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Moderator: ulysses

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sato
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Beitrag von sato »

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sieht für mich aus wie das J aber KI sagt J und Z sind damals handschriftlich fast gleich.

Dann wäre es Zollbeamter
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sato
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Beitrag von sato »

Wenn du nicht „beamter“ dazu gesagt hättest, hätte ich den Wortanfang („Zoll…̶) wahrscheinlich erkannt, aber das Ende hätte ich deutlich unsicherer gelesen.

Warum:
Alte Handschrift ist stark variabel
Buchstaben wie „b“, „m“, „n“, „r“ in Kurrent/Sütterlin verschmelzen oft zu einem unklaren Strich.
Ohne den Hinweis „beamter“ könnte das Ende wie „bemater“, „bemetter“ oder sogar „bemaller“ wirken.
Mentale Erwartung
Unser Gehirn gleicht Formen ab an Bekanntes aus der Zeit / Kontext.
„…beamter“ ist eine extrem häufige Berufs-Endung in Weimarer- oder Reichszeit-Dokumenten.
Endung „…beamter“ ist ein fixer Schlüssel
Mit dem Hinweis habe ich sofort die Buchstabenkombination im Kontext der deutschen Beamtenlaufbahnen erkannt.
Ohne ihn wäre die Lesung nur eine wahrscheinliche Vermutung, vielleicht „Zollbemater“ oder „Zollbemeller“.
Fazit

✅ Ohne „beamter“: Ich hätte vermutlich Zoll… erkannt, aber das Ende wäre unsicher geblieben.
✅ Mit „beamter“: Sofort klar „Zollbeamter“.

Das ist ein klassisches Beispiel, wie historische Handschrift stark vom Kontext lebt – und warum alte Dokumente oft schwer ohne Zusatzinformationen zu lesen sind.
Greenhorn
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Beitrag von Greenhorn »

Laut dem Adressbuch Schwerin 1935 war er Polizeiwachtmeister. Die Nazis damals hatten eine Sauklaue.
Das Haus an der Adresse haben damals wir und unser Bruder nach der Wende von unserer Großmutter geerbt. Musste aber abgerissen werden.

Jetzt lassen wir es fürs erste mal ruhen.
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Private_S
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Beitrag von Private_S »

Greenhorn hat geschrieben:Laut dem Adressbuch Schwerin 1935 war er Polizeiwachtmeister. Die Nazis damals hatten eine Sauklaue. Das Haus an der Adresse haben damals wir und unser Bruder nach der Wende von unserer Großmutter geerbt. Musste aber abgerissen werden.Jetzt lassen wir es fürs erste mal ruhen.
Ich tippe auch auf "Pol[.] Beamter", als Abkürzung für "Polizeibeamter". "..ol Beamter" ist eindeutig erkennbar. Das o in ..ol ist klar von dem a in Beamter unterscheidbar. Der Anfangs-Großbuchstabe in ..ol passt mit seinem ausgepräfgten Anfangsschweif (?) durchaus zum P in der Kurrentschrift (Sütterlin war ja nur eine kurze Daseinszeit beschieden), danach wird in dem Beispiel von Greenhorn aber die Buchstabengestaltung des P etwas phantasievoll, und durch die Ausbildung der Unterlänge zu einer Schlaufe einem Z, J oder auch H ähnlich, während der ausgeprägte Anfangsschweif ganz ähnlich auch bei einem T zu finden ist. Ist halt invidiuell geprägt. Aber Zol/Jol/Hol/Tol/Yol/TTol macht alles keinen Sinn. Für ein H oder J zuviel Tüddellüt drumherum, für T passt die Unterlänge nicht ein, einem Z fehlt hier der für das alte Z typische "Kringel" in der mittleren Höhe.Und zum Adressbucheintrag passt es ja perfekt.Siehe:
5219_15_b.jpg
Quelle: https://www.adfontes.uzh.ch/ressourcen/ ... ralphabeteBegrifflichkeiten: https://de.wikipedia.org/wiki/Anatomie_der_Buchstaben
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Private_S
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Beitrag von Private_S »

"Ital. Beamter" würde wohl auch passen. Aber wir wollen hier keines Regenten Ahnen beleidigen. :D
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Kurfürst Moritz
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Beitrag von Kurfürst Moritz »

Wir hatten kurzzeitig an Kol.beamter gedacht. Aber das K ist doch deutlich abweichend.

DIe KI hat uns dann zu Pol.beamter geschickt. Und das entspricht ja dann auch dem, was Greenhorn final schrieb.
Greenhorn
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Beitrag von Greenhorn »

dooya hat geschrieben:Einige werden auch noch ihr Parteibuch dabei haben. :eek:
Hatten NSDAP-Mitglieder überhaupt so was wie ein Parteibuch oder nur einen Mitgliedsausweis?

Haben gestern noch nach unserem Großvater mütterlicherseits gesucht, allerdings ohne Treffer. Der hasste zwar die Juden bis zu seinem letzten Atemzug, aber so sehr scheint er sich dann nicht mit den Nazis eingelassen zu haben.
Unsere beiden Großmütter sind da eh unverdächtig, da völlig apolitisch.
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