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Verfasst: Fr 01.11.2019, 12:35
von Montesquieu
Genau das, wertes Brisk-Produkt! Da kann man gerne einen Cthulhu 1880-Mod machen oder meinetwegen auch später einen DLC machen.

Bei CK3 haben sie ja auch in Berlin eingestanden, dass sie mit den Fantasy-Geschichten zu weit gegangen sind und die erst einmal komplett rauslassen. Ob sie wieder reinkommen, sei auch dahingestellt.

Verfasst: Fr 01.11.2019, 15:55
von Performer
Frisiercreme hat geschrieben:Sollte Victoria III kommen und irgendwelchen Steampunk/Lovecraft-Unsinn umfassen, dann wäre der Ofen wirklich aus. Wir wollen Nationen einen und Reiche industrialisieren, da haben wir keine Zeit für solche Kinkerlitzchen. Es ist natürlich völlig legitim, so etwas zu mögen, aber es ist nichts für uns.
Ich fände es gut, solange es ab-/zuschaltbar wäre.

Verfasst: Fr 01.11.2019, 16:16
von Frisiercreme
Wie gesagt, Geschmack ist Geschmackssache und Eure Ansicht ist so legitim wie unsere.

Abschaltbar oder nicht, um so etwas einzusetzen, muss das Spiel anders aussehen, als wir uns das wünschen würden. Wenn wir beispielsweise Schwerindustrie an der Ruhr ansiedeln, dann brauchen wir Migrationsströme, Warentransfer, ein brauchbares ökonomisches Modell. Das wollen wir. Das wollen wir sehen, das wollen wir steuern. Und dabei wollen wir keine unplausiblen Randomevents, die Zuzug in den Pott vermindern, weil in Gelsenkirchen Chtulhu gesichtet wurde.
Wir finden schon den blöden Komet scheiße, den Paradox irgendwie lustig findet.

Verfasst: Fr 01.11.2019, 16:26
von Montesquieu
Na, na, na, für den letzten Satz bekommt Ihr aber eine gepaddelt!

*Thread in's richtige Forum verschoben.*

Verfasst: Fr 01.11.2019, 17:16
von Hohenlohe
Auch wir würden uns sehr über ein Victoria III freuen, aber ohne Fantasykram bitte. Wir haben uns im letzten Teil als Modder von südamerikanischen Ländern versucht, was leider nicht so gut gelang und mehrfach zum Absturz des Spiels führte. Dabei haben wir nur die Provinzen ändern wollen. Leider lässt sich die Zuwanderung europäischer Siedler ab 1860 kaum darstellen... :( Wir wollten den Tripleallianzkrieg von 1863 bis 1868/69 darstellen. Dies gelang uns aber nicht.

Wir hoffen mal das Beste für VicIII…

herzlichste grüsse

Hohenlohe... :top:

Verfasst: Fr 01.11.2019, 17:43
von Ruprecht I.
Wir müssen zwar zugeben, daß Wir die Literaturverweise des werten Performer eher als Aufruf zu mehr flavour events à la 'Frankenstein erschienen: Prestige +1' mißverstanden hatten, aber je man sich hier echauffiert, desto mehr Gefallen hätten Wir an einem Steampunk(etc)-dlc :teufel:

Verfasst: Fr 01.11.2019, 22:30
von Performer
Ich fand eben auch Vicky immer etwas zu trocken ... ich meine nicht, dass man das formidable Wirtschaftssystem zurückschrauben soll oder auch muss, sondern dass Flavour und "More to do" fehlt. Und die Literatur- und Kulturgeschichte der Zeit bietet doch genug Zunder, warum lässt Paradox das verpuffen?
Ich wollte immer mal 'ne entsprechend Mod für Vicky entwerfen, kam aber nie dazu.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 08:59
von Frisiercreme
Ihr seid das also, der die entsprechenden Content- und Flavourpacks kauft. Der damit dafür sorgt, dass Entwicklungszeit in Musikstücke, Uniformmalerei und sonstigen Atmosphärenfluff gesteckt wird und weniger in die Mechaniken.

Was kann es mehr zu tun geben, als die industrielle Basis zu schaffen, um mit der preussischen Armee in Frankreich einzufallen? "More to do" kann gerade bei Victoria im Sinne der Tragweite von Entscheidungen nicht gehen, was ihr wollt ist einfach mehr Klickerei von Beiwerk. Mehr Mikro in einem Makrospiel. Die Crusaderkingisierung von Victoria. Wir lehnen das ab.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 11:31
von Performer
NEIN, ich meine mit Atmosphäre nicht andere Uniformen und Waldecroft-Musik. Ich meine atmosphärische Inhalte. Und "More to do" mein insgesamt, dass neben Wirtschaft und gelegentlichem Krieg einfach mehr passieren sollte. INHALTE! Ich rede von INHALTEN.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 11:40
von dimovski
Welche Inhalte meint Ihr denn? Was kann man einem Victoria-Spiel überhaupt noch hinzufügen? Paradox hat ja seine Probleme mit Diplomatie, die Verbindung zwischen Urbanisierung und Industrialisierung erscheint Uns zu komplex... Ein ordentlich durchgepatchtes Victoria II mit Grafik aus diesem Jahrzehnt dürfte reichen.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 11:45
von Hjalfnar
Historische Ereignisse mit Auswirkungen, politische Folgen der eigenen Politik bzw. internationaler Politik, vernünftiger Techfortschritt, der mehr ist als nur alle paar Jahre etwas anklicken. Wir fanden Vic2 immer extrem langweilig, da es nicht viel mehr ist als eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftssimulation mit sehr künstlich aufgepropftem Diplo-, Politik- und Kampfsystem. Insbesondere letzteres ist schrecklich schlecht.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 12:28
von Performer
Vicky 3 wird nur kommen, wenn es verkäuflicher wird. Im Idealfall liefert es wirtschaftliche und spielerische Komplexität, die ein "Noob" aber an die K.I. deligieren kann. Aber was hat der "Noob" dann überhaupt noch zu tun?

Verfasst: Sa 02.11.2019, 12:28
von Frisiercreme
Selbstverständlich hat Victoria 2 Defizite, das ist ja der Grund, warum wir uns eine Neuauflage wünschen.
Aber: Historische Ereignisse engen den Spieler auch ein, oft genug darauf, diese Punkte abzuklappern. Das geht bei HOI noch, weil das Spiel einen viel kürzeren Zeitraum umfasst und weil das ganze Szenario so angelegt ist, dass am Ende Achse und Alliierte einen Weltkrieg führen.

Bei Victoria muss nach hinten raus zwangsläufig vieles offener bleiben. Wenn es kein geeintes Deutschland gibt, ist jede Eventkette, die sich am historischen Verlauf orientiert, ausgebremst. Wer will beispielsweise das zaristische Russland spielen, wenn irgendwo die Revolution von 1917 gescripted lauert? Victoria 2 weiß das und abstrahiert vom realen Geschehen und macht viele andere Spielverläufe möglich. Wir sehen in dieser großen Freiheit gerade den Reiz. Auch die vergleichsweise großteilige Forschung empfinden wir als angenehmer als andere Lösungen, denn sie ist der langen simulierten Spielspanne angemessen.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 13:43
von Performer
Hjalfnar hat geschrieben:... Diplo-, Politik- und Kampfsystem ...
Exakt hier könnte / müssste Victoria III mehrere Schippen drauflegen. Und wie gesagt, ich hätte nichts gegen CK-Einflüsse ... Minister, Monarchen, Parteiführer mit Persönlichkeit, die auch Events auslösen. Das würde dem ganzen Spiel mehr Farbe verleihen.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 13:46
von dimovski
Hjalfnar hat geschrieben:Historische Ereignisse mit Auswirkungen
Haben wir ja schon. Klar, lässt sich noch ein bisschen vertiefen.
politische Folgen der eigenen Politik bzw. internationaler Politik
Lässt sich mit Paradox-KI kaum vernünftig umsetzen.
vernünftiger Techfortschritt, der mehr ist als nur alle paar Jahre etwas anklicken
Hier würden Wir eine Entwicklung hin zu HoI3s System begrüßen - insbesondere mit Pop-abhängigem Leadership.
Wir fanden Vic2 immer extrem langweilig, da es nicht viel mehr ist als eine leicht überdurchschnittliche Wirtschaftssimulation mit sehr künstlich aufgepropftem Diplo-, Politik- und Kampfsystem. Insbesondere letzteres ist schrecklich schlecht.
Also gut, wir kämpfen mit Säbeln. Euer nächster Stream. Habt Ihr schon einen Sekundanten?

Verfasst: Sa 02.11.2019, 14:04
von Ruprecht I.
Wir können hier unsere Wünsche formulieren und die der anderen verwerfen, wie wir lustig sind: letztlich macht Paradox doch eh, was sie wollen.
Und damit ist dann ohnehin keiner zufrieden, nicht zuletzt, weil's nicht funktioniert :fiesemoep:

Verfasst: Sa 02.11.2019, 14:08
von Frisiercreme
Untersteht Euch, hier mäßigend einzugreifen. Haltlose Spekulationen sind eine ernste Angelegenheit.

Verfasst: Sa 02.11.2019, 14:49
von Performer
Ruprecht I. hat geschrieben:Wir können hier unsere Wünsche formulieren und die der anderen verwerfen, wie wir lustig sind: letztlich macht Paradox doch eh, was sie wollen.
Und damit ist dann ohnehin keiner zufrieden, nicht zuletzt, weil's nicht funktioniert :fiesemoep:
Interessant ist in diesem Punkt der Blick auf "Imp:Rome". Der Vorgänger war kein riesiger Erfolg, meiner Erinnerung nach verkaufte er sich aber besser als Vicky 1. Johan Andersson wollte aber unbedingt einen zweiten Teil, es war "sein Baby". Unabhängig vom Ergebnis sehen wir, woran Paraodx bei "Imp:Rome" im Vergleich zum Vorgänger geschraubt hat. Eigentlich wurde das Grundkonzept von "EU:Rome" kaum verändert, es war v.a. grafisch verbessert, und die Zahl der Provinzen / spielbaren Länder explodierte förmlich.
Es könnte bei Vicky III so ähnlich laufen.

Verfasst: Mo 04.11.2019, 01:56
von X_MasterDave_X
Performer hat geschrieben:Vicky 3 wird nur kommen, wenn es verkäuflicher wird. Im Idealfall liefert es wirtschaftliche und spielerische Komplexität, die ein "Noob" aber an die K.I. deligieren kann. Aber was hat der "Noob" dann überhaupt noch zu tun?
Sehe ich auch so. Vicky 3 wäre im Vergleich zu Vicky 2, wie HoI4 zu HoI3.....much more streamlined. Damit könnte ich aber leben.

Verfasst: Mo 04.11.2019, 23:44
von Jorrig
Ich denke, sie müssen den Spielzeitraum unterteilen, ähnlich wie in EU4. Je nach Spielstart also die Zeit von Napoleon bis zur 48er-Revolution mit Romantik, Karlsbader Beschlüssen, Industrialisierung und erster Eisenbahn, dann vielleicht bis 1880 kurz vor den grossen Erfindungen, dann bis zu einem möglichen Ersten Weltkrieg und dann bis zu einem zweiten. Dabei muss es dann Spielziele geben, die einem erlauben, in mehrere Richtungen zu gehen.
Das Wirtschaftssystem hatte ja immer das Problem, dass es zuviel Rechnerkraft kostete. Da sollte doch heute einiges mehr drin sein.