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Die Lage, in welcher Giacomo I. zum König gwählt wurde, war alles andere als günstig zu nennen. Italien stand mit etwa 160 Mio ¢ in der Kreide, und die Anhänger der Dynastie di Bar hatten sich noch nicht mit dem Machtwechsel abgefunden [Stab = +1].
Hinzu kam das wachsende Selbstvertrauen des durch Handel wohlhabend gewordenen Bürgertums, das den Kampf zwischen Adel und Krone nun zu einem Dreikampf zwischen Städten, Adel und Krone umgestaltete.
1606 forderten die Städte mehr Rechte. Vordergründig ihnen diese gewährend, erließ Giacomo I. jedoch anschließend Verordnungen, die diese Rechte wieder ausglichen [Zentraslider +1, Stab = 0].
Im selben Jahr bot Frankreich von sich aus (nachdem es solche Ansinnen der Italiener bis dahin stets abgelehnt hatte) ein Handelsabkommen an. Dieses wurde im Juni 1606 in Lyon von dem Kanzler Frankreichs un dem Kronadvokaten Italiens unterzeichnet.
Übersicht der europäischen Handelszentren, 1616
In Nordeuropa wuchs die Macht der Norweger, die 1607 Schweden zum Vasallen machten und Sachsen und Holstein annektierten.
1608 Wurden Baupläne für gewaltige Kaianlagen und Großwerften der Krone vorgestellt, die es möglich machten, die Schiffsbaukapazitäten um ein Vielfaches zu steigern. Freilich würde die Einrichtung solcher Werften auch ein Vermögen kosten, sodaß vorerst vom Bau einer solchen abgesehen wurde.
Verwandte des abgesetzten Stefano IV., die als Botschafter Nubiens in Venedig tätig waren, beleidigten die Schwester der Königin im September 1609. Dies wurde im Januar 1610 mit einer Kriegserklärung Italiens an Nubien beantwortet. Khartoum (Juni 1610) und Sennar (September 1610) waren rasch ohne nennenswerten Widerstand erobert, und Nubien wurde italienischer Vasall. Desweiteren war ein Tribut von ca. 4.2 Mio ¢ an Italien zu zahlen. Viel Geld für ein solch kleines Land.
Während des Krieges versuchte Portugal erneut, seine Tordesillas-Ansprüche auf Recife und Parnaiba durchzusetzen - ohne Erfolg.
Auch der Klerus nutzte die Lage aus und verlangte eine härtere Gangart gegenüber Abweichlern und Ketzern. Der König war gezwungen, nachzugeben (Toleranz -1).
Im Oktober 1612 wurden neue Handels- und Zolltarife verlangt, da die Konkurrenz unter den einzelnen Händlern wuchs (Event, Merkantilismus +1).
Im darauffolgenden Jahr, 1613, konnte das letzte Darlehen getilgt werden, und das innenpolitische Klima hatte sich entschieden gegenüber 1604 verbessert [Stab = +3].
Wie auf Kommando brach im Oktober 1613 ein größerer Krieg aus, als Frankreich die Engländer vom Festland vertreiben wollte.
Die versammelten italienischen Flotten, die von Gibraltar aus, über Santiago und Brest in den Ärmelkanal vorstoßen wollten, wurden von den Seefalken Englands bei den Western Approaches aufgehalten und auseinandergetrieben.
Auch der Rückzug zum Kap Finisterre misslang, da hier bereits weitere englische Geschwader lauerten. Die italienische Kriegsflotte suchte vorerst im Hafen von Santiago Zuflucht, eine versprengte Schwadron wich in den Hafen von Brest aus.
Im Atlantik, vor der Küste Brasiliens und in der Karibik siegten ebenfalls mehrfach die Engländer über die italienische Marine, einen Ausnahmeerfolg stellte der Seesieg der Iataliener bei den Bahamas am 4.9.1614 dar.
1615 wurde die Marine durch den Admiral Mocenigo (4/2/3) gestärkt, der die Flotta di Venezia übernahm. Prompt wurde eine weitere Seeschlacht bei Finisterre gewonnen.
Zu Lande gelang Italien (wie bereits 1532) die Eroberung Zürichs und Mainz'. Im Januar 1615 landete ein Expeditionscorps in Nordflorida (Seminole) und besetzte den englischen Handelsposten, doch gleichzeitig eintreffende spanische Truppen zerstörten diesen. Im Mai 1615 baute Italien den Handelsposten dann neu auf.
Im November/Dezember 1615 schlossen beide kriegführenden Parteien dann Frieden. England musste abtreten:
1) Normandie, Elsass, Eiriksfjord, Meath und Bern an Spanien
2) Brabant, Picardie und Artois an Frankreich
3) Zürich (Schwyz) an Italien.
Die Schweiz wurde umgehend als Vasall in die Freiheit entlassen.
Während des Krieges erkundete ein neuer Konquistador, Martino Pradone, weitere indische Territorien, und zahlreiche Kolonien erhielten das begehrte Stadtrecht, darunter ein Großteil der argentinischen Siedlungen sowie Ost- und West Ceylon.
Der Entdecker Falcomauro hatte mittlerweile einen Großteil des Indischen Ozeans erkundet und drang nun an die Küste Burmas und Thailands (Ayutthayas) vor. Das Volk der Ayutthaya, das den Italienern aufgrund ihrer farbenprächtigen und lebhaften Folklore auf Anhieb sympathisch war, ließ sich von Falcomauro im Dezember nach einigen Gastgeschenken zur Gewährung von Ankerplätzen und Durchmarschrechten überreden. Somit konnten weitere Seereisen gen Osten unternommen werden, und langsam aber sicher drang man zu den Molukken vor.
Montebello (Jakarta), das im März 1619 entdeckt worden war, wurde 1622 Kolonie, zwei Monate nachdem der große Entdecker Falcomauro vor der Küste Borneos gestorben war.
Reisende, die die Lande Ayutthayas 1617-20 durchstreiften, konnten neue Karten erstellen, die die Lage Tibets, Bengalens, Chinas, Vientianes und Taungus zeigten.
Weiter westlich wurden die Provinzen des Kongo entdeckt.
Antonio Polo, ein Nachkomme des legendären Marco Polo, trat 1620 in die italienische Marine ein. Seine ersten Reisen führten ihn nach Südamerika (Argentinien), von wo aus er dann Vorstöße in den Pazifik unternahm. Im September 1622 entdeckte er die südlichste Provinz des Inkreiches, Coquimbo. Ähnlich wie Falcomauro in Ayutthaya, erhandelte er von den Inkas für Italien im Februar 1625 das Privileg, Schiffe in ihren Häfen ankern lassen zu dürfen und Truppen durch das Inkareich bewegen zu dürfen. Nun jedoch wurde er vom Pazifik abberufen, denn die Krone setzte ihre Prioritäten im Osten. Mitte 1626 kam er in Montebello (Jakarta) an, von wo aus er die Inselgruppe der Molukken erkundete.
In Indien (Goa) und Ostafrika (Malindi) musste man sich der unermüdlichen Portugiesen erwehren, die hartnäckig auf ihren rechten beharrten, die der Papst ihnen einst zugesprochen hatte. Dennoch blieb der Senegal die einzige Provinz, die ihnen so in die Hände fiel.
1618 wurde der Festlandbesitz in Südindien durch Gründung der Kolonie Bonigno (Cochin) erweitert.
1619 nahm Giacomo I. durch einen Erlass die strengen Regeln zurück, die der Klerus während des Nubienkrieges von ihm erpresst hatte. Die Geistlichkeit reagierte ungehalten [Toleranzslider +1 / Stab = +2].
Die Kolonie Ciocone (Massawa) nördlich Äthiopiens erhielt im selben Jahr Stadtrechte.
Deflation (1618) und gute Kornerträge (Event Gutes Jahr, 1620) kräftigten die Wirtschaft und verringerten die Inflation (=13.5%).
1621 jedoch brach ein neuer Pestschub aus und sorgte für Unruhen [Stab = +1].
Im Februar 1626 wurde die Allianz umgeworfen ; Spanien wurde ausgeschlossen, dafür holte Italien den Vasallen Nubien mit in das Bündnis. Frankreich blieb wichtiger und wertvoller Bündnispartner.
Im Mai 1626 wurden neue Münzen eingeführt, wiederum mit schlechterer Qualität, da die Metalle für andere Zwecke in den Manufakturen benötigt wurden. [Umrechnungsfaktor nun 75,000 + Inflation].
Österreich und Spanien erklärten im Juli 1626 der Schweiz den Krieg. Die schweizer Verbündeten Italien, Frankreich und Königreich Jerusalem standen geschlossen zu den Angegriffenen.
Der italienischen Karibik-Marine gelang es, im Handstreich die ungeschützten spanischen Inseln Jamaika, Antigua, Curaçao und Martinique einzunehmen. Auch Isabella und Santo Domingo (Tortuga & Barahona) wurden rasch erobert. Nur in Afrika ging der Handelsposten Gambia an die Spanier verloren. Niemand hatte daran gedacht, ihn durch ein paar Soldaten bewachen zu lassen.
Spanien hatte bereits im Februar 1627 genug vom Krieg und trat Ost Haiti (Barahona und Tortuga) an die Italiener ab.
In Europa schlugen sich die Österreicher, die auf keinerlei Kolonien achten mussten, erfolgreicher als Spanien. Sie nahmen im Dezember 1626 Odenburg ein und eroberten im Juli 1627 Graz (Steiermark). Ebenfalls im Juli konnte Italien Tirol einnehmen. Von der Anzahl der Soldaten herrschte in Europa ungefähr Gleichstand zwischen Italien und Österreich, doch mussten diese sich ja auch noch der Franzosen erwehren, die allerdings zusätzlich mit den Spaniern beschäftigt waren. Langfristig sprach in diesem Konflikt dennoch alles für Italien.
Im September 1627 eroberte Italien Odenburg zurück und besetzte Serbien und Bosnien. Knapp ein Jahr später, im August 1628 hatten die Österreicher wiederum die Mauern von Odenburg überwunden. Immerhin war zu diesem Zeitpunkt Zürich, das zwischenzeitlich im Besitz Österreichs gewesen war, wieder befreit worden. Außerdem gelang im September 1628 die Einnahme von Wien und Zagreb.
Im Januar 1629 eroberte Italien dann auch Odenburg zurück. Österreich, an verschiedenen Punkten belagert, versuchte die Rückeroberung Tirols und fiel in Istrien, der Lombardei und Bosnien ein, doch wurden diese Belagerungen immer wieder unterbrochen, sodaß kein Erfolg zu verzeichnen war. Nur Bosnien wurde den Italienern im Januar 1629 entrissen, freilich nur um es im Juli 1629 wieder an sie zu verlieren.
Ende 1629 begann die Lage für Österreich aussichtslos zu werden. Presburg ging an Italiener verloren, die allerdings im September durch eine politische Krise geschwächt wurden [Event, Stab = -1].
Angesichts dieser Krise verzichtete Italien darauf, den Schweizern länger beizustehen, kam es doch bereits zu ersten Aufständen in Gibraltar. Man vertraute darauf, dass Frankreich Österreich lange genug beschäftigen würde, um der Schweiz die Unabhängigkeit zu bewahren.
Im Frieden von Mailand (20.12.1629) trat Österreich Serbien, Bosnien, Tirol und Presburg an Italien ab.
Bosnien und Serbien wurden noch im Dezember 1629 als Vasallenstaaten in die Freiheit entlassen. Bosnien wurde in das Bündnis der Italiener und Franzosen aufgenommen.
Im September 1630 wurde die Schweiz dann doch von Österreich besetzt und annektiert. Einen Monat später wurde Ferdinand II aus Österreich zum Kaiser gewählt.
Die Entdecker Polo und [Random Event Entdecker] Mariboni gingen während der Kriegshandlungen ungestört ihrer Tätigeit auf den Weltmeeren nach. Mariboni erkundete die Westküste Südamerikas, während gleichzeitig im Inkareich reisende Kaufleute das Landesinnere erkundeten (Potosí, Cuzco u.a.). Bis hinauf nach Tlaxcalá, das damals bereits in spanischem Besitz war, gelangte Mariboni von Lima aus.
In Fernost entdeckte Antonio Polo Da Nang, Mataram, Makassar und weitere Inseln der Molukken. Auch bis zur Westspitze Papua-Neuguineas gelangte er. Hierbei stellte er fest, dass die Niederländer sich in Sunda und auf Flores festgesetzt hatten.
Italien musste sich indes mit Rebellionen in Tripolitania und in den Kolonien herumschlagen. 1630 wurde der Vasall Nubien in das italienische Staatsgebiet inkorporiert.
Nachdem Tripolitanien und Gibraltar 1631 von den Rebellen befreit worden waren, brauchte man mehrere Anläufe, um die Kolonie Manisifi (Bourbon) im Januar 1632 den Rebellen zu entreißen.
Es kriselte weiterhin in Italien [Stab = 0]. In dieser Situation starb Giacomo I. am 18. Januar 1632. Einen Monat später, am 29.2.1632 wurde der Herzog von Pisa, Lorenzo Aosta, in Venedig zum neuen König gewählt und bestieg als Lorenzo II. den Thron.
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Land=18, See=10, Handel=4, Infra=4, Stab=0
Infla=17.2 %, Kassen=6.59 Mio. ¢[EU=177], Außenstände =123.06 Mio ¢ [EU=1,400]
BB = 5.7
Heer: 139,200 Fußsoldaten, 59,200 Kavalleristen, 384 Kanonen [Limit = 221,000]
Flotte: 100 Kriegsschiffe, 42 Galeeren, 58 Transportschiffe[Limit = 1,016]
Karte Europas, 1634
Karte Nordamerikas, 1634
Karte Südamerikas, 1634
Karte Afrikas, 1634
Karte Arabiens, 1634
Karte des fernen Ostens, 1634
