Hm...irgendwie möchte der TS-Server nicht mehr...
Nunja, wo ich stehengeblieben bin: Vielleicht hätte es ja was Neulinge auf starke Länder zu positionieren wie Frankreich, Osmane, und im Gegenzug in der Entwicklung schwierigere Länder wie Spanien und ggf. Österreich mit guten Spielern zu besetzen. So wird möglicherweise verhindert, dass gewisse Boni bei schon anfangs starken Ländern (Frankreich bspw. als Landmacht) noch weiter verbessert werden und sie so uneinholbar werden, vgl. Spanien <-> Frankreich in späterer Spielphase.
Und zur Sache 'drübergerutscht':
Die optimale Entwicklung eines Landes erfordert manchmal die Bekämpfung eines anderen Landes (andererseits würde man ja nur ein vielfach besetztes SP spielen), wie jetzt hier Frankreich vs. Portugal, zum Ausbau einer argentinischen Kolonie. Es wäre extrem seltsam, wenn Frankreich den Portugiesen vorwarnen müsste (weil der Konflikt ja nicht fair wäre), dass er ihm den Krieg erklärt. Für Frankreich wäre es doch logischerweise besser (Verlust an Manpower, möglicherweise längerer Krieg) wenn es das nicht tut. Spielerisch werden sich da also so oder so Differenzen auftun, weil man sich deswegen als Portugiese benachteiligt fühlt.
Dazu zählt übrigens auch die subjektive Einschätzung der Kampfkraft der Länder: Für den einen ist Spanien gegen Frankreich gleichwertig, für den anderen also überhaupt nicht.
Für dieses Problem gibt es also keine Lösung.
Aber das Spiel macht doch gerade diesen Punkt aus, oder sehe ich das falsch?
Gleichwertige Bedingungen kann und wird es nicht geben, da kann man auch noch soviel dran herummodden. Wenn man sich für ein Land entscheidet, muss man auch mit möglichen Konsequenzen rechnen. Dazu war es aber auch absehbar, das es zu einem Krieg in Südamerika kommt, so wie sich die Ländereien verteilten. Ich war und bin als Holländer stets darum bemüht, einen Ausgleich mit Frankreich zu finden. Es gab zwischen uns beiden in Südamerika auch Differenzen, die wir so lösen konnten, da wir einen Kompromiss gefunden haben. Wenn man also dem Franzosen kolonial in die Karre fahren möchte, sollte man auch mit seiner Missgunst rechnen. Ein Verteidigungsbündnis für den Portugiesen, und sei es auch nur mit Österreich oder sonstwem, wäre von Vorteil gewesen.
Damit sind wir bei den Bündnissen. Bismarck pflegte zu sagen, dass man sich bei jedem Bündnis fragen muss, wer dabei eigentlich der Feind ist. Wenn Holland sich mit Spanien verbünden würde, wäre wohl eher Frankreich das Ziel als Polen. Das heisst also im weiteren Sinne, je länger ein erfolgreiches Bündnis besteht, umso mehr wird der Feind niedergemacht. In diesem Fall bspw. Brandenburg, Holland, Schweden und Venedig vs. Austria und Polen. Sollte das Bündnis so bleiben, bekommt Österreich auch im nächsten Krieg eins auf die Mütze, weil es ja (wenn auch nicht übermäßig viel) geschwächt wurde.
Damit aber Nerven geschont werden, da manche ja schon nach einem Krieg und Verlust von Provinzen extrem angepinkelt sind, wären flexiblere Bündnisse vorteilhafter, wenn auch nicht unbedingt optimaler. Dazu muss man sich aber auch selbst bewegen, und stets Möglichkeiten im Hinterkopf haben. Als Holländer sollte ich also überlegen, wie es denn mit Österreich aussieht, wenn er mit sich sprechen lässt. Macht es Frankreich angreifbar? Was kostet mich das selber? In diesem Falle enorm viel, da ich eine direkte Grenze hätte, und meine Kolonien im weitesten Sinne in französische eingebettet sind.
Aktuell habe ich aber gute Beziehungen zum Franzosen, der, so hoffe ich, auch keinen Groll gegen mich hegt. Wenn man also Frankreich angreifen will, dann nicht durch rumjammern 'öhh der ist ja so stark und rutsch über mich drüber' und damit verbunden irgendwelche hanebüchene Beschränkungen von wegen fair etc. einführen, sondern einfach ein fettes Bündnis iniitieren, das sich gegen Frankreich richtet. Im Falle Portugals wäre es eine gute Gelegenheit gewesen den Österreicher anzustacheln, da sich ja offensichtlich eine große Armee in Südamerika befand. Damit hätte alleine der Österreicher zu diesem Zeitpunkt über ein doppelt so großes Heer gegen den Franzosen anführen können...
Wie auch immer:
Die Entwicklung seines eigenen Landes stört/nervt immer jemand anderem. Mit guter Bündnispolitik kann man das aber unterbinden. Sicherlich spielt auch die Psychologie eine grosse Rolle...
Edit: Wenn sich jmd. davon persönlich angegriffen fühlt, was er eigentlich nicht sollte, möchte ich mich nichtsdestotrotz dafür entschuldigen. Schliesslich wollen wir ja alle einen netten Spieleabend geniessen.
