Blut und Eisen: Industrialisierungs-AAR als Preußen

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TheBlackSwan
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1837

Beitrag von TheBlackSwan »

1837 ist es Zeit, die erste Zwischenbilanz zu ziehen. Der Bausektor ist auf 134 Kapazität gewachsen und wir sind der zweitgrößte Eisenproduzent. Das Bruttoinlandsprodukt ist leicht gewachsen, unser Eisenpreis einigermaßen unter Kontrolle, auch weil wir ca. 300 importieren. Nun bauen wir Eisenbahnen als Grundlage für weitere Eisenminen in Schlesien, wo wir jetzt auch das Steuererhebungsdefizit mit Verwaltungsgebäuden beheben werden. Danach sind weitere Eisenminen und dann die Universitäten dran. Man sieht auch gut, wie unsere hohen Steuern den Lebensstandard drücken. Solange das aber nicht zu hohem Turmoil in unseren Staaten führt und die Baugeschwindigkeit verringert, ist das nicht so wichtig.
Das Defizit minus den Investmentpool-Beitrag beträgt mittlerweile ca. 50k pro Woche.
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Die Preise sind einigermaßen unter Kontrolle.
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Professionelle Polizei scheitert zunächst an mangelndem Würfelglück. Wir holen die Industriellen in die Regierung. Die sind mittlerweile bei 10% Stärke und wir versuchen, Laissez-Faire zu verabschieden. Das würde zu erhöhten Beiträgen der Privatwirtschaft zum Investmentpool führen.
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1838

Beitrag von TheBlackSwan »

Unsere Wirtschaft ist jährlich um etwa 10% gewachsen. Die Grundlage aus Bauwirtschaft, Eisenminen, Werkzeugfabriken, Eisenbahnen und einer Bahnfabrik sind mittlerweile gelegt. Nun bauen wir die Universitäten bis zum Forschungslimit aus. Das wird zwar unser Staatsdefizit noch weiter erhöhen, aber die Forschung ist sehr wertvoll. Man kann sogar argumentieren, dass man auf halbem Wege statt der Bauindustrie erst Universitäten bauen sollte.

Wir sind der führende Eisenproduzent und fördern mehr als das gesamte britische Empire zusammengenommen.

Wir beenden unsere Rivalität mit Österreich. Den generierten Einfluss brauchen wir nicht mehr, und wir haben noch die Rivalitäten mit den USA, Spanien und Zwei Sizilien. Wir hoffen, dass Österreich uns dadurch eher mal in Diplomatic Plays in Ruhe lässt.

Wir erforschen die verbesserten Dampfmaschinen bzw. Kessel. Das günstigere Eisen, zusammen mit den gesteigerten Profiten der Minen und dem höheren GDP reduzieren unser wöchentliches Netto-Defizit von zwischenzeitlich 60k auf 20k, sehr erfreulich. Da wir uns dem Schuldenlimit nähern, bauen wir erstmal keine neuen Bausektoren.

Unsere Universitäten werden fertig. Wir bauen jetzt immer Fabriken für das Gut, das vom Staat konsumiert wird und den höchsten Preis hat.

Wir bankrollen Hannover, damit sie irgendwann unserer Zollunion beitreten.
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1839

Beitrag von TheBlackSwan »

Wir müssen leider Laissez-Fair aufgeben, denn ein Event würde die Clout der Industriellen reduzieren, und das wollen wir nicht. Wir probieren nun Freihandel.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Wir verabschieden Freihandel erfolgreich.
Die Armee wünscht sich von uns Geheimpolizei, wir starten das. Praktischer Nebeneffekt: Die Kleinbürger werden dadurch glücklich, kaufen mehr Staatsanleihen und das senkt unseren Zinssatz (IRL-Erklärung für den Effekt). Da wir mittlerweile zu etwa 90% des Limits verschuldet sind, spart das doch 1-2k pro Woche.
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1842

Beitrag von TheBlackSwan »

Hier eine Übersicht Stand 1842. Unser GDP ist gegenüber dem Anfang (ca. 13 Mio.) bald verdoppelt. Wir holen gegenüber den anderen Großmächten auf. Am Beispiel Österreich sieht man die Auswirkungen unserer Wirtschaftspolitik: Der dortige Lebensstandard ist höher, obwohl das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner weniger als die Hälfte des unseren beträgt. Denn ein großer Teil der preußischen Wirtschaft besteht eben aus Bau und der Versorgung des Baus. Hannover versprechen wir eine Obligation, damit sie unserem Club beitreten. Unsere Baukapazität ist mittlerweile bei 190 angekommen. Wir halten sie immer so, dass wir ein leichtes Defizit haben. Da unsere Wirtschaft wächst, bleiben wir so dauerhaft nicht weit von der maximalen Verschuldung entfernt.

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LOYALE UNTERTANEN, WARUM MUSS DIE INDUSTRIE EXPANDIEREN?
UM DEN BEDARF DER WACHSENDEN INDUSTRIE DECKEN ZU KÖNNEN! VORAN IN DAS ZEITALTER DER FABRIKEN!
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Beitrag von TheBlackSwan »

Montesquieu hat geschrieben:So weit bin ich noch nicht.

Aber man kann den Norddeutschen Bund halt nicht gründen.
Wir haben gerade Nationalismus erforscht und da das auch genug andere deutsche Staaten getan haben, haben wir dieses Event bekommen:
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Wir müssen auch eine unserer Aussagen korrigieren: Das Leadership-Play verlangt nur Nationalismus. Pannationalismus braucht man glaube ich nur, wenn man ohne vorheriges Leadership-Play das DR einen möchte. Wir sind da durcheinander gekommen und dachten, dass in 1.3 das DR schwerer gemacht wurde, weil es zu oft schon in den frühen 1840ern geformt wurde. Das mit der dänischen Frage müsste aber neu sein.
Dann machen wir uns mal an die Arbeit, Österreich und Dänemark auf Linie zu bringen! Wir werden damit noch kurze Zeit warten, damit wir 50 Beziehung zu Frankreich haben.

Übrigens ist bei unserem Versuch, Geheimpolizei einzuführen, bereits zwei Mal der Anführer der Intelligentsia auf mysteriöse Weise verschwunden. Gut für die Chance, das Gesetz durchzubringen! Wir machen mittlerweile nicht nur unsere Industrialisierungspolitik auf sowjetische Weise. Währenddessen zwingt uns Hannover mit der Obligation von der Zollunion in einen Defensivbund. Wenn sie dadurch besser schlafen, meinetwegen...

Außerdem bauen wir die Flotte auf 20 Basen aus. Wenn wir Dänemark angreifen wollen, brauchen wir in der Ostsee Seeüberlegenheit.
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Beitrag von Montesquieu »

Wir haben übrigens die Dänemark-Geschichte an Paradox gemeldet.

Haben nachgeschaut und der Bug war schon bekannt. Wird dann wohl im nächsten Hotfix behoben werden.

Neues Spiel gestartet und Dänemark nicht vasallisiert, sondern nur Schleswig und Holstein geholt. Jetzt klappte alles auf Anhieb. Natürlich mit dem treuesten aller Verbündeten, Frankreich, an meiner Seite.

Allerdings: Mir geht das menschliche Material aus! :eek:

Damit hatte ich mit den größeren Ländern nie Probleme, schon gar nicht mit Deutschland. Ich wüsste gar nicht, wie ich 2.000 Construction auch als "neuer Koloss" noch mit Arbeitern versorgen sollte.

Guter Nebeneffekt: Ich nutze auch Eisenbahnen etc. als Production Methods. Vorher haben die ja eher Nachteile als Vorteile gebracht.
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Beitrag von TheBlackSwan »

Montesquieu hat geschrieben:Wir haben übrigens die Dänemark-Geschichte an Paradox gemeldet.

Haben nachgeschaut und der Bug war schon bekannt. Wird dann wohl im nächsten Hotfix behoben werden.

Neues Spiel gestartet und Dänemark nicht vasallisiert, sondern nur Schleswig und Holstein geholt. Jetzt klappte alles auf Anhieb. Natürlich mit dem treuesten aller Verbündeten, Frankreich, an meiner Seite.

Allerdings: Mir geht das menschliche Material aus! :eek:

Damit hatte ich mit den größeren Ländern nie Probleme, schon gar nicht mit Deutschland. Ich wüsste gar nicht, wie ich 2.000 Construction auch als "neuer Koloss" noch mit Arbeitern versorgen sollte.

Guter Nebeneffekt: Ich nutze auch Eisenbahnen etc. als Production Methods. Vorher haben die ja eher Nachteile als Vorteile gebracht.
Ja Frankreich hat häufig überraschend wenig gegen die Reichseinigung einzuwenden :D

Habt ihr auch die Schnellindustrialisierungs-Strategie angewendet?
Wahrscheinlich habt ihr das ohnehin gemacht, aber wir versuchen auch immer Healthcare zu pushen, um den Ausstoß der Babyfabriken zu maximieren, damit die Bauindustrie ausgelastet bleibt. Und natürlich möglichst tolerante Gesetze, um Immigranten anzuziehen. Am deutschen Industriewesen soll die Welt genesen.
Gut dass ihr es erwähnt: Zu Beginn des Spiels sollte man Produktionsmethoden verwenden, die den Ausstoß maximieren, und möglichst viele Arbeiter verwenden.
Wenn man mal testweise auf personalsparende Produktionsmethoden wechselt, sieht man gleich, wie das GDP abfällt.

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Bruderkrieg 1842

Beitrag von TheBlackSwan »

Wir hatten irrtümlich angenommen, dass man in 1.3 für die Reichseinigung Pannationalismus braucht, aber es reicht schon Nationalismus. Wir haben nun Nationalismus passiv erforscht und können loslegen. Unsere Staatsverschuldung ist für den Start eines großen Krieges etwas hoch, aber wir wollen keine Zeit verlieren. Hier die Situation vor dem Krieg-leider will sich mit uns keine Großmacht verbünden, aber Krieg gegen Koalitionen hat ja schon für Friedrich den Großen gut funktioniert. Außerdem ist der österreichische Kaiser wieder ein typisch habsburgerisches Inzest-Ergebnis: Psychisch labil, kränklich, kommandiert trotzdem selbst eine Armee, ist dabei aber unbeliebt. Unser König überlässt den Krieg lieber den Profis, unter anderem dem genialen Angreifer Moltke.

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Technisch sind unsere Armeen etwa auf demselben Stand, aber wir dominieren die Artillerieproduktion (oben rechts) und die Munitionsproduktion (mittig). Österreich wird wohl ziemliche Probleme haben, fortgeschrittene Armee-Produktionsmethoden auch zu versorgen.



Unsere numerische Unterlegenheit, ca. 150 Brigaden gegen ca. 230, wollen wir durch Mobilisierungs-Decrees ausgleichen. Die sind ziemlich effektiv und Preußen wird der Welt zeigen, wie man das ganze Land auf einen Zweck ausrichtet.
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Bruderkrieg 1843

Beitrag von TheBlackSwan »

Wir werden von vielen deutschen Staaten unterstützt. Großbritannien können wir mit einer Obligation auf unsere Seite ziehen. Frankreich hätten wir Krakau als Puppet versprechen können, um es für uns zu gewinnen. Da Krakau aber keinerlei Marktzugang zu Frankreich hätte und Paradox' Wirtschaftssystem in dem Fall Krakau so behandelt, als ob es in der Antarktis liegt, lassen wir das. Dafür zieht Österreich nun Frankreich auf seine Seite. Das gibt also einen wirklich großen Krieg, den wir vermutlich fast alleine gewinnen müssen, denn typischerweise ist Großbritannien ein schlechter Verbündeter. Damit sich die Sache auch lohnt, fordern wir von Österreich auch noch Böhmen.
Leider schlagen sich auch noch Zwei Sizilien und Sardinien-Piedmont auf Österreichs Seite. Viel Feind, viel Ehr!

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Nachdem das Diplomatiefenster abgelaufen ist, mobilisieren wir alle Armeen und wählen die vier bevölkerungsreichsten Provinzen zur forcierten Mobilisierung aus. Außerdem mobilisieren wir alle Provinzen. Kurz vor Beginn des Krieges erhöhen wir noch die Löhne der Soldaten auf das Maximum (gibt einen Moralbonus) und bauen zusätzliche Kasernen.


BÜRGER, WAS WÜNSCHT IHR EUCH ALLE AM MEISTEN?
DEN SOLDATENTOD AUF DEM SCHLACHTFELD! FÜR PREUßEN, FÜR DIE REICHSEINIGUNG!
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1843 Bruderkrieg

Beitrag von TheBlackSwan »

Per Handstreich erobern wir einen Teil Frankreichs, Preußen kann hier in eine Lücke der französischen Mobilisierung hineinstoßen. Moltke macht seine Sache gut und schiebt sich in Böhmen voran. Die Österreicher haben massiven Artillerie(munitions)-Mangel und erleiden hohe Verluste. Bayern wird von den Österreichern schnell aus dem Krieg gedrängt. Das Kriegsdefizit wächst auf 70k/Woche. Das ist zu hoch und wir gewinnen entweder schnell, oder laufen in massive Finanzprobleme hinein. Unsere Planung sah eigentlich eine spätere Reichseinigung vor, wir waren 1842 noch nicht richtig vorbereitet und hätten evtl. abwarten sollen. Mal schauen, ob wir unseren Anfangsvorteil mit leeren Kassen einfach aussitzen können!
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Indem wir die forcierte Mobilisierung zurücknehmen und die Soldatengehälter senken, können wir die Insolvenz gerade noch abwenden.
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Beitrag von Iche_Bins »

Oohh spannend! Wir lesen mit, obwohl wir das Spiel noch nicht gespielt haben.
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Montesquieu
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Beitrag von Montesquieu »

TheBlackSwan hat geschrieben:Ja Frankreich hat häufig überraschend wenig gegen die Reichseinigung einzuwenden :D

Habt ihr auch die Schnellindustrialisierungs-Strategie angewendet?
Ja, wenn ihr die so benennen wollt, habe ich das. ;)
TheBlackSwan hat geschrieben: Wahrscheinlich habt ihr das ohnehin gemacht, aber wir versuchen auch immer Healthcare zu pushen, um den Ausstoß der Babyfabriken zu maximieren, damit die Bauindustrie ausgelastet bleibt. Und natürlich möglichst tolerante Gesetze, um Immigranten anzuziehen. Am deutschen Industriewesen soll die Welt genesen.
Healthcare ist auf 4 gerade, Gesetze so tolerant, wie es geht (Universal Suffrage löst noch zu große Revolutionen aus), aber trotzdem geht die Arbeiterschaft zurück.

Ist auch nicht schlecht. So nerft Paradox halt die Produktionslawine und verhindert, dass man 1910 nichts mehr bauen kann, da alle Ressourcen weg sind und mehr Fabriken nichts mehr bringen.
TheBlackSwan hat geschrieben: Gut dass ihr es erwähnt: Zu Beginn des Spiels sollte man Produktionsmethoden verwenden, die den Ausstoß maximieren, und möglichst viele Arbeiter verwenden.
Wenn man mal testweise auf personalsparende Produktionsmethoden wechselt, sieht man gleich, wie das GDP abfällt.
Ich freue mich auf "Rotary Valve Engine" mit Deutschland jetzt so sehr wie mit Kanada. :D
TheBlackSwan hat geschrieben: Was sind die Bedingungen für New Colossus?
Aus der Hüfte:

- Census Suffrage oder Universal Suffrage
- Multiculturalism
- Protected Speech
- Freedom of Conscience oder Total Separation

Multi-Kulti ist da der zurückhaltende Faktor.

Bringt aber, glaube ich, nur einen zeitlich begrenzten Bonus auf Einwanderung.

Apropos Ein- und Auswanderung:

Sehr viel heftiger geworden! Auch wenn man selbst liberal ist, bekommt die neue Welt ungemein viele Boni.

Das musste ich mit einem Schweden-Spiel erfahren: Bin dem britischen Markt beigetreten und das war erst ganz gut, dann aber mies, da Kanada und Australien Schweden praktisch leergesaugt haben. Und dass, obwohl ich vergleichbare und sogar bessere Politiken hatte. Dann noch die ganzen Kolonien im britischen Markt und man hat ein Problem.

...
...

Geil! :D

Ist halt kein No-Brainer mehr, einfach einem großen Markt beizutreten.
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Beitrag von TheBlackSwan »

@Iche_Bins: Schön, dass ihr mitlest!
@Quieu: Das mit der Einwanderung ist interessant. Wir erinnern uns an einen frühen DR-Run, in dem wir Vollbeschäftigung mit führendem SOL hatten, irgendwann in den 1860ern bis 70ern. Und dann Multikuralismus verabschiedet und das großdeutsche Reich wurde so von Immigranten überrannt, dass der SOL um 1-2 abgefallen ist :D


An sich finden wir diese Massenmigrationen aber etwas kritisch. Außer Irland wurde AFAIK kein Land so wirklich im 19. Jahrhundert durch Emmigration entvölkert, und jeder Bonus der neuen Welt sollte imho organisch sein, und nicht gezwungen.
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1843 Bruderkrieg

Beitrag von TheBlackSwan »

Der Krieg wird hart und verlustreich. Sardinien-Piedmont entscheidet früh, dass es das nicht wert ist, und scheidet aus. Unsere Budgetprobleme zwingen uns, die Armee zu verkleinern, indem wir die Decrees für forcierte Mobililsierung zurücknehmen. An sich ist es ja nicht möglich, während eines Krieges Kräfte zu demobilisieren, aber mit diesem Workaround kann man das doch machen.
(alternativ kann man auch die Generäle entlassen, kostet aber IG-Zufriedenheit).
In Frankreich versuchen wir zu halten, in Österreich geht es noch ein bisschen voran. Denn dort gibt es massiven Munitionsmangel. Sinnbildlich für die Situation in der österreichischen Armee waren die Flüche, die Generalleutnant Fürst Prigoszin bei den Kämpfen in Bähmen ausstieß: von Schohigu! Graf von Gerassimfurt! Wo ist die verdammte Munition?

Die Junker bereiten derweil den Aufstand vor. Da zeigt sich deutlich, dass sie nicht nur reaktionäre Fortschrittsfeinde, sondern auch noch Landesverräter sind. Nur Moltke ist eine Ausnahme, den mögen wir wegen seines dreifachen Angriffsbonuses :-)
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Kurz darauf hat auch Frankreich etwas überraschend genug von dem Krieg und bittet um weißen Frieden:
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In Österreich wird der Krieg langsam aber stetig unpopulär. Denn mit Böhmen und Österreich sind die wirtschaftlichen Zentren des Reiches direkt vom Krieg betroffen, und wahrscheinlich lassen die kapitulierenden Verbündeten die Situation schlechter ausschauen als sie ist. Denn in Preußen geht dem Staat das Geld aus, und damit sinken auch Kampfkraft und Produktivität der Wirtschaft schnell ab.
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Schließlich sind die Österreicher aber erschöpft und bitten um Frieden. Die Übersicht zeigt, dass Kriege in V3 durchaus teuer werden können, die Kosten entsprechen etwa unseren gesamten normalen Staatsausgaben von 25 Wochen. Die preußische Armee hat mal wieder ihre Exzellenz bewiesen, gerade wenn man bedenkt, dass zugleich auch noch gegen Frankreich und einen Großteil Italiens gekämpft wurde, und sich Preußen im Angriff befand.
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1848 Tschechische Unabhängigkeitsbewegung

Beitrag von TheBlackSwan »

Nach dem Krieg sind unsere Staatsfinanzen und Wirtschaft zerrüttet, außerdem muss noch Böhmen integriert werden, bevor wir von dort Steuern bekommen. Deswegen stagniert unsere Baukapazität nach Kriegsende 1844 erstmal für einige Jahre bei knapp 200. Immerhin schaffen wir es endlich, Laissez-Faire durchzubringen. Als es der Wirtschaft endlich wieder gut geht, bricht eine Sezessionsbewegung in Tschechien los. What Geheimpolizei doing???
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Keine andere europäische Macht interessiert sich für den tschechischen Aufstand, und wir gewinnen den Unabhängigkeitskrieg schnell.
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Beitrag von Iche_Bins »

Könnt ihr jetzt die NDF formen?
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Iche_Bins hat geschrieben:Könnt ihr jetzt die NDF formen?
Dafür müssen wir noch Schleswig und Holstein von dem dänischen Joch befreien. Ist Dänemark eigentlich ein Staat? Wir haben eine Karte von 500 gefunden, auf dem es gar nicht existiert. Wir haben das nicht sofort nach dem Bruderkrieg gemacht, damit unsere Wirtschaft sich etwas erholen kann.
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1850 Norddeutsche Föderation

Beitrag von TheBlackSwan »

Kurz nach dem Sieg über die tschechische Unabhängigkeitsbewegung verlangen wir von Dänemark, dass es uns seine Marionettenstaaten in Schleswig und Holstein übergibt. Es erhält Unterstützung von Österreich und überraschenderweise den Niederlanden. Wir verlangen von beiden als zusätzliches Kriegsziel Reparationszahlungen für diese dreiste Einmischung. Wir gewinnen mit einer Obligation die Schweden für unsere Sache, die praktischerweise auch eine direkte Landfront mit Dänemark haben.
Unsere Koalition rückt recht problemlos vor und Dänemark kapituliert schnell, sodass wir schon während des Krieges die NDF formen. Kurz nach der Momentaufnahme unten kapitulieren auch die restlichen Gegner.

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Nun stehen wir vor einer Entscheidung: Wir können entweder sofort das kleindeutsche Reich formen, oder die Beziehungen zu Österreich verbessern und hoffen, dass sich entweder die österreichische Attitude verbessert, oder wir auf ihrer Seite auf in einem Diplomatic Play beitreten können, wodurch das zwangsweise sofort geschieht. Da es in dem AAR vor allem um die Industrialisierung geht, entscheiden wir uns für ersteres. Und so ist 1850 das Jahr der Reichseinigung:
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Wir springen sofort an die erste Stelle in der Welt. Bemerkenswert ist der Vergleich mit Frankreich: Obwohl wir fast das doppelte Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner haben, ist unser Lebensstandard geringer. Denn unsere Wirtschaft ist vor allem auf Investitionsgüter ausgerichtet, und die Konsumenten werden hoch besteuert.
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1851 Bauwirtschaft und Finanzen

Beitrag von TheBlackSwan »

Die deutlich größere Wirtschaft kommt mit einem höheren Kreditlimit, das wir natürlich schnell ausnutzen wollen. Wir erweitern den Bausektor auf 520 und integrieren die neuen Provinzen in unseren Staat. Derzeit kosten sie vor allem Gehälter, aber mit dem Integrationsfortschritt tragen sie auch zunehmend Steuern bei, sodass unser Überschuss schnell anwachsen wird.
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Von den geeinten Teilstaaten übernehmen wir viele Bauprojekte mit Fortschritt, die wir gerne weiter führen. Außerdem werden natürlich alle Produktionsmethoden auf den führenden preußischen Stand gebracht.

Außerdem stellen wir unser Regierungssystem auf Technokratie um, damit die Herrschaft unserer favorisierten Interessensgruppen Intelligentsia, Armee und Industrielle zementiert wird und zu hoher Legitimität führt, damit wir die Anzahl an Radikalen in der Bevölkerung abbauen können.

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