten Parteien


Landgrafschaft Hessen


Für das Herzogtum Würzburg/Franken


Von Karlstadt merkte noch an.
Das ist quasi ein "Standartvertrag" der von uns genutzt wird.

Verfasst: So 25.06.2006, 22:05
von Hesse
Der Landgraf überflog den Vertrag und bemerkte: "Wenn Ihr im § 1a ist ein "versucht" zuviel und im §1b habt Ihr wohl zu genau von der Vorlage kopiert".

Der Landgraf lächelte, "ändert diese Stellen und wir werden mit Freude den Vertrag unterzeichnen. Es freut uns, daß es im Heiligen Römischen Reiche doch noch Reichsfürsten gibt, die an Worten und der Treue zueinander festhalten möchten."

Verfasst: So 25.06.2006, 22:16
von Trajan
Der Gesandte nahm den Vertrag wieder mit einem Sakra! entgegen als er sich die Stellen ansah die ihm der Graf genannt hatte. Dies bedeutete das er den Vertrag neu schreiben mußte. Wie dem auch sei er würde es machen müssen.

Gut, dann werd ich den Vertrag dem entsprechend neu aufsetzen. Verzeiht Uns diese Unachtsamkeit. Von Karlstein sah bedrückt zu Boden.

Verfasst: So 25.06.2006, 22:38
von Hesse
"Keine Sorge, werter von Karlstein. Wir werden den Vertrag dann gerne unterzeichnen. Unserem Kanzler passiert dann und wann auch mal so ein Mißgeschick. Solange man es vor der Unterzeichnung merkt, ist doch alles noch in Ordnung."

Välerlich klopfte der Landgraf dem fränkischen Gesandten von Karlstein auf die Schulter.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 17:18
von Al. I. Cuza
Der Gesandte Sachsen-Polens bittet um eine Audienz.

Der Kurfürst von Sachsen und König von Polen ist interessiert, ob der Landgraf nicht einen ähnlichen Vertrag auch mit dem Kurfürstentum Sachsen unterschreiben möge. Der erste Versuch war ja gescheitert vor ein paar Monaten. Vielleicht würde der Graf jedoch nun einwilligen.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 17:59
von Hesse
Der Landgraf begrüßte den Gesandte des Kurfürsten von Sachens und Königs von Polen und wies auf einen bestehenden Vertrag hin. Wahrscheinlich, mutmaßte der Landgraf, stecke die unterzeichnete Kopie noch in einem Tross, der durch die Kriegswirren noch nicht am Hofe des Kurfürsten angekommen sei.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:05
von Al. I. Cuza
Dieser Vertrag sei aber nur der Anfang in den Augen des Kurfürsten. Der Landgraf ist ja seit kurzem der Verbündete seines Verbündeten, dem Herzogtum Würzburg/Franken. Daher wäre eine Erweiterung des Vertrages nicht falsch und sogar von großem Nutzen für beide Staaten.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:40
von Hesse
"Sicherlich läßt sich über ein weitergehendes Bündnis diskutieren, jedoch gibt uns die momentane Kriegslage zu Bedenken. Wir werden aber gerne Eure Vorschläge hören.", ließ der Landgraf den Gesandten wissen.

"Im Übrigen haben uns die momentanen Kriegsverläufe und der Eintritt Würzburgs in den Krieg überrascht. Wir werden zunächst die weitere Lage überprüfen müssen."

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:46
von Al. I. Cuza
Der Gesandte Sachsen-Polens ist unzufrieden mit einer solchen Antwort. Ein schlichtes ja oder nein wären schn besser aufgenommen worden. Wenn der Landgraf es nicht möchte, wird er nicht zu einer Allianz gezwungen, Gott bewahre. Der Nichtangriffspakt ist immernoch genügend und wird es auch wohl bleiben müssen.
"Die Entwicklung des Deutschen Bundes und das Verhältniss zum Römischen Kaiser werden mit Interesse und Sorge am Hofe August des II. verfolgt." sagte der Gesandte noch zum Abschied.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:52
von Marc Aurel
Schwitzend und keuchend kam plötzlich ein Mann zum Hofe des Landgrafen Karls. Mit einem verschwitzten Lächeln ging er auf den nächsten Angestellten des Hofes hinüber und bat ihm eine Depesche zu übergeben, was mag dort wohl drinstehen?

"Sehr geehrter Herr Karl, Landgraf von Hessen-Kassel. Nachdem ich euren netten Herren von Cappler empfing schickte ich euch sofort einen meiner besten Untertanen. Gerhard Bügler ist ein fähiger, wenn auch leicht übereifriger Mann. Er stammt aus einer angesehenen Geldleiher-Dynaste meiner Stadt und ist einer der am ritterlichsten erzogenen Männer an meinem Hofe. Er ist weltgewand und spricht fließend Russisch, Englisch, Französisch und Schwedisch. Auch wenn er Jude ist, bitte ich euch ihn an eurem Hofe als meinen zukünftigen persönlichen Gesandten aufzunehmen. Ich freue mich schon auf unsere zukünftig bevorstehende Freundschaft und Zusammenarbeit.
Mit ehrenvollen Grüßen Erzbischof Joseph Clemens von Bayern."

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:56
von Hesse
Der Landgraf hielt den Gesandten aus Sachsen auf:

"So wartet doch. Ihr werdet doch verstehen, daß wir nicht überstürzt in einen Krieg eintreten können, dessen Dimension momentan nicht abzusehen ist, zumal erst erst eben ein Bote von dem Kriegseintritts Würzburg berichtet hat. Es ist doch daher nur gerecht, daß wir hier nicht überrascht werden wollen, ähnlich wie die Hannoveraner bei ihrem Marsch auf Dresden."

Bei der letzten Bemerkung lächelte der Landgraf verschmitzt.

"Teilt uns lediglich Euren Vorschlag über Euren Entwurf mit und wir werden dann schon weitersehen.

Jedoch von welchem Bunde redet Ihr? Wenn Ihr die Deutsche Union meint, so handelt es sich dabei um ein Defensivbündnis zwischen einigen Reichsfürsten gegen äußere Aggressoren. Wenn Ihr die Lage im Reich meint, dann ist die Entwicklung sehr bedenklich und wenn Ihr unser Verhältnis zum Römischen Kaiser meint, dann ist dies momentan angespannt, angesichts eines pekunären Betruges."

Verfasst: Mo 26.06.2006, 20:56
von Trajan
Hesse hat geschrieben:"Keine Sorge, werter von Karlstein. Wir werden den Vertrag dann gerne unterzeichnen. Unserem Kanzler passiert dann und wann auch mal so ein Mißgeschick. Solange man es vor der Unterzeichnung merkt, ist doch alles noch in Ordnung."

Välerlich klopfte der Landgraf dem fränkischen Gesandten von Karlstein auf die Schulter.
Der Gesandte tat dies auch sogleich und kam mit einem neuen Vertrag zurück.

Vertrag zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Herzogtum Würzburg/Franken



Grenzachtungsabkommen

§ 1 Beide Parteien erkennen den momentanen Grenzverlauf zwischen beider Länder uneingeschränkt an.
§ 1a Sollte es dennoch zu Streitigkeiten kommen wird versucht als erstes diese auf diplomatischem Wege zu lösen.
§ 1b Sollte es jedoch nicht möglich sein, werden keine weiteren Parteien in den Konflikt mit einbezogen da es alleine ein Problem zwischen der Landgrafschaft Hessen und dem Herzogtum Würzburg/Franken darstellt.


Beistandpakt

§1 Sollte eine der beiden oben genannten Parteien von einer fremden Macht/Partei angegriffen werden, so ist die Partei die nicht angegriffen wurde verpflichtet jene die angegriffen wird/wurde zu unterstützen.
§1a Mit wirtschaftlichen Mitteln sprich durch finanzielle Unterstützung
§ 1b Durch Truppenkontingente
§ 1c Mit diplomatischen Mitteln

§2 Durchmarschsrechte
§2a Können nach Absprache gewährt werden

§3 Sollte eine der Parteien warum auch immer nicht im Stande sein dem Vertragspartner zu Hilfe zu kommen, so kann die dadurch "geschädigte" Partei den Pakt für hinfällig erklären.
§3a Die Partei die ihrer Verpflichtung nicht nach kommen konnte hat dem („ehemaligen“) Bündnispartner eine Entschädigung zu bezahlen die auf 5000 Gulden festgesetzt ist.


Nichtangriffspakt

§1 Beide Parteien erklären sich bereit das Hoheitsgebiet des Anderen zu achten.
§2 Es wird von jeder in Besitznahme von Ländereien sprich Provinzen abstand genommen.
§3 Sollte eine der Parteien sich an oben genannte Paragraphen nicht halten tritt mit sofortiger Wirkung der Kriegsfall ein.


Dieser Vertrag tritt nach Unterzeichnung beider Parteien in Kraft und läuft so lange bis er von einer derer aufgekündigt wird.


Kassel, den 26. Jannuar 1701


Die Unterzeichneten Parteien


Landgrafschaft Hessen


Für das Herzogtum Würzburg/Franken
Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau-Vollraths


Er übergab diesen nun dem werten Landgrafen.

Die Fehler dürften nun bereinigt sein, was nun fehlt ist Eure Unterschrift werter Graf.

Verfasst: Mo 26.06.2006, 21:08
von Hesse
Julius Fabius nahm die Depesche des Gesandten aus Köln entgegen, da der Landgraf gerade in einer Audienz mit einem Gesandten aus Sachsen war. Er überflog das Schreiben und nickte Gerhard Bügler zu.

"Keine Angst, wir hier in Hessen sind sehr tolerant in Glaubensfragen. Bei uns finden jeder Aufnahme, selbst Katholiken dulden wir in unseren Landen. Kommt mit ich führe Euch zu Euren Gemächern."


Julius führte den Gesandten aus Köln zu seinem Quatier im Schloss.

Danach reichte er dem Landgrafen den Vertrag mit Würzburg zu, der diesen überflog, kurz grübelte und dann unterschrieb.

Verfasst: Di 27.06.2006, 10:09
von Balduin v.Bouillon
Vincent de Bourdeaux erreicht die Landgrafschaft-Hessen Kassel.Ein Diener des Grafen führt ihn zu seinen Herrn.

Vincent verbeugt sich

Hochverehrter Graf, seine Majestät Ludwig XIV, König über Frankreich und Navarra bittet euch mich Vincent de Bourdeaux als Vertreter Frankreichs anzuerkennen.Desweiteren äußert sich seine Majestät besorgt über die Vorkommnisse innerhalb des Heilligen Römischen Reiches Deutscher Nationen.

Vincent verbeugt sich erneut und wartet auf Reaktion des Grafen.