Distant Worlds

Moderator: Garfield

Beitrag von X_MasterDave_X »

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X_MasterDave_X
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Teste seit dem Wochenende auch GalCiv2, mit meiner ersten (Sandbox)Partie. Spielt sich ganz nett, wie auch die Vorgänger. Habe zwar erst wenige Stunden gespielt, deswegen kann ich auch noch nicht allzuviel darüber aussagen. Vom Prinzip her ist es sehr ähnlich wie Teil 2, fast schon zu ähnlich. Spielt sich mehr wie GalCiv2,5 statt wie eine echte Weiterentwicklung. Sicherlich, die Grafik wurde etwas aufgehübscht...höher aufgelöste Texturen, der Raumschiffdesigner ist noch mächtiger geworden, jetzt kann man sogar bewegliche Teile einbauen. Schon in Teil 2 war dieser Part einer der Highlights. Das Gut/Neutral/Böse System das man in Teil 2 über Kolonisierungs-Fragen, oder später durch direkte Forschung steuern konnte ist nun etwas durchdachter. Man kann nun rein theoretisch alle 3 Zweige auswählen und sich dann jeweils wieder 4 Untergruppen mit je 5 Vorteilen per Punktesystem erarbeiten.

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Erinnert stark an die genialen Sozialpolitiken in Civ5. Man kann sich da zb so Boni abgreifen wie, "du bekommst sofort 3 Konstruktoren geschenkt" oder "1 Kolonie-Schiff", oder andere diverse kurzfristige oder langfristige Vorteile. Geschickt gewählt, kann man da wie bei Civ5 sich gute (Start)Vorteile erarbeiten.

Wie gut die KI in Teil 3 ist, kann ich bisher noch nicht sagen, in den Vorgängern gehörte die KI stets zu den Stärken des Spieles. Und verglichen mit meiner letztwöchigen Distant Legends Session, wo die KI fast hirntot ist (das Spiel in der Konzeption aber genial, sehr erfrischend im 4X Genre), ist das immer gern gesehen. Speziell da ein 4X Spiel ohne hinreichend starke KI langfristig kaum begeistert.

Mal von diesen Dingen abgesehen, empfinde ich GalCiv3 wirklich als zu geringe Weiterentwicklung. Der Quantenschritt von Teil 1 auf 2 ist dieses Mal ausgeblieben. Grafisch merkt man erst auf dem 2ten Blick daß man nicht mehr GalCiv2 spielt. Nach 10 Jahren hätte ich da mehr erwartet, ähnlich wie Civ5 gegenüber Civ4 um Lichtjahre besser aussieht. Speziell da, wo die Grafik genretypisch sowieso eher mau aussieht, gegen die bunte Welt eines Civ5 oder gar Endless Legends. In der Galaxis ist eben alles schwarz, bis auf die wenigen leuchtenden Punkte, und Planeten. Dauerhaft schaut man da schon auf eine sehr tröge Spielkarte. Vor allem rausgezoomt, wie man wohl am öftesten spielt, hat es den Charm eines Spiels aus den 80igern.



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In Nahansicht ist es dann natürlich schon schöner....aber auch nicht grundlegend anders als im Vorgänger.


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Was auch neu ist: Schiffswerften sind nun extra auf der Karte zu sehen, und nicht mehr direkt einem Planeten zugehörig. Die Werft braucht aber "einen Hauptsponsoren (Planeten) und darf bis zu 4 weitere zusätzliche Sponsoren haben. Mit etwas Glück findet man im eigenen Imperium mehrere Planeten relativ nahe zusammen die dann zu fünft ihre Ressourcen an ein und die selbe Werft senden, was dazu führt, daß diese Werft selbst Großkampfschiffe blitzschnell baut. Dazu sollten die Planeten aber nicht mehr als 6 Hexfelder (in GalCiv2 gab es noch Quadrate) entfernt sein, sonst gehen anteilig Ressourcen auf dem Weg verloren. Man kann sich aber immer entscheiden auch jedem Planeten eine eigene Werft zu geben, um zb gleichzeitig mehrere Raumschiffe zu bauen. Übrigens dürfen die Konstruktor-Raumschiffe nun nicht nur Sternbasen gründen, sondern lassen sich auch zu Schiffswerften machen. So kann man zb einen schnell fliegenden Konstruktor ans Ende seines Reiches nahe eines neu gegründeten Planeten senden, um dort sofort eine Raumwerft einzurichten. Natürlich wird der neue Planet nicht sonderlich viel Produktionskapazität an die Werft leiten können, aber mit Geld gepuscht kann man am Rande seines Reiches schnell neue Kolonial-Transporter bauen, die nicht erst die halbe Galaxis durchqueren müssen. Übrigens, mit weiterer Forschung kann man Konstruktor-Raumschiffen auch mehr als 1 Modul mitgeben, später sogar bis zu 3 habe ich gelesen. Damit kann man also bspw. eine neue Raumstation bauen, und gleich die ersten beiden Module gleich mit errichten. Vielleicht ein wenig unfair, wenn die Kriegsflotte ein solches Raumschiff mitnimmt, um vor Ort mal schnell eine militärische Raumstation "aus der Hosentasche zieht", die gleich mehrfach aufgewertet wird. Das könnte den Schlachtverlauf gleich empfindlich aus dem Gleichgewicht bringen.



Die Schlachten sehen dagegen netter aus als in Teil 2. Aber nach 10 Jahren nun auch nicht mehr wirklich zeitgemäß. Da hat Endless Space schon wesentlich schöneres abgeliefert, auch wenn ich dieses Spiel ansonsten eher als dünn empfinde. Am liebsten wären mir natürlich taktische Raumkämpfe. Aber kaum ein modernes 4X Spiel hat das heute noch. Ein wenig kann man es beim neuen Stardrive2 sehen, das übrigens besser ist, als ich erwartet habe. Der geniale 2D-Schiffsbau bzw. die taktische Ausstattung, mit Modulen und Panzerungen machen viel her. Auch die eigentliche Schlacht sieht toll aus, lässt sich zoomen und man kann sogar den Einheiten Befehle geben. All das fehlt in GalCiv3. Und das reine Zusehen in den Schlachten ist auch übel, zumindest flogen bei mir die Schiffe immer ausserhalb des Bildschirmes, und ich konnte nur hören was da abgeht. Die ganzen Kameramodi sind wohl entweder noch nicht ausgereift, oder kaum intuitiv...oder ich bin schlichtweg zu blöd sie zu bedienen. Solche Probleme kannte ich bei Stardrive2 nicht. Da ist immer alles im Blick und beliebig zoombar.

Achja, eine weitere relativ tolle Neuerung gibts auch in GalCiv3, man kann den einzelnen Raumschiffen nun Rollen wie "Eskorte", "Angriffsschiff" oder zb "Interceptor" zuweisen. Je nachdem beschützen diese Schiffe dann eigenständig die großen Pötte, oder greifen im Sturm an, oder suchen sich gezielt schwächere Gegner raus. So gesehen kann man durch die Zusammensetzung von Raumflotten auch noch etwas taktische Tiefe ins Spiel bringen. Während der Schlacht ist man aber, wie bei den Vorgänger Teilen einfach nur Zuschauer....bzw "Zuhörer". ;)

Ne andere minimale taktische Ebene ist beim Plantenausbau, da kann man jetzt Nachbarschaftsboni erhalten wenn gleiche Gebäude angrenzen. Das ist zwar nett, aber mMn eher ein extra Minispielchen. Wobei man mit etwas Glück dadurch schon gewaltige Boni aufhäufen kann.

Was mich aber an GalCiv schon immer am stärksten störte, war die Langatmigkeit des Spieles. Schon seine Vorgänger hatten bei mir immer die unangenehme Nebenwirkung, daß ich (im Gegensatz zu Civ-Partien) kaum eine Partie zu Ende spielte, weil es einfach irgendwann langweilig und tröge wurde, auf den sehr großen Karten, wo oft hunderte von Zügen kaum was passiert bis man sich endlich näher kommt. Und auf kleinen Karten zu spielen macht auch kaum Spaß, weil man da zu schnell Krieg hat. Außerdem war der Forschungspfad in GalCiv2 seeeeehr laaaaangweilig....ich sag nur Laser1, Laser2, Laser3......RailGun1, Railgun2..........Ecm1, Ecm2, Ecm3, Ecm4.........Gääääähn. Sieht auf dem ersten Blick in GalCiv3 etwas besser aus, aber auch nicht grundlegend.

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Bis jetzt übers Wochende konnte mich GalCiv3 zwar bei der Stange halten, aber mal sehen wie lange das gut geht. Wenn sich grundlegend nicht viel geändert hat, werde ich wohl auch kaum Partien zuende spielen. So etwas passiert mir seltsamerweise bei Civ4 oder 5 nie. Da habe ich meistens die Motivation bis ans Ende weiter zu spielen, bis zum Sieg oder der Niederlage. Irgendwie passiert in Civ4/5 pro Runde einfach mehr. Die Welt fühlt sich einfach lebendiger aus. In der GalCiv Reihe fühlt sich die Galaxis zumeist so leer und tot an. Gut soll wohl die Realität etwas simmulieren. ;)

Dennoch gebe ich dem Spiel eine Chance....sollte die KI wieder so gut wie im Vorgänger sein, oder gar besser wäre das alleine schon Grund genug es zu spielen. In welchem 4X Spiel merkt sonst schon die KI rechtzeitig wenn man Truppen an der Grenze zusammenzieht für einen Angriff, und rechtzeitig vorher losschlägt um einen den Plan zu vermasseln. Obwohl....das beobachte ich in Civ5 auch manchmal.

Beitrag von Tex_Murphy »

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X_MasterDave_X hat geschrieben:Teste seit dem Wochenende auch GalCiv2, .... Vom Prinzip her ist es sehr ähnlich wie Teil 2, fast schon zu ähnlich.
:D ;)
Jaja, schon gut, Klugscheisser mag keiner, aber es ist doch irgendwie verständlich, dass GalCiv2 sehr ähnlich wie Teil 2 ist...

Aber danke für den kurzen Bericht zu GalCiv 3, Wir werden es weiter im Auge behalten, Teil 2 hat Uns gut gefallen.

Beitrag von Krupinski »

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Wir wollten nicht unerwähnt lassen: http://www.matrixgames.com/news/1698/Di ... .12.is.out!

Beitrag von X_MasterDave_X »

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Ja, sollte natürlich GalCiv3 heissen.......wahrscheinlich Freudscher. :rolleyes:


Was ich vergaß zu erwähnen. Es gibt nun auch 5-6 Ressourcentypen, ebenfalls von der Civilization Reihe abgeguckt. Damit lassen sich bestimmte Rohstoffe abbauen, die man später für bestimmte Gebäude braucht. Zu Anfangs braucht man diese Ressourcen um bestimmte Prototypen an Waffen, oder Schutzschilden/Panzerungen zu bauen. Damit hat man dann auch gleich Waffen/Schilde die im Faktor 3-4 stärker sind, als was man zu Beginn regulär bauen könnte. Vergleichbar mit der Eisenressource bei Civ5, wo man sich schon früh starke Schwertkämpfer bauen konnte. Irgendwann kommt man dann in der Forschung weiter, und auch ohne diese Rohstoffe starke Waffen/Schilde bauen. Das System fanden wir in Civ5 immer ganz gut. Und gut kopiert ist ja bekanntlich besser als schlecht selbst entwickelt. Die Rohstoffe werden dann mit Sternenbasen abgebaut, die die Rohstoffquelle in ihrem Bearbeitungsring haben. Zu Beginn ein Radius von 5 Feldern, später mehr. Da es 5-6 Ressourcentypen gibt, und diese oft auch gehäuft vorkommen, muß man versuchen die Sternenbasen geschickt zu platzieren, damit sie gleichzeitig mehrere Rohstoffe abbauen können. Zusätzlich kann man in GalCiv bekannter Manier die Sternenbasen mit weiteren Constrouctor-Raumschiffen Modulweise ausbauen. Ums so zb von jeder Ressource noch mehr zu bekommen. Die Ressourcen werden dann wie in Civ5 dauerhaft an die Militäreinheit gebunden, und damit erst wieder frei, wenn die Einheit vernichtet/aufgelöst wurde, ählich der Pferde oder Eisenressource in Civ5.

Man merkt stark daß das sehr beliebte und erfolgreiche Civ5 eine große Ideenquelle für GalCiv3 war. Das ist nicht unbedingt ein Nachteil.
Aber dennoch mangelt es dem Spiel an eigenen Innovationen. Wer sich nur selbst kopiert und andere Spiele, wird nie zu was besonderem. Schade eigentlich! :(

Aber wie gesagt, über die Langzeitwirkung des Spieles kann ich noch wenig aussagen. CIv5 habe ich laut Steam beinahe 900 Stunden gespielt....ob zu so etwas GalCiv3 fähig ist, wage ich aktuell zu bezweifeln.

Beitrag von Iche_Bins »

Iche_Bins
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Es könnte vielleicht einen neuen Sale vom Spiel geben.

Ein neuer patch kam gestern raus, ist aber noch nicht auf Steam. Im Matrix Forum hat einer der Devs auf die Frage nach nem Sale das folgende gesagt:
Well, the new update is not official yet, but will be soon. The one year anniversary of the Universe release is coming up as well, so who knows?

Regards,

- Erik
Der Release Termin war der 23.5. letztes Jahr..

Beitrag von Iche_Bins »

Iche_Bins
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Distant Worlds: Universe für 50% bei Steam.

http://store.steampowered.com/app/261470/

50% ist ein ungewöhnlich hocher Nachlass für nen matrix Spiel.

Beitrag von DasViereck »

DasViereck

Hi, hab ein Problem bei Distant Worlds:

Eine Hälfte meiner Militärschiffe ist in Flotten gebunden, die andere hälfte ist automatisiert und es kommt ständig vor das diese Militärschiffe sich einfach in Systeme anderer Imperien parken, die mich dann hassen und wollen das ich sie abziehe. Weiß jemand wie ich, ohne die automatisierung zu beenden, die schiffe davon abhalten kann, ständig die Grenzen anderer Rassen zu verletzen? Kolonisierung läuft automatisch ab aber ohne erlaubnis in Systemen anderer Imperien welche zu errichten. Förderstationen werden trotzdem dort gebaut aber die reiß ich alle gleich ab, also hätten die mist Schiffe eigentlich keinen Grund dort rum zu gurken. tun es aber trotzdem :)

mfg Viereck
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