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Cryptocurrencies
Moderatoren: ulysses, Montesquieu
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- [B@W] Abominus
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- dooya
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+8
Selbst wenn Ihr mit einer zeitlichen Prognose daneben gelegen habt (Kann mich nicht erinnern; was hattet Ihr erwartet?), ist ja immer noch kein echtes Nutzungsszenario absehbar. Wie verzweifelt die Bitcoin-Bros inzwischen sind, sieht man ja daran, wie sehr man auf staatliche Crypto-Reserven hofft, wie sehr man sich über Trumps entsprechende Ankündigung gefreut hat und wie enttäuscht man war, als rauskam, dass die USA keine Coins kaufen würde.Montesquieu hat geschrieben:Was das Durchhaltevermögen von Bitcoin angeht, hatte ich tatsächlich unrecht. Aber na ja, ich hatte mit so vielem Unrecht in den letzten Jahren, der Dummheit und Böshaftigkeit eines zu großen Teils der Bevölkerung eingeschlossen. Da sah man alles einfach zu positiv. Und so sehe ich das auch mit Bitcoin. Ist und bleibt eines der vielen Geburten der letzten Jahre, die in diesem unseren Grifter-Himmel gedeihen kann.
Finde da die von Maurice Höfgen in einem podcast gemalte Analogie immer noch sehr schön: Das Crypto-Ökosystem ist derzeit wie ein Pokertisch, an dem nur genau das (um)verteilt werden kann, was die Anleger per Crypto-Kauf oder Mining-Kosten eingezahlt haben. Sobald der Staat dort einsteigen würde, wäre es, als würde der Kasinobetreiber einen Batzen Geld auf dem Tisch werfen und damit aus dem Nullsummenspiel eines mit positiver Bilanz machen.
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- Montesquieu
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+22
Ich habe gedacht, dass es zum Ende der Inflations-Periode ohne Einfluß von billigem Geld einfach als "valide" Investitions-Option verpuffen würde und dann in sich zusammfallen wie die nfts.dooya hat geschrieben:Selbst wenn Ihr mit einer zeitlichen Prognose daneben gelegen habt (Kann mich nicht erinnern; was hattet Ihr erwartet?), ist ja immer noch kein echtes Nutzungsszenario absehbar. Wie verzweifelt die Bitcoin-Bros inzwischen sind, sieht man ja daran, wie sehr man auf staatliche Crypto-Reserven hofft, wie sehr man sich über Trumps entsprechende Ankündigung gefreut hat und wie enttäuscht man war, als rauskam, dass die USA keine Coins kaufen würde.
Finde da die von Maurice Höfgen in einem podcast gemalte Analogie immer noch sehr schön: Das Crypto-Ökosystem ist derzeit wie ein Pokertisch, an dem nur genau das (um)verteilt werden kann, was die Anleger per Crypto-Kauf oder Mining-Kosten eingezahlt haben. Sobald der Staat dort einsteigen würde, wäre es, als würde der Kasinobetreiber einen Batzen Geld auf dem Tisch werfen und damit aus dem Nullsummenspiel eines mit positiver Bilanz machen.
Der texanische Senator der Herzen
- TheBlackSwan
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Wie verzweifelt die Bitcoin-Bros inzwischen sind,

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- dooya
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+8
Ja, hatte ich im Blick. Gerade diese plötzlichen Anstiege als Ausdruck der Hoffnung, dass jetzt der Durchbruch erreicht ist, gefolgt von genauso plötzlichen Kursverlusten, veranlassten mich zu dieser Einschätzung. Wäre etwas anderes, wenn man klarere Ursachen für diese Kursänderungen nennen könnte, anstatt jedes Mal zu rätseln, was nun wieder der Grund war. Ist aber in Ermangelung von Börsenkenntnissen eine vollkommen naive Einschätzung von mir. Ich betrachte den ganzen Kryptomarkt nur mit der Neugier eines eher zufällig und nur sehr gering Beteiligten.TheBlackSwan hat geschrieben:
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- TheBlackSwan
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Es gibt schon größere Entwicklungen, die Bitcoin jenseits von trumpscher Crypto-Politik beeinflussen. Zum Beispiel, wie sich die aufgezählten Gründe hier
https://www.si-games.com/forum/showthre ... ost1386750
in ihrer Bedeutung verändert haben.
Abgesehen davon: Den Versuch einer guten Darstellung der Gründe für den Bitcoinkauf und damit steigende Kurse wird man am ehesten dort finden, wo Leute grundsätzlich offen gegenüber der Mission sind (also eher nicht bei Maurice Höfgen und Friends) oder es nüchtern aus Investorensicht bewerten.
https://www.si-games.com/forum/showthre ... ost1386750
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Wir sollten dazusagen: Wir haben nie genug Zeit investiert, um uns eine einigermaßen fundierte Meinung zu Bitcoin etc. zu bilden. Die Argumente hier sind first-principle based oder auf Grundlage von einigen längeren Artikeln dazu.
Aber Währungen und Finanzmärkte sind verdammt kompliziert, deswegen haben wir immer das Gefühl, nur an der Oberfläche zu kratzen.
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- dooya
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+8
Hab ich gelesen, ließ mich aber skeptisch bleiben. Das Streben nach mehr Dezentralisierung und weniger staatlicher Kontrolle, das ursprünglich die zentrale Motivation von Cryptowährungen war, passt meiner Einschätzung nach nicht mehr so richtig zum aktuellen Ranwanzen an staatliche Akteure u.a. mit dem Ziel staatlicher Cryptoreserven und aktzeptierter Coins. Da treffen wohl die von Euch genannten Leute, die grundsätzlich offen gegenüber der Mission sind, auf jene, die nüchtern aus Investorensicht bewerten.TheBlackSwan hat geschrieben:Es gibt schon größere Entwicklungen, die Bitcoin jenseits von trumpscher Crypto-Politik beeinflussen. Zum Beispiel, wie sich die aufgezählten Gründe hier
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Ich zähle mich weder zu den einen, noch zu den anderen. Meine eher skeptische Sicht auf Cryptowährungen speist sich im Wesentlichen aus zwei Quellen. Zum einen ist es die Beobachtung, dass es immer noch kein tragfähiges/breit akzeptiertes Nutzungsszenario zu geben scheint. Zum anderen würde eine institutionelle/staatliche Anerkennung der aktuell im Umlauf befindlichen Cryptowährungen eine drastische Umverteilung darstellen. Daher würde ich vermuten, dass eine etwaige Einführung/Ankerkennung von Cryptowährungen mit der Ausgabe von neuen eigenen Coins einhergehen würde, die die bestehenden Besitzverhältnisse innerhalb der Gesellschaft widerspiegeln.
Aber auch hier gilt: naive Sicht eines randständig Interessierten.
(Edit: und ja, Maurice Höfgen bildet mit Sicherheit nicht die Mitte des ökonomischen Meinungsspektrums ab.)
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor dooya für den Beitrag:
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- dooya
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Zufallsfund: Artikel mit einem Fazit, das auch die hiesige Unterhaltung ganz gut wiedergibt: Bitcoin-Kurs erreicht neues Hoch – lohnt sich der Kauf noch?
[...]
Ob Anleger jetzt noch einsteigen sollten, hängt auch von der fundamentalen Überzeugung von Kryptowährungen ab. Wer daran glaubt, dass Kryptowährungen ein Rettungsring gegen erratische Staatenlenker sind, für den können Bitcoin und andere große Projekte wie Ethereum, Solana & Co. etwas sein. Wer agnostisch ist und einfach nur auf steigende Kurse wetten will, der sollte einen kühlen Kopf bewahren und zwei Dinge nicht tun: In die Vergangenheit schauen und auf Krypto-Maximalisten hören.
Zwar hat sich der Bitcoin in den vergangenen Jahren immer wieder von seinen Einbrüchen erholt. Und am Ende sieht die Kursentwicklung natürlich extrem attraktiv aus. Doch wie bei allen Werten gilt auch für den Bitcoin, dass vergangene Entwicklungen nichts über die Zukunft aussagen. Bei Kryptowährungen kommt erschwerend hinzu, dass es kaum fundamentale Daten wie Umsätze, Gewinne und Verschuldungsgrad gibt – also Determinanten, mit denen Aktien-Anleger den Wert einer Firma bestimmen. Bitcoin & Co. werden zu einem Gutteil aus der Kurs-Fantasie bepreist. Und diese Fantasie bekommt von Krypto-Maximalisten immer wieder neue Narrative, warum Bitcoin gerade jetzt die Lösung für alles ist. Trotz aller erdenklichen Usecases von Kryptowährungen, ist das Ziel aber doch recht simpel: Es sollen mehr Menschen in den Markt kommen. Denn je mehr Menschen dabei sind, umso stärker steigt der Kurs, und umso mehr Menschen interessieren sich wiederum dafür. Der Bitcoin ist von neuen Geschichten abhängig, und dass Anlegern nicht langweilig wird.
Die Realität sieht aber so aus, dass es zwar immer mehr Usecases für Blockchain-Projekte wie Bitcoin gibt – doch der Wert für die Realwirtschaft bleibt auch 16 Jahre nach Auflegung erstaunlich gering. In erster Linie sind Kryptowährungen noch immer ein Spekulationsobjekt. Aber: Wetten sind nicht verboten und insofern sind Bitcoin & Co. auch eine denkbare Beimischung für das Portfolio. Wer also risikoaffin ist, und glaubt, dass der Kurs von Kryptowährungen weiter steigen wird, der kann über eine Investition nachdenken. Man sollte bei spekulativen Werten aber nie mehr einsetzen, als man problemlos verlieren könnte.
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